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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

92 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Menschen, Gesellschaft, Normen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

28.08.2017 um 20:34
Kommt auch drauf an, wie man auftritt.
Wer kein Selbstbewusstsein hat und schon Angst bekommt was andere wohl denken, der hat ganz schlechte Karten.
Es gibt genug Menschen die sowas förmlich riechen und dann drauf los gehen.
Die Menschen nehmen häufig die Hand die blutet.


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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

29.08.2017 um 01:48
Zitat von YoooYooo schrieb:Es gibt genug Menschen die sowas förmlich riechen und dann drauf los gehen.
Die Menschen nehmen häufig die Hand die blutet.
hm nun...ist dann halt die Frage wer der "schlimmere von beiden ist" bzw. was moralisch verwerflicher... kein Selbstbewusstsein zu haben oder mit Absicht darauf loszugehen.

Ich meine man kann es ja auch einfach sein und den anderen in Ruhe sein Leben leben lassen…wär dann evt. mal ne Idee... :D


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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

29.08.2017 um 08:28
Zitat von knopperknopper schrieb:hm nun...ist dann halt die Frage wer der "schlimmere von beiden ist" bzw. was moralisch verwerflicher... kein Selbstbewusstsein zu haben oder mit Absicht darauf loszugehen.

Ich meine man kann es ja auch einfach sein und den anderen in Ruhe sein Leben leben lassen…wär dann evt. mal ne Idee... :D
Jemand der kein Selbstbewusstsein hat, hat damit nicht die Absicht jemanden zu schaden.
Von daher ist das für mich ein klarer Fall.


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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

29.08.2017 um 09:37
@Yooo


ja eigentlich schon!
Nur lockt das manche förmlich an....und leider auch schon bei Kindern der Schule (Mobbing), also scheint es tief verwurzelt zu sein. bekommt man vermutlich nie raus....


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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

29.08.2017 um 12:24
@boredculture


Was ist eine Norm? Das, was Normal ist. Was ist Normal? Im natürlichem Sinne ist alles normal, was der Natur an sich hilft bzw dienlich ist. Menschen die ihre eigene Norm durch Vorstellungen kreieren, sind nicht der Natur dienlich, sondern nur sich selbst. Wer auf solche Menschen hört, ist selber schuld. :)


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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

30.08.2017 um 15:50
Also wenn ich nach der Norm gehe, dann gehöre ich sicher nicht dazu.
Schwarzes Schaf oder der Versager der Familie jepp das bin dann wohl ich. Meine Mutter benennt es anders sie sagt ich sei ihr Sorgenkind.

Geschieden
Alleinerziehende
Keinen Job
Fahre einen Peugeot 102 von 96
Wohne in einer 3 Zimmerwohnung
Chronisch Krank
Immer schon kräftiger als andere
Usw

Da ist mein Bruder besser dran

Intaktes Familienleben
Eigenheim
Schönes Auto
Guten Job
Gesund gott sei Dank
Er hat alles richtig gemacht, mein Bruder ist ein super lieber und hat sein Glück verdient. Wir verstehen uns sehr gut und ich besuche ihn oft.

Ich habe in meinem Leben schon einiges einstecken müssen oder falsch Entschieden


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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

30.08.2017 um 16:09
Was bitte ist denn eigentlich "die Norm"?

Ach ja, das hier:

Der Durchschnittsdeutsche


Es gibt ihn millionenfach. Man glaubt er sei normal– vom Kopf bis zu den (fast) täglich gewechselten Socken. Tatsächlich aber ist er sehr merkwürdig.
von Dela_Kienle

