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Sind Universitäten sinnlos?

32 Beiträge, Schlüsselwörter: Ausbildung, Studium, Universität
feldmaus
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Sind Universitäten sinnlos?

15.02.2014 um 20:40
Hallo liebe Allmy-Gemeinde,

angeregt von der Diskussion

Diskussion: Vorurteil: Studenten können doch nichts!

frage ich mich gerade, was eigentlich der Sinn einer Universität ist.

Denn viele (Arbeitgeber/Personaler und auch Leute mit Berufsausbildung) behaupten ja, dass die meisten Uni-Absolventen unbeholfen wie kleine Kinder in die kunterbunte Wirtschaftswelt hineinstolpern, und von fast nix ne Ahnung haben! (vorallem von der Praktischen anwendung des gelernten Wissens)

Und da eine Universität ja bekanntermaßen "nur" trocken-theoretisch ausbildet,
dh. kein wechsel von betrieblicher Arbeit (Ausbildung) und theoretischen lernphasen (wie z.b. ein Duales Studium)
oder auch keine praxisnahe Anwendung des Stoffs (wie z.b. an einer Fachhochschule, da werden deutlich mehr Praktika ins Studium integriert)

sehe ich keinen wirklichen Vorteil darin, eine Uni zu besuchen. Obwohl Universitäten doch immer so in den Himmel gelobt werden:
Die Uni-Abschlüsse sind viel anerkannter und wertvoller und wissenschaftlicher als von der FH
oder man bekommt als Uni-absolvent später viel höhere Berufspositionen im Vergleich zu FH-absolventen
etc. etc.

Aber was hat das alles für einen Wert, wenn man von der Praxis null Ahnung hat, und kein Arbeitgeber einen ernst nimmt.

Trotzdem frage ich mich dann, warum soo unheimlich viele Leute zur Uni gehen, und nur wenige eine FH oder ein duales Studium wählen?? (ist auf jedenfall in meinem Freundes- und Bekanntenkreis so!) und sehe auch in meiner Stadt wo ich studiere, dass wirklich (lasst mich raten) 90% der MenschenMASSE zur Universität "hinströmen" und der kleine Rest in die FH!

Und dann wundern sich nachher so viele Uni-Absolventen dass sie in der Arbeitswelt nur müde belächelt werden, weil sie nicht auf die Arbeitswelt vorbereitet sind.

Oder liegt das vllt daran, dass es an der FH nicht so viel Fächerauswahl gibt, und nur deswegen so wenige dort studieren?? Ich weiss es nicht, klärt mich bitte auf :D :( :(


Oder wenn Praxiserfahrung doch so toll und wertvoll ist, wieso gehen dann nicht mehr Leute zur FH und studieren dort BWL und Co. anstatt BWL an einer Uni zu studieren.

Wozu braucht man denn noch eine Uni, wenn es auch Fachhochschule und co. gibt?


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Helenus
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15.02.2014 um 20:41
Also von der Uni Mainz rate ich ab. Für alle Fächer.


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tic
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15.02.2014 um 20:58
wasn das für ne Frage?
feldmaus schrieb:Denn viele (Arbeitgeber/Personaler und auch Leute mit Berufsausbildung) behaupten ja, dass die meisten Uni-Absolventen unbeholfen wie kleine Kinder in die kunterbunte Wirtschaftswelt hineinstolpern
und wenn schon, trotzdem bekommen Sie "bessere" Jobs und eben nur weil Sie eine Uni besucht haben ;)

bei vielen Jobs ist ein abgeschlossenes Studium pflicht und allein deswegen frag ich mich wie man auf so ne Frage kommt..


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bmo
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Sind Universitäten sinnlos?

15.02.2014 um 21:01
@Helenus
wieso?

Ich bin an einer fh und man macht im studium viele Labore in jedem Semester. Pro Semester 6 Veranstaltungen, wobei davon ca 4-5 Laborversuche haben während des Semesters.

