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Menschen und ihr Verhalten - Erklärungsversuche

166 Beiträge, Schlüsselwörter: Verhalten Von Menschen

Menschen und ihr Verhalten - Erklärungsversuche

02.05.2019 um 18:12
Fraukie schrieb:Und meiner Erfahrung nach kommen auf jede Blödtröte mindestens 2-3 wirklich GUTE Menschen.
Echt, so viele?
Glaub ich nicht.


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Menschen und ihr Verhalten - Erklärungsversuche

02.05.2019 um 18:15
Philosoph82 schrieb:Es wird verallgemeinert
Frag dich mal, ob du @Philosoph82 auch jemand bist, der verallgemeinert. Sei aber ehrlich. ;)


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02.05.2019 um 18:18
sunshinelight schrieb:Fraukie schrieb:
Und meiner Erfahrung nach kommen auf jede Blödtröte mindestens 2-3 wirklich GUTE Menschen.

@sunshinelight

Doch, ich empfinde das auch so, die guten fallen nur nicht so auf.
(irgendwie bekomme ich das zitieren grad nicht gebacken, sry)


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02.05.2019 um 18:22
plemplem schrieb:Frag dich mal, ob du @Philosoph82 auch jemand bist, der verallgemeinert. Sei aber ehrlich. ;)
Jeder tut das. (ich verallgemeinere) Weil wir unmöglich alles in seinen kleinen Teilen sehen können, sondern immer nur das große Ganze.
Und wenn ein, zwei nicht verallgemeinern, nun, so ändert es auch am großen Ganzen nichts.
grätchen schrieb:Doch, ich empfinde das auch so.
Die guten fallen halt einfach nicht so stark auf.
Und wieso fallen sie nicht auf? Verstecken die sich?
Nein, es sagt keiner, dass es keine guten Menschen gibt, ich kann mich ja nicht selber verleugnen, aber ich halte die für wahre Exoten.


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02.05.2019 um 18:24
sunshinelight schrieb:Und wieso fallen sie nicht auf?
Ich glaube, weil negatives jeglicher Art leichter wahr genommen wird.


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02.05.2019 um 18:31
grätchen schrieb:Ich glaube, weil negatives jeglicher Art leichter wahr genommen wird.
Das stimmt.
Aber leider kann diese Tatsache auch zu falschen Annahmen führen und es sich zu einem Totschlagsargument entwickeln.
Es müsse nämlich dargelegt werden können, dass es mehr gute Menschen gibt als schlechte.

Wobei ich Instanutzer nicht für schlechte Menschen halte, also der EP umfasst nicht alles, was ich unterschreiben würde. Aber die kalte Natur der Menschen, die würde ich als dominant beschreiben.
Wäre dem nicht so, könnte der Mensch ohne klare Gesetze leben und eben jene, die die diversen Rechte durchsetzt. Denn die Ausnahmen könnte man ja easy in Schach halten.
Soweit zu meinen nicht allgemeingültigen Darbietungen.


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02.05.2019 um 18:33
@Philosoph82

Wenn du davon ausgehst, dass die Phänomene, von denen du schreibst, problematisch oft oder auch zunehmend vorkommen (in sämtlichen Feldern), liegt der Schluss doch nahe, dass sie aufgrund von Strukturen/Dynamiken passieren, die in unserer Zivilisation angelegt sind und sich bei Veränderungen intensivieren oder überhaupt erst sichtbar werden. Was natürlich klar 'ne Chance für Reflektion ist.


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02.05.2019 um 18:42
Philosoph82 schrieb:Was ist nun mit der Menschheit los? Die Menschheit am Abgrund?
Ja, und zwar schon seit der Zeit, als sie vom Baum stieg.

War es früher besser?

Wenn ja, bitte ich um Datumsangabe.


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02.05.2019 um 19:00
Fraukie schrieb:Ich denke, dass ist eine realistische Sichtweise.

