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Jack the Ripper

947 Beiträge, Schlüsselwörter: Mörder, Serientäter, Jack The Ripper, 1888, Londons East End
PeterKean
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Jack the Ripper

28.07.2018 um 17:34
off-peak schrieb:Kannst Du aufzeigen, dass Frauen aufschlitzen und gezieltes Ausnehmen rituelle Praktiken von Thugs waren bzw wären?
Das habe ich aus irgendeinem Buch in dem es um Ehebruch und dessen Ahndung in verschiedenen Kulturen ging. Besonders die Herausnahme explizit weiblicher Organe war wohl Praxis.
off-peak schrieb:Selbst wenn, so ist es doch ein zusätzlicher spekulativer Schritt,
Es spricht aber viel dafür. Nach den Ripper Moren veränderte sich Whitchapel zusehends. Plötzlich gab die bessere Gesellschaft Benefiz Bälle in denen Geld für Frauenhäuser in Whitechapel oder regelmäßige frauenärztliche Untersuchungen gesammelt wurde. Es gab Kampagnen gegen Alkoholismus und gegen diese Mangelernährungskrankheit die alle fünf Prostituierten hatten. Und noch vieles mehr. Das alte Whitchapel gab's nach den Rippermorden nicht mehr. Es gibt ein Buch, dass genau diesen Aspekt beleuchtet. Wenn ich es bei Amazon oder ZVAB gefunden habe, poste ich es hier. Der brillante Zweiteiler mit Michael Caine erwähnt die Vigilanten zumindest.
off-peak schrieb:Psychisch krank, ja, das ist aber nicht dasselbe wie geistig verwirrt, dazu ging er zu vorsichtig vor.
Seine geistige Verwirrtheit bestand darin in Frauenopfern sein persönliches Heil zu suchen, dass er in der Durchführung konsequent logisch vorging hat mit geistiger Verwirrtheit nix zu tun. Er war ja nicht schwachsinnig.
off-peak schrieb:Umgebracht wurden sie eigentlich recht sauber, mittels Kehlschnitt.
Ich laß von bestialischen Frauenmorden schon fünf Jahre vor dem Ripper.


Die Morde des Rippers waren kriminalistisch nicht halb so besonders wie das Politikum das daraus gemacht wurde. Dazu gehört auch der damals weit verbreitete Verdacht, ein Mitglied des Königshauses oder zumindest ein dort verkehrender Arzt wären involviert. Man wollte einfach das Machtgefälle in The Great Moloch thematisieren.


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Jack the Ripper

28.07.2018 um 18:03
@PeterKean
Das habe ich aus irgendeinem Buch in dem es um Ehebruch und dessen Ahndung in verschiedenen Kulturen ging. Besonders die Herausnahme explizit weiblicher Organe war wohl Praxis.
Oje, das ist etwas ungenau. In welchen Kulturen werden denn weibliche Organe entnommen, um Ehebruch zu ahnden?
Und haben denn alle Opfer Ehebruch begangen? Antwort: Nein. Und die, die geschieden waren, waren es schon lange.
Reichlich späte Rache, ausgeführt durch einen Anhänger eines eigentich nicht vorhandenen Kultes?
Warum so kompliziert, wenn die einfache Idee eines Serienkillers wesentlich naheliegender ist? Und nicht nur die Idee, auch das Verhalten des Täters sieht im Vergleich mit heutigen, ähnlich gelagerten Fällen, eben sehr danach aus.

Tut mir leid, wer immer das schrieb, redet ziemlichen Unsinn.
Nach den Ripper Moren veränderte sich Whitchapel zusehends.
Gesellschaften ändern sich immer. Man fing eben an, sich für die Leiden der Armen zu interessieren. Herausragende Ereignisse ziehen auch schon mal größere Veränderungen nach sich.

