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Mitgefühl

37 Beiträge, Schlüsselwörter: Mitgefühl

Mitgefühl

28.02.2019 um 20:45
Was denkt ihr? Wie weit sollte Mitgefühl gehen? Haben auch die schlimmsten Menschen Mitgefühl verdient?

Ich bin der Meinung man könnte erweitertes Mitgefühl etwa so betrachten: Mein Kind hat jemanden umgebracht und landet im Gefängnis. Die Liebe zu meinem Kind ist aber so gross, dass ich trotzdem zu ihm/ihr halte und versuche zu verstehen, wie es soweit kommen konnte.

Diese bedingungslose Liebe kann man ja nun auf alle Menschen übertragen, denn alle haben Eltern.

Die böse Tat verurteilen, dem Täter aber vergeben.
Ist das zu radikal? Geht das zu weit? Ist es abhängig davon, wie nahe mir ein Mensch steht oder was ein Mensch getan hat in seinem Leben? Wo ziehe ich die Grenze?


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28.02.2019 um 20:50
@Mysticsurfer
Man sollte auch sich den hintergrund einer schlimmen tat anschauen und sich fragen ob die Person dazu getrieben wurde oder die tat nur aus habgier und egoismus begangen hat.

Auch vor dem gesetz spielen die Hintergründe bei der strafbemessung eine rolle.

Man sollte menschen die chance geben sich zu ändern und sich zu bessern, ich finde vergebung auch für das Opfer und die allgemeine Gesellschaft extrem wichtig.


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01.03.2019 um 00:18
Mir hat ein Mensch in meiner Kindheit was angetan, was sich bis heute auf mein Leben auswirkt.
Ich habe lange versucht, damit und mit dem Menschen ins Reine zu kommen. Altlasten ziehen einen nur runter.
Der Mensch sitzt auf einem hohen Ross und hat meinen Bemühungen eine Ohrfeige nach der anderen verpasst.
Krass.


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01.03.2019 um 00:23
Mysticsurfer schrieb:Wie weit sollte Mitgefühl gehen?
Das sollte jeder mit sich selbst ausmachen. Manchmal bin ich Menschen empathisch gegenüber, wo andere sagen "wie kannst du nur, er/sie hat doch kein Mitgefühl verdient!"
Nun, ich glaube, niemand hat das recht einem vorzuschreiben, was man zu fühlen hat. Mein Mitgefühl ist eben auch oft das Resultat meiner Erfahrungen, die kann mir ja auch keiner absprechen.


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03.03.2019 um 16:31
Mysticsurfer schrieb:Ich bin der Meinung man könnte erweitertes Mitgefühl etwa so betrachten: Mein Kind hat jemanden umgebracht und landet im Gefängnis. Die Liebe zu meinem Kind ist aber so gross, dass ich trotzdem zu ihm/ihr halte und versuche zu verstehen, wie es soweit kommen konnte.
Es käme darauf an,warum das Kind jemanden umgebracht hat.....
Mysticsurfer schrieb:Die böse Tat verurteilen, dem Täter aber vergeben.
Ist das zu radikal? Geht das zu weit? Ist es abhängig davon, wie nahe mir ein Mensch steht oder was ein Mensch getan hat in seinem Leben? Wo ziehe ich die Grenze?
Ich würde sagen,es kommt darauf an......
Einen Fehler sollte man verzeihen können!


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BenJo
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03.03.2019 um 18:41
Mitgefühl darf man in der heutigen Gesellschaft nicht haben


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03.03.2019 um 18:45
BenJo schrieb:Mitgefühl darf man in der heutigen Gesellschaft nicht haben
Das ist ja wirklich das dümmste was ich bisher in diesem Forum lesen durfte.
Mysticsurfer schrieb:Was denkt ihr? Wie weit sollte Mitgefühl gehen?
Mitgefühl sollte bis zu dem Punkt gehen, an dem man sich selbst nicht zu stark schädigt.


