Verschwörungen
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Der Fall Uwe Barschel

1.833 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Krawatte, Lösungsmittel Auf Dem Badevorleger, Abgerissener Hemdknopfes ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Fall Uwe Barschel

20.04.2026 um 11:48
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Die Verbindung von "Roloff" zu Pfeiffer ist weiter oben schon mehrfach ausführlich dargelegt worden – und leider weiterhin ein viel zu wenig beachteter Aspekt dieses Falls, obwohl darin der Hund begraben sein dürfte.
Wenn, dann ist doch eher die Verbindung Pfeiffer <> Postel bzw. Roloff <> Postel ein viel zu wenig beachteter Aspekt. Postel dürfte sowohl intellektuell als auch von seiner Veranlagung her eher in die Rolle eines Roloff passen, als Pfeiffer.


1x zitiertmelden

Der Fall Uwe Barschel

20.04.2026 um 11:52
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Es ist zu alledem schon viel diskutiert worden, aber Barschel war wohl zu unbedeutend für so einen Komplott.
Es gibt ja die Stasi-Akten zu Barschel, die nach ab 1992/93 auch von der unbestechlichen Lübecker Staatsanwaltschaft berücksichtigt worden sind, ja sogar der ursprüngliche Grund waren, warum das Ermittlungsverfahren wegen Mordes auf Betreiben der Familie Barschel eingeleitet worden ist.

Barschel wurde zwar in der DDR von der Stasi beobachtet und es wurden vielleicht auch "honey pots" auf ihn angesetzt (in den Stasi-Akten heißt es: "Dr. B. lege immer Wert auf Kontakte zu jungen Frauen"). Er ist gerne im "Neptun" in Warnemünde abgestiegen. Und er wusste sicher, der Mann war nicht doof, dass die Stasi Buch über seine "Kontakte" führte. Aber viel ist dabei laut Akten nicht rumgekommen. V.a. kein Mordkomplott.

Die Frage, ob "Pfeiffer" als Mensch existierte oder nur als "Dummy" im Kopf von Barschel, entscheide ich wie folgt: Wo ganz erhebliche Anstrengungen einer kreativen Fantasie erforderlich sind, glaube ich nicht an Pfeiffer oder Postel. Keiner der Beiden hat sich dazu geäußert. Aber das ist für die weltbewegende Frage "Mord" oder "Suizid" auch nicht entscheidend.


1x zitiertmelden

Der Fall Uwe Barschel

20.04.2026 um 16:50
Zitat von OpLibelleOpLibelle schrieb:Wenn, dann ist doch eher die Verbindung Pfeiffer <> Postel bzw. Roloff <> Postel ein viel zu wenig beachteter Aspekt. Postel dürfte sowohl intellektuell als auch von seiner Veranlagung her eher in die Rolle eines Roloff passen, als Pfeiffer.
Das gehört für mich alles zusammen, ich habe es verkürzt wieder gegeben. Sorry.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Die Frage, ob "Pfeiffer" als Mensch existierte oder nur als "Dummy" im Kopf von Barschel, entscheide ich wie folgt: Wo ganz erhebliche Anstrengungen einer kreativen Fantasie erforderlich sind, glaube ich nicht an Pfeiffer oder Postel. Keiner der Beiden hat sich dazu geäußert. Aber das ist für die weltbewegende Frage "Mord" oder "Suizid" auch nicht entscheidend.
Vielleicht muss ich hier nochmal etwas ausholen:

Ich glaube auch nicht, dass Pfeiffer oder Postel als "Roloff" Barschel nach Genf gefolgt sind.

Ich vermute eher, dass Barschel mit dem (mutmaßlichen) Hirngespinst "Roloff" in die Pfeiffer/Postel-Richtung verweisen wollte. Weil "Roloff" in diesem Umfeld eben schon als Deckname verwendet wurde.


