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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

997 Beiträge, Schlüsselwörter: 1988, Celle, Regina Fischer, Wathlingen

1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

09.02.2012 um 20:47
http://www.abendblatt.de/region/norddeutschland/article649385/Heisse-Spur-zu-ihrem-Moerder.html

http://www.youtube.com/watch?v=UnJsJLPa46c

ein sehr schlimmes Verbrechen wenn man bedenkt das sie eventuell ihrer Hilsbereitschaft zum Opfer viel.Oder kannte sie ihren Mörder?Ich find eine Punkt wurde nicht sonderlich beachtet.Der Täter hat trotzt Sauwetters nicht ihr Auto zur Flucht benutzt,warum? Weil er keinen Führerschein hatte?Ich denke durch diesen Umstand hätte man mindestens die Hälfte der potentiellen Täter ausschließen können.Was sagt ihr zu dem Fall?


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

09.02.2012 um 21:00
tja das war dann wohl nichts mit der heissen spur im jahr 2003...hoffentlich wirds trotzdem noch gelöst


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

10.02.2012 um 11:35
@fcmlars
fcmlars schrieb:http://www.abendblatt.de/region/norddeutschland/article649385/Heisse-Spur-zu-ihrem-Moerder.html
kannst du den besagten Text mal hier reinkopieren? da steht fürs Weiterlesen soll man bezahlen.


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raschier
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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

10.02.2012 um 11:49
hier fand ich einen link mit Foto
http://www.polizei.niedersachsen.de/dst/pdlg/celle/regina_fischer/kontakt.html


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

10.02.2012 um 11:53
@raschier
interessant, aber weiter sind die inzwischen wohl nicht gekommen oder?


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raschier
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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

10.02.2012 um 11:54
nun ich denke nicht dass dieses hübsche mädel vergessen wird...irgendwann wird die falle zuschnappen..

sie wäre heute so um die 40 ...wenn ich das nun recht in erinnerung habe...vllt der Täter auch oder etwas älter...also lebt er noch munter...davon will ich ausgehen


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

10.02.2012 um 12:01
@raschier
ist aber meistens so. Die Täter leben unbehelligt und verdrängen sogar zum Teil ihre Tat. Irgendwann kommt dann langsam - dank DNA-Technik - die Galgenschlinge und zieht sich hoffentlich immer enger
aber stell dir vor, der Täter ist jetzt ein Familienvater oder Opa. udn das kommt raus, was das auch für die Familie bedeutet.



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Heiße Spur zu ihrem Mörder
17.10.2003, 00:00 Uhr 17.10.2003, 00:00 Uhr Hanna-Lotte Mikuteit

