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Die andere Sichtweise der Schizophrenie

330 Beiträge, Schlüsselwörter: Schizophren

Die andere Sichtweise der Schizophrenie

25.11.2010 um 23:34
@fritzchen1

"Das Geräusch "Rot""
Das sagt schon alles! :D

nein, er hat recht^^


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Fabiano
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Die andere Sichtweise der Schizophrenie

25.11.2010 um 23:49
@delayer

"Möglicherweise sind all die Schitzophrenen garnicht krank, sondern kerngesund."

Das glaube ich allerdings weniger. Wie man es nennt, ist eher unwichtig, aber Fakt ist, dass gewisse Zustände alles andere als kerngesund sind. Vor allem dann nicht, wenn die Betroffenen selbst schwer darunter leiden.

"Ärtze erkennen nur einen Unterschied zu ihrer Verhaltensweise und bezeichnen es gleich als krank."

Das ist ein durchaus interessanter Aspekt. Ab wann ist der Mensch überhaupt krank und wer definiert das und nach welchen Kriterien?

Allerdings dein Beispiel ist ziemlich aus der Luft gegriffen. Und sollte es so ein ähnliches Beispiel tatsächlich geben, so dürfte es sich in Wirklichkeit doch sicher etwas anders verhalten als so wie du es geschildert hast.

Ein Arzt stempelt normalerweise niemanden einfach als Krank ab, weil er sich etwa angegriffen fühlt. In der Regel kommt auch nicht der Arzt einfach irgendwo hin und stempelt einfach irgendwelche Leute als krank ab, und schon gar nicht weil ihm einfach mal so danach ist, sondern die Kranken kommen aufgrund irgendwelcher Beschwerden die sie haben und worunter sie leiden selbst zum Arzt und erwarten a) dass er ihnen hilft und b) dass er ihnen eine Diagnose stellt. was sie denn nun haben.

Wenn ein konkreter Anlass oder Grund für eine Selbst- oder Fremdschädigung besteht, dann und nur dann hat der Arzt das Recht, ihn auch gegen seinen Willen festzuhalten. Allerdings auch nicht von unbegrenzter Dauer. In der Regel wird dann so jemand in die Psychiatrie eingewiesen und innerhalb von 48 Stunden muss durch einen Richter, einen Arzt und einen Sozialarbeiter in einer sogenannten Psych-KG die Lage abgeklärt werden, ob tatsächlich eine länger befristete Unterbringung in der Psychiatrie notwendig ist. Wenn nicht, darf so jemand gar nicht gegen seinen Willen länger festegehalten werden.

Bei einer Gefahr gegenüber sich selbst bin ich skeptisch, denn das muss letztlich jeder selber wissen, in wie weit sich jemand etwas antun will. Bei Fremdgefahr sehe ich darin allerdings durchaus einen Sinn. Nur, wenn jemand wirklich in einer Psychose steckt und sich Sachen antu will, die er bei "normalem Verstan" nicht tun würde, sähe ich auch darin wieder einen Sinn. Es geht nicht darum, den Menschen seiner Freiheit zu berauben, sondern vor sich selbst und anderen zu schützen.

Ich habe das schon erlebt und muss ganz ehrlich sagen, dass ich mit diesen Menschen, wenn sie Psychotisch waren, nicht mehr zurecht gekommen wäre. Von daher sehe ich das seitdem nicht mehr so wie du. Jemand der in einer Psychose steckt, ist nicht mehr Er selbst. Im Nachhinein sind die meisten sogar dankbar, dass man ihnen geholfen hat. Wer weiß was sie ansonsten in ihrem Zustand sich selbst oder anderen möglicherweise angetan haben. Das fängt bei solchen Aktionen wie Selbstzerstümmelung an und hört schließlich bei Selbstmord oder Mord auf. Und von daher finde ich das in Ordnung, wenn solche Menschen dann vorübergehend unter ärztliche Kontrolle gesetzt werden.

