In den vergangenen Jahren wurden in den Bayous von Houston ungewöhnlich viele Leichen entdeckt. Nach Angaben lokaler Medien wurden seit 2017 mehr als 200 Tote aus den Wasserwegen geborgen. Ein erheblicher Teil der Todesfälle konnte nicht eindeutig als Unfall, Suizid oder Tötungsdelikt eingeordnet werden, was immer wieder Spekulationen über einen möglichen Serienmörder ausgelöst hat.

Die Behörden weisen diese Theorie jedoch zurück. Nach ihrer Einschätzung handelt es sich um eine Mischung aus unterschiedlichen Ursachen: Ertrinken, Unfälle, medizinische Notfälle, einzelne Tötungsdelikte sowie Fälle, bei denen der Verwesungszustand keine eindeutige Todesursache mehr zulässt. Auch die Tatsache, dass die Opfer hinsichtlich Alter, Geschlecht und Herkunft sehr unterschiedlich sind, spricht aus Sicht der Ermittler gegen einen klassischen Serienmörder.

Trotzdem bleiben viele Fragen offen. Wenn so viele Todesfälle über Jahre hinweg ungeklärt bleiben, ist es nachvollziehbar, dass Misstrauen entsteht. Manche vermuten Defizite bei den Ermittlungen, andere sehen in den Bayous einfach einen Ort, an dem Vermisste oder Opfer verschiedener, nicht zusammenhängender Ereignisse schließlich entdeckt werden.

Wie seht ihr das?

- Ist die hohe Zahl der Funde durch die Größe des Bayou-Systems und verschiedene Einzelfälle erklärbar?
- Oder gibt es eurer Meinung nach Hinweise, dass Zusammenhänge übersehen werden?
- Welche Quellen oder Analysen haltet ihr für besonders überzeugend?