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Appalachian Trail – Warum gibt es dort so viele Vermisstenfälle?

22 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mystery, Verschwörungstheorien, Vermisstenfälle ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Appalachian Trail – Warum gibt es dort so viele Vermisstenfälle?

gestern um 07:11
Mir ist aufgefallen, dass der Appalachian Trail immer wieder mit Vermisstenfällen in Verbindung gebracht wird. Der Wanderweg ist über 3.500 km lang, führt durch abgelegene Waldgebiete und jedes Jahr sind Millionen Menschen dort unterwegs. Dass es dort zu Unfällen und Vermisstenmeldungen kommt, ist statistisch gesehen nicht überraschend.

Trotzdem gibt es einige Fälle, die bis heute ungeklärt sind. Besonders bekannt ist Geraldine "Gerry" Largay, die 2013 vom Weg abkam und erst zwei Jahre später gefunden wurde. Ihr Fall zeigt, wie schnell man sich in dichtem Wald verirren kann – selbst als erfahrene Wanderin.

Im Internet werden solche Fälle häufig mit Theorien über Serienmörder, sogenannte "feral people", Bigfoot oder andere übernatürliche Phänomene verbunden. Bisher gibt es für diese Spekulationen jedoch keine belastbaren Beweise. Die meisten bekannten Fälle lassen sich eher durch Orientierungslosigkeit, schwieriges Gelände, Wetter oder einzelne Gewaltverbrechen erklären.

Mich würde interessieren, wie ihr das seht:

- Sind die vielen Vermisstenfälle einfach eine Folge der Größe und Abgeschiedenheit des Trails?
- Gibt es Fälle, die euch besonders rätselhaft erscheinen?
- Oder werden im Internet aus tragischen Einzelfällen zu schnell mysteriöse Geschichten gemacht?

Ich bin gespannt auf eure Meinungen und auf Fälle, die ich vielleicht noch nicht kenne.


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Appalachian Trail – Warum gibt es dort so viele Vermisstenfälle?

gestern um 07:14
Zwei bemerkenswerte Vermisstenfälle in den Appalachen

Dennis Lloyd Martin (1969)
Der sechsjährige Dennis Martin verschwand während eines Familienausflugs in den Great Smoky Mountains. Obwohl über 1.000 Helfer an einer groß angelegten Suche beteiligt waren, wurde nie eine Spur von ihm gefunden. Bis heute bleibt unklar, ob er einem Unfall zum Opfer fiel oder ob ein Verbrechen dahintersteckt.

Trenny Lynn Gibson (1976)
Die 16-jährige Trenny Gibson verschwand während eines Schulausflugs im Gebiet der Great Smoky Mountains. Sie wurde zuletzt auf einem Wanderweg nahe Clingmans Dome gesehen. Trotz intensiver Suchaktionen blieb ihr Verbleib ungeklärt.

Gemeinsamkeiten:
Beide Fälle ereigneten sich in den Appalachen, beide verschwanden in stark bewaldetem Gelände und beide gehören bis heute zu den bekanntesten ungelösten Vermisstenfällen der Region.


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Appalachian Trail – Warum gibt es dort so viele Vermisstenfälle?

gestern um 08:12
Zitat von NatsukiNatsuki schrieb:Sind die vielen Vermisstenfälle einfach eine Folge der Größe und Abgeschiedenheit des Trails?
Kurz gesagt: Ja.

In Verbindung damit, dass er von relativ vielen begangen wird ist einfach zu erwarten, dass einige verunfallen, sich verirren etc. und dann auch nicht oder sehr spät gefunden werden.


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Appalachian Trail – Warum gibt es dort so viele Vermisstenfälle?

gestern um 08:51
Ich war öfters mal wandern im E.C. Manning Provincial Park in British Columbia (Kanada), südöstlich von Hope, dort wo damals Rambo - First Blood gedreht wurde. Für mich die schönste Gegend auf der ganzen Welt, und der Handyempfang ist dort praktisch 0. Wenn man sich da aber mal so richtig verfranzt, dann kann akute Lebensgefahr drohen.

