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Mordfall Katrin Michalk

48 Beiträge, Schlüsselwörter: München, Bautzen, Mordfall Katrin Michalk
Vernazza2013
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Mordfall Katrin Michalk

20.01.2014 um 18:00
Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Eine junge Frau wird in ihrem Hausflur mit 18 Messerstichen getötet. Der Täter soll ein Schüler sein - offenbar wollte er ihre Wohnung haben. Nun muss sich der junge Mann vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft hält ihn für hoch gefährlich für die Allgemeinheit.

Vor dem Münchner Landgericht hat am Montagmorgen der Prozess um einen brutalen Mord in Sendling begonnen. Ein Schüler soll vor einem Jahr eine wildfremde Frau im Flur ihres Hausflurs in Sendling mit 18 Messerstichen erstochen haben, um in ihre Wohnung einziehen zu können.

Im Gericht wird zunächst die Anklage verlesen, dann beantragt der Verteidiger den Ausschluss der Öffentlichkeit - und das Gericht gibt dem Antrag statt. Auf der Anklagebank sitzt der junge Mann. Er trägt eine schwarze Lederjacke und ein Kettchen mit einem Kreuz um den Hals. Er sieht älter aus, als er ist - und ziemlich normal. Laut einem Gutachten ist der 20-Jährige schuldunfähig. In dem voraussichtlich fünftägigen Prozess muss nun die Jugendstrafkammer über die Unterbringung des Schülers in der Psychiatrie entscheiden.

Am 4. Januar 2013 hatte der 20-Jährige laut Anklage sein späteres Opfer auf dem Heimweg vom Fitnessstudio gesehen. Er folgte der Frau demnach bis zu ihrem Wohnhaus und stach sie im Hausflur von hinten nieder. Die 31 Jahre alte Verlagsangestellte wehrte sich heftig und wurde immer wieder von dem Messer getroffen. Der Täter ließ erst von ihr ab, als die Messerklinge abbrach.

Mord in Sendling
Wie die Mordkommission dem Täter auf die Spur kam
Die Münchner Polizei hat den mutmaßlichen Mörder von Kathrin M. aus Obersendling festgenommen. Für die Ermittler bedeutet dies: Der Druck, der seit Wochen auf ihnen lastete, ist weg. Markus Kraus, Chef der Mordkommission, spricht im Interview über schwierige Ermittlungen.

Drei Wochen später wurde der junge Mann festgenommen und bald in die geschlossene Abteilung einer forensisch-psychiatrischen Klinik nach Straubing gebracht. Die Wohnung, in der er zur Tatzeit mit seinen Eltern lebte, liegt in der Nähe des Tatorts. Der Schüler war allerdings kein unmittelbarer Nachbar des Opfers - und kannte Kathrin M. nicht. "Sie war ein reines Zufallsopfer", sagte ein Sprecher der Polizei. Den Ermittlern erklärte der Angeklagte, dass er bewusst einer Frau nachgestellt habe, weil ein Mann zu viel Gegenwehr geleistet hätte.

Weil die Tat so brutal war, war die Polizei zunächst von einer Beziehungstat ausgegangen. Den entscheidenden Hinweis bekam die Sonderkommission dann von einem Kollegen eines anderen Kommissariats. Der Schüler war zuvor durch Gewaltfantasien aufgefallen. Bereits ein Jahr vor dem Mord soll er zu einem Dritten gesagt haben, er wolle sich eine Waffe besorgen und einen Überfall verüben. Seine Ankündigung hatte sich damals aber als Prahlerei herausgestellt.

Nach dem Mord in Sendling meldete sich der Beamte, der damals Kontakt mit dem jungen Mann gehabt hatte, bei der Soko. Im Kinderzimmer entdeckten die Ermittler schließlich den abgebrochenen Messergriff der Tatwaffe. Der 20-Jährige war bei seiner Festnahme verletzt, seine DNA entsprach den Spuren am Tatort.

Laut dem schriftlichen Gutachten eines Kinder- und Jugendpsychiaters ist der Beschuldigte intellektuell minderbegabt. Er leide an einer seelischen Störung, mutmaßlich an Schizophrenie. Die Staatsanwaltschaft stuft den 20-Jährigen als hoch gefährlich für die Allgemeinheit ein. Ein Urteil könnte Ende Januar fallen.