.
Der Durchschnittsmorgen

6.18 Uhr: Der Wecker fiept nach sieben Stunden und vier Minuten Schlummerzeit. Ins Bett gegangen ist der Durchschnittsdeutsche um 23.04 Uhr, zum Einschlafen hat er 15 Minuten gebraucht. Geträumt hat er wahrscheinlich von wirren Jobgeschichten. Oder von Sex im Taxi: Immerhin fünf Mal (bei Frauen) beziehungsweise fünfzehn Mal (bei Männern) pro Monat versüßen ihm erotische Träume den Schlaf. Nachts kommt’s auch zum größten Teil der 301 125 Erektionen, die ein Durchschnittskerl im Lauf seines Lebens hat. Doch wie gesagt: Jetzt muss er erst mal aufstehen, der Durchschnittsdeutsche, und tappt ins Durchschnittsbad (7,7 Quadratmeter), in dem er 26 Minuten täglich verbringt. Er ist reinlich: Morgens und abends putzt er sich die Zähne, normalerweise wechselt er die Unterhose. 65 Prozent der Deutschen duschen sogar jeden Tag, mit steigender Tendenz. Zum Frühstück gibt’s unbedingt Kaffee (Teetrinker sind nur 22 Prozent) und außerdem Brot, Käse, Wurst. Jeder Vierte isst Müsli. Dann geht’s zur Arbeit – meist ärgerlich langsam: Der Durchschnittsdeutsche steht sechs Monate seines Lebens im Stau.

Aussehen und Charakter

Wie ist er aber denn nun, der durchschnittliche Deutsche? Nicht unbedingt ansehnlich: 41 Jahre alt. Übergewichtig. Nur Singles halten mühsam ihre Speckrollen unter Kontrolle, um sich’s beim anderen Geschlecht nicht zu verscherzen. Im Lauf des Lebens finden sich tatsächlich auch 5,8 Bettgenossen. Wahrscheinlich heißt der Durchschnittsdeutsche Thomas, Andreas, Stefan, Michael oder Sabine, Petra, Susanne, Claudia – das waren die beliebtesten Vornamen Mitte der 60er Jahre. Die Kleinstadt ist sein natürlicher Lebensraum: 33,3 Prozent der Bevölkerung wohnen in Ortschaften mit 10 000 bis 50 000 Einwohnern. Und zwar tendenziell zur Miete, auf 89 Quadratmetern, mit 2,11 Personen pro Haushalt. Der Durchschnittsdeutsche heiratet erstmals mit 29,4 (Frauen) bzw. 32,4 (Männer) Jahren. Bei der Benennung seiner 1,3 Kinder gibt er sich engagiert und putzig, sodass derzeit vor allem Maries, Sophies oder Annas beziehungsweise Alexanders, Maximilians oder Leons in den Kinderwagen krähen. Selbst wenn er könnte und fit bliebe: Der Durchschnittsdeutsche hätte keine Lust, 150 Jahre alt zu werden. Sein Testament macht er schon im Alter von 52. Er glaubt nicht an Ufos, findet den Valentinstag überflüssig und raucht täglich vier Zigaretten sowie alle sechs Tage eine Zigarre oder einen Zigarillo. Sex gehört für ihn zu einem gelungenen Wochenende dazu. Und wenn er sich eine Berufsgruppe aussuchen könnte, würde er’s am liebsten mal mit einer Krankenschwester treiben (sagen 54 Prozent der Männer) – oder mit einem Feuerwehrmann (47 Prozent der Frauen).

