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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

92 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Menschen, Gesellschaft, Normen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

10.08.2017 um 00:20
Ihr habt doch sicher schonmal von solchen Familien gehört, wo immer jemand der "Bumann" ist, der nix im Leben auf die Kette gekriegt hat, und sein Geschwisterchen ist das glänzende Musterbeispiel in Sachen Beruf, Beziehung, Talente, Qualifikationen, Hobbys...... und wird von Mama und Papa bevorzugt.

Oder der 45-jährige Hubertus (Name ausgedacht^^), der immer noch bei Mama zuhause wohnt und keine Freundin findet, weil er von Aussehen "von der Norm abweicht", wie es seine vergagengen Dates "unsanft" formuliert haben. -> wird von der Frauenwelt als abnormal und Muttersöhnchen angesehen

Oder der Hartz 4 Empfänger, der aufgrund seiner andauernden Arbeitsunfähigkeit schon lange keine Beziehung mehr mit der Damenwelt zustande bekommt (da Frauen ja einen haben wollen, der "mit beiden Beinen im Leben steht" :D :D :D (der ausgelutschteste Scheißspruch den ich kenne)) geschweige denn von Arbeitgebern ein Vorstellungsgespräch bekommt, da er ja eine große "Lücke" im Lebenslauf hat.


Dabei wird doch immer behauptet dass JEDER Mensch anders und einzigartig ist! Und trotzdem existieren diese Normen und Regeln, wie ein Mensch zu sein hat um als begehrenswert und attraktiv zu gelten. Ein Paradoxon sondergleichen?


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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

10.08.2017 um 00:49
Zitat von boredcultureboredculture schrieb:Dabei wird doch immer behauptet dass JEDER Mensch anders und einzigartig ist! Und trotzdem existieren diese Normen und Regeln, wie ein Mensch zu sein hat um als begehrenswert und attraktiv zu gelten. Ein Paradoxon sondergleichen?
Eigentlich schon.

Ein Aussenstehender, der mit diesem oder jenem nicht konfrontiert ist, ist immer was großzügiger, das es nicht schlimm wäre, das... wenn...


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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

10.08.2017 um 01:50
@borabora
da hast du schon Recht


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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

10.08.2017 um 05:14
Tja, der gesellschaftliche Status scheint wohl heute der ausschlaggebenste Indikator dafür zu sein, wie sehr sich jemand durchsetzen kann. Das ist wohl etwas, dass (heterosexuelle) Frauen ziemlich attraktiv zu finden scheinen. Schließlich bietet so jemand den besseren Schutz und die besseren Ressourcen als deine Bespiele. Unser evolutionäres Erbe wiegt nunmal schwerer als die Zivilisierung. Die ersten Hochkulturen sind vor 6000 Jahren entstanden, während der moderne Homo Sapiens 300.000 Jahre alt ist. Ein Großteil unserer Existenz haben wir also völlig anders gelebt.


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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

10.08.2017 um 07:15
Zitat von boredcultureboredculture schrieb:Oder der 45-jährige Hubertus (Name ausgedacht^^), der immer noch bei Mama zuhause wohnt und keine Freundin findet, weil er von Aussehen "von der Norm abweicht", wie es seine vergagengen Dates "unsanft" formuliert haben. -> wird von der Frauenwelt als abnormal und Muttersöhnchen angesehen
Sorry aber hier wuerde mich viel eher das "Bei Mutti zu Hause wohnen" abschrecken als das Aeussere! Denn auch wenn man nicht aussieht wie Brad Pitt kann man ausziehen!

Zum Rest: ich wuerde das so nicht pauschalisieren! Ich kenne genug Leute, die in die von Dir genannten Raster fallen und die trotzdem eine Beziehung haben!


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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

10.08.2017 um 07:20
Zitat von AlarmiAlarmi schrieb:Sorry aber hier wuerde mich viel eher das "Bei Mutti zu Hause wohnen" abschrecken als das Aeussere! Denn auch wenn man nicht aussieht wie Brad Pitt kann man ausziehen!
Vorrausgesetzt, es findet sich eine Wohnung. Bei der derzeitigen Wohnungslage....
Hat man keine Arbeit, ist es nochmals schwerer einen verständnisvollen Vermieter zu treffen.


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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

10.08.2017 um 07:26
Zitat von boredcultureboredculture schrieb:Dabei wird doch immer behauptet dass JEDER Mensch anders und einzigartig ist! Und trotzdem existieren diese Normen und Regeln, wie ein Mensch zu sein hat um als begehrenswert und attraktiv zu gelten. Ein Paradoxon sondergleichen?
Nein, überhaupt kein Paradoxon.

Warum sollte jemand gleich attraktiv und begehrenswert sein, nur weil er einzigartig ist?