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/mord-in-sendling-prozess-beginnt-in-muenchen-1.1866869


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Mordfall Katrin Michalk

20.01.2014 um 18:08
Prozessauftakt gegen Messermörder

Mutter von Katrin M. kämpft mit den Tränen

München - Beim Prozessauftakt zum Messermord von Obersendling sagte der Angeklagte Marco F. unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus. Die Mutter des Opfers blieb im Saal tapfer.

Die Haare kurz geschoren, gepflegtes Bärtchen, schwarze Lederjacke und ein schwarzes Hemd, über der eine goldene Kette mit einem Kreuz baumelt – so trat Marco F. (20) am Montag vor jene Menschen, denen er unsägliches Leid angetan hatte. Zum ersten Mal sah er der Mutter von Katrin Michalk († 31) in die Augen, die er am 4. Januar 2013 vor ihrer Wohnung in der Halskestraße (Obersendling) mit unzähligen Messerstichen getötet hatte.

Als der Angeklagte in den Sitzungssaal geführt wird, muss Mutter Simone Michalk mit den Tränen kämpfen. Aber sie bleibt tapfer im Saal. Ohne sichtliche Regung hört sich der Messer-Killer die Anklage von Staatsanwalt Andreas Schmitz vor der Jugendkammer des Landgerichts an. Wie der Täter dem ahnungslosen Opfer folgt, wie er die Frau im Hausflur plötzlich von hinten packt, wie er ihr brutal in den Hals sticht, wie er dann das Messer in den Oberkörper rammt. Die verzweifelten Versuche Katrin Michalks, die Stiche abzuwehren, wie die Klinge abbricht und der Täter sein sterbendes Opfer zurücklässt.

Wahrscheinlich hat Marco F. kapiert, was ihm blüht. Weil er laut Gutachten wohl an einer Schizophrenie leidet, soll er in die Psychiatrie gesperrt werden. Derzeit ist er im Bezirkskrankenhaus Straubing untergebracht.

Nach Verlesung der Anklage beantragt Verteidiger Alexander Eckstein, die Öffentlichkeit auszuschließen. Marco F. wolle aussagen, aber ohne Publikum. In Absprache mit Nebenklage-Anwältin Gabriele Schöch dürfen Simone Michalk, der Bruder des Opfers und weitere Verwandte im Saal bleiben. Dem stimmt das Gericht zu.

Wie die tz erfuhr, bleibt Marco F. in wesentlichen Punkten bei den Aussagen, die er kurz nach seiner Festnahme schon gegenüber der Polizei zu Protokoll gegeben hat. Ein Protokoll des Schreckens. Er sei ganz versessen auf das Computerspiel GTA 4 gewesen. In diesem Spiel darf man jeden totschießen, ohne dass dem Spieler eine Strafe droht. Man darf ungestraft in fremde Wohnungen gehen und diese sich einfach aneignen.

Unglaublich auch die Passagen, als es um die Beschaffung einer Mordwaffe geht: Seinen Mitschüler Ersin K. hatte der Angeklagte gebeten, ihm eine Pistole zu besorgen. 1000 Euro bot ihm Marco dafür. Doch Ersin linkte ihn und verbrauchte die Anzahlung für sich selbst. Deshalb beschaffte sich Marco zwei Messer. Mit einer Pistole wäre das Töten viel einfach gewesen, sagte der Killer gegenüber der Polizei: „Einfach Kopfschuss von hinten und weg ist der Sack!“

Mit einem Messer hingegen müsse er mit Radau rechnen, ehe das Opfer tot sei. Mehrfach betont der Angeklagte, dass er eine fremde Wohnung haben will, weil seine jetzige Wohnung bei der Mutter ein Problem sei. Von dieser Wohnung aus wollte er Raubüberfälle begehen. Katrin Michalk sei ein Zufallsopfer, so der Täter. Dem Angeklagten wird ein „ausgeprägtes psychisches Krankheitsbild“ attestiert. Der Prozess ist bis zum 28. Januar terminiert.

http://www.tz.de/muenchen/stadt/sendling-westpark-ort43336/prozessauftakt-gegen-messermoerder-obersendling-tz-3323377.ht...