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04.03.2019 um 09:52
Mysticsurfer schrieb am 28.02.2019:Was denkt ihr? Wie weit sollte Mitgefühl gehen? Haben auch die schlimmsten Menschen Mitgefühl verdient?
ich denke wir sollten unser Mitgefühl nicht vergessen aber auch nicht verschwenden.
Mitgefühl macht uns zu Menschen aber manhcmal auch blind.
Es ist auch nicht die Aufgabe jedermanns Priester zu spielen.

und:
Mysticsurfer schrieb am 28.02.2019:Die böse Tat verurteilen, dem Täter aber vergeben.
ich würde niemals, niemanls so einem Menschen vergeben, da er einfach komplett gestört ist


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04.03.2019 um 11:00
Mitgefühl hält sich bei uns bzw. in unserer Gesellschaft bei mir sehr in Grenzen. Von Kindesbeinen an habe ich erfahren müssen, das man auch mir gegenüber kein Mitgefühl zeigte. Nein, habe gelernt nicht mit zu fühlen, es zieht einen nur runter und bringt am Ende gar nichts.

Mitgefühl habe ich nur gegenüber Kindern denen es wirklich schlecht geht oder Tiere die gequält werden, weil diese sich am allerwenigsten wehren können.

Bei erwachsenen Menschen ist mir jedes Mitgefühl verloren gegangen, da empfinde ich gar nichts.


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04.03.2019 um 12:04
Ich selber glaube nicht an bedingungslose Liebe. Alles hat für mich irgendwann eine Grenze erreicht. Ich bin sparsam mit Mitgefühl.


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07.03.2019 um 00:02
Mysticsurfer schrieb am 28.02.2019:Was denkt ihr? Wie weit sollte Mitgefühl gehen? Haben auch die schlimmsten Menschen Mitgefühl verdient?

Ich bin der Meinung man könnte erweitertes Mitgefühl etwa so betrachten: Mein Kind hat jemanden umgebracht und landet im Gefängnis. Die Liebe zu meinem Kind ist aber so gross, dass ich trotzdem zu ihm/ihr halte und versuche zu verstehen, wie es soweit kommen konnte.

Diese bedingungslose Liebe kann man ja nun auf alle Menschen übertragen, denn alle haben Eltern.

Die böse Tat verurteilen, dem Täter aber vergeben.
Ist das zu radikal? Geht das zu weit? Ist es abhängig davon, wie nahe mir ein Mensch steht oder was ein Mensch getan hat in seinem Leben? Wo ziehe ich die Grenze?
Sehr interessantes Thema, ich glaube da gibt es Tausende für und wider.

Zu allererst denke ich kann man das gar nicht pauschal beantworten da man immer differenzieren muss: Wer ist der Täter, wer ist das Opfer, um welche Tat handelt es sich, was sind die Hintergründe - gibt es vielleicht sogar tatsächlich "plausible" Gründe für eine Tat (auch das kam schon vor).

Um das von dir genannte Szenario zu behandeln: Wenn mein Kind jemanden umbringt, würde es immer noch mein Kind bleiben. Ich würde es immer noch lieben - es sei denn das Opfer war mein anderes Kind o.ä., im Gefängnis besuchen, etc. Denn ich denke dass die Liebe zum eigenen Kind die allerstärkste ist, so stark dass es wahrscheinlich gar nicht möglich ist von einer Sekunde auf die andere, quasi auf Knopfdruck, einfach aufzuhören es zu lieben. Das ist nicht so wie bei der Freundin oder Frau. Die kann man auch lieben, vielleicht sogar Jahre lang. Aber wer weiß, dann lässt sie deinen besten Freund drüber rutschen und von der einen auf die andere Sekunde wird aus Liebe Hass und du willst sie nie wieder sehen (höchstens brennend :trollking: ) - bei einem Kind geht das mMn einfach nicht. Zumindest nicht wenn die Bindung so stark ist wie sie zwischen Eltern und Kindern sein sollte. Da reicht auch eine wirklich schreckliche Tat gar nicht aus, lediglich dann wenn diese auch einen persönlichen Bezug zur Familie hat. Und selbst dann nicht immer.

ABER, ich denke dass man trotzdem niemals den Fehler machen dürfte, die Tat des Kindes in irgendeiner Art mit Worten zu relativieren, oder kleinzureden. Denn das wäre dem Opfer und dessen Hinterbliebenen gegenüber respektlos. So wie bei fast allen schrecklichen Taten die passieren wo ich hinterher in Medien etc lesen muss welch schweres Leben der Täter hatte, oder welche psychischen Probleme etc. Weil ich der Meinung bin dass es schrecklich ist, da haben Angehörige einen geliebten Menschen verloren der völlig unschuldig zum Handkuss kam und irgendwelche Experten nehmen den Täter dann auch noch in Schutz, das muss nochmal genau so schlimm sein wie der Verlust. V.a. wenn es dein Kind ist solltest du bedenken dass das Opfer auch das Kind oder die Mutter/der Vater von irgendjemandem war. Und das was die Angehörigen eines Opfers durchmachen, ist 100x schlimmer als das was du als Angehörige eines Täters durchmachen musst.

