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Sidney Lute (19) aus den Niederlanden seit 2016 vermisst

106 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Lost Place, Frankreich, Bundeswehr ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Sidney Lute (19) aus den Niederlanden seit 2016 vermisst

09.10.2026 um 21:30
Beim Ansehen des Beitrags von Aktenzeichen war auch u.a. eine schnelle Idee von mir ==> Fremdenlegion
Dies habe ich inzwischen jedoch wieder verworfen.
Ich kannte jemand der dort viele Jahre dabei war. Die Kriterien sind sehr streng und Teamfähigkeit absolut unabdingbar.
Möglich, dass er in einem Rekrutierungsbüro (Straßburg?) vorgesprochen hat, aber auch abgelehnt wurde, was dann die nächste Eskalationsstufe gezündet haben könnte.


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09.10.2026 um 22:22
Zitat von -Dandelion--Dandelion- schrieb:Möglich, dass er in einem Rekrutierungsbüro (Straßburg?) vorgesprochen hat, aber auch abgelehnt wurde, was dann die nächste Eskalationsstufe gezündet haben könnte.
Ich kann mir auch nicht wirklich vorstellen, dass er dort genommen worden wär, nachdem ihn die niederländische Armee abgelehnt hat. Die werden dafür ja ihre Gründe gehabt haben und ich glaube nicht, dass die Fremdenlegion niedrigere Anforderungen stellt.

Die Frage wäre höchstens, ob die Ermittler von einem gescheiterten Versuch erfahren hätten. Oder auch nur einem Erstgespräch, bei dem dann vielleicht schon klar wurde, dass er nicht geeignet ist oder seinerseits nicht wollte, so dass man dann gar keine Tests o. Ä. mehr gemacht hat. Allerdings habe ich keine Ahnung wie der Ablauf da ist...


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10.10.2026 um 07:52
Zitat von yetiundernayetiunderna schrieb:Dazu kommt, dass Sidney sich offenbar zunehmend zurückgezogen und verändert hatte. Er wurde distanzierter und ließ seine Eltern immer weniger an seinen Entscheidungen und Vorstellungen teilhaben. Auch die Tatsache, dass er sich von verschiedenen Dingen getrennt beziehungsweise diese weggegeben haben soll, finde ich in diesem Zusammenhang auffällig.
Das finde ich auch sehr auffällig, das Zimmer war im Filmbeitrag fast komplett leer geräumt. Da schrillen bei mir alle Alarmglocken...
Zitat von AktenzeichenXYAktenzeichenXY schrieb:Fragen über Fragen. Ich denke, er wollte sich viele Dinge anschauen. Depressionen können jedoch dafür Sorgen, dass die eigentlichen Pläne plötzlich ganz andere sind. Vielleicht hat sich das Leben genommen. Aber warum sollte er das auf eine Art und Weise tun, dass man ihn nicht findet ?
Da kann man schwer was zu sagen, weil man den Menschen eben nicht hinter die Stirn schauen kann. Ich denke, für Außenstehende sind die Gedanken eines Suizidenten schwer nachvollziehbar, weil das Leben eben das Wichtigste ist, was es zu schützen gilt, in der Einwertung der meisten Menschen.
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Dass es aber seit 10 Jahren keine Spur mehr von ihm gibt, kein Lebenszeichen, gibt zu denken und könnte einem Verbrechen geschuldet sein.
Das gibt in der Tat zu denken. Ein so junger Mensch kann meiner Ansicht nach im Normalfall (also mal ausgenommen, man ist mit nem goldenen Löffel geboren) nicht so viel gespart haben, dass es zum Leben für zehn Jahre reicht. Die gezeigten Verhältnisse (Schülerjob, Wohnumgebung) sahen jetzt auch nicht so aus, als hätte er Geld ohne Ende, eher ganz normale Verhältnisse.

Und dann müsste es wohl auch digitale Spuren geben. Diese fehlen aber, nicht nur finanziell, sondern auch sonst.
Zitat von AktenzeichenXYAktenzeichenXY schrieb:Richtig, die Krypto Wallet wurde erwähnt. Aber auch hier stellt sich die Frage, wie gut diese befüllt war ? Und wie er von dort eventuell Geld transferierte, wenn es mal knapp wurde ?