Die Symptome sind äusserst Vielfältig und können das gesamte Spektrum dieses Krankheitsbildes so wie du es beschrieben hast, gar nicht abdecken. Das Stimmen hören ist eines von vielen Symptomen, es kann auftreten, muss aber nicht zwangsläufig. Und es tritt nicht erst in der Psychiatrie selbst auf, sondern besteht in den meisten Fällen auch schon vorher.

Ich habe mal jemanden erlebt, der plötzlich psychotisch wurde und den ich dann in der Psychiatrie wiedersehen durfte.- Klar ist das kein schönes Bild, wo lauter mehr oder weniger schwer gestörte Menschen herum laufen und teilweise auch unkontrolliert herum brüllen. Aber das ist nicht die Ursache dessen, warum sie Stimmen hören.

Ich weiß auch, was mir derjenige alles erzählt hat, wie die Ärzte mit ihm umgegangen sind. Die Person war auch sehr aggressiv und daher hatte man sie ans Bett gefesselt. Wäre die Person aber nicht so aggressiv gewesen, hätte man das auch gar nicht gemacht. Das hängt vom Zustand und der Verfassung des Patienten ab, nicht von der Willkür der Ärzte.

Und man wird auch nicht von den Medikamenten und Spritzen erst krank, sondern man war es vorher auch schon. Die Medikamente die in der Regel eingesetzt werden sind erst einmal Beruhigungsmittel, da viele eingelieferte Patienten sich in einem Ausnahmezustand befinden und erst mal wieder runter kommen sollen. In zweiter Linie werden Psychopharmaka eingesetzt, welche in der Hauptsache Dämpfend und Regulierend wirken, was dann auch die starken Stimmungsschwankungen regulieren und oftmals lässt dann auch das Stimmen hören nach und die Psychose klingt ab.

Ich kenne wie gesagt jemanden, der das alles durchgemacht hat und heute froh ist, dass ihm durch eine gezielte Medikation ein halbwegs normales Leben ermöglicht werden kann. Der sagte selbst zu mir: Wenn ich die Medikamente nicht mehr nehmen würde, dann würdest du mich binnen kürzester Zeit nicht mehr wieder erkennen, dann wäre ich wie ein Zombie. Aber viele Kranke sind auch einfach gar nicht einsichtig, halten sich selbst für Gesund und die anderen alle für Krank.


"Für mich persönlich sind das die Symptome eines kerngesunden Menschenverstandes."

Für mich nicht ! Ich hab auch jemanden erlebt, wie er allmählich abdrehte und nur noch wirres Zeug anfing zu reden, völlig zusammenhanglos und teilweise beleidigend und beschuldigend, mir gegenüber mit Sachen die hinten und vorne nicht stimmten. Dann Gewalttätigkeit und unkontrollierte Aggressionen - Das war alles andere als das was ich unter "kerngesundem Menschenverstand" betrachte...


"Ich war mal nen Tag zu Besuch, ist schon länger her, ich kann nicht sagen, wie viele herzensgute Menschen ich kennengelernt habe, die voller Verzweiflung waren, weil die Ärzte ihnen täglich einreden, dass sie psychisch labil seien und nicht mal an die frische Luft dürften."

Wie gesagt, die Person die ich kenne, habe ich dann auch ziemlich oft in der Geschlossenen besucht. Und ich hab da auch andere Menschen kennen gelernt. Die meisten waren Herzensgut, das kann ich auch bestätigen. Aber es gab auch einige durchgeknallte, mit denen ich wirklich nicht lange ohne Beaufsichtigung hätte verbringen wollen.

Verzweifelt habe ich allerdings keinen erlebt. Und an die frische Luft haben sie mit Absprache der Pfleger und Ärzte schon gedurft, nur war das eben ein abgesperrter Gartenbereich und nicht die volle Freiheit, aber das hängt auch vom Zustand des Patienten ab. Später kam die Person die ich da immer wieder besuchte auf die offene Station und dann durfte ich in Absprache sogar Ausflüge machen und wenn ich gewollt hätte, hätte ich ihn mitnehmen können. Es kamen mir sogar manchesmal die Gedanken und ich sagte es dann auch: Wie wärs, wenn ich dich jetzt einfach mitnehme? - Er wollte aber nicht !


