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Clash Liga 17/18 - Spieltag 3: fumo vs CurtisNewton

73 Beiträge, Schlüsselwörter: Clash, Liga, Fumo, Curtisnewton

Clash Liga 17/18 - Spieltag 3: fumo vs CurtisNewton

27.10.2017 um 20:30
http://www.aaleninfo.de/mea11/17/ostalb_jugend-alkohol.jpg

Der Konsum von Alkohol ist in Deutschland ein bedeutender, gesundheitlicher Risikofaktor. Der jährliche Pro-Kopf-Konsum von Alkohol liegt bei ca. 10,1 Liter im Jahr 2009. Innerhalb Europas liegt Deutschland damit auf Platz 5 in der Rangfolge.

Erschreckend ist hierbei, dass es in Deutschland jährlich ca. 73.714 Todesfälle gibt, die alkoholbedingt sind.

Und noch erschreckender ist es, dass nach einer Erhebung aus dem Jahr 2008 ca. 76 % der deutschen Jugendlichen zwischen 12-17 Jahren Erfahrung mit Alkohol gemacht haben. 17 % dieser Altersgruppe gaben an, dass sie regelmäßig Alkohol konsumieren (also mindestens einmal pro Woche) und 6 % der Altersgruppe konsumiert eine Alkoholmenge, die selbst für Erwachsene riskant wäre (1)

An dieser Stelle muss man sich vor Augen führen, dass es Jugendlichen unter 16 Jahren gesetzlich verboten ist, Alkohol zu trinken und dennoch kommt es zu diesen erschreckenden Zahlen.

Die Zahlen machen es notwendig zu reagieren, um gerade die jungen Menschen vor der ernsthaften Folgen des Alkoholkonsums zu schützen.

Ein Verbot bringt nichts, wie wir anhand der Quelle leider sehen, also muss man zu anderen Mitteln greifen, um den Menschen die Risiken von Alkohol ins Bewusstsein zu rufen.

Sondersteuer

Verpflichtende Präventionsarbeit für Jugendliche an Schulen halte ich für ein sehr effektives Mittel hierzu. Suchtprävention gehört schon seit langer Zeit zum Lehrplan an weiterführenden Schulen, aber dennoch kommen diese erschreckenden Zahlen zu Tage. Das erlaubt den Schluss, dass die derzeitige Präventionsarbeit seitens der Schulen nicht ausreichend ist.

Die Bundesregierung beschreitet seit einigen Jahren jedoch mit ihren Jugendkampagnen wie „na toll“ und deren Folgeprogrammen neue Wege, die zum einen auf massenmediale Informationsangebote setzen und zum anderen speziell ausgebildete Suchtberater anbietet, die vor Ort mit Jugendlichen über Alkohol, Rauschgift, Zigaretten und andere Suchstoffe sprechen und über die Folgen informieren.

Diese Maßnahmen sollten meines Erachtens verpflichtend an weiterführenden Schulen durchgeführt werden und ihnen hierfür ein angemessener Rahmen eingeräumt werden.

Jedoch sind diese Programme sehr teuer und ich sehe deswegen die Notwendigkeit, eine direkte (zweckgebundene) Sondersteuer auf alkoholische Getränke zu erlassen, um mit diesen Geldern einen Teil der Aufklärungsarbeit finanzieren zu können.

Natürlich erhöht sich durch diese direkte Steuer der Preis des Alkoholprodukts spürbar, aber die angeführten Zahlen sprechen dafür, dass wir nicht tatenlos zuschauen können, wie ca. 76 % unserer Jugendlichen unter 17 Jahren Alkoholerfahrungen machen.

Dass gezielte Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen erfolgreich sein können, zeigt der Rückgang der Schwangerschaften bei Minderjährigen, wo eine gezielte Präventionsarbeit den gewünschten Erfolg gebracht hat und diese Schwangerschaften auch im Jahr 2016 weiter rückläufig sind . (2)



Literaturverzeichnis:

(1) https://www.bzga.de/bot_suchtpraevention.html
(2) https://www.aerzteblatt.de/archiv/187243/Schwangerschaftsabbrueche-bei-Minderjaehrigen-Erfolge-durch-aerztliche-Praevent...


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27.10.2017 um 20:44
Was bedeutet denn eigentlich eine „stärkere Reglementierung“ ?

Warum wird der Tabak-Konsum nicht stärker reglementiert, anstatt ihn zu unterbinden?
Die Möglichkeit besteht doch!
Nein, die Reglementierung ist beim Tabak mit der gesetzlichen „ab-18“ Maßgabe abgeschlossen.

Hindert oder Behindert das Minderjährige am Konsum? NEIN! Aber dennoch geht der Trend unter den Jugendlichen zurück!

Warum?
AUFKLÄRUNG!
Permanente Aufklärung!

Genau DIESEN Ansatz sollte man auch im Bezug auf Alkohol fahren, anstatt durch immer neue Reglementierungen aka Verbote an der eigentlichen Problemlösung vorbeizuschiessen.

Was ist mit den Alkopops?` Was ist mit sämtlichen alkoholischen Getränken? Alle Reglementierungen sind nutzlos gewesen und sind es noch, obwohl diese nahezu alle Bereiche der Zugänglichkeit und des Konsums abdecken bzw. abgedeckt haben.

Und jetzt mal ohne Scheiß…..wir wussten zu unseren Sturm- und Drangzeiten doch auch ALLE, wie wir Reglementierungen oder Verbote umgehen konnten, wenn wir wollten. Das war so, das ist so, das wird immer so sein.
An dieser Stelle muss man sich vor Augen führen, dass es Jugendlichen unter 16 Jahren gesetzlich verboten ist, Alkohol zu trinken und dennoch kommt es zu diesen erschreckenden Zahlen.
Ganz richtig, also was sollte man tun?
Noch weiter verbieten oder reglementieren?
Du belegst doch selber, dass das zu nichts führt! Du belegst grad selber, was besser ist, als weiter zu reglementieren!

Der Weg kann also NICHT dieser sein, immer mehr zu verbieten, sondern der, der Aufklärung und des Dialogs. Und im Bereich Nikotin-Konsum, Tabak, Zigaretten zeigt doch eben dieser Weg (ohne weitere Reglementierungen) bemerkenswerte Erfolge, oder nicht?