Es ist so verdammt einfach hier und dort mal von Pfaden abzukommen, oder Probleme zu bekommen mit dem Zeitmanagement. Verletzungen sind auch ein Problem. Knickt man sich den Knöchel um und kann kaum laufen, dann kann das sehr leicht zu Besorgnis führen. Zumindest ging es mir mal so in 2006. Ich hatte Schmerzen und enorme Probleme einen klaren Kopf zu behalten. Besonders in der Nacht, denn eigentlich hatte ich überhaupt nicht vor die Nacht mitten im Nirgendwo zu verbringen.

Ohne wirklich ortskundige Führer gehe ich da jedenfalls nie wieder hin. Einfach zu riskant. Wer sich dort verheddert, den kann sehr leicht die Natur völlig verschlucken und man wird nie wieder gesehen.

Ich halte nichts von diesen 411-Missing-Geschichten. Wenn man in riesigen Naturgebieten unterwegs ist, dann kann einfach alles mögliche passieren. Es ist wirklich sehr einfach zu verschwinden. Dafür kann es gefühlt 1000 Ursachen geben. Allerdings kann man damit aber auch sehr viel Klicks generieren, und Bücher über entsprechende Vermisstenfälle in solchen Gegenden verkaufen.


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Appalachian Trail – Warum gibt es dort so viele Vermisstenfälle?

gestern um 09:20
@Natsuki
Dazu gibt es in der Mystery-Gruppe einen Thread, der sich mit solchen Vermisstenfällen beschäftigt. Nicht nur auf dem Appalachian-Trail, auch in vielen anderen Naturparks in den USA, aber auch in Kanada und in Europa sollen - wenn man dem Autor David Paulides Glauben schenken mag - "411" (mittlerweile sind es sicher schon mehr) Menschen während Ausflügen etc auf "mysteriöse" Weise verschwunden und sind entweder nie mehr bzw erst Jahre später wieder aufgetaucht (tot oder lebendig).

"Missing 411", David Paulides/mysteriöse Vermisstenfälle


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Appalachian Trail – Warum gibt es dort so viele Vermisstenfälle?

gestern um 11:40
Zitat von NatsukiNatsuki schrieb:Die meisten bekannten Fälle lassen sich eher durch Orientierungslosigkeit, schwieriges Gelände, Wetter oder einzelne Gewaltverbrechen erklären.
Richtig, Menschen verirren sich, wenn sie nur mal kurz den Weg verlassen um auszutreten, überschätzen sich, stürzen Abhänge hinunter, fallen in Schluchten, werden von Tieren angegriffen, evtl verschleppt. Dazu teilweise starke Regenfälle, die sämtliche Spuren vernichten usw. Das Gebiet ist viel zu groß, teilweise unwegsam, um jemals alles abzusuchen.

Manche Fälle wirken stellenweise wirklich mysteriös, dennoch bin ich davon überzeugt, dass alle auf og Möglichkeiten zurückzuführen sind. Was ich auch noch in Betracht ziehen würde sind irgendwelche Bekloppte, die tief in den Appalachen hausen, Menschen in günstigen Momenten entführen, vll gefangenhalten, opfern, töten. In den USA treiben aktuell ca. 25 bis 50 aktive Serienmörder ihr Unwesen, die Dunkelziffer wird wahrscheinlich viel höher sein. Es ist nicht auszuschließen, dass auch am Trail welche aktiv sind.


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Appalachian Trail – Warum gibt es dort so viele Vermisstenfälle?

gestern um 12:03
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Richtig, Menschen verirren sich, wenn sie nur mal kurz den Weg verlassen um auszutreten, überschätzen sich, stürzen Abhänge hinunter, fallen in Schluchten,
Auch in den gut erschlossenen Alpen passiert das anscheinend derzeit in zunehmendem Maße. Viele Wanderer überschätzen sich, ihre Fähigkeiten und ihre Ausrüstung maßlos, während sie andererseits die natürlichen Gegebenheiten stark unterschätzen.