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Mordfall Katrin Michalk

22.01.2014 um 18:24
Prozess gegen Obersendling-Killer

Katrins Freund bricht in Tränen aus
22.01.2014

München - Alexander L. hat am Mittwoch tränenüberströmt den Gerichtssaal verlassen. Zum ersten Mal sah er den Mörder seiner Freundin, den Messerstecher von Sendling.

In Tränen aufgelöst verließ Alexander L. am Mittwoch den Gerichtssaal B 177. Zum ersten Mal sah er den Mörder seiner geliebten Katrin – jenen irren Messerstecher, der seine Lebensgefährtin am Abend des 4. Januar 2013 nur wenige Meter vor der Wohnungstür niedergemetzelt hatte.

Auf der Anklagebank des nicht öffentlichen Prozesses sitzt Marco F. (20). Er hat die Tat bereits gestanden. Sein Motiv ist unfassbar: Er habe sich die Wohnung des ihm unbekannten Opfers in der Halskestraße aneignen und von dort aus Raubüberfälle begehen wollen. In dem Prozess geht es um die endgültige Unterbringung des Messermörders in der Psychiatrie.

Katrin Michalk († 31), die an jenem Abend auf dem Heimweg vom Fitnessstudio war, bemerkte ihren Verfolger nicht, weil sie Musik hörte. Marco F. stach ihr in den Hals und dann unzählige Male in den Rücken. Sie konnte noch um Hilfe schreien, ehe sie sterbend zu Boden fiel.

Schrecklich für ihren Freund Alexander L.: Er lag zur Tatzeit im Bett. Der Polizei sagte er, Kopfhörer getragen zu haben. Deshalb habe er nichts von dem tödlichen Drama draußen im Flur mitbekommen. Gegen 21 Uhr läutete schließlich jemand Sturm. Im Schlafanzug öffnete er die Türe. Draußen stand der Sohn eines Nachbarn, der ihm sagte, dass seine Freundin verletzt unten liege. Alexander B. fand seine geliebte Katrin in einer riesigen Blutlache. Sie habe noch geatmet. Weinend gab er zu Protokoll, dass sie noch gestammelt habe: „Keine Luft! Keine Luft!“ Als die Sanitäter einige Minuten später eintrafen, gab Katrin keinen Laut mehr von sich.

Dann musste Alexander L. erfahren, dass sie tot ist. Doch um das Liebste, was er im Leben hatte, konnte er nicht einmal richtig trauern. Die Polizei nahm ihn durch die Mangel – immer wieder. Denn die Beamten gingen zunächst von einer Beziehungstat aus. Und keiner war ihr näher als er.

Als er am Mittwoch nach seiner Aussage unter Tränen den Saal verließ, nahm ihn Katrins Bruder tröstend in die Arme.

http://www.tz.de/muenchen/stadt/thalkirchen-obersendling-forstenried-fuerstenried-solln-ort43351/prozess-gegen-obersendl...


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Mordfall Katrin Michalk

28.01.2014 um 10:15
Sendlinger Treppenhausmord
Urteil gegen 20-jährigen Schüler erwartet
Im Prozess um den Mord an einer 31-jährigen Sendlingerin werden am Dienstag (28.01.14) die Plädoyers gehalten. Möglicherweise spricht die Jugendstrafkammer am Münchner Landgericht danach ihr Urteil gegen den angeklagten Schüler.

Der 20-Jährige hatte die Frau vor einem Jahr in ihrem Hausflur mit mehreren Messerstichen getötet. Opfer und mutmaßlicher Täter kannten sich nicht. Das Motiv für seine Tat hatte der Schüler selbst bei der Polizei genannt: Er wollte in die Wohnung der Diplomkauffrau einziehen.

Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit
Weil der Angeklagte erst 20 Jahre alt ist und es auch um die weitere Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik geht, wurde die Öffentlichkeit nach der Verlesung der Anklage von der Verhandlung ausgeschlossen. Auch die Plädoyers werden nicht-öffentlich gehalten. Die Staatsanwaltschaft hält den Mann für allgemeingefährlich. Womöglich ist er aber wegen einer krankhaften seelischen Störung nicht schuldfähig.

In einem vorläufigen Gutachten war der 20-Jährige als psychisch krank beschrieben worden, was auch sein Motiv erklären würde. Ende Januar des vergangenen Jahres hatten Polizeibeamte bei einer Pressekonferenz weitere Äußerungen des Schülers als "verwirrend" bezeichnet. Daraufhin war er in einer psychiatrischen Anstalt untergebracht worden.

