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Deutsche Touristin in Gröden zweimal vermisst, dann tot aufgefunden

49 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Leiche, Südtirol ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Deutsche Touristin in Gröden zweimal vermisst, dann tot aufgefunden

31.01.2026 um 21:49
Ich finde diesen Fall merkwürdig und da ich noch nichts dazu gefunden habe, eröffne ich mal einen Thread.

Eine deutsche Touristin, Sabine R., verschwand am Montag 26.01.2026 während einer Wanderung, bei der sie sich von der Gruppe absonderte, da es ihr nicht gut gehe.
Abends wurde sie vermisst gemeldet.

Am Dienstag, 27.01.2026 erreicht ihr Ehemann sie auf dem Handy und sie kann geortet und gerettet werden. Unterkühlt, unverletzt:
Am Dienstagmorgen dann die Wende: Der Ehemann der Frau konnte von Deutschland aus ihr Handy orten und gab die Koordinaten an die Retter weiter. Über einen Videoanruf bestätigte sich, dass Sabine R. allein im Wald saß. Die 64-Jährige hatte die Nacht bei Temperaturen von bis zu minus elf Grad unter kleinen Fichten verbracht. Sie wurde unterkühlt, aber unverletzt geborgen.
Quelle: https://www.bild.de/news/ausland/sie-verschwand-in-suedtirol-zweimal-vermisste-deutsche-64-ist-tot-697cd83ba3f0a8f7d1899cf5

Am Mittwoch, 28.01.2026 verschwindet sie erneut. Sie sei einkaufen gegangen, allein.
Am Freitag, 30.01.2026 wird ihre Leiche gefunden.
Am Freitagvormittag dann die traurige Gewissheit: Ein Mitarbeiter fand eine leblose Person hinter dem Postamt von St. Christina. Kurz darauf bestätigten die Behörden, dass es sich um Sabine R. handelt.
Nach einem Bericht des Südtiroler Nachrichtenportals stol.it soll die 64-Jährige allein auf einer abgelegenen Straße unterwegs gewesen, vom Weg abgekommen und mehrere Meter in die Tiefe gestürzt sein. Dabei erlitt sie tödliche Verletzungen. Hinweise auf ein Verbrechen gibt es bislang nicht. Die Ermittlungen zum Unfallhergang laufen.
Quelle: https://www.bild.de/news/ausland/sie-verschwand-in-suedtirol-zweimal-vermisste-deutsche-64-ist-tot-697cd83ba3f0a8f7d1899cf5

Das Postamt ist so gelegen: https://www.google.com/maps/place/Postamt+St.+Christina+-+Poste+Italiane/@46.5583653,11.7212911,168m/data=!3m1!1e3!4m6!3m5!1s0x47781362030c20d9:0x6028362186de8c3!8m2!3d46.5584151!4d11.7212831!16s%2Fg%2F1hc4k9brs?entry=ttu&g_ep=EgoyMDI2MDEyOC4wIKXMDSoKLDEwMDc5MjA2N0gBUAM%3D

https://www.suedtirolnews.it/chronik/erneute-suche-nach-sabine-rockel-64-in-groeden
Hier wird ebenfalls von Fundort nahe des Postamts gesprochen.

In diesem Artikel ist die Rede von Tod durch Erfrieren: https://www.suedtirolnews.it/chronik/ermittlungen-nach-tod-von-64-jaehriger-in-groeden

In diesem Bericht jedoch ist die Rede von tödlichen Verletzungen und davon, dass sie keine Schuhe trug, bzw. bei sich hatte:
Am Freitagvormittag kam dann die traurige Nachricht: Sabine Rockel konnte nur noch tot aufgefunden werden und zwar hinter dem Postamt von St. Christina. Ein Mitarbeiter entdeckte die Leiche. Drei Streifenwagen der Carabinieri, der Notarzthubschrauber Aiut Alpin sowie weitere Einsatzkräfte rückten zum Fundort aus.
Südtirol: Leiche der Deutschen lag auf dem Schnee ohne Schuhe
Laut den Behörden soll die Frau alleine auf einer abgelegenen Straße oberhalb des Dorfes unterwegs gewesen sein, vom Weg abgekommen und in der Folge in die Tiefe gestürzt sein, wobei sie tödliche Verletzungen erlitt. Die Leiche lag auf dem Schnee ohne Schuhe. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an. Eine Überwachungskamera soll sie ein letztes Mal am Vormittag in St. Christina gefilmt haben – rund drei Kilometer von Wolkenstein entfernt.
Quelle: https://www.morgenpost.de/panorama/article411073667/drama-um-deutsche-touristin-zweimal-verschwand-sie-jetzt-ist-sie-tot.html

