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Leben und Tod - wie auf der Erde, so auch im Universum?

41 Beiträge, Schlüsselwörter: Leben, Tod, Universum, Erde, Planeten

Leben und Tod - wie auf der Erde, so auch im Universum?

01.04.2014 um 17:59
@APD
Ach komm... bis dahin gibts uns eh nimmer


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Leben und Tod - wie auf der Erde, so auch im Universum?

02.04.2014 um 16:59
@Gnupf

macht mich trotzdem traurig!
wenn man bedenkt, was dann alles nicht mehr da ist!

möchte nur mal wissen, wo ich dann mein auto parke...


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Kaito
ehemaliges Mitglied

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Leben und Tod - wie auf der Erde, so auch im Universum?

18.11.2014 um 08:35
Ich verstehe nicht warum immer jeder davon ausgeht dass alles wie bei uns funktionieren muss. Mal angenommen es gibt irgendwo Leben. Wieso muss es wie bei uns funktionieren ? Vielleicht leben diese bei 700° und ernähren sich von Metall..


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Luminarah
ehemaliges Mitglied

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Leben und Tod - wie auf der Erde, so auch im Universum?

18.11.2014 um 13:35
Alienpenis schrieb:irgend wann wird die sonne zum roten riesen und dann
hat's hier ausgefrühstückt und unser schönes sonnen-
Hier ist schon eher Sensemann angesagt. In etwa 900 Millionen Jahren wird es so heiss, dass das flüssige Wasser verdampft. Es wird dann hier so schön , wie jetzt schon auf der Venus. Das liegt daran, dass die Erde aufgrund des zunehmenden Schalenbrennens der Sonne schon bevor diese ein roter Riese wird aus der habitablen Zone herauswandert.

Aber wir haben gute Chancen , dass es sowieso eher ist , wenn die Idioten weiter so die Atmosphäre mit Treibhausgasen fluten. Von sapiens keine Spur.

Bleibt nur die Hoffnung , das die Menschheit , falls noch 900 Millionen Jahre Zeit sind , die interstellare Raumfahrt drauf hat oder das die Kolonie auf dem Mars steht , bevor die Treibhausgasidioten hier ganze Arbeit geleistet haben.


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Leben und Tod - wie auf der Erde, so auch im Universum?

20.11.2014 um 15:11
Luminarah schrieb:Hier ist schon eher Sensemann angesagt. In etwa 900 Millionen Jahren wird es so heiss, dass das flüssige Wasser verdampft.
Leben wir in der (zirkumstellaren) Habitablen Zone unseres Heimatsterns? Wir gehen davon aus, aber ist das so? Die Habitable Zone ist der Bereich, in dem die Strahlung des Sterns flüssiges Wasser auf einem Himmelskörper ermöglicht. Dazu muß man wissen, welche globalen Temperaturmittel unsere Sonne auf der Erde erzeugen kann, und ob dieses Temperaturmittel zwischen 0 und 100°C liegt oder wenigstens in der Nähe davon, daß wenigstens auf einem Teil des Planeten oder zu bestimmten Jahreszeiten flüssiges Wasser vorkommt.

Wir haben ne ganz einfache Methode, festzustellen, ob unsere Sonne es schafft, einen Himmelskörper in 150 Millionen Kilometern genügend aufzuheizen. Nein, ich meine nicht, daß da die Erde liegt, es hier flüssiges Wasser gibt und damit der Beweis erbracht wäre. Nein, ich meine den Mond. Der gondelt hier ja ebenfalls rum, schauen wir also mal auf dessen mittlere Temperaturen. Was sagt die Wikipedia? Wikipedia: Mond#Oberfl.C3.A4chentemperatur
Als Durchschnittstemperatur ergeben sich 218 K = −55 °C.
Ich würd mal sagen: "Erde Merde Muh, und raus bist Du!"

So einfach isses dann doch nicht. Der Mond wird am Tag bis 130°C warm (zumindest in Äquatornähe), dafür aber in der Nacht bis -160°C kalt. Aber auf der Erde gibt es - zum Glück! - keine Tagesschwankungen von bis 290grd. Dank Atmosphäre (und manch anderem) gibt es noch einen gewissen Ausgleich zwischen den Temperaturextrema. Was freilich bei Jahresmittel von -55°C die Regionen arg ausdünnt, in denen es wenigstens jahreszeitlich und wenigstens tagsüber mal geschnolzenes Wasser gibt. Bleibt also irgendwie dabei, streng genommen liegen wir außerhalb der habitablen Zone unserer Sonne.