Das beobachte ich sogar hier im Kollegenkreis. Ich habe einen jungen Kollegen (23 J), der eigentlich keine große Wander- und Klettererfahrung hat, aber neulich ernsthaft überlegt hatte, den Watzmann zu besteigen - mal eben so. Oder was ich vor kurzem gelesen hatte: eine junge Frau stieg auf einen Berggipfel, um dort oben den Sonnenuntergang zu genießen. Über den Rückweg im Dunkeln hatte sie sich keine Gedanken gemacht, weswegen sie dann einen Notruf absetzte und vom Berg geholt werden musste.

Wenn etliche Wanderer in den Appalachen ähnlich naiv und selbstüberschätzend sind, kann ich mir gut vorstellen, dass der/die eine oder andere verloren geht, zumal die Regionen teilweise ziemlich einsam sind (und Bären gibt es wohl auch).


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Appalachian Trail – Warum gibt es dort so viele Vermisstenfälle?

gestern um 12:09
Was mich an den Fällen von Dennis Lloyd Martin und Trenny Lynn Gibson besonders beschäftigt, ist, dass trotz groß angelegter Suchaktionen nie eindeutige Spuren oder Überreste gefunden wurden. Beide verschwanden in den Great Smoky Mountains, einem Gebiet, das zwar abgelegen und schwer zugänglich ist, aber intensiv durchsucht wurde.

Natürlich sind dichter Wald, unwegsames Gelände und Witterung plausible Erklärungen dafür, warum Vermisste schwer zu finden sind. Trotzdem bleibt die Frage, wie zwei Menschen scheinbar spurlos verschwinden konnten. Handelt es sich um tragische Unfälle, Verbrechen oder wurden bei den Suchaktionen entscheidende Bereiche übersehen?

Mich interessiert, welche Erklärung ihr für die wahrscheinlichste haltet und ob ihr ähnliche ungeklärte Vermisstenfälle aus den Appalachen kennt.


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Appalachian Trail – Warum gibt es dort so viele Vermisstenfälle?

gestern um 12:10
@simie
Das ist sicherlich ein wichtiger Faktor. Die Größe und Abgeschiedenheit des Appalachian Trails erklären vermutlich einen Großteil der Vermisstenfälle. Trotzdem gibt es einzelne Fälle wie Dennis Martin oder Trenny Gibson, bei denen trotz intensiver Suchaktionen nie eindeutige Spuren gefunden wurden. Genau diese Ausnahmen machen das Thema für viele so interessant. Es geht dabei weniger um die Anzahl der Vermissten insgesamt, sondern um die wenigen Fälle, die sich bis heute nicht schlüssig erklären lassen.


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Appalachian Trail – Warum gibt es dort so viele Vermisstenfälle?

gestern um 12:11
@kf1801
Den Thread kenne ich. Die Missing-411-Fälle sind durchaus spannend, allerdings sollte man David Paulides' Schlussfolgerungen kritisch betrachten. Viele der von ihm aufgeführten Fälle lassen sich durch Unfälle, Orientierungslosigkeit, Wetter oder bekannte Ermittlungsstände erklären. Kritiker werfen ihm außerdem vor, Informationen selektiv auszuwählen oder wichtige Details wegzulassen.

Dennoch gibt es einzelne Vermisstenfälle – etwa Dennis Martin oder Trenny Gibson –, die bis heute ungeklärt sind und deshalb immer wieder diskutiert werden. Rätselhaft bedeutet aber nicht automatisch, dass es dafür eine übernatürliche Erklärung geben muss.


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Appalachian Trail – Warum gibt es dort so viele Vermisstenfälle?

gestern um 12:13
@Photographer73
Da stimme ich dir zu. Die Natur selbst bietet bereits genügend Erklärungen für viele dieser Fälle. Gerade in den Appalachen können wenige Meter abseits eines Weges ausreichen, um die Orientierung zu verlieren. Dazu kommen schwieriges Gelände, Wetterumschwünge, Verletzungen und die Tatsache, dass Suchteams trotz großer Anstrengungen nie jeden Quadratmeter eines riesigen Waldgebietes überprüfen können.