Verbote bringen nichts! Da sind wir uns da ja mal einig, allerdings verteidigst Du mit Deinen Ansätzen bzgl. der Präventionsarbeit nicht Deine Position. Du musst leider eine striktere Reglementierung verteidigen.

Präventionen und Aufklärung sind nämlich Elemente und Argumente daür, dass die derzeitige REGLEMENTIERUNG ausreichend ist, und lediglich das drumherum-Geschmück verbessert werden sollte!


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27.10.2017 um 20:53
CurtisNewton schrieb:Insgesamt erschliesst sich daraus dann auch ein Teil meiner Sichtweise, denn ich bin eher für produktive Aufklärung und Unterstützung, anstatt für weitere Reglementierungen oder Verbote, die in der Vergangenheit erwiesenermaßen eher einen negativen anstatt einen positiven Effekt hatten. Noch weiter verbieten oder reglementieren?
Du belegst doch selber, dass das zu nichts führt! Du belegst grad selber, was besser ist, als weiter zu reglementieren!
Ich bin doch in diesem Punkt völlig bei dir und widerspreche dir nicht; Verbote gibt es beispielsweise bereits fürJugendliche unter 16 Jahren und sie bringen offensichtlich nahezu nichts, wenn dennoch 76 % der Jugendlichen zwischen 12-17 Jahren Alkoholerfahrungen haben.

Eine weiterführende Reglementierung des Alkohols kann meines Erachtens deswegen nur in verpflichtenden Präventionsmaßnahmen für Jugendliche bestehen; und diese Maßnahmen sollten teilweise durch die Erhebung einer Sondersteuer auf alkoholische Getränke getragen werden - wie bereits beschrieben. Die Reglementierung setzt in diesem Fall am Preis des Alkohls an, der sich durch die Sondersteuer erhöhen wird; die wiederum zweckgebunden präventiv eingesetzt werden muss.

Verbote möchte ich aber dennoch nicht in Gänze ausschließen; denn partiell können sie zielführend sein.

Alkoverbot

Betrachten wir zum Beispiel das Alkohlverbot für Fahranfänger, das sich sinnvoll ausgewirkt hat. Seit dem Alkohlverbot ist die Anzahl der alkoholbedingten Unfälle um 15 % zurückgegangen! Meines Erachtens ist Alkohl für Fahranfänger einer der Aspekte, wo ein Verbot einen nachweislichen Sinn ergeben hat.

Literaturverzeichnis:

(1) http://www.rp-online.de/politik/ramsauer-alkoholverbot-fuer-fahranfaenger-ein-erfolg-aid-1.98466


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27.10.2017 um 21:05
fumo schrieb:Meines Erachtens ist Alkohl für Fahranfänger einer der Literaturverzeichnis
komischer satz, werd vermutlich nie verstehen, was er bedeutet :P

Geht es hier allein um den Straßenverkehr? NEIN! Oder um den Alkoholkonsum von Fahranfängern? NEIN!
; Verbote gibt es beispielsweise bereits fürJugendliche unter 16 Jahren und sie bringen offensichtlich nahezu nichts
Richtig. Verbote bringen nichts! Stärkere Regulierungen, Reglementierungen und Verbote bzw. deren Ausweitungen auf gesetzlicher Ebene sind ganz genau DAS!

Sinnlos!

Sinnlose, wirkungslose Verbote!


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27.10.2017 um 21:07
@fumo

Und wenn Du das schon so prominent in Szene setzt (Alkoholverbot für Fahranfänger)......was wäre denn mit

Alkoholverbot für Wahlanfänger

?

Merkst was?


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27.10.2017 um 21:12
CurtisNewton schrieb:Warum?
AUFKLÄRUNG!
Permanente Aufklärung!
Komm wir schreien es noch einmal gemeinsam, damit es auch jeder Versteht! AUFKLÄRUNG, PERMANENTE AUFKLÄRUNG!... RICHTIG!

Das ist der Schlüssel und ich sehe deswegen die absolute Notwendigkeit, dass sich die Verursacher der ca. 73.000 Alkoholtoten pro Jahr an den Kosten für diese Aufklärung beteiligen; und das ist durch eine zweckgebunde Sondersteuer auf alkoholische Getränke möglich.

Das reicht jedoch nicht aus, denn diese Sondersteuer hat ja auch den Effekt, dass sich der Preis pro Getränk spürbar erhöht; dieser Effekt ist sogar gewünscht.
CurtisNewton schrieb:Und wenn Du das schon so prominent in Szene setzt......was wäre denn mit

Alkoholverbot für Wahlanfänger

?

Merkst was?
Ich merke, dass du trollst, ja, sonst nichts. Bitte sachlich bleiben oder die Spelunke besuchen!

Das Alkohlverbot für Fahranfänger hat einen messabaren Erfolg gebracht, indem sich die alkohlbedingten Unfälle in der Betroffenengruppe seit der Einführung um 15 % reduziert haben!


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27.10.2017 um 21:23
fumo schrieb:Das Alkohlverbot für Fahranfänger hat einen messabaren Erfolg gebracht, indem sich die alkohlbedingten Unfälle in der Betroffenengruppe seit der Einführung um 15 % reduziert haben!
Beeindruckt hätte mich ne Qute durch das Verbot von über 50% Prozent oder mehr.....15% Erfolgsqoute durch ein Verbot ist aus meiner Sicht eher ein Armutszeugnis bzw. ein Beweis, dass dieser Ansatz weniger bringt als andere Ansätze bei diesem oder anderen Suchtmitteln!

Abgesehen davon beschränkst Du das damit nur auf den Bereich Straßenverkehr, dabei geht es hier um ein viel viel breit gefächertes Gebiet!


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27.10.2017 um 21:37
CurtisNewton schrieb:Abgesehen davon beschränkst Du das damit nur auf den Bereich Straßenverkehr, dabei geht es hier um ein viel viel breit gefächertes Gebiet!
Ich weiß gar nicht, wie oft ich es noch wiederholen soll! Ich bin gegen ein generelles Verbot und ich bin gegen eine Veränderung der Altersbeschränkungen, weil es einfach Schwachsinn ist.

Nur partielle Verbote machen einen Sinn; wie am Beispiel der Fahranfänger gezeigt!

Wir haben bisher ein Alkoholverbot für Fahranfänger und sondersteuerfinanzierte Präventionsmaßnahmen als zielführend ausmachen können.

Ich gehe jedoch noch weiter in meinen Forderungen.

