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Jack the Ripper

963 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mörder, Serientäter, Jack The Ripper ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Jack the Ripper

14.10.2013 um 12:36
@Heimli1978

Ich denke der Fall wurde damals einfach schon so ziemlich ausgeschöpft, ausermittelt in alle Ecken und Enden. Wo sollte die Polizei denn heute noch ansetzen? Außer in den alten Aufzeichnungen zu wühlen...?


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Jack the Ripper

14.10.2013 um 17:15
@MissMietzie
Eben. Mal abgesehen davon, hat die Polizei nützlicheres zu tun, als Phantomen nach zu jagen.


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Jack the Ripper

17.10.2013 um 12:47
@MissMietzie
naja, natürlich liegt der Fall lange zurück und selbst wenn ich heute einen Schuldigen finde kann ich den nicht mehr zur Rechenschaft ziehen weil er oder sie bereits lange tot ist.

Trotzdem bin ich der Meinung, dass dieser Fall bis heute stark polarisiert aus verschiedenen Gründen: es handelt sich um einen Massenmörder, die schon immer "fasziniert" haben. Es gab diverse Ermittlungspannen, es gab Hinweise auf diverse Verstrickungen etc etc...Du weisst was ich meine.

Ich denke schon, dass hier eine finale endgültige Aufklärung gut täte, wie gesagt auch wenn keiner mehr dafür büßen kann/muss.


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Jack the Ripper

17.10.2013 um 20:56
Wie meinst du das, "polarisiert"?


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Jack the Ripper

17.10.2013 um 23:34
@Bergschaf *serienmörder lern den unterschied


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Jack the Ripper

20.10.2013 um 01:39
@Bergschaf,

ich darf mich dann mal wiederholen: was meinst Du mit "polarisiert"?

Und welche
Zitat von BergschafBergschaf schrieb:Hinweise auf diverse Verstrickungen
soll es gegeben haben?


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Jack the Ripper

20.10.2013 um 04:32
Nach Indizien war es Sir Arthur Conan Doyle, jedenfalls wäre es doch recht schwierig, je nach Gerichtsbarkeit, -ihn freizusprechen... xD


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Jack the Ripper

20.10.2013 um 20:20
Hmm, und wie wäre es mal mit ner ausführlichen Argumentation statt diesen pauschal eingeworfenen Verdächtigungen?

Nach WELCHEN Indizien soll es ACD gewesen sein? Zähl doch mal ein paar davon auf.


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Jack the Ripper

21.10.2013 um 12:04
@off-peak
mit polarisiert meine ich, dass dieser Fall bis heute immer wieder Anlass für Spekulationen gibt, es gibt immer wieder Bücher, Reportagen etc darüber...das ist für mich ein Indiz dass uns dieser Fall nicht loslässt.

Verstrickungen soll es bis in das englische Königshaus gegebn haben, soviel dazu....


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Jack the Ripper

21.10.2013 um 12:40
Zitat von BergschafBergschaf schrieb:Verstrickungen soll es bis in das englische Königshaus gegebn haben, soviel dazu....
da gibt es eine interessante Doku dazu:
Wikipedia: From Hell (Film)

Ansonsten war es eben einer, der einige Menschen auf eine eher bestialische Weise ermordet hat. Seine Berühmtheit verdankt er eher der damaligen Zeitungsindustie, als seinem für damalige Verhältnisse nicht unbedingt besonders erschreckendem Modus operandi.


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Jack the Ripper

21.10.2013 um 12:48
Ok.

Ich denke, er lässt nicht los, weil es keinen identifizierten Täter gibt.

Allerdings sind, wie ich schon im obigen Beitrag erwähnte, pauschal hingeworfene Andeutungen leider weder ein Indiz oder auch nur eine gutes Argument für eine Diskussion.

Wie bitte, soll man eigentlich mit Aussagen wie "es soll ja XXX gewesen sein" oder " es soll da Verstrickungen gegeben haben" ernsthaft weiter diskutieren können?

Abgesehen davon, lies bitte nach, beschäftigten sich die letzten Beiträge hier bereits mit der Widerlegung dieser ewig verschörerisch gemurmelten These "es soll das ... Königshaus ....".

Wie ich schon anmerkte, sind die Königshausverstrickungen eine reine Erfindung des Autors Stephen Knight, der dies auch - zum Glück - noch kurz vor seinen Tod zugab.

