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Bauernproteste - Pro und Kontra

1.494 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Blockaden, Traktoren, Bauernproteste ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Bauernproteste - Pro und Kontra

12.04.2026 um 17:49
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Wenn es brenzlig wird, rufen die kapitalistischen Agrarler nach Sozialismus. Erstaunlich!
Tja, sie können ja einfach sagen "Dann verhungert ihr eben".


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Bauernproteste - Pro und Kontra

12.04.2026 um 19:35
Zitat von SomertonManSomertonMan schrieb:Tja, sie können ja einfach sagen "Dann verhungert ihr eben".
Könnten wir in der Logistik auch sagen, hörst Du von uns ständig schreie nach Subventionen?


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Bauernproteste - Pro und Kontra

13.04.2026 um 12:28
Vom Freihandelsabkommen würden vor allem die Auto-, Chemie-, Agrar- und Plastikkonzerne durch den Zollabbau profitieren“, sagt Greenpeace-Wirtschaftsexpertin Lis Cunha.
Frankreich bremst vehement gegen das Abkommen. Das Land fürchtet – unterstützt von Österreich, Polen, Ungarn und weiteren Staaten – massive Wettbewerbsnachteile für seine Landwirt:innen. Grund dafür ist vor allem, dass der Deal den Import günstigen Fleisches aus Südamerika erleichtern würde.
Quelle: https://www.greenpeace.de/biodiversitaet/waelder/waelder-erde/eu-mercosur-abkommen

Der Dieselpreis ist ein Symptom, aber nicht das ursächliche Problem.
Das grundsätzliche Problem der Landwirtschaft ist doch, dass 90 % ihrer Wertschöpfung aus Rohstofferzeugung stammen, also der Spruch "Butter, Brot und Bier machen wir" leider nicht stimmt. Die Rohstoffe dazu ja, aber das zu den höchsten Kosten weltweit, Grenzöffnungen im Agarbereich sind auch immer wieder politisch Entscheidigungen, siehe Ukraine.
Der Bäcker könnte sein Mehl geschenkt bekommen und die Brötchen würden nicht billiger, bei Sahne ist der Hebel ein wenig stärker, Zucker zu 80 Cent das Kilo wird noch gerne durch Glukosirup als Billigmacher ersetzt.
Bei Fleisch ist die Rechnung noch ein wenig anders, bspw. Schweinefleisch, Schlachtgewicht für Erzeuger 1,70 €/kg, als Wurst im Supermarkt 11€/kg, Schnitzel, Kotelett und anderes eher günstiger.

Nach Mercosur wird auf jeden Fall die Rindfleischerzeugung schwierig und auch Geflügelerzeugung wird zu leiden Haben, einmal vom Südatlantik nach Europa ist nicht mehr der Preistreiber.

Nimmt man die Rohstoffe Getreide, Rapsöl und Zucker als Eckprodukte, so tummeln auf der Seite der wichtigen Erzeugerländern eben immer wieder die gleichen Mitspieler, Russland, Australien, USA, Kanada, Brasilien und Argentinien. Bei Zucker noch Thailand und Indien. Es geht also um faire Handelsabkommen zwischen industriellen Staaten und nicht um den Konflikt erste-dritte Welt.
Als Vorbild für Lösungen könnte man zum Beispiel die Schweiz nehmen.
Es geht also nicht um irgendwelche Subventionen, sondern um faire Rahmenbedingungen, die sind Teil einer sozialen Marktwirtschaft, wie unsere Wirtschaftform genannt wird.


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Bauernproteste - Pro und Kontra

13.04.2026 um 13:59
Nachtrag, hier kann jeder mal Bauer spielen, so wie bei Landwirtschafts-Simulator, das Deckungsbeitragsprogramm ist einfach zu bedienen, nur mit realen Zahlen.
Wichtig sind die letzten Zeilen Unternehmergewinn und vollkostendeckender Preis.......

https://www.stmelf.bayern.de/idb/default.html


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Bauernproteste - Pro und Kontra

13.04.2026 um 14:15
Der faktenbasierte ÖRR hat mal wieder eine hervorragende Idee, einfach umstellen auf Ackergäule.
Teurer Diesel: Ist Ackern mit Pferden die Alternative?
Sie arbeiten mit Kaltblut Brego, der keinen Sprit braucht und auch den Dünger kostenlos liefert.
3f9b5786-99b4-45a5-a05c-31800f3b7bd5Original anzeigen (0,5 MB)

Quelle: https://www.br.de/nachrichten/bayern/teurer-diesel-ist-ackern-mit-pferden-die-alternative,VGIjX57


Das Pferd braucht also keinen Sprit also auch nichts zu fressen?
So veräppelt man den Zuschauer.