15 Jahre nach Regina Fischers (20) gewaltsamem Tod soll ein Speicheltest helfen, den Fall endlich aufzuklären.

Wathlingen/Celle. Es ist kurz nach sieben Uhr am Morgen, als die Teilnehmer einer Jagdhundeprüfung einen grausigen Fund machen. An einem Weg an der Bundesstraße 3 bei Bergen liegt eine junge Frau: nackt, bis auf weiße Tennissocken. Tot. Wenige Meter entfernt steht ihr beiger Ford-Escort mit ihrer Kleidung. Die Tote ist Regina Fischer, 20 Jahre alt, Verkäuferin aus Wathlingen (Landkreis Celle). Am Abend vorher, einem regnerischen Freitag, ist sie aufgebrochen, um ihren Freund in Munster von der Bundeswehr abzuholen. Dort kommt sie nie an. Der brutale Mord an der hübschen, jungen Frau ist mehr als 15 Jahre her und wurde nie aufgeklärt. Die Obduktion ergab, dass Regina Fischer vergewaltigt wurde. Der Täter hatte mit einem dumpfen Gegenstand auf sie eingeschlagen. Sie starb an mehreren Messerstichen in Brust und Rücken. Die Polizei fahndete nach dem Fahrer eines Mercedes. Ohne Erfolg. "Der Mord hat das Dorf nie zur Ruhe kommen lassen", sagt der Wathlinger Bürgermeister Torsten Harms (38, CDU). Nun wird der Mordfall Regina Fischer, getötet am 23. September 1988, wieder aufgerollt. "Mit der DNA-Analyse haben wir neue Möglichkeiten, den Fall aufzuklären", sagt Polizeisprecherin Angela Markgraf. An der Leiche seien damals Spermaspuren gesichert worden. Aus diesen hätten Mitarbeiter des Landeskriminalamtes Hannover nun eine auswertbare molekulargenetische Spur gesichert. Weil der Abgleich mit Daten aus der DNA-Kartei des Bundeskriminalamtes sowie den Dateien benachbarter Länder kein positives Ergebnis brachten, haben Polizei und Staatsanwaltschaft in Celle jetzt einen groß angelegten Speicheltest bei Männern aus Wathlingen angeordnet. Nach der Tat war vermutet worden, dass Regina Fischer ihren Mörder kannte. Immer häufiger versuchen Ermittler mit Hilfe der neuen wissenschaftlichen Möglichkeiten eines DNA-Profils ungeklärte Kriminalfälle zu lösen. Auch in Altenpleen bei Stralsund ist ein Massen-DNA-Test im Gang. Die Polizei hofft, so dem Mörder der 17 Jahre alten Simone K. aus Nordvorpommern auf die Spur zu kommen. Er hatte einen genetischen Fingerabdruck an der Leiche des Mädchens hinterlassen. In Wathlingen sind die Aufforderungen zur Speichelabgabe bereits verschickt. "Ich finde das absolut in Ordnung", sagt Heinrich Drewes (63), der als einer der Ersten bei der Polizei war. "Ich hoffe, es dient der Wahrheit." Viele in dem 6200-Einwohner-Dorf können sich noch gut an die freundliche junge Frau mit dem welligen dunklen Haar erinnern, die Regina Fischer war. Immer wieder tauchte die ungesühnte Bluttat auf. "Vor einiger Zeit gab es anonyme Anrufe", sagt Bürgermeister Harms. Jemand habe behauptet zu wissen, wer der Mörder sei. "Es ist gut, wenn das jetzt zum Abschluss kommt." Auch für die Familie der Toten. "Vergessen kann man das nie. Nichts ist mehr wie vorher", sagt Vater Erwin Fischer, der noch eine Tochter hat. "Es ist, als ob etwas rausgerissen ist." Wenn der Mörder endlich gefunden würde, sagt er, und bemüht sich um Fassung, "ist das eine große Erleichterung". Der Freund, den Regina Fischer damals abholen wollte, ist heute verheiratet und hat Kinder. Sie starb mit 20 Jahren.

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Quelle: http://www.abendblatt.de/region/norddeutschland/article649385/Heisse-Spur-zu-ihrem-Moerder.html

das ist glaube ich der Text, den der TE oben per Link einstellte.



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Jetzt 2009

Profiling soll Mörder überführen 21 Jahre nach einen Sexualmord im Kreis Celle wird jetzt ein zweiter Massenspeicheltest gemacht. Bis heute konnte der Mörder nicht gefunden werden, aber neue kriminaltechnische Methoden machen es möglich, dass die Polizei nun vielleicht doch auf die Spur kommt. Dazu werden Proben von 145 Menschen gesammelt.

Fast 21 Jahre nach dem Mord an einer jungen Frau aus Wathlingen (Kreis Celle) soll nun erneut ein groß angelegter Speicheltest die Polizei doch noch auf die Spur des Mörders führen. Wie Polizeisprecher Christian Riebandt mitteilte, wollen die Beamten die Ermittlungen aufgrund neuer Erkenntnisse wieder aufnehmen. Der Täter, der vor mehr als zwei Jahrzehnten die damals 20 Jahre alte Regina Fischer vergewaltigt und später erstochen hat, soll heute zwischen 36 und 50 Jahre alt sein und in der Nähe des Tatorts gewohnt haben. Die Untersuchung des freiwillig abzugebenden Speichels von 145 Menschen soll Klarheit bringen.


Bei einem Massen-DNA Test, wie hier bei einem anderen Fall in Bayern, werden von den Teilnehmern Speichelproben mit Wattestäbchen genommenAm Abend des 23. September 1988 war die 20 Jahre alte Verkäuferin Regina Fischer aus Wathlingen auf dem Weg nach Munster, um dort ihren Freund von der Bundeswehr abzuholen. Ihr Ziel erreichte sie jedoch nie. Am nächsten Morgen entdeckten die Teilnehmer einer Jagdhundeprüfung die unbekleidete Leiche der jungen Frau im Waller Holz. Wenige Meter entfernt stand ihr beigefarbener Ford-Escort mit ihrer Kleidung.