Ich wünsche mir daher für eventuelle weitere Diskussionen, dass diese rein fiktive "Theorie" in Zukunft bitte nicht ständig herunter geleiert wird. Sie ist einfach falsch, da total frei erfunden.

Ebenes wünschenswert wären auch etwas ausführlichere und fundamentierte Aussagen, gestützt durch saubere Quellenangaben. Die Nennung von Buchtiteln und Autor zB wäre schon mal ein hilfreicher Anfang.


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Jack the Ripper

21.10.2013 um 16:03
wer läßt nicht los???


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Jack the Ripper

21.10.2013 um 21:13
DER Fall als solcher.


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Jack the Ripper

22.10.2013 um 10:08
Da müsste es doch neue Erkenntnisse geben die noch zu Aufklärung des Falles führen können. Woher sollen die noch kommen? Zeugen, Mitwisser und Täter werden wohl nicht mehr sprechen können.

Noch dazu denke ich, dass der Fall davon lebt ein Rätsel zu sein. Wüsste man mittlerweile wer Jack the Ripper tatsächlich war würde er nicht so ein Mysterium sein und hätte nicht eine solche Aufmerksamkeit der Presse und Öffentlichkeit auf sich gezogen.

Nur als Beispiel: Es gibt Massenmörder, Serientäter oder wie auch immer man sie nennen will, die zum Teil zig, wirklich zig Menschen umgebracht haben (ich spreche hier von Beispielen, die u.a. 200 Kinder getöten haben). Von denen haben wir hier zum Teil noch nie gehört. Einfach weil der Täter bekannt ist, die Opfer nicht ausgeweidet wurden und schon interessiert es die Presse und somit die Öffentlichkeit nicht wirklich.

Hier der Link für die die es interessiert. Lohnt sich zu lesen!

http://einestages.spiegel.de/external/ShowTopicAlbumBackground/a9941/l1/l0/F.html


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Jack the Ripper

22.10.2013 um 15:23
Wie schon öfters mal gesagt, ich denke, der eigentliche Grund, warum der Fall noch immer "aktuell" ist, ist eben die Tatsache, dass man keinen Täter fand.


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Jack the Ripper

22.10.2013 um 15:55
@MissMietzie,

danke für den Link. Ist ja furchtbar, was da so alles an Grausamen zum Vorschein kommt.

Andrerseits zeigen vor allem die Funde von massenhaft versteckten Leichen doch deutlich, wie sich Serienkiller verhalten, wenn sie nicht gestoppt werden.

Sie machen hemmungslos weiter!

In Fall JtR kann das nur dahingehend interpretiert werden, dass er mit hoher Wahrscheinlichkeit nach dem Herbst 1888 in seiner Freiheit behindert wurde. Auch wenn der Fall, dass der Killer die Lust zum Töten verloren hätte, theoretisch denkbar wäre, so zeigt doch die praktische Erfahrung, dass das eigentlich nur höchst selten eintritt.

Auch der gerne als Beispiel zitierte Dennis Rader wurde letztendlich nur deshalb noch nach fast zwei Jahrzehnten doch geschnappt, weil ihn sein Drang nicht los ließ und er wieder angefangen hatte, die Polizei mit Mitteilungen zu verhöhnen.

Ich denke, wir sollten daher unser Augenmerk auf Verdächtige richten, die

1) sehr wohl nicht nur anatomische und einfache chirurgische Kenntnisse, sondern auch praktische Übung darin hatten - nach wie vor gelten daher in erster Linie die Kriterien, die damals schon die Polizei vermutete: Ärzte & Medizinstudenten, Chirurgen (damals musste man dazu nicht erst Arzt werden - es genügte eine Lehre), Pathologiegehilfen, Metzger/Schlachter & Jäger aller Art (auch private).

2) unmittelbar nach der kurzen Serie verstarben, schwer erkrankten, behindert (erblindet, eventuell bei einem Unfall Arm oder Bein verloren, etc ) oder für immer oder für sehr lange inkarniert wurden. Oder eine drastische Änderung ihrer Lebensumstände erfuhren.
Diese letzte Möglichkeit bezieht sich am ehesten auf jemanden, dessen Lebensumstände sich dahin gehend geändert hätten, dass er auf einmal eine "wichtige, Kontrolle ausübende Persönlichkeit" (wie Rader) geworden wäre.

