Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung

Indianer

94 Beiträge, Schlüsselwörter: Indianer

Indianer

23.02.2004 um 22:59
Hoi,
Wer von euch weis etwas mehr über Indianer, dem Volk das angeblich über eine Landbrücke ins Heutige AMerika kam und dort für jahrhunderte im Einklang mit der Natur zu leben, bis schliesslich die Weissen Eroberer aus dem Osten Kamen und sie "Zivilisierten". UIch wäre euch dankbar um hinweise und Informationen.
Mfg Néthilia

When Menkind begins to understand, to love as a child loves and when this love is understood, there will be everlasting peace


melden
Anzeige
dragonmike
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Indianer

24.02.2004 um 00:22
Link: www.indianer.de (extern)

Schau dir den Link an.

Hier ein kleiner Vorgeschmack:


...wer kennt ihn nicht, den edlen Wilden? Wenn wir Europäer den Begriff Indianer hören, verbinden wir damit meistens eine schlanke, durchtrainierte Erscheinung im Federkopfschmuck, welche stolz und frei von jeder Angst auf einem prächtigen Pferd dahergeritten kommt; oder einen wenig bekleideten Mann mit roter Farbe im Gesicht, der in wilder Ekstase um ein riesiges Feuer tanzt. Vielleicht sehen einige durch Costner´s "Der mit dem Wolf tanzt" u.ä. auch das verwitterte Gesicht eines alten Mannes und das ruhige Gesicht einer "Squaw" vor sich. Aber viele denken dabei immer noch an den stets umherstreifenden, Büffel jagenden Plains- (Prärie-)indianer. Die Namen Winnetou, Sitting Bull, Red Cloud haben wir alle zumeist gehört, auch die Stammesbezeichnungen wie Apachen, Dakota, Mohikaner, Irokesen, Huronen, Cheyenne, Comanchen und Blackfeet sind uns durch die Indianerliteratur vertraut.
Aber wer kennt die Nongati in Nordkalifornien, die Cahuilla in Südkalifornien, die Eyak - ein Stamm an der nördlichen Pazifikküste, die Dog-Rib-Indianer im Norden, die Kaska im nordwestlichen Kanada? ....sie alle sind Indianer und lebten nicht von der Büffeljagd. Eben diese Büffel- (Bison)kultur war eigentlich nur die Folge der Besiedlung durch
die Weissen (und der Verbreitung des Pferdes) und leider von kurzer Dauer. Viele Stämme dieser Kultur waren ehemalige Waldlandindianer, die durch die ständige Westwanderung der Invasoren aus ihren bisherigen Lebensräumen verdrängt wurden waren. Der Indianer Nordamerikas ist nicht nur der Indianer des Westens. Die Hunderte von Eingeborenenkulturen Amerikas unterscheiden sich mehr oder weniger durch die Art ihrer Wirtschaftsform, durch ihre Sprache, durch ihr Aussehen, ihr soziales Gefüge, Brauchtum und Religion.
Wenn wir also vom Indianer reden (bzw. schreiben), müssen wir genau solche Unterscheidungen machen wie z.B. bei den Europäern, wo sich auch die Italiener von den Schweden, die Deutschen von den Russen, Holländer von Portugiesen unterscheiden.
Das Wort Indianer ist zu einem Begriff geworden, der nur verdeutlichen kann, daß es sich um Menschen zwischen dem nördlichen und dem südlichen Polarmeer und zwischen dem Atlantischen und dem Pazifischen Ozean handelt.
Aufgrund der vielen Wanderungen seit Betreten des neuen Kontinents, lassen sich die Eingeborenen Amerikas kaum in geographische Gruppen einteilen und dies zu einem Unterscheidungsmarkmal machen


Stellung der Frau (Einleitung):

