Sternflocke schrieb:Den Gott der diesen Mist, das Universum, erfunden hat, will ich garnicht begegnen.
Die Suche nach Erleuchtung, macht weder glücklich, noch versteht man die Dinge so, wie man sich gewünscht hat, dass man sie versteht.
Da ist alles seit milliarden Jahren nur ein verwesender Tümpel aus Knochenmehl, Leid, Schmerz und verfallenden Lebewesen die hoffen wollen, weil irgend ein Fluch ihnen sagt, dass Leben bedeutet Hoffnung; vielleicht wieder so ein Überlebensinstinkt, den man natürlich annimmt, obwohl einem klar ist, dass alles mal von Maden oder Rost zerfressen wird.
Du bist da geistig irgendwo falsch abgebogen. Leid, Schmerz, Zersetzung, Tod usw. gehören in das Leben und zum Leben. Sie geben ihrem Gegenteil erst Bedeutung. Ohne Leid, kein Glück - weil es bedeutungslos wird. Eine immerwährende Freude in Glückseligkeit, wäre nichts, wäre der blanke Horror für jeden Menschen.
Sternflocke schrieb:Wenn im Grunde eh nichts Sinn hat, können wir der Existenz auch einfach irgendeinen Sinn geben.
Und das ist der ganze Sinn. Das wir einen geben. Wenn du schon etwas göttliches suchst, dann doch bitte dort, in der menschlichen Fähigkeit zu wollen und zu entscheiden. Unsere desolate Lage folgt nicht aus einer schlechten Welt, sondern aus unserer Unfähigkeit zu werden was wir sind.
Sternflocke schrieb:Ich sehe den ganzen Tag nur Menschen, die anderen im tiefsten Herzen ihrer Natur, nur nach dem Leben trachten.
Wonach auch sonst? Ist doch der simpelste Grundsatz von allen: Lebe! Lebe bis du stirbst!
Sternflocke schrieb:obwohl mir klar ist, dass das nur Theater ist und im Grunde Lügerei
Nur wenn man an der Nichtexistenz eines immerwährenden glückseligen Irgendwas verzweifelt. Gibt es nicht. Die Welt ist mannigfaltig, der Mensch ist mannigfaltig und beides duldet keine stupide endlose Wiederholung irgendeines Zustands. Es gibt keinen Himmel, keine Hölle und keinen All-irgendwas Gott. Nicht so wie es gepredigt wird. Schau in die Welt, auf die Menschen, auf dich selbst und du siehst das grandiose Chaos des Mannigfaltigen. Das ist magisch oder göttlich, wie du willst.
Sternflocke schrieb:Wir sind halt für eine Weile da; Glück dem, der dabei gesund ist und genügend Geld hat.
Glück dem, der eine Geschichte hat. Das Vieh stirbt, die Menschen sterben, selbst Götter ereilt der Tod. Aber unsere Geschichte bleibt ewig.
Sternflocke schrieb:mir fehlt derzeit das Interesse Gott noch näher kommen zu wollen
Du solltest dir bessere Götter suchen.