Man muss wohl in der Lage sein zu sagen: "Das was mein Kind getan hat ist furchtbar und durch nichts zu rechtfertigen. Dennoch ist es mein Kind und ich liebe es."


Außerdem gibt es tatsächlich bei vielen Taten zusätzliche Faktoren die vielleicht zu berücksichtigen sind. Wenn jetzt zB jemand meine Tochter vergewaltigen würde und sie aus Rache oder Notwehr das Leben des Täters beendet - hätte ich sicher Verständnis dafür. Vor allem weil das "Opfer" einen bestimmten Weg eingeschlagen hat. Den Weg der Gewalt, und wenn es diesen Weg dann auch zu Ende beschreiten muss, quasi vom Täter eben zum Opfer wird, kann ich dafür wirklich kein Mitleid aufbringen.

Ich würde es meinem Kind verzeihen, wenn es wegen einer solchen Tat in den Bau wandert (zumindest solange das Opfer nicht auch zur Familie gehört hat, gab ja auch schon Mord unter Geschwistern, oder zwischen Mutter/Vater/Kind etc.), und es nach wie vor lieben. Ich würde die Tat aber keinesfalls rechtfertigen, sie müsste ihre gerechte Strafe dann verbüßen weil sie es so verdient hat.


Worauf ich hinauswill: Man kann bedingungslos lieben, aber nicht blind vor Liebe sein. Und nicht den Blick für die Realität verlieren.


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07.03.2019 um 02:19
Sehr gute Frage.

Ich persönlich bin ein sehr empathischer Mensch obwohl mir gegenüber sogut wie niemand empathisch ist. Ich sehe es als Gabe, sich in andere hineinversetzen zu können und das (oder zumindest in etwa) zu fühlen, was die andere Person fühlt. Klar, bin ich öfters traurig darüber, dass niemand versucht sich mal in meine Lage zu versetzen aber ich weiß, dass ich es kann.

Ob man einem Mörder "verzeiht", liegt glaube ich immer daran, wie die Tat war, wie man selbst zu dieser Person steht. Meinem Kind würde ich mehr vergeben, als jemanden der etwas meinem Kind antut. Was glaube ich verständlich ist.


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07.03.2019 um 13:31
BossMeng schrieb am 04.03.2019:aber auch nicht verschwenden.
Verschwenden?
Meinst Du wenn Du jemanden ein Stück mehr Mitgefühlt gibst als andere ist es verschwendet?
Das ist eine ganz ganz schlechte Einstellung !


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07.03.2019 um 14:18
Ich habe kein Mitgefühl für Menschen, die mir schlecht getan haben. :ok:

Edit: Mit "schlecht" meine ich "bösartig" ...

:note:


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07.03.2019 um 15:57
MorVonRiva schrieb:Verschwenden?
Meinst Du wenn Du jemanden ein Stück mehr Mitgefühlt gibst als andere ist es verschwendet?
Also SO habe ich das ja nun nicht gesagt.


Ich würde eher sagen ich geh mit Bedacht um


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08.03.2019 um 21:32
@Cptn.Wankalot

Eigentlich wollte ich auch etwas zu diesem Thema schreiben, aber Du hast es so perfekt in Worte gefasst, dass ich mir meinen Kommentar sparen kann. ;)


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09.03.2019 um 00:12
Cptn.Wankalot schrieb:Um das von dir genannte Szenario zu behandeln: Wenn mein Kind jemanden umbringt, würde es immer noch mein Kind bleiben. Ich würde es immer noch lieben -
Ich denke, das ist etwas ganz anderes. Auch meinen Kindern würde ich jedes Mitefühl bis über die Grenzen hinaus zeigen. Weil ich sie liebe, weil ich sie neun Monate unter meinen Herzen trug, weil ich sie unter Schmerzen zur Welt brachte, (kein Mann kann so etwas nachfühlen, egal wie er seine Frau liebt, dies ist etwas einmaliges, immer wieder ein Wunder, egal wieviele Kinder ich auf die Welt bringe. Dies ist eine Erfahrung die ein Mann nie machen wird, nie wissen wird, wenn das Kind da ist und zum erstenal auf deinen Bauch kiegt an deiner Brust saugt und zum erstenmal "Mama" sagt. Das kann kein Mann nachfühlen, er müsste es erleben. Er zeugt nur dieses kleine Wunder, aber er weiß sicherlich nicht, wie es ist, dieses kleine Wunder hautnah zu erleben.

