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Der Fall Uwe Barschel

1.828 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Krawatte, Lösungsmittel Auf Dem Badevorleger, Abgerissener Hemdknopfes ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Fall Uwe Barschel

20.04.2026 um 11:48
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Die Verbindung von "Roloff" zu Pfeiffer ist weiter oben schon mehrfach ausführlich dargelegt worden – und leider weiterhin ein viel zu wenig beachteter Aspekt dieses Falls, obwohl darin der Hund begraben sein dürfte.
Wenn, dann ist doch eher die Verbindung Pfeiffer <> Postel bzw. Roloff <> Postel ein viel zu wenig beachteter Aspekt. Postel dürfte sowohl intellektuell als auch von seiner Veranlagung her eher in die Rolle eines Roloff passen, als Pfeiffer.


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Der Fall Uwe Barschel

20.04.2026 um 11:52
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Es ist zu alledem schon viel diskutiert worden, aber Barschel war wohl zu unbedeutend für so einen Komplott.
Es gibt ja die Stasi-Akten zu Barschel, die nach ab 1992/93 auch von der unbestechlichen Lübecker Staatsanwaltschaft berücksichtigt worden sind, ja sogar der ursprüngliche Grund waren, warum das Ermittlungsverfahren wegen Mordes auf Betreiben der Familie Barschel eingeleitet worden ist.

Barschel wurde zwar in der DDR von der Stasi beobachtet und es wurden vielleicht auch "honey pots" auf ihn angesetzt (in den Stasi-Akten heißt es: "Dr. B. lege immer Wert auf Kontakte zu jungen Frauen"). Er ist gerne im "Neptun" in Warnemünde abgestiegen. Und er wusste sicher, der Mann war nicht doof, dass die Stasi Buch über seine "Kontakte" führte. Aber viel ist dabei laut Akten nicht rumgekommen. V.a. kein Mordkomplott.

Die Frage, ob "Pfeiffer" als Mensch existierte oder nur als "Dummy" im Kopf von Barschel, entscheide ich wie folgt: Wo ganz erhebliche Anstrengungen einer kreativen Fantasie erforderlich sind, glaube ich nicht an Pfeiffer oder Postel. Keiner der Beiden hat sich dazu geäußert. Aber das ist für die weltbewegende Frage "Mord" oder "Suizid" auch nicht entscheidend.


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Der Fall Uwe Barschel

20.04.2026 um 16:50
Zitat von OpLibelleOpLibelle schrieb:Wenn, dann ist doch eher die Verbindung Pfeiffer <> Postel bzw. Roloff <> Postel ein viel zu wenig beachteter Aspekt. Postel dürfte sowohl intellektuell als auch von seiner Veranlagung her eher in die Rolle eines Roloff passen, als Pfeiffer.
Das gehört für mich alles zusammen, ich habe es verkürzt wieder gegeben. Sorry.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Die Frage, ob "Pfeiffer" als Mensch existierte oder nur als "Dummy" im Kopf von Barschel, entscheide ich wie folgt: Wo ganz erhebliche Anstrengungen einer kreativen Fantasie erforderlich sind, glaube ich nicht an Pfeiffer oder Postel. Keiner der Beiden hat sich dazu geäußert. Aber das ist für die weltbewegende Frage "Mord" oder "Suizid" auch nicht entscheidend.
Vielleicht muss ich hier nochmal etwas ausholen:

Ich glaube auch nicht, dass Pfeiffer oder Postel als "Roloff" Barschel nach Genf gefolgt sind.

Ich vermute eher, dass Barschel mit dem (mutmaßlichen) Hirngespinst "Roloff" in die Pfeiffer/Postel-Richtung verweisen wollte. Weil "Roloff" in diesem Umfeld eben schon als Deckname verwendet wurde.


Wenn ich mich versuche in Barschel hinein zu denken, alles, was wir über ihn wissen, die von Günther Potschien veröffentlichten Barscheleien der 1970er und Waterkantgate 1987, letztlich alles wenig phantasievolles, plumpes, schwaches Intrigantenmachwerk, aber aus der beschränkten Sicht Barschels eben "mächtig", dann würde es Barschel meiner Meinung nach auch ähnlich sehen zu glauben, mit einer Nebelkerze "Roloff" etwas zu seinen Gunsten bewirken zu können, indem er nämlich den Eindruck erweckt, das Pfeiffer-Umfeld habe ihn nach Genf gelockt und umgebracht damit nicht aufkommt, dass Pfeiffer alle Vorwürfe gegen ihn, also Barschel, nur erfunden hat.

Für mich wäre das "typische Barschel-Logik".


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Der Fall Uwe Barschel

20.04.2026 um 20:31
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Für mich wäre das "typische Barschel-Logik".
Die sich mir bei aller Empathie und intellektueller Anstrengung nicht erschließt, obwohl ich dem norddeutschen Intrigenstadl des Herrn Dr. Dr. viel zutraue. Aber das mag ja auch an mir liegen.