Man sagt das es in der Uni theoretischer ist, aber wirklich wissen tue ich es nicht. Wäre mal interessant zu wissen.

Auf jeden Fall haben die FHs meistens den besseren Draht zur Wirtschaft, da auch die Profs viele Projekte/oder sogar Firmen neben dem Lehrstuhl betreiben.
Was ich interessant finde ist, dass viele Profs Studierenden empfehlen an Unis zu promovieren und nicht an der FH.....naja ich denke die Uni hat einfach historisch bedingt auch noch ein gewisses Gewicht was das promovieren an geht.


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15.02.2014 um 21:01
Sind Universitäten sinnlos?
Nö!


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15.02.2014 um 21:05
Das ist doch total abhängig vom Studiengang.
Wenn einer Philosophie studiert, gibt es da nicht soviel praktische Tätigkeiten - zumal die Jobchancen danach ja auch für die Katz sind...
Und jemand der Maschinenbau an der Fh studiert, braucht natürlich die Praxis.

Ich bin auch an der Uni und wir haben mindestens 3 studienbegleitende Praktika ablegen müssen. Für mich persönlich nicht ausreichend, aber deine Aussage, die Uni würde NUR theoretisch sein, stimmt nicht.


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Helenus
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15.02.2014 um 21:07
@bmo
Die Universität steht weit hinter meinen Erwartungen zurück. Meine Fakultät hat keinen und wenn eher einen schlechten Ruf bundesweit.

Außerdem schimpft sich die Uni zwar Campus-Uni, aber wenn das heißt, das ich für eine Vorlesung einmal quer über den gesamten Campus pilgern muss wie das Volk Israel durch die Wüste, dann finde ich das nicht so prickelnd.

Was den Unterschied Universität / Fachhochschule angeht, da stimme ich zu.

Die Universität vermittelt (zumindest an meiner Fakultät) nur theoretisches Wissen und keine praktischen Kenntnisse. Diese müssen außerhalb der Universität in Pflichtpraktika erworben werden. Bzw. Du benötigst eine gewisse Wochenzahl an Praktikumszeiten in Form von Unterschriften auf einem Wisch. Was Du da objektiv machst steht auf einem anderen Blatt :troll: :D


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bmo
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15.02.2014 um 21:12
@Helenus
Ja das gibt es öfter, dass Gebäude quer über die Stadt verteilt sind, bei uns ist der FH Campus wirklich ein weitgehend ein zusammenhängender Komplex im Gegensatz zur Uni.

@Bonnie
Ja bei sowas wie Philiosophie ist das denke ich klar, aber es gibt auch wie in deinem genannten Fall Maschbau. Wie sieht da die diskrepanz aus?

@Helenus
welches ranking meinst du? am besten mal nen link schicken. interessiert mich auch :D. Meistens spricht es sich schnell rum in Firmen welche fhs unis vernünftige Absolventen haben und welche nicht.


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crusi
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15.02.2014 um 23:43
Ja sind sie jetzt. Sie waren zumindest mal wissenschaftlich orientierter, was die "Ausbildung" anbelangt...


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gangtalking
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15.02.2014 um 23:53
Naja, zumindest verdient man in der Regel um einiges mehr. Allein dafür lohnt es sich doch.

Und die Studienzeit ist auch sehr schön. Wieso darauf verzichten. Um arbeiten zu gehen....!? ^^


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gangtalking
ehemaliges Mitglied

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15.02.2014 um 23:56
Ich habe vorher Erzieher gelernt: hatte monatlich
1500 raus, jetzt soz. Päd. und es sind 2700. die Arbeit ist entspannter und das öffentliche Ansehen viel höher


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16.02.2014 um 00:36
Scheiß Argumentation. Bitte schließen.