Wenn ich mich versuche in Barschel hinein zu denken, alles, was wir über ihn wissen, die von Günther Potschien veröffentlichten Barscheleien der 1970er und Waterkantgate 1987, letztlich alles wenig phantasievolles, plumpes, schwaches Intrigantenmachwerk, aber aus der beschränkten Sicht Barschels eben "mächtig", dann würde es Barschel meiner Meinung nach auch ähnlich sehen zu glauben, mit einer Nebelkerze "Roloff" etwas zu seinen Gunsten bewirken zu können, indem er nämlich den Eindruck erweckt, das Pfeiffer-Umfeld habe ihn nach Genf gelockt und umgebracht damit nicht aufkommt, dass Pfeiffer alle Vorwürfe gegen ihn, also Barschel, nur erfunden hat.

Für mich wäre das "typische Barschel-Logik".


2x zitiertmelden

Der Fall Uwe Barschel

20.04.2026 um 20:31
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Für mich wäre das "typische Barschel-Logik".
Die sich mir bei aller Empathie und intellektueller Anstrengung nicht erschließt, obwohl ich dem norddeutschen Intrigenstadl des Herrn Dr. Dr. viel zutraue. Aber das mag ja auch an mir liegen.

Übrigens: Politiker, die während ihrer aktiven Zeit als Fraktionsvorsitzender, MdB, Minister, Generalsekretär usw. promovieren, ja, das sogar zwei mal tun (s.o.), die sind extrem mit Vorsicht zu genießen. Das geht nämlich zeitlich bei einem 16-Stunden-Tag nicht seriös. Zumeist haben sie sich mit Macht und Einfluss unzulässiger Hilfe bedient. Und sind krankhaft ehrgeizig.


2x zitiertmelden

Der Fall Uwe Barschel

20.04.2026 um 21:44
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Politiker, die während ihrer aktiven Zeit als Fraktionsvorsitzender, MdB, Minister, Generalsekretär usw. promovieren, ja, das sogar zwei mal tun (s.o.), die sind extrem mit Vorsicht zu genießen
Als Barschel erstmals in den Kieler Landtag gewählt wurde - nämlich im Mai 1971 - war er bereits seit einem Jahr Dr. jur. und seine Promotionsarbeit zum Dr. phil. dürfte bereits zienmlich fertig gewesen sein, denn den Titel bekam er noch im gleichen Jahr.


melden

Der Fall Uwe Barschel

20.04.2026 um 22:14
@agentx
Zitat von agentxagentx schrieb:Es ist nachgewiesen, dass sich Uwe Barschel des öfteren in der ehemaligen DDR aufgehalten haben soll.
Der Satz ergibt keinen Sinn!


1x zitiertmelden

Der Fall Uwe Barschel

21.04.2026 um 01:28
Zitat von agentxagentx schrieb:Es ist nachgewiesen, dass sich Uwe Barschel des öfteren in der ehemaligen DDR aufgehalten haben soll.
Deshalb habe ich immer vermutet, dass es sich um einen Mord handelt.
Vielleicht hat er etwas gewusst, was die Stasi verhindern wollte, dass es öffentlich wird.
Vielleicht, vielleicht auch nicht. Warum ich umgekehrt nicht an einen Mord glauben kann, habe ich auch schon gesagt und das hat auch nicht nur mit der Beweislage des Falls zu tun. Aber so formuliert, kommt es mir doch ein wenig zu sehr wie "Bauchgefühl" vor. Es haben sich viele Politiker in der DDR aufgehalten, ohne deswegen umgebracht zu werden. Und letztlich stellt sich dieselbe Frage, wie bei der angeblichen "Mossad-Connection", was Barschel eigentlich ach so weltbewegendes gewusst haben soll. Bei der Mossad-Erzählung geht es immerhin um (in der Realität zweit- bis drittrangige) U-Boot-Geschäfte. Worum geht es bei der angeblichen DDR-Connection?


melden

Der Fall Uwe Barschel

21.04.2026 um 13:13
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Die sich mir bei aller Empathie und intellektueller Anstrengung nicht erschließt, obwohl ich dem norddeutschen Intrigenstadl des Herrn Dr. Dr. viel zutraue. Aber das mag ja auch an mir liegen.
Vielleicht sind meine Formulierungen nicht schlüssig genug.