Nur heißt dass nicht, dass der das Umkehrschluss, der Ripper hätte gemordet, um diese Ereignisse einzuleiten, ohne weiters richtig wäre. Abgesehen davon, müsstest Du bie dieser These dann den "geistig verwirrten" Ripper vergessen.
Seine geistige Verwirrtheit bestand darin in Frauenopfern sein persönliches Heil zu suchen
Du kanst nicht auf einer unbewiesenen Behauptung ("Geistige Verwirrtheit") die nächste unbewiesene Behauptung ("persöniches Heil zu suchen") aufbauen.
Da der Täter nie geschnappt wurde, weiß auch keiner warum er mordete.
dass er in der Durchführung konsequent logisch vorging hat mit geistiger Verwirrtheit nix zu tun.
Geistig verwirrt bedeutet aber genau das, dass jemand nicht mehr klar logisch denkt.
Ich laß von bestialischen Frauenmorden schon fünf Jahre vor dem Ripper.
Es wäre zielführender, wenn Du mal konkrete Beispiele nennen könntest.
Die Morde des Rippers waren kriminalistisch nicht halb so besonders wie das Politikum das daraus gemacht wurde.
Sie waren durchaus heftig. Ausweidungen und in relativ kurzer Zeit einen Haufen Leichen. Das gab es bis dato nicht, zumindestens nicht so offensichtlich. Vor allem erschütterte eigentlich, dass man kein "normales" Motiv, wie Raub oder Rache, finden konnte. Kein Wunder, dass die meisten daher den Täter für verrückt hielten, denn das Phänomen Serienkiller war noch nicht bekannt. Aber dass die Morde sogenannte Lustmorde sein könnten, wurde von der Polizei sehr wohl recht bald vermutet.
dazu gehört auch der damals weit verbreitete Verdacht, ein Mitglied des Königshauses oder zumindest ein dort verkehrender Arzt wären involviert.
"Damals" war dieser Verdacht gegen ein Mitglied des Königshauses überhaupt nicht weit verbreitet. Vor allem deshalb nicht, weil Prinz Albert für einige der Morde Alibis hatte.
Dass der Täter Arzt sein könnte, hingegen schon. Allerdings wurden auch Medizinstudenten und Schlachter vermutet.

Du solltest Dich mal auf die Bücher mit den Fakten stürzen, und weniger Kinoverfilmungen für Dokus halten.

Die beste, neutralste Quelle, die nur Fakten bietet und keine Spekulationen, ist die hier:
https://www.amazon.de/Ultimate-Jack-Ripper-Sourcebook-Encyclopedia/dp/B00F3ZSVIU/ref=sr_1_8?s=books&ie=UTF8&qid=15327930...

Wenn man nur ein Buch zum Thema lesen möchte, sollte es das sein. Ist auch noch unter einem anderen Titel ("The Ripper Companion") zu finden.
Man wollte einfach das Machtgefälle in The Great Moloch thematisieren.
Wer ist "man"?

Die Morde erregten, aus besagten Gründen, Aufsehen, und damals wie heute wurde viel darüber diskutert. Es gab jede Menge Thesen und jeder verteidigte seine Lieblingsthese. Das ist unter Diskutanten weder neu, noch ein Hinweis auf einen bestimmten Täter oder ein bestimmtes Tatmotiv.


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PeterKean
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Jack the Ripper

