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Jack the Ripper

947 Beiträge, Schlüsselwörter: Mörder, Serientäter, Jack The Ripper, 1888, Londons East End

Jack the Ripper

22.09.2018 um 16:15
@off-peak

Wo Du recht hast, hast Du recht 👍
Du hast es eh schon ein paar Beiträge vorher geschrieben - hier werden einfach mal wahllos diverse Namen in den Thread geworfen, anstatt sich vorher zu informieren.


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Jack the Ripper

22.09.2018 um 16:37
@NaPalmkatzl

Gerade ein Dunkelhäutiger wäre aufgefallen wie der berühmte bunte Hund. Die Zeugen damals haben hier sehr wohl, Rassismus hin oder her, genau differenziert. Sowie einer nicht "britisch" genug (blass, bleich) aussah, war er auch schon ein "Ausländer".
Diese Beschreibung für Juden und sogar Deutsche (die ja doch ähnlich aussehen) zieht sich durch alle Zeugenaussagen hindurch. Ebenfalls die Einstellung der Leute damals, dass diese Taten ja niemals von einem Engländer begangen worden sein könnten.
Ich bin mir sicher, dass daher auffällige Afroafrikaner oder Malaysen nicht unerwähnt gelassen worden wären.
Gestützt wurde diese Theorie auch dadurch, dass Elgin einen Klumpfuß hatte und genau solche Fußabdrücke an mehreren Tatorten gefunden wurden.
Gleich mal vorweg, wenn, dann ist es eine These, keine Theorie.

Aber was noch weitaus mehr stört, ist die Tatsache, dass die Behauptung, man hätte genau solche Fußabdrücke, noch dazu an mehreren Tatorten, gefunden, einfach durch und durch falsch ist.
Keine Ahnung, warum so etwas behauptet wird. Ich kenne auch kein seriöses Buch zum Thema, in dem diese angebliche Behauptung vorkäme. Keinen Zeitungsbericht. Somit ist sie frei erfunden oder jemand hat einen Bericht nicht verstanden.

Man eben nie so etwas Brauchbares wie Fußabdrücke, schon gar nicht die von einem Klumpfuß, gefunden. Wie hätte man auch? Die Stadt war mit Kopfsteinpflastern gepflastert, da hinterlässt man keine Fußabdrücke wie in frischer Erde.

Es gab nur einen Fall, bei dem beobachtet wurde, wie das Opfer kurz vor seiner Ermordung (Liz Stride) von einem Mann mit einem offensichtlich nicht gleichmäßigem Gang belästigt wurde. Nur muss das nicht der Mörder gewesen sein. Oder nicht der Ripper. Und er könnte geschwankt haben, weil er betrunken war. Er wurde auch älter als 19 beschrieben und auch nicht als Ausländer.

Ehrlich gesagt, Berichten, die dermaßen massive Fahler ("man fand genau solche Fußabdrücke an allen Tatorten") enthalten, darf man getrost den Rest auch nicht glauben.


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Jack the Ripper

22.09.2018 um 20:24
@off-peak

Warte, ich glaube, Du bringst da gerade was durcheinander.

Die Aussage mit dem Klumpfuß von Nathan Elgin bezieht sich nur auf den Servant Girl Annihilator, den Mörder in Amerika. Hier wurden bei den Tatorten dieselben Abdrücke des Klumpfußes gefunden.
Dieser Mann kann aber unmöglich Jack the Ripper sein, da Elgin ja erschossen wurde.

Bliebe nur dieser Maurice - von dem wir nur wissen, dass er aus Malaysia stammt und die Morde nach seinem Weggang aus Amerika aufhörten. Hmmm, Wie viele Menschen haben etwa zeitgleich mit ihm das Land verlassen? 🤔 Da kommen bestimmt einige zusammen. Also alle unter Generalverdacht stellen? 😏


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Jack the Ripper

22.09.2018 um 22:27
@NaPalmkatzl
Warte, ich glaube, Du bringst da gerade was durcheinander.
Ah, na ja, der Text, den Du zitiertest, war etwas unglücklich ausgedrückt. Liest sich echt so, als seien die Londoner Opfer gemeint.
Also alle unter Generalverdacht stellen?
Unbedingt jeden damaligen männlichen Bewohner Großbritanniens, Australiens und den USA, zwischen 16 und 60.

Da müsste er eigentlich dabei sein. ;)


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Jack the Ripper

27.09.2018 um 23:25
@NaPalmkatzl

Ja genau den meinte ich.