Womit das Paar wirklich Geld verdient, mit der Landwirtschaft oder mit den anderen Einkommensquellen bleibt leider offen.
Landwirtschaft als teures Hobby leisten sich ja viele.


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Bauernproteste - Pro und Kontra

13.04.2026 um 14:53
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Womit das Paar wirklich Geld verdient, mit der Landwirtschaft oder mit den anderen Einkommensquellen bleibt leider offen.
Steht doch im Artikel: solidarische Landwirtschaft mit 60 Mitgliedern und einem Hofladen. Außerdem ist sie studierte Biolandwirtin, da kann man schon etwas an Fachwissen voraussetzen.


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Bauernproteste - Pro und Kontra

13.04.2026 um 15:14
Zitat von antheanthe schrieb:Steht doch im Artikel
Bin mir da nicht ganz so sicher...
https://wieshof.org/
Da scheinen ja einige Millionen in das Projekt gelaufen zu sein oder waren vorhanden.
Zitat von antheanthe schrieb:da kann man schon etwas an Fachwissen voraussetzen.
Fachwissen will ich ja nicht anzweifeln, hat halt Biolw gelernt.
Damit wird man aber nicht einfach reich.


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Bauernproteste - Pro und Kontra

13.04.2026 um 15:25
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Der faktenbasierte ÖRR hat mal wieder eine hervorragende Idee, einfach umstellen auf Ackergäule.
Wo steht das?
Es ist ein Bericht über alternative Landwirtschaft, in Zeiten wo über hohe Dieselpreise gejammert wird. Da steht nirgendwo die deutschen Bauern sollten jetzt mal lieber aufs Pferd setzen und umstellen.


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Bauernproteste - Pro und Kontra

13.04.2026 um 15:41
Geil - Industrieland Deutschland, drittgrößte Wirtschaft der Welt denkt über Pferdeeinsatz anstatt Traktoren nach.


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Bauernproteste - Pro und Kontra

13.04.2026 um 15:44
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:denkt über Pferdeeinsatz anstatt Traktoren nach.
Wo steht das? Vielleicht kannst Du mal die expliziten Beiträge verlinken, damit man weiß, worüber hier geredet wird.


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Bauernproteste - Pro und Kontra

13.04.2026 um 15:45
@martenot
Beitrag von Röhrich (Seite 76)
Diskussion einfach verfolgen.


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Bauernproteste - Pro und Kontra

13.04.2026 um 15:51
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Diskussion einfach verfolgen.
Naja, das ist ein Bericht über einen einzelnen privaten Betrieb, genaugenommen anscheinend über ein Paar, das ein Pferd einsetzt. Es gibt seit jeher immer mal wieder Berichte über Leute, die auf alternative Methoden und Strategien in landwirtschaftlichen Kleinbetrieben oder Gärtnereien setzen.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Industrieland Deutschland, drittgrößte Wirtschaft der Welt denkt über Pferdeeinsatz anstatt Traktoren nach.
Das jedenfalls würde ich dem Bericht eher nicht entnehmen. Zumal meinem Verständnis nach die beiden Landwirte ihr Konzept in Eigenregie betreiben. Da steht, sie orientieren sich an einer anthroposophischen Gemeinschaft, und die haben ja auch andere "alternative" Konzepte auf Lager, ohne dass jemand behaupten würde, dass das "Industrieland Deutschland" über anthroposophische Verfahren statt herkömmlicher Landwirtschaft nachdenken würde.


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Bauernproteste - Pro und Kontra

13.04.2026 um 16:49
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Geil - Industrieland Deutschland, drittgrößte Wirtschaft der Welt denkt über Pferdeeinsatz anstatt Traktoren nach.
Wo denkt das Industrieland Deutschland, drittgrößte Wirtschaft der Welt darüber nach?

Du wirst vielleicht lachen. Aber trotzdem wir im Forst seit Jahrzehnten mechanische Maschinen wie Harvester einsetzen, gibt es immer noch Situationen in denen im Wald mit Pferden gearbeitet wird.
Da denkt kein Industrieland Deutschland darüber nach. Es gibt einfach Situationen in denen der Einsatz von Pferden passend ist. Auch in der Landwirtschaft. Wer nur wenig Acker hat, auf Biolandwirtschaft setzt und auch sonst lieber mit Pferden arbeitet, für den ist so etwas auch heute noch in einer Industrienation wie Deutschland, drittgrößte Wirschaft der Welt, etwas. Und in Zeiten von hohen Dieselpreisen ist ein Blick sicher nicht falsch.