Wegen Gewaltfantasien aufgefallen
Der Schüler war am 24. Januar 2013 festgenommen worden. Den entscheidenden Hinweis hatte die Sonderkommission von einem Kollegen eines anderen Kommissariats bekommen. Demnach war der Schüler zuvor durch Gewaltfantasien aufgefallen.

http://www.br.de/nachrichten/oberbayern/prozess-mord-wohnung-sendling-100.html


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Mordfall Katrin Michalk

28.01.2014 um 15:43
Katrin Michalk getötet
Kein Gefängnis: Sendling-Mord - Täter schuldunfähig
az, 28.01.2014 15:23 Uhr


Urteil im Sendling Mord: Marco F., der Katrin Michalk mit 18 Messerstichen getötet haben soll, ist schuldunfähig und soll statt ins Gefängnis in die Psychiatrie.

München - Im sogenannten Sendling-Mord ist das Urteil gefallen. Marco F., der sich wegen Mordes an Katrin Michalk verantworten muss, ist schuldunfähig. Der 20-Jährige bekommt keine Gefängnisstrafe und muss in die Psychiatrie.

Mit 18 Messerstichen soll Marco F. (20) sein Opfer Katrin Michalk in Sendling getötet haben. Weil er zur Tatzeit erst 18 Jahre alt war, schloss der Richter nach Verlesung der Anklageschrift die Öffentlichkeit von der Verhandlung aus. Laut einem Gutachten ist der Schüler schuldunfähig.

In Kürze mehr...

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.katrin-michalk-getoetet-kein-gefaengnis-sendling-mord-taeter-schuldunfaehig.d...


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Mordfall Katrin Michalk

29.01.2014 um 11:25
Sendling-Mord: "Es war ein schrecklicher Zufall"

München - Er tötete eine ihm völlig Fremde, um an ihre Wohnung zu gelangen – die Idee hatte er aus einem Computerspiel. Nun wurde der Mörder von Katrin Michalk vom Landgericht verurteilt.

Als das Urteil gesprochen ist, atmet die Mutter von Katrin Michalk tief durch. Sie hat es geschafft. Fünf Tage lang saß sie mit dem Mörder ihrer Tochter im selben Raum. Jetzt hat das Gericht entschieden: Marco F. (20) muss dauerhaft in die geschlossene Psychiatrie. Die Richter sind überzeugt, dass er die Tat begangen hat – doch der Prozess hat auch erwiesen, dass der Schüler psychisch krank und deshalb schuldunfähig ist. So folgte das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft, Marco F. dauerhaft einzuweisen: „Die Öffentlichkeit muss vor ihm geschützt werden, weil er nach wie vor gefährlich ist“, sagt der Vorsitzende Richter Reinhold Baier.

Der Prozess gegen den Schüler, der zum Tatzeitpunkt erst 18 Jahre alt war, fand weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Am Dienstag zur Urteilsverkündung werden die Türen wieder geöffnet – und Richter Baier versucht, das Grauen, das Katrin Michalk widerfahren ist, in Worte zu fassen. „Diese Tat ist auch für uns Juristen schwer nachvollziehbar“, sagt er. „Es war ein außerordentlich tragisches Geschehen.“
Wie berichtet war die 31-jährige Verlagsangestellte am Abend des 4. Januar 2013 auf dem Weg zu ihrer Wohnung an der Halskestraße (Obersendling), wo ihr Lebensgefährte auf sie wartete. Sie kam vom Fitnessstudio, hörte Musik – und bemerkte nicht, dass Marco F. sie verfolgte. An der Eingangstür zum Mietshaus griff er Katrin Michalk an, stach immer wieder mit einem Messer auf sie ein. 22 Mal, bis die Klinge abbrach. Dann flüchtete er. Sein Opfer starb noch im Hausflur. Ein Stich hatte das Herz getroffen. „Die Ärzte waren chancenlos“, sagt Baier.