Job, Geld und Bildung

Der Durchschnittsdeutsche hat einen Hauptschulabschluss (41 Prozent der Bevölkerung) und er will sich partout nicht auf die neue Rechtschreibung um - stellen. Allerdings behauptet er, Werke von Thomas Mann gelesen zu haben. Der Durchschnittsdeutsche hat’s geschafft, 54 600 Euro auf die hohe Kante zu legen und er spendet jedes Jahr 119 Euro an Wohlfahrtsorganisationen. Wie viel er verdient? Jedem Haushalt bleiben durchschnittlich 2358 Euro netto pro Monat. Teilt man das Geld, das durch Schwarzarbeit erwirtschaftet wird, unter allen Deutschen auf, erschummelt sich jeder zusätzlich 4256 Euro jährlich. Wie auch immer: Es ist genug, damit Marie-Sophie und Alexander-Maximilian Weihnachtsgeschenke im Wert von 357 Euro bekommen. Insgesamt investiert der Durchschnittsdeutsche bis zur Volljährigkeit stolze 121 752 Euro in jedes seiner Kinder. Was Berufsgruppen angeht, verspürt der Durchschnittsdeutsche Hochachtung vor Ärzten (sagen 71 Prozent), aber nicht vor Fernsehmoderatoren und Gewerk- schaftsführern (sechs und fünf Prozent). Trotz allen Gejammers ist sein Durchschnittsjob gar nicht übel: Aufs ganze Leben umgerechnet arbeitet der Deutsche nämlich gerade mal sieben volle Jahre. Sechs Monate verbringt er dagegen auf dem Klo, ein Jahr und sechs Monate kauft er ein – nur zum Vergleich. Für Abwechslung im Joballtag sorgt, dass er sich mindestens einmal in seinem Leben einen Kollegen/eine Kollegin verliebt. Und auch ansonsten ist der Durchschnittsdeutsche leicht glücklich zu machen – mit Schnitzel, Pilzsoße und Pommes. Das ist in der Kantine sein Lieblingsgericht, gefolgt von Spaghetti Bolognese.

Fraß & Freizeit

Womit wir beim Essen wären. 61 Kilo Fleisch, 209 Eier, 120 Kilo Obst und acht Kilo Schokolade verdrückt der Durchschnittsdeutsche. Er kauft zwar gelegentlich Bio (sagen 60 Prozent!). Doch tatsächlich gibt er monatlich mehr Geld für Alkohol aus als für Gemüse. Kein Wunder: Täglich zischt er 0,35 Liter Bier, an jedem achten Tag genehmigt er sich einen Sekt, aufs Jahr gerechnet kippt er 290 Gläschen Schnaps. Mit Kochen und Broteschmieren verbringt er zwei Jahre und zwei Monate seines Lebens. Mindestens einmal monatlich geht er ins Restaurant – am liebsten zum Italiener. Sonstiger Freizeitspaß: Vor allem Fernsehen, 227 Minuten täglich, also beinahe vier Stunden. Hat er ZDF eingeschaltet, bestehen 0,2 Prozent des Programms aus Mainzelmännchen-Gags. 37 Minuten täglich sind fürs Lesen reserviert, etwa sieben davon für ein Buch, der Rest für Zeitungen und Zeitschriften. Knapp sechs Minuten hört der Durchschnittsdeutsche täglich Musik. 1,5 Mal pro Jahr geht er ins Kino. Trägt er eine Sonnenbrille, stammt sie wahrscheinlich aus China, genau wie die drei Paar Importschuhe, die er jährlich kauft. Die Durchschnittsfrau leistet sich 1,1 neue BH für etwa 14 Euro sowie drei Nylonstrumpfhosen jährlich. Ein Mann kauft sechs neue Slips. Für Pauschalreisen lässt der deutsche Durchschnittshaushalt jährlich 732 Euro springen, obwohl das Durchschnittspaar im Urlaub doppelt so lange streitet wie zu Hause. Vielleicht weil die Durchschnittsfrau zu viele Klamotten eingepackt hat (86 Prozent). Oder weil der Durchschnittsmann am Strand heimlich barbusige Schönheiten beobachtet (93 Prozent).

