321meins schrieb:hat aber in der Zeit der Aufenthalte in Groesbek und Den Oever den Plan gefasst noch einen Versuch zu starten bei der Fremdenlegion angenomm
Das kann gut sein, nur ist wenig wahrscheinlich, dass er dort vom Fleck weg engagiert wurde und seitdem in der Fremdenlegion untergetaucht ist, während die sich dazu nicht äußert.
Zum einen wird die Fremdenlegion selbst passende Interessenten nicht spontan im Büro einkassieren und schwuppdiwupp ist der Mensch öffentlich verschwunden.
Zum anderen dürfte jemand, der schon für die niederländischen Streitkräfte unpassend war - und da hätte man sicherlich einen „bequemen“ Dienstposten für einen als sensibel eingeschätzten Aspiranten gefunden - erst recht nicht ins Bewerberprofil der Fremdenlegion passen.
Zudem nehme ich stark an, dass es zwischen niederländischen und französischen Stellen einen Austausch gibt und die Franzosen selbst bei starken Auskunftsrestriktionen zumindest mitgeteilt hätten, dass eine international gesuchte Person in ihren Reihen in Sicherheit ist und nicht weiter gesucht werden muss.
Sidney hatte sicherlich falsche Vorstellungen vom Alltag in einer Armee. Da geht’s schließlich um Landesverteidigung und nicht Abenteuer-Geländespiele für den persönlichen Spaß, auch wenn es in der Grundausbildung oder bestimmten Einheiten einen Anteil an Naturerlebnissen beim Biwak oder Übungen gibt.
Vielleicht war das auch nur vordergründig und er suchte tatsächlich Halt und Führung in einem Umfeld von zusammenhaltenden Kameraden. Einen Zusammenhalt, den er in der Familie und im Freundeskreis so nicht hatte.
Die Fremdenlegion hätte aber bestimmt eine hilfreiche Rückmeldung an die Ermittler gegeben wenn er dort gelandet wäre.
Das für mich wahrscheinlichste Szenario ist, dass S. L. auf jemanden getroffen ist, der ihm zunächst freundschaftlich schmeichelte, Sidneys Bedürfnisse adressierte, tatsächlich aber nichts Gutes im Schild führte.