Die die Schaumweinsteuer, die Biersteuer, die Zwischenerzeugnissteuer und die Alkopopsteuer sollten zu einer Steuer vereinheitlicht und spürbar erhöht werden; in Anlehnung an die Tabaksteuer könnte man sie in der Folge Alkohlsteuer nennen!

Alkohol

Warum sollte das geschehen?

Je teurer ein Produkt wird, desto weniger Menschen können es sich leisten; vor allen Dingen Jugendliche, die Taschengeld beziehen, werden dadurch als Konsumenten faktisch ausgeschlossen.

Ein billiger Beutel Rotwein im Aldi bewegt sich zum Teil im Preis um 1 Euro. Er ist folglich für jeden leicht erschwinglich, was auch zum übermäßgen Genuss verleiten kann.

Wenn ein Produkt teurer wird, überlegt sich der Konsument mehrfach, ob er es kauft oder nicht. Als Beispiel hierfür gelten die permanenten Steuererhöhungen auf Zigaretten, die mit ein Grund dafür sind, dass die Deutschen immer weniger rauchen, was im Jahr 2014 zu einem Rekordtief im Bereich Zigarettenverkauf geführt hat. Es ist einfach zu teuer. Ich betone klar, dass die Steuererhöhungen nicht der einzige Grund sind; sie sind ein Teilgrund! (1)

Und bitte komm mir jetzt nicht mit illegalem Alkoholhandel! Ja, es gibt Zigarettenschmuggel und ja, es gibt Alkoholschmuggel und ja, der Alkoholschmuggel würde durch eine Preiserhöhung anziehen. Bitte vergiss aber nicht, dass die meisten Menschen in diesem Land, die Alkohol trinken, eben keinen Zugang zu kriminellen Strukturen haben, die sie mit illegalem Alkohol versorgen können. (1)

Literaturverzeichnis:

(1) http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/zigarettenverkauf-in-deutschland-sinkt-auf-rekordtief-a-1013779.html


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27.10.2017 um 22:12
CurtisNewton schrieb:Beeindruckt hätte mich ne Qute durch das Verbot von über 50% Prozent oder mehr.....15% Erfolgsqoute durch ein Verbot ist aus meiner Sicht eher ein Armutszeugnis bzw. ein Beweis, dass dieser Ansatz weniger bringt als andere Ansätze bei diesem oder anderen Suchtmitteln!
Entschuldige mal bitte! 15 % weniger Unfälle sind der Beweis, dass ein Alkoholverbot für Fahranfänger eine messbare Wirkung zeigt! Natürlich wären 100 % weniger Unfälle wünschenswert, aber in Anbetracht der Situation ist der Erfolg bemerkenswert!

Die nächste, stärkere Reglementierung, die ich deswegen als zielführend erachte, ist die 0 Promillegrenze im Straßenverkehr.

Promille

Warum gelange ich zu dieser Überzeugung?

In den 60er und 70er Jahren lag die Promillegrenze zwischen 1,5-0,8 Promille. Obwohl das Verkehrsaufkommen damals geringer war als heute, gab es jährlich ca. 21.000 tödliche Autounfälle.

Mit dem Absenken der Promillegrenze sank die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle auf mittlerweile 3377 im Jahr 2014. (1)

Ja, selbstverständlich haben die Gurtpflicht und Airbags und sicherere Autos ebenfalls einen erheblichen Anteil an den sinkenden Todeszahlen im Straßenverkehr; aber das Absenken der Promillegrenze spielt ebenfalls eine bedeutende Rolle, wenn man bedenkt, dass man zuvor volltrunken fahren durfte.

Wir sehen am Rückgang der Fahrunfälle bein Anfängern, dass 0 Promille einen messbaren Erfolg bringen; ich fordere deswegen die 0 Promillegrenze für alle Verkehrsteilnehmer, um diesen positiven Trend weiterzuführen.

Literaturverzeichnis:

(1) http://www.fr.de/leben/auto/heute-unvorstellbar-ohne-gurt-und-mit-1-5-promille-so-fuhr-man-frueher-auto-a-385302


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27.10.2017 um 22:45
Alkohol in der Werbung wirkt immer sehr erfrischend. Es tut einfach gut, in einer gewissen Situation Alkohol zu trinken; man befindet sich in einer fröhlichen Runde und die Werbung suggeriert pausenlos den geselligen Effekt des Genussmittels.

Auch an diesem Punkt muss die Reglementierung ansetzen mit einem strikten Werbeverbot für Alkohol.

Werbung

Zigaretten dürfen nicht mehr im Fernsehen beworben werden? Warum darf Alkohol beworben werden? Ab 2020 dürfen Zigaretten auch nicht mehr auf Litfaßsäulen und Plakaten beworben werden! (1)

Beide Genussmittel haben das Potential, süchtig zu machen, was man an 1,8 Millionen Alkoholkranken Menschen in Deutschland sieht. (2)

Dennoch darf Alkoholgenuss noch immer in der Werbung als ein sehr positives und erstrebenswertes Erlebnis dargestellt werden. "Man gönnt sich einen Wein, ein Bier, usw.!"

Wenn Alkoholwerbung generell verboten wird, dann ist es auch nicht mehr möglich, dieses vermeintlich positive Erlebnis massenmedial transportieren zu können; der Konsument wird folglich nicht zum Kauf angehalten und ermutigt.

Genau das ist nämlich auch der Sinn der verschiedenen Bewerbungsverbote für Tabak! Ein Produkt, das Menschen abhängig machen und dadurch zugrunde richten kann, sollte nicht als ein positives Erlebnis massenmedial beworben werden dürfen.


Literaturverzeichnis:

(1) http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/tabakwerbung-bundesregierung-beschliesst-verbot-ab-2020-a-1088226.html
(2) http://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_67334454/alkoholsucht-nimmt-zu-in-deutschland-gibt-es-immer-me...


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27.10.2017 um 23:10
In Anbetracht der 73.000 Alkoholtoten im Jahr und der 1,8 Millionen Menschen in Deutschland, die alkoholsüchtig sind, verbietet es sich, Alkoholverpackungen noch immer attraktiv und ansprechend gestalten zu dürfen.

Alkohol darf nicht einfach als harmloses Erfrischungsgetränk erscheinen, sondern es muss als das gesehen werden, was es ist; ein Gift, das zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen kann.