Triebe und Liebe

Ihr erstes Mal haben Mädchen mit 15,5 Jahren, Jungs mit 16,4. Danach vögelt der Durchschnittsdeutsche knapp zwei Mal pro Woche – wobei laut einer Studie Menschen zwischen 56 und 65 sexuell aktiver sind als 25-Jährige. Der Durchschnittsdeutsche ist ein romantisches Mauerblümchen: Er hatte noch nie einen One-Night-Stand (nur 36 Prozent prahlen mit diesbezüglichen Erfahrungen) und ist angeblich nie fremdgegangen (zumindest geben das gerade mal 10 Prozent zu). Auch viel Geld könnte ihn nicht dazu verführen, die Nacht mit einem/r Fremden zu verbringen – nur der Durchschnittsbayer ist da nicht ganz so abgeneigt. Der Durchschnittsdeutsche findet einen Seitensprung allerdings okay, wenn es »Revanche« ist. Seine Traumfrau hat volle, feste Brüste, ist zärtlich und trägt gern erotische Wäsche. Der Traummann ist ebenfalls zärtlich, aber auch zuverlässig und mit einer tiefen, männlichen Stimme gesegnet. Nicht nötig ist Intelligenz – darauf legen in Umfragen nicht einmal die Hälfte der Frauen und Männer wert. Vielleicht bleibt auch einfach kaum Zeit zum Reden: Zwei Wochen seines Lebens küsst sich der Durchschnittsdeutsche, sechs Wochen verbringt er beim Vorspiel. Und 16 ganze Stunden erlebt er insgesamt den Höhepunkt – wobei der Durchschnittsmann einen Output von insgesamt 53 Litern Sperma hat. Der Durchschnittsmann liebt übrigens Sex im Hellen, die Durchschnittsfrau im Dunkeln. Sollten daraus Konflikte resultieren, gibt’s insgesamt 11 Rosen pro Person und Jahr zum Trost.

(Neon.de)

Wer von Euch anders ist - bitte raustreten. Und jeder nur ein Kreuz!


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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

30.08.2017 um 17:39
Ich glaube an Versagen im eigentlichen Sinne ist das Schlimmste, dass Versagen zu noch mehr Versagen führt und das quasi ein Teufelskreis wird.
Je öfter man versagt, desto weniger Selbstbewusstsein hat man, was dazu führt dass man noch eher versagt und bei erneutem Versagen umso schwerer betroffen ist, weils zu bestätigen scheint dass man nichts kann und da auch nicht wieder rauskommt. Dazu kommt noch dass man oft an die Fails zurückdenkt und das manche depressiv macht.

Aber mit Normalität hat das jetzt nichts zu tun, am ehsten noch weil eben Funktionieren als normal angesehen wird. Die positive Ansicht die offiziell die meisten zu vertreten scheinen, dass Versuch und Scheitern immernoch besser sei als es gar nicht erst versucht zu haben kann auch nicht stimmen, aus obengenannten Gründen, und kommt bestimmt nicht von jemanden der diese Erfahrung allzu oft gemacht hat.


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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

30.08.2017 um 17:58
@nevlin
Na, man sollte sowas wirklich nicht vergleichen. Meine Geschwister sind auch alle anders als ich, die sind bodenständiger. Aber das bedeutet nicht, dass man ein Versager ist, nur weil einem das Leben scheiße zuspielt (gehe ich jetzt mal von aus bei dir wegen chronisch krank).
Klar ist man eher "Sorgenkind" wenn man kränklicher ist. Aber das muss ja nicht mega schlimm sein, oder?


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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

30.08.2017 um 21:59
@Chu

Nein ich vergleiche mich nicht wirklich mit meinen Bruder. Wir sind zwei völlig verschiedene Persönlichkeiten, allerdings mit demselben Humor.

Nur der TE hat ja gefragt bei wem die Geschwister halt mehr Glück haben.
Mein Bruder hat wirklich Glück gehabt, aber was das Bodenständige angeht, bin bei uns eher ich das und seine Frau 😆

Ich habe leider den falschen Mann geheiratet, der einen bockmist nach dem anderen gebracht hat.
Ich dumme nuss hab aber jeden Fehler von ihm mitgetragen, so nach dem Motto wir bekommen das wieder hin. Naja diese 13 Jahre haben mich meine ganze Kraft gekostet und ich trage nun auch leider die Konsequenzen für einen seiner Fehler, für den ich guten glaubens, meinen Kopf hingehalten habe.

Naja seis drum, ich habe daraus gelernt. Deswegen bin ich das Sorgenkind meiner Mutter. Sie hat Angst das ich nicht mehr die Kurve kriege.
Nächstes Jahr geht es erstmal in Mutter-kind-kur neue Kraft tanken, denn die hab ich momentan noch nicht.
Meine Chronische Krankheit ist zwar manchmal lästig aber ich kann gut damit umgehen.