Die Möglichkeit menschlichen Fehlverhaltens oder eines Verbrechens kann man natürlich nicht komplett ausschließen. Ein Täter, der die Abgeschiedenheit solcher Gebiete ausnutzt, wäre theoretisch denkbar. Allerdings gibt es bei den meisten bekannten Fällen keine konkreten Hinweise darauf.

Vielleicht ist genau das der Grund, warum diese Fälle so faszinierend wirken: Die Realität – ein Mensch allein in einer riesigen Wildnis – kann bereits so rätselhaft und beängstigend sein, dass es keine außergewöhnliche Erklärung braucht.


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Appalachian Trail – Warum gibt es dort so viele Vermisstenfälle?

gestern um 12:14
@martenot
Das ist ein sehr guter Punkt. Viele Menschen unterschätzen, dass nicht nur extreme Expeditionen gefährlich sein können, sondern auch scheinbar „normale“ Wanderungen. Oft fehlt weniger der Mut als eine realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten, des Wetters, der Wegbeschaffenheit und der eigenen Ausrüstung.

Gerade in den Appalachen kommt hinzu, dass die Entfernungen riesig sind und man sich in dichtem Wald sehr schnell verirren kann. Ein kleiner Fehler – den Weg kurz verlassen, eine Verletzung, ein Wetterumschwung oder ein leerer Akku – kann dort ganz andere Folgen haben als in einem stärker erschlossenen Gebiet.

Ähnlich sieht man es auch in den Alpen: Gute Infrastruktur und viele Bergbahnen vermitteln manchmal ein falsches Sicherheitsgefühl. Ein Berg bleibt aber ein Naturraum und verzeiht Fehler nicht immer.

Was die Appalachen betrifft, sind Bären und andere Wildtiere natürlich ein zusätzlicher Faktor, aber vermutlich sind die häufigsten Gefahren weiterhin ganz unspektakulär: Verirren, Stürze, Erschöpfung und Unterkühlung. Die Vorstellung eines mysteriösen Verschwindens ist spannend, aber die Realität ist oft schon gefährlich genug.


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Appalachian Trail – Warum gibt es dort so viele Vermisstenfälle?

gestern um 12:27
Da hat aber jemand fleißig"missing enigma" geschaut :-D

Es erscheint erstmal mysteriös, wenn jemand spurlos in Wäldern, den Bergen oder auch in wüstenähnlichen Gebieten (z. B. Joshua Tree park) verschwindet. Aber meistens klären sich diese Fälle ja doch auf und geben evtl. Erklärungen für die Fälle, die noch nicht aufgeklärt wurden.

Ich bin mit den Bayous nicht vertraut, gehe aber mal davon aus, dass die meisten doch im Stadtgebiet oder am Stadtrand ins Wasser gelangt sind?

Ich finde die Zahl jetzt erstmal auch nicht so sehr groß, gemessen an den Jahren und der Bevölkerung dieser Region.
Ich würde nicht mal eine Zehe in diese Bayous reinhalten - insofern ist fraglich, ob die Leute dort wirklich baden gehen und man unsere Badetoten zahlenmäßig als Vergleich mit heranziehen kann.


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Appalachian Trail – Warum gibt es dort so viele Vermisstenfälle?

gestern um 12:39
@Natsuki
@martenot
@Photographer73

Ich stimme Euch dreien vollkommen zu.
Wenngleich die amerikanischen und kanadischen Naturparks weitgehend gut erschlossen sind mit ausgebauten Wanderwegen udgl, darf man trotzdem die Unbillen der Natur und die eigene Physis niemals unterschätzen.