Die Rolle der indianischen Frau Nordamerikas ist wohl wie kaum eine andere so verkannt worden, selbst noch in unserer Zeit gibt es hartnäckige Vorurteile über ihre Stellung in der indianischen Tradition. Weil sie immer am Arbeiten war, immer "gebückt" über dem Kochkessel oder irgendwelchen Fellen stand, sich um den Haushalt, die Kleider kümmerte, immer die Lasten trug, sich um die Kinder kümmerte und und und...ist sie als devote Sklavin, als "unmündiges Bündel" ihres Mannes dargestellt worden. Die Frau hatte für die Bequemlichkeit des Mannes zu sorgen, während er faul im Schatten des Zeltes oder der Hütte saß, wenn er nicht gerade jagte oder kämpfte. Sicher, es gab auch solche Frauen, während es demgegenüber Frauen gab, die wie Prinzessinnen behandelt wurden; aber das waren Ausnahmen. Meist war das Leben nordamerikanischer Ureinwohnerinnen irgendwo in der Mitte zwischen diesen beiden Extremen angesiedelt. Die Frau war Partner des Mannes, die ihren Teil der Pflichten erledigte und er die seinen. Und dabei übte die Frau natürlich mehr oder weniger Einfluss auf ihren Mann aus. Aus heutiger Sicht betrachtet, erscheinen vielen von uns die Aufgaben der Indianerfrau niedrig, machen doch überall auf der Welt die Männer Geschichte. Dabei war die Aufgabenverteilung sinnvoll und nicht dogmatisch. Indianische Frauen waren sich ihrer Rolle als Lebenspendende und der damit verbundenen Hochachtung seitens der Männer durchaus bewußt. Nicht umsonst ist der Begriff Erde in den meisten indianischen Sprachen weiblich und bedeudet Mutter, die die Leben gebärt. Was haben denn die Frauen der weißen Invasoren getan? All das, was die Indianerfrau auch tat, nur daß ihre "rote" Geschlechtsgenossin mehr Sicherheiten und Unabhängigkeit besaß. Die Eingeborenenfrau mußte nicht befürchten, vielleicht zu verhungern oder von Almosen zu leben, wenn ihr Mann plötzlich starb, denn die Gemeinschaft ihres Stammes und vor allem ihre Verwandten, welche ständig da waren, kümmerten sich um sie. Man kann also keinesfalls sagen, daß die indianische Frau eine untergeordnete Rolle in der Geschichte der Indianer spielte, im Gegenteil, wie diese Weisheit der Cheyennen am Ende meiner Einleitung beweist:
Ein Volk ist so lange nicht erobert, wie die Herzen seiner Frauen stark sind. Dann aber ist es aus und vorbei - einerlei, wie mutig die Krieger und wie stark ihre Waffen auch sein mögen.





Wenn du jetzt neugierig auf mehr bist, schau dir den Link genauer :)



Adios.


------------------------------
Zeit ist Geld, also ist Hektik Armut.

Vive la révolution

Da sah Gott, dass die Schlechtigkeit des Menschen ausnehmend groß war auf der Erde und dass jede Neigung der Gedanken seines Herzens allezeit nur schlecht war. Und Gott bedauerte, dass er Menschen auf der Erde gemacht hatte, und es es schmerzte ihn in seinem Herzen. (Buch Mose)

Heiliger Erzengel Michael,
verteidige uns im Kampfe! Gegen die Bosheit und die
Nachstellungen des Teufels sei unser Schutz! Gott gebiete
ihm, so bitten wir flehentlich! Du aber, Fürst der himmlischen
Heerscharen, stürze Satan und die anderen bösen Geister,
die zum Verderben der Seelen die Welt durchziehen,
mit der Kraft Gottes hinab in die Hölle! Amen

**********
Angebetete Dreaming Angel, du Sonnenschein der dunkeln Nacht, du Lichtstrahl der Glückseeligkeit, du wunderschönes Geschöpf des Lebens, du Stern am Firmament, du Schein meiner Schlaflosen Nächte, ich werde dich immer beschützen, immer auf deiner Seite stehen, dich Lieben und Ehren, so war mit Gott helfe.
*********