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Jack the Ripper

08.11.2018 um 10:35
Ich meine, ja also, ist schon schlimm was damals gemacht wurde. Aber denkt ihr das war der einzige? Wir wissen so vieles nicht. Heute passieren ja auch Dinge..


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Jack the Ripper

08.11.2018 um 10:41
dieSabrina schrieb:Ich meine, ja also, ist schon schlimm was damals gemacht wurde. Aber denkt ihr das war der einzige? Wir wissen so vieles nicht. Heute passieren ja auch Dinge..
Was genau soll das jetzt mit dem Thema Jack the Ripper zu tun haben?


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Jack the Ripper

08.11.2018 um 15:04
@dieSabrina
Wir wissen so vieles nicht
Du vermutlich nicht, aber all diejenigen, die sich mit Kriminalfällen beschäftigen, wissen sehr wohl, dass der Ripper keine einmalige "damalige" Ausnahmeerscheinung war.
Heute passieren ja auch Dinge..
Menschlich gesehen keine anderen als "damals" auch.
Im Gegenteil. London ist, wenn es um Mord und Totschlag im Rahmen von Verbrechen auf offener Straße geht, eines der sichersten Pflaster der Welt.


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Jack the Ripper

18.03.2019 um 23:53
Der Focus meldet, dass DNA von der Tatwaffe extrahiert und mit einem Tatverdächtigen in Übereinstimmung gebracht werden konnte:

Focus online, 18. März 2019
https://www.focus.de/wissen/mensch/forensik/bekanntester-moerder-aller-zeiten-wissenschaftler-enthuellen-identitaet-von-...
Rätsel um Jack the Ripper gelöst? Forscher weisen DNA auf Tatwaffe Verdächtigem zu
...
Einem Forscherteam aus Liverpool will es nun gelungen sein, ihn zu identifizieren.
...
Eines der wenigen Indizien, die zu seiner Überführung hätten beitragen können, ist eine Schaufel, die die Ermittler 1888 bei Opfer Nummer vier, Catherine Eddowes, fanden. Diese konnten sie auch mit einem anderen Opfer in Verbindung bringen.
...
Forscher aus Liverpool haben die Schaufel jetzt noch einmal genau auf DNA-Proben untersucht. Und tatsächlich ist es ihnen nun, 130 Jahre später, gelungen, die DNA-Spuren auszuwerten und einer Person zuzuordnen. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im „Journal of Forensic Sciences“.

Sie führen zurück zu einem alten Bekannten aus der Jack-The-Ripper-Geschichte: dem Barbier Aaron Kosminski. Der damals 23-jährige Pole, der 1891 als Asylant nach London kam, galt schon zu Lebzeiten als einer der Hauptverdächtigen.
...


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Jack the Ripper

19.03.2019 um 01:09
Tja, nur wurde damals eben neben Eddowes KEINE Schaufel gefunden (übrigens auch kein Messer, falls mal wieder wer mit dieser Idee auftauchen sollte). Und somit kann auch der ganze Rest, selbst wenn das tolle Buzzword "DNA" drin vorkommt, nicht mehr stimmen.

Da noch etliche Akten und Zeitungsberichte einsehbar sind, vor allem auch auf der wirklich gut organisierten amerikanischen Seite www.casebook.org, kann sich jeder jederzeit selbst davon überzeugen.

Weder schleppte Eddowes eine Schaufel mit sich rum, noch benötigte der Ripper eine für seine Taten, noch kam eine solche zum Einsatz.

Ein gewisser Kosminksi wurde in den MacNaghten Memoranda zum ersten Mal 1894 erwähnt, und nur deshalb für verdächtig gehalten, weil er in einem Asylum für Geisteskranke einsaß. Damals wollten viele nicht glauben, dass solche Taten ein Engländer ausgeführt haben könnte, der Verdacht ging daher gerne und schnell in Richtung Geisteskranker.

Hinzu kommt, dass MacNaghten ihn nur Kosminski, aber nie Aaron K., nannte. Was den Verdacht nahelegt, dass er selbst nicht genau wusste, wer der Mann war. Das sieht nicht nach akribischer Recherche, sondern einfach nur nach einem Vorurteil aus, oder nach Angeben.
Es gibt zwar Leute, die argumentieren, dass MacNaghten nie gelogen hätte, aber wir kennen ihn nicht. Und vor Irrtümern oder sich ein bisschen besser darstellen wollen ist nie wer gefeit.