Du und @Röhrich brauchen hier jetzt aber nicht so zu tun, als würde die Industrienation Deutschland oder der ÖRR eine Umwandlung der deutschen Landwirtschaft auf Pferde verfolgen. Davon ist in dem Bericht des BR nichts zu lesen.
Aber wir leben ja leider in postfaktischen Realitäten. Wo ein jeder sich seine ganz eigene Realität aus der eigentlichen zusammenzimmert und als Wahrheit verkauft.


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Bauernproteste - Pro und Kontra

13.04.2026 um 16:54
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:Davon ist in dem Bericht des BR nichts zu lesen.
Ich finde es ziemlich schwierig, überhaupt solche Intentionen aus dem Bericht herauszulesen oder hineinzudeuten. Für die Behauptung müsste ja zumindest erwähnt sein, dass irgendein Landwirtschaftsministerium oder ein Regierungsbeamter so etwas generell für Deutschland oder ein Bundesland in Erwägung ziehen würde. Aber sowas steht ja überhaupt nicht im Text geschrieben. Und nur weil es ein ÖR-Bericht ist, kann man daraus auch nicht herleiten, dass der ÖR so etwas fordern oder behaupten würde.

Man stelle sich vor, da kommt mal ein Bericht über einen Handwerker, der alte Pendeluhren repariert. Muss man dann davon ausgehen, dass gleich irgendjemand daraus herleitet, dass "das Industrieland Deutschland" wieder auf Zahnraduhren mit Pendel und Gewichten umstellen würde?


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Bauernproteste - Pro und Kontra

13.04.2026 um 17:22
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Da scheinen ja einige Millionen in das Projekt gelaufen zu sein oder waren vorhanden.
Vielleicht haben sie mit Crowdfunding angefangen oder ganz klassisch eine Genossenschaft gegründet.
Es klingt ein bisschen demetermäßig esoterisch, und sicherlich werden die anderen Einkommenströme aus Seminaren, Vermietung und Urlaubern zum Gesamtkonzept erheblich beitragen. Aber das ist heute doch bei vielen Landwirtschaftsbetrieben so, dass es mehrere Einkunftsquellen gibt. Sei es Ferienunterkünfte wie Glamping, FeWos oder Pensionsbetrieb für Pferde, Photovoltaik etc. pp.


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Bauernproteste - Pro und Kontra

14.04.2026 um 18:56
Zitat von antheanthe schrieb:Vielleicht haben sie mit Crowdfunding angefangen oder ganz klassisch eine Genossenschaft gegründet.
Auf der Homepage steht unter dem Reiter "Landwirtschaft" konkret, dass es sich um eine Solidarische Landwirtschaft (SoLawi) handelt. Das gibt es an vielen Orten und auch ohne Demeterbezug. Normalerweise schließen sich dabei X Leute zusammen, die einen bestimmten Landwirt unterstützen. Zum einen finanziell - wobei sich der Betrag auch danach richtet, was man persönlich an Mitteln zur Verfügung hat, dass also Menschen, die mehr haben auch mehr geben - und zum anderen durch das ableisten von konkreter Unterstützung. Da gibt es wiederum auch viele Möglichkeiten von direkter Mithilfe auf dem Feld, über die Pflege der Solawi-Homepage bis Hilfe beim Verteilen der Ernte.

Man bekommt dafür regelmäßig einen festgelegten Anteil des Ernteertrags und darf auch demokratisch mitbestimmen, was angebaut wird.

Wenn man Bock und Zeit hat, ist das meiner Meinung nach ein Win-Win für alle. Der Landwirtschaftsbetrieb hat ein planbares Einkommen, das die Existenz sichert und Unterstützung bei der Arbeit - ohne mit dem Traktor auf irgendwelche Demos fahren zu müssen - und die restlichen SoLawi-Mitglieder haben regelmäßig frisches Obst und Gemüse aus der Region und das Gefühl, das auch mit der eigenen Arbeitskraft geschafft zu haben.

Meistens besteht das größte Problem darin, überhaupt noch in eine SoLawi in der Region rein zu kommen, weil ein Betrieb natürlich nur Nahrungsmittel für X Personen liefern kann und die Plätze meiner Erfahrung nach ziemlich beliebt sind.


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Bauernproteste - Pro und Kontra

14.04.2026 um 21:07
Mir ist das Prinzip Solawi bekannt, Freunde von mir machen bei einer mit. Für mich als 1-Personenhaushalt lohnt es sich nicht.
Eine Solawi zu starten schließt ja Crowdfunding oder Genossenschaftsgründung nicht aus, um das Startkapital zusammenzubekommen.


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