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Deutsche Touristin in Gröden zweimal vermisst, dann tot aufgefunden

49 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Leiche, Südtirol ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Deutsche Touristin in Gröden zweimal vermisst, dann tot aufgefunden

02.02.2026 um 21:15
Was ich mir auch nicht so richtig vorstellen kann, wie das mit dem vermissten Handy gewesen sein soll.
Sie denkt, dass sie es verloren hat und findet es dann wieder und schaltet es ein.
Nimmt sie ihr Handy dann meistens ausgeschaltet mit, wenn sie unterwegs ist?
Und wieso schaut sie nach einer Nacht im Freien erst morgens nochmals nach dem Handy? Da müssten die Hände doch schon steif gewesen sein? Und wo sie es dann gefunden hat, wieso holt sie keine Hilfe?
Ich würde mir es genau anders herum vorstellen, nämlich dass ich, sobald ich merke, dass ich mich verirrt habe, alles nach dem Handy durchsuche.


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Deutsche Touristin in Gröden zweimal vermisst, dann tot aufgefunden

02.02.2026 um 21:22
Verlassen einer hilfsbedürftigen Person“
Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen Unbekannt wegen des Verdachts auf „Verlassen einer hilfsbedürftigen Person“ (Art. 591 StGB.) Außerdem wurde eine Autopsie der Leiche angeordnet, um die Umstände des Todes zu ermitteln.
Es wird gegen unbekannt ermittelt.
Ich kenne die Italienischen Gesetze nicht und weiß daher nicht, welche gesetzlichen Möglichkeiten die Polizei hat, eine Autopsy zu veranlassen, an einer Person, die keine sichtbaren Spuren eines Fremdverschulden aufweist. Bei einem Unfallgeschehen und Suizid wird keine Autopsy angeordnet.

Sie soll bei - 11° Grad, eine ganze Nacht draußen gewesen sein. Sie war unterkühlt, aber es ging ihr gut und.sie war nicht verwirrt, sagte die Feuerwehr. Sie hatte keine Erfrierungen. Sie wurde als ein Wunder bezeichnet.

Ich denke es wird in der Autopsie, um Medikamente und Substanzen gehen. Es gibt Wirkstoffe, die die Körpertemperatur erhöhen, Durchblutung steigern, , Schweißhemmung. Dadurch kann sie Gefahren falsch eingeschätzt haben. Das müssen keine illegale Substanzen sein. Es gibt auch Chemotherapeutika, Antidepressiva, Antibiotika, ZNS wirksame Medikamente, Hormone. Natürlich kann sie auch aus einem falscgen Glas getrunken haben.
Es ist schon sehr interessant, - 11° im Schnee und Wind, ohne Schlafen zu können, ohne ein Platz um sich zu schützen, unvorbereitet, eine über 60 jährige das so gut überstanden hat. Ich habe gelesen, sie wurde im Schnee sitzend, mit Handy in der Hand gefunden. Sie studierte eine Karte.
Wenn die Körpertemperatur sinkt, schaltet der Stoffwechsel in den Notprogramm. Das ist ein Prozess. Wie hat sie ihre Körpertemperatur gehalten?
Es gibt nur 3 Möglichkeiten
1_ Medikamente
2_ sie war nicht die Ganze Nacht da.


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Deutsche Touristin in Gröden zweimal vermisst, dann tot aufgefunden

02.02.2026 um 21:28
Ich gehe davon aus, dass die Retter erfahrene Menschen waren und dass es nicht ihr erster Einsatz war. Daher setze ich Erfahrung und Menschenkenntnis voraus.
Ihnen wird das doch auch evtl suspekt vorgekommen sein.
Ich würde denke, dass in so einem Fall sich die gerettete Person grundsätzlich einem Arzt vorstellt.


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Deutsche Touristin in Gröden zweimal vermisst, dann tot aufgefunden

02.02.2026 um 21:31
Zitat von MevsimMevsim schrieb:2_ sie war nicht die Ganze Nacht da.
Vielleicht hat sie sich in der Nacht bewegt und konnte sich so warm halten? Neben einer warmen Kleidung?
Zitat von ichhierichhier schrieb:Ich würde denke, dass in so einem Fall sich die gerettete Person grundsätzlich einem Arzt vorstellt.
Ich auch. Und sich erst mal fuer ein paar Tage im Bett erholt.