Kosminski, in durchaus unterschiedlichen Schreibweisen, oder mitunter auch Cohen, waren übrigens die Namen, die englische Behörden damals vorzugsweise etlichen jüdischen Einwanderern aus Polen gaben, weil sie ihre richtigen Namen nicht schreiben, oder die Einwanderer Analphabeten waren, die ihre Namen nicht buchstabieren konnten. Es tauchen daher, nicht verwunderlich, sehr viele Kosminskis in der Geschichte um den Ripper herum auf, die aber weder miteinander verwandt oder verschwägert waren, und auch ziemlich sicher nicht wirklich so hießen.
Ebenso nicht verwunderlich, ist es daher auch nicht so eindeutig, welcher heutige Nachfahre wirklich der Aarons wäre, oder einer Nebenlinie, denn soweit bekannt, hatte Aaron keine Kinder.

Im Übrigen ist es erstaunlich was man schon so alles angeblich neben der armen Eddowes gefunden haben will. Mindestens zwei verschiedene Schals, natürlich nur so übersät von DNA, keiner davon aber wurde je von Zeitzeugen bemerkt.
Und nun soll es eine am Tatort nie vorhanden gewesene Schaufel sein …
Das Hauptargument gegen diesen "Beweis" ist allerdings diese ominöse Schaufel selbst, da sie bis dato völlig unbekannt war, und der Focus verschweigt uns ja auch großzügig den Nachweis über ihre Herkunft.


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Jack the Ripper

19.03.2019 um 12:06
Jack the Ripper war Charles Allen Lechmere. Es passt bei ihm alles zusammen.


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Jack the Ripper

19.03.2019 um 14:53
Bouster1973 schrieb:Es passt bei ihm alles zusammen.
So wie bei hunderten anderer, die diese Taten grundsätzlich auch hätten begehen können. Weil sie in der Nähe waren, den "richtigen" Beruf hatten etc.
Was bekannt ist, ist einfach viel zu dünn, um da irgend eine auch nur ansatzweise belastbare Aussage zu treffen.

Wenn man nicht gerade einen Brief mit einem überprüfbaren Geständnis findet, wird es eher nichts mit der Aufklärung dieser Morde nach so langer Zeit.
Verdächtige zu finden, ist leicht. Und die lange Zeit hilft dabei, dass man dann auch keine Anhaltspunkte findet, diese Verdächtigungen zu widerlegen.

Nur was hat man dann? Genau: Gar nichts. Eine Reihe Verdächtiger und eine Vielzahl Unbenannter, die es hätten sein können, aber eben keinen Täter. So einfach ist das im Grunde. Ein paar Verdachtsmomente plus keine entlastenden Umstände trägt kein bisschen zur Aufklärung eines so lange in der Vergangenheit liegenden Kriminalfalls bei. Denn das wäre nur der Ausgangspunkt für Ermittlungen, für die Verfolgung von Spuren und die Befragung von Zeugen sein können. Alle Zeugen sind tot und Spuren gibt es auch keine mehr.


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Jack the Ripper

19.03.2019 um 15:13
@Bouster1973
Es passt bei ihm alles zusammen
Eben auch nicht alles. Er ist zwar wirklich ein feiner Verdächtiger. Nicht nur, dass er ja tatsächlich neben der Leiche erwischt wurde, auch rein zeitlich war er sehr knapp dran. Hinzu kommt sein empathieloses Verhalten (er trat nach Nichols), er log bei der ersten Befragung durch den Constable bezüglich seines Namens (*) und er maulte ständig bei der gerichtlichen Anhörung, dass er ja während dieser Zeit nicht bezahlt würde. Er schien überhaupt nicht erschüttert oder wegen der Grausamkeiten empört zu sein, so wie andere Zeugen. Er wirkte sehr kalt, desinteressiert und hatte keinen Funken Mitleid mit dem Opfer.
Er wohnte in der Gegend, und musste die Wege zu seiner Arbeit abgehen, die durchaus an den Tatorten vorbei führten.

Alles in Allem, vor allem sein offensichtich leicht asoziales, narzistisches Verhalten ("Wäh, warum muss ich aussagen?" "Geht mich nichts an") passen hervorragend. Dummerweise aber lebte er noch bis 1920, ohne dass die Serie der Morde so lange oder wenigstens etwas länger fort gesetzt worden wäre.
Damit scheidet er eigentlich aus, auch wenn er ganz offenbar ein unsympathischer Typ war. Dabei ist er eigentlich ein Verdächtiger wie aus dem Bilderbuch.