Übrigens: Politiker, die während ihrer aktiven Zeit als Fraktionsvorsitzender, MdB, Minister, Generalsekretär usw. promovieren, ja, das sogar zwei mal tun (s.o.), die sind extrem mit Vorsicht zu genießen. Das geht nämlich zeitlich bei einem 16-Stunden-Tag nicht seriös. Zumeist haben sie sich mit Macht und Einfluss unzulässiger Hilfe bedient. Und sind krankhaft ehrgeizig.


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Der Fall Uwe Barschel

20.04.2026 um 21:44
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Politiker, die während ihrer aktiven Zeit als Fraktionsvorsitzender, MdB, Minister, Generalsekretär usw. promovieren, ja, das sogar zwei mal tun (s.o.), die sind extrem mit Vorsicht zu genießen
Als Barschel erstmals in den Kieler Landtag gewählt wurde - nämlich im Mai 1971 - war er bereits seit einem Jahr Dr. jur. und seine Promotionsarbeit zum Dr. phil. dürfte bereits zienmlich fertig gewesen sein, denn den Titel bekam er noch im gleichen Jahr.


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20.04.2026 um 22:14
@agentx
Zitat von agentxagentx schrieb:Es ist nachgewiesen, dass sich Uwe Barschel des öfteren in der ehemaligen DDR aufgehalten haben soll.
Der Satz ergibt keinen Sinn!


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Der Fall Uwe Barschel

21.04.2026 um 01:28
Zitat von agentxagentx schrieb:Es ist nachgewiesen, dass sich Uwe Barschel des öfteren in der ehemaligen DDR aufgehalten haben soll.
Deshalb habe ich immer vermutet, dass es sich um einen Mord handelt.
Vielleicht hat er etwas gewusst, was die Stasi verhindern wollte, dass es öffentlich wird.
Vielleicht, vielleicht auch nicht. Warum ich umgekehrt nicht an einen Mord glauben kann, habe ich auch schon gesagt und das hat auch nicht nur mit der Beweislage des Falls zu tun. Aber so formuliert, kommt es mir doch ein wenig zu sehr wie "Bauchgefühl" vor. Es haben sich viele Politiker in der DDR aufgehalten, ohne deswegen umgebracht zu werden. Und letztlich stellt sich dieselbe Frage, wie bei der angeblichen "Mossad-Connection", was Barschel eigentlich ach so weltbewegendes gewusst haben soll. Bei der Mossad-Erzählung geht es immerhin um (in der Realität zweit- bis drittrangige) U-Boot-Geschäfte. Worum geht es bei der angeblichen DDR-Connection?


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21.04.2026 um 13:13
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Die sich mir bei aller Empathie und intellektueller Anstrengung nicht erschließt, obwohl ich dem norddeutschen Intrigenstadl des Herrn Dr. Dr. viel zutraue. Aber das mag ja auch an mir liegen.
Vielleicht sind meine Formulierungen nicht schlüssig genug.

Die Verwendung des Namens "Roloff" dürfte jedenfalls kein Zufall sein.

Nur meine fünf Eurocent.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Übrigens: Politiker, die während ihrer aktiven Zeit als Fraktionsvorsitzender, MdB, Minister, Generalsekretär usw. promovieren, ja, das sogar zwei mal tun (s.o.), die sind extrem mit Vorsicht zu genießen. Das geht nämlich zeitlich bei einem 16-Stunden-Tag nicht seriös. Zumeist haben sie sich mit Macht und Einfluss unzulässiger Hilfe bedient. Und sind krankhaft ehrgeizig.
Genau das steht ja immer wieder im Verdacht, fremde Hilfe für Barschels Promotionen, aber bislang (noch?) ohne Nachweis.
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:die von Günther Potschien veröffentlichten Barscheleien der 1970er
Hierzu möchte ich noch diesen lesenswerten Artikel nachliefern, Barschels Barscheleien der 1970er und die frappierenden Ähnlichkeiten zu 1987:

https://www.spiegel.de/geschichte/cdu-politiker-uwe-barschel-schmutzige-tricks-schon-in-den-70ern-a-1221846.html


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Der Fall Uwe Barschel

21.04.2026 um 15:55
Zitat von agentxagentx schrieb:Es ist nachgewiesen, dass sich Uwe Barschel des öfteren in der ehemaligen DDR aufgehalten haben soll.
Zitat von AfricanusAfricanus schrieb:Der Satz ergibt keinen Sinn!
Dem stimme ich zu, weil eine Vermutung ja "vermutet" wird und dasher gar nicht nachgewiesen werden kann oder muss.
Man kann allenfalls evtl. nachweisen, ob jemand etwas vermutet, also eine Vermutung geäußert hat.

Ich weiß, das ist etwas spitz aber es ist so.

Gucky.