28.07.2018 um 20:33
Erstmal ein bisschen runterkommen. Ich gebe ja zu, das letzte Buch über den Ripper vor viellecht 20 Jahren gelesen zu haben, aber ob ein geistig verwirrter Täter dennoch logisch und folgerichtig seine Morde verüben kann, ist Binsenweisheit. Nochmal, geistig verwirrt ist nicht gleich schwachsinnig.
off-peak schrieb:Tut mir leid, wer immer das schrieb, redet ziemlichen Unsinn.
Der das schrob, ist wesentlich kompetenter in der Frage als du oder ich.
off-peak schrieb:"Damals" war dieser Verdacht gegen ein Mitglied des Königshauses überhaupt nicht weit verbreitet.
Oh doch, die linke Presse Englands stürzte sich geradezu auf ein Mitglied des Königshauses als Täter, wie so oft.
off-peak schrieb:Du solltest Dich mal auf die Bücher mit den Fakten stürzen, und weniger Kinoverfilmungen für Dokus halten.
Du solltest aufhören mit irgendwelchem Quatsch zu diffamieren wenn du Argumente brauchst. Ich schrob explizit von einem Spielfilm der im Gegensatz zu anderen Filmen die Vigilanten als Verdächtige mit anführt, allerdings ist dort der Täter fälschlicherweise tatsächlich der royale Leibarzt.
off-peak schrieb:Wer ist "man"?
Die linke und liberale Press Londons. Die nutzten jede Gelegenheit den Reichtum der für sie nutzlosen Royals der Armut der arbeitenden Bevölkerung gegenüberzustellen. Das tut sie auch heute noch.
off-peak schrieb:Gesellschaften ändern sich immer.
Aber ohne Revolution nicht grundsätzlich innerhalb eines halben Jahres. In London war es aber so. Man hatte plötzlich eine unglaubliche Angst, das ein Arbeiteraufstand das ganze Land erfasst. Die Berichterstattung zu den Ripper Morden und den Zuständen in Whitechapel führten dazu. Jack the Ripper ist ein Politikum oder es ist nichts.
off-peak schrieb:Und haben denn alle Opfer Ehebruch begangen?
Zumindest bildete er sich das vielleicht ein.
off-peak schrieb: ausgeführt durch einen Anhänger eines eigentich nicht vorhandenen Kultes?
Die Thugs waren eine frühe Form der organisierten Kiminalität, inwieweit sie wirklich relegiös waren ist eine andere Frage.


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Jack the Ripper

29.07.2018 um 21:53
PeterKean schrieb:Nochmal, geistig verwirrt ist nicht gleich schwachsinnig.
Und nochmal: ein Serienkiller ist nicht gleich geistig verwirrt.
PeterKean schrieb:Der das schrob, ist wesentlich kompetenter in der Frage als du oder ich.
Woher willst Du das wissen? Kennst Du ihn? Kennst Du mich? Du weißt ja noch nicht einmal mehr, wie er heißt.
Und nur weil jemand ein Buch schreibt, heißt nicht, dass er sich an Fakten hält oder ein kompetenter Kriminaloge wäre. Und nur weil ich keines schreibe, heißt nicht, dass ich das nicht erkennen würde.
PeterKean schrieb:Aber ohne Revolution nicht grundsätzlich innerhalb eines halben Jahres
Das war aber nicht der Fall. Die viktorianische Gesellschaft hat sich nicht grundsätzlich geändert.
PeterKean schrieb:Die Thugs waren eine frühe Form der organisierten Kiminalität
Eine organiserte Bande ist aber nicht dasselbe wie eine religiöse Sekte mit Ritualen.

Wenn die Zeitungen damals von "Thugs" sprachen, so meinten sie nicht nur indische Geheimorganisationen, sondern auch allgemein Gauner / Betrüger / Strolche / Schlägertypen jeglicher Nationlaität. Die gehörten keiner gemeinsamen (Geheim)Organisation an. Alleine schon deshalb gab es keine gemeinsamsen Rituale.

Für Deine Behauptung, angeblicher Ehebruch würde von ihnen mit Ausweiden geahndet werden, bist Du übrigens immer noch den Beleg schuldig.
PeterKean schrieb:Nochmal, geistig verwirrt ist nicht gleich schwachsinnig.
Und nochmal: ein Serienkiller ist nicht gleich geistig verwirrt.


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Jack the Ripper

16.09.2018 um 19:27
Ich weiß nicht, ob dieses Thema schon mal erfragt wurde. Zuerst habe ich einen eigenen geöffnet. Dieser Beitrag wurde geschlossen, weil es schon zwei andere Threads, zum Thema Ripper gibt. Ich kopiere meinen Text einfach mal hier rein, wenn es für euch okay ist?