(*) Zu seiner Verteidigung muss man sagen, dass es damals in ärmeren Kreisen (und natürlich in kriminellen) mitunter üblich war, der Polizei gegenüber Missrauen an den Tag zu legen. Falsche Namensangaben waren eher die Regel als die Ausnahme. Cross/Lechmere hatte sogar quasi legal zwei Namen, weil seine Mutter noch einmal geheiratet hatte.
Dennoch scheint es so, als wollte er sich damit aus der Affäre raus halten.
Auch das ist bis zu einem gewissen Grad verständlich, weil damals eine Zeugenaussage nicht nur Zeit, sondern auch Geld kostete, denn es gab noch kein Zeugengeld und die ausgefallene Arbeitszeit wurde ja auch nicht entlohnt.


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Jack the Ripper

19.03.2019 um 18:00
@off-peak
Die Fakten sprechen nunmal für ihn. Und das er noch bis 1920 lebte hat nichts zu bedeuten. Es gibt viele Serienmörder die plötzlich aufhörten.

@kleinundgrün
Wer kommt denn noch so als Verdächtiger in Frage, wo die Indizien auch so eindeutig sind?


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Jack the Ripper

19.03.2019 um 18:17
@Bouster1973
Die Fakten sprechen nunmal für ihn
Sie machen ihn verdächtig, mehr aber auch nicht. Wobei man auch die Fakten durchaus anders interpretieren kann.


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Jack the Ripper

19.03.2019 um 18:38
@off-peak

Beschäftige mich seit mehr als 30Jahren mit dem Fall und die einzig logische Spur führt zu Lechmere. Alles andere ist Blödsinn und weit hergeholte Spekulation. Diese These wurde im übrigen des öfteren schon bestätigt.


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Jack the Ripper

19.03.2019 um 19:09
@Bouster1973
Beschäftige mich seit mehr als 30Jahren mit dem Fall und die einzig logische Spur führt zu Lechmere.

Auch ich beschäftige mich so lange mit dem Fall. Also, wie entscheiden wir jetzt, wer uns schlauer wäre?
Oder verzichten wir jetzt mal auf den Logikfehler der Autorität und reden sachlich?
Diese These wurde im übrigen des öfteren schon bestätigt.
Nein, die These wurde nie bestätigt. Sie ist eine der besten und wurde oft diskutiert, aber eine Bestätigung ist doch etwas anderes. Zumal nach so langer Zeit auch nicht mehr möglich.
Alles andere ist Blödsinn und weit hergeholte Spekulation.
Auch diese Behauptung macht Deine Annahme nicht richtiger. Egal, wie unwahrscheinlich oder blödsinnig alle anderen Verdächtigen erscheinen mögen, das beweist nicht die Richtigkeit Deiner Vermutung.

Lechmere ist durchaus ein sehr guter Verdächtiger, warum, habe ich bereits begründet, aber dennoch ersetzt das keine Beweise. Er ist auch nur der beste Verdächtige unter denen, die wir kennen. Es besteht immer noch die Möglicheit, dass der wahre Täter nie verdächtigt oder in keinster Weise gesichtet wurde.

Es gibt mit Lechmere durchaus Probleme. Er hatte eine Arbeit und geregelte Arbeitszeiten. Er fing immer um dieselbe Zeit an. Die Morde fanden aber nicht exakt zur selben Stunde statt. Er hätte demnach auch während der Arbeit morden müssen.
Wie stellst Du Dir das vor?

Nichols Auffindung passt zu Lechmere´s Arbeitsrhythmus, aber was ist mit den anderen?
Welche Todeszeit Chapmans schwebt Dir vor? Halb sechs, aufgrund von Zeugenaussage oder doch so zwischen halb drei und halb fünf, laut Dr Philips?


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Jack the Ripper

19.03.2019 um 20:53
100% wird es wohl nie einen Beweis geben. Denn der Mörder wird es uns wohl nicht mehr sagen können. So hat jeder wohl seine eigene Theorie zu den Fall.


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Jack the Ripper

19.03.2019 um 21:09
@Bouster1973

Und möchtest Du meine Fragen nicht detailliert beantworten? Soll ja hier eine Diskussion und kein Beichtstuhl sein.


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Jack the Ripper

19.03.2019 um 21:18
@off-peak
Du hast es dir schon selbst beantwortet: Nichols Auffindung passt zu Lechmere´s Arbeitsrhythmus, aber was ist mit den anderen? Er mordete immer in seiner gewphnten Umgebung. Beim Todeszeitpunkt Chapmans tippe ich so gegen halb 4 und 5Uhr.


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