Drei Wochen lang jagte die Polizei den Täter, doch erst ein Hinweis eines aufmerksamen Polizisten führte zu Marco F.: Der habe vor einiger Zeit erfolglos versucht, an eine Waffe zu gelangen, sagte der Beamte seinen Kollegen von der Mordkommission. Von Gewaltfantasien war die Rede. Und: Marco F. lebte nur wenige hundert Meter entfernt vom Tatort bei seiner Mutter. Als die Beamten ihn überprüfen wollten, fanden sie den Griff der Mordwaffe in einem Regal. „Ohne diesen Hinweis wäre die Tat vielleicht nie aufgeklärt worden“, sagt Baier. Dass ausgerechnet Katrin Michalk an diesem Abend sterben musste, sei „ein schrecklicher Zufall“ gewesen. „Es hätte jede andere Frau treffen können, die des Weges kam.“

Das Gericht geht davon aus, dass Marco F. spätestens seit April 2012 Mordfantasien hegte. Bereits seit seinem 15. Lebensjahr habe sich der Schüler immer mehr zurückgezogen und autistische Züge gezeigt. Er lebte in der gewalttätigen Welt seiner Computerspiele – in einem davon war es das Ziel, Leute umzubringen, um ihre Wohnung zu bekommen. Offenbar übertrug Marco F. dieses Spiel auf die Realität, als er zuhause ausziehen wollte. „Das klingt alles sehr bizarr“, sagt Richter Baier. „Aber es ist leider Gottes die bittere Wahrheit.“

Psychiatrische Gutachter kamen zu dem Schluss, dass Marco F. an einer „Psychose mit autistischem Hintergrund“ leidet. Deshalb gilt er als schuldunfähig und kann nicht im strafrechtlichen Sinne verantwortlich gemacht werden. Die Einweisung in die Psychiatrie ist zeitlich nicht begrenzt – Marco F. kommt erst wieder raus, wenn die Ärzte ihn für nicht mehr gefährlich halten. Er selbst reagiert vor Gericht auf nichts davon. Ohne ein Wort steht er am Ende auf, lässt sich Handschellen anlegen.

Nachdem er abgeführt worden ist, geht die Mutter von Katrin Michalk nach vorne. Sie will sich bei den Richtern bedanken, reicht allen zum Abschied die Hand – auch dem Verteidiger von Marco F. „Die Eltern haben hier großes Herz bewiesen“, hatte Baier kurz zuvor gesagt. Die Szene zeigt, wie Recht er damit hat.

http://www.merkur-online.de/lokales/muenchen/sued/sendling-mord-angeklagter-muss-psychiatrie-3336781.html?cmp=defrss


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Mordfall Katrin Michalk

29.04.2014 um 10:37
Der Fall erinnert auf erschreckende Weise an den Mord an Katrin Michalk in Sendling: Im Januar 2013 hatte ein Nachbar (damals 19) der 31-Jährigen im Hausflur aufgelauert und sie mit 18 Messerstichen getötet. Später stellte sich heraus, dass es der psychisch kranke Täter auf die Wohnung des Opfers abgesehen hatte.

Messer-Attacke
Unbekannter sticht 19-Jährige vor ihrer Haustür nieder
Natalie Kettinger, 28.04.2014 17:23 Uhr

Immer wieder rammt der Agreifer der jungen Frau die Klinge in den Rücken. Sie schreit um ihr Leben - und wird schwer verletzt gefunden.

Kempten - Die junge Frau blutete aus mehreren Wunden und schrie um ihr Leben: Im Treppenhaus eines Kemptener Wohnblocks haben Mitbewohner in der Nacht zum Montag eine schwer verletzte 19-Jährige gefunden. Vom Täter fehlt bislang jede Spur. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise.

Eine Nachbarin hatte das Opfer gegen 22.20 Uhr entdeckt und sofort den Rettungsdienst sowie die Polizei alarmiert. Die blutüberströmte junge Frau lag vor ihrer Wohnungstür. Der Unbekannte hatte ihr mehrmals ein Messer in den Rücken gerammt. Schnittverletzungen an Armen und Händen deuten darauf hin, dass sie sich verzweifelt gegen den Angreifer gewehrt hat. Die 19-Jährige war zwar nicht lebensgefährlich verwundet, musste aber dennoch notoperiert werden.

Die Polizei sperrte den Tatort ab und begann noch in der Nacht mit der Spurensicherung. Die Kripo Kempten richtete eine 13-köpfige Arbeitsgruppe ein, die wegen eines versuchten Tötungsdeliktes ermittelt. Obwohl die Fahnder gleich am Montag die Anwohner befragten und die nähere Umgebung absuchten, fehlen vom Täter und der Tatwaffe noch jede Spur.

