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Jack the Ripper

947 Beiträge, Schlüsselwörter: Mörder, Serientäter, Jack The Ripper, 1888, Londons East End

Jack the Ripper

19.03.2019 um 21:25
Kenne auch einige die meinen das Dr. Tumplety zu 100% der Mörder war. Denn dieser ging nach den morden nach Amerika und dort passierte dann genau das gleiche.


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Jack the Ripper

19.03.2019 um 21:33
@Bouster1973

Ne, Lechmere ist kein schlechter Verdächtiger. Nur bleib halt die Frage, wann und wie. Wen seine Arbeit so um 3:4 begann, dann konnte er nur Nichols und Chapman einigermaßen zeitgerecht ermorden. En route, sozusagen.

Auch Paul hätte die Möglichkkeit gehabt, und einen dritten, unbekannten, Mann gab es ja auch noch. Der, der den Nachtwächter (Evans?) so kryptisch ansprach.


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Jack the Ripper

19.03.2019 um 21:49
@off-peak
habe gerade nicht die Zeit hier noch länger zu schreiben. Melde mich die Tage nochmal zurück.


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Jack the Ripper

19.03.2019 um 21:49
Ein und derselbe Täter für alle Morde ist aber gesichert?
Keine Trittbrettfahrer oder koordinierte Aktivitäten (letzeres wären ja schon wieder die VTs...)


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Jack the Ripper

20.03.2019 um 01:25
ja habe mich auch schon immer gefragt, ob es nicht 2 verschiedene täter gab, die irgendwie koordiniert waren in so einer art.. wettkampf.
ist schon länger her, dass ich mich mit dem ripper beschäftigt habe. das letzte opfer war doch komplett entstellt? hatte damit der täter nicht sein ziel erreicht und konnte aufhören? es musste demzufolge nicht unbedingt jemand sein, der verstarb oder wegzog?
zu lechmere: meine küchenpsychologie sagt mir, dass derartige morde geschehen, weil der täter druck hat. ich kann mir vorstellen, dass man die erleichterung bzw genugtuung danach auch auskosten möchte, daher halte ich es für unwahrscheinlich, dass zb. jemand wie lechmere diese morde "en route" auf dem weg zur arbeit vollbrachte. andererseits ist ein veritabler psychopath sicher auch dazu fähig.
danke fürs hochholen, werde mich nochmal genauer mit dem ripper beschäftigen, sehr interessant. kann jemand mir als laien noch kurz verständlich erklären, was das aktuell mit den dna spuren auf sich hat?


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Jack the Ripper

20.03.2019 um 02:16
@Stephenson
Ein und derselbe Täter für alle Morde ist aber gesichert?
Oh, auch darüber gibt es Debatten. Einen kenn ich, der will für jeden Ord einen anderen Täter sehen können. Das halte ich echt für übertrieben.

Aber gerade, weil es in jenem Jahr zu einer so hohen Zahl von Morden innerhalb sehr kurzer Zeit kam, und das übliche Maß überschritt, liegt einfach der Verdacht an einen Serienkiller nahe. Prostituierte sind leider immer mehr gefährdet als jede andere Frau, aber meist deshalb, weil es Streit mit dem Kunden oder dem Lebenspartner gibt, oder weil sie ausgeraubt werden.
Aber zwei oder gar drei Serienkiller zur selben Zeit, die noch dazu mit demselben Bedürfnis, wäre mehr als ungewöhnlich.

Weshalb man sich eben auf die sogenannten "kanonischen Fünf" geeinigt hat, obwohl es durchaus ein paar mehr sein könnten oder eine der Fünf (Kelly) nicht dazu gehören könnte.

Was mich bis heute wundert, ist, wie selbstverständlich man damals davon ausging, das Zeugen sich nicht irren können oder niemals verdächtig wären. Gerade ein Lechmere würde heute durch und durch durchleuchtet werden. Damals hat ihn niemand näher betrachtet. Dabei wurde er neben der Leiche "erwischt", deren Augenlider angeblich noch zuckten. Die arme Nichols war also mehr als frisch.
Lechmere sieht schon richtig prächtig verdächtig aus. Obowhl er nach heutigem Dafürhalten zu alt gewesen wäre, um noch als Serienkiller durch zu starten. Wenn es der ist, der einige Ripperologen nach langem Suchen in alten Datenlisten fanden, dann war der zur Zeit der Morde bereis 45 Jahr alt und verheiratet.
Allerdings sollte man auch das nicht zu eng sehen.