Hier wird gesagt, sie sei in die Tiefe gestürzt und habe sich tödlich verletzt:
Gröden: Sabine Rockel (64) tot aufgefunden
Die Suchaktion hat ein trauriges Ende genommen: Die bundesdeutsche Touristin Sabine Rockel (64) ist am Freitagvormittag in St. Christina in Gröden tot aufgefunden worden. Wahrscheinlich ist sie einige Meter in die Tiefe gestürzt und hat dabei tödliche Verletzungen erlitten.
Laut Informationen der Nachrichtenagentur Ansa soll die Frau alleine auf einer abgelegenen Straße oberhalb des Dorfes gelaufen, vom Weg abgekommen und in der Folge in die Tiefe gestürzt sein und dabei tödliche Verletzungen erlitten haben.
beides Quelle: https://www.stol.it/artikel/chronik/groeden-sabine-rockel-64-tot-aufgefunden-ermittlungen-laufen

Ich finde einiges seltsam.
Zweimal binnen weniger Tage verschwinden. Die Gruppe lässt sie nach dem ersten Verschwinden allein loslaufen. Beim ersten Verschwinden nimmt die Vermisste selbst offenbar nicht über Handy Kontakt auf, wird aber darüber erreicht und geortet. Dann ihr Tod: das Postamt ist nicht abgelegen, auch gibt es da keinen Ort, wo man aus hoher Höhe stürzen kann UND nicht entdeckt wird für eine längere Zeit. Vor allem wurde doch nach ihr gesucht. Wenn es denn stimmt, warum hatte sie keine Schuhe an/dabei?. Die müssen ja irgendwo sein. Warum ist nichts in dem touristischen Ort aufgefallen? Wenn sie auf einem abgelegenen Weg unterwegs war außerhalb des Ortes, und gestürzt ist, wie gelangt ihre Leiche hinter das Postamt im Ort, wo ein Mitarbeiter sie findet?

Tragisch in jedem Fall. Und rätselhaft.

Es wird ermittelt wegen
„Verlassen einer hilfsbedürftigen Person“
Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen Unbekannt wegen des Verdachts auf „Verlassen einer hilfsbedürftigen Person“ (Art. 591 StGB.) Außerdem wurde eine Autopsie der Leiche angeordnet, um die Umstände des Todes zu ermitteln.
Quelle: https://www.stol.it/artikel/chronik/nach-tod-von-touristin-staatsanwaltschaft-ermittelt


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Deutsche Touristin in Gröden zweimal vermisst, dann tot aufgefunden

31.01.2026 um 22:09
Zitat von AnGeAnGe schrieb:Ich finde einiges seltsam.
Naja, wenn man die Geschichte so liest, ist sie seltsam.

Aber wenn man dann erfährt, dass wegen "Verlassen einer hilfsbedürftigen Person" ermittelt wird, ist schon recht deutlich klar, welches Szenario angenommen wird.

Nämlich dass sie aufgrund gesundheitlicher Probleme in irgend einer Weise mental/geistig angeschlagen war und deshalb solche "seltsamen" Dinge getan hat, wie etwa ohne Schuhe loszulaufen. Und dass man annimmt, dass da jemand nicht ausreichend auf sie aufgepasst bzw. nicht eingegriffen hat.


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31.01.2026 um 22:17
@brigittsche
Ob sie ohne Schuhe losgelaufen ist, weiss man nicht - wie man auch vieles natürlich nicht weiss, bzw. nicht erfährt aus der Presse.
In den ersten Berichten wird aber stets betont, dass sie in guter geistiger, seelischer und körperlicher Verfassung gewesen sei, nicht dement, keine Auffäligkeiten.