Auch das Motiv des Überfalls gibt den Beamten Rätsel auf. Zumal das schwer verletzte Opfer noch nicht vernehmungsfähig ist. Die Beamten sind deshalb auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen (Tel. 0831 / 99090). Besonders interessiert sie ein dunkelhäutiger Mann, der sich zur Tatzeit in dem Anwesen am Schuhmacherring 123 aufgehalten haben soll.

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.messer-attacke-unbekannter-sticht-19-jaehrige-vor-ihrer-haustuer-nieder.dee41...


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Mordfall Katrin Michalk

29.04.2014 um 14:38
29.04.2014 · KEMPTEN UPDATE

Nach versuchtem Totschlag an Frau (19) in Kempten: Täter in Haft

Festnahme · Die intensive Ermittlungsarbeit der Kripo Kempten führte zum Erfolg - ein versuchtes Tötungsdelikt zum Nachteil einer 19-Jährigen konnte bereits am Folgetag geklärt werden.


Am 27.04.2014. gegen 22.20 Uhr war die schwer verletzte junge Frau aufgrund ihrer lauten Hilfeschreie im Treppenhaus eines Wohnblocks im Schuhmachering von anderen Hausbewohnern aufgefunden worden. Durch eine Nachbarin wurde daraufhin umgehend über Notruf der Rettungsdienst sowie die Polizei verständigt.

Die 19-Jährige, die sowohl am Rumpf, als auch an den Armen mehrere Stich- und Schnittverletzungen mittlerer Tiefe erlitten hatte, musste im weiteren Verlauf im Krankenhaus notoperiert werden.

Durch die Polizei wurde der Tatort umgehend abgesperrt. Noch in der Nacht begannen Kriminalbeamte mit der Spurensicherung in dem Treppenhaus. Die umgehend eingeleitete Fahndung nach dem zunächst unbekannten Täter verlief ergebnislos. Zur Klärung der Tat wurde bei der Kripo Kempten eine Arbeitsgruppe mit 13 Mitarbeitern eingerichtet. Im Laufe des Montags fand sowohl eine Nachbarschaftsbefragung als auch eine Absuche der Umgebung statt.

Aufgrund der wenigen Angaben, welche die Geschädigte machen konnte, stand für die Kriminalbeamten zunächst nur fest, dass es sich um einen dunkelhäutigen, namentlich unbekannten Angreifer handelte, welchen die Frau vor mehreren Wochen in einer Kemptener Kneipe kennen gelernt hatte. Aufgrund der Befragungen und weiterer Ermittlungen verdichtete sich die Spur zu einem 28-jährigen Mann aus Kempten.

Über die Staatsanwaltschaft Kempten wurde noch am Montag ein Durchsuchungsbeschluss für dessen Wohnung erwirkt und die Durchsuchung durchgeführt. Nachdem der aus Mali stammende Mann mit dem Tatvorwurf konfrontiert worden war, räumte er den Angriff auf die 19-Jährige ein.

Gemäß den bisherigen Erkenntnissen ist davon auszugehen, dass es zwischen der Frau und dem Mann bereits vor mehreren Tagen zu einer verbalen Auseinandersetzungen gekommen war, in deren Verlauf sich der Mann in der Ehre gekränkt fühlte. Am Sonntag suchte der Mann, der zu diesem Zeitpunkt ein Messer mit sich führte, die Frau erneut auf. Kurz nachdem diese ihm die Haustüre geöffnet hatte, stach er auf die 19-Jährige ein.

Während die Schwerverletzte im Treppenhaus nach oben flüchtete, verließ der Mann den Tatort. Die Tatwaffe, ein Küchenmesser, konnte, wie von dem Tatverdächtigen angegeben, auf dem Dach der Kemptener Asylbewerberunterkunft aufgefunden werden.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kempten wurde der 28-Jährige am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ wegen des dringenden Tatverdachts des versuchten Totschlags den Haftbefehl. Der Mann wurde zwischenzeitlich in eine Justizvollzugsanstalt überstellt.

http://www.all-in.de/nachrichten/polizeimeldungen/Nach-versuchtem-Totschlag-an-Frau-19-in-Kempten-Taeter-in-Haft;art2756...


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Begründung: Fall geklärt, Täter verurteilt
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