Die Verwendung des Namens "Roloff" dürfte jedenfalls kein Zufall sein.

Nur meine fünf Eurocent.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Übrigens: Politiker, die während ihrer aktiven Zeit als Fraktionsvorsitzender, MdB, Minister, Generalsekretär usw. promovieren, ja, das sogar zwei mal tun (s.o.), die sind extrem mit Vorsicht zu genießen. Das geht nämlich zeitlich bei einem 16-Stunden-Tag nicht seriös. Zumeist haben sie sich mit Macht und Einfluss unzulässiger Hilfe bedient. Und sind krankhaft ehrgeizig.
Genau das steht ja immer wieder im Verdacht, fremde Hilfe für Barschels Promotionen, aber bislang (noch?) ohne Nachweis.
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:die von Günther Potschien veröffentlichten Barscheleien der 1970er
Hierzu möchte ich noch diesen lesenswerten Artikel nachliefern, Barschels Barscheleien der 1970er und die frappierenden Ähnlichkeiten zu 1987:

https://www.spiegel.de/geschichte/cdu-politiker-uwe-barschel-schmutzige-tricks-schon-in-den-70ern-a-1221846.html


melden

Der Fall Uwe Barschel

21.04.2026 um 15:55
Zitat von agentxagentx schrieb:Es ist nachgewiesen, dass sich Uwe Barschel des öfteren in der ehemaligen DDR aufgehalten haben soll.
Zitat von AfricanusAfricanus schrieb:Der Satz ergibt keinen Sinn!
Dem stimme ich zu, weil eine Vermutung ja "vermutet" wird und dasher gar nicht nachgewiesen werden kann oder muss.
Man kann allenfalls evtl. nachweisen, ob jemand etwas vermutet, also eine Vermutung geäußert hat.

Ich weiß, das ist etwas spitz aber es ist so.

Gucky.


1x zitiertmelden

Der Fall Uwe Barschel

21.04.2026 um 16:21
Zitat von Gucky87Gucky87 schrieb:Dem stimme ich zu, weil eine Vermutung ja "vermutet" wird und dasher gar nicht nachgewiesen werden kann oder muss.
Man kann allenfalls evtl. nachweisen, ob jemand etwas vermutet, also eine Vermutung geäußert hat.
Ah, ich hatte das so aufgefasst, dass sich Barschel niemals in der ehemaligen DDR aufgehalten haben kann, da es die ehemalige DDR erst nach seinem Tod gab/gibt.


melden

Der Fall Uwe Barschel

22.04.2026 um 16:04
@Africanus
@Gucky87
@zaeld

Ich denke jeder hat den Satz von @agentx verstanden und um zum Thema zurück zu kommen: Barschels Aufenthalte in der damaligen DDR sind belegt.


1x zitiertmelden

Der Fall Uwe Barschel

25.04.2026 um 21:26
@Cpt.Germanica
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb am 22.04.2026:Ich denke jeder hat den Satz von @agentx verstanden und um zum Thema zurück zu kommen: Barschels Aufenthalte in der damaligen DDR sind belegt.
Dann schreibt man das eben auch so: Es ist nachgewiesen, dass sich Barschel in der DDR aufgehalten hat.


melden

Der Fall Uwe Barschel

26.04.2026 um 13:14
Kommt bitte zum Thema zurück.


melden

Der Fall Uwe Barschel

04.05.2026 um 20:16
Ich war lange der Auffassung, B. sei ermordet worden. Nach ausgiebigen Diskussionen hier vor Jahren mit @Cpt.Germanica, Monstra (mittlerweile leider abgemeldet) und anderen habe ich nochmal alle mir zur Verfügung stehenden Quellen analysiert. Ich kam danach zu dem Ergebnis, dass es nahezu unmöglich gewesen ist, dass B. seinen Informanten nach Genf umleiten konnte, nachdem zunächst ja Madrid versucht worden war seinerseits zu buchen. Es gibt keinerlei Hinweis auf neuerlichen Austausch mit dem Unbekannten an dem besagten Donnerstag. Samstag reiste B. in aller Früh ab. In einer Welt ohne handy und email mussten solche Kontakte über Telefon laufen. Die sind aber nicht nachweisbar.