Dass in den meisten Fällen ein Unfall bzw der berühmte "medizinische Notfall" dazu geführt hat, dass eine Person verschwindet, ist mMn höchstwahrscheinlich in den meisten Fällen der Grund. Man darf da nicht außer Acht lassen, dass die Wanderwege zwar gut ausgebaut sind, aber dennoch nur ein kleiner Schritt abseits bedeuten kann, dass man in eine Spalte fällt, über einen Abhang stürzt usw. Dazu kommen Wildtiere, plötzliche Wetterumschwünge, mangelhafte Ausrüstung usw.

David Paulides macht es sich mMn zu einfach und hat wohl zu wenig recherchiert, möchte jeden Fall mit Absicht mysteriöser machen, als er sich bei genauer Betrachtung herausstellt.

Der Appalachian-Trail wird jährlich von ca 3.000 Menschen bewandert und nur wenige schaffen die ganzen 3.500 Kilometer.
Dass der Trail kein Spaziergang ist und schon ein gerüttelt Maß an Erfahrung und Sportlichkeit voraussetzt, das darf man halt nicht einfach wegwischen und sich von den "schweren Einzelfällen" nicht irritieren lassen:
Appalachian Trail Morde, Vermisste und Killer: Wie ordnest du solche Geschichten ein?
Es gab auf dem Appalachian Trail schwere Einzelfälle, aber deine Planung sollte nicht auf True-Crime-Erzählungen basieren, sondern auf realen Outdoor-Risiken und vernünftigem Verhalten.

Fragen nach Morden, Vermissten oder „Appalachian Trail Killer“ tauchen immer wieder auf, weil außergewöhnliche Fälle viel Aufmerksamkeit bekommen. Für die praktische Reiseplanung sind andere Fragen wichtiger: Wer weiß, wo du bist? Hast du Offline-Navigation? Kannst du bei schlechtem Wetter umplanen? Weißt du, wie du bei Krankheit, Verletzung oder einem unsicheren Gefühl reagierst?

Wenn du allein wanderst, ist ein regelmäßiger Check-in mit einer Person zu Hause sinnvoll. Teile nicht in Echtzeit öffentlich, wo du schläfst. Meide leicht erreichbare Camps direkt an Straßen, wenn du ein schlechtes Gefühl hast. Triff Entscheidungen lieber früh als spät: Ein Umweg, ein Shuttle oder eine Nacht im Motel ist besser als ein riskanter Kompromiss.
Quelle: https://www.usatipps.de/reiseziele/sehenswuerdigkeiten/trails/appalachian-trail/#sicherheit


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Appalachian Trail – Warum gibt es dort so viele Vermisstenfälle?

gestern um 12:39
Zitat von NatsukiNatsuki schrieb:Gerade in den Appalachen kommt hinzu, dass die Entfernungen riesig sind und man sich in dichtem Wald sehr schnell verirren kann. Ein kleiner Fehler – den Weg kurz verlassen, eine Verletzung, ein Wetterumschwung oder ein leerer Akku – kann dort ganz andere Folgen haben als in einem stärker erschlossenen Gebiet.
Ich denke auch, dass das wichtige Faktoren sind, die von vielen Wanderern unterschätzt werden. Genau, und selbst in einer gut erschlossenen Region wie den Alpen passieren immer mehr Fälle, wo unerfahrene Wanderer in Notsituationen kommen oder sogar abstürzen.

Für mich wären in den Appalachen wahrscheinlich die großen einsamen Weiten eine Herausforderung. Das ist vermutlich mit europäischen Mittelgebirgen kaum zu vergleichen, weil es bei uns halt doch immer mal wieder Orte, Dörfer, Mobilfunk und sogar Bahnstationen gibt. Das wird dort alles deutlich stärker ausgedünnt sein. Wenn man sich da verläuft und nicht wieder zum Pfad zurück findet, hat man sicher Schwierigkeiten.