An der Supermarkt-Kasse hatte er wohl die Debitkarte genutzt.
Genau, alles kann man eben auch nicht mit Krypto bezahlen.
---

Fazit:

Meine Vermutung ist, dasss SL nicht mehr am Leben ist. Er könnte einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein. Ich vermute aber eher, dass er sich suizidiert hat. Diese Auflösung des Zimmers (es lag ja praktisch nur noch eine Matratze auf dem Boden im Filmfall) lässt mich dies vermuten. Vorher suchte er einige Orte auf, die er gerne sehen wollte, hing vielleicht auch seinen - aus seiner Sicht gescheiterten - Zukunftsplänen nach.

Dass seine Familie ihre Hoffnung nicht aufgibt, verstehe ich aber. Das würde ich auch nicht machen, selbst wenn es nur eine kleine Chance ist. Vielleicht löste er das Zimmer auch auf, weil er nicht vor hatte, zurückzukehren.


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10.10.2026 um 08:12
Zitat von sören42sören42 schrieb:Dass seine Familie ihre Hoffnung nicht aufgibt, verstehe ich aber. Das würde ich auch nicht machen, selbst wenn es nur eine kleine Chance ist. Vielleicht löste er das Zimmer auch auf, weil er nicht vor hatte, zurückzukehren.
Es könnte auch sein, dass er minimalistisch leben wollte und seinen Besitz nach und nach reduziert hat. Das könnte die Familie evtl beantworten, wenn sie denn darüber gesprochen haben. Wenn ich es richtig verstanden habe, lebte er bei seinem Vater. Da ist die Frage, ob es Menschen in seinem Umfeld gab, die genau hingeschaut haben und auch nachgefragt haben.


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10.10.2026 um 08:21
Zitat von ichhierichhier schrieb:Es könnte auch sein, dass er minimalistisch leben wollte und seinen Besitz nach und nach reduziert hat.
Das stimmt, das könnte auch sein. Aber das hier passt nicht dazu:
Zitat von LostBoyLarryLostBoyLarry schrieb:Auch seine sozialen Kontakte sowie sein Hobby Kickboxen hat er aufgegeben.
Zumindest soziale Kontakte haben nichts mit Besitz zu tun, man kann auch arm sein und soziale Kontakte haben/pflegen.


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10.10.2026 um 12:41
Zitat von ichhierichhier schrieb:Es könnte auch sein, dass er minimalistisch leben wollte und seinen Besitz nach und nach reduziert hat. Das könnte die Familie evtl beantworten, wenn sie denn darüber gesprochen haben.
Ich würde auch denken, dass das alleine nicht unbedingt für einen Suizid spricht - umgekehrt könnte man ja auch sagen, dass es ihm, wenn er Schluss machen wollte, egal gewesen wäre, was mit seinen Sachen passiert und wer dann am Ende aufräumen muss. In dem Fall hätte er dann einfach alles liegen und stehen lassen, wie es war. Weil er schon ganz mit allem "abgeschlossen" hatte und keine Lust hatte, noch über sowas nachzudenken.

Seinen Besitz ganz zu reduzieren kann auch zu einem Aussteiger passen, der bewusst solchen Dingen "entsagt". Oder dem Gedanken "bei der Armee müsste ich auch mit wenig auskommen".

Aber in der Zusammenschau spricht dann doch einiges für einen Suizid: Der gescheiterte Plan, zu Armee zu gehen und der Rückzug von allen Hobbys und Freunden würde ich schon in die Richtung einordnen.

Allerdings glaube ich persönlich eher, dass er vielleicht auf seiner Tour irgendwie an die falschen Leute geraten ist. Das ist aber mehr ein "Baugefühl" als dass ich das wirklich mit Argumenten begründen könnte.