Alles eine Frage der Perspektive bzw was man sehen will.
Nicht nur eine Frage der Perspektive, sondern auch eine Frage von selbst Erlebtem.
Fraukie schrieb:Der Mensch ist nicht automatisch "gut" oder "böse, nicht "besser" oder "schlechter" als andere Tiere; er ist nur das einzige Tier, dass unter den richtigen Umständen (die in Wohlstandsländern üblicher Weise gegeben sind) die WAHL hat was er sein will.
Die Spezies Mensch ist die grausamste Kreatur auf Erden. Er hält sich für die intelligenteste Spezies der Welt, doch seine Handlungen zeugen oft von grosser Dummheit.
Fraukie schrieb:Und meiner Erfahrung nach kommen auf jede Blödtröte mindestens 2-3 wirklich GUTE Menschen.
Da hat jemand entweder ein sehr geschöntes Menschenbild, nur positive Menschen um sich herum oder es ist jemand, der die Menschen nicht durchschaut.
Fraukie schrieb:Es liegt leider nur in der Natur der Sache, dass viele Menschen sich besser an Negatives erinnern als an Positives.
Mag durchaus sein. Vielleicht liegt es auch an dem, welche Erfahrungen und Erlebnisse ein Mensch mit anderen Menschen gemacht hatte und hat. Das ist sicher auch von Bedeutung.
Fraukie schrieb:Aber wenn man sich mal ganz bewusst auf die guten Dinge konzentriert, dann merkt man eigentlich recht fix, dass wir im Grunde eine extrem soziale Spezies sind und Menschen im Zweifel doch eher dazu neigen für einander einzustehen.
Der Mensch ist an sich ein sehr soziales Wesen, das stimmt. Ein soziales Wesen zu sein bedeutet nicht automatisch, ein liebenswürdiges universal liebendes Wesen zu sein und keiner Fliege was zuleide tun können. Soziales Wesen beinhaltet auch Gruppendynamik, sowohl im positiven wie auch im negativen Sinn. Und was solche Gruppendynamiken alles anrichten können, das bezeugen die zahlreichen Fälle von Mobbingopfern.


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02.05.2019 um 19:17
@sunshinelight
sunshinelight schrieb:Aber leider kann diese Tatsache auch zu falschen Annahmen führen und es sich zu einem Totschlagsargument entwickeln.
Das verstehe ich nicht so ganz, was meinst Du damit?
sunshinelight schrieb:Es müsse nämlich dargelegt werden können, dass es mehr gute Menschen gibt als schlechte
Da müsst man "gut" und "schlecht" erst einmal klar definieren. Schwierig...
sunshinelight schrieb:Aber die kalte Natur der Menschen, die würde ich als dominant beschreiben
Meinst Du mit "kalt", dass der Mensch - wie jedes andere Lebewesen auch - instinktiv eher zum eigenen Wohl handelt?
sunshinelight schrieb:Wäre dem nicht so, könnte der Mensch ohne klare Gesetze leben und eben jene, die die diversen Rechte durchsetzt. Denn die Ausnahmen könnte man ja easy in Schach halten.
Ich finde schon, dass die "Ausnahmen" gut im Schach gehalten werden.
Und natürlich brauchen wir klare Gesetze dafür, sonst hätten wir Lynchjustiz. Denn das Gerechtigkeitsempfinden ist doch etwas sehr individuelles.

Angenommen, von 1 Mio. Menschen sind 20% Poser, Angeber, Pöbler... um was es im EP so ging halt.
Die fallen mehr auf als die restlichen 80%.

Wenn von dieser 1 Mio. nun 10% nicht ganz gesetzestreu wären (und von denen wiederum vllt auch nur 5% Schwerkriminelle) wäre der Rest doch weiterhin unbescholten.
Sie würden nur weiterhin nicht auffallen, weil sie unbescholten ihre Leben leben und keine zweifelhafte Publicity erhalten.


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02.05.2019 um 19:19
plemplem schrieb:Frag dich mal, ob du @Philosoph82 auch jemand bist, der verallgemeinert. Sei aber ehrlich. ;)
Nicht grundsätzlich. Das kommt ganz drauf an, um was es geht. Auch ich bin nicht immer und überall dazu in der Lage, nicht zu verallgemeinern. Das liegt ein Stück weit vermutlich auch im Naturell von uns Menschen. Zumindest die Neigung zur Verallgemeinerung.

Bespiel 1: Sehe ich ein Hundehalter der die Hinterlassenschaften seines Hundes nicht aufnimmt, dann werde ich nicht alle Hundehalter über einen Kamm scheren.