Einzigartig dämlich.
Einzigartig gemein.
Einzigartig egoistisch
Einzigartig unfreundlich usw usf.
Zitat von boredcultureboredculture schrieb:Oder der Hartz 4 Empfänger, der aufgrund seiner andauernden Arbeitsunfähigkeit schon lange keine Beziehung mehr mit der Damenwelt zustande bekommt
So bitter das ist: Ohne Moos, nichts los.
Man hat als Hartzer gewissermaßen kein Spielfeld, um bei dem Spiel mit zu machen.
Kein Geld für Kino, Kneipe, Restaurant oder gar Urlaub


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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

10.08.2017 um 08:52
Zitat von satansschuhsatansschuh schrieb:Vorrausgesetzt, es findet sich eine Wohnung. Bei der derzeitigen Wohnungslage....Hat man keine Arbeit, ist es nochmals schwerer einen verständnisvollen Vermieter zu treffen.
Dass die Person keine Arbeit hat, stand in dem Zusammenhang nicht da. Aber ich gebe zu - auch ich wuerde mich nicht mit einem arbeitslosen 45jaehrigen einlassen, der noch bei Mami zu Hause wohnt.


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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

10.08.2017 um 08:57
@Alarmi
Zwingt dich auch keiner dazu. Ich wollte nur die Aussage, dass man einfach so ausziehen könnte, nicht so dastehen lassen.


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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

10.08.2017 um 08:58
@boredculture

Im Heucheln war der Mensch halt schon immer gut ;) Er setzt sich ein humanes Idealbild, dass propagiert wird, er aber nie erreichen kann. Das liegt an unserer Entwicklungsgeschichte/Biologie.

Bin auch so ein "Verlierer" und bekomme einfach keinen Ausbildungsplatz, trotz Abi von 1.9. Woran das liegt?
Ich bekomme meine Zurückhaltung bei Vorstellungsgesprächen und Probearbeiten nicht abtrainiert. Und habe wohl nicht genügend Ausstrahlung. Tja, gelitten.


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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

10.08.2017 um 09:16
@Crusi

So gleicht es sich aus. Dafür fragt an der Uni kein Mensch nach deinen soft Skills, sondern schaut in den meisten Studiengängen nur auf die Abschlussnote.


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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

10.08.2017 um 09:48
Zitat von boredcultureboredculture schrieb:Ihr habt doch sicher schonmal von solchen Familien gehört, wo immer jemand der "Bumann" ist, der nix im Leben auf die Kette gekriegt hat, und sein Geschwisterchen ist das glänzende Musterbeispiel in Sachen Beruf, Beziehung, Talente, Qualifikationen, Hobbys...... und wird von Mama und Papa bevorzugt.
In meiner Familie bin ich die Buhfrau, zwar aus völlig anderen Gründen, aber es ist ein Titel, den man (in manchen Fällen) auch mit Stolz tragen kann.
Zitat von boredcultureboredculture schrieb:Oder der 45-jährige Hubertus (Name ausgedacht^^), der immer noch bei Mama zuhause wohnt und keine Freundin findet, weil er von Aussehen "von der Norm abweicht", wie es seine vergagengen Dates "unsanft" formuliert haben. -> wird von der Frauenwelt als abnormal und Muttersöhnchen angesehen
Mir kann niemand erzählen, dass es im Leben dieses Hubertus seit seinem 18. Lebensjahr niemals die Möglichkeit gab, auszuziehen. Wohnungsnot hin oder her.
Zitat von boredcultureboredculture schrieb:Oder der Hartz 4 Empfänger, der aufgrund seiner andauernden Arbeitsunfähigkeit schon lange keine Beziehung mehr mit der Damenwelt zustande bekommt (da Frauen ja einen haben wollen, der "mit beiden Beinen im Leben steht" :D :D :D (der ausgelutschteste Scheißspruch den ich kenne)) geschweige denn von Arbeitgebern ein Vorstellungsgespräch bekommt, da er ja eine große "Lücke" im Lebenslauf hat.
Auch Arbeitslosigkeit steht einer Beziehung nicht im Weg.


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Chu ehemaliges Mitglied

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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

10.08.2017 um 10:00
Man ist ein Versager, weil man nicht in die Schablone "wertvoll für die Gesellschaft" passt.
Diese beinhaltet, der Gesellschaft von Nutzen zu sein. Durch Steuern beispielsweise. Dazu zählt Arbeit/Lohn und ein gewisses Maß am Beitrag der Wirtschaft (durch Einkauf, neues Auto, etc.).

Man übernimmt, was einem die Gesellschaft vorlebt an Normen und Werten. Und die Gesellschaft hat eben oben genannte Raster. Ich denke, dass ist sogar ein fetter kultureller Aspekt. In anderen Ländern würde man bspw. ohne eigene Wohnung nicht als Versager gelten. Dort ist es normal, in Mehrgenerationshäusern zu leben.