3) weder zu jung, noch zu alt waren, einfach, weil das die Sichtungen der Zeugen suggerieren.

4) ziemlich sicher nicht im allgemein aufgefasstem Sinne "verrückt" waren. Bis auf wenige Ausnahmen sieht man Serienkiller ihren Wahnsinn nämlich nicht an - daher kein wildes Augenrollen oder gar Schaum vor dem Mund. Der Täter muss einigermaßen harmlos ausgesehen haben, denn sonst wären die Opfer nicht mit ihm mitgegangen.

5) Möglichkeiten hatten, sich im East End gut aus zu kennen und auch des nächtens rein zu trauen, falls er nicht ohnedies dort zu Hause war oder arbeitete.

Diese Kriterien sollten auch auf einen ausgewanderten Verdächtigen zutreffen.


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Jack the Ripper

22.10.2013 um 16:10
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:In Fall JtR kann das nur dahingehend interpretiert werden, dass er mit hoher Wahrscheinlichkeit nach dem Herbst 1888 in seiner Freiheit behindert wurde.
Genau. Wahrscheinlich wurde er in Zusammenhang mit einem anderen Fall verhaftet oder ins Irrenhaus verfrachtet, er erkrankte schwer oder wurde getötet. Oder er wanderte aus und tötete an einer weniger prominenten Stelle weiter.
Das ergibt eine Menge potentiell Verdächtiger.
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:sehr wohl nicht nur anatomische und einfache chirurgische Kenntnisse, sondern auch praktische Übung darin hatten - nach wie vor gelten daher in erster Linie die Kriterien, die damals schon die Polizei vermutete: Ärzte & Medizinstudenten, Chirurgen (damals musste man dazu nicht erst Arzt werden - es genügte eine Lehre), Pathologiegehilfen, Metzger/Schlachter & Jäger aller Art (auch private).
Oder eben Personen, die eine solche Ausbildung nur teilweise abgelegt hatten, die nicht mehr in einem solchen Beruf arbeiteten oder die sich die Kenntnisse im Selbststudium angeeignet hatten und zunächst an Tieren und Leichen übten, ohne dass sie erkannt worden wären.

Auch die übrigen Punkte stimmen durchaus, nur erlauben sie nicht unbedingt, den Täterkreis spürbar einzugrenzen. Wir haben heutzutage nur eine bruchstückhafte Kenntnis der damals in London lebenden Menschen. Es kann schlicht und ergreifend jemand gewesen sein, von dem es keine Aufzeichnungen mehr gibt.

Und selbst wenn wir alle Londoner kennen würden (Ausbildung, späterer Verbleib etc.), wie sollen wir dann aus diesem Täterkreis den Mörder extrapolieren? Wir können keine Alibis überprüfen. Wir können niemanden mit der tat konfrontieren, in der Hoffnung, dass er sich verrät.

Wenn wir nicht eine glaubhafte aussage des Täters finden oder die Aussage eines dritten, der eine bestimmte Person glaubhaft verdächtigt, ist das nur ein stochern im Trüben ohne Aussicht, irgend welche Erkenntnisse zu gewinnen.


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Jack the Ripper

22.10.2013 um 16:53
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Oder eben Personen, die eine solche Ausbildung nur teilweise abgelegt hatten, die nicht mehr in einem solchen Beruf arbeiteten oder die sich die Kenntnisse im Selbststudium angeeignet hatten und zunächst an Tieren und Leichen übten, ohne dass sie erkannt worden wären.
Natürlich. Der Täter muss diese Berufe ja nicht zwangsweise zur Tatzeit ausgeübt haben. Er musste lediglich das notwendige handwerkliche Können besessen haben und (noch) geübt gewesen sein.
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Oder er wanderte aus und tötete an einer weniger prominenten Stelle weiter.
Das ist etwas, das ich eigentlich ausschließe. Egal, wo er weiter gemordet hätte, es wäre uns heute mit Sicherheit bekannt, vor allem, weil auch in den Jahren nach 1888 beinahe jeder ungeklärte Mord den Schrei nach dem Ripper wieder laut werden ließ, auch in den USA. Man denke da nur mal an den Mord an Carrie Brown.
Wikipedia: Carrie Brown (murder victim)
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Und selbst wenn wir alle Londoner kennen würden (Ausbildung, späterer Verbleib etc.), wie sollen wir dann aus diesem Täterkreis den Mörder extrapolieren?
Erst einmal müssten sie in Verdacht geraten, anschließend sollte man eben jene bestimmten Kriterien anlegen. Und selbst dann ist es reine Spekulation, da sich heutzutage keinerlei Beweise mehr erbringen lassen.