Nun hat unser Planet innere Wärme. Dumm nur, daß er diese - zum Glück! - auch behält. Würde er diese an die planetare Oberfläche abgeben, würde er sie auch ins Weltall abgeben, der Kern wäre längst erstarrt und die Erde ein toter Klumpen. Da der äußere Mantel und die Kruste aber ein guter Schutz sind vor dem Verlust der inneren Wärme des Planeten, trägt diese Energie auch so gut wie nichts zu unserem Klima bei. Aber es gibt ja andere planetarische Mechanismen, die Abhilfe schaffen. Eine planetare Atmosphäre vor allem, die sorgt global für Temperaturaustausch, sodaß die gröbsten Unterschiede zwischen Tag und Nacht, Sommer und Winter, Äquator und Pol ausgeglichen werden können. Und es gibt weiterhin Speichermöglichkeiten und Schutz vor Verlust ins All usw. Alles in allem ergibt das ein Plus fürs irdische Jahresmittel gegenüber dem Mond von 37 Grad. Das globale Jahresmittel der Erde müßte also statt bei -55°C tatsächlich bei -18°C liegen, so die Wikipedia.

Ja Scheiße!

Zum Glück liegt es bei +15°, nicht bei -18°C, 33grd kälter. Um zu verstehen was diese 33 Grad weniger bedeuten: Kenia hat eine mittlere Jahrestemperatur von 23,6°, der Jemen von 27,8°. Auf Südgrönland dagegen, im Schatten der Gletscher, liegen die Temperaturen im Jahresmittel bei -6,6°, also 34,4grd unter denen des Jemen und 30,2grd unter denen Kenias. 33 Grad läßt aus den wärmsten Ländern der Erde Gletscherstaaten werden, wo in mehr als der Hälfte des Jahres Minusgrade herrschen. Der Rest der Erde ist dann der Gletscher.

Es wird noch schlimmer. Die Sonne versorgt unseren Planeten nicht erst in der Zukunft mit immer mehr und mehr Wärme bis zum Kollaps in 900 Millionen Jahren, nein, sie tut dies schon von Anbeginn so. Mit anderen Worten, je weiter wir in die Vergangenheit zurückschauen, desto weniger Energie bekamm die Erde von der Sonne. Und nun der Witz: Abgesehen von regelmäßigen Schwankungen zwischen globalen Warm- und Kaltzeiten hielt unser Planet seine mittleren Jahrestemperaturen global auf konstantem Niveau.

Wie hat Mutter Erde das geschafft? Und da sich alle paar hundert Millionen, spätestens alle Milliarde Jahre die Bedingungen geändert haben, muß sich die Art der Klimaanlage regelmäßig geändert haben, um trotz größerer Strahlungsintensität der Sonne die Temperatur gleichzuhalten.
Wikipedia: Paradoxon_der_schwachen_jungen_Sonne

Wir wissen nur eines sicher, zu jeder Zeit fand die Erde eine Lösung, das Zuwenig an Sonnenwärme auf ein "habitables" Maß hochzuschaukeln, und zugleich bei stärkerer Aufhitzung durch die Sonne rechtzeitig den Mechanismus zu wechseln, um das alte Temperaturniveau zu halten. Das ist jetzt zwar zu anthropomorph formuliert, als würde die Erde beobachten, planen, handeln - aber das paßt ja wenigstens zu dem verrückten Paradoxon, das sich darin äußert.

Und nun die Preisfrage: Wenn die Erde seit 3,8 Milliarden Jahren dafür sorgt, daß die Oberfläche wegen der "zu kalten" Sonne nicht erfriert, und ebenso, daß die Oberfläche wegen der "immer heißer" werdenden Sonne nicht brutzelt - wieso sollte das in den nächsten 900 Millionen Jahren plötzlich anders sein?


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Luminarah
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Leben und Tod - wie auf der Erde, so auch im Universum?

20.11.2014 um 20:14
@perttivalkonen
Du bist doch Spektrum d. Wissenschaft Leser

Schließen C. Bounama, W. v. Bloh, S. Franck: Das Ende des Raumschiffs Erde. In: Spektrum der Wissenschaft ISSN 0170-2179, 27. Jg., H. 10/2004 (Oktober 2004), S. 52–59.


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Luminarah
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Leben und Tod - wie auf der Erde, so auch im Universum?