Wie gesagt, meine These: Kulturell bedingte Erziehung bestimmt das Wort "Versager" und immer hat es mit der ganzen Gesellschaft zu tun, auch, oder vorallem, der Obrigkeit.


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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

10.08.2017 um 10:37
@Crusi
Ja, ich denke auch, dass man in deinem Fall evtl. mit einem Studium besser beraten wäre. Ich spreche da aus eigener Erfahrung ;)


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Doors ehemaliges Mitglied

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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

10.08.2017 um 11:44
@boredculture

Wer ist denn diese anonyme Gesellschaft, die angeblich Normen aufstellt, an die sich jede/r zu halten hat? Die besteht doch auch aus den von Dir eingangs beschriebenen Menschen.

Grundsätzlich gilt:

ich lebe mein Leben - nicht das der anderen. Ich schreibe Euch nicht vor, wie Ihr zu leben habt - und Ihr nicht mir.


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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

10.08.2017 um 11:59
Zitat von DoorsDoors schrieb:ich lebe mein Leben - nicht das der anderen. Ich schreibe Euch nicht vor, wie Ihr zu leben habt - und Ihr nicht mir.
Die Krux ist halt, dass nur wenige Menschen von der Norm abweichen.

Wenn man außerhalb der Norm lebt, wird man auch nicht anerkannt.

Oft frage ich die Leute warum sie "dies" und "jenes" tun, oder für richtig halten, da entwickeln sich oft ellenlange und sinnfreie Diskussionen draus. M.M.n werden die Leute von klein auf in eine gewisse Richtung konditioniert. Völlig sinnbefreit.


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Doors ehemaliges Mitglied

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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

10.08.2017 um 13:37
Zitat von silberhauchsilberhauch schrieb:M.M.n werden die Leute von klein auf in eine gewisse Richtung konditioniert.
Von wem und in welche Richtung? Elternhäuser, Schule, Studium, Beruf verlaufen höchst unterschiedlich.


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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

10.08.2017 um 14:17
Zitat von DoorsDoors schrieb:Von wem und in welche Richtung? Elternhäuser, Schule, Studium, Beruf verlaufen höchst unterschiedlich
Das ist wohl auch von Land zu Land unterschiedlich.

Aber im Großen und Ganzen gibt es eine weiße Linie, die im Idealfall alle zu folgen haben.

Im Grunde ist diese Linie stinklangweilig, wird aber trotzdem vom Gros der Menschheit angestrebt. Dann heißt es immer: nur so kann eine Gesellschaft funktionieren...

Boah...🙄

Mit anderen Worten: sei anständig und brav (Samstags Autowaschen, Abends Fernseh gucken, Sonntags ruhig sein, Montags brav zur Arbeit gehen, Putzen, Kochen, Zähneputzen nicht vergessen...usw...usw...usw...usw...usw...usw...)

😩😩😩


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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

10.08.2017 um 15:27
Zitat von satansschuhsatansschuh schrieb:Zwingt dich auch keiner dazu. Ich wollte nur die Aussage, dass man einfach so ausziehen könnte, nicht so dastehen lassen.
Ich sage es mal so....mit 45 bei Mutti ohne Arbeit...das ist schon ein Sonderfall. Suggeriert naemlich, dass die Person noch nie Arbeit hatte.


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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

10.08.2017 um 15:59
Man kann eine gewisse Normierung schon beklagen, aber ich sehe einen großen Unterschied zwischen Menschen mit ausgeprägter Individualität und Menschen, die einfach nicht bereit oder in der Lage sind, sich selbst so einzubringen, dass andere, auch potentielle Partner / Partnerinnen, den Eindruck haben, dass sie als Partner attraktiv sind.

Es ist nun mal so, dass Menschen, die zB im fortgeschrittenen Erwachsenenalter immer noch bei Mama wohnen, das heisst ja auch, im Alltag wie Kinder versorgt werden und dann vielleicht noch von der Gesellschaft durchgefüttert werden, nicht sonderlich sexy wirken.

Was erwartet dann eine Partnerin? Kann ich schon verstehen, dass man sich darauf nicht gerade freut.

Ich verstehe nie die Klage darüber, dass von uns als Menschen nun mal eine gewisse Leistungsbereitschaft im Sinne von Geld verdienen, Haushalt machen, Hygiene, saubere Kleidung erwartet wird.
Und ich glaube erst recht nicht, dass das früher irgendwann mal anders war.

Aus meiner Sicht haben wir es hier eher nicht mit einer Entindividualisierung zu tun, sondern mit einer zuenhemenden Meinung, Individualität und Rumhängen wären dasselbe.


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