"Und alles nur, weil alle Ärzte ihr Medizinstudium nicht ertragen haben und mit ihrer Welt nicht mehr zurechtkommen?"

Ganz sicher nicht !


"Aber das allerschlimmste ist, dass jeder, der diesen Text lesen wird, sich unbetroffen am Kopf kratzen wird und all die herzensguten Menschen in ner Psychiatrie verrotten lässt."

Also bitte, verrotten lässt man diese Menschen selbst in der Psychiatrie nicht ! Und wie schon gesagt, ich hab der einen Person selbst angeboten, ich nehme dich mit - Die wollte aber gar nicht ! Ich hab mich sogar angeboten, selbst als Betreuungsperson zu agieren, auch das lehnte die Person ab !

Ich sag dir mal was: Wer länger in der Psychiatrie ist, der ist in der Regel auch nicht ohne Grund dort ! Ich hab ja auch so meine Macken und hab so manchesmal gedacht: Wer weiß, ob die dich nicht nachher noch selber dort festhalten... Ne, haben sie aber nicht ! Und die Person die ich dort eine längere Zeit besucht hatte, die war auch nicht ohne Grund da. Und ich wäre mit ihr alleine nicht fertig geworden. Und heute führt diese Person wieder ein ganz normales Leben...


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Die andere Sichtweise der Schizophrenie

25.11.2010 um 23:53
Omega. schrieb:"Das Geräusch "Rot""
Das sagt schon alles!
oder die Buchstaben r o t wie er sagt.

jetzt bin ich mal gespannt was du diesen Buchstaben zuschreibst. TISCH :)


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Die andere Sichtweise der Schizophrenie

26.11.2010 um 00:20
@fritzchen1

nein, bei 3:22 hat er sich versprochen, im freudschen Sinne sozusagen^^
Es gibt ja tatsächlich Menschen, die Farben hören usw.^^

r o t ist Blut.


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Die andere Sichtweise der Schizophrenie

26.11.2010 um 00:36
Fabiano schrieb:Und ich wäre mit ihr alleine nicht fertig geworden.
Vielleicht spürt man das und will deshalb nicht mit? Wäre ja auch unklug- noch ein Leben zu "belasten"
Fabiano schrieb:Die Medikamente die in der Regel eingesetzt werden sind erst einmal Beruhigungsmittel, da viele eingelieferte Patienten sich in einem Ausnahmezustand befinden und erst mal wieder runter kommen sollen.
Ich finde, daß Volldröhnen nicht gerade eine Lösung ist!
Ich denke, es ist sehr unterschiedlich, was eine Person in diesem Moment braucht!! Und weil das keiner rausfindet, gibts die Spritze. Ist auch billiger. Sowie das Fixieren. Spart Personal.


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Die andere Sichtweise der Schizophrenie

26.11.2010 um 00:47
Omega. schrieb:nein, bei 3:22 hat er sich versprochen, im freudschen Sinne sozusagen^^
Es gibt ja tatsächlich Menschen, die Farben hören usw.^^
"Grundvoraussetzung für die lautsprachliche Lautbildung ist die Atmung, die über die Lunge die zum Sprechen benötigte Atemluft liefert."

Wikipedia: Artikulation_%28Linguistik%29

Welche dann beim Empfänger etwas auslöst. Er hat sich nicht versprochen. Er meint es wohl auch so.
Omega. schrieb:r o t ist Blut.
und was ist ein Tisch?


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Die andere Sichtweise der Schizophrenie

26.11.2010 um 00:52
@fritzchen1

ah, ja im Sinne der Zuschreibungen, ist r o t auch ein Geräusch, stimmt.^^ als ausgesprochenes Wort.

Tisch ist das Oberhaupt von Stuhl?^^


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Die andere Sichtweise der Schizophrenie

26.11.2010 um 01:32
Omega. schrieb:Tisch ist das Oberhaupt von Stuhl?^^
Damit kann nur der heilige Stuhl gemeint sein.