20.11.2014 um 20:24
As the Sun creates more helium at its core, the Sun burns a little more hydrogen. This causes the output of the Sun to go up. You won’t notice it now, but in about a billion years, the output from the Sun will have increased by 10%.

A more luminous Sun is bad news for Earth.

In 1.1 billion years from now, the Sun will be 10% brighter than it is today. This extra energy will cause a moist greenhouse effect in the beginning, similar to the runaway warming on Venus. But then the Earth’s atmosphere will dry out as the water vapor is lost to space, never to return.

http://www.universetoday.com/18847/life-of-the-sun/

Mittlerweile gibt es auch optimistischere Schätzungen , die noch etwa zwei Milliarden Jahre veranschlagen.


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Luminarah
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Leben und Tod - wie auf der Erde, so auch im Universum?

20.11.2014 um 20:35
In about 1.1 billion years, the solar luminosity will be 10% higher than at present. This will cause the atmosphere to become a "moist greenhouse", resulting in a runaway evaporation of the oceans. As a likely consequence, plate tectonics will come to an end.[11]

[11] Lunine, J. I. (2009), Titan as an analog of Earth’s past and future, European Physical Journal Conferences 1: 267–274,


Wikipedia: Future_of_the_Earth









doi:10.1140/epjconf/e20


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Leben und Tod - wie auf der Erde, so auch im Universum?

20.11.2014 um 20:39
@Luminarah
Kasting et al. 2000, siehe Bild der Wissenschaft
http://www.wissenschaft.de/archiv/-/journal_content/56/12054/1677420/Titelthema---Wenn-die-Sonne-die-Erde-frisst:-Finale...
Dort wird sogar das Überspringen des von mir angesprochenen Geo-Mechanismus aufgegriffen, also meine Frage beantwortet, wieso das in 900 Millionen Jahren anders sein wird. Naja, sagen wir mal, es wird behauptet, nicht wirklich erklärt.
Meine Kritik jedenfalls war nicht, ob es denn zu der Aktivitätszunahme kommen wird oder nicht, sondern ob die Erde bzw. die Natur nicht auf neue Mechanismen zurückgreifen kann, um das Problem zu kompensieren. Wenn etwa der atmosphärische Sauerstoff zu knapp wird für die uralten C3-Pflanzen, werden die C4-Pflanzen weitermachen können. Bis - eben! in 900 Millionen Jahren, wo auch sie dann scheitern. Bis dahin aber können Pflanzen - der Evolution sei dank - nun mal Mechanismen entwickelt haben, den immer knapper werdenden atmosphärischen Kohlenstoff anderenorts herzubeziehen, aus dem Boden etwa (Steckt z.B. in Kalk und vielen anderen Stoffen). Solche Sachen werden nicht berücksichtigt, man geht einfach davon aus, daß die Evolution der Pflanzen heute schon mal abgeschlossen ist und keine neue Überlebensstrategie entwickelt werden kann. Ist ja gut, daß sie keine Theorie aufstellen, in der solche künftigen Entwicklungen mitberücksichtigt werden, denn das wäre spekulativ und unwissenschaftlich. Nur ist es das eben auch, davon auszugehen, daß es keine solchen geben wird. Will sagen: Das Zukunftsszenario muß spekulativ sein (mit anderen Worten: letztlich unwissenschaftlich, jedenfalls wenn es ernstgemeint ist und naich als simple Extrapolation heutiger Verhältnisse), und wir wissen nur eines: exakt so wird es unter Garantie nicht eintreten. Ähnlich vielleicht, vielleicht aber auch gar nicht. Vor ca. 30 Millionen Jahren entstanden die C4-Pflanzen, und das wenige Millionen Jahre, nachdem es ein Erfordernis zu dieser Entwicklung gab. Dieses Erfordernis für neue C-Gewinnungs-Strategieen wird sich weit vor Ablauf der 900 Millionen Jahre einstellen, da ist also genügend Zeit für Innovationen. Wenn ich auf etwas wetten sollte, dann auf die Natur und nicht auf Kasting oder Bounama, Bloh, Franck.


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Luminarah
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Leben und Tod - wie auf der Erde, so auch im Universum?