Aber wie steht es hier mit Mitgefühl für andere Menschen? Die leiden, die sich quälen, die gefoltert und gemordet wurden. Die Welt ist voller Verbrechen. Bei manchen denken wir vielleicht, recht so, das hat er verdient, bei manchen brechen wir vielleicht in Tränen oder Trauer aus, weil wir denken, so etwas er er nicht nicht verdient. Wie ist es mit Kindern zum Beispiel in der dritten Welt. Die Hungern und sterben. Klar manche Spenden, aber mit dem Gedanken das sie eh die Spenden durch Steuern widéder absetzen können oder weil sie sich einen Namen machen wollen.

Aber spenden die aus einen wirklich ehrlichen Mitgefühl für diese Kinder? Ich glaube kaum.

Ich glaube einfach, das Mitgefühl mittlerweile zum Luxus gehört, den sich kaum einer leisten kann und wer es sich leisten könnte und vielleicht Mitgefühl zeigt, wird es nicht ohne Eigennutz tun. Diese Mitgefühle sind einfach falsch und warum daraus nicht Geld ziehen?

Geld ist das was heute zählt, dafür gehen wir arbeiten, dafür begehen wir Verbrechen, dafür gehen wir über Leichen. Geld ist Macht. Geld steht Gott am nächsten, dafür werden wir korrupt und Spenden kommen nicht da an wo sie hin kommen sollen. Und Mitgefühl ist da völlig fehl am Platz. Außer man zieht seinen eigenen Nutzen daraus.

Nein Mitgefühl ist etwas, was man sich nicht leisten darf, vor allem wenn man es von Klein auf sprichwörtlich eingebläut bekommt und es immer und immer wieder erleben muss, bis zum bitteren Ende.


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09.03.2019 um 00:33
Nein Mitgefühl heißt zu sterben, verletzt zu werden und zu leiden. Schaut Euch die Menschen an die Mitgefühl zeigeten, die helfen wollten ohne Eigennutz. Sie sind es die leiden, die sich quälen oder vielleicht sogar dadrurch starben - und sich fragen, "Warum?" Nein, Mitgefühl in unserer heutigen Zeit ist völlig fehl am Platz. Man kommt nur noch mit Ellenbogen weiter, auch wenn man riskiert selbst dabei einen blauen Fleck zu bekommen. Aber das ist immerhin noch das kleinere übel, denn der verschwindet irgendwann.

Wie heißt es so schön, "Jeder ist sich selbst der Nächste oder der Spatz in der Hand ist mir lieber, als wie die Taube auf dem Dach," Ich weiß nicht von wem diese Sprüche sind, aber Recht hatte er oder sie und ich denke, die meisten Menschen leben auch danach.

Nein, in unserer Gesellschaft ist für Mitgefühl kein Platz.


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09.03.2019 um 00:40
Sharasa schrieb:Nein, in unserer Gesellschaft ist für Mitgefühl kein Platz.
Da muss ich dir ganz fett widersprechen. Wenn das so wäre wäre die Menschheit echt fürs Aussterben bereit. Ich hätte kein Bock auf eine Masse an Psychopathen und Egomanen.


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09.03.2019 um 01:21
Venom schrieb:Da muss ich dir ganz fett widersprechen. Wenn das so wäre wäre die Menschheit echt fürs Aussterben bereit. Ich hätte kein Bock auf eine Masse an Psychopathen und Egomanen.
Mag sein. Hätte ich auch keinen Bock drauf. Aber nur weil Jemand kein Mitgefühl oder nur wenig davon zeigen kann, muss er noch lange kein Psychpath oder sonst was sein. Aber wenn der Mensch von der Leine gelassen wird, möchte ich nicht wissen, wieviel Zähne er wirklich zeigt.

Die Geschichte zeigt es ja. Da brauchen wie z.B nur an die Hitlerzeit zu denken. Wieviele Menschen wurden da zum Tier, von denen man es nie vermutet hätte,


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