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Fabiano
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Die andere Sichtweise der Schizophrenie

26.11.2010 um 09:32
@omega

Was meinst du denn damit?
"Vielleicht spürt man das und will deshalb nicht mit? Wäre ja auch unklug- noch ein Leben zu "belasten"

Meinst du vielleicht, ich hätte mich gleich mit einweisen lassen sollen, um der Person Gesellschaft zu leisten? Ich glaube nicht, dass die mich ohne jeden Grund einer psychischen Erkrankung da behalten hätten, mir ein Bettchen hergerichtet, ein Zimmerchen frei gemacht und dann noch auf Krankenversicherungskosten dort mit verköstigt hätten ... :D


"Ich finde, daß Volldröhnen nicht gerade eine Lösung ist!"

Da gebe ich dir Recht ! Das ist mir dort auch aufgefallen. Die Dosierungen erschienen mir stets reichlich bemessen worden zu sein. Im Zweifelsfalle lieber etwas zu viel als zu wenig, schien mir die Devise zu sein. Und das ist nicht immer angebracht.


"Ich denke, es ist sehr unterschiedlich, was eine Person in diesem Moment braucht!! Und weil das keiner rausfindet, gibts die Spritze. Ist auch billiger. Sowie das Fixieren. Spart Personal."

Wie willst du das bei einem schwer psychotischen Menschen der sich in einem Wahn befindet auch herausfinden, was der gerade braucht? Das Fixieren ist, wenn es angewendet wird, immer auch abhängig vom jeweiligen Patienten. Wenn kein berechtigter Grund dazu besteht, darf es eigentlich nicht vorgenommen werden.

Wir können das Thema natürlich jetzt zerrupfen und alles in Frage stellen oder sachlich darüber weiter diskutieren. Es geht ja hier um eine andere Sichtweise der Schizophrenie und nicht nur um eine Kritik an der Behandlung in psychiatrischen Kliniken. Aber wenn du alles besser weißt, würde ich mich an deiner Stelle gleich mal bei so einer Klinik melden und als neuer Chefarzt bewerben :D


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delayer
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Die andere Sichtweise der Schizophrenie

26.11.2010 um 15:39
TimTom schrieb:Seit wann soll das eine Tatsache sein?
Die Behauptung war, dass das Immunsystem und in letzter Ursache die Psyche für alle Krankheiten ursächlich ist.

Das Immunsystem ist dann schuld, wenn es eine Krankheit nicht mit voller Kraft zu heilen versucht. Dass für eine Erkältung das Immunsystem schuld ist, kannst du dir damit erklären, dass es bei einer Erkältung nur einen Bruchteil aller möglichen Killerzellen (heilende Zellen) zur Verfügung stellt. Nach psychischen Einflüssen, beispielsweise Lachanfällen sind eindeutig mehr Killerzellen nachweisbar.

Wie gesagt, das Immunsystem ist an den Krankheiten schuld, wenn es Heilung unterlässt. Bei Autoimmunerkrankungen ist es sogar ursächlich.


Selbst der Verliebte ist vollkommen geistig gestört. Man könnte behaupten jeder Verliebte ist von Sinnen. Nur im Gegensatz zu den Schizophrenen kommen die nicht in die Psychiatrie.

Das Schlimme ist ja, dass der Arzt die Vollmacht über dich hat. Was noch viel schlimmer ist, ist die Tatsache, dass jemand, der sich psychiatrisch heilen lassen will, darüber garnicht aufgeklärt wird.

Jo und ein Fabiano meint er selbst wäre kerngesund, obwohl er selbst wahrscheinlich ein Zöllibat abgelegt hat.

Schizophrenie oder Depressionen werden auf jeden Fall nur dann geheilt, wenn man auf den Patienten eingeht, oder ihm Mut macht. Das ist in der Realität sicherlich nicht der Fall, da er ständig aufpassen muss, dass er nichts falsches sagt, damit der Arzt ihn nicht mehr aus der Psychiatrie lässt


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Fabiano
ehemaliges Mitglied

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Die andere Sichtweise der Schizophrenie

26.11.2010 um 15:56
@delayer

Ich finde deinen Ansatz, mal ausserhalb der rein medizinischen Betrachtungsweise an ein psychisches Krankheitsbild heran zu gehen ja im Grunde ganz gut. Nur deine Ansichten sind, ehrlich gesagt mir etwas zu stark von Vorurteilen behaftet. So wie du es schilderst ist es in der Regel nicht.