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Jack the Ripper

22.10.2013 um 23:45
Ich weiß nicht wer es schon kennt, aber dieser Experte erklärt sehr logisch wer Jack the Ripper war. Für mich ist der Fall damit fast sicher gelöst :)

http://www.bild.de/video/clip/serienkiller/jack-the-ripper-22759958.bild.html


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Jack the Ripper

22.10.2013 um 23:52
* es war James Kelly


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Jack the Ripper

23.10.2013 um 00:16
Das Video läuft bei mir nicht, aber erklär doch mal, wie dieser Verdächtige zu den oben ausgearbeiten Eigenschaften passt. Welche treffen auf ihn zu?


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Jack the Ripper

23.10.2013 um 00:37
Flucht aus Klinik – Aufenthalt wegen brutalen Mord an seiner Frau mit einem Messer. Klinik statt Todesstrafe, von Anfang Verdächtigt, aber nicht auffindbar deswegen kaum weitere Verfolgung. Sein Verhalten war aber in der Klinik Vorbildlich. 40 Jahre war er verschwunden, kommt dann erst wieder zurück zur Klinik ( der Experte hat als erster Einsicht in die Akten der Klinik, die es immer noch gibt )und sagt er habe sich auf einem Kriegsfahrt befunden. Er „gesteht“ auch nach der Flucht nach London gegangen zu sein ( genau vor Beginn der Mordserie ). Nach dem letzten Mord setzt er die Mordserie in Amerika fort. Belegt an den Überfahrtsbüchern, Zeitungsberichten und weiteres, es passt alles perfekt


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Jack the Ripper

23.10.2013 um 13:55
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:Das ist etwas, das ich eigentlich ausschließe. Egal, wo er weiter gemordet hätte, es wäre uns heute mit Sicherheit bekannt
Na ja. Er hätte z.B. nach Indien gehen können oder Australien. Wenn er nicht gerade in einer Großstadt weiter gemordet hat, besteht durchaus eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass die Fälle keine große Beachtung in der Öffentlichkeit fanden. Man muss bedenken, dass Prostituierte damals nicht allzu viel wert waren.
Aber letztlich ist es auch egal, selbst wenn man diesen Punkt ausklammern würde, bleiben noch genügend andere Gründe für das Ende der Morde.
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:Erst einmal müssten sie in Verdacht geraten, anschließend sollte man eben jene bestimmten Kriterien anlegen.
Du hast schon recht. Nur hilft das nicht weiter. In London der damaligen Zeit kann das auf tausende Menschen zugetroffen haben. Zumal der Täter noch nicht mal in London gewohnt haben müsste (er hatte lediglich gute Ortskenntnisse in einem bestimmten Viertel - vielleicht hatte er aber auch Glück, auszuschließen ist das nicht).
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:Und selbst dann ist es reine Spekulation, da sich heutzutage keinerlei Beweise mehr erbringen lassen.
Genau. Vielleicht kann man einigen Personen mit einer bestimmten (geringen) Wahrscheinlichkeit eine mögliche Täterschaft zuordnen. aber es könnte irgend ein heute Unbekannter gewesen sein. So dass diese Überlegungen unter keinen Umständen irgend eine Klarheit bringen können.

Ein völlig plausibles Szenario ist folgendes: Edward S. G. Mortinson, der seit seiner Kindheit Tiere quälte und diese zerschnitt probierte es eines Tages an Frauen. Die ersten Versuche misslangen und er ließ die Leichen verschwinden. Seine ersten "Erfolge" stellte er dann stolz zur Schau.
Nach seinem letzten bekannten Mord machte er eine Schiffsreise nach Indien. Dort im Hafen angekommen erlitt er einen Unfall und starb.

Keine einziges heute verfügbares Dokument kennt einen Edward S. G. Mortinson, der 1888 in London gelebt hat.

Solche Szenarien könnte es zu hunderten und tausenden geben.