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10.10.2026 um 12:42
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Bei mir entstand das Bild eines psychisch labilen Sonderlings, was zwar XY-typisch geschönt wurde, in den Andeutungen aber doch ersichtlich wurde:
Ja, ich hatte auch das Gefühl, dass die Darstellung seiner Person, aber auch des Zusammenlebens mit ihm in der Familie extrem geschönt wirkten. Er war schon vor der Aufnahmeprüfung ziemlich sonderbar und ist danach völlig abgedreht.
Gleichzeitig schien er sich und seine Fähigkeiten zu überschätzen. Ich meine, er will nach Spanien wandern und scheitert schon nach wenigen Tagen, weil es regnet. Wie hat er sich das denn vorgestellt?
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Dabei erscheint mir die Ablehnung durch die Armee sehr nachvollziehbar, auch die Begründung. Sidney wirkt wie ein wenig belastbarer, nicht besonders integrativer Sonderling. Armeen suchten, vor allem damals, keine Waldschrate mit Interesse an Selbstverwirklichung bei Geländespielen, sondern integrative Menschen mit guten Vorkenntnissen in irgendeinem Sachgebiet.
Sehe ich genauso.
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Die Frage ist: war Sidney das vorher nicht selber klar? Internet, YouTube, Social Media… auch vor 10 Jahren konnte man sich schon informieren und da hätte ihm auffallen können, dass er von seiner Mentalität her nicht reinpasst.
Ich konnte den Berufswunsch und die Begründung null nachvollziehen. Es wurde mit seinem Drang nach Freiheit und dem Leben in der Natur erklärt. Und ich kann mir kaum einen Beruf vorstellen , in dem es mehr strenge Regeln, Einschränkungen der individuellen Wünsche und Zwang zur Konformität gibt, als beim Militär.
Es hieß ja, er habe ich wochenlang intensiv auf die Aufnahmeprüfung vorbereitet, dabei wurde er gezeigt, wie er am Computer sitzt und sich Webseiten mit Soldaten drauf ansieht. Keine Ahnung, was er da wochenlang getrieben hat, aber ihm muss mit ein bisschen Recherche doch aufgegangen sein, dass der Job beim Militär völlig anders ist als er es sich in seinem naiven Kopf vorstellt. Zumindest hätten die Eltern versuchen sollen, ihm das klar zu machen, statt ihn darin noch immer wieder zu bestärken.
Zitat von ZiegenpetraZiegenpetra schrieb:Ich hatte den Eindruck, dass sie auf diese Frage nicht näher eingehen wollte.
Dazu die Sprachbarriere.
Zitat von gruselichgruselich schrieb:Naja, das war ihr erster Satz, den ich auch jetzt nicht so glücklich fand, aber danach hat sieving mehr dazu gesagt, was sich in der Familie schon geändert hat durch das verschwinden. Ich finde, so eine Situation kann für eine „normale“ nicht medial-professionelle Person auch schwierig sein.
Es ist aber doch nicht so, dass die Leute im Studio dort zum ersten malbauf den Cerne treffen und der sich dann spontan Fragen ausdenkt, die er ihnen um die Ohren hat. Sondern die Fragen und damit auch die Antworten sind vorher abgesprochen. Und bei der Frage kann ich mir vorstellen, dass die sogar auf einem Wunsch der Mutter basiert. Für den eigentlichen Fall ist es unerheblich, wie es den Geschwistern geht, von der Polizei wurde diese Frage sicher nicht vorgeschlagen. Ich denke, den Eltern war es wichtig, sich als stabile, den Kindern Rückhalt gebende Familie darzustellen. Deshalb die Frage und due Antwort.

Die Aussagen der Mutter und die ganze Darstellung im Filmfall ging sehr in die Richtung, dass herausgestellt werden sollte, dass ein gutes, enges Verhältnis zwischen Sydney und den Eltern bestand, diese tolerant waren und alle seine Macken akzeptierten unf duldeten - Friede, Freude, Eierkuchen...
Ich fand das alles ein bisschen drüber, irgendwie zu rosig dargestellt. Ich kann mir vorstellen, dass es doch einige Konflikte gab. Sicher können sie wohl prinzipiel ihm gegenüber eine positive Einstellung und Verständnis für seinen Frust wegen der Ablehnung beim Militär gehabt haben, es kann mir aber keiner erzählen, dass den anderen Fsmilienmitgliedern nicht auch ab und zu der Kragen geplatzt ist.
So jemanden, der sich allem verweigert in der Familie hocken zu haben, ist für alle anderen belastend. Irgendwo hat die Toleranz dann auch ihre Grenzen, zumal die Eltern eben auch Verantwortung für die anderen, jüngeren Kinder haben, die sicher auch unter der Situation gelitten haben. Es wurde im Film gezeigt, wie sowohl Vater als auch die Mutter ihn immer wieder zur Teilhabe aufforderten und einluden und er das immer wieder ausschlug. Irgendwann ist selbst der gutmüdigste Mensch diesbezüglich mit der Geduld am Ende, es kann mir keiner erzählen, dass den Eltern nicht auch öfter mal der Kragen geplatzt ist.
Zitat von gruselichgruselich schrieb:Jeder kann barfuß laufen, die Frage ist nur wo und wie lange.
Ich habe dieses Barfuß-laufen irgendwie als eine Art Schrei nach Aufmerksamkeit empfunden. " Seht her Leute, was für ein krasser Typ ich bin!"
Mir fällt kein anderer Grund ein,warum man das im Alltag und auf der Strasse machen sollte?