Einzelheiten zum Tathergang sind unklar

Die anschließende Untersuchung ergab, dass die 20-Jährige in der Nacht vergewaltigt und mit mehreren Messerstichen in Brust und Rücken getötet worden war. Sie hatte noch versucht zu fliehen, ergaben die Untersuchungen der Leiche. Die Vergewaltigung selbst hatte nachweislich in ihrem eigenen Auto stattgefunden. Bis heute ist der Mörder nicht gefunden. Einzelheiten zum Tathergang sind ebenfalls unklar. Auch ein erster Speicheltest im Jahr 2003 konnte bislang keinen Aufschluss geben. Damals wurden 286 Männer aus der Region zum Speicheltest gebeten. Verwandte, ehemalige Schul- und Vereinskameraden, Bekannte aus dem Woh- und Arbeitsumfeld gaben eine DNA-Probe ab. Ausgewertet wurde damals sogar die Kondolenzliste der Trauerfeier.

Möglich macht diese sogenannten Massenuntersuchungen die technische Aufrüstung der Fahnder. Immer öfter können sie selbst jahrzehntelang zurückliegende Kriminalfälle noch klären, indem sie mithilfe des „genetischen Fingerabdrucks“ (DNA) anhand von winzigsten Mengen Speichel, Sperma, Haut oder Haarpartikel die Identität des Täters feststellen können – vorausgesetzt, es liegt vergleichbares Material vor. Im Falle von Regina Fischer gab es 2003 zwar keinen Treffer beim Abgleich mit der Datenbank des Bundes in Wiesbaden. Darin sind etwa 300000 Personen mit ihrem persönlichen DNA-Stempel gespeichert.

Täterprofil soll Kreis der Verdächtigen eingrenzen

Auch ein Aufruf in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ ein Jahr später half nicht weiter. Es kamen keine neuen Hinweise hinzu, weshalb der Fall als ausermittelt bei der Mordkommission zu den Akten gelegt wurde. Und nun also die Wende in Sachen Spurenauslegung und Täterprofiling.

„Wir hoffen, dem Täter jetzt mithilfe der Ergebnisse einer operativen Fallanalyse auf die Spur zu kommen“, sagte Riebandt. Bei diesem neuen Verfahren gehe es darum, den Kreis der infrage kommenden Verdächtigen durch das Erstellen eines Täterprofils so weit einzugrenzen, dass die Beamten den Mörder leichter finden können, erläuterte Olaf Hieber vom Landeskriminalamt Hannover den neuen Ansatz. Dadurch habe man das ungefähre 1Alter des Täters und dessen möglichen Wohnort eng einkreisen und ermitteln können.

Froh über den neuen Ermittlungsansatz der Polizei sind vor allem die Eltern der getöteten Frau. „Der Mörder soll endlich gefunden werden und seine gerechte Strafe erhalten. Dann werden wir hoffentlich wieder Ruhe finden“, sagte die Mutter des Opfers, Karin Fischer.

DW/lni


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Quelle: 01.06.2009 / http://www.welt.de/regionales/hamburg/article3841949/Profiling-soll-Moerder-ueberfuehren.html


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raschier
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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

10.02.2012 um 12:26
@Dornenblut
Dornenblut schrieb:was das auch für die Familie bedeutet.
ja...angesichts der Tatsache, dass unsere Gesellschaft damit immer noch nciht umgehen kann und diese völlig unschuldigen menschen mit-verurteilen würden....ist es natürlich sehr tragisch..

heisst aber NICHT, dass solche Menschen(die Mörder) zu decken sind. Es ist bekannt, dass ein OFFENES umgehen mit Gewalt für Kinder sehr wichtig ist....natürlich alles zu einer gegebenen zeit und altersentsprechend...bis dahin müssen sie geschützt werden...irgendwie

Ein Teufelskreis und dazu gehören auch "geheimnisse" ist nur auf diese Art zu unterbrechen...alles andere führt unweigerlich erneut in dieselben/ähnlichen Muster.....früher oder später...