Alkohol ist eine Droge, die enthemmt und die Menschen im Rausch dazu veranlasst, Dinge zu tun, die sie sonst vielleicht nie tun würden - in einem negativen Sinne wie Gewalt.

Alkohol kann als Instrument zur Bewältigung von Problemen missgedeutet werden. Ein Mensch befindet sich in einer schweren Lebenskrise und sieht Alkohol als Hilfe zur Bewältigung; oftmals im Bereich der Trauer.

Klar, dass Menschen zu solchen Fehldeutungen verleitet werden können, schließlich suggeriert die attraktive, ansprechende Aufmachung in Verbindung mit der positiv konnotierten massenmedialen Werbung, dass der Genuss von Alkohl etwas Positives und Erfrischendes ist.

Einheitsverpackung

Eine weitergehende Reglementierung muss in dem Fall an dem Punkt ansetzen, die Aufmachung von Alkohol nicht mehr als attraktiv und ansprechend erscheinen zu lassen.

Im Bereich der Zigarettenverpackungen wird dies in Frankreich und Großbritannien mit der Einheitsverpackung bereits umgesetzt. (1)

Die positive Konnotation von Alkohol muss auf allen Ebenen bekämpft werden; sei es nun in der Werbung oder in der Aufmachung der Verpackungen!



Literaturverzeichnis:
(1) https://www.gesundheit.de/news/urn.newsml.afp.com.20160520.doc.az3nq


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28.10.2017 um 13:24
CurtisNewton schrieb:allerdings verteidigst Du mit Deinen Ansätzen bzgl. der Präventionsarbeit nicht Deine Position. Du musst leider eine striktere Reglementierung verteidigen.

Präventionen und Aufklärung sind nämlich Elemente und Argumente daür, dass die derzeitige REGLEMENTIERUNG ausreichend ist, und lediglich das drumherum-Geschmück verbessert werden sollte!
Es ist doch kein Drumherum-Geschmück, wenn ich von staatlicher Seite aus der Alkoholindustrie eine spürbare, zweckgebunde Alkoholabgabe auferlege, um verpflichtende Präventionsmaßnahmen durchführen zu können.

Durch diese deutlich stärkere staatliche Reglementierung kann doch überhaupt erst eine elementare gesellschaftliche Umbewertung der jetzigen Situation erfolgen; die Konnotation des Themas Alkohol muss sich in den Köpfen der Menschen ändern.

Wie kann ich auf der einen Seite Alkohol positiv bewerben und darstellen, ihn sehr günstig anbieten und ihn auch optisch ansprechend aufmachen und auf der anderen Seite gerade jungen Menschen lediglich optionale Angebote der Prävention machen? Das ist doch ein Widerspruch!

Und diesen Widerspruch kann ich nur auflösen, indem ich gesellschaftlich klar herausarbeite, dass Alkohol eine Droge ist und das lässt sich meines Erachtens nur durch eine stärkere, staatliche Reglementierug erreichen.

Und diese Reglementierung muss in verpflichtender Aufklärungsarbeit externer, professioneller Stellen an Schulen bestehen, wofür die Alkoholindustrie durch die Sonderabgabe mit Verantwortung übernimmt. Sie übernimmt dafür Verantwortung, dass durch ihre Produkte Menschen zu gesundheitlichem Schaden kommen können.

Gerade jungen Menschen muss bewusst werden, dass Alkohol ein Thema ist, mit dem man sich intensiv auseinandersetzen muss und das ist nur über staatlich reglementierte, verpflichtende Aufklärungsarbeit möglich.

Und noch etwas: Die Alkoholindustrie wird mit Sicherheit nicht freiwillig zu der Überzeugung kommen, dass sie ein gefährliches Suchtmittel vertreibt. Wäre es im Interesse der Alkoholindustrie, die Menschen über die Gefahren des Konsums aufzuklären, dann würde man nicht alles daran setzen, Alkohol in der Öffentlichkeit - Werbung usw. - als durstlöschendes Erfrischungsgetränk zu verharmlosen.


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29.10.2017 um 11:51
Zu Deinem Punkt „Verbot von Alkoholwerbung“ richten unseren Blick mal auf die USA:

Hier ist die Werbung bzw. der anpreisende Verkauf bereits verboten und es gibt strikte Reglementierungen bzgl.
a) Alkohol in der Öffentlichkeit
  • a. es darf kein Alkohol offen konsumiert werden,
  • b. Alkohol darf beim Transport im Auto nur im Fond oder Kofferraum mitgeführt werden und muss dort auch noch abgedeckt werden


b) des Zugangs zu Alkohol sowohl für Minderjährige als auch Erwachsene
  • a. hochprozentiger Alkohol wird nur in sog. Liqour-Stores verkauft, die meist so schmuddelig aussehen, dass man dort kaum gesehen werden will
  • b. der Alkoholerwerb und –konsum ist erst ab 21 Jahren erlaubt
  • c. Verkauf meist nur zu bestimmten Uhrzeiten, das schließt auch Bier und Wein ein

Hat nun diese harte Handhabung zu positiven Ergebnissen oder Entwicklungen dort geführt, die Du in Deinem Vorschlag als Folge einer strikteren Reglementierung anführst? Nein! Ca. 12% der erwachsenen US-Bürger erfüllen lt. einem Bericht der WHO die Kriterien des Alkoholismus, wohingegen der gleiche Bericht eine Quote von ca. 3,2% für Deutschland nennt (Deine Zahl von 1,8 Millionen ist prozentual sogar noch niedriger!)

Zitat:
„Und noch erschreckender ist es, dass nach einer Erhebung aus dem Jahr 2008“
Nun, da scheinst Du nicht ganz auf dem Laufenden zu sein, denn in Deutschland ergab erst kürzlich (2017) eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, dass das Einstiegsalter in den Alkoholkonsum von durchschnittlich 14,1 Jahren auf 14,9 Jahre gestiegen ist, ganz ohne zusätzliche Reglementierungen wie bspw. Werbeverbote, sondern, wie die Drogenbeauftragte der Bundesregierung ausführte, hauptsächlich auf intensive und verbesserte Aufklärung zurückzuführen sei.