Beispiel 2. Ein Autofahrer vor mir hält vor dem Fussgängerstreifen an, weil ein älterer Herr vor dem Fussgängerstreifen mit Blickrichtung zu den Autos dort steht, als wollte er die Straße überqueren wollen. Der ältere Herr stand einfach nur so da und wollte die Straße nicht überqueren. Als Dank bekam der Autofahrer von dem älteren Herren den Vogel gezeigt. Da neige ich zur Verallgemeinerung.


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Menschen und ihr Verhalten - Erklärungsversuche

02.05.2019 um 19:23
grätchen schrieb:sunshinelight schrieb:
Aber die kalte Natur der Menschen, die würde ich als dominant beschreiben

Meinst Du mit "kalt", dass der Mensch - wie jedes andere Lebewesen auch - instinktiv eher zum eigenen Wohl handelt?
Das trifft doch oft voll zu. Beim Menschen allerdings nicht instinktiv, sondern in voller Absicht.


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Menschen und ihr Verhalten - Erklärungsversuche

02.05.2019 um 19:23
grätchen schrieb:Meinst Du mit "kalt", dass der Mensch - wie jedes andere Lebewesen auch - instinktiv eher zum eigenen Wohl handelt?
Nein, dass er gegen das Wohl anderer handelt, selbst dann, wenn sein eigenes Wohl nichts damit zu tun hat. Außer in der Form, dass es ihm Freude bereitet.
grätchen schrieb:Ich finde schon, dass die "Ausnahmen" gut im Schach gehalten werden.
Du müsstest erst beweisen, dass das Ausnahmen sind. Dann musst du unentdeckte Kriminaltaten mit einberechnen. Dann noch ungeklärte.
grätchen schrieb:Angenommen, von 1 Mio. Menschen sind 20% Poser, Angeber, Pöbler... um was es im EP so ging halt.
Die fallen mehr auf als die restlichen 80%.
Richtig, es ist nur eine individuelle Annahme von dir.


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02.05.2019 um 19:26
sunshinelight schrieb:grätchen schrieb:
Meinst Du mit "kalt", dass der Mensch - wie jedes andere Lebewesen auch - instinktiv eher zum eigenen Wohl handelt?

Nein, dass er gegen das Wohl anderer handelt, selbst dann, wenn sein eigenes Wohl nichts damit zu tun hat. Außer in der Form, dass es ihm Freude bereitet.
Gut auf den Punkt gebracht. Ich sehe es genau so. Viele Menschen sind nur auf ihre eigenen Vorteile bedacht, aber nur wenige würden das auch offen zugeben.


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Menschen und ihr Verhalten - Erklärungsversuche

02.05.2019 um 20:46
Philosoph82 schrieb:Menschen werten andere ab, um sich selber damit aufzuwerten. Es wird verallgemeinert, der Egoismus wird immer mehr, die Selbstdarstellung und Selbstinszenierung auch, es wird auf Social Media gefaket was das Zeugs hält, es wird gemobbt, es wird gelästert, es wird schikaniert, es wird gepöbelt, immer mehr Aggressivät in der Gesellschaft, es wird ausgegrenzt und diskriminiert. Hinzu kommt der Gruppenzwang, die Gruppenzugehörigkeit, die Gruppendynamik, Kompromisslosigkeit, Selbstüberschätzung, sadistisches Verhalten, Narzissmus, immer mehr Egozentrik, es wird gewertet, bewertet, beurteilt, verurteilt, vorverurteilt, Vorurteile, Ablehnung und Abneigung, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Lügen , Intrigen, Macht, Geld, geldgier, Respektlosigkeit, Undankbarkeit, Unfreundlichkeit, schnell genervt, den Macho-Macker raushängen und zeigen was man für ein toller Hecht ist, prahlen, Arroganz und Überheblichkeit, aus Langeweile oder weil man Bock drauf hat, vielleicht auch den Kick sucht, anderen Menschen, Tieren bewusst verletzen oder Schaden zufügen usw, usf.
Ich bin nicht mehr die Jüngste und kann mich erinnern, dass in meiner Jugend nichts besser war. Gruppenzwang kennen wir aus dunklen Zeiten, es gab schon immer Menschen, die sich maßlos überschätzt und sich als den Nabel der Welt gesehen haben, Sadisten und gar Mörder waren und von sämtlichen Korruptionsaffären will ich mal gar nicht anfangen. (Da ja Geld deiner Meinung ja, pöhse ist, nehme ich mal an, dass du das meinst)

Nur bekam man das damals nicht so mit, da die Welt noch weniger vernetzt war.