Ich finde es auch ungewoehnlich, dass die Gruppe und hier insb. der Wanderfueher (wenn es einen solchen gab), sie alleine hat zuruecklaufen lassen.
Das kann ich mir eigentlich nur bei einer recht kurzen und einfachen Strecke vorstellen.


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Deutsche Touristin in Gröden zweimal vermisst, dann tot aufgefunden

02.02.2026 um 21:35
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:
Zitat von MevsimMevsim schrieb:2_ sie war nicht die Ganze Nacht da.
Vielleicht hat sie sich in der Nacht bewegt und konnte sich so warm halten? Neben einer warmen Kleidung?
Zitat von ichhierichhier schrieb:Ich würde denke, dass in so einem Fall sich die gerettete Person grundsätzlich einem Arzt vorstellt.
Ich auch. Und sich erst mal fuer ein paar Tage im Bett
Gerade auch bei Ü60.

Ich bin immer wieder fasziniert, wie gut die Leute von der Rettung Menschen einschätzen können. Das wundert mich wirklich, dass da niemand genauer nachgefragt hat.


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Deutsche Touristin in Gröden zweimal vermisst, dann tot aufgefunden

03.02.2026 um 14:10
Ich gehe von einrm klaren Missing 411 Fsll aus.
Alleine schon, dass die Schuhe ausgezogen waren.


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Deutsche Touristin in Gröden zweimal vermisst, dann tot aufgefunden

03.02.2026 um 15:07
Zitat von SchivSchiv schrieb:Alleine schon, dass die Schuhe ausgezogen waren.
Aber das wurde bisher nicht verifiziert und wird in den meisten Berichten dazu gar nicht erwähnt.

Wenn es stimmte, deutet es eher auf andere Dinge hin.

Daher hoffe ich, dass man in der Rechtsmedizin nicht nur etwaige Substanzen prüft, sondern auch ihr Gehirn ansieht.


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Deutsche Touristin in Gröden zweimal vermisst, dann tot aufgefunden

03.02.2026 um 20:02
Fundort ist hinter dem Postamt St. Christina.

Das ist eine sehr zentrale Gegend, wenn es so ist, dass sie da über den Zaun oben an der Strasse hinter das Postamt gestürzt ist, hat das keiner gesehen? Hat sie geschrien?

Die Angaben zur Auffindesituation sind in allen verfügbaren Artikeln nicht eindeutig/übereinstimmend (verletzt vs. unverletzt, erfroren vs. an Verletzungen gestorben, aus großer Höhe gestürzt ausserhalb des Ortes/innerhalb des Ortes beim Postamt, etc.).


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03.02.2026 um 20:15
Hier gibt es eine Bilderserie, Bild 6 zeigt den Fundort, der Text ist widersprüchlich:
Tot hinter Postamt gefunden

Am Freitag dann die traurige Gewissheit: Ein Mitarbeiter des Postamts von St. Christina, dem Nachbarort von Wolkenstein, fand eine leblose Person hinter dem Gebäude. Wenig später bestätigten die Behörden, dass es sich dabei um die 64-jährige Sabine R. handelt. Sie war laut stol.it alleine auf einer abgelegenen Strasse unterwegs, als sie vom Weg abkam und mehrere Meter in die Tiefe stürzte. Die Ermittlungen laufen.
Quelle: https://www.20min.ch/story/suedtirol-frau-64-innert-zwei-tagen-zweimal-vermisst-jetzt-ist-sie-tot-103496952


Es ist ja eben keine abgelegene Strasse, sondern im Ortskern. Durch den Zaun, der ja den Abhang schützt, kann man nicht fallen, man müsste wohl drüber, denn drunterher geht auch nicht.