Dass man sie nach der Unterkühlung und angesichts des sicher vorhandenen psychischen Stresses erneut allein loslaufen liess, ist aber - nach meinen Empfinden - auch bei ansonsten gesunden Personen nicht sehr verantwortungsbewusst. Vielleicht machen sich die Freunde auch Vorwürfe.


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Deutsche Touristin in Gröden zweimal vermisst, dann tot aufgefunden

31.01.2026 um 22:49
Zitat von AnGeAnGe schrieb:Dass man sie nach der Unterkühlung und angesichts des sicher vorhandenen psychischen Stresses erneut allein loslaufen liess, ist aber - nach meinen Empfinden - auch bei ansonsten gesunden Personen nicht sehr verantwortungsbewusst. Vielleicht machen sich die Freunde auch Vorwürfe.
Naja, man weiß ja nicht, wie die Umstände gewesen sind. Wenn sie, sagen wir mal "normal" gewirkt hat und dann einfach "abgehauen" ist?

Da heißt es z. B.
Wie ein Feuerwehrsprecher erklärte, habe die Frau grundsätzlich einen gesunden Eindruck gemacht und sei nicht dement gewesen.
Quelle: https://www.morgenpost.de/panorama/article411073667/drama-um-deutsche-touristin-zweimal-verschwand-sie-jetzt-ist-sie-tot.html

Ich wäre da jetzt vorsichtig, der Gruppe den Vorwurf zu machen, sie hätten sich nicht ausreichend "gekümmert" - mal abgesehen davon, was sie denn hätten machen sollen? Ins Hotelzimmer sperren oder ans Bett fesseln?

Das ist ja nun auch nicht so einfach, jemanden der keine akuten Anzeichen von irgendwas zeigt, einfach so aus dem Verkehr zu ziehen.


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31.01.2026 um 23:03
Wenn sie nicht gerade in einer betreuten Gruppe für Menschen mit Handicap ist, kann sie auch nicht dauernd betreut werden.
Sie sei gesund und nicht dement gewesen. Verlaufen tun sich viele Menschen und es passiert auch das sie gesucht und gerettet werden.
Sie kann darüber selbst entscheiden, ob sie gesundheitlich fit ist, um Einkaufen zugehen. . Das man sich da Mal verschätzen kann, das passiert auch. Tragisch ist, das es bei ihr zum Tode führte.
Außer es stellt sich heraus, das es ein Tötungsdelikt war und die Verletzungen falsch zugeordnet wurden.

Eine Rechtsmedizinische Untersuchung wurde angeordnet. Da wird es auch um Medikamente/ Substanzen gehen. Zum Beispiel, Nebenwirkungen die ihre Handlungsfähigkeit eingeschränkt haben könnten.

Das Hotelpersonal und die Wandergruppe hätten ihr das Einkaufen nicht verbieten können.

Ich kenne den Artikel 591 StgB nicht. Ein Italienisches Gesetz.
Verlassen einer Hilfebedürftigen Person, das wäre der Fall wenn sie nicht allein unterwegs war und sie in einem Zustand der Hilflosigkeit verlassen hätte. Oder jemand sah sie in einer Hilflosen Lage und half ihr nicht. Was das Gesetz noch alles beinhalten kann weiß ich nicht.


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31.01.2026 um 23:11
Zitat von MevsimMevsim schrieb:Verlassen einer Hilfebedürftigen Person, das wäre der Fall wenn sie nicht allein unterwegs war und sie in einem Zustand der Hilflosigkeit verlassen hätte. Oder jemand sah sie in einer Hilflosen Lage und half ihr nicht. Was das Gesetz noch alles beinhalten kann weiß ich nicht.
Ich denke die Frage ist, ob die Leute aus der Reisegruppe und/oder das Hotelpersonal überhaupt erkennen konnten, dass da eine Gefahr bestand.

