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Blausäure in Metallverarbeitung

97 Beiträge, Schlüsselwörter: Blausäure, HCN, Metallverarbeitung

Blausäure in Metallverarbeitung

25.07.2011 um 19:49
Ich meine aber reine Blausäure :D


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Blausäure in Metallverarbeitung

25.07.2011 um 19:53
Als Geologe muss man in der chemischen Analytik auch ständig mit FLusssäure (HF) arbeiten. Dennoch gibt es nur recht wenige Unfälle. Dabei reicht da eine kleine Menge für den schnellen Tod.


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Blausäure in Metallverarbeitung

25.07.2011 um 19:57
zodiac68 schrieb:Da hat wohl jemand zuviel CSI gesehen
Nö, hab ich noch nie gesehen :)

Ist vielleicht auch etwas übertrieben ausgedrückt. Wollte damit nur der TE erklären das es viele Mittel gibt die unverkäuflich sind und sehr gefährlich, manche Branchen sie aber trotzdem benötigen und kaufen können.

@Toma23

Blausäure ist gefährlich da geb ich Dir recht. Aber was ist denn zum Beispiel mit den vielen Medikamenten die Ärzte und Medizinisches Personal täglich benutzen?

Ein bisschen zuviel (z.B. Propofol) und der Patient ist tot.

Die Menge macht immer das Gift.


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Blausäure in Metallverarbeitung

25.07.2011 um 20:02
Was ist Propofol- hab ich noch nie gehört und ich hab da schon viel gehört


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Blausäure in Metallverarbeitung

25.07.2011 um 20:05
@Toma23

Propofol ist eines der drei Medikamente die für eine Narkose nötig sind. Propofol ist das Schlafmittel.

Eine Narkose besteht aus dre Komponenten : Schmerzmittel, Schlafmittel und einer Muskelrelaxans (Muskelentspannend damit der Patient nicht unkontrolliert zuckt unter der Narkose)


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Blausäure in Metallverarbeitung

25.07.2011 um 20:06
@BlackPearl

wie Dormikum`?


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Blausäure in Metallverarbeitung

25.07.2011 um 20:09
Blausäure wird doch eher als Pestizide verwendet, aber auch in der Herstellung von Medikamenten und im Bergbau. Dass es irgendwie in der Metallverarbeitung verwendet wird wusste ich nicht. Es ist als Säure doch viel zu schwach..


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Blausäure in Metallverarbeitung

25.07.2011 um 20:09
@Toma23

Naja, Dormikum wird nicht für ein Narkose im Krankenhaus benutzt.

Für ganz kurze Narkosen im Rettungsmittel z.B. bei einem Politrauma, werden Ketanest und Dormikum gegeben.


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Blausäure in Metallverarbeitung

25.07.2011 um 21:35
@Toma23
Ok, ich habe mich erkundigt! Blausäure wird Definitiv nicht in der Metalverarbeitung genutzt. Auch im Bergbau wird es nicht mehr verwendet, man benutzt jetzt Kaliumcyanid stattdessen.


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Blausäure in Metallverarbeitung

25.07.2011 um 21:36
oh ... danke aber...


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Blausäure in Metallverarbeitung

25.07.2011 um 22:15
BlackPearl schrieb:Es gibt noch weitaus gefährlichere Dinge in der Metallverarbeitung. Dort werden Säuren eingesetzt die Dich in zwei Minuten skelettieren und die werden dann zusätzlich noch unter Strom gesetzt.
Die meisten Säuren sind gar nicht so gefährlich. Schwefelsäure, Essigsäure, Ameisensäure, Salzsäure kriegt man allenfalls ne Hautrötung wenn man sie gleich mit Wasser runterspült. Und bleiben sie länger auf der Haut kommt es zwar zu verätzungen die aber nichts im Vergleich zu einer Verätzung mit einer Lauge ist. Die Haut hat von natur aus einen Säureschutzmantel, eine Fettschicht durch die die Säure nur langsam dringt. In Kontakt mit einer Lauge hingegen reagiert diese Fettschicht mit der Lauge. Lauge+Fett=Seife. Durch die Verseifung dringt die Lauge dann noch schneller in die Haut ein und kann sich innert kurzer Zeit bis auf den Knochen fressen. Das kann zu langjährigen Folgeschäden führen die im schlimmsten Fall gar nicht mehr heilen.

Apropos Blausäure. Ich hab grad erst letzte Woche den Gehalt von Blausäure in Bittermandeln mittels potentiometrischer Titration bestimmt (arbeite in der Analytik).


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Blausäure in Metallverarbeitung

25.07.2011 um 22:31
@Rumpelstil
Ok, ich habe mich erkundigt! Blausäure wird Definitiv nicht in der Metalverarbeitung genutzt. Auch im Bergbau wird es nicht mehr verwendet, man benutzt jetzt Kaliumcyanid stattdessen.
Was an der Giftigkeit der Verbindung wenig ändert.

@Toma23

Cyanide werden z.B. bei der Gewinnung von Gold und Silber eingesetzt (sog. Cyanidlaugerei). Durch Cyanide werden Gold und Silber in lösliche Salze überführt, aus denen sie durch Zink wieder freigesetzt werden. Wegen der Giftigkeit der Cyanide ist dieses Verfahren allerdings sehr problematisch. Meines Wissens wurden in Südamerika bei der Cyanidlaugerei große Mengen Wasser verpestet und dadurch eine Menge Menschen vergiftet.