Also hier ist der Text:

Zunächst mal möchte ich sagen, dass ich ein Riesenfan des Verfassers von "Sherlock Holmes" bin.

Arthur Conan Doyle.

Um so mehr fasziniert es, dass er im Zusammenhang mit Jack de Ripper stehen soll. Natürlich auf eine sehr negative Art und Weise.

Dies hier ist nur eine der Quellen, die man im Netz finden kann. Gebt beide Namen hintereinander bei Google ein und es findet sich mehr.

https://www.welt.de/vermischtes/article131995752/Wir-haben-Jack-the-Ripper-entlarvt.html


Ich weiß nicht genau, ob mein Beitrag in diesen Bereich passt. Man könnte ihn auch in Verschwörungen verschieben.

Da es sich bei Jack de Ripper aber um einen echten Kriminalfall handelt, habe ich dieses Diskussionsforum gewählt.

Ich möchte gerne über Doyle und die Zusammenhänge mit Ripper diskutieren.


Wir werden den Fall nicht mehr lösen. Natürlich nicht. Aber lasst uns doch einfach mal ganz locker Fakten zusammentragen. Der Fall ist nämlich nach wie vor nicht kalt.

Warum wurden Spuren von Doyle an mindestens einem der Tatorte gefunden, die ihn aber trotzdem nicht als Täter entlarven?
Kannte Doyle de Ripper?
Brauchte er blutige Fakten für seine Romane und hat dabei zugesehen?
Hat er die "Vorlage" für Sherlock Homes begleitet? Welcher ja angeblich Dr. Bell war?
Oder war er einfach nur (außergewöhnlich, wie er war) stiller Zeuge des Ganzen?
Wurde er möglicherweise unfreiwillig mit hinein gezogen?
Ist Ripper Sherlock? Oder ist er vielleicht Moriarty? Autobiographische Züge, werden allgemein vermutet (wenn auch eher zu Sherlock).
Wobei Doyle eher dem typischen Watson entspricht. Sogar äußerlich.

Und bevor ich für meine Themenwahl verurteilt werde.... Hier sind mindestens zwei Fälle, die über 100 Jahre zurückliegen.

Mich interessiert als Doyle-Fan eben, mit was ich mich da befasse. Doyle, ein Monster? Das stört mich extrem in meinem Bild.

Ich bin aber für Fakten und möchte mir über den Hergang ein detaillierte Bild machen. Habt ihr Lust über den Verdacht und Ripper zu diskutieren?


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Jack the Ripper

16.09.2018 um 20:19
@Magdalena74

Ich hab mir den Artikel jetzt zweimal durch gelesen, sehe aber immer noch nicht, wie DU darauf kommst, dass Doyle in irgendeiner Weise verdächtigt würde bzw man seine DNA am Tatort gefunden hätte.

Kannste mir mal auf die Sprünge helfen und die entsprechend Stelle zitieren?


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Jack the Ripper

16.09.2018 um 20:34
Das ist ja nur ein Beitrag von vielen... Ich muss dazu sagen, dass mich diese Verdächtigungen auch schon länger verfolgen.

Aber wenn ich Doyle DNA Ripper bei Google eintippe, kommt einiges dabei raus.

https://jacktheripper.de/forum/index.php?topic=1157.0

http://www.ihearofsherlock.com/2015/03/did-conan-doyle-discover-true-identity.html#.W56fqxqbGhA

https://probaway.wordpress.com/2009/12/08/jack-the-ripper-was-arthur-conan-doyle/

https://www.amazon.de/Arthur-Conan-Doyle-Jack-Ripper/dp/3939994367

https://www.animexx.de/forum/thread_225736/0/

Nun, es ist nur teilweise, was einem so begegnet. Es gab auch Berichte im Fernsehn usw. Und wie gesagt, ich würde mir wünschen, dass mein Kindheitsidol nichts damit zu tun hatte.