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10.10.2026 um 12:57
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Gleichzeitig schien er sich und seine Fähigkeiten zu überschätzen. Ich meine, er will nach Spanien wandern und scheitert schon nach wenigen Tagen, weil es regnet. Wie hat er sich das denn vorgestellt?
Vor diesem Hintergrund sehe ich folgendes:
Die Vogesen sind ein Mittelgebirge, das eine ziemlich starke Schroffheit aufweist. Als einsamer Wanderer mit ggfls. untauglicher Ausrüstung und Bekleidung (Schuhwerk!) ist dies nicht ungefährlich. Im "Nachbargebirge" Schwarzwald, welches nur durch das Rheintal getrennt ist, wird immer noch die Wandererin Scarlett S. vermisst. Auch in diesem Fall wurde die Möglichkeit eines Bergunfalls in Betracht gezogen. Und so sehe ich das im hier diskutierten Fall auch.


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10.10.2026 um 12:57
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Oder auch nur einem Erstgespräch, bei dem dann vielleicht schon klar wurde, dass er nicht geeignet ist oder seinerseits nicht wollte, so dass man dann gar keine Tests o. Ä. mehr gemacht hat. Allerdings habe ich keine Ahnung wie der Ablauf da ist...
Im Prinzip ganz einfach. Man meldet sich persönlich bei einer Rekrutierungsstelle, die haben normale Öffnungszeiten von Montags bis Freitags (nix 24/7, wie gerne mal erzählt wird - der Stützpunkt ist natürlich immer besetzt, aber nicht zum Vorstellungsgespräch etc).
Dann folgen Überprüfungen, wenn bestanden, dann Tests (Sport, Psychologie, Teamfähigkeit etc etc, das geht über mehrere Wochen).
Wichtig ist zb der Punkt hier, denn das wird für Niederländer genauso gelten. Und wenn jemand offiziell im Schengenraum als vermisst und gesucht registriert ist, ist im Normalfall schon Schluss. Die nehmen (entgegen der Klischees) nicht "jeden", auch nicht aus allen Ländern.
Insbesondere deutsche Bewerber sollten davon ausgehen, dass der Sicherheitsdienst der Legion (D.S.P.L.E.) sowohl einen Bundeszentralregisterauszug von ihnen von den deutschen Behörden bekommen kann, sowie auch Auskünfte aus den Datensystemen der Bundespolizei, sowie den Landespolizeien (z.B. POLAS, INPOL usw.)
Quelle: https://lalegion.info/rekrutierung/


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10.10.2026 um 13:02
Zitat von abberlineabberline schrieb:Im Prinzip ganz einfach.
Danke für den Hinweis, wie das läuft - aber ich meinte eher, ob bei einem "unverbindlichen" Erstgespräch überhaupt gesicherte (d. h. durch Dokumente belegte) Daten erhoben und auch gespeichert werden. So dass man u. U. gar nicht mehr sagen konnte, ob er überhaupt dort war.

Und auch wenn das Register abgefragt wird - wenn man zu dem Zeitpunkt der Bewerbung noch nicht als vermisst gemeldet ist, kommt auch keine Warnung.


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10.10.2026 um 13:15
@brigittsche
Ja, die Daten werden als erstes aufgenommen und da man bei einer Ablehnung keine zweite Bewerbung schicken kann, müssen die ja gespeichert werden. Sonst könnte man ja einfach zum nächsten Rekrutierungsbüro von denen rennen. Oder wiederkommen, wenn ein anderer Dienst hat (flapsig formuliert)
Wenn die Auswahlkommission ein endgültiges Ablehnen festgestellt hat, ist eine erneute Bewerbung nicht möglich. Diese Entscheidung ist in der Regel unwiderruflich.
Quelle: https://www.legion-recrute.com/en/becoming-legionnaire/selection


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10.10.2026 um 13:22
@brigittsche
Ergänzung - ob er das alles dabei hatte? Theoretisch denkbar, aber Familienregister? Muss man das nicht erst beantragen?
Bringen Sie alle nützlichen Verwaltungsdokumente mit (Aufenthaltserlaubnis, Fotokopie des Familienregisters, Heiratsurkunde, Scheidungsurkunde, Kopie der Geburtsurkunde usw.).
Quelle: https://www.legion-recrute.com/en/how-become-legionnaire/conditions-enlisting


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10.10.2026 um 13:27
Zitat von abberlineabberline schrieb:Ja, die Daten werden als erstes aufgenommen und da man bei einer Ablehnung keine zweite Bewerbung schicken kann, müssen die ja gespeichert werden.
Bei einer richtigen Bewerbung ist das klar - ich meinte ja auch ein Erstgespräch. Also wo jemand reinkommt und sagt: "Hallo, ich bin der X, ich würde mich mal interessieren, wie das so läuft, wenn man sich bei Ihnen bewerben will."