Ein Arzt hat auch keine generelle Vollmacht über mich. Er kann und darf mich zB. auch nicht einfach gegen meinen Willen operieren. Dazu braucht er meine Zustimmung, ansonsten ist das Körperverletzung. Schwierig allerdings, das musst du zugeben, wird es bei solchen Menschen, die man nicht wirklich fragen kann, weil sie entweder nicht ansprechbar sind, oder demenzkrank sind, oder eben in einer Psychose nicht ganz bei sich. Solche Entscheidungen muss dann jemand anderer möglichst in deren Sinne treffen. Wie soll das sonst gehen? Wie stellst du dir das vor?

Und bei psychischen Erkrankungen sollte man grundsätzlich besser gar nicht von Heilung sprechen. Eine Grunderkrankung die einmal ausgebrochen ist, wird man in der Regel nicht heilen können, sondern höchstens die Symptome behandeln können, das Allgemeinbefinden möglichst wieder soweit regulieren, dass man damit möglichst normal leben kann. Eine Schizophrenie ist aber nicht heilbar !

Und sag jetzt nicht, in der Psychiatrie würde den Menschen kein Mut mehr gemacht, sie würden nur noch abgeschoben werden und man ginge gar nicht mehr auf sie ein - Das stimmt so einfach nicht !

Und ich habe nirgendwo behauptet, dass ich Kerngesund sei. Und ein Zöllibat habe ich auch nicht abgelegt. Und was das nun mit deinem Thread zutun hat, wüsste ich mal ganz gerne...


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delayer
Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied

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Die andere Sichtweise der Schizophrenie

26.11.2010 um 16:10
Fabiano schrieb:So wie du es schilderst ist es in der Regel nicht.
Denkst DU! Aber woher hast du deine Ansicht oder Meinung? Ich denke, Ärzte spielen da eine nicht allzukleine Rolle.

Dass ein Arzt nicht sehr viel logisch denken muss, zeigt sich am Medizinstudium das nur aus Lernerei besteht. Er muss also reproduzieren und nicht kreativ mitdenken.

Denkt mal nicht drüber nach, wie es sein sollte, wenn es perfekt wäre, sondern darüber, wie es in der Wirklichkeit tatsächlich aussieht.


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stratos
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Die andere Sichtweise der Schizophrenie

26.11.2010 um 16:53
So hinetwa ist es wirklich:

Ein Schüler dreht in der Schule wegen blauer Briefe durch
und aus Frust macht er in der Pause den Basketballkorb kaputt.

Die Lehrer kommen dahinter und da der 18jährige Schüler - Gymnasiast gerne kifft
wird er von dem Direktor der Ihm sowiso auf dem Kicker hatte,
in eine Geschlosse Nervenheilanstalt
vonwegen verdacht auf Schizophrenie und zum Entzug weggesperrt.

Dort wehrt der junge Rebell sich gegen seine Zwangseinweisung und wird
zwangsmeditiert. Die Ärzte diagnostizieren Paranoide Schizophrenie und teilen
dem im Psychopharmazeutischen Zwangsjacke steckenden die
ihn dazu bringt nur 1 Satz pro Tag zu denken, + die Libido killt, mit, das er
nie wieder Gesund wird und seine Tabletten bis an sein Lebensende schlucken muss.

Seine Eltern leben schon lange getrennt und seine Mutter bei der er lebte
ist überfordert.

Ein Gerichtsverfahren hat es nie gegeben, der Schüler, eh schon nervlich
am Ende gibt die Hoffnung und den Kampf auf. Er vergeht.

Er stirbt 25 jährig,150 Kilo schwer, eines natürlichen Todes sagten Sie seiner Mutter.
Sie forderte und bekam das Medizinische Gutachten und dort stand
Gehirnschlag...