Ich sehe es wie @Doors, die Menschheit war schon immer am Ar... Allerwertesten und nicht erst seit den letzten 5 bis 10 Jahren. ;)

Nur waren damals die sozialen Medien nicht so präsent. (Damit keine Missverständnisse aufkommen: Internetanschluss gab es in meiner Jugend auch schon :D)


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Menschen und ihr Verhalten - Erklärungsversuche

02.05.2019 um 20:56
Philosoph82 schrieb:Der Mensch ist an sich ein sehr soziales Wesen, das stimmt. Ein soziales Wesen zu sein bedeutet nicht automatisch, ein liebenswürdiges universal liebendes Wesen zu sein und keiner Fliege was zuleide tun können. Soziales Wesen beinhaltet auch Gruppendynamik, sowohl im positiven wie auch im negativen Sinn. Und was solche Gruppendynamiken alles anrichten können, das bezeugen die zahlreichen Fälle von Mobbingopfern.
Ja stimmt. Ich wundere mich eigentlich immer wieder, wenn man "soziales" automatisch mit "freundlichen" Verhalten gleichsetzt. Man kann "sozial" sein (also gerne in Gruppen abhängen) und dennoch zu anderen ("Außenseiter") gemein und verächtlich sein.

Und auch Empathie, anders gesagt das Einfühlungsvermögen, kann dazu genutzt werden andere Menschen zu manipulieren.
Philosoph82 schrieb:Gut auf den Punkt gebracht. Ich sehe es genau so. Viele Menschen sind nur auf ihre eigenen Vorteile bedacht, aber nur wenige würden das auch offen zugeben.
Dies ist, evolutionär gesehen, sogar sinnvoll.


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Menschen und ihr Verhalten - Erklärungsversuche

02.05.2019 um 21:23
Philosoph82 schrieb:Ich kann natürlich auch die Augen vor der Realität verschliessen oder alles nur noch durch die Rosabrille sehen.
Du verwechselst "Realität" und "subjektive Wahrnehmung".
Philosoph82 schrieb:KFB schrieb:
Philosoph82 schrieb:
Wieviele helfen denn in solchen Situationen und wieviel gaffen nur zu?
Hast du dazu schon Studien gesucht?
Dazu braucht es keine Studien. Es reicht der gesunde Menschenverstand, um dies zu erkennen.
Kommt drauf an ob man seine eigene Meinung kund tun will oder objektive Fakten darlegen.
Für die eigene Meinung braucht man keine Belege, man darf aber auch nicht erwarten, dass Andere die eigene Meinung für sich übernehmen.
Möchte man, dass eine Aussage mit dem Anspruch auf objektiven "Wahrheitsgehalt" von Anderen "geglaubt" wird, dann braucht es dafür natürlich auch objektiver Belege und gut durchgeführte Studien sind grade im Bereich Soziologie ein durchaus valides Beweismittel.
sunshinelight schrieb:Fraukie schrieb:
Und meiner Erfahrung nach kommen auf jede Blödtröte mindestens 2-3 wirklich GUTE Menschen.
Echt, so viele?
Glaub ich nicht.
Das brauchst Du auch nicht zu glauben, denn ich schrieb ja nicht "der Faktenlage nach" mit entsprechenden Belegen sondern "meiner Erfahrung nach" und Erfahrungen sind grundsätzlich individuell unterschiedlich.
Philosoph82 schrieb:Nicht nur eine Frage der Perspektive, sondern auch eine Frage von selbst Erlebtem.
Der eigene Erfahrungshintergrund spielt bei fast jeder Betrachtungsweise eine entscheidende Rolle. Unterschiedliche Charaktere können jedoch auch vergleichbare Erfahrungen unterschiedlich werten.
Nur sollte man das eben auch erkennen und folglich akzeptieren, dass anderer Leute Erfahrungen und Betrachtungsweisen genau so real sind wie die Eigenen.
Philosoph82 schrieb:Die Spezies Mensch ist die grausamste Kreatur auf Erden. Er hält sich für die intelligenteste Spezies der Welt, doch seine Handlungen zeugen oft von grosser Dummheit.
Das ist eine äußerst einseitige Betrachtungsweise.
Wie ich bereits schrieb ist der Mensch nicht von Natur aus "gut" oder "schlecht" sondern hat anders als andere Tierarten die Wahl.
Manche Menschen nutzen ihre Wahl halt nicht zum Guten andere tun dies, wieder andere wechseln hin und her und/oder versuchen eine neutrale Haltung einzunehmen.