20.11.2014 um 21:26
@perttivalkonen
Warten wir es einfach mal ab :)

Ich bin da weniger optimistisch. Gegen die vermehrten Strahlung der Sonne ist auf Dauer auch keine Evolution der Retter. Jedenfalls wird das höhere Leben weit vor dem Stadium des roten Riesens Geschichte sein. Ob das dann ein oder zwei Milliarden Jahre sind , ist auch letzendlich egal. Und wenn wir weiter so abholzen und Treibhausgase in die Atmosphäre jagen , dann geht es noch schneller. Und jenseits der Nutzpflanzen sieht es auch nicht so gut aus für die Pflanzenwelt auf dieser Erde. Ist nur eine Frage der Zeit , bis aus Wäldern Möbel und Toulettenpapier geworden ist :)

Aber vielleicht haben wir ja dann auch Nanopflanzen, die in der Atmosphäre das Sonnenlicht reflektieren und Milch vom Hinmel regnen lassen.


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Luminarah
ehemaliges Mitglied

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Leben und Tod - wie auf der Erde, so auch im Universum?

20.11.2014 um 21:42
Hier ist noch ein optimistischerer Artikel. Allerdings stellt er weniger auf die Pflanzenevolution ab

http://www.nature.com/nature/journal/v504/n7479/full/nature12827.html

Vielleicht wohnen wir dann aber auch alle schon auf dem Mars


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Leben und Tod - wie auf der Erde, so auch im Universum?

21.11.2014 um 04:55
Manche Links sind ja selbsterklärend, aber nature/nature/nature weiss ich immer noch nich worums da geht.

PS: zum Thema Metallwesen...dann brauch ma die garnich mit Speziellen Waffensystemen anzugreifen..ein Paar Billigmagneten auf den Planeten runterschmeissen reicht :)


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Leben und Tod - wie auf der Erde, so auch im Universum?

21.11.2014 um 05:42
@catman
Da gehts genau um "Gajas" Möglichkeiten, durch verschiedene Prozesse die Zunahme der Strahlungsintensität der Sonne aufzufangen und klimastabilisierend umzusetzen, ganz wie ich gesagt habe. Kopier Dir den gesamten abstract-Text und setz ihn beim Google-Übersetzer ins linke Fenster, wo Du die Sprache auf "englisch" oder "sprache erkennen" setzt, und rechts stellst Du "deutsch" ein. Falls die Voreinstellung nicht eh schon so ist. Ist zwar ein grauenvolles Deutsch mit ein paar englischen Brocken, aber man kann es ganz gut verstehen.


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Leben und Tod - wie auf der Erde, so auch im Universum?

21.11.2014 um 20:18
Das Thema gibts gerade neu hier:
Diskussion: Irgendwann wird alles Leben auf der Erde sterben


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Leben und Tod - wie auf der Erde, so auch im Universum?

22.11.2014 um 03:07
Gesetz dem Fall, das wir alle selbst verursachten und von außen herangetragenen Katastrophen überstehen, wird es wahrscheinlich trotzdem in 900 Millionen Jahren keine Menschen mehr geben, jedenfalls keine im heutigen Sinne. Jahrhunderte von Millionen Jahren der Evolution werden aus uns ganz andere Geschöpfe machen, sofern es uns nicht gelingt, den genetischen Code auf irgendeinem menschlichen Niveau zu stabilisieren...

Und wenn wir nach 900 Millionen Jahren immer noch nicht in der Lage sind, unser System zu verlassen und uns anderswo nach einer zweiten Erde umzusehen, dann ist uns sowieso nicht mehr zu helfen. Ich persönlich denke, das wir (oder unsere Nachfolgespezies...) schon so weit entwickelt sein werden, das wir unsere Erde mit in ein neues System nehmen können, um sie dort wieder zu reaktivieren, und sei es auch nur aus sentimentalen Gründen...

Das könnte uns mit einem Schwarzen Loch gelingen, das als Antrieb für ein Raumschiff dient und dessen Masse die Erde allmählich aus ihrer Umlaufbahn zieht, wobei wir tunlichst vermeiden sollten, das die Erde in den Abgasstrahl des Raumschiffes gerät ( um sie nicht zu verstrahlen...); alternativ könnte ein solches Schiff auch dazu dienen, die Erde etwas weiter von der Sonne wegzuziehen, so das sie in der habitablen Zone bleibt, wenn diese mit zunehmender Aufheizung der Sonne allmählich nach außen wandert...

Bis zum Ende des Universums sind es dann noch etliche Milliarden Jahre, wobei niemand genau sagen kann, wie dieses Ende nun aussieht und ob es ein Ende ist...