1x zitiertmelden

Der Fall Uwe Barschel

05.05.2026 um 12:15
Zitat von EdgarHEdgarH schrieb:Ich kam danach zu dem Ergebnis, dass es nahezu unmöglich gewesen ist, dass B. seinen Informanten nach Genf umleiten konnte, nachdem zunächst ja Madrid versucht worden war seinerseits zu buchen. Es gibt keinerlei Hinweis auf neuerlichen Austausch mit dem Unbekannten an dem besagten Donnerstag. Samstag reiste B. in aller Früh ab
Samstag reiste B. ab? Du meinst wohl: Er wollte am Samstag abreisen?

Barschel wollte ja eigentlich gar nicht nach Genf. Wollte er nach Madrid? Oder nach Zürich? Ich habe es nicht mehr im Kopf. Madrid bietet sich natürlich an, weil es von den Kanaren nach Spanien viele Direktflüge gegeben haben dürfte.

Jedenfalls bekam Barschel kurzfristig keine Flüge zu den Zielen, die er angegeben hatte. Nur Genf war noch frei. Angeblich hat eine Angestellte ihn gefragt, ob das ein Problem mit seiner Verabredung vor Ort wäre. Und Barschel soll gesagt haben: "Meine Verabredung kommt überall hin, auch nach Genf."

Ob er damit seinen Suizid angedeutet hat, oder ein Treffen mit dem Phantom "Roloff"? Sowohl sein Tod wie auch sein Phantom konnten tatsächlich überall hin kommen.

Unklärbar ist, ob Barschel einen Helfer hatte, der ihm z.B. die Medikamente besorgt hat. Vielleicht war das "Roloff", aber auch der musste kurzfristig reagieren können. Aus Scham und zur Verschleierung hat Barschel dann daraus den "Helfer" gemacht, der ihn angeblich entlasten könnte. Mit wem er vom Hotelzimmer aus telefoniert hatte und ob diese Daten von den Ermittlern erhoben worden sind, weiß ich gerade nicht. Es hätte jedenfalls eine unbekannte Nummer sein müssen.

Den angeblichen Zusammenhang zu Pfeiffer und Postelt habe ich ehrlich gesagt nie wirklich verstanden.

Für mich ist Roloff eine Erfindung Barschels.


1x zitiertmelden

Der Fall Uwe Barschel

07.05.2026 um 13:43
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Den angeblichen Zusammenhang zu Pfeiffer und Postelt habe ich ehrlich gesagt nie wirklich verstanden.

Für mich ist Roloff eine Erfindung Barschels.
Nachdem ich es nun schon mehrfach versucht habe zu erklären hier der Hinweis auf Wikipedia, Kapitel "Mitarbeiter und Decknamen":

Wikipedia: Reiner Pfeiffer

Zufälle soll es aber geben, ja ...


melden

Der Fall Uwe Barschel

11.09.2026 um 18:38
Guten Abend, ich habe mir alle Beiträge durchgelesen und etc. Ich habe eine Vermutung was mit der Weinflasche passiert sein könnte und es hängt mit Robert Roloff zusammen (Ob er wirklich nicht existiert hat oder er hat wirklich existiert, aber es Decknamen waren? Fragen über Fragen):

Freya Barschel hatte damals der WELT (17.08.2007, hier der Link:
https://www.welt.de/politik/article1114628/Fall-Barschel-Warum-seine-Witwe-an-einen-Mord-glaubt.html) folgendes erzählt: „Er rief mich aus Genf vom Hotel aus an. Wir sprachen gar nicht darüber, in welchem Hotel er war. Er sagte mir, dass er Roloff am Flughafen getroffen hatte und er sich für 20 Uhr noch einmal mit ihm verabredet hätte. Er klang sehr frohgemut. Er hat so sehr auf das Entlastungsmaterial gehofft“.