melden
Klavier
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Indianer

21.01.2012 um 16:49
@Néthilia
Das hört sich ganz nach den Inuit aus Alaska an. Diese sind einst aus den Bereichen Russlands über eine Landbrücke , in das heutige Nordamerika eingewandert! Diese nativen Einwohner haben nichts mit den Uramerikanern zu tun. Sie stammen von der Bevölkerungsgruppe der Chukchis ab.
Als kleinen Tip, kann ich Dir da ein schönes Buch von James A. Mischener empfehlen, es heißt sogar
Alaska!
In diesem Buch geht es um den 51. Bundesstaat der USA, von der Entsstehung bis in die siebzieger Jahre. Das Buch besteht überwiegend aus Tatsachen. Namen und Personen sind zum Teil frei erfunden, aber der Handlungsablauf stimmt.
Ich hoffe es nimmt mir niemand krumm, dass ich einen so alten Thread ausgegraben habe.


melden

Indianer

21.01.2012 um 21:16
dickes Buch. Hab's in den 90ern im Urlaub gelesen. :)

Tolles Buch, kann's wärmstens empfehlen.


melden
Klavier
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Indianer

21.01.2012 um 22:23
@Narayan
Ja, ist auch klasse! Ich habe das Ding ganze dreimal gelesen! Da ich eh ein Faible für Alaska habe


melden

Indianer

22.01.2012 um 00:30
ganz meiner Meinung


melden

Indianer

24.01.2012 um 04:18
Ich würde dir das Buch "Die Wunden der Freiheit" empfehlen. Dort geht es aber auch erst nach Kolumbus los.

"Mit welchen Tricks und brachialer Gewalt die Weißen die Vertreibung und Vernichtung der indianischen Völker betrieben haben, ist in "Wunden der Freiheit" nachzulesen. In diesem spannenden Buch kommen die Indianer selber zu Wort."

mich selbst hat das Buch sehr mitgenommen


melden
Klavier
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Indianer

24.01.2012 um 11:33
@_Vega_
Da werde ich mal nach schauen. Kommt in dem Buch Alaska auch vor. Allerdings geht es da mehr um die Inuit, Tlingits , Athapasken und den Creolen. Aber das Thema ist gleich. Alkohol durch die Walfänger und die Ausbeutung der Rescorcen.


melden

Indianer

24.01.2012 um 15:45
@Klavier
ja, in dem Buch werden Rassismus, Zwangschristaniesierung, und die Massengenozide zur Sprache gebracht. Ich hatte da mal ne saugute old-school doku auf dvd aus der Bücherrei in der es mehr um die Lebensweise und Kultur ging, war ne Hammerscheibe, sehr wissenswert und ohne hollywood-action effekte, wie man das von neueren Dokus gewöhnt ist.


melden
Klavier
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Indianer

24.01.2012 um 17:17
@_Vega_
Das waren früher eh ganz harte Zeiten, was da abging. Die ganzen Kolonialherren haben sich wie Sau aufgeführt. Ob Nord-oder Südamerika, Afrika oder sonstige Kolonialgebiete. Kommerz und Kirche, ganz heftig.


melden

Indianer

25.01.2012 um 03:14
@Klavier

Ich weiß, da hat sich nie jemand verantwortlich gefühlt, und das sind auch heute noch ganz harte Zeiten. Indianer werden für Soja und Palmölplantagen genauso mt Gewalt aus ihrem Lebensraum vertrieben. Im Amazonas wird auch illegal nach Gold gegraben und dadurch das Wasser mt Quecksilber vergiftet, was die Indianer dort krank macht. Südamerika-Kommerz und Kirche-wie du sagst, ist ganz brandaktuell. Was in Nordamerika von der Indianerkultur übrig geblieben ist, sieht man ja... Indanerreservate mit Alkohol- und Drogenproblemen (wie bei den Aboriginees) Prostitution, Suizidgefährdete Kinder und Jugendliche... Wie der "Abfall" einer großkapitalistisch ignoranten Gesellschaft, die sich jetzt mt Problemen we Umweltschutz rumschlagen muss. Indianer brauchen das ncht, weil sie ihre Umwelt lieben, nicht so wie wir. Für mich sind die im Kopf daher viel fortgeschrittener.
Wenn du über aktuelles was wssen willst, googel mal "Survival International". Ich bin dort Mitglied


greetz, Vega


melden
Klavier
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Indianer

25.01.2012 um 06:47
@_Vega_
Ja, leider ist das heute immer noch so. Auf politischer Ebene wird da auch viel zu wenig gemacht.
Fragt sich wirklich, wann die Gesellschaft endlich mal dazu lernt?