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Der Fall Uwe Barschel

21.04.2026 um 16:21
Zitat von Gucky87Gucky87 schrieb:Dem stimme ich zu, weil eine Vermutung ja "vermutet" wird und dasher gar nicht nachgewiesen werden kann oder muss.
Man kann allenfalls evtl. nachweisen, ob jemand etwas vermutet, also eine Vermutung geäußert hat.
Ah, ich hatte das so aufgefasst, dass sich Barschel niemals in der ehemaligen DDR aufgehalten haben kann, da es die ehemalige DDR erst nach seinem Tod gab/gibt.


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22.04.2026 um 16:04
@Africanus
@Gucky87
@zaeld

Ich denke jeder hat den Satz von @agentx verstanden und um zum Thema zurück zu kommen: Barschels Aufenthalte in der damaligen DDR sind belegt.


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Der Fall Uwe Barschel

25.04.2026 um 21:26
@Cpt.Germanica
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb am 22.04.2026:Ich denke jeder hat den Satz von @agentx verstanden und um zum Thema zurück zu kommen: Barschels Aufenthalte in der damaligen DDR sind belegt.
Dann schreibt man das eben auch so: Es ist nachgewiesen, dass sich Barschel in der DDR aufgehalten hat.


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26.04.2026 um 13:14
Kommt bitte zum Thema zurück.


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04.05.2026 um 20:16
Ich war lange der Auffassung, B. sei ermordet worden. Nach ausgiebigen Diskussionen hier vor Jahren mit @Cpt.Germanica, Monstra (mittlerweile leider abgemeldet) und anderen habe ich nochmal alle mir zur Verfügung stehenden Quellen analysiert. Ich kam danach zu dem Ergebnis, dass es nahezu unmöglich gewesen ist, dass B. seinen Informanten nach Genf umleiten konnte, nachdem zunächst ja Madrid versucht worden war seinerseits zu buchen. Es gibt keinerlei Hinweis auf neuerlichen Austausch mit dem Unbekannten an dem besagten Donnerstag. Samstag reiste B. in aller Früh ab. In einer Welt ohne handy und email mussten solche Kontakte über Telefon laufen. Die sind aber nicht nachweisbar.


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Der Fall Uwe Barschel

05.05.2026 um 12:15
Zitat von EdgarHEdgarH schrieb:Ich kam danach zu dem Ergebnis, dass es nahezu unmöglich gewesen ist, dass B. seinen Informanten nach Genf umleiten konnte, nachdem zunächst ja Madrid versucht worden war seinerseits zu buchen. Es gibt keinerlei Hinweis auf neuerlichen Austausch mit dem Unbekannten an dem besagten Donnerstag. Samstag reiste B. in aller Früh ab
Samstag reiste B. ab? Du meinst wohl: Er wollte am Samstag abreisen?

Barschel wollte ja eigentlich gar nicht nach Genf. Wollte er nach Madrid? Oder nach Zürich? Ich habe es nicht mehr im Kopf. Madrid bietet sich natürlich an, weil es von den Kanaren nach Spanien viele Direktflüge gegeben haben dürfte.

Jedenfalls bekam Barschel kurzfristig keine Flüge zu den Zielen, die er angegeben hatte. Nur Genf war noch frei. Angeblich hat eine Angestellte ihn gefragt, ob das ein Problem mit seiner Verabredung vor Ort wäre. Und Barschel soll gesagt haben: "Meine Verabredung kommt überall hin, auch nach Genf."

Ob er damit seinen Suizid angedeutet hat, oder ein Treffen mit dem Phantom "Roloff"? Sowohl sein Tod wie auch sein Phantom konnten tatsächlich überall hin kommen.

Unklärbar ist, ob Barschel einen Helfer hatte, der ihm z.B. die Medikamente besorgt hat. Vielleicht war das "Roloff", aber auch der musste kurzfristig reagieren können. Aus Scham und zur Verschleierung hat Barschel dann daraus den "Helfer" gemacht, der ihn angeblich entlasten könnte. Mit wem er vom Hotelzimmer aus telefoniert hatte und ob diese Daten von den Ermittlern erhoben worden sind, weiß ich gerade nicht. Es hätte jedenfalls eine unbekannte Nummer sein müssen.

Den angeblichen Zusammenhang zu Pfeiffer und Postelt habe ich ehrlich gesagt nie wirklich verstanden.

Für mich ist Roloff eine Erfindung Barschels.


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Der Fall Uwe Barschel

07.05.2026 um 13:43
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Den angeblichen Zusammenhang zu Pfeiffer und Postelt habe ich ehrlich gesagt nie wirklich verstanden.

Für mich ist Roloff eine Erfindung Barschels.
Nachdem ich es nun schon mehrfach versucht habe zu erklären hier der Hinweis auf Wikipedia, Kapitel "Mitarbeiter und Decknamen":

Wikipedia: Reiner Pfeiffer

Zufälle soll es aber geben, ja ...


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