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LSD

7 Beiträge, Schlüsselwörter: Bewusstsein, LSD
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LSD

01.07.2011 um 10:29
Der Schluß liegt nahe, daß das Hirn mit Hilfe von LSD die typischen LSD-Erfahrungen zu 100% produziert. Diese Annahme dürfte jedoch falsch sein, wie der folgende Text und auch die Zusammenstellung in "Offenbarungen" zeigen: LSD wirkt Bewusstseinserweiternd, es ermöglicht dem Hirn (oder dem