Hier ist ein Artikel in italienischer Sprache: https://corrieredellaltoadige.corriere.it/notizie/cronaca/26_gennaio_30/val-gardena-turista-scompare-per-due-volte-in-una-settimana-trovata-morta-era-sopravvissuta-una-notte-nel-bosco-a-10-gradi-c7a8e650-e66b-40a2-8229-5103d71dbxlk.shtml?utm_source=chatgpt.com falls jemand italienisch kann.

Und hier ist noch ein weiterer Artikel, der auf die Barfuss-Situation eingeht (!):
Die Rettungskräfte suchten mit einem Großaufgebot - auch ihr Ehemann und ihr Sohn waren zur Suche aus Schleswig-Holstein nach Italien gekommen.

Die 64-Jährige konnte jedoch am Freitagnachmittag nur noch tot geborgen werden. Laut RaiNews wurde sie barfuß in einem Schneehaufen hinter einem Postamt von einem Mitarbeiter entdeckt.

Nach ersten Erkenntnissen ist sie einige Meter in die Tiefe gestürzt, als sie auf einer abgelegenen Straße oberhalb des Dorfes lief, und erlitt dabei tödliche Verletzungen.
Quelle:

https://www.tag24.de/thema/unglueck/trauriges-ende-vermisste-deutsche-touristin-in-suedtirol-tot-aufgefunden-3464887

Es gibt also nun mindestens zwei Quellen, die die fehlenden Schuhe thematisieren.

Dann fällt mir noch auf, dass Sabine R. aus Berlin mit der Gruppe zur Wanderung gereist ist und die Angehörigen aus Schleswig-Holstein angereist sind zur Unterstützung der Suche.


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Deutsche Touristin in Gröden zweimal vermisst, dann tot aufgefunden

03.02.2026 um 20:16
Zitat von CaiaLiaCaiaLia schrieb:Aber das wurde bisher nicht verifiziert und wird in den meisten Berichten dazu gar nicht erwähnt.
Es gibt jetzt einen weiteren Artikel, in dem das mit den Schuhen erwähnt wird, siehe auch mein vorheriger Post.


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Deutsche Touristin in Gröden zweimal vermisst, dann tot aufgefunden

03.02.2026 um 21:01
Zitat von SchivSchiv schrieb:Ich gehe von einrm klaren Missing 411 Fsll aus.
Alleine schon, dass die Schuhe ausgezogen waren.
Weshalb?

a) Es seht nicht fest, ob die Schuhe ausgezogen waren.

b) Selbst wenn die Schuhe ausgezogen waren: Verwirrung ausgehend von dem Umstand (z.B. medizinischer Notfall) der zweimaliges Verlaufen auslöste, aber auch schon allein durch Kälte, kann dazu führen dass sich Personen irrational verhalten, inkl. sich entkleiden. Extremfall "Kälteidiotie" (paradoxical undressing) bei der sich kurz vorm Erfrieren sämtlicher Kleidung entledigt wird in der Annahme man sei großer Hitze ausgesetzt - bevor die Verwendung des Begriffs falsch aufgefasst wird: es handelt sich um einen forensicher Begriff, von mir nicht als Beleidigung o.ä gemeint.

c) Viele dieser "Missing 411"-Fälle gehen doch davon aus dass eine Person auf eine Art und Weise verschwand die rational kaum zu erklären ist. (Etwa: vor den Augen anderer verschwunden, Rufe gehört aber Person nicht gefunden, Kleidung an Orten gefunden die die Person nicht aufsuchen konnte.) All das trifft hier nicht zu: Hier scheint jemand (die Touristin) Orientierungsschwierigkeiten gehabt zu haben, hat sich zunächst beim Wandern verlaufen, tags darauf bei einer Besorgung in der Stadt, ist verstorben (mitunter erfroren), die Leiche wurde gefunden.
Ein trauriger Fall, alles aber leicht zu erklären mit einem Verhalten wie z.B. bei Erkrankungen des Gehirns, Medikamentennebenwirkungen (und eine Obduktion dennoch angemessen, um auszuschließen dass z.B. jemand diesen Verwirrungszustand herbeigeführt hat).