Wenn sie nach dem ersten "Weglaufen" einen völlig "normalen" Eindruck machte, was soll man dann tun? Man kann dann ja nicht einfach jemanden einsperren oder so.


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01.02.2026 um 04:44
Zitat von MevsimMevsim schrieb:Ich kenne den Artikel 591 StgB nicht. Ein Italienisches Gesetz
Siehe z. B. hier:
https://www.studiolegalebianucci.it/de/rechtliche-verteidigung-bei-der-straftat-des-verlassens-von-minderjaehrigen-oder-hilflosen-personen


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Deutsche Touristin in Gröden zweimal vermisst, dann tot aufgefunden

01.02.2026 um 07:14
Zitat von AnGeAnGe schrieb:Beim ersten Verschwinden nimmt die Vermisste selbst offenbar nicht über Handy Kontakt auf, wird aber darüber erreicht und geortet
Daran bin ich auch sofort hängengeblieben. Die BILD führt das Ganze noch etwas weiter aus.
Die kuriose Wendung kam gegen 9 Uhr. Der Ehemann der Frau konnte von Deutschland aus ihr Handy orten und gab den Rettern die Koordinaten weiter. Bis zu diesem Zeitpunkt war ihr Handy ausgeschaltet. Die 64-Jährige war wohl selbst davon ausgegangen, dass sie ihr Telefon verloren habe. „Ich habe sie dann per Video angerufen, gesehen, dass sie im Wald ist, und gleich einen Suchtrupp hochgeschickt“, erzählt Mussner.
Das ist schon ziemlich schräg. Das Handy war erst aus und die Frau ging davon aus, dass sie es verloren hätte? Irgendwann muss sie es aber ja doch gefunden und wieder eingeschaltet haben. Dennoch rief sie niemanden an.

Auf mich wirkt das, als wenn sie sehr verwirrt gewesen wäre. Aber auch einen (erst versuchten, dann erfolgreichen) Suizid würde ich nicht ausschließen.



https://www.bild.de/news/ausland/kuriose-rettung-64-jaehrige-ueberlebt-eisige-nacht-in-den-bergen-6979afa24773ce80c72ddb32


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Deutsche Touristin in Gröden zweimal vermisst, dann tot aufgefunden

01.02.2026 um 07:34
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Auf mich wirkt das, als wenn sie sehr verwirrt gewesen wäre. Aber auch einen (erst versuchten, dann erfolgreichen) Suizid würde ich nicht ausschließen.
Sie scheint ja auch in Obhut gewesen sein:
Wie die Staatsanwaltschaft Bozen am Abend mitteilte, hat sie Ermittlungen zum Tod der 64-Jährigen eingeleitet. Ermittelt wird gegen Unbekannt wegen Verletzung der Aufsichtspflicht einer Schutzbefohlenen.

Die Frau war mit einer Reisegruppe in Wolkenstein untergebracht.
Quelle: https://www.rainews.it/tgr/tagesschau/articoli/2026/01/tote-touristin-die-staatsanwaltschaft-ermittelt--7ea52fe0-54ab-4d9c-a54c-fec6d3558b04.html

Viel bleibt ja nicht, für D gilt:
Die Schutzpflicht der obhutsberechtigten Person setzt voraus, dass die schutzbefohlene Person in einer abhängigen oder schutzbedürftigen Lage ist, die es erforderlich macht, dass die obhutsberechtigte Person für ihr Wohl und ihre Interessen sorgt. Dies kann sich insbesondere aus dem Alter der schutzbefohlenen Person, einem körperlichen oder geistigen Zustand oder aus einer besonderen Beziehung, wie einer Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis, ergeben.
Quelle: https://www.juraforum.de/lexikon/schutzbefohlener