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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

31.08.2017 um 11:36
Zitat von Sixtus66Sixtus66 schrieb:Ich glaube an Versagen im eigentlichen Sinne ist das Schlimmste, dass Versagen zu noch mehr Versagen führt und das quasi ein Teufelskreis wird.
Je öfter man versagt, desto weniger Selbstbewusstsein hat man, was dazu führt dass man noch eher versagt und bei erneutem Versagen umso schwerer betroffen ist, weils zu bestätigen scheint dass man nichts kann und da auch nicht wieder rauskommt. Dazu kommt noch dass man oft an die Fails zurückdenkt und das manche depressiv macht.

Aber mit Normalität hat das jetzt nichts zu tun, am ehsten noch weil eben Funktionieren als normal angesehen wird. Die positive Ansicht die offiziell die meisten zu vertreten scheinen, dass Versuch und Scheitern immernoch besser sei als es gar nicht erst versucht zu haben kann auch nicht stimmen, aus obengenannten Gründen, und kommt bestimmt nicht von jemanden der diese Erfahrung allzu oft gemacht hat.
Zumal es auch noch eine ideelle Norm gibt, zb. die Wunschfrau in BMI, der Wunsch Mann in Größe, die größe des Geldbeutels usw.
Eine Abweichung vermindert je nach Abstand die Chance auf einen Partner, erst recht auf den Wunschpartner.
Natürlich spielen die persönlichen Wünsche auch eine Rolle, so kann einem das auch herzlich egal sein, wenn man eh keinen Partner sucht.


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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

31.08.2017 um 13:43
Ach, mal wieder Wunsch- oder TraumpartnerInnen?

Träume sind Schäume - hat meine Oma immer gesagt.

Wer zum Angeln geht und sich vornimmt, dass er unbedingt den dicken Hecht aus dem Teich fischen will, wird alle anderen Fische wieder zurück werfen. Wenn der dicke Hecht nicht beisst, wird er am Ende des Tages ohne einen einzigen Fisch hungrig nach Hause gehen.

Nicht anders ist es mit idealisierten TraumpartnerInnen. Natürlich haben wir alle mehr oder weniger konkrete Vorstellungen im Kopf, wie er/sie denn sein soll, von der Optik bis zur Persönlichkeit. Ich habe allerdings in rd. 50 sexuell aktiven Jahren festgestellt, dass sich die tollsten Beziehungen mit den Menschen ergeben haben, die nicht zu hundert Prozent irgendwelchen Traumwesen entsprachen. Das Erfolgsgeheimnis einer Liebesbeziehung liegt meiner Meinung nach in Kommunikation, Respekt, Rücksichtnahme und vor allem aber im Erstreiten und Finden von Kompromissen. Kompromisslos lebt nur, wer allein lebt. Darüber muss man sich im Klaren sein.

Auch bei Partnern gilt:

Wir sind hier nicht bei "Wünsch Dir was" sondern bei "So isses!"


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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

31.08.2017 um 13:49
@Doors

Applaus, kann Dir nur zustimmen. Und ich habe ein paar mal erlebt, dass sich 'die absolute Traumfrau' am Ende als völlig unerträglich und egozentrisch herausstellt. Gerade ein extrem herausgeputztes Äußeres ist oft leider nur eine Kompensation für fehlende andere Eigenschaften.


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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

31.08.2017 um 18:15
Zitat von knopperknopper schrieb am 28.08.2017:Aber arbeitslos bzw. manche berufe zählen zu dieser Einzigartigkeit eben einfach nicht dazu ..."Oh Gott wie kann er / Sie nur", "Ich könnte so nicht leben", oder auch "Wie so welche heutzutage überhaupt zurechtkommen", sind häufige Sätze.
Allein das "so welche" ist schon extrem ungünstig gewählt. :D
Es gibt in vielen Köpfe einfach ein Idealbild, wie möglichst jeder andere Mensch sein sollte, das ist oft das geregelte Einkommen, irgendwann verheiratet, Kinder, ne Wohnung oder n Haus etc...
Wenn jemand nun dies alles nicht....dann ist das Maß an Toleranz bei vielen halt voll, es geht einfach nicht mehr…..und dann kommen solche Äußerungen zustande.
Zitat von SubwaySubway schrieb:Ich finde es teilweise auch unverschämt, wie sich manche anmaßen, den Grad des Erfolgs innerhalb einer Gesellschaft daran zu messen, ob man ein Haus und Familie hat. Nicht jeder hat diesen Wunsch und wenn man aus diesem Grund dieses vermeintliche Idealbild nicht lebt, kann man mMn nicht als Versager deklariert werden.
Solange man das Leben lebt, das man will, ist man mMn kein Versager.
Das Problem mMn ist hier, dass eben in Normen gedacht bzw gerne in "Nutzen des Menschen" eingeteilt wird.

