Die Welt ist näher zusammengerückt
16.01.2005 um 04:44....augenscheinlich für etwa drei Wochen.
Dieses Gefühl war eine einzige Illusion, auch wenn sie bewundernswerter Weise viel Geld in die richtige Richtung gelenkt hat.
Heute ist der Tsunami mit all seinen Konsequenzen fast gänzlich aus der Medienberichterstattung verschwunden.
Zahlreiche online-Medien (spiegel.de, n-tv.de, faz.de...) berichten nur noch unter "Panorama" oder "Verschiedenes" darüber, ein weiteres Abebben ist zu erwarten. Ich für meinen Teil denke, daß sich das ganze Thema spätestens in einem Monat, abgesehen von ein paar Randnotizen erledigt haben dürfte.
Die Medien spielen da ein schönes Spiel, indem sie erst als Unterstützer der Spendenaufrufe auftreten, zu Spenden aufrufen und dadurch mitteilen: Wir unterstützen die Flutopfer bedingungslos und zeitlich unbegrenzt. Bei fast 200.000 Opfern jedoch ein eigennütziges Unterfangen. Berichte darüber bringen Leser und Zuschauer.
Drei Wochen später stirbt ein Müchener Modedesigner. Ein einziger Mensch, gut, dieser wurde umgebracht, aber schon sind 200.000 Opfer vergessen. Moshammer bringt ja mehr Quote, weil das Blut noch frischer ist. Da sind Fragen, ob Daisy die DNA des Täters liefert natürlich von größerem Interesse.
Zeigt dieser Sachverhalt nicht einmal mehr, wie die Medien arbeiten und auch, wie unsere Gesellschaft gestrickt ist?
Die meisten leben selbst in Ihrer eigenen, selbstgemachten Verschwörung, ohne zu wissen, daß sie darin Leben. Sie lassen Ihre Interessen von den Medien steuern und hinterfragen deren Intentionen in keiner Weise.
Gestern sagten die Medien, die Not sei groß - sie spendeten.
Heute sagen die Medien, Moshammers tod ist eine Tragödie - sie lesen und vergesen
Mal im Klartext: Wen hat Moshammer bis zu seinem Tod wirklich interessiert?
Ich möchte aber auch hier nicht schlecht über ihn reden, er war sozial sehr engagiert und sein gewaltsames Ableben tut mir leid. Er wäre mir sicherlich nicht böse, wenn ich die Medien hier durch ihr 1:200.000- Umschwenken anprangere.
Wie denkt Ihr darüber?
Dieses Gefühl war eine einzige Illusion, auch wenn sie bewundernswerter Weise viel Geld in die richtige Richtung gelenkt hat.
Heute ist der Tsunami mit all seinen Konsequenzen fast gänzlich aus der Medienberichterstattung verschwunden.
Zahlreiche online-Medien (spiegel.de, n-tv.de, faz.de...) berichten nur noch unter "Panorama" oder "Verschiedenes" darüber, ein weiteres Abebben ist zu erwarten. Ich für meinen Teil denke, daß sich das ganze Thema spätestens in einem Monat, abgesehen von ein paar Randnotizen erledigt haben dürfte.
Die Medien spielen da ein schönes Spiel, indem sie erst als Unterstützer der Spendenaufrufe auftreten, zu Spenden aufrufen und dadurch mitteilen: Wir unterstützen die Flutopfer bedingungslos und zeitlich unbegrenzt. Bei fast 200.000 Opfern jedoch ein eigennütziges Unterfangen. Berichte darüber bringen Leser und Zuschauer.
Drei Wochen später stirbt ein Müchener Modedesigner. Ein einziger Mensch, gut, dieser wurde umgebracht, aber schon sind 200.000 Opfer vergessen. Moshammer bringt ja mehr Quote, weil das Blut noch frischer ist. Da sind Fragen, ob Daisy die DNA des Täters liefert natürlich von größerem Interesse.
Zeigt dieser Sachverhalt nicht einmal mehr, wie die Medien arbeiten und auch, wie unsere Gesellschaft gestrickt ist?
Die meisten leben selbst in Ihrer eigenen, selbstgemachten Verschwörung, ohne zu wissen, daß sie darin Leben. Sie lassen Ihre Interessen von den Medien steuern und hinterfragen deren Intentionen in keiner Weise.
Gestern sagten die Medien, die Not sei groß - sie spendeten.
Heute sagen die Medien, Moshammers tod ist eine Tragödie - sie lesen und vergesen
Mal im Klartext: Wen hat Moshammer bis zu seinem Tod wirklich interessiert?
Ich möchte aber auch hier nicht schlecht über ihn reden, er war sozial sehr engagiert und sein gewaltsames Ableben tut mir leid. Er wäre mir sicherlich nicht böse, wenn ich die Medien hier durch ihr 1:200.000- Umschwenken anprangere.
Wie denkt Ihr darüber?