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

11.02.2012 um 21:22
Mir geht bei solchen Fällen immer die Frage durch den Kopf, ob solche Täter wirklich aufhören ? Wenn denn einmal ein Täter gefasst wird, gibt er nur das zu, was man ihm beweisen kann ( siehe " Maskenmann "), aber wer weiß schon, wieviele Taten aufgeklärt werden könnten, wenn überall DNA Spuren gefunden und auch gesichert worden wären ?


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raschier
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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

11.02.2012 um 22:14
eben...er gibt nur zu was man ihm beweisen kann. Würde er reue empfinden würde er wollen mit allem aufräumen...alles bekennen..gibt es auch.

Und was das freiwillige aufhören betrifft:
geht meiner meinung nach garnciht. Selbst wenn er wollte, weil er vllt älter wird..gesetzter...usw..es wird ihn immer einholen...die erinnerung...die fantasien...somit wird der kreislauf aufs neue in gang gesetzt.
Die fantasien sind ja da...und sie sind krankhaft....entwickelt oft in der kindheit. Die gehen nciht so einfach weg auch wenn das einer will.
Ich bin sicher dass auch einige von denen die schlimmes getan haben heute nach festen beziehungen suchen um endlich zur ruhe zu kommen...um sozial adäquat zu wirken.Aber im stillen kämmerlein werden sie derselbe bleiben und die bombe hört niemals auf zu ticken.
Würde solche ein mensch sich einfühlen können er würde wollen nicht mehr in freiheit leben...

Für mich beweis genug dass er (noch)gefährlich krank ist und das nicht einfordert.

Die sicherung solcher menschen liegt im argen meiner ansicht nach und fussfesseln können es am ende auch nicht bleiben...
Ich frage mich wie es sein kann dass ein weiteres potentielles verlorenes leben weniger wert ist als die gefühlte freiheit der täter .
naja ich gebe die hoffnung nciht auf, vllt tut sich da ja noch etwas im rahmen der gesellschaft...sie könnte viel mitbewirken.Jeder denkt an sich und denkt, wenn er gute beziehungen hat wird es ihn schon nciht treffen...aber das ist ein fataler irrtum.
Leid tun mir wirklich diejenigen welche ihre kinder grossziehen wollen nach bestem wissen und gewissen und aus ihrer gutmütigkeit heraus solchen menschen türen öffnen ohne es zu ahnen......aber damit müssen wir rechnen wenn sich nicht etwas ändert....der wolf im schafspelz wird immer heimtükkischer, blendender und einfallsreicher in der qualität....und damit auch seine verbrechen.
Sadismus ist eine sucht und sie sucht sich grundsätzlich gerne opfer die stark sind, weil das die liebe am kampf unterstützt......Fritzl sagte, er hätte seine eine tochter ausgesucht ins verliess zu schaffen weil sie besonders aufsässig gewesen wäre...nachzulesen bei mark bennecke

Sich opfer zu suchen wo hinterher die menschen denken es wäre selbstmordgefärdet gewesen ist nur eine strategie in meinen augen der täter....um von sich abzulenken.
Sollte eine frau dies in ihrer biogrfaie haben, dann fragt euch mal warum sie denn überlebt hat das alles bis der mörder kam?......weil sie stark war!


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

28.12.2012 um 18:15
Hallo Leute,

ich habe Eure Diskussion oben über den Mordfall Regina Fischer mit Interesse gelesen.
Ich komme aus dem Raum Wathlingen / Nienhagen. Als Regina starb war ich 10 Jahre alt. Seitdem ich als Grundschüler von diesem Fall hörte, bewegt mich die Frage nach dem Täter.

Regelmäßig fahre ich auf der B3, auch an der Stelle vorbei, wo Regina auf Drängen ihres späteren Mörders in den Wald abbiegen sollte.

Eines steht für mich fest: Der Täter kannte sich in der Umgebung aus. Wie sonst hätte er bei Nacht, Regen und Sturm erkennen sollen, dass vor der langgezogenen Rechtskurve diese Abzweigung in den Wald abgeht. Von Celle aus kommend, sieht man diese erst ganz spät.

Dass er sich dort auskannte, erklärt auch, warum er nicht Reginas Wagen nahm und damit türmte. Er wusste, wie er nach seiner Tat vom Tatort weg kommt.