Aber wenn ein Vogelgör ausm Nest fällt und sich verletzt, dann wird praktisch jedes Tier das des Weges daherkommt es ignorieren oder fressen.
Nur bei Menschen allein hat es eine Chance, dass eine fremde Spezies sich bewusst entscheidet ein artfremdes Tier gesund zu pflegen und/oder aufzuziehen obwohl das keineswegs einen evolutionären Vorteil beinhaltet.
Nur Menschen quälen Tiere zum Spaß, aber auch nur Menschen gründen Tierschutzvereine und reißen sich den Popo auf um anderen Tierarten aus der Patsche zu helfen.

Keine andere Spezies reißt einer Spinne zum Spaß die Beine aus, aber ebenso taucht auch keine Andere, die Hand in die Pfütze um die strampelnde Spinne rauszufischen und zum Trocknen in die Sonne zu bringen, Menschen hingegen können Beides und entscheiden ganz allein wer oder was sie sein wollen.

Hier im Dorf sind viele Häuser aus Lehm und haben entsprechende Keller.
Jedes Jahr kriechen hier die Bergmolche in diese Keller um sich da einzubuddeln und ihren Winterschlaf zu halten.
Und jedes Frühjahr sieht man immer wieder Dorfbewohner, die diese bedrohten Tierchen die grade aufwachen und nicht immer wissen wie sie aus dem Keller wieder rauskommen in ein Gefäß setzen und dann, oft mit ihren Kindern an der Hand zum Löschteich bringen.

Keine andere Spezies tut so etwas, völlig bewusst und in dieser Art und Weise.
Im Bestfall hat mal ein Jungtier das großes Glück, dass ein artfremdes Muttertier noch einen Platz frei hat und instinktiv angetrieben wird "Baby aufzuziehen" oder nen Hund überträgt sein Schutzbedürfnis auf irgend ein Tier.
Aber das ist nicht das Gleiche.
Philosoph82 schrieb:Fraukie schrieb:
Und meiner Erfahrung nach kommen auf jede Blödtröte mindestens 2-3 wirklich GUTE Menschen.
Da hat jemand entweder ein sehr geschöntes Menschenbild, nur positive Menschen um sich herum oder es ist jemand, der die Menschen nicht durchschaut.
Ich denke eher, dass Du übersiehst, dass Du nicht der einzige Mensch bist, der mit offenen Augen durchs Leben geht und das subjektive Eindrücke eben genau das sind.

Ich habe nicht nur aus beruflichen, sondern auch aus privaten Gründen sehr zahlreiche und vielfältige Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Menschen, der etwas schrägen und "holprigen" Art wie ich aufgezogen wurde sei Dank.
Und da mein Urteil nicht durch Emotionen "verfälscht" wird, habe ich auch einen sehr nüchternen Blick auf Menschen und Umgebung.
Und deswegen habe ich gelernt, dass Erfahrungshintergründe zwar individuell sind, aber es eben auch erheblich auf die Einstellung ankommt was man wie wahrnimmt und man auf diese Einstellung durchaus einen Einfluss haben kann, wenn man sich Ihrer bewusst ist.

Und ich würde mir niemals abmaßen, jemandem zu unterstellen, dass er "ein falsches Bild" hat, nur weil es sich von Meinem unterscheidet, dazu ist mir Objektivität doch ein viel zu brauchbares Ziel und so objektiv wie möglich kann ich nur dann sein, wenn ich die subjektiven und meist auch individuellen Erfahrungen und Einstellungen anderer Leute genauso respektiere, wie ich meine Eigenen gerne respektiert sehen möchte.
sunshinelight schrieb:grätchen schrieb:
Ich finde schon, dass die "Ausnahmen" gut im Schach gehalten werden.

Du müsstest erst beweisen, dass das Ausnahmen sind. Dann musst du unentdeckte Kriminaltaten mit einberechnen. Dann noch ungeklärte.
Wer schreibt "ich finde" anstelle von "das ist so" muss nichts beweisen, weil es sich um eine persönliche Meinungsäußerung handelt und Meinungen sind nie "richtig" oder "falsch" sondern immer alle gleichwertig. Bei einer Aussage mit Anspruch auf unwiderlegbare Tatsachen hingegen sind Beweise grundsätzlich von Nöten.
Allenfalls die Grundlage einer Meinungsbildung, bestehend aus einbezogenen Fakten und dem persönlichen Erfahrungshintergrund kann hinterfragt werden (idealer Weise aber nur von Menschen, die auch bereit sind ihre eigene Meinung ebenso zur Diskussion zu stellen).

