Findet ihr es abwegig Gott in einem AllMystery Forum zu treffen?
um 02:12
Mit ist zwar nicht schlüssig, warum wir Menschen uns im Laufe der Geschichte, und aktuell, so schlimme Dinge antun,
aber
mir fehlt derzeit das Interesse Gott noch näher kommen zu wollen.
Die ganzen Träumereien vom sozialen, humanen, liebevollen Menschen, können wir uns (mMn.) nur ~selbstglaubhaft vormachen, weil die Industrieländer so ziemlich das meiste Ehlend seit Jahrhunderten auf ärmere Länder verschoben haben
Uns interessiert's halt nicht, weil wir wegen dem ganzen Gekitzel und SchickiMicki einfach in unserer Wohlstandsblase abschalten und das Ganze vergessen können.
SuV, in den Urlaub fliegen und der ewige Druck sich zu verwirklichen.
Man könnte meinen, der Teufel gibt uns 1000 Möglichkeiten, damit wir die Wahrheit verscheiern können, und das ist ja auch so, nur das der Teufel halt der Mensch selbst ist, und zwar jeden von uns.
In dem Zusammenhang müsste ich jetzt sagen, dass das Forum eine dieser Möglichkeiten ist.
Den Gott der diesen Mist, das Universum, erfunden hat, will ich garnicht begegnen.
Die Suche nach Erleuchtung, macht weder glücklich, noch versteht man die Dinge so, wie man sich gewünscht hat, dass man sie versteht.
Da ist alles seit milliarden Jahren nur ein verwesender Tümpel aus Knochenmehl, Leid, Schmerz und verfallenden Lebewesen die hoffen wollen, weil irgend ein Fluch ihnen sagt, dass Leben bedeutet Hoffnung; vielleicht wieder so ein Überlebensinstinkt, den man natürlich annimmt, obwohl einem klar ist, dass alles mal von Maden oder Rost zerfressen wird.
Das ist nicht pessimistisch gemeint.
Wir leben nunmal. Und solange das so ist, warum sollten wir es uns denn auch nicht schönreden? Das ist keine Anklage. Mir ist gerade schlichtweg nur stink langweilig.
Mehr isses nicht.
Wenn im Grunde eh nichts Sinn hat, können wir der Existenz auch einfach irgendeinen Sinn geben.
Es macht dann alles einfacher für paar Jahrzehnte, bis dann halt das Ende kommt und wir wieder zu Erde werden.
Es ist dem Thema entsprechend nur die glaubhafteste Wahrheit, die ich sehen kann.
Das wir hier halt schreiben und uns intellektuell gegenseitig befriedigen, ist so ein Höhepunkt uns megageil zu finden, weil wir halt das Glück haben, abseits vom Ehlend und Krieg, Höhepunkte grammatikalisch in unserer eigenen Vorstellung auszumalen.
Das ist wie gesagt alles kein Vorwurf an irgendwen.
Das hört sich aber so an, dass ist mir schon klar.
Wir gehören nur zu den Leuten, die beim Ort ihrer Geburt großes Glück gehabt haben.
Ich bin deshalb aber nicht bereit, an einen 'guten' Gott zu glauben, denn man muss die Idee über Gott doch in Anbetracht der Lage aller Menschen sehen.
Es ergäbe glaube ich nicht wenig Sinn, zu vermuten, dass unser Bewusstsein und das ganze Universum so überhaupt keinen, oder keinen guten Sinn hat, außer vielleicht den Sinn, dadurch erkennen zu können, dass es im Grunde keinen Sinn hat.
Manche Dinge und Momente fühlen sich halt toll an, weil sie sich toll anfühlen sollen.
Der Sinn ist ggf. im Augenblick, aber wenn der vorbei ist, wo ist dann der Sinn hin? Und wo, nachdem es mit dem Leben vorbei ist?
Leben und ständige sinngebung sind glaube ich untrennbar miteinander verbunden.
Manche Sachen machen halt keinen Sinn.
Zugegeben, genausowenig wie dieser zweifelhafte und in Zweifel zu stellende Beitrag den ich hier gerade schreibe, weil ich wie immer nix besseres zu tun hab'.
Wir sind halt für eine Weile da; Glück dem, der dabei gesund ist und genügend Geld hat.
Es geht glaube ich nicht anders, als unser Leben für sinnvoll zu halten, weil es das Ego stärkt, festigt, und uns den Lebensantrieb gibt.
Überall machen die Menschen ihr Theater miteinander. Ich sehe den ganzen Tag nur Menschen, die anderen im tiefsten Herzen ihrer Natur, nur nach dem Leben trachten.
Das ist immer der tiefste (Unter)Grund, den ich bei Menschen sehe.
Manchmal sehe ich gern auch mal ihr Theater von ihrer Persönlichkeit als real an.
Ich möchte ja auch mal paar schöne Momente am Tag haben obwohl mir klar ist, dass das nur Theater ist und im Grunde Lügerei.
Hier im Forum Texte zu schreiben, ist ja auch so ein selbstgewählter Sinn, der, was mich angeht, sicher daraus hervorgegangen ist, dass ansonsten im meinem Leben, wie gesagt, nix los ist, und ich mich wahrscheinlich beim Schreiben besonders toll finde, denn während des Schreibens kann ja keiner Einspruch erheben, und im Zweifel kann man Kritik ignorieren.
Und überhaupt ist es immer wichtig über den Tag verteilt genug zu trinken. Oder auch regelmäßig die Profiltiefe zu messen.