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Jack the Ripper

16.09.2018 um 21:12
Magdalena74 schrieb:Das ist ja nur ein Beitrag von vielen... Ich muss dazu sagen, dass mich diese Verdächtigungen auch schon länger verfolgen.
Ach so. Es ist nun leider in der Szene üblich, alle damaligen Pronimente der Reihe nach abzugrasen. ;)
Prinzen, Schriftsteller, Schauspieler, Ärzte, ... Da darf der gute Doyle natürlich nicht fehlen.

Das ist ganz fürchterlicher, nicht wissenschaftlicher Unsinn, statt die Fakten zusammen zu tragen und dann jemanden heraus zu arbeiten, wird einfach jemand Berühmter genommen, und alles dann so hin interpretiert, dass es passen muss. Störende Einzelheiten, wie zB die Cornwell mit ihrem Verdächtigen, Walter Sickert, verfuhr, nämlich dass der Betreffende zu den Tatzeiten im Ausland lebte/war, werden dann einfach ignoriert.

Und Beiträge von Forumsmitglieder sind zunächst nur deren Meinungen. Auch das von Dir verlinkte Beispiel ist nicht mehr. Jener User schreibt sich da grad seine Fantasie aus der Seele, führt aber NULL Belege oder Quellen an. Voller Irrtümer und möchte-gern Psychologie. Nicht ernst zu nehmen.
So etwas kennen wir ja zur Genüge aus einem anderem Thread.

Alleine die Sache mit dem Pentagramm ist Unsinn. Selbst, wenn man nur die fünf Opfer nimmt, so ergibt das ein sehr wackeliges Pentagramm, was einfach daran liegt, dass man fünf Tatorte verbindet. Kann man mit jedem Stadtplan machen, solange die Opfer nicht in einer Reihe liegen (und dann würden solche "Forscher" natürlich in der Reihe etwas Besonderes sehen ...)

Jetzt lass nur mal die Opferzahl nicht stimmen, und schon ist es pardü, das schöne Pentagramm.

Der nächste User gibt ja auch schon die entsprechende vernünftige Antwort.

Viel vernünftiger wäre es, heraus zu finden, wo sich Doyle an den diversen Mordtagen aufhielt.
"Von 1882 bis 1890 führte er eine Arztpraxis in Southsea bei Portsmouth"
Wikipedia: Arthur_Conan_Doyle

Das ist schon mal ein ordentliches Stück von London weg. Vor allem für damalige Verhältnisse. Er hätte für jeden Mord nach London fahren und sich danach bis in die frühen Morgenstunden, als der erste Zug zurück fuhr, verstecken müssen.
Für die Strecke Portsmouth - London braucht auch heutzutage der Zug noch fast zwei Stunden.
Damals sicherlich noch mehr, auch wenn so eine Lok schon an die 130 km/h fahren konnte, aber Züge fahren ja nie ihre Spitzengeschwindigkeiten permanent aus.

Doyle war zu dem Zeitpunkt außerdem verheiratet und hätte seine verdächtigen nächtlichen Ausflüge nach London garantiert nicht geheim halten können.

Wenn sich die seriöse Ripperologie in Einem einig ist, dann darin, dass der Täter aus der Gegend stammte, dort wohnte und ziemlich sicher nicht extra angereist ist. Auch von der Psychologie her, übrigens John Douglas vom FBI, der Erfinder des Profilings, verfasste mal ein diesbezügliches Profil, wenn man nun JtR mit ähnlichen Tätern von heute (der Yorkshire Ripper passt übrigens gut ins Schema) vergleicht, dann sieht es einfach danach aus, dass sich diese Täter in ihrem Dunstkreis bewegen.
Also, ganz schnell zurück in ihre Komfortzone huschen.

Ich denke, Du kannst beruhigt sein - Doyle passt genauso wenig ins Bild wie Sickert oder Prince Albert.