Die gleiche Studie weist bei jungen Erwachsenen ebenfalls einen positiven Trend aus:
„Auch bei den 18- bis 25-Jährigen zeigt sich demnach ein positiver Trend. Aktuell trinken 30,7 Prozent mindestens einmal pro Woche Alkohol. 2004 taten dies noch 43,6 Prozent regelmäßig.“
Zitat:
17 % dieser Altersgruppe gaben an, dass sie regelmäßig Alkohol konsumieren (also mindestens einmal pro Woche)
Aktuell sind es nur noch 10%

Zitat:
Und noch erschreckender ist es, dass nach einer Erhebung aus dem Jahr 2008 ca. 76 % der deutschen Jugendlichen zwischen 12-17 Jahren Erfahrung mit Alkohol gemacht haben.
Aktuell sind es nur noch 63,5%

https://www.ksta.de/26924736

Ich behaupte nicht, dass diese Zahlen immer noch zu hoch sind, aber wozu also ein strikteres Werbeverbot (deine Ausführung ist diesbzgl. auch nicht ganz korrekt, denn hochprozentiger Alkohol ist aus der TV-Werbung bereits verbannt), wenn

  • a) in Ländern, in denen schon strikter reglementiert wird, die Situation katastrophaler ist, als in Deutschland (USA ist jetzt nur EIN Beispiel)
  • b) ohne striktere Reglementierung der Trend in Deutschland bereits sehr positiv ist…und
  • c) am Beispiel des Verbots von Zigarettenwerbung im Fernsehen und Kino hier in Deutschland auch eindeutig bewiesen ist, dass trotz einer solchen Vorgehensweise die Zahl der Todesfälle durch Tabakkonsum immer noch weit über der Zahl an Todesfällen durch Alkoholmissbrauch liegt


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29.10.2017 um 12:41
Du möchtest also alkoholische Getränke durch höhere Steuern verteuern und siehst als Folge dessen einen geringeren Konsum, da man diese sich nicht mehr so leisten könne, wie derzeit.
Das ist ein Trugschluss, denn schauen wir uns Länder an, in denen die Preise für alkoholische Getränke wesentlich höher als in Deutschland sind, zeigt sich deutlich, dass dies eben nicht automatisch den Konsum oder das Trinkverhalten reduziert.

Am Beispiel Schweden wird dies sehr deutlich, denn neben einem strikteren Zugang zu Alkohol
  • - jedes alkoholische Getränk über  3,5% Vol. gibt es nur in gesonderten Geschäften, nicht im Supermarkt. Diese Geschäfte sind in der Hand des Staates, also von sozusagen „oberster“ Stelle bereits reguliert
  • - grundsätzlich gilt das gesetzliche Mindestalter von 18 Jahren für den Konsum von alkoholischen Getränken unabhängig vom Alkoholgehalt
  • - grundsätzlich gilt das gesetzliche Mindestalter von 20 Jahren für den Erwerb von alkoholischen Getränken über den Volumenanteil von 3,5%
  • - Sperrstunde in Kneipen ab 2:00 Uhr
  • - Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit ist in den meisten Teilen des Landes per Gesetz verboten


ist er dort auch mind. doppelt (oft sogar fast dreimal) so teuer wie in Deutschland, zurückzuführen auf eine höhere Besteuerung.

Begründet werden sowohl  der begrenzte Zugang als auch die höhere Besteuerung mit dem Ziel bzw. Ergebnis, den Konsum zu drosseln.

Dennoch weist Schweden eine Zahl von 3,5% Alkoholkranken in der Bevölkerung aus – 0,3% mehr als in Deutschland.

Alkoholkonsum unter der Woche ist in Schweden sehr verpönt. Meint man nun, dies würde zu einem generell immens geringeren Konsum insg. führen, irrt man sich gewaltig, denn das was die Schweden unter der Woche einsparen, wird am Wochenende reichlich nachgeholt, denn in der schwedischen Trinkkultur bedeutet „Ausgehen = Trinken“, gesellschaftliche Anlässe also, ganz gleich welcher Art, sind dort fast immer automatisch mit dem Konsum von Alkohol verknüpft.

Die Sperrstunde (eine weitere, mögliche Reglementierung, die Du noch nicht erwähnt hattest) führt (dies sei im Rande kurz angemerkt) führt lt. Forschern übrigens nicht zu einem geringeren Konsum, sondern im Gegenteil, zu einem aus ärztlicher Sicht gefährlicherem Trinkverhalten, nämlich dem sog. Sturztrinken.

Die schwedische Bevölkerung befindet die dortige Reglementierung in allen Bereichen für gut und positiv, man setzt dort also mehr auf gesetzliche und gesellschaftliche Selbstkontrolle als vielmehr auf Aufklärungsarbeit, was aber nicht zu einem gesünderen Umgang mit Alkohol führt, sondern wie die Statistiken belegen, den generellen Konsum also NICHT drosselt und gesundheitlich eher negative Auswirkungen hat.

Eine striktere Reglementierung, wie Du sie vorschlägst, führt also, wie an diesem Beispiel erwiesen, nicht zu dem gewünschten Ergebnis, im Gegenteil, es verschlimmert die Situation!

https://hejsweden.com/die-schweden-und-der-alkohol/


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29.10.2017 um 13:16
Zitat:
Und bitte komm mir jetzt nicht mit illegalem Alkoholhandel! Ja, es gibt Zigarettenschmuggel und ja, es gibt Alkoholschmuggel und ja, der Alkoholschmuggel würde durch eine Preiserhöhung anziehen.
Warum sollte ich Dir damit denn NICHT kommen, wo doch Studien und Untersuchungen nicht nur eben genau diesen Punkt anführen, wenn man eine Steuererhöhung als Planspiel durchrechnet, sondern auch die Auswirkungen auf die Gesundheit durch z.B. gepanschten, illegalen Alkohol immens sind, und dementsprechend als Folge die Gesundheitskosten steigen. Der steigende Schwarzhandel würde zudem zu einem Sinken der Steuereinnahmen führen.

Höhere Steuern erweisen also Deiner Idee bzgl. eines daraus resultierenden höheren Budget für Präventionsmaßnahmen einen Bärendienst.
Bitte vergiss aber nicht, dass die meisten Menschen in diesem Land, die Alkohol trinken, eben keinen Zugang zu kriminellen Strukturen haben, die sie mit illegalem Alkohol versorgen können.
Dein Hinweis, viele Menschen hätten keinen Zugang zu kriminellen Strukturen, halte ich für absolut oberflächlich und unsinnig, denn im Bereich der Diskussion um Cannabis, ist genau DIES ein Hauptgrund für die Forderung zur Legalisierung dieser Droge, nämlich, die Konsumenten aus den kriminellen Strukturen herauszuziehen, aus den kriminellen Bereichen, in denen andere, lebensgefährliche Drogen ebenfalls erhältlich sind.