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Leben und Tod - wie auf der Erde, so auch im Universum?

23.11.2014 um 03:12
Derzeit werden drei mögliche Enden des Universums favorisiert:

1. Der "Big Crunch", bei dem davon ausgegangen wird, das sich die Expansionsbewegung des Universums nicht ewig fortsetzt, sondern sich irgendwann umkehrt und solange fortfährt, bis alle Materie an einem Punkt vereinigt ist, an dem dann vielleicht ein neuer "Big Bang" ein neues Universum hervorbringt...

2. Der "Big Whimper", der von einer ewigen Ausdehnung des Universums ausgeht, in dem irgendwann die letzten Sonnen erlöschen, selbst schwarze Löcher verdampfen, und der Raum immer größer wird, und wo dann nur noch einige Elementarteilchen und energiearme Photonen in der großen Leere verbleiben...

3. Der "Big Rip", bei dem das Universum mit steigender Ausdehnung irgendwann einen Grenzwert der Stabilität überschreitet und "zerreißt", fast wie ein Ballon, der zu weit aufgeblasen wurde. Hier löst sich die Struktur des Universums kurz vor dem Ende einfach auf. Galaxien driften auseinander, Sonnensysteme zerfallen und die letzten bewohnten Planeten werden zerbersten, bis schließlich auch die Elementarteilchen vergehen...

In all diesen Szenarien wird alles Leben im Universum enden, selbst das der raumfahrenden Spezies, und seien sie noch so fortschrittlich; die einzige Rettung könnte darin liegen das bekannte Universum zu verlassen und sich vorher einen neuen Lebensraum, ein neues Universum zu suchen, sollte es denn existieren. Aber es ist nicht nur eine philosophische Frage, ob ein Wesen, das im Universum entstanden ist und sich nach allen Gesetzen dieses Universums verhält, überhaupt in der Lage ist, ein solchen Ausweg zu wählen, an einen Ort zu gehen, an dem all diese Gesetze vielleicht gar nicht gelten. Es könnte sein, das dieser Ausweg gar nicht vorgesehen ist, und wir unsere "Bestimmung" nur in diesem Universum erfüllen können...

Zu unserem Glück, ist diese letzte Herausforderung intelligenten bewußten Lebens von unserer eigenen Wirklichkeit noch einige Jahrzehnte von Milliarden Jahren entfernt; wir haben andere Sorgen, die nicht geringer zu bewerten sind, auch wenn sie nicht das gesamte Universum betreffen, sondern nur unsere eigene Existenz, sei es als Mensch oder als Spezies. Derzeit könnte schon ein kleiner unbedeutender Felsbrocken auf einer ungünstigen Bahn ausreichen, unser Überleben in Frage zu stellen; mal abgesehen davon, das die zunehmende Verschmutzung unserer Umwelt die Erde irgendwann unbewohnbar machen könnte. Wir können uns natürlich Gedanken über das mögliche Ende des Universums machen, aber wer weiter im "kosmischen Spiel" mitmischen will, muß erst einmal überleben...


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Leben und Tod - wie auf der Erde, so auch im Universum?

01.02.2015 um 00:01
@wolf359
auch ein supervulkan-ausbruch könnte die menschheit zumindest fast ausrotten wie es ja der Toba in Indonesien vor rund 70.000 jahren getan hatte...möchte ich nur beiläufig als szenario beifügen :)

interessant finde ich diesen artikel "Ewiges Leben im Universum?" aus "Bild der Wissenschaft" der einige detailierte möglichkeiten zum tod des universums einbindet

http://www.wissenschaft.de/archiv/-/journal_content/56/12054/1549210/Ewiges-Leben-im-Universum%3F/
„Man muß sich beeilen, wenn man noch etwas sehen will. Alles verschwindet." Diese Bemerkung des französischen Malers Paul Cezanne stammt zwar aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert, hat aber geradezu visionäre Kraft. Denn die neuen Erkenntnisse der Kosmologie deuten darauf hin, daß künftig tatsächlich immer mehr vom Universum aus unserem Blick verschwinden wird – weil es sich auflöst oder hinter den Horizont des Beobachtbaren entweicht. Zugleich nimmt die verfügbare Energie ab, und das bedroht die Existenz aller Lebensformen im All. Bis dahin werden noch Äonen vergehen. Doch Kosmologen zerbrechen sich bereits heute den Kopf darüber, ob dieses Ende unvermeidlich ist.