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Jack the Ripper

17.09.2018 um 09:22
off-peak schrieb:Jetzt lass nur mal die Opferzahl nicht stimmen, und schon ist es pardü, das schöne Pentagramm.
Dann hat man halt was anderes

3 - Pyramide
4 - Raute - die Illuminati
6 - Davidssten (gefällt dem Standard-VTler doch erst recht)
etc


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Jack the Ripper

17.09.2018 um 13:42
@rambaldi

Abgesehen davon, dass man, sowie man mehr als einen Tatort hat, immer irgendein geometrisches Struktur daraus basteln kann, ist mir eigentlich keine (Serien)Killer bekannt, der ja nach einem solchen Muster "gearbeitet" hätte.

Das macht sich wunderbar spannend in Film und Fernsehen, hat aber nichts mit der Realität zu tun. Serienkiller planen nicht im Voraus, es überkommt sie einfach. Entweder marschieren sie durch die Gegend (vor, nach oder während der Arbeit) und werden aus heiterem Himmel beim Einblick eines potentiellen Opfers von ihren Gelüsten überfallen, oder wenn der Wunsch schon vorher da ist, dann ziehen sie eben los. Wobei sie nicht immer fündig werden müssen.

Nicholson zB könnte so ein spontanes Opfer gewesen sein. Zumindestens war sein Bedürfnis zu töten größer als sein Risikobewusstsein, viel anders lässt sich diese Art Mord auf offener Straße kaum erklären. Weshalb man durchaus begründet annehmen darf, dass es sein erster Mord dieser Art war. In der Tat ging er später vorsichtiger vor.

Ansonsten wird der Ripper auf seinen Streifzügen nicht immer erfolgreich gewesen sein. Der ist mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit auch an anderen Tagen/Nächten durch die Gegend gestreift, auf der Suche nach einem Opfer, wenn auch erfolglos.

Alleine schon seine Tatzeiten lagen so, dass ja kaum noch Menschen unterwegs waren, selbst kaum noch Frauen, die sich prostituierten. Wer das um diese Zeit noch machen musste, gehörte zu den Ärmsten der Ärmsten, war schon nicht mehr die Jüngste, die Schönste und musste nehmen, was kam. Solange also der Ripper nicht mit Schaum vor dem Mund daher kam und unvorsichtigerweise irgendwelche abartigen, unerfüllbare Wünsche geäußert hätte, hätte den um diese Zeit einfach jede ran gelassen.
Schon von daher können wir davon ausgehen, dass er für diese Gegend "normal" ausgesehen hat.

Entweder wählte er seine Zeiten bewusst oder sie fielen mit seiner Arbeit zusammen. Im ersten Fall war er vermutlich nicht verheiratet, denn dann wären seine Abwesenheiten aufgefallen, vor allem, wenn er erst von weit her hätte anreisen müssen. Doyle ist also raus. ;)
Im zweiten Fall könnte er durchaus verheiratet gewesen sein (man vergleiche mal wieder mit dem Yorkshire Ripper) und hätte zB den Heimweg von der Arbeit genützt (auch hier bietet sich der Yorkshire Ripper als Anschauungsbeispiel an - der benutzte den Firmenwagen sogar während seiner Arbeitszeit).

All diese Überlegungen sind sinnvoller, als alle paar Jahre einen neuen Prominenten rauszukramen, bei dem höchstens mal ein einziges Merkmal, dass er mit Tausenden, wenn nicht Millionen, Anderen teilte, passen könnte (er war Mediziner; er war verrückt; er war männlich; er wohnte in Großbritannien; ...)


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Jack the Ripper

17.09.2018 um 17:22
@Magdalena74
Doyle wird da einfach erwähnt, weil er zur selben Zeit in England lebte und eben auch berühmt ist.