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Jack the Ripper

23.10.2013 um 16:05
@kleinundgrün,

Dass er irgendwo hin geflüchtet ist und ihn dort schnell sein Schicksal ereilte, mag durchaus sein. Das ist aber auch etwas, das ich selbst bereits in meine Betrachtung aufnahm. Wogegen ich mich ausspreche, ist das Weitergehen der Morde woanders.

Australien und Indien waren britische Kolonien. Wären dort Prostituierte im JtR Stil aufgetaucht, wäre es rasend schnell bekannt geworden, wie ja im Fall Deeming. Abgesehen davon machten diese Morde damals WELTWEIT Schlagzeilen, ja, sie waren eigentlich der erste Fall dieser Art, der medial weltweit ausgeschlachtet wurde. Sogar hierzulande.
Nein, weitere JtR Morde wären nicht unerkannt geblieben, es sei denn, er hätte alles an ihnen verändert. Da diese Art Täter einem inneren Bedürfnis, quasi einem Drang folgt, der seinerseits aufgrund der psychischen Situation der Täter, gleich bleibt, auch wenn er sich steigern kann, ist daher eine radikale Änderung des Motives nicht zu erwarten, auch wenn der MO, je nach Lage vor Ort, variieren kann. Ein "Ripper" würde auch weiterhin ausnehmen, bzw zerstückeln.
Ferner denke ich, dass jemand, der dermaßen geschickt und schnell mit seinem Messer umgehen kann, nicht plötzlich eine Waffe wählt, mit der er sich nicht auskennt, bzw bei der der Erfolg nicht garantiert ist.
Und selbst falls der Stil als solcher nicht erkannt worden wäre, so hätte es doch weiterhin eine Art Serie gegeben, und so etwas fällt auf.

Leider schrieben die Zeitungen schnell einmal von einem "neuem Ripper Mord" oder die Opfer hätten "genau dieselben Verletzungen". Aber gelingt es einem mal, Näheres zu erfahren, dann stellt sich halt schnell raus, dass es eben nicht "dieselben" Verletzungen waren, diese Meldungen daher nicht als wissenschaftlich korrekt betrachtet werden können.

Abgesehen davon muss man in seinen "Ermittlungen" auch mal an einem Punkt anlangen, an dem man auch etwas auschließt, sonst dreht man sich im Kreis. Da mittlerweile sehr viele Serienkiller bekannt und gefasst und analysiert wurden, gibt es eben ein paar Motive, Handlungen, Dinge, etc, die mit höherer Wahrscheinlichkeit eher zutreffen als andere.
Natürlich werden wir ihn mit ebenso hoher Wahrscheinlichkeit eher nicht finden, aber je mehr Kriterien zutreffen, umso eher käme ein Verdächtiger in Frage.
Je weniger, umso weniger. So zB ist die angebliche königliche Verschwörung schon alleine deshalb pure Fantasie, weil der Verdächtige gleich für mehrere Tatzeiten waschdichte Alibis hat. Weshalb er somit aus allen Ermittlungen draußen ist. Egal, wie viele Autoren anderer Meinung sind.

Bei Druitt sehe ich zB so gar keine "Fähigkeiten", die der Ripper aber aufwies - wo hätte Druitt gelernt, innere Organe so treffsicher in beinahe Dunkelheit raus zu holen UND die Gelegenheit erhalten, sein Wissen anzuwenden und zu üben, zu üben und nochmals zu üben? Was er aber hätte tun müssen, um dann bei seinen Morden, vor allem bei der Organentnahme, so schnell und zielsicher agieren zu können.

Ganz gut finde ich die Idee, dass der Ripper seine "Karriere" womöglich als Leichenschänder begann - hier hätte er viel "üben" können, was er später brauchte. Denn es fällt doch auf, dass bereits seine ersten Morde eine geübte Hand aufwiesen, ohne aber, dass man vorher auch nur annähernd Ähnliches an anderen - menschlichem - Opfer gesehen hätte.

Auch die gerne vermutete Tierquälerei mag zwar zutreffen, muss es aber nicht. Außerdem müsste der Killer Zugriff auf größere Tiere gehabt haben. Wie gesagt, ein Metzger mit sadistischer Veranlagung würde nicht auffallen. Und er hätte "Übung" bis zum Schluss gehabt. Da aber Tierquälerei nicht strafbar war, hätte wohl niemand ein derartiges Verhalten den Behörden gemeldet.