So ist es doch. Unter Hitler war man Schizophren wen man nicht dienen wollte und wurde
wie alkoholkranke auch auf einem Kastrationsstuhl entmannt. Heute gibt es Pillen + Gehirnwäsche vom Doc deluxe. Da keiner blutet, ist diese Welt so schön und neu.


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Fabiano
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Die andere Sichtweise der Schizophrenie

26.11.2010 um 18:49
Jau, so wird´s wohl sein, wenn du das so siehst, dann ist das für dich eben auch so...

Klar, jeder der kifft und sich mal etwas daneben benimmt, weil er blaue Briefe von der Schulleitung bekommen hat, wird direkt in die Geschlossene eingewiesen - Die Lehrer können das auch, einfach nur so, weil sie ihre Schüler auf´m Kicker haben. Und in der Klinik sind sie dann für den Rest ihres Lebens, werden dick und fett und müssen schließlich sterben...

Und wer hier nicht spurt, dem blüht das gleiche Schicksal. Ab in die Geschlossene und mit der Diagnose: Schizophrenie kriegen sie uns alle :D

Ist mal wieder Märchenstunde angesagt?

LOL


@stratos


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stratos
ehemaliges Mitglied

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Die andere Sichtweise der Schizophrenie

26.11.2010 um 21:16
@Fabiano

Ja, Herr Doktor, Sie müssen es ja wissen ;)

Ich schrieb in meinem Beispiel ein Schüler nicht jeder!!!

Außerdem ist die Realität schon mal um einiges unglaublicher als Fabeln,
da können Märchenonkel nicht mithalten.


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stratos
ehemaliges Mitglied

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Die andere Sichtweise der Schizophrenie

26.11.2010 um 21:48
Ach, hat eh kein Sinn. Schonmal den Film "das Experiment" gesehen?
... geb Menschen Titel und Macht und Du hast ein Patient zu sein.


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Fabiano
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Die andere Sichtweise der Schizophrenie

26.11.2010 um 22:51
Diesen "einen" Schüler aber hast du gerade erst erfunden. Den gibt es gar nicht. Aber gut, wenn dir deine eigenen Erfinungen deiner Fanatsie und Filme mehr sagen als die Wirklichkeit, bitte, dann behalte deine Einstellung halt.

Du gehst also grundsätzlich nie zum Arzt? Er könnte dich ja urplötzlich gegen deinen Willen wegen eines Schnupfens einweisen... :D

Herr Märchenonkel @stratos


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Die andere Sichtweise der Schizophrenie

26.11.2010 um 22:53
@Fabiano

Wenn es mir sehr schlecht geht, und jemand bietet mir an, sich um mich zu kümmern....und ich spüre daß dies eine große Belastung für die Person wäre, möchte ich dieser Person so gesehen nicht zur Last fallen- nur eine mögliche Erklärung, warum dein Angebot evtl nicht angenommen wurde. Soll ja kein Vorwurf sein.
Fabiano schrieb:Wie willst du das bei einem schwer psychotischen Menschen der sich in einem Wahn befindet auch herausfinden, was der gerade braucht?
Siehst du, das ist genau die Einstellung, die einen Psychologen so unfähig macht....
Jemand, in einem "psychotischen Zustand" oder "Wahn" ist noch lange kein Alien, kein Freak, kein Geistesgestörter Irrer mit lockeren Schrauben im Kopf usw^^ will sagen, daß alles seinen Grund hat und man sich da auch hineinversetzen kann, es sei denn, man hat sein Leben in Zuckerwatte verbracht und noch keine "psychotischen Zustände" gehabt, die im Leben nun mal entstehen können, es gibt viele Gründe, sich nicht mehr beruhigen zu können, und die muß man rausfinden und nich das Problem unter Drogen setzen.
Jemand in dieser Position, darf sozusagen kein reiches Kind mit heiler Familie gewesen sein, dann sind die Chancen am besten, daß sich mal jemand hineinversetzen kann.
Meine Berufswahl überlass mal mir ;)


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HOKUSPOKUS
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26.11.2010 um 23:11
@omega
*es gibt viele Gründe, sich nicht mehr beruhigen zu können, und die muß man rausfinden und nich das Problem unter Drogen setzen.*

= Jawoll..
So Denke ich auch...zumindest NICHT ALLZULANGE unter Drogen setzen-
...irgenwann muss gut sein und das Problem sollte an der Wurzel gepackt werden.