Meine Vermutung: Robert Roloff war echt, Barschel traf sich tatsächlich mit ihm nachdem er gelandet ist (Zwischen 15:35 Uhr und 15:45 Uhr nahm er das Taxi, er checkte um 16:30 Uhr im Hotel ein, vom Flughafen bis zum Hotel sind es ca. 15 Minuten mit dem Fahrzeug. Also hatte Uwe Barschel fast eine halbe Stunde Zeit gehabt sich mit Roloff zu treffen. Laut Eike Barschel war das Gespräch zwischen Uwe und Robert 15 bis 20 Minuten lang).

Uwe Barschel bestellte eine Weinflasche mit zwei Gläsern um 18:30 Uhr (Das könnte dafür sprechen, dass er Besuch erwartet hat (Das wäre Robert R.)). Um 20 Uhr kam Roloff ins Zimmer 317, er und Barschel hatten (Wie lange auch immer) geredet. Danach übergab Barschel dem Robert die Weinflasche, er kann es mitnehmen. Robert nimmt dankend an und das könnte erklären warum die Weinflasche im Tatort nicht da war.

Also worauf ich noch hinauswill (Außer mit der Weinflasche): Die Existenz von Robert Roloff schließt keinen Selbstmord von Barschel aus. Nachdem Gespräch (Und wahrscheinlich den Nachrichten aus Deutschland) könnte Barschel realisiert haben, dass seine politische Karriere endgültig vorbei ist. Er nahm sich das Leben, weil er es nicht ertragen kann, dass seine politische Karriere vorbei sein könnte oder war (Das würde bedeuten, dass Uwe Barschel erst nachdem Gespräch wirklich Selbstmordgedanken entwickelt hat, nicht davor. Das würde Sinn machen, das passte eigentlich nicht zu seinem Verhalten in den letzten Stunden, Tagen und Wochen gegenüber Menschen die ihm nahe standen (Er hatte Hoffnung seine Lage umzudrehen, die Notizen, die ganzen Telefonate im Hotel und Gran Canaria und etc.)).
Roloff könnte mit seinem Tod nichts zu tun haben (Er könnte die Weinflasche mitgenommen haben, deshalb war es nicht im Tatort).

Aber was mich ratlos macht, wieso hat Barschel keinen Abschiedsbrief geschrieben? Er hatte doch mehrere Kinder gehabt, will er es denen nicht erklären, wieso er sich das Leben nimmt?
Es wurde hier diskutiert über Selbstmord das wie Mord aussehen sollen. Das glaube ich nicht, weil hier auch diskutiert wurde, dass Barschel nach Sterbehilfe Anleitung vorgegangen ist und der Tatort sieht auch nach Selbstmord aus (Nicht nach Mord). Deshalb ist es für mich wahrscheinlicher, wenn Barschel sich selbst umgebracht hatte, dann war es auch so von ihm gewollt (Dafür spricht der Tatort, es wurde schnell als Selbstmord eingestuft, es sieht auch so aus (Leiche lag auf der Badewanne, Wasser, Medikamentencocktail, die Whiskey Flasche und etc.). Rex und andere seriöse Ermittler haben auch nie diese Mord Inszenierung Theorie jemals geglaubt.

Der fehlende Abschiedsbrief wird wohl für immer offen bleiben (Entweder hat Barschel es nicht für nötig gehalten oder wenn man Mord vermutet, dann könnte es ein Indiz sein, dass er umgebracht wurde und wenn man meine Vermutung nimmt, von Roloff umgebracht wurde. Aber das ist natürlich Spekulation, ich habe dazu kein Urteil).