Wie aus den Medien entnehmen war, wurden 286 Männer aus der Region (rund um den Tatort) zur Speichelprobe gerufen. Gefunden wurde der Mörder jedoch nicht.

Meine Theorie wie sich die Tat ereignete ist folgende:
Regina Fischer bricht allein mit ihrem Wagen in Wathlingen auf. Auf der B3 fahrend durchquert sie Celle. An der Kreuzung (Hohe Wende / Telefunkenstraße) steht mitten im stürmischen Regen ein Mann in Bundeswehruniform (Anhalter). Die Bundeswehruniform (und die Tatsache, dass es sich eventuell um einen Kameraden ihres Freundes gehandelt hat) mögen ihr Sicherheit gegeben haben, dass ihr nichts passiert.

Der Mann wird ihr gesagt haben, dass er ebenfalls nach Munster in die Kaserne muss. Ich vermute, dass es sich um einen Soldaten gehandelt haben kann, welcher am Wochenende Dienst in der Kaserne hatte (Wache / Streife) - sonst wäre er nicht am Freitagabend in die Kaserne aufgebrochen). Die Vergatterung der Wachmannschaften findet normalerweise um 9.00 Uhr morgens statt - anschließend ist 24 Stunden Dienst angesagt.

Zur Ausrüstung eines Soldaten gehört auch ein Buschmesser - dies könnte die Mordwaffe gewesen sein.

Darüber hinaus gehören Orientierungsmärsche zur Grundausbildung von Soldaten. Es könnte doch sein, dass genau in dieser Region Orientierungsmärsche durchgeführt worden sind - vielleicht sogar bis nach Munster zur Kaserne des Mörders. Er kannte den Weg vom Tatort bis zur Kaserne. Deshalb ist auch niemand ein Anhalter auf der B3 (oder gar ein liegengebliebenes Auto aufgefallen). Und er wusste, dass ihn vor 9.00 Uhr am nächsten Morgen (Vergatterung) niemand in der Kaserne erwartete.

Am Wochenende sind die Kasernen spärlich besetzt. Auch wenn die Wachen der Kasernen immer besetzt sind, gibt es immer Schlupflöcher, unbemerkt in die Kaserne reinzukommen.

Meiner Meinung nach sollte die Polizei dazu übergehen, einen Massengentest an allen Bundeswehrsoldaten (Wehrdienstleistenden aber auch Zeitsoldaten) durchzuführen, welche im September 1989 in den Kasernen um Bergen und Munster stationiert waren. Das ist verdammt viel Arbeit, würde aber in meinen Augen Sinn machen.

Dass die Polizei bisher keinen Mörder bei dem vorangegangenen Speicheltest gefunden hat, wundert mich nicht. Soldaten sind nur selten mehrere Jahre am gleichen Standort stationiert, Wehrdienstleistende hören nach einigen Monaten auf.

Eventuell könnte auch ein Soldat der in Bergen / Hohne stationierten Britischen Streitkräfte in Frage kommen, aber ob Regina einen Engländer einfach so in ihr Auto gelassen hätte (Sprachbarriere etc.) scheint fraglich.

Der Mörder wog sich 1988 in Sicherheit, unentdeckt zu bleiben, doch mit den technischen Möglichkeiten von heute muss er jeden Tag damit rechnen, entdeckt zu werden.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

28.12.2012 um 18:42
Hallo Allerseits,

@Tomxy, genau der Gedanke kam mir auch beim erstmaligen anschauen des Filmfalls.
Ich war selber einige Jahre in Munster stationiert. Auch noch in der gleichen Kaserne wie Ihr damaliger Freund, allerdings erst ab 2009. Kann bestätigen dass man auch unbemerkt in eine Kaserne kommt. Andererseits, es ist auch heute durchaus nicht ungewöhnlich erst kurz vor der Dienstübernahme in den jeweiligen Standort zu fahren. Er hätte also genügend Zeit gehabt bis zum nächsten Morgen irgendwie in die Kaserne zu kommen. Vielleicht auch mit einem Kameraden, der ihn dann unterwegs irgendwo mitgenommen hat.
Einen Hacken hat die Sache, in Munster werden alle Kasernen zumindest seit meiner Zeit dort, durch eine zivile Firma bewacht, keine Ahnung wie es damals war. Das hieße es kämen nur Diensttuer wie UvD oder GvD, oder aber auch Küchenpersonal in Frage. Denn auch in den Truppenküchen wird am Wochenende, wenn auch eingeschränkt, Dienst gemacht. Ach ja, ein Buschmesser hatten wohl nur die Amerikaner im Vietnamkrieg. Bei der Bundeswehr werden an die berechtigten Personen Kampfmesser oder Fallmesser mit versenkbarer Klinge ausgegeben. Aber die können bekanntlich auch böse Wunden verursachen.