Dazu muß der Arzt aber professionell sein. Das sind nicht ALLE.

Arzt Sein ist auch ein super schwieriger Job - das meine Ich im Ernst.
Patient Sein..naja, auch nicht schön.


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Fabiano
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Die andere Sichtweise der Schizophrenie

26.11.2010 um 23:19
Habe ich auch nicht behauptet, dass ein Psychotiker ein Alien oder Freak, Geistesgestörter oder Irrer sei. Nur, in so einem Ausnahmezustand wird man nicht viel erfahren, weil es zumeist kaum möglich ist. Es ist richtig, dass immer alles seinen Grund hat und dass es gilt, diesen heraus zu finden. Das muss aber noch lange nicht jemand sein, der selber Psychosen erlebt hat. Obwohl das unter gewissen Umständen sicher auch gewisse Vorteile böte.

Hast du mal einen Menschen inmitten einer Psychose erlebt? Kannst du da mitreden? Weißt du, dass man mit einem Menschen in so einem Zustand nur sehr schwer vernünftig und gezielt überhaupt reden kann, was los ist? Und ausserdem tut es dem Betroffenen unter Umständen auch nicht gut, wenn man diesen Zustand einfach unbehandelt weiter bestehen lässt, ihn also die Psychose über Wochen und Monate, vielleicht über Jahre ertragen lässt.

Auch die Medikation hat seine Gründe und wird nicht einfach aus Lust und Laune verabreicht. Und nur weil ein Arzt selber noch keine Psychose erlebt hat, heißt das noch lange nicht, dass er deswegen ein Leben lang in Zuckerwatte eingepackt war, ein Kind von reichen Eltern aus heiler Familie sein muss. Alles das hat damit rein gar nichts zutun.

Normalerweise entstehen aber keine Psychosen ! Also haben diese, wenn sie entstehen auch einen Grund. Der kann eine erbliche Ursache haben, die auf eine vererbte Neigung zu einer bestimmten Erkrankung zurück zu führen ist. oder aufgrund eines Traumas. So aus heiterem Himmel wird keiner einfach so mal eben psychotisch.

Eine vernünftige Aufarbeitung ist aber nicht möglich, solange der Betroffene sozusagen gar nicht ansprechbar ist. Und dann gibt es auch Fälle, wo es eindeutig kontraindiziert ist, etwas aufzuarbeiten und sozusagen in dessen Psyche des Betroffenen noch herum zu graben, weil es sich unter Umständen um ein nicht gut verarbeitetes Erlebnis handelt, welches dann erst Recht wieder aufgewühlt wird und die Symptome sich verschlimmern können. Aber ich sehe schon, ihr Experten wisst alles besser. Also was schlägst du vor?

Keine Medikamente mehr? Alle müssen ihre psychosen in Zukunft eben dann ertragen, bis sie von alleine wieder abklingen mit dem Risiko, dass sie jederzeit wieder auftauchen können. Keine Unterbringungen in Kliniken mehr, selbst wenn sie sich dadurch selbst etwas antun könnten, Suizid begehen oder auch gegenüber anderen Gewalttätig oder Agressiv werden können? Einfach alles laufen lassen?

Und es dürfen in Zukunft nur noch Ärzte solche Betroffenen behandeln, die selber psychisch erkrankt sind und sowas also alles schonmal selbst durchgemacht haben? Und zu einem Medizinstudium dürfen in Zukunft keine Kinder von reichen Eltern mehr zugelassen werden, nur noch Kinder aus armen und zerrütteten Familien? Und dann ist deine Welt für dich wieder in Ordnung?



@Omega.


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