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16.02.2014 um 01:24
@feldmaus

Die Uni bietet die Chance selbststaendig denken zu lernen und mit etwas Glueck sind die fertigen Absolventen in der Lage, sich dementsprechend selbstaendig in neue Bereiche einzuarbeiten. Das heisst nicht dass die Uni Voraussetzung dafuer ist oder das es keine alternativen Wege gibt, aber die Uni trainiert einen irgendwo explizit darauf. Firmen schaetzen sowas natuerlich, haetten aber liebsten das die frisch eingestellten Absolventen schon 10 Jahre Erfahrung in ihrer speziellen Firma mitbringen und fuer wenig Geld arbeiten.

Es schadet nicht auch mal nebenher etwas Praxis zu bekommen jedoch sollte man sich innerhalb die Ausbildung nie ueberspezialisieren, waehrend man noch Zeit hat in alle moeglichen Bereiche reinzuschnuppern. Und eventuell landet man spaeter ganz woanders und dann bringt einem das meiste Spezialwissen nix.

Ich kann uebrigens nur fuer Naturwissenschaften sprechen, die Geisteswissenschaften koennen andere uebernehmen :)


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16.02.2014 um 01:43
feldmaus schrieb:Wozu braucht man denn noch eine Uni, wenn es auch Fachhochschule und co. gibt?
Wozu braucht man noch Petrochemiker, wenn es Tankstellenwärter gibt?


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16.02.2014 um 01:48
@feldmaus
feldmaus schrieb:wie z.b. an einer Fachhochschule, da werden deutlich mehr Praktika ins Studium integriert
Ich kann nur für Naturwissenschaften sprechen. Die FH ist tatsächlich näher an der Praxis, aber auch um so weiter weg von der Theorie- zumindest was Mathe und Physik angeht.
Wenn man in die Uni geht, lernt man nicht nur dass was man dann tatsächlich anwendet, sondern auch woher es kommt. Das was man lernt ist viel tiefer an der Uni.
Eine FH ist meiner Ansicht eine bessere Schule. Während eine Uni immer noch ein Schritt darüber hinaus ist.
Abschließend sage ich, dass ich gerne in die Uni gehe. Es ist einfach ein viel selbständigeres gefühl als in der Schule.
Das sind zumindest meine Erfahrungen mit Uni und FH.


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16.02.2014 um 01:50
feldmaus schrieb:Und dann wundern sich nachher so viele Uni-Absolventen dass sie in der Arbeitswelt nur müde belächelt werden, weil sie nicht auf die Arbeitswelt vorbereitet sind.
Du kannst das Studium als astreiner Theoretiker abschließen. Vermutlich bleibst du dann auch im Wissenschaftsbetrieb. Der überwiegende Teil der Studenten, und da spreche ich jetzt zumindest nur für meinen Studiengang an meiner Universität, organisiert sich mindestens zwei Praktika, da die Unternehmen keine reinen Theoretiker wollen - es sei denn, sie schließen ihr Studium überdurchschnittlich gut ab. Grundsätzlich erwarten die Unternehmen Praxiserfahrung.

Desweiteren hörte ich jedes Semester pro Vorlesung mindestens zwei Vorträge von Menschen, die direkt aus der Praxis kommen. Es werden auch Unmengen an Veranstaltungen angeboten, bei dem der Student mit Menschen aus der Praxis zusammengeführt wird. Ich bin allgemein sehr kritisch, was das Studium angelangt, aber der Praxisbezug wird an meiner Universität groß geschrieben. Man muss natürlich auch bereit sein, seinen Arsch zu bewegen, denn die Universität kann letztlich bloß Angebote machen.

Reiner Theoretiker bleibt man eh nur, wenn man das Geld für's Studium in den Arsch geblasen bekommt, ohne selbst dafür arbeiten gehen zu müssen. Gilt halt für meinen Studiengang.