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10.02.2026 um 18:37
https://www.tageszeitung.it/2026/02/09/sabine-rockel-ist-erfroren/
Am Montag hat die Staatsanwaltschaft eine Mitteilung veröffentlicht.

Darin heißt es:

„Im Zusammenhang mit dem verdächtigen Tod einer Touristin in Gröden wird mitgeteilt, dass am 31. Januar die Obduktion der Leiche durchgeführt wurde.

Die Ergebnisse der autoptischen Untersuchung ermöglichen es, den Tod auf einen Herz-Kreislauf-Stillstand zurückzuführen, der vermutlich infolge von Unterkühlung eingetreten ist.

Zudem erlaubt das Fehlen von Verletzungen, die auf Dritte oder auf Abwehrhandlungen/Körperkämpfe hinweisen und in einem ursächlichen Zusammenhang mit dem Tod stehen könnten, das Ereignis als Unfall einzuordnen. Der Ablauf des Geschehens kann in jedem Fall nach Vorliegen der toxikologischen Untersuchungen, die dazu dienen festzustellen, ob eine mögliche psycho-physische Beeinträchtigung der Person bestand, noch umfassender bewertet werden.“



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Deutsche Touristin in Gröden zweimal vermisst, dann tot aufgefunden

11.02.2026 um 20:42
Hinter dem Postamt beim Hotelparkplatz/ Zufahrtstraße ist ein Geländer zum Postamt hin. Und wenn der Auffindeort dort weiter den Hang hinauf (also nördlich zwei Häuser weiter Richtung Grünland) gewesen wäre, dann wäre das von der Val Straße abgekommen und gestürzt gewesen. Aber dort ist auch überall ein Geländer.

Wenn sie so hilfsbedürftig gewesen wäre, fährt man da überhaupt (ohne Partner) ins Ausland zu einer Wandertour im Winter, ohne dass jemand in der Gruppe über ihr Handikap Bescheid weiß?

Wenn sie sich aus dem Leben verabschieden wollte, hätte sie im Wald das Handy nicht mehr anschalten dürfen, und die Jacke ausziehen sollen. Aber in so einer Situation kann einem wahrscheinlich alles mögliche einfallen(?) Vielleicht hatte sie ja nicht mehr damit gerechnet, dass man sie auf die Tour doch noch rechtzeitig findet im Wald.
Oder aber sie war einfach davon so überzeugt, dass sie das Handy nicht mitgenommen hatte, und kam erst darauf, dass sie es doch bei sich hatte als es hell wurde, und sie mit Hilfe von Karten und Handy versuchen wollte aus dem Wald zu finden.
Wenn letztlich ein Kreislaufversagen zu ihrem Tod beigetragen hat, dann kann das aber eine typische Folge der Unterkühlung des Vortags gewesen sein, sowie auch eine Verwirrtheit. Wenn man am Erfrieren ist, dann kommt doch eine Phase wo man sich fühlt als wäre einem heiß und man daher Kleidung ablegt. Vielleicht konnte sie sich da ja noch die Schuhe ausziehen?
Ich glaube eher, sie hatte sich im Wald verirrt, und alles Folgende waren die Konsequenzen dieser Unterkühlung.


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Deutsche Touristin in Gröden zweimal vermisst, dann tot aufgefunden

11.02.2026 um 21:21
Zitat von CaiaLiaCaiaLia schrieb am 02.02.2026:Man sollte auch nicht vergessen, dass etwaige Erkrankungen, wie Alzheimer/Demenz, in der gewohnten Umgebung oft sehr lange nicht auffallen, weil der eingespielte Alltag eben das Gerüst bildet.

Kommt dann eine neue Situation, bricht es durch, was für Außenstehende aber nicht zwingend auffällig sein muss, weil die Fassade sehr gut ist.
Tatsächlich war mein erster Gedanke auch Demenz und Du beschreibst es sehr gut. Eben auch die Schübe, die nach Veränderung der Umgebung oder üblichen Abläufe geschehen können.