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Appalachian Trail – Warum gibt es dort so viele Vermisstenfälle?

gestern um 12:44
@Yamaica
Hab das Youtube Video hier entdeckt.

https://youtu.be/LB6s3EgpFao?is=3tsX9rSxuVWYC9u6


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Appalachian Trail – Warum gibt es dort so viele Vermisstenfälle?

gestern um 12:48
@kf1801
Sehe ich ähnlich. Was dabei leicht vergessen wird: Hinter jedem einzelnen Fall steht ein riesiges, schwieriges Gelände, in dem die Natur sehr schnell zum größten Gegner werden kann.

Auch ein gut ausgebauter Wanderweg bedeutet nicht, dass die Umgebung ungefährlich ist. Ein kurzer Abstecher vom Trail, ein Sturz in unübersichtliches Gelände, eine Verletzung oder ein plötzlicher Wetterumschwung können aus einer normalen Wanderung eine lebensbedrohliche Situation machen. Dazu kommen Faktoren wie Erschöpfung, fehlende Erfahrung oder eine falsche Einschätzung der eigenen Fähigkeiten.

Bei den Missing-411-Fällen sehe ich es ähnlich: Einige Fälle bleiben tragisch und ungeklärt, aber daraus automatisch ein mysteriöses Muster abzuleiten, halte ich für problematisch. Oft werden die natürlichen Gefahren solcher Regionen unterschätzt und die außergewöhnlichen Aspekte stärker hervorgehoben als die naheliegenden Erklärungen.

Der Appalachian Trail ist eben kein gewöhnlicher Spazierweg. Auch wenn jährlich viele Menschen Teile davon bewältigen, sind Einsamkeit, Länge, Wetter und körperliche Belastung nicht zu unterschätzen. Die meisten Gefahren entstehen wahrscheinlich nicht durch einen unbekannten Täter, sondern durch die Kombination aus Wildnis, menschlichen Fehlern und manchmal schlicht Pech.


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Appalachian Trail – Warum gibt es dort so viele Vermisstenfälle?

gestern um 12:49
@martenot
Genau das ist meiner Meinung nach ein entscheidender Unterschied. Viele Menschen vergleichen solche Gebiete mit europäischen Wanderregionen, aber die Dimensionen und die Abgeschiedenheit in Teilen der Appalachen sind kaum vergleichbar. Selbst wenn ein Trail gut markiert ist, bedeutet das nicht automatisch, dass Hilfe schnell erreichbar ist.

In den Alpen oder vielen europäischen Mittelgebirgen ist man oft näher an Zivilisation: Eine Hütte, ein Dorf, eine Straße oder ein Mobilfunksignal sind häufig nicht weit entfernt. In den Appalachen kann man dagegen über lange Strecken durch dichten Wald laufen, ohne auf Infrastruktur zu treffen. Wenn man dort den Weg verliert, kann schon eine kleine Verletzung oder ein leerer Akku zu einem ernsthaften Problem werden.

Gerade der dichte Wald ist dabei tückisch. Man sieht oft keine weiten Orientierungspunkte und kann sich leicht im Kreis bewegen. Dazu kommen Regen, Kälte, Erschöpfung und die Schwierigkeit, aus der Luft oder vom Boden aus eine einzelne Person in einem riesigen Waldgebiet zu finden.

Ich glaube, genau diese Kombination aus Einsamkeit und unterschätzter Gefahr erklärt viele der vermeintlich mysteriösen Fälle besser als jede außergewöhnliche Theorie. Die Wildnis selbst kann manchmal der größte Gegner sein.


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Appalachian Trail – Warum gibt es dort so viele Vermisstenfälle?

gestern um 12:51
Zitat von martenotmartenot schrieb:Auch in den gut erschlossenen Alpen passiert das anscheinend derzeit in zunehmendem Maße. Viele Wanderer überschätzen sich, ihre Fähigkeiten und ihre Ausrüstung maßlos, während sie andererseits die natürlichen Gegebenheiten stark unterschätzen.
Das passiert wahrscheinlich überall, wo sich Menschen aufhalten. Die Risikobereitschaft steigt, die Selbstüberschätzung auch. Gegen Unfälle, Tierangriffe etc ist auch niemand gewappnet, manchmal läuft es einfach blöd und das war es dann.