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Blausäure in Metallverarbeitung

25.07.2011 um 22:34
@Africanus
Nein, natürlich nicht. Die Giftigkeit hat nichts mit der Stärke der Säure zu tun..


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Blausäure in Metallverarbeitung

28.07.2011 um 08:25
Ist es illegal Blausäure zu besitzen oder sich danach zu erkundigen?


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interrobang
ehemaliges Mitglied

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Blausäure in Metallverarbeitung

28.07.2011 um 08:52
@Toma23
Sag doch einfach das du das Zeug haben willst :D


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Blausäure in Metallverarbeitung

28.07.2011 um 11:43
Also bei uns in der Mittelalterszene wird zum Beispiel Ameisensäure benutzt um Stahlkettenhemden schwarz/brüniert zu machen.

Warum sollte dann nicht auch Blausäure ihren Einsatz in der Metallverarbeitung finden?


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ramisha
ehemaliges Mitglied

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Blausäure in Metallverarbeitung

28.07.2011 um 11:59
Braucht ein Goldschmied für seine Arbeit nicht Blausäure oder Arsen?


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Blausäure in Metallverarbeitung

28.07.2011 um 12:00
@Toma23

Natürlich gibt es auch Gesetze für Verkauf und Umgang von Chemikalien in Deutschland.
Für das Inverkehrbringen von giftigen und sehr giftigen Stoffen und Zubereitungen ist eine Erlaubnis der zuständigen Behörde notwendig (§ 2 Abs. 1), wobei bestimmte Ausnahmen gelten. Eine Erlaubnis erhält, wer die Sachkunde nachweist, mindestens 18 Jahre alt ist und die erforderliche Zuverlässigkeit besitzt. Bei der Abgabe von giftigen, sehr giftigen, hochentzündlichen und krebserzeugenden Gefahrstoffen gelten die Informations- und Aufzeichnungspflichten des § 3. Der Abgebende muss sich vergewissern, dass der Abnehmer die Erlaubnis- und Anzeigepflichten nach § 2 erfüllt hat und mindestens 18 Jahre alt ist. Schließlich muss der Abgebende bei giftigen, sehr giftigen, brandfördernden, hochentzündlichen oder krebserregenden, mutagenen oder fruchtschädigenden Stoffen und Zubereitungen die Identität des Abnehmers feststellen, sofern sie ihm nicht schon bekannt ist.
Wikipedia: Chemikalien-Verbotsverordnung

Blausäure hat die Gefährdungsstufe T+ (Sehr giftig) und darfen daher im Versandhandel nur an Wiederverkäufer, berufsmäßige Verwender oder öffentliche Forschungs-, Untersuchungs- oder Lehranstalten abgegeben werden (§ 4 Abs. 2 ChemVerbotsV).


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Blausäure in Metallverarbeitung

28.07.2011 um 12:03
@Hammelbein
Ameisensäure ist nicht wie Blausäure giftig.. daher ist es auch leichter zubekommen und in der Anwendung gesünder.


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Gamma7
ehemaliges Mitglied

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Blausäure in Metallverarbeitung

28.07.2011 um 18:56
Blausäure - auch Cyanwasserstoff genannt - Formel: HCN - wird in ihrer freier
Form definitiv NICHT in der Metallverarbeitung verwendet. Vielmehr, wie hier
schon erkannt wurde, wird aber stattdessen ihr Natrium- oder Kalium- Salz
verwendet (Kaliumcyanid (KCN) oder Natriumcyanid (NaCN).

Und zwar werden diese Alkalicyanide in der Aufreinigung (Trennungsprozess)
von Gold und Silber verwendet, da diese Edelmetalle mit den Cyanidionen komplexe
und sehr leicht wasserlösliche Anionen bilden, welche sich besser von den
anderen Metallverunreinigungen abtrennen lassen.

Zum anderen werden Cyanide auch in der Galvanisierbetrieben angewendet
(auch hier wieder, um die Edelmetalle als besser lösliche Cyanon-Komplexe
in Lösung zu bringen, für die Elektrtolytische Abscheidung auf anderen Metallen
als Überzug, wobei die Edelmetall-Cyano-Komplexe zudem noch eine weitere günstige
Eigenschaft aufweisen - nämlich scheidet sich dann der Edelmetallüberzug
viel gleichmäßiger auf dem Trägermaterial ab.

Die Cyanide (Alkalicyanide) sind deshalb so extrem giftig, da die Blausäure eine
so schwache Säure ist, daß sogar Kohlensäure (H2CO3) stärker als Blausäure (HCN)
ist. Dann - nach dem Prinzip, daß die stärkere Säure die schwächere Säure aus ihren
Verbindungen freisetzt, geschieht eben, da CO2 immer in der Luft ist und auch immer etwas
Wasserdampf, so bildet sich stets auf dem feiliegenden und unverschlossenen Alkalicyanid
aus der Luft die Kohlensäure aus dem Wasserdampf und dem CO2. Diese tauscht dann ihre
2 Protonen (H+) gegen 2 Na+ oder 2 K+ -Ionen, sodaß sich Natrimcarbonat, oder Kalium-
4carbonat bildet, während die leicht flüchtige Blausäure sich bildet, wenn die Cyanidionen (CN-)
dann die Protonen (H+) aufnehmen.
Daher ist es stehs Vorschrift, Alkalicyanide trocken und dicht veschlossen aufzubewahren.

Soviel mal aus dem Stegreif zu diesem Thema....
Ich hoffe damit die wichtigsten Fragen beantwortet zu haben.


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