Als Folgen Deiner Forderung stehen demnach nicht nur die Zunahme an Schmuggel, Schwarzbrennerei und generell illegalem Handel, nein, sondern zusätzlich noch die Kriminalisierung der Konsumenten und die Erhebung des Alkohols zur sog. Einstiegsdroge.


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29.10.2017 um 14:12
Zu "Alkohol in der Öffentlichkeit USA!"
Ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit bringt auch nichts, weil sich lediglich der Konsum in die Nichtöffentlichkeit verlagert; der einzige Vorteil besteht vielleicht in trinkerfreien, öffentlichen Plätzen.

Zu "Zugang zu Alkohol in den USA!"
Richtig, nur hochprozentiger Alkohol unterliegt der Liquor-Store-Pflicht! Bier, Wein usw. ist in Supermärkten erhältlich.

Die Preise für Bier in den USA sind vergleichsweise günstig! Für 30 Dosen Miller, Budweiser usw. zahle ich zwischen 18-26 Dollar, was wiederum einem Preis zwischen 15,5-22,40 Euro entspricht, was wiederum einem Preis von 0,52-0,75 EuroCent pro Dose entspricht!

Für eine Flasche Jim Beam 075 L zahle ich in den USA ca.13 Dollar, was wiederum 11,20 Euro entspricht.
Für eine Flasche Jack Daniels 0,75 L zahle ich in den USA ca.15 Dollar, was wiederum 12,92 Euro entspricht.
(1)

Für 0,75 L Jim Beam zahle ich in Deutschland bei Real ca. 19,04 Euro (2)
Für eine Flasche Jack Daniels 0,7 L zahle ich bei Lidl in Deutschland ca. 21,99 Euro (3)

Wir sehen also, dass Alkohol in den USA sehr preiswert ist.

Wie kann ich den Alkohol einerseits stark reglementieren wollen, indem ich ihn in Kofferräume und Liquor-Stores usw. verbanne, und ihn andererseits zu günstigen Konditionen zugänglich machen? Das ist doch eine Milchmädchenrechnung!

Altersbegrenzungen wie 21 Jahre bringen nichts, was man am Beispiel Deutschlands gesehen hat. Auch Uhrzeitenbeschränkungen sind nicht zielführend, weil es lediglich dazu führt, dass sich vor den Sperrstunden verstärkt mit Alkohol eingedeckt wird, um auch über die Sperrstunde hinaus versorgt zu sein!

Trotz der rückläufigen (aktuellen) Zahlen bewegen wir uns mit 63,5 % der Jugendlichen zwischen 12-17 Jahren, die schon einmal Alkohol getrunken haben und 10% regelmäßiger Trinker auf einem sehr hohen Niveau; diese Zahlen können wir uns auch nicht schönreden. Ich werde das gleich noch weiter ausführen!  

Zu "Preiserhöhung bei Alkohol bringt nichts"
Das stimmt so nicht, denn wir sehen, dass der Alkohol in Deutschland im Vergleich zu Europa sehr günstig ist; wir liegen bei 82 % der EU-Schnitts. (5) und haben mit (aktuell) 11,4 L/Pro-Kopf mit den höchsten Verbrauch.

Du solltest von daher auch erwähnen:
[...], dass der durchschnittliche Prokopfverbrauch von Alkohol in Schweden niedriger ist als in Deutschland.
(6)

Es lässt sich nämlich schon ein Zusammenhang zwischen sehr hohen Alkoholpreisen und einem geringeren Por-Kopf Verbrauch ausmachen:

Auch wenn diese Zahlen sich auf den Zeitraum zwischen 2003-2005 beziehen, lässt sich eine Tendenz ausmachen:

Deutschland: 12,81 L/PK
Schweden: 10,6 L/PK
Norwegen: 7,81 L/PK
(7)

Der Preis in Norwegen liegt bei 288 % des EU-Schnitts und somit am höchsten! (8)

Während Länder, wie Rumänien, wo der Alkoholpreis nur 75 % des EU-Schnitts ausmacht einen deutlich höheren Pro-Kopf-Verbrauch haben; nämlich 15,3 L/ PK


Literaturverzeichnis:
(1) http://www.magazinusa.com/us/info/show.aspx?unit=travelinfo&doc=312
(2) https://www.real.de/product/316356526/?utm_source=billiger&utm_medium=cpc&utm_campaign=pricecomparison&cid=UUID6b69a5de1...
(3) https://www.lidl.de/de/jack-daniel-s-tennessee-whiskey/p226098
(4) http://www.zeit.de/campus/2013/02/leben-rausch/seite-2
(5) https://www.stern.de/panorama/europaweiter-vergleich-alkohol-in-deutschland-guenstig-3040794.html
(6) https://www.alltag-in-schweden.de/alkohol-in-schweden.php
(7) Wikipedia: Liste_der_Länder_nach_Alkoholkonsum
(8) https://www.stern.de/panorama/europaweiter-vergleich-alkohol-in-deutschland-guenstig-3040794.html


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Clash Liga 17/18 - Spieltag 3: fumo vs CurtisNewton

29.10.2017 um 14:49
Ich sehe das Problem aber an einer ganz anderen Stelle; nämlich in der positiven Verwurzelung des Alkohols in der Gesellschaft!

Wenn wir uns den weltweiten Verbrauch von Alkohol ansehen, dann wird deutlich, dass die Länder den höchsten Verbrauch haben, wo Alkohol lange Zeit gesellschaftlich positiv konnotiert war und noch immer ist; während die Länder, wo Alkohol negativ gesellschaftlich, kulturell, religiös konnotiert ist, einen geringen Verbrauch aufweisen. (1)

Wenn wir also den Alkoholkonsum in Deutschland stark reduzieren möchten, müssen wir daran arbeiten, die positive gesellschaftliche Konnotation zu dekonstruieren; wie wir es auch mit Tabak versuchen.

Hierzu sind viele Schritte nötig: Verpflichtende Aufklärung, Preiserhöhungen (Alkoholsteuer und Sondersteuer), partielle Alkoholverbote (wie im Straßenverkehr oder Fußballstadien), Einheitsverpackungen - und auch Warnhinweise auf Verpackungen.

Das Bild des Alkohols in der Gesellschaft muss sich nachhaltig wandeln.