Ein Bekannter meiner Eltern war jedes Jahr mehrfach in den Alpen bergsteigen, solo. Bestens ausgerüstet, jahrelange Erfahrung, kein Heißsporn. Irgendwann kam er nicht mehr zurück. Erst nach Jahren fand man seine Überreste zufällig in einer Schlucht, er wird abgestürzt sein. Die Natur verzeiht meistens keine Fehler.
Zitat von NatsukiNatsuki schrieb:Trotzdem bleibt die Frage, wie zwei Menschen scheinbar spurlos verschwinden konnten. Handelt es sich um tragische Unfälle, Verbrechen oder wurden bei den Suchaktionen entscheidende Bereiche übersehen?
Nicht nur in solchen Gebieten verschwinden Menschen scheinbar spurlos, das passiert doch auch teilweise mitten in der Stadt. Sie lösen sich quasi in Luft auf. Keine Spuren, keine Hinweise, nichts, sie sind einfach weg. Und wenn sowas in der Stadt passieren kann, dann doch erst recht mitten in der Wildnis.
Zitat von NatsukiNatsuki schrieb:Ein Täter, der die Abgeschiedenheit solcher Gebiete ausnutzt, wäre theoretisch denkbar. Allerdings gibt es bei den meisten bekannten Fällen keine konkreten Hinweise darauf.
Es gibt meistens genauso wenig Hinweise auf irgendetwas anderes. Und dennoch muss irgendetwas passiert sein.

Bei der Suche nach Trenny Gibson war das Wetter beschissen, es gab Starkregen, selbst Ranger rutschten aus. Sie ging teilweise alleine. Bei ihrem Fall gehe ich aber sowieso von einem Verbrechen aus.


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Appalachian Trail – Warum gibt es dort so viele Vermisstenfälle?

gestern um 12:55
@Photographer73
Das Beispiel mit deinem Bekannten aus den Alpen zeigt eigentlich sehr gut, dass Erfahrung und gute Ausrüstung zwar das Risiko deutlich reduzieren, aber niemals eine absolute Sicherheit garantieren. Ein einziger unglücklicher Moment – ein Sturz, eine Verletzung oder eine falsche Entscheidung – kann in der Natur ausreichen. Manchmal ist es tatsächlich eine Verkettung unglücklicher Umstände.

Der Punkt mit den scheinbar spurlosen Verschwindensfällen ist interessant. Menschen verschwinden tatsächlich auch in Städten, obwohl dort deutlich mehr Überwachung, Zeugen und Infrastruktur vorhanden sind. In der Wildnis kommen aber noch zusätzliche Faktoren hinzu: fehlende Zeugen, riesige Suchgebiete, schwierige Bedingungen und die Möglichkeit, dass Spuren sehr schnell verschwinden.

Dass ein Verbrechen theoretisch möglich ist, kann man natürlich nicht ausschließen. Gerade abgelegene Gegenden könnten von Tätern ausgenutzt werden. Allerdings ist die Frage immer, welche Hinweise dafür sprechen. Bei vielen Fällen gibt es schlicht keine belastbaren Spuren – weder für einen Unfall noch für ein Verbrechen. Das macht sie schwierig einzuordnen.

Der Fall Trenny Gibson ist tatsächlich einer der Fälle, bei denen viele Menschen ein Verbrechen für möglich halten. Die schwierigen Wetterbedingungen während der Suche, das unübersichtliche Gelände und die Tatsache, dass sie zeitweise allein unterwegs gewesen sein soll, machen den Fall besonders tragisch. Trotzdem bleibt ohne konkrete Beweise offen, was wirklich passiert ist.

Vielleicht liegt genau darin die Faszination solcher Fälle: Es gibt genug reale Möglichkeiten – Unfall, Verirren, medizinischer Notfall oder Verbrechen –, aber manchmal fehlen die entscheidenden Informationen, um eine endgültige Antwort zu finden.


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