Mein Vater hatte frontotemporale Demenz und die beginnt eben leider gerne in frühen Jahren und hat nicht die üblichen Symptome der Vergesslichkeit. Mein Vater hat die klassischen Demenztests noch wunderbar bestanden und trotzdem an bestimmten Tagen nicht gewusst, wo er war oder im Kleiderschrank das Geschirr gesucht.

Z.B. war einer der ganz frühen Vorfälle, dass er mit dem Fahrrad auf der Autobahn aufgelesen wurde. Später war es dann auch so, dass er in fremder Umgebung einfach loslief. Generell haben Demenzkranke ein extremes Laufbedürfnis, gerade nachts.

Das sie das Handy offensichtlich nicht mehr zum Anrufen bedienen konnte, aber einen Anruf entgegennehmen passt auch ins Bild.


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Deutsche Touristin in Gröden zweimal vermisst, dann tot aufgefunden

11.02.2026 um 22:13
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:Wenn sie so hilfsbedürftig gewesen wäre, fährt man da überhaupt (ohne Partner) ins Ausland zu einer Wandertour im Winter, ohne dass jemand in der Gruppe über ihr Handikap Bescheid weiß?
Die Frage ist berechtigt - wenn denn eine solche Erkrankung bekannt war. Aber wenn es sich um etwas handelt, das vorher nicht sichtbar aufgetreten ist bzw. als vermeintlich harmlos erklärt wurde ("War alles ein bisschen zu viel für sie, daher ist sie etwas durch den Wind, das gibt sich wieder...."), dann war ihr bzw. den Angehörigen die Gefahr vielleicht gar nicht bewusst.


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12.02.2026 um 07:09
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:Wenn sie so hilfsbedürftig gewesen wäre, fährt man da überhaupt (ohne Partner) ins Ausland zu einer Wandertour im Winter, ohne dass jemand in der Gruppe über ihr Handikap Bescheid weiß?
Grundsätzlich entscheidet eine erwachsene Person selbst, was sie tut oder nicht tut. Als Angehöriger hat man - auch bei Demenzerkrankung - wenig dagegen zu halten, wenn die Person etwas tun möchte und nicht unter Betreuung steht.

Da hier aber wegen "Verlassen einer hilfsbedürftigen Person" ermittelt wird, wird sie vermutlich in einer besonderen Gruppe Urlaub gemacht haben. Sie war nur einkaufen, als sie sich offensichtlich neuerlich nicht orientieren konnte und hier dann tödlich verunglückte.


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Deutsche Touristin in Gröden zweimal vermisst, dann tot aufgefunden

12.02.2026 um 21:01
Hier ein Artikel, der vor zwei Tagen aktualisiert wurde
https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/menschen-schicksale/id_101122194/italien-obduktion-offenbart-tragisches-schicksal-von-deutscher-urlauberin-.html
Die Frau soll grundsätzlich einen gesunden Eindruck gemacht haben und nicht dement gewesen sein, hieß es.
Man findet aber in den Medien schon die Formulierung mit der "Schutzbefohlenen" im Zusammenhang mit den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.
Vielleicht war sie nicht dement, hatte aber andere neurologisch/ psychische oder sonstige gesundheitliche Symptome.


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Deutsche Touristin in Gröden zweimal vermisst, dann tot aufgefunden

12.02.2026 um 22:00
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:Man findet aber in den Medien schon die Formulierung mit der "Schutzbefohlenen" im Zusammenhang mit den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.
Vielleicht war sie nicht dement, hatte aber andere neurologisch/ psychische oder sonstige gesundheitliche Symptome.
Ich glaube nicht, dass man nur aufgrund der Ermittlungen "wegen Verlassens einer hilflosen" Person schon davon ausgehen kann, dass sie solche Probleme erwiesenemaßen hatte.

Sondern es wird wahrscheinlich erst einmal festgestellt werden müssen, ob es so etwas bei ihr gab und dann erst im zweiten Schritt, ob da jemand der um diese Umstände wusste oder diese erkennen konnte, nicht aufgepasst hat.

So wie bei einer Ermittlungen wegen Mordes ja auch herauskommen kann, dass es gar keinen Mord gab sondern nur einen Unfall oder einen Suizid.