Ob dann, schon in diesem Augenblick gesagt wird: "Stopp, bevor wir überhaupt weiterreden musst Du das hier ausfüllen und deinen Ausweis vorzeigen. Und diesen Fragebogen werden wir auch speichern bis an das Ende aller Tage!"

Oder ob man dem X dann erklärt, wie das so läuft und er erst wenn er sich zu einer förmlichen Bewerbung entschließt, alle Papiere ausfüllen bzw. vorlegen muss. Und ob X, falls er dann doch lieber wieder geht ohne sich wirklich zu bewerben, keine Spuren hinterlassen hat.
Zitat von abberlineabberline schrieb:Ergänzung - ob er das alles dabei hatte? Theoretisch denkbar, aber Familienregister? Muss man das nicht erst beantragen?
Das ist in der Tat interessant. Eine Geburtsurkunde usw. hat er aber vielleicht auch schon bei der Armee in NL vorlegen müssen. Vielleicht hatte er sich dafür diese Unterlagen bereits besorgt?


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10.10.2026 um 13:33
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ob dann, schon in diesem Augenblick gesagt wird: "Stopp, bevor wir überhaupt weiterreden musst Du das hier ausfüllen und deinen Ausweis vorzeigen. Und diesen Fragebogen werden wir auch speichern bis an das Ende aller Tage!"
Den Ausweis ist das erste, was bei militärischen Einrichtungen kontrolliert und eingetragen wird, wenn Besucher das Gelände betreten. Um eben nachweisen zu können, wer wann drin war. Passiert gleich am Eingang. Wie lange das in Frankreich gespeichert wird, weiss ich nicht


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10.10.2026 um 21:01
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Irgendwann ist selbst der gutmüdigste Mensch diesbezüglich mit der Geduld am Ende, es kann mir keiner erzählen, dass den Eltern nicht auch öfter mal der Kragen geplatzt ist.
Naja, aus meiner Sicht und ich habe 14 Jahre in noord Holland gelebt, sind die Niederländer generell progressiv und toleranter, als die deutschen. Die Erziehung und Pädagogik ist viel Inklusions-betonter und toleranter als im Schnitt in Deutschland. Ich glaube daher, dass es auf deutsche etwas befremdlich wirken könnte, aber Teil der Holländischen sozialen Ausrichtung und Kultur ist, Menschen mehr ihre eigenen Wege gehen zu lassen. Ich glaube den Eltern, dass sie relativ locker mit der Situation umgehen konnten, dass ihr Sohn sich wochenlang mal nicht gemeldet hat, und das sie sich trotzdem auch Sorgen gemacht haben.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Die Aussagen der Mutter und die ganze Darstellung im Filmfall ging sehr in die Richtung, dass herausgestellt werden sollte, dass ein gutes, enges Verhältnis zwischen Sydney und den Eltern bestand, diese tolerant waren und alle seine Macken akzeptierten unf duldeten - Friede, Freude
Ich will die nicht komplett widersprechen. Was bei mir hängengeblieben ist war der Eindruck, dass die Mutter ihn unbedingt finden will. Mich hat auch gewundert, dass sie sich nicht direkt an ihn gewendet hat, mit einem Aufruf.


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10.10.2026 um 22:11
Wie lässt sich eigentlich erklären, dass es bis Tag X (ich habe das genaue Datum der letzten gesicherten Sichtung gerade nicht im Kopf) noch Zeugen gibt, die ihn gesehen haben und danach plötzlich gar nicht mehr? Das würde für mich eigentlich eher für ein Verbrechen oder Suizid sprechen.