Dennoch wurde damals nie versucht, auch später nicht, heraus zu finden, wie er seine Nächte verbrachte. Der mal seine Frau interviewt oder der Arbeitgeber mal gefragt, welche Routen (er war "carman", also eine Art Transporter/Lieferant) Lechmere in den fraglichen Zeiten zu erledigen gehabt hätte. Nichts, allerdings auch logsich, er wurde ja damals nicht verdächtigt.
Übrigens nicht nur er. Da gibt es ein paar Zeugen, die jede Menge Unsinn erzählen, fiel kaum auf. Denen wurde nahezu alles geglaubt.
Ein gewisser Hutchinson ist auch so ein Kandidat. Der erzählte so viel Dinge, die einfach nicht so gewesen sei konnten, und trieb sich aber am Tatort rum. Wurde der verdächtigt? I wo.
oder koordinierte Aktivitäten
Danach sieht es nur in einem Fall aus (Stride), aber selbst das könnte reine Korrelation sein.
Keine Trittbrettfahrer
Mir fallen spontan zwei ein die den Namen verdienen würden. Da ich aber jetzt doch endlich müde bin, such ich die Namen erst morgen oder so raus. Oder hoffe, sie fallen jemand anderen hier ein. ;)

Ein Heißsporn hatte Streit mit seiner Liebsten, stach ihr it dem Messer in den Hals, sie wurde bewusstlos und er befürchtete, sie wäre tot. Um von sich abzulenken, kam er auf die geniale Idee, die Tat dem Ripper in die Schuhe zu schieben, und stach auf die Ärmste noch ein paar Mal ein.

Pech für beide, sie verstarb nämlich an diesen Wunden, nicht an der Halswunde.,

Ah, jetzt ist mir der andere wieder eingefallen, auch ein schlimmer Finger und nicht ganz dicht unter dem Haaransatz. Der ermordete seine Frau, scheint das auch geplant zu haben denn er hatte sich vorher eine extra große Truhe anfertigen lassen und ein Seil gekauft. Jedenfalls würgte er die Arme, schlug und stach auf sie ein. Anschießend steckte er die Leiche in jene Truhe, auf er noch Tage später dann mit Bekannten seelenruhig Karten spielte.

Das Motiv ist reichlich unklar, denn er versuchte ja noch nicht einmal, zu fliehen. Möglicherweise Gier, denn ihr Schmuck fehlte, soweit ich mich noch erinnere.

Irgendwann dann spazierte er zur Polizei gestand die Tat und bezichtigte sich, der Ripper zu sein.


@busenwunder
das letzte opfer war doch komplett entstellt?
Das ist milde ausgedrückt.
hatte damit der täter nicht sein ziel erreicht und konnte aufhören?
Schwer zu sagen. Die meisten Täter dieser Art hören nicht auf, weil ein Ziel erreicht wäre. Sie haben nun mal diese perversen Bedürfnisse, die nicht einfach aufhören, weil es einmal super geklappt hätte. Im Gegenteil, es besteht dann der Wunsch nach Wiederholung.

Das ist so, als würdest Du Dir wünschen, endlich den Traumprinz gefunden zu haben, aber kaum hättest Du ihn, würdest Du ihn stehen lassen, weil Du ja Dein Ziel erreicht hättest.
Ne, das tuste nicht, gelt? Du willst jetzt Dein erreichtes Ziel noch eine ganze Weile genießen.

Ersetze "Traumprinz" durch "mörderische Gier" und "Machtgefühl", und es ist klar, dass so ein Täter nicht einfach ohne gravierende Gründe aufhört. All die Mühen, und dann einfach "Nein, danke" sagen?
es musste demzufolge nicht unbedingt jemand sein, der verstarb oder wegzog?
Nein, aber sie haben Gründe fürs Aufhören. Dieser Dennis Rader ist hier ein Vorzeigekandidat. Der hat tatsächlich aufgehört, weil er dann endlich einen Job bekam, in dem er sich wie eine Sau benehmen konnte. Viele Serienkiller versuchen ja, bei der Polizei unterzukommen, weil sie primär eigentlich Machtgefühle austoben wollen.
Rader erhielt so eine Art Kontrollposten bei einer Stadtverwaltung. Er durfte die Gegend kontrollieren und Bürger schikanieren, die Papierfetzchen fallen ließen und dgl mehr. Müsste das noch mal genauer nachlesen. Jedenfalls hat ihm der Job Spaß gemacht, die Leute allerdings haben ihn verständlicherweise gehasst und in ihm den Sadisten erkannt, der er war.
Er hat´s aber grad mal knapp 14 Jahre ausgehalten, dann fing er wieder an. Nicht mehr mit Morden (entweder, weil er schon zu alt war oder einfach nicht mehr dazu kam), sondern zunächst einmal mit Drohungen. Dank modernerer Zeiten konnte dann eine Diskette, die er verschickt hatte, nachverfolgt und er erwischt werden.

Rader ist jedenfalls ein Beispiel dafür, dass Serienkiller sehr wohl lange Ruhe geben können, wenn sie einen guten Grund dafür haben. Ich würde ihn jetzt aber nicht als Beispiel dafür nehmen, dass Serienkiller aufhören können. Zum Einen machte er mit seinem widerlichen Benehmen im Job ja weiter, und holte sich so seine perverse Befriedung, und zum Anderen "juckte" es ihn doch die ganze Zeit über. Er hielt einfach nur so lange still, bis er es nicht mehr aushielt.

Insofern hätte ein Lechmere dann ja 32 (!) Jahre lang Ruhe gegeben. OK, er könnte auch einfach zu alt geworden sein, aber dennoch, darauf wetten würde ich nicht.