Wie sieht ihr diese Vermutung?


2x zitiertmelden

Der Fall Uwe Barschel

12.09.2026 um 16:31
Hm. Das Szenario ist in sich nicht unschlüssig, leidet aber an dem bekannten Problem, dass es schwierig bis unmöglich gewesen wäre, "Roloff" in dermaßen kurzer Zeit von Madrid nach Genf umzuleiten. Ich glaube auch nicht, dass es einen "Roloff" braucht, um die Weinflasche zu erklären. Es schreiben auch durchaus nicht alle Suizidenten Abschiedsbriefe, solche die ihren Tod als Mysterium inszenieren wollen (was wir in diesem Fall natürlich nicht wissen) eher nicht.

Freya und Eike Barschel ist es allzu offensichtlich immer weit mehr um die Familienehre als um die Wahrheit gegangen, ihre Aussagen muss man nicht für bare Münze nehmen. Besonders wenig die Aussagen, dass er "frohgemut" gewesen sei, Entlastungsmaterial auf dem Weg gewesen sei oder er eine Zukunft in Kanada bzw. sonstwo gesehen habe.

Die Pointe, dass auch die Existenz "Roloffs" nicht gegen einen Selbstmord spricht, sogar ein plausibles Szenario dafür liefert, gefällt mir. Trotzdem gibt es keinen ernstzunehmenden Anhaltspunkt, dass "Roloff" etwas anderes als eine Erfindung Barschels gewesen wäre.


1x zitiertmelden

Der Fall Uwe Barschel

12.09.2026 um 23:36
Zitat von Genosse102000Genosse102000 schrieb:Aber was mich ratlos macht, wieso hat Barschel keinen Abschiedsbrief geschrieben? Er hatte doch mehrere Kinder gehabt, will er es denen nicht erklären, wieso er sich das Leben nimmt?
Uwe Barschel hat nur an sich gedacht.
Zitat von WgahnaglFhtagnWgahnaglFhtagn schrieb:Freya und Eike Barschel ist es allzu offensichtlich immer weit mehr um die Familienehre als um die Wahrheit gegangen, ihre Aussagen muss man nicht für bare Münze nehmen.
Das sehe ich von jeher auch so. Im Grunde sind beide befangen.
Zitat von WgahnaglFhtagnWgahnaglFhtagn schrieb:Die Pointe, dass auch die Existenz "Roloffs" nicht gegen einen Selbstmord spricht, sogar ein plausibles Szenario dafür liefert, gefällt mir.
Mir auch: Rolof bringt's nicht (im wahrsten Wortsinne, aber was hätte er auch bringen können?), Barschel suizidiert sich.
Zitat von WgahnaglFhtagnWgahnaglFhtagn schrieb:Trotzdem gibt es keinen ernstzunehmenden Anhaltspunkt, dass "Roloff" etwas anderes als eine Erfindung Barschels gewesen wäre.
Ich gehe allein schon deshalb von einer Finte (neudeutsch "Fake") Barschels aus, weil "Roloff" ein vom Pfeiffer/Posselt-Umfeld genutzter Deckname war und ich nicht an solch einen Zufall von Namensgleichheit glaube, nicht jedenfalls bei so einem eher seltenen Nachnamen.

Für meine Begriffe wollte Barschel mit der Namenswahl "Roloff" etwas in Richtung Pfeiffer "konstruieren", was aber posthum misslang.


melden

Der Fall Uwe Barschel

14.09.2026 um 15:16
Zitat von Genosse102000Genosse102000 schrieb:Uwe Barschel bestellte eine Weinflasche mit zwei Gläsern um 18:30 Uhr (Das könnte dafür sprechen, dass er Besuch erwartet hat (Das wäre Robert R.)). Um 20 Uhr kam Roloff ins Zimmer 317, er und Barschel hatten (Wie lange auch immer) geredet. Danach übergab Barschel dem Robert die Weinflasche, er kann es mitnehmen. Robert nimmt dankend an und das könnte erklären warum die Weinflasche im Tatort nicht da war.
Möglich ja. Aber unwahrscheinlich.