Meine Kritik geht eher in Richtung Verschulung des ganzen. Der Großteil der Studenten lernt kurz vor Ende des Semesters - schreibt dann 7 Prüfungen und hat anschließend das meiste vergessen. Das verfehlt meiner Meinung nach den Sinn eines Studiums. Das Diplom war eine bessere Variante..


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16.02.2014 um 01:50
Die Aufgabe einer Univesität ist es, eine Umgebung zu schaffen, in der es schwer ist, nichts zu lernen.

Die Studenten werden, anders als bei der Schule, jedoch nicht im klassischen Sinne unterrichtet. Eigeninitiative ist gefragt. Wer das nicht versteht, ist an einer Uni falsch. Inkompetente Studenten sind die Folge dieses Missverständnisses.


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derpreusse
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16.02.2014 um 01:54
Wenn alles glatt läuft, werde ich dieses Jahr ein Geowissenschaftsstudium beginnen. Soweit ich weiß wird es da auch mehrere Exkursionen geben, also so weit ist eine Universität dann doch nicht von der Praxis entfernt.
Aber wie schon gesagt wurde, hängt es dann doch vom Studiengang ab inwiefern es einen weiterbringt. Ich kenne auch Leute die finden absolut keinen Job nach einem langjährigen Studium.


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16.02.2014 um 02:06
Leute mit einem Uniabschluss haben praktisch einen Beweis, dass sie was aufm Kasten haben.
In den USA ist das noch viel deutlicher bei uns, denn dort arbeitet später fast niemand in dem Bereich den er studiert hat. Das Studium ist dort drüben mehr oder weniger nur ein Nachweis dafür, dass man kein Depp ist, und fast kaum dazu da, den Leuten etwas beizubringen was sie später im Beruf einsetzen.

Hier in Deutschland ist es noch nicht so extrem. Aber es stimmt schon, dass man im Studium keinen Beruf direkt lernt sondern eher die Theorie zu einem ganzen Bereich, womit man sich dann schnell in vielen verschiedenen Bereichen nützlich machen kann.
Und natürlich, da es eher theoretischer Stoff ist, werden aus den Studenten eher die Leute die sagen was zu tun ist und nicht die, die es tun.

Besser bezahlt wird es deswegen weil das Angebot an solchen Arbeitskräften kleiner ist.
Ausführenden Berufe können viele erlernen. Aber ein Studium schafft nicht jeder.

Grundsätzlich kann man sagen, dass Ausbildungen eher einfachere Berufe sind. Deswegen ist das offen für Leute mit einem Schulabschluss.
Berufe die anspruchsvoller sind macht man nicht zu Ausbildungsberufen, sondern man lernt Studenten ein. Das Studium gibt den Studenten breites theoretisches wissen, aber sie müssen dennoch erstmal den Beruf lernen. Das sind aber dann auch Berufe in denen dieses breite Wissen nötig ist, im Gegensatz zu Ausbildungsberufen. Wenn jemand Automachaniker gelernt hat, dann ist es nicht nötig, dass er sich mit Marketing auskennt, er lernt so ziemlich alles was er braucht in der Ausbildung. Aber es gibt eben Berufe in denen man ein breiteres Wissen braucht und dafür nimmt man dann Studenten.

Allerdings gibts natürlich auch ein paar Studienfächer, die direkt auf einen bestimmten Beruf abziehlen. Bspw. wird man mit Medizinstudium Arzt, mit einem Lehramtsstudium wird man Lehrer und mit einem Soziologiestudium wird man Taxifahrer.



Universitäten sind aber eigendlich nicht nur wegen ihrem Lehrauftrag wichtig sondern vor allem wegen ihrer Forschungsfunktion. Wissenschaft ist immernoch ein zentraler Teil bei der ganzen Sache.


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16.02.2014 um 09:00
Ich studiere hauptsächlich für mich, um mir Wissen anzueignen und mich dann zu spezialisieren. Das wäre ja grausam, wenn man die Möglichkeit nicht mehr hätte.


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