ZB ein Arbeitsloser, der vom Staat lebt, wird vielfach nicht als vollständiges Mitglied der Gesellschaft anerkannt, weil er nichts für die Gemeinschaft beiträgt. Der Nutzen für die Gesellschaft, also Geld zu erwirtschaften, ist nicht gegeben.

Genauso wenig ist der Nutzen für die Gesellschaft gegeben, wenn jemand keine Kinder in die Welt setzt, weil das weniger zukünftige Arbeiter für den Staat bedeutet.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Das oben geschriebene spiegelt nicht meine Meinung wider!
Ich möchte nur aufzeigen, dass viele Menschen andere Menschen nur nach der Kosten-Nutzen-Rechnung bewerten.


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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

31.08.2017 um 18:54
@NaPalmkatzl

jup genau..... oder mit anderen Worten, egal welches System noch kommt...am Ende wird man wieder zum Kapitalismus zurückkehren. :)


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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

31.08.2017 um 21:47
Zitat von DoorsDoors schrieb:Wir sind hier nicht bei "Wünsch Dir was" sondern bei "So isses!"
.

Behauptet niemand was anderes.


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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

01.09.2017 um 20:25
Zitat von knopperknopper schrieb:jup genau..... oder mit anderen Worten, egal welches System noch kommt...am Ende wird man wieder zum Kapitalismus zurückkehren.
Das lustige ist, dass deine Aussage, sprich eine Naturalisierung von spezifischem Verhalten genauso Symptom (und nicht Ursache) des Kapitalismus ist, wie "die Gier".


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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

01.09.2017 um 21:53
Zitat von NaPalmkatzlNaPalmkatzl schrieb:Ich möchte nur aufzeigen, dass viele Menschen andere Menschen nur nach der Kosten-Nutzen-Rechnung bewerten.
Mittels einer sehr reduzierten Palette von Kriterien - sollte man dazusagen. Kosten-Nutzen-Rechnungen an sich müssen nicht unbedingt auf Deklassifizierung/Herabwürdigung hinauslaufen - eine Reduzierung von Bewertungsfaktoren wegen dem Huldigen profaner soziokultureller Dogmen ist ein Mosaikstein, warum das geschieht. So sind doch alle zuerst (oder auch: ihr ganzes Leben lang) zu korrumpiert, um mehr in fremden Mitmenschen zu sehen als Kapitalertrag und Zeugungsbereitschaft. Letzteres hört sich faschistisch an und das ist es auch - bis heute!

Aber natürlich hat der gemeine Bürger keine Verantwortung dafür zu tragen. Klar. Sind eben "die anderen"!


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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

01.09.2017 um 22:02
Zitat von knopperknopper schrieb:am Ende wird man wieder zum Kapitalismus zurückkehren
Genau, unzwar weil das auch noch so gut geht, wenn einem die Ressourcen ausgehen, Millionen hungern, das Elend vor der Tür klopft und man indirekt den Terrorismus bestärkt hat.

Das Motto: "Wir können doch nichts anderes."


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Das Phänomen "Versager" und die gesellschaftliche "Norm"

01.09.2017 um 23:26
Am Ende hats bei allen eben nur zum Menschen gereicht.
Was will man da schon erwarten?
Die Kosten Nutzen Rechnung geht halt schon bei der Partnerwahl los.


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