An dieser Stelle ist es in der Folge unumgänglich, den Alkohol beim Erzeuger stärker staatlich zu reglementieren - durch Preiserhöhungen, Einheitsverpackungen, Warnhinweise,  Werbeverbote usw. -, um ein klares, öffentliches Signal zu setzen, dass der Erzeuger eben kein harmloses Erfrischungsgetränk verkauft, sondern einen gefährlichen Stoff mit Suchtpotential.

Wir können nämlich nicht erwarten, dass sich die Erzeuger ihrerseits dazu entschließen werden, ihr Produkt als gefährlich zu deklarieren, also obliegt es der staatlichen Verantwortung, diese Deklarierung vorzunehmen.

Wenn wir uns die niedrigen Alkoholpreise, die ansprechende Verpackung, die breitgefächerte Bewerbung der Produkte usw. anschauen, dann zeichnet dies durchgängig ein positives gesellschaftliches Bild von Alkohol.  

Dem gegenüber steht die sehr sinnvolle, freiwillige Aufklärungsarbeit, die ich als sehr zielführend erachte.

Wie kann ich es jedoch kommunizieren, auf der einen Seite gesellschaftlich breitgefächert und massenmedial nicht am positiven Bild des Alkohols zu rütteln und auf der anderen Seite aber Aufklärungsarbeit anzubieten?

Meines Erachtens ist das ein Widerspruch. "Nein, Junge, kauf dieses sehr günstige Bier, wofür die sexy Frau aus dem Fernsehen Werbung macht, dein Lieblingssportler andauernd betont, wie toll es ist, und es wohl Zufall ist, dass an einem heißen Tag Spots im Fernsehen laufen, die Alkohol als Erfrischungsgetränk anpreisen, NICHT, weil es ...kacke ist!" ... Wie passt das zusammen?

Das passt nicht zusammen! Man verteufelt auf der einen Seite (der Aufklärung) eine Sache, die auf der anderen Seite (dem öffentlichen Bild) positiv konnotiert bleibt - und an diesem Punkt muss die staatliche Reglementierung zielführend einschreiten.



Literaturverzeichnis:

(1) Wikipedia: Liste_der_Länder_nach_Alkoholkonsum


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Clash Liga 17/18 - Spieltag 3: fumo vs CurtisNewton

29.10.2017 um 15:18
Steigende Preise durch höhere Steuern auf Tabakprodukte haben in Deutschland zu einem Rückgang des Tabakkonsums geführt, so hast Du es ausgeführt und so sehen es Experten auf diesem Gebiet ebenfalls.

Zwar nicht ausschließlich deswegen, wie Du hier glauben machen willst, Du Schlingel, aber hauptsächlich.

So weit, so gut.

Betrachtet man das Ganze aus wirtschaftlicher Sicht und dem Hauptprofiteuer des Tabakkonsums, nämlich dem Staat, der mit aus Tabaksteuer und Umsatzsteuer kombinierten derzeit ca. 54% mehr Einnahmen hat als die Tabakerzeuger selber, erschließt sich die Sinnlosigkeit von weiteren Steuererhöhungen.

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Obwohl die Preise stetig gestiegen sind, die Steuern seit 2002 stetig gestiegen sind, bleiben die Einnahmen des Staates nahezu gleich, es ist also eine Umverteilung von der linken und die rechte Tasche, denn weniger Tabakkonsum bedeutet weniger Steuereinnahmen, welche durch Steuererhöhungen kompensiert wurden und zukünftig auch kompensiert werden müssen, setzt sich der Trend fort.

In der Abwärtsspirale und letzter Konsequenz bedeutet dies dann aber den kompletten Verlust der Einnahmen aus der Tabaksteuer, weil niemand mehr raucht und diese Einbüßen dann zu 100% durch ANDERE Steuereinnahmen gedeckelt werden müssen.

Und wie auf dem Bild zu sehen, ist das rein zahlentechnisch nicht wenig.

Aus wirtschaftlicher Sicht ist dies absolut kontraproduktiv, sogar katastrophal, wenn man diesbezüglich den Tabakkonsum mit dem Alkoholkonsum vergleichen will und die derzeitigen Reglementierungen nicht nur bzgl. Steuern, sondern umfänglich bei Tabak auch auf den Alkohol projizieren will.

Der tabakkonsumierende Bevölkerungsanteil von 30% steht in keinem Verhältnis zum alkoholkonsumierenden Bevölkerungsanteil von ca. 96%

Wie sollen die Einbußen bei Steuereinnahmen im Bereich alkoholischer Getränke kompensiert werden, wenn eine Steuererhöhung auf den Konsum ähnliche Auswirkungen hätte, wie der auf den Tabakkonsum? In harten Zahlen ausgedrückt wäre das kurzfristig ein Vielfaches dessen, mittel- und langfristig dann die gleiche plus-minus-null Rechnung.

Aber halt, nein nicht die gleiche p-m-r….denn wir lassen die Arbeitsplätze dann außer Acht, die bei einem Rückgang des Alkoholkonsums wegfallen würden. Betriebe der Branche der Produktion von alkoholischen Getränken würden ihre Mitarbeiterzahl reduzieren oder komplett schließen, zehntausende Arbeitsplätze wären gefährdet oder direkt wegfallen, was zu höheren Haushaltsausgaben führen würde.

Würde man diese Kosten in der Rechnung den Einnahmen gegenüberstellen bzw. diese mit einbeziehen, wäre es keine p-m-r mehr, sondern ein klares „Minus-Geschäft“, welches langfristig immense und irreversible wirtschaftliche Schäden hervorrufen und ALLE treffen würden.


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Clash Liga 17/18 - Spieltag 3: fumo vs CurtisNewton

29.10.2017 um 15:41
Und mit dem Fingerzeig auf den Verlust von Arbeitsplätzen in der Lebensmittelerzeugung sind wir ja noch gar nicht am Ende der Fahnenstange.

HIER kann man DANN durchaus einen berechtigten Vergleich zum Tabakkonsum anbringen, die negativen Folgen eines verminderten Konsums resultierend aus Steuererhöhungen kann man bzgl. des „Nichtraucherschutzgesetzes“ deutlich aufzeigen und sagen:

komplettes Eigentor.