In Italien sieht das ebenso aus:
Beitrag von sooma (Seite 1)
Das Delikt der Vernachlässigung von Minderjährigen oder hilflosen Personen ist in Artikel 591 des Strafgesetzbuches vorgesehen und bestraft jeden, der eine Person unter vierzehn Jahren oder eine Person, die aufgrund von geistiger oder körperlicher Krankheit, Alter oder aus anderen Gründen nicht in der Lage ist, für sich selbst zu sorgen, und die er unter seiner Obhut hat oder für die er zu sorgen hat, im Stich lässt. Das Gesetz schützt das Rechtsgut des Lebens und der körperlichen Unversehrtheit von Personen, die aufgrund ihres Zustands nicht in der Lage sind, sich selbst zu verteidigen oder zu versorgen. Es ist wichtig zu verstehen, dass der Begriff der Vernachlässigung nicht unbedingt eine endgültige physische Entfernung impliziert, sondern immer dann vorliegt, wenn sich die garantierende Person freiwillig ihren Pflichten zur Hilfe und Überwachung entzieht und das Opfer einer Gefahr, auch nur potenziellen, für seine Unversehrtheit aussetzt. Das Gesetz sieht strenge Strafen vor, die sich erhöhen können, wenn die Tat zu einer Körperverletzung oder zum Tod der vernachlässigten Person führt. Die Komplexität dieses Tatbestands liegt oft in der Definition des Umfangs von "Obhut" und "Fürsorge", Elemente, die eine eingehende juristische Analyse erfordern.
Es wird also mMn untersucht, inwieweit die Leitung, die Verantwortlichen der Gruppe für die Geschehnisse und ihren Tod verantwortlich sind. Bei einer normalen Wandertour ist man ja nicht in Obhut also Schutzbefohlener.


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Deutsche Touristin in Gröden zweimal vermisst, dann tot aufgefunden

01.02.2026 um 07:57
Zitat von soomasooma schrieb:Sie scheint ja auch in Obhut gewesen sein:
Ja, das hab ich gelesen, aber wirklich klar ist das für mich noch nicht, da in allen Artikeln immer nur davon gesprochen wird, dass sie mit Freunden Urlaub machte. So wirklich geht daraus nicht hervor, dass sie in Obhut war, mMn. Lediglich die aufgenommenen Ermittlungen (Verletzung der Aufsichtspflicht einer Schutzbefohlenen) deuten darauf hin. So oder so, sehr tragisch.


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01.02.2026 um 08:17
Auch der Sprecher der Feuerwehr hat ja ganz deutlich gesagt:
Hinweise auf gesundheitliche Einschränkungen gebe es nicht, die Frau habe einen fitten und orientierten Eindruck gemacht und sei nicht dement.
Quelle: https://www.bluewin.ch/de/news/vermischtes/deutsche-touristin-wird-zum-zweiten-mal-innert-weniger-stunden-vermisst-3073441.html

Den Eindruck wird auch er bzw. die Kollegen vielleicht bei der ersten Rettungsaktion bekommen haben. Da lief allerdings ja schon was schief: Es ging ihr nicht gut und man hat sie allein umkehren lassen:
Bereits am Dienstag, den 27. Januar, war die Deutsche mit einer Gruppe zu einer Wanderung in Richtung der auf 1903 Metern gelegenen Juac-Hütte aufgebrochen. Unterwegs ging es ihr jedoch zunehmend schlechter, weshalb sie sich entschloss, allein umzukehren.
Quelle: wie oben


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Deutsche Touristin in Gröden zweimal vermisst, dann tot aufgefunden

01.02.2026 um 08:52
Vermutlich ist die Ortsangabe „hinter dem Postamt“ irrefühend, nahe des Postamts oder im Bereich des Postamts hätte besser gepasst.

Und da gibts ja auch irgendwelche Wege, die nach Steigungen aussehen. Vielleicht wollte sie abkürzen und ist dann irgendwie abgestürtzt.

Was mich wundert, ist, dass sie nach einer Unterkühlung schon am nächsten Tag wieder rausgehen wollte. Ich wäre vermutlich 2 Tage im Bett geblieben.


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01.02.2026 um 09:20
Ich vermute hier auch einen Suizid. Der erste Versuch klappte nicht aber dann der Zweite. Erinnert mich irgendwie an den Fall Yolanda K. aus Leipzig die vor ihrem Verschwinden auch mehrmals im Wald gefunden wurde weil es ihr nicht gut ging, sie sich von der Gruppe getrennt hatte und angeblich stundenlang ohnmächtig war. Obwohl nicht ganz klar ist ob es sich bei Yolanda K. um einen Suizid handelt. Mir geht es nur um die Parallelen.