Und ich muss mich grätchen da anschließen.
Das unsere Gesellschaft perfekt ist behauptet niemand, vermutlich hat es so etwas wie eine "perfekte Gesellschaft" auch noch nie gegeben.

Aber es gibt so viele Schritte weiter als "früher". Schritte, die ganz ohne Frage dazu da sind, dass eben nicht mehr uneingeschränkt "Das Recht des Stärkeren" gilt, sondern auch Schwächere die Möglichkeit bekommen haben Schutz zu finden.
Wir verbrennen keine Leute mehr auf Scheiterhaufen, Frauen haben nicht nur Wahlrecht, sondern können Vergewaltigungen auch anzeigen, wenn sie in der Ehe passieren.
Wir haben Gesetze die festschreiben, dass Kinder ein Recht auf eine gewaltfreie Erziehung haben.
Es gibt Tierschutzgesetze.
Prostitution wurde entkriminalisiert um in Not geratenen Menschen eine Stimme zu geben, während Zuhälterei strafbar wurde.
Nicht nur das Mobbing hat zugenommen, sondern auch Programme die sich dagegen richten.

All dies und mehr war keineswegs immer so.

Bis zu einer "perfekten Gesellschaft" ist der Weg noch weit und es ist auch fraglich ob wir ihn als Gesellschaft je wirklich gehen werden.

Aber da es all diese Verbesserungen ganz ohne Frage gibt ist der Standpunkt, dass sich unsere Gesellschaft grundsätzlich zum Besseren entwickeln kann eben genauso berechtigt und valide wie die Ansicht, dass die Menschheit vor die Hunde geht, denn Hinweise gibt es auf BEIDES und es liegt da nun einmal in der Natur der Sache, dass menschliche Charaktere, Erfahrungshintergründe und Ansichten so individuell und unterschiedlich sind, dass man bei dem Blick auf die gleiche Gesellschaft zu vollkommen unterschiedlichen Schlüssen kommen kann.
Und im Grunde ist diese Präsenz verschiedener Ansichten und Erfahrungen auch extrem wichtig, denn wenn irgendetwas besser werden soll, dann klappt das üblicher Weise nicht wenn nur eine Sichtweise gewertet wird.


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Menschen und ihr Verhalten - Erklärungsversuche

02.05.2019 um 21:39
Fraukie schrieb:Das brauchst Du auch nicht zu glauben, denn ich schrieb ja nicht "der Faktenlage nach" mit entsprechenden Belegen sondern "meiner Erfahrung nach" und Erfahrungen sind grundsätzlich individuell unterschiedlich.
Richtig.
Fraukie schrieb:Wer schreibt "ich finde" anstelle von "das ist so" muss nichts beweisen, weil es sich um eine persönliche Meinungsäußerung handelt und Meinungen sind nie "richtig" oder "falsch" sondern immer alle gleichwertig.
Du solltest dir die Satzstellung richtig anschauen.
Sie sagt nicht “ich finde, dass das Ausnahmen sind“, sondern legt sie einfach fest, dass es Ausnahmen sind und findet lediglich, dass sie gut in Schach zu halten sind.


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Menschen und ihr Verhalten - Erklärungsversuche

02.05.2019 um 21:47
@sunshinelight
Ernsthaft? Zu diesem langen und differenzierten Beitrag fällt Dir nur ein auf die Satzstellung zu verweisen?

Finde ich sehr schade, fast schon billig, einem fundiertem Beitrag - dem ich nichts hinzufügen kann - derart zu begegnen.


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Menschen und ihr Verhalten - Erklärungsversuche

02.05.2019 um 21:50
amerasu schrieb:Ernsthaft? Zu diesem langen und differenzierten Beitrag fällt Dir nur ein auf die Satzstellung zu verweisen?
Wenn der Beitrag auf eine nicht richtig beachtete Aussage stützt und darauf aufbaut, na klar. Da reicht es, das Fundament wegzunehmen, alles andere ist überflüssig.


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