Ach ja, noch eine Anmerkung zum Filmfall, die Kaserne ist ganz sicher nicht die Kaserne Panzertruppenschule. Spielt aber ja für den Fall keine weitere Rolle.

So Long XYDiesel


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

28.12.2012 um 19:18
fcmlars schrieb am 09.02.2012:Der Täter hat trotzt Sauwetters nicht ihr Auto zur Flucht benutzt,warum? Weil er keinen Führerschein hatte?Ich denke durch diesen Umstand hätte man mindestens die Hälfte der potentiellen Täter ausschließen können.Was sagt ihr zu dem Fall?
Es könnte doch auch sein, dass der Täter sein Auto dort in der Nähe vorher abgestellt hat, weil er von der Fahrt wusste und sich auch sicher war, dass ihn Regina mitnehmen würde. Allerdings hat man wohl viele Leute aus ihrem Umfeld überprüft und wurde dabei nicht fündig.

Eine weitere Erklärung wäre, dass es mehrere Täter waren und z.B. eine Panne vorgetäuscht wurde, um sie zum Anhalten zu bewegen. Anschliessend fuhr einer mit ihr im Wagen mit und ein zweiter Wagen fuhr hinterher.

Dass der Täter sich zu Fuss vom Tatort entfernt haben muss, ist sicher kein Fakt.

Emodul


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

28.12.2012 um 19:38
Kann der Täter denn geplant haben, dass sie ihn mitnehmen würde, selbst wenn er wusste, dass sie dort vorbeikommt? Doch wohl eher nicht. Ich denke, das war eine Zufallstat aus der Gelegenheit heraus. Man kann als Tramper ja eigentlich nicht mal planen, dass ÜBERHAUPT eine Frau anhält und einen mitnimmt, schon gar keine BESTIMMTE Frau.

Ich denke allerdings auch, dass sie den Täter (er)kannte und ihm deshalb traute und anhielt, um ihn mitzunehmen. Und dass das auch der Grund war, warum sie sterben musste (damit sie ihn nicht verraten kann, denn er war kein Fremder für sie und sie hätte die Polizei sofort zu ihm führen können).


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

28.12.2012 um 20:20
Comtesse schrieb:Kann der Täter denn geplant haben, dass sie ihn mitnehmen würde, selbst wenn er wusste, dass sie dort vorbeikommt? Doch wohl eher nicht. Ich denke, das war eine Zufallstat aus der Gelegenheit heraus. Man kann als Tramper ja eigentlich nicht mal planen, dass ÜBERHAUPT eine Frau anhält und einen mitnimmt, schon gar keine BESTIMMTE Frau.
Wenn der Täter im Voraus von dieser Fahrt gewusst hat, dann könnte das eben schon ein geplantes Verbrechen gewesen sein. Das wäre ja auch eine passende Erklärung, weshalb der Täter nach der Tat nicht das Auto von Regina benötigte, weil er eben diesbezüglich schon vorgesorgt hatte.

Gerade die Umstände, dass ein Unwetter wütete und die Strassen um diese Uhrzeit vermutlich sowieso nicht mehr ganz so stark befahren waren, spielten dem Täter auf jeden Fall in die Hände.

Aber natürlich könnte es sich auch um eine spontane Tat gehandelt haben, das steht ausser Frage. Gerade die bisher erfolglos verlaufenen Speicheltests erwecken diesen Anschein.

Emodul


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

28.12.2012 um 21:04
Meiner Meinung nach die logische Erklärung warum er nicht Ihr Auto benutzte ist ganz einfach:
Damit er keine Spuren zurück lässt. Fingerabdrücke ec. wird es 1988 schon Gegeben haben!