Die Zukunft des Universums hängt vor allem davon ab, ob – und wie schnell – der Weltraum sich immerfort ausdehnt und ob er unendlich ist. Beide Fragen lassen sich noch nicht definitiv beantworten. Aber die aktuellen Forschungsergebnisse legen nahe: Wir leben in einem unendlich großen Universum, dessen Expansion niemals aufhören wird. Dafür sprechen die Temperaturmuster in der Kosmischen Hintergrundstrahlung – jener Flut von Photonen, die aus dem Feuerballstadium des frühen Universums übrig geblieben sind und noch heute das All durchfluten – sowie die aktuellen Messungen der Materie und der Energie im Universum (bild der wissenschaft 7/2001, „Die mysteriöse Dunkle Energie").

Dann ist die Zukunft des Universums wahrlich düster: Die Sterne strahlen nicht ewig, und der Rohstoff für neue Sonnen ist begrenzt. In etwa 100 Billionen Jahren, wenn das Weltall 10000mal älter ist als heute, gehen buchstäblich die Lichter aus. Nur finstere Sternleichen – Schwarze Zwerge, Neutronensterne und Schwarze Löcher – treiben dann durchs All. Selbst wenn unsere fernen Nachkommen – falls es welche geben sollte – das Ende der Sonne in etwa sieben Milliarden Jahren überleben und die Milchstraße besiedeln könnten, ginge ihnen allmählich die Energie aus. Sogar die Materie wird wohl zerfallen und die Schwarzen Löcher verdampfen (bild der wissenschaft 6/1999, „Die sechs Epochen der Ewigkeit").

Die neuen Erkenntnisse der Kosmologen werfen ein weiteres Problem auf: Viele Beobachtungen deuten darauf hin, daß sich das Weltall nicht nur fortwährend, sondern auch immer schneller ausdehnt. Der Raum zwischen den Galaxienhaufen – die nicht durch die Schwerkraft zusammengehalten werden wie etwa die Galaxien selbst – wächst folglich so rasant, daß sie im Lauf der Zeit jeglichen Kontakt verlieren. Selbst das Licht ist nicht schnell genug, um die dunklen Abgründe noch zu überwinden. Deshalb werden alle intelligenten Zivilisationen weder Energie noch Licht oder andere Signale aus dem Weltraum jenseits ihres Galaxienhaufens mehr empfangen können. Diese kosmische Isolation kommt zwar erst nach dem Tod unserer Sonne, aber viel früher als das Ende aller Sterne: schon dann, wenn unser Universum ungefähr 200mal älter ist als heute. Künftige Astronomen werden sich also beeilen müssen, um noch Kunde vom fernen Kosmos zu erhaschen, bevor das letzte Licht verschwindet – passend zum Cezanne-Zitat.

„Dann sind wir auf einer kleinen kosmischen Insel mit nichts um uns herum als dunkler, leerer Raum – eine trostlose Aussicht", sagt Freeman J. Dyson vom Institute for Advanced Study in Princeton, New Jersey – ein Pionier der Erforschung des Kosmos und Lebens in ferner Zukunft. „Zivilisationen, die auf eine so kleine Insel beschränkt sind, können mit begrenzter Energie nicht überleben."

Selbst immer weiter ausgreifende extragalaktische Energiebeschaffungsmaßnahmen nach dem Ende der Sterne wären zum Scheitern verurteilt – die Expansion liefe ihnen davon. Hinzu kommt, daß ein beschleunigt expandierendes Universum aufgrund seiner Vakuumenergie nicht beliebig kalt werden kann. Die für jeden technischen und jeden Lebensprozeß notwendige Abwärme könnte nicht mehr abfließen – Informationsverarbeitung und Stoffwechsel gleich welcher Form würden dann unmöglich, denn das Energie- und Wärmegefälle, das Motor allen Lebens ist, gliche sich aus.

Die kosmischen Aussichten sind also im unmittelbaren wie im übertragenen Sinn düster. Der Zerfall und damit die Maximierung der Entropie – das physikalische Maß für die Unordnung eines Systems – erscheinen unaufhaltsam. Doch jüngst haben Kosmologen einige abenteuerliche Möglichkeiten entdeckt, warum das große Sterben vielleicht trotzdem nicht überall stattfindet. Der Schlüssel dazu wäre die Unendlichkeit des Weltraums und eine ihm womöglich innewohnende Verjüngungsfähigkeit. Viele dieser spannenden und mitunter ziemlich paradox anmutenden Spekulationen stammen von Alexander Vilenkin, Professor an der Tufts University in Medford, Massachusetts, und seinen Mitarbeitern.