Natürlich könnte auch jeder andere sich eine Zeitlang ruhig gehalten haben, vielleicht weil man ihm schon zufällig zu nahe gekommen war (was Lechmere ausschließt, der wurde ja null verdächtigt), und innerhalb dieser Ruhephase, die durchaus Jahre gedauert haben könnte, wäre er dann eventuell verstorben, bevor er wieder hätte loslegen können oder wollen.
was das aktuell mit den dna spuren auf sich hat?
Ich gebe nichts auf die, weil, wie gesagt, es in Eddowes Nähe einfach keine gefundene Schaufe gab. Ende der Geschichte.

Selbst wenn, nach 130 Jahren wäre die dermaßen kontaminiert, dass ganz London als Täter in Frage käme.


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Jack the Ripper

20.03.2019 um 22:59
Ah ne, FOCUS hat inzwischen redvidiert und aus der "Schaufel" doch wieder einen "Schal" gemacht. Die Geschiche ist also nicht neu, sie ging ja vor fünf Jahren schon mal sinnloserweise rum.

Peinlich, peinlich, aber was tut man nicht alles für ein paar Klicks mehr.


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Jack the Ripper

21.03.2019 um 11:26
@off-peak
Ich habe im Laufe der Jahre auch vieles drüber gelesen und wahrscheinlich jede der TV-Dokus gesehen. Habe aber nicht alles präsent und kann den Thread jetzt auch nicht aufarbeiten.

Was macht denn den besonderen Mythos von Jack The Ripper eigentlich aus?
- Erste Mordserie der Moderne in einer Metropole? Hm weiß nich...
- Besondere Brutalität?
- Inmitten der Metropole fast vor aller Augen geschehen?
- London war doch auch damals noch ein Riesen-Moloch mit Zuständen, die sich heute niemand mehr vorstellen kann. Da ist allerhand vorgefallen. Warum der Schock wegen "ein paar Prostituierten"?

Könnte es sein, dass der Mythos erst so richtig durch die - stimmt das wirklich? - anatomischen oder/und medizinischen Kenntnisse und präzise, schnelle Arbeit des Täters Nahrung bekommen hat? Und damit erst die Option eröffnet wurde, dass es doch irgendwie ein Gentleman gewesen sein muss? Erst dieses Spannungsfeld hat doch so schöne Nahrung gegeben für die unzähligen Theorien und "Verdächtigen", oder?

Ein paar grausame, ungeklärte Morde im Moloch London allein -- wäre das sonst über die Jahrzehnnte das Thema geblieben, das es immer noch ist?


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Jack the Ripper

21.03.2019 um 16:54
@Stephenson
Was macht denn den besonderen Mythos von Jack The Ripper eigentlich aus?
Ich denke, da kam so Einiges zusaammen, was diese Taten etwas hervor hob:
- Nomen est Omen, denke ich. Der Name ist einprägsam.
- Die doch immense mediale Aufmerksamkeit, hervor gerufen durch
- die schnelle Folge der Taten sowie
- die eigenartige perverse Natur der Morde (es gab kein "normales" Motiv), die außerdem
- eine bis dato eher unbekannte Panik und Hysterie auslösten.
- Die Opfer entstammten einem Milieu, das als unmoralisch galt, was bekannterweise immer Interesse weckt, auch wenn der Interessierte gleichzeitig so tut, als wäre er moralisch empört. Läuft heute noch genau so.
- Rassismus & Fremdenangst. Whitechapel war und ist nun mal der Anlaufsort für Flüchtlinge. Damals waren es in erster Linie polnische Juden, denen man eben nur schlechte Taten zutraute,
- sich gleichzeitig aber freute, selbst in Sicherheit zu sein. Dieses Gruselgefühl, eine Kombination aus Horror und dem Wissen, von ihm nur in den sicheren eigenen vier Wändern zu erfahren, gefällt den meisten Menschen.
- Ein stark erwachendes Bedürfnis, sich Wissen und Bildung anzueigenen, den Dingen auf den Grund zu gehen, eine bis heute anhaltende Faszination für Forensik.
- Das englische Gesetz kennt das Inquest-Verfahren, bei dem öffentlich per Gericht fest gestellt wird oder werden soll, wie ein Opfer eines gewaltsamen Todes ums Leben kam [--> Unfall, Selbstmord, Tötung durch oder mehrere Täter]. Dazu werden eben Mediziner und Zeugen befragt, und man kann dem Verfahren zusehen. Ohne TV und Internet ein spannender Zeitvertreib.
- Nicht zuletzt die Tatsache, dass der Täter nie geschnappt wurde. So etwas ist nicht nur unheimlich, es hält auch das Interesse wach.

Ja, es gab schon andere Mordserien, die Highcliff Raubmorde zb oder die Burke & Hare Morde. Aber in beiden Fällen gab es Verhaftungserfolge, wenn auch womöglich im ersteren einen Unschudigen.

In so einem Fall kann man aber mit dem Fall abschließen, die Neugier wird befriedigt und die Gerechtigkeit siegt. Ist im Ripper Fall aber eben nie der Fall gewesen.


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