In dem von Dir genannten Artikel steht einfach der Name Doyles ohne jeden inhaltlichen Zusammenhang zum Ripper drin. Er dient nur der Illustration der damaligen Bedürfnisse, hinsichtlich kriminalistischer Besonderheiten.

Das Problem, wenn du zwei Begriffe googlest, ist, dass Du fast immer was finden wirst. Aber daraus lässt sich keineswegs ableiten, dass diese beiden Dinge irgend eine inhaltliche Gemeinsamkeit haben.

Das Internet ist eben ein Ort, an dem viele Leute eine Unmenge an Zeug reinschreiben. Das meiste davon ist im besten Fall eine Meinung.

Ich bin zwar nicht der riesen Doyle-Fan (als Kind schon, aber aus kriminalistischer Sicht ist da nicht wirklich viel zu holen, so dass es inzwischen eher mäßig spannend ist), aber ihm solche Morde zuzuschreiben ist schlicht weit hergeholt. Da könnte man jede andere Person, die damals in England lebte, mit gleichem Recht bezichtigen.


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Jack the Ripper

17.09.2018 um 20:25
@kleinundgrün
Da könnte man jede andere Person, die damals in England lebte, mit gleichem Recht bezichtigen.
Genau das passiert leider. Alle Jahre wieder kommt irdendein Autor auf die Idee, sich einen Berühmten der damaligen Zeit heraus zu picken, und ihm die Morde in die Schuhe zu schieben.

Wäre Sherlock Holmes eine reale Figur, dann wäre der auch schon längst verdächtigt worden (in einem fiktiven Roman wurde er es aber immerhin schon).


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Jack the Ripper

17.09.2018 um 23:47
Was haltet Ihr von meiner Theorie?


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Jack the Ripper

18.09.2018 um 09:13
Natsuki schrieb:Was haltet Ihr von meiner Theorie?
Es ist eine These. Also eine Annahme.

Aber mal abgesehen davon spricht außer ein paar Indizien nichts dafür. Irgendwo auf der Welt gibt es zwei Mordserien, die nicht aufgeklärt wurden und die grundsätzlich von einer Person begangen sein könnten (weil es keine Belege dafür gibt, dass es nicht eine Person gewesen sein kann).
Mehr ist da aber nicht dran. Die Welt ist groß und es laufen auf ihr eine Menge Mörder herum. Da ist es recht plausibel, dass unterschiedliche Mordserien auch von unterschiedlichen Personen begangen worden, vor allem, wenn große örtliche Abstände und erhebliche Unterschiede im modus operandi vorliegen, spricht das grundsätzlich eher dafür, dass keine Personenidentität vorliegt.

Du kannst also sagen, es könnte sein, dass beide Mordserien von einem Täter verursacht worden. Aber wahrscheinlich war es nicht so.


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Jack the Ripper

18.09.2018 um 14:06
@Natsuki
Ein Koch names Mauric galt als Verdächtiger und ist Januar 1886 verschwunden.[...] Später ist er nach Whitechapel gereist, und kurz darauf began die Mordserie von Jack the Ripper.
1. Bitte bei solchen Aussagen immer eine Quelle angeben.

2. Woher weiß man, dass er nach Whitechapel reiste. Und wann?
Wenn man weiß, dass er auswanderte, dann geht das aber nur, wenn man ihn inzwischen wieder gesichtet hätte.
Wenn er als Verdächtiger in einem Mordfall gesucht wird, dann würde man ihn zunächst, sobald man ihn wieder sichtet, doch erst mal polizeilich befragen. Geschah das denn?
"Ich werde alle Prostituierte in Whitechapel töten, weil eine mich beraubt hatte."
Nun, und genau danach sehen die Morde eben nicht aus.

"Alle töten" geht einfacher, schneller, ohne Ausweiden. Und ich erwarte dann auch mehr Leichen in kürzerer Zeit.