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Leben und Tod - wie auf der Erde, so auch im Universum?

01.02.2015 um 08:36
@spiky

Es ist sicher interessant, wie das Universum sich weiter entwickelt und vielleicht irgendwann zu einem lebensfeindlichen Ort wird, aber für die einzelene Art (oder den einzelnen "Artgenossen"...) ist das wahrscheinliche "allgegenwärtige" Ende nicht gerade ein aktuelles Geschehen...

Außerdem beruhen alle Überlegungen auf unserem heutigen Wissensstand; es ist durchaus möglich das unsere fernsten Nachkommen einen seltsamen Ausweg aus diesem Dilemma finden, auf den wir heute selbst in 1000 Jahren nicht kommen würden. Vielleicht wird es dann eine Möglichkeit geben, dieses Universum zu verlassen oder neue Energie aus dem zu schöpfen, was hinter dem Universum liegt. Es ist durchaus möglich, das es intelligente Arten gibt, die diesen Ausweg schon gefunden haben; eine Art, die vielleicht 500 Millionen Jahre länger existiert als die Menschheit hätte sicher genug Zeit gehabt, jedes theoretische oder praktische Problem zu lösen...

Bis unsere Nachkommen soweit sind, empfiehlt es sich, unsere Zivilisation um einen möglichst jungen und kleinen Roten Zwergstern anzusiedeln, der im uns im günstigesten Fall noch einige Jahrzehnte von Milliarden Jahren mir genügend Energie versorgen wird...


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Leben und Tod - wie auf der Erde, so auch im Universum?

18.05.2015 um 23:19
Hallo Allerseits

Da anhand der Wanderbewegungen Weißer Zwergsterne im Kugelsternhaufen 47 Tucanae (siehe mein letzter Beitrag im Thread "Das Universum jenseits der 'Lokalen Gruppe'") auf einen späten Masseverlust bei Sternen im Rote-Riesen-Stadium zu schließen ist, hat das imo Folgen für die Einschätzung des endgültigen Schicksals der Erde.
Bisher ging man immer davon aus, dass die, sich in 7 Milliarden Jahren aufblähende Sonne, recht frühzeitig deutlich an Masse verliert und die Bahnen der Planeten dadurch nach außen wandern. Dies hätte die Erde und eventuell auch die Venus vor der totalen Zerstörung durch die wachsende Sonne bewahrt.
Sollte der, in 47 Tucanae beobachtete, späte Masseverlust Allgemeingültigkeit haben, ist das Einschmelzen unserer Erde durch die Rote-Riesen-Sonne, in etwa 7,7 Milliarden Jahren, zumindest bei einem nicht künstlich beeinflussten Lauf der Dinge, wohl 'beschlossene Sache'.

Hier werden die nächsten Jahrmilliarden wunderbar anschaulich beschrieben, allerdings noch mit einem Entkommen von Venus und Erde als ausgeglühte Schlackebrocken:
http://www.final-frontier.ch/die_ferne_zukunft_der_erde#more-145

Gruß Zellaktivator


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Leben und Tod - wie auf der Erde, so auch im Universum?

04.06.2015 um 08:57
In der Sichtweise nicht-dualer Bewusstseinsebenen gibt es allgemein keine Gegensätze (Dualität). Demnach kann es auch für das Leben keinen Gegensatz geben. Der Tod ist in der Auffassung von Hawkins lediglich eine Trennung vom Körper, ein Wechsel der Form. Leben an sich könne in seiner Existenz nicht bedroht werden. Ein wirklicher Tod, ein Ende des Selbst sei ebenso wenig möglich wie Nicht-Existenz, Nicht-Anwesenheit Gottes oder Nicht-Liebe. Möglich sei lediglich eine jeweils stärkere oder geringere Anwesenheit. Zum körperlichen Tod sagte Hawkins, dass dieser vom Selbst nicht wahrgenommen wird. Die Selbstidentität verlässt den Körper zum Todeszeitpunkt ohne eine merkliche Unterbrechung. Diese Identität würde darüber hinaus über verschiedene Leben als kontinuierlich wahrgenommen. Das Ego stirbt durch den physischen Austritt nicht, sondern bleibt erhalten.


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