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Deutsche Touristin in Gröden zweimal vermisst, dann tot aufgefunden

13.02.2026 um 07:07
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ich glaube nicht, dass man nur aufgrund der Ermittlungen "wegen Verlassens einer hilflosen" Person schon davon ausgehen kann, dass sie solche Probleme erwiesenemaßen hatte.
Nein, aber dennoch lässt es auf "besondere" Umstände schließen.

Wenn ein erwachsener Mensch sich im Urlaub verläuft und in Folge stirbt, wird nicht wegen Verlassen einer schutzbedürftigen Person ermittelt - als Beispiel, der Mann, der in Griechenland bei großer Hitze spazieren ging und in Folge an einem Hitzschlag verstarb.
Im Rahmen einer organisierten Gruppenaktion kann ich mir das ja noch erklären, z.B. bei der Wanderung durch gefährliches Gelände. Oft genug unterschreibt man sowas ja entsprechende waivers.
Soweit bekannt, ist die Frau jedoch aus dem Hotel raus, um Einkaufen zu gehen. Inwiefern hier eine Verantwortung einer dritten Person gegeben sein soll, ist nicht nachvollziehbar - außer sie stand unter Betreuung und selbst da ist der Wille des Betreuten zu berücksichtigen, auch wenn dieser selbstschädigend ist.

Sie könnte auch Krebspatient gewesen sein - wenn Metastasen im Gehirn in bestimmte Bereiche wachsen, kann auch das zu Verwirrungen und Aussetzern führen.


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Deutsche Touristin in Gröden zweimal vermisst, dann tot aufgefunden

13.02.2026 um 12:55
Zitat von BohoBoho schrieb:Soweit bekannt, ist die Frau jedoch aus dem Hotel raus, um Einkaufen zu gehen. Inwiefern hier eine Verantwortung einer dritten Person gegeben sein soll, ist nicht nachvollziehbar - außer sie stand unter Betreuung und selbst da ist der Wille des Betreuten zu berücksichtigen, auch wenn dieser selbstschädigend ist.
Die Frau ist aber doch schon vorher einmal auf merkwürdige Weise unterwegs gewesen, wo se sich "verlaufen" und "vergessen" hatte, dass sie ihr Hady dabei hatte.

Also wird sich die Frage stellen:

A) lag möglicherweise eine Erkrankung vor und

B) (das ist jetzt der Teil auf den es ankommt) hätten die anderen Leute aus der Reisegruppe, die Reiseleitung, das Hotelpersonal usw. das auch als Laien nach dem ersten Vorfall erkennen können? Und wenn sie das erkennen konnten, wären sie verpflichtet gewesen, etwas zu unternehmen, damit die Frau sich nicht erneut in Gefahr begibt?

Und in dem Fall (=das Umfeld hat erkannt, dass die Frau Hilfe braucht, diese aber aus welchen Gründen auch immer nicht geleistet) hätte das Umfeld eben eine hilfsbedürftige Person alleine gelassen.

Und zwar ohne dass die Frau schon vorher irgendwie als krank bekannt war oder es sich gar um eine spezielle Reisegruppe gehandelt hätte.

So eine Hilfsbedürftigkeit kann ja auch ganz plötzlich eintreten und es wäre doch völliger Quatsch, wenn dieses Gesetz nur gelten würde, wenn die Hilfsbedürftigkeit schon länger bekannt ist. Dann würde ich bestraft werden, weil ich meine demente Oma alleine lasse (=die Hilfsbedürftigkeit ist bekannt) aber wenn die Oma plötzlich verwirrt ist, weil sie nicht genug getrunken hat (=die Hilfsbedürftigkeit ist plötzlich aufgetreten) darf ich sie dann alleine in ihrer Wohnung sitzen lassen?

Von daher glaube ich eben nicht, dass man aus "es wird wegen Verlassens einer hilflosen Person ermittelt" schließen kann, dass eine Erkrankung vorlag die den Leuten aus dem Umfeld während der Reise bekannt war.


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