Ich gehe davon aus, dass das Hotel eine aufs Zimmer bestellte Weinflasche immer mit zwei Gläsern "ausstattet". Das würde ich als Standard erwarten. Und eine Bestellung "nur ein Glas" für unwahrscheinlich halten.

Die schlüssigste Erklärung für die verschwundene Weinflasche: Ein Zimmerkellner hat sie abgeräumt. Zwar hing an der Türe das "Nicht stören"-Schild, aber sie stand offen, als die Stern-Reporter davor waren. Das Personal hat in den Befragungen nicht ausgeschlossen, dass sie evtl. ein Zimmer mit offener Türe betreten und "abgeräumt" haben. Konnten sich konkret aber nicht mehr erinnern.

Mir leuchtet das am ehesten ein.
Zitat von Genosse102000Genosse102000 schrieb:Die Existenz von Robert Roloff schließt keinen Selbstmord von Barschel aus.
Richtig. Aber es gibt halt außer Barschels eigenen Angaben keinen Fetzen tatsächlichen Anhaltspunkt für die Existenz des Roloff.
Zitat von Genosse102000Genosse102000 schrieb:Aber was mich ratlos macht, wieso hat Barschel keinen Abschiedsbrief geschrieben? Er hatte doch mehrere Kinder gehabt, will er es denen nicht erklären, wieso er sich das Leben nimmt?
Es wurde hier diskutiert über Selbstmord das wie Mord aussehen sollen. Das glaube ich nicht, weil hier auch diskutiert wurde, dass Barschel nach Sterbehilfe Anleitung vorgegangen ist und der Tatort sieht auch nach Selbstmord aus (Nicht nach Mord).
Die Frage mal rumgedreht: Warum noch einen Abschiedsbrief schreiben, wenn das Versagen, das Scheitern, das Ende der kometenhaften Karriere so offensichtlich war? Den Kindern einen Brief hinterlassen, der das Versagen des perfekten Vaters noch einmal manifestiert?

Es könnte auch sein, dass Barschel es schlicht nicht über's Herz brachte, einen Abschiedsbrief zu schreiben. Solche Briefe verfasst zudem nur eine Minderheit der Suizidenten.

Warum hat er nicht dafür gesorgt, dass es mehr nach Mord aussah? Ist eine interessante Frage. Barschel hatte da einen Zielkonflikt: Er wollte irgendwie aus dem Leben scheiden, es sollte sicher und sanft sein. Ohne Gewalt. Zugleich wollte er noch falsche Spuren legen, siehe Roloff.

Wir dürfen aber an den Uwe Barschel an jenem Tag/in jener Nacht nicht allzu hohe Anforderungen stellen. Wer denkt, so eine Selbsttötung ist so easy wie eine Wurzelbehandlung, der dürfte sich täuschen. Dr. Dr. Uwe Barschel ging sicher nicht gerne, da bin ich mir sicher. Den Anschein eines gewaltsamen Todes durch Dritte zu erwecken dürfte nicht so einfach fallen, wie Tabletten mit Alkohol hinunter zu spülen.

Im Ergebnis waren seine falschen Spuren eher fragmentarisch: Die Chimäre Roloff, kein Abschiedsbrief, Satre auf dem Bett, Krawatte in der Badewanne. Aber ein Tod wie im Suizidhandbuch der Gesellschaft für Humanes Sterben. Das kein Geheimdienst der Welt so hinbekommen würde (deshalb fallen in Russland so viele Menschen aus dem Fenster oder sterben nachweislich an Spezialgiften).

Was nach seinem Tod alles an Irrsinn hochgezogen werden würde, um aus einem Selbstmord auf Biegen und Brechen einen Mord zu machen, darauf wäre er wohl nie gekommen.


1x zitiertmelden