Unzählige Gastronomiebetriebe haben durch die striktere Reglementierung einen Mangel an „Publikumsverkehr“ zu verzeichnen, ergo weniger Umsatz, weniger Gewinn und somit auch eine geringere „Zahllast“, da die Beschaffungspreise für Angebotenes nicht niedriger werden und auch die Vorhaltung des Angebots nicht reduziert werden kann, will man nicht in Kauf nehmen, die komplette Kundschaft zu verlieren.

Unzählige Gastronomiebetriebe haben schließen oder Zahlungsunfähigkeit anmelden müssen, da sie diesen Mangel nicht einmal verkraften konnten.

Was ist denn die Haupteinnahmequelle von Kneipen bzw. dem Großteil unserer Gastronomiebetriebe hierzulande? Richtig, der Alkoholkonsum. Natürlich möchtest Du ihn nicht verbieten, wie Du sagst, aber ein verringerter Konsum bedeutet für Gastronomiebetriebe doch auch weniger Umsatz, wenn doch die Wirtschaftlichkeit eines solchen Betriebes zu einem Großteil auf dem aktuellen Konsum und der aktuellen Prozentzahl der Konsument (96%) fußt. In allerletzter Konsequenz droht hier dann auch eine Personalreduzierung, Schliessung des Betriebs komplett und weniger Steuereinnahmen bei gleichzeitiger Erhöhung der Kosten, durch Belastungen, die diejenigen erzeugen, die dann nicht mehr Lohnsteuer zahlen.

Im privaten Bereich, dies mal nur nebenbei, hätte ein verringerter Konsum an Alkohol auch Auswirkungen auf die Umwelt, denn mit jedem Kasten Krombacher rette ich einen Meter Regenwald.

Umgerechnet auf den deutschlandweiten Umsatz dieser Brauerei tragen wir also auch einen nicht unerheblichen Anteil an der Erhaltung unseres Klimas bei.

Ein Rückgang am Konsum würde unsere Umwelt nachhaltig schädigen.

Auch hier wieder ein Vergleich zum Tabakkonsum, der durchaus berechtigt ist: Die Steuereinnahmen aus dem Tabakkonsum wurden in der Vergangenheit hauptsächlich zur Terrorabwehr eingesetzt. Cross-Financing ist zwar bescheuert, ICH mach die Regeln dafür aber nicht!

Die Zunahme an Terroranschlägen in unserem Land in den letzten Jahren ist demnach eindeutig auf den Rückgang des Tabakkonsums zurückzuführen!


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Clash Liga 17/18 - Spieltag 3: fumo vs CurtisNewton

29.10.2017 um 16:35
fumo schrieb:Eine weitergehende Reglementierung muss in dem Fall an dem Punkt ansetzen, die Aufmachung von Alkohol nicht mehr als attraktiv und ansprechend erscheinen zu lassen.
Im Bereich der Zigarettenverpackungen wird dies in Frankreich und Großbritannien mit der Einheitsverpackung bereits umgesetzt.
Also da muss ich dann mal nachfragen…..in Deutschland ist es im Bereich Zigarettenverpackungen doch genauso, oder findest Du die attraktiv oder „ansprechend“?

Auf den Verpackungen sämtlicher Tabakprodukte oder damit verbundenen Produkten war nichts Attraktives zu sehen, sie waren schlicht und neutral. Lediglich Schriftzüge und Farbgebung waren und sind noch unterschiedlich. Deiner Logik nach müsste man in die attraktive Gestaltung einer Verpackung von Tabakprodukten also auch noch die Farbenblindheit eines gewissen Bevölkerungsanteils mit einbeziehen um diese dann in Form einer Reglementierung unterbinden zu können bzw. unattraktiv gestalten zu können?

Sehr gewagt, aber vielleicht ein Tipp für Marketing-Manager.

Es ist eher so, dass diese Verpackungen durch die Warnhinweise (zunächst) und anschließend durch die Schockbilder zunehmend unattraktiver gestaltet wurden, mit nicht messbarem Effekt, wie Experten und die Drogenbeauftragte der Bundesregierung selber zugeben!

Ergo FAIL!

An sämtlichen Verpackungen von Tabakprodukten war nichts verführerisches, dennoch hat man es für notwendig befunden, bei allen anderen bis dahin umgesetzten Reglementierungen, weitere Maßnahmen zur erhöhten Reglementierung einzuführen. Warum wohl? Weil sämtliche bisherigen Reglementierungen nicht das gewünschte Ziel erreicht haben!

Die bis Reglementierungen bist dato hatte nicht den gewünschten Effelkt, die zusätzlichen Reglementierungen haben KEINEN messbaren Effekt. Sinnvolle Reglementierungen?

[ ] Ja
[x] Nein

Die Aufklärungsarbeit hingegen hat einen messbaren und deutlich positiven Effekt, eine weitere Reglementierung des Alkohols ist aus meiner Sicht daher nur verschwendetes Geld, welches produktiver eingesetzt werden könnte.

Und WO ist denn diese „attraktive“ Verpackung bei Alkoholprodukten?

Gibt es nicht.

„Optisch ansprechend“ wird JEDES Lebensmittel und JEDES Genussmittel dargeboten, Alkohol und Tabak unterliegen da sogar strikteren Auflagen als andere schädliche Lebensmittel!

Glaubt wirklich noch jemand, der süße nette Junge auf der Verpackung der Kinderschokolade hätte so super schöne Zähne, weil Kinderschokolade so gut und gesund ist? Würde da die Wahrheit in Form von „Schockbildern“ aufgedruckt werden müssen…..wir würden nur noch faulige Kariesfressen sehen.

Wird dieser Bereich der Lebensmittelbranche reglementiert, obwohl die jährlichen Zahnarztbesuche und – behandlungen riesige Summen verschlingen, gedeckelt durch JEDEN Steuerzahler, egal wie gesundheitlich bewusst er sich ernährt?  Oder eine selbst verschuldete Zuckerkrankheit und die daraus für jeden Steuerzahler resultierenden Kosten? Bräuchten wir diese Schockbilder dort? Oder weitere Reglementierungen in diesem Bereich?

Nein

Denn jeder weiss, was zu viel Zucker, zu viel Süßes anrichtet, weil wir darüber permanent und konstruktiv informiert und aufgeklärt wurden und selbst auch informieren und aufklären als verantwortungsbewusste Bürger oder Eltern…außer die dümmste Deutsche in ihrem „Terrarium“, die Erdbeerkäse und abgepackte Wurs (ohne T !!!) als gesund bezeichnet!


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