Wenn die Behauptung der angeblichen Zeugin (mal wieder namenslos) wahr ist, dann klingt sie eher wie ein Wutanfall, aber nicht wie ein ernsthaft vorgenommener Plan, denn "alle töten" ist in der Praxis einfach ein Ding der Unmöglichkeit, es sei denn, man verübt Sprengstoffattentate.
Bevor er jedoch dazu befragt wurde, ist er wieder verschwunden und Serienmorde in Whitechapel hörten plötzlich auf.
Und wieder, so ohne genaue Zeitangaben, nebst Bestätigung der getätigten Aussagen, ist diese Behauptung wertlos.

London war ein Moloch. Damals schon über eine Million Einwohner. Da kamen tägliche Hunderte an, die Fuß fassen wollten und eben so viele gingen wieder. Da jemanden zu verdächtigen, noch dazu ohne präzise Informationen, ist zwecklos.
Beide Fälle, der Dienstmädchenmörder und Jack the Ripper, wurden nie gelöst und der Täter nie gefasst.
Sowie zig andere Fälle auch nicht. Sollen wir die ebenfalls dem Ripper in die Schuhe schieben?


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Jack the Ripper

18.09.2018 um 14:10
@Natsuki

Wie lautet der vollständige Name Deines Verdächtigen? Nur mit Mauric gibt das Internet nichts her.


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Jack the Ripper

20.09.2018 um 23:07
Was haltet Ihr von James Maybricks "Tagebuch"?


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Jack the Ripper

21.09.2018 um 15:09
@Natsuki

Sei doch so nett, und widme Dich erst dann einem neuen Verdächtigen, wenn wir uns über den alten ausgiebig genug unterhalten haben und ihn entweder als Verdächtigen bestätigen oder ausschließen können.
Es ist sinnlos, einfach nur immer wieder dieselbe Frage mit nur einem neuen Namen zu stellen, aber im Grunde genommen nicht zu diskutieren, keine Argumente zu bringen, und noch nicht einmal auf Nachfragen einzugehen.

Ich hatte Dir eine Frage gestellt. Wärst Du wohl so höflich, diese erst mal zu beantworten? Wie genau heißt dieser Mauric?

Im Übrigen wurde James Maybrick bereits hier im Thread schon des Öfteren besprochen. Benutz doch bitte die Suchfunktion:
https://www.allmystery.de/fcgi/?m=search&query=james%20maybrick


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Jack the Ripper

22.09.2018 um 16:05
@off-peak

@Natsuki meint wahrscheinlich diesen Fall

Wikipedia: Servant_Girl_Annihilator

Als Verdächtiger galt hier nicht nur ein Maurice, der als Koch arbeitete,
Als Verdächtig galt unter anderem ein Koch aus Malaysia, der Maurice hieß und in der Nähe der Tatorte arbeitete. Als er die USA im Januar 1886 verließ, hörten auch die Morde auf.
sondern auch ein Koch namens Nathan Elgin.
Am 15. Juli 2014 strahlte PBS eine Folge von History Detectives aus, in dem der Mordfall behandelt wurde. Anhand eines Profilers und einem Algorithmus, der berechnete, wo der Mörder am wahrscheinlichsten wohnen könnte, kam man zum Ergebnis, dass der Mörder der 19-Jährige afroamerikanische Koch Nathan Elgin sei. Gestützt wurde diese Theorie auch dadurch, dass Elgin einen Klumpfuß hatte und genau solche Fußabdrücke an mehreren Tatorten gefunden wurden. Im Februar 1886 wurde Elgin von der Polizei erschossen, weil er eine Frau mit einem Messer attackiert hatte. Anschließend hörten auch die Morde auf.


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Jack the Ripper

22.09.2018 um 16:10
@NaPalmkatzl

Ah, danke.

Nur eigenartig, dass so gar kein Afroamerikaner jeweils vor, nach oder während der Mordzeiten gesichtet wurde. Eigentlich nie einer. Der gute Nathan dürfte somit aus dem Kreis der Verdächtigen raus sein.


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