melden

Indianer

25.01.2012 um 13:54
@Klavier

es liegt an jedem selbst, nicht an der Gesellschaft


melden
Klavier
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Indianer

25.01.2012 um 14:34
@_Vega_
Man selbst kann sicher mit der entsprechenden Denkweise einiges positives bewegen. Nur die schlechten , oder falschen Gedanken steckt noch in so vielen Köpfen. Was ja letztlich die gesellschaft ist.
Man braucht ja gar nicht mal so weit in die Welt schauen, es beginnt ja schon praktisch vor der Haustür. gerade im Moment wieder mit der rechten Szene. Nach den Morden an den Migranten, durch diese Terrorzelle wird wieder diskutiert über ein NPD Verbot. Ich frage mich was da noch gross geredet werden muss? Das ist doch schon gegen Menschenrechte und kann nach dem Grundgesetz doch demnach ruhig verboten werden.
Wahrscheinlich werden sicher wieder einige sagen, dann gehen die rechten in den Untergrund oder sowas. Selbst wenn es aber so wäre, muss der Staat mit voller Härte durchgreifen.


melden

Indianer

25.01.2012 um 15:14
@Klavier

ich antworte dir über PN, das weicht glaub ich bissel vom Thema ab


melden
Klavier
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Indianer

25.01.2012 um 15:15
@_Vega_
Alles klar!


melden

Indianer

05.06.2012 um 15:14
@Néthilia
@Klavier
@_Vega_
@Narayan
@dragonmike

Sehr zu empfehlen ist dieses Buch auch zum Thema:

15609

Aus dem Vorwort des Buches:

"Guiodo Krepphold ist überzeugt, dass eine Synthese von abendländischer Ratio und indianischer Intuition zur Überwindung der weltweiten Zivilisationskrise beitragen wird"


Auf der Rückseite des Einbandes ist ein Ausspruch von einem Häuptling dr Taos - Pueblo - Indianer, Ochwiaä Biano, welcher er zu C.G. Jung sagte:

"Sieh, wie grausam die Weissen aussehen
ihre Lippen sind dünn und ihre Nasen spitz.
Ihre Gesichter von Falten gefurcht
und ihre Augen haben einen starren Blick
sie suchen immer etwas, aber was: was suchen sie?
Wir wissen es nicht, was sie wollen.
Wir glauben, das sie verrückt sind"
_Vega_ schrieb:

es liegt an jedem selbst, nicht an der Gesellschaft
ja, alles ist miteinander vernetzt, und alle unsere Gedanken und Taten haben Auswirkungen auf alle. So bilden wir unsere Gesellschaft selbst, so wie sie sich darstellt.


melden

Indianer

06.06.2012 um 08:56
@elfenpfad
Hast du dieses Buch denn endlich gelesen? Bis jetzt gibst du immer Buchtipps und hast da nicht mal reingeschaut.


melden

Indianer

06.06.2012 um 20:08
@spöckenkieke

unterlass bitte diese Unterstellungen !
Wenn ich Buchtipps gebe, dann sind die auch gelesen, versteht sich von selbst !


melden
Anzeige

Indianer

06.06.2012 um 20:47
elfenpfad schrieb:Wenn ich Buchtipps gebe, dann sind die auch gelesen, versteht sich von selbst !
Also bis jetzt konntest du nie was zu den Büchern sagen, was nicht bei Amazon steht. Ich erinnere dich nur mal an die Bücher die du im EvD Thema vorgeschlagen hast ohne sie zu kennen. Wo du sogar dem Buch widersprechende Aussagen gemacht hast. Da kriegt man doch schnell den Eindruck, dass du die Bücher gar nicht kennst die du so vorschlägst.


melden
321 Mitglieder anwesend
Konto erstellen
Allmystery Newsletter
Alle zwei Wochen
die beliebtesten
Diskussionen per E-Mail.

Themenverwandt