Strafbar waren andere Delikte, wie zB Diebstähle oder Trunkenheit oder Übergriffe auf Leute. Viele Prostituierte meldeten solche "Angriffe", wie Bedrohungen, Beschimpfungen oder auch das Zücken von Messern. Viele Männer gerieten deswegen auch schon mal vorübergehend unter Verdacht und kurzfristig in den Knast. Durchaus möglich, dass hier auch der Ripper mal dabei war.
Aber da man ihnen die Morde auf diese Art natürlich nicht nachweisen konnte, kamen sie wieder frei. Es müssen einige Tausende gewesen sein! Die Wahrscheinlichkeit, dass der Ripper einmal oder öfters dabei war, ist gar nicht mal so klein.
Aber im Großen und Ganzen dürfte er einfach eine - im Rahmen der damaligen Verhältnisse - unauffällige Person gewesen sein.
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Keine einziges heute verfügbares Dokument kennt einen Edward S. G. Mortinson, der 1888 in London gelebt hat.
Jetzt muss ich erst mal nachfragen: hast Du diesen "Verdächtigen" auch wirklich nach gesehen / gelesen? Wie kommst Du auf den? Kann man das nachlesen? Quelle? Oder sollte es nur ein Beispiel sein?

Wer das http://www.casebook.org/ kennt, wird wissen, dass dort etliche User ernstaft engagiert sind und landesweit in diversen Archiven wühlen. Jeder, aber auch wirklich jeder, der in Verdacht gerät, und mitunter andere, die sich so nebenbei ergeben, wird ausgeforscht. Bisher hat sich auch noch jeder, es sei denn, der Name war völlig frei erfunden, finden lassen. Es gab damals nämlich bereits alle 10 Jahre eine statistische Erfassung der Bevölkerung.
Natürlich schwindelten einige von ihnen und gaben falsche Namen an, aber diese ziehen sich dann eben auch wie ein roter Faden durch die Jahrzehnte.
Hinzu kommt, dass der ganze Haushalt erfasst wurde, und man daher auch heute noch gut vergleichen kann, wer da noch aller wohnte, wie lange, etc.
Selbst wenn sie umzogen, tauchten sie dann eben in den Erhebungen anderer Städte / Orte wieder auf.

Etliche dieser Archive gibt es mittlerweile online, so dass man ganz bequem vom Schreibtischsessel aus "forschen" kann.

Wenn denn Mortinson echt ist, steht er da irgendwo drinnen. Wenn er falsch ist, ist er ein schlecht gewähltes Beispiel.


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Jack the Ripper

23.10.2013 um 16:40
Zitat von off-peakoff-peak schrieb: Oder sollte es nur ein Beispiel sein?
Es war ein rein fiktives Beispiel, um zu demonstrieren, dass der Täter einfach jemand sein kann, dessen Name in keinem Archiv auftaucht.
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:Selbst wenn sie umzogen, tauchten sie dann eben in den Erhebungen anderer Städte / Orte wieder auf.
Aber dann nur als Name. Denkst Du wirklich, es gibt eine "Datenbank" aus dem Jahr 1888, in der alle Personen, die im East End des Londons von 1888 hätten Morde verüben können, namentlich gelistet und deren Beruf/Hobbies erfasst, deren Ausbildung erfasst und deren Verbleib erfasst ist?
Es mag sein, dass es mehr oder weniger vollständige Einwohnerlisten gibt. Aber da sind die Leute mit ihrem Namen und vielleicht noch mit ihrem Beruf gelistet. Eher selten gibt es noch eine Verbindung zu der Ausbildung (ein John Smith hat Medizin in Oxford studiert, ein John Smith hat in Whitechapel in der Mansel St. 1 gewohnt -> ist beides ein und die selbe Person?)

Im besten Fall findet man einige Verdächtige, deren potentielle Täterschaft man anhand der Quellen mehr oder weniger wahrscheinlich ausschließen kann. Abr man hat keine Chance, alle Verdächtigen überhaupt zu finden.

Es ist sicher ein nettes Gedankenspiel, die Täterwahrscheinlichkeit hinsichtlich einiger Personen zu ergründen, aber das wird nicht zu einer Klarheit hinsichtlich des wahren Täters führen.


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