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Deutsche Touristin in Gröden zweimal vermisst, dann tot aufgefunden

01.02.2026 um 09:23
Zitat von cocooncocoon schrieb:Erinnert mich irgendwie an den Fall Yolanda K. aus Leipzig die vor ihrem Verschwinden auch mehrmals im Wald gefunden wurde weil es ihr nicht gut ging, sie sich von der Gruppe getrennt hatte und angeblich stundenlang ohnmächtig war.
Ja, an Yolanda musste ich auch sofort denken. Gefunden im Wald wurde sie allerdings nur einmal, aber es war die Rede von Schwindelbeschwerden o. Ä., die sie hatte.


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01.02.2026 um 15:39
Zitat von cocooncocoon schrieb:Ich vermute hier auch einen Suizid.
Das dachte ich auch bzw. sie könnte vielleicht gesprungen sein (?) :
allein auf einer abgelegenen Straße unterwegs gewesen, vom Weg abgekommen und mehrere Meter in die Tiefe gestürzt sein. Dabei erlitt sie tödliche Verletzungen. Hinweise auf ein Verbrechen gibt es bislang nicht. Die Ermittlungen zum Unfallhergang laufen.
Quelle: https://www.bild.de/news/ausland/sie-verschwand-in-suedtirol-zweimal-vermisste-deutsche-64-ist-tot-697cd83ba3f0a8f7d1899cf5


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01.02.2026 um 15:49
Zitat von soomasooma schrieb:Den Eindruck wird auch er bzw. die Kollegen vielleicht bei der ersten Rettungsaktion bekommen haben. Da lief allerdings ja schon was schief: Es ging ihr nicht gut und man hat sie allein umkehren lassen:
Fand ich auch eigenartig, aber wir wissen ja auch nicht, was sie ihrer Gruppe gesagt hat. Vll hat sie es runtergespielt und die anderen ermutigt ohne sie weiterzugehen.


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01.02.2026 um 20:14
Bereits am Dienstag, den 27. Januar, war die Deutsche mit einer Gruppe zu einer Wanderung in Richtung der auf 1903 Metern gelegenen Juac-Hütte aufgebrochen.
Wenn ich hier "mit einer Gruppe" lese, dann denke ich an eine geführte Wanderreise. Meist wird das Fitnesslevel vor Buchung der Reise abgefragt, aber letzten Endes ist es ja Selbsteinschätzung. Wenn sie möglicherweise nicht mehr mit dem Tempo oder den Anstiegen mithalten konnte, hat man ihr eventuell empfohlen, umzukehren. In der Regel dürfte ein Wanderführer das nicht tun, denn die Reisenden sind ja ortsfremd und ein Verlaufen im alpinen Bereich geht schnell. In Realität habe ich es aber selbst schon genau so erlebt. Wenn sie dann für sich die Einsicht gewonnen hatte, dass sie die Reise nicht komplett in die Tonne treten will, ist sie halt am Folgetag alleine los und hat sich erneut verlaufen. Für den Wanderführer - so es denn eine geführte Wanderreise war - könnte das in dem Fall allerdings Konsequenzen haben, nicht am Tag 2, wenn sie da gleich von Beginn an alleine losging, wohl aber an Tag 1.


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01.02.2026 um 20:31
Das ist auch vermutlich etwa die Wanderstrecke, die die Gruppe um Sabine R. an ihrem ersten Vermisstentag nahm:
Die Frau war nach einer Wanderung von Wolkenstein Richtung Stevia/Juac-Hütte (1900 Meter) nicht ins Tal zurückgekehrt,
Quelle: https://www.rainews.it/tgr/tagesschau/articoli/2026/01/frau-uberlebt-nacht-im-freien-bei-10-grad-fddb139e-341f-48ab-b6bf-8c0024e587c8.html