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11.10.2026 um 12:57
Zitat von sommerpaulasommerpaula schrieb:Wie lässt sich eigentlich erklären, dass es bis Tag X (ich habe das genaue Datum der letzten gesicherten Sichtung gerade nicht im Kopf) noch Zeugen gibt, die ihn gesehen haben und danach plötzlich gar nicht mehr? Das würde für mich eigentlich eher für ein Verbrechen oder Suizid sprechen.
Ich finde auch, dass das gensubdet kritische Punkt ist. Von einen Tag auf den anderen gibt es von ihm keinerlei Sichtungen, aber auch keinerlei digitale Spuren mehr. Das ist schon sehr auffällig.

Ich halte ihn zudem nicht für in deg Lage, unterzutauchen. Ich traue ihm zu dass er das überlegt, vielleicht sogar geplant hat, aber ich traue ihm nicht zu, dass effektiv durchzuziehen, weil es eben sehr viel komplizierter ist, als ein naiver junger Mensch sich das vorstellt. Wenn er es versucht hätte, hätte er spätestens nach einem halben Jahr wieder bei den Eltern auf der Matte gestanden.

Ich vermute, dass er sich suizidiert hat.


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11.10.2026 um 13:20
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ich halte ihn zudem nicht für in deg Lage, unterzutauchen. Ich traue ihm zu dass er das überlegt, vielleicht sogar geplant hat, aber ich traue ihm nicht zu, dass effektiv durchzuziehen, weil es eben sehr viel komplizierter ist, als ein naiver junger Mensch sich das vorstellt.
Grundsätzlich bin ich ja auch immer sehr skeptisch, wenn in irgendeinem Vermisstenfall ein Untertauchen postuliert wird. Weil es eben wirklich komplizierter ist, als man sich das so vorstellt und weil es doch eine harte Nummer ist, alle Kontakte abzubrechen und ganz prekär zu leben. Vor allem wenn es um Leute in einem "gesetzteren" Alter geht, die sowohl ein gefestigtes Umfeld haben als auch an einen gewissen Lebensstil gewöhnt sind.

Hier ist es nun ein wenig anders, da er ja noch sehr jung war, eher minimalistisch gelebt hat und auch wohl eher ein Einzelgänger gewesen ist.

Wenn überhaupt, könnte ich mir das hier schon eher vorstellen als bei irgendjemandem in den 40ern mit Familie, Job und Eigenheim.

Aber irgendwie denke ich auch, dass es wohl eher Mord oder Suizid sind, womit man hier rechnen muss. Einmal wegen der Vorgeschichte (gescheitere Bewerbung beim Militär) und zum anderen weil (Einschränkung: Zumindest soweit wir wissen) er ja eigentlich die Freiheit hatte, seinen Lebensweg zu planen wie es ihm gefiel.

Ich sehe nicht, wovor er hätte "abhauen" sollen um "endlich" so leben zu können, wie er wollte. Das, was nicht geklappt hat (=Militärlaufbahn) wäre durch Untertauchen ja auch nicht zu realisieren gewesen.


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Sidney Lute (19) aus den Niederlanden seit 2016 vermisst

11.10.2026 um 13:23
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ich habe dieses Barfuß-laufen irgendwie als eine Art Schrei nach Aufmerksamkeit empfunden. " Seht her Leute, was für ein krasser Typ ich bin!"
Das sehe ich ähnlich. Dazu passt auch das Thema Kickboxen und Militär demgegenüber z.B. eine Wanderung schon wegen Regen abgebrochen wird.

Ich vermute, dass er eine Anpassungsstörung hatte und seine Ziele oder Wünsche wenig mit der Realität zu tun hatten, da man ihm ja auch eine mangelnde Teamfähigkeit rückkoppelte. Solche Tendenzen, "was Besonderes zu tun" könnten auch teilweise manisch sein und auf Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten hindeuten. Merkt der Betroffene dann, dass das nicht gelingt, kann ganz schnell eine Depression einsetzen (Zimmer leer räumen). Das sind schon sehr bipolare Tendenzen, eine Art Schwarz-Weiß-Denken, so dass ich glaube, dass er eine gewisse Zeit so weitergemacht hat, bis ihm das Geld ausging.

Ich denke noch nicht mal, dass er sich suizidiert hat, er könnte sich eine gewisse Zeit weiter so durchgeschlagen haben und dann irgendwo obdachlos auf der Straße gelandet sein. Das kann im Prinzip überall sein, in jedem Land, wo er noch hingelangen konnte.


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11.10.2026 um 13:34
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb:Solche Tendenzen, "was Besonderes zu tun" könnten auch teilweise manisch sein und auf Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten hindeuten.
hat er vllt geerbt.. wenn man an die mutter im studio denkt..


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