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

28.12.2012 um 21:20
Bei mir hätte er von einer Fahrt wissen können wie er will - gerade im Dunkeln bei Unwetter hätte ich nicht mal ERKANNT, wenn ein Bekannter am Straßenrand steht, und hätte auch für niemanden angehalten, mit dem ich nicht verwandt bin. ;) Frage mich, warum sie angehalten hat und ob sie unter den Umständen überhaupt ein bekanntes Gesicht hätte erkennen können. Jeder weiß doch, wie schlecht man beim Autofahren sieht im Dunkeln bei starkem Regen, da ist man ja froh, wenn man die eigene Spur sieht - und dann sehe und erkenne (!) ich am Straßenrand eine Person - wie könnte man sowas planen?


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

28.12.2012 um 21:44
Wow, Ihr habt ja fleißig geschrieben. Hätte ich so schnell gar nicht erwartet.

@diegraefin: Du hast Recht. Bei Nacht, Sturm und Regen ist es wirklich verdammt schwer, jemanden Bekanntes zu erkennen. Aber dennoch. Ich bin die Strecke die letzten 2 Jahrzehnte oft gefahren. Was ich sagen kann ist, dass an der von mir genannten Kreuzung oft Tramper stehen. Wir (unser Vereinsbus) hat sogar mal jemanden ein Stück mitgenommen. Und diese Kreuzung ist nachts einigermaßen beleuchtet.

Eine andere Möglichkeit, die hier noch niemand (auch nicht XY) genannt hat, ist, dass Regina Fischer vielleicht getankt hat. Auf dem Weg zum Tatort gab es damals folgende Tankstellen -heute TOTAL - damals TEXACO in Wathlingen / BP / ARAL / ESSO / JET - alle Hannoversche Heerstraße in Celle / ARAL und JET in der Harburger Straße sowie Jorczyk in Groß Hehlen.
An einer Tanke hätte sie die Möglichkeit gehabt, die Leute genauer zu sehen bzw. angesprochen zu werden.

Gerade in Bundeswehrklamotten - da hat sich Regina eventuell gedacht - ich habe das gleiche Ziel. Da frage ich doch mal, ob ich helfen kann.

Es wäre allerdings schwach von den Ermittlern, wenn sie die Tankstellen außer Acht gelassen hätten.

Eine Panne an ihrem Fahrzeug schließe ich aus, es wäre sonst zu vielen Leuten aufgefallen.

ich gehe auch von einer Zufallstat aus. Regina war schlicht zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort - so hart es klingt.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

29.12.2012 um 00:27
Für mich ist allerdings fraglich ob ein Soldat Abends auf'm Weg zur Kaserne schon Uniform trägt wenn er erst am nächsten Tag Dienst hat. Ich, und die meisten Kameraden machen das nicht. Wir fahren wenn überhaupt Morgens in Uniform zum Dienst. Also glaube ich auch eher das sie ihn zumindest vom Sehen her kannte, Soldat hin oder her. Damals gab es in Munster auch noch eine britische Kaserne, die wurde wohl Anfang der 90er geschlossen und lag nicht weit von der Panzertruppenschule entfernt.
Zu den Tankstellen: Gute Idee, leider waren die damals wohl noch nicht Videoüberwacht...


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

29.12.2012 um 00:37
Es stimmt, nicht alle Soldaten tragen schon Ihre Uniform, wenn Sie den Tag darauf erst den Dienst antreten. Allerdings gibt es eben auch solche, die es tun. Ich war auch mal bei der Bundeswehr, daher weiß ich das.

Dass sie ihn vom Sehen kannte, könnte auch sein. Einer meiner ehemaligen Team-Mitglieder ging damals in die Parallelklasse von Regina Fischer. Sie starb zwar mit 20 Jahren, aber er sagte, dass sie schon zu Schulzeiten mit "üblen" Typen abhing. Was auch immer das heißen mag.

Selbst wenn Sie ihn kannte (vom Sehen oder so), muss es einen Grund gegeben haben, warum sie ihn mitnahm. Vielleicht musste er wirklich zu einer der Kasernen in Munster.

Wenn er im Alter von Regina ist, wäre er damals im richtigen Alter eines Wehrdienstleistenden gewesen.

Dein Tipp mit der britischen Kaserne in Munster ist aber auch gut.


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