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02.02.2026 um 01:35
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Fand ich auch eigenartig, aber wir wissen ja auch nicht, was sie ihrer Gruppe gesagt hat. Vll hat sie es runtergespielt und die anderen ermutigt ohne sie weiterzugehen.
Kann mir durchaus vorstellen, dass sie die Reise und auch die Wanderung noch völlig fit antrat, und währenddessen ein medizinischer Notfall mit zunächst nur vagen Beschwerden eintrat.
Einen Tag später war dann die Verwirrung, eines der Symptome, so groß, dass sie nicht einmal die im Vergleich zur Wanderung verhältnismäßig einfache Besorgung (Einkauf) sicher erledigen konnte. Zwischendurch die Verwirrung ums Handy.

(Einen ähnlichen Fall gab es in meinem weiteren Umfeld. Ältere Person, die Person war zunächst noch fit, war auf Reisen (mit jemand anderem), ging dann alleine spazieren (was dem bekannten Fitnessgrad der Person entsprach) und verstarb. Die Begleitung schilderte rückblickend, beim letzten Gespräch eine untypische Stimmung bemerkt zu haben mit gewisser Verwirrung, was die Begleitung erst auf Jet-Lag oder einen ihr unbekannten privaten Ärger schob. Rückblickend waren das mitunter schon die ersten Anzeichen des medizinischen Problems.)


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Deutsche Touristin in Gröden zweimal vermisst, dann tot aufgefunden

02.02.2026 um 16:50
Man sollte auch nicht vergessen, dass etwaige Erkrankungen, wie Alzheimer/Demenz, in der gewohnten Umgebung oft sehr lange nicht auffallen, weil der eingespielte Alltag eben das Gerüst bildet.

Kommt dann eine neue Situation, bricht es durch, was für Außenstehende aber nicht zwingend auffällig sein muss, weil die Fassade sehr gut ist.

Als Ortsfremde ist es natürlich bei einer Wanderung in unbekanntem/ungewohntem Gebiet (und auch noch bei Schnee) sehr einfach, sich zu verlaufen. Und genauso gibt es akute Einschränkungen der (geistigen) Gesundheit.

Aber es ist eben (für mich) eine Auffälligkeit, dass sie einmal verschwand/sich verlief, in „ungewöhnlich gutem Zustand“ gefunden wurde und dann so kurz nach der Rettung, nach einer Nacht bei -10 Grad, wieder so fit ist, dass sie rausgeht. Alles möglich, ganz klar, manche sind einfach hart im Nehmen.

Allerdings hat mich auch das Bild von Frau R. bei der ersten Wanderung etwas irritiert.
Gerade diese Umhängetasche, die auf Wanderungen eigentlich so gar nichts verloren hat, sondern eher ein Sicherheitsrisiko darstellt (wie man es am verrutschten Riemen, der den linken Arm in der Bewegung einschränkt, auf dem Bild schon schön sehen kann).
Das kann, im schlimmsten Fall, eine bedrohliche Situation ergeben (leider selbst auf dem Berg, ebenfalls in Südtirol, bei Wanderern schon erlebt).
Interessant wäre es auch, ob Frau R. Stöcke dabei hatte, als sie zum zweiten Mal verschwand.


Gut finde ich, dass es eine Autopsie geben soll.
Die bringt hoffentlich (den Zugehörigen) Antworten; mich persönlich würde es auch sehr interessieren, ob es hier einen medizinischen Auslöser gegeben hat…aber mich geht’s im Endeffekt nix an.

Ob sie ohne Schuhe gefunden wurde, ist auch nicht verifiziert und habe ich, bis auf einen Artikel einer deutschen Zeitung auch nirgends gelesen.
Das wäre zusätzlich interessant, wenn dem so wäre…

Was mich etwas verwundert ist, dass es wohl nur eine CCTV-Aufnahme in St. Christina gab. Nach bisheriger Berichterstattung auch keine Zeugensichtungen.
Das wäre äußerst ungewöhnlich, da gerade Wintersaison ist und sämtliche Orte in der Gegend touristisch überquellen (dazu beginnen in ein paar Tagen die olympischen Winterspiele, nicht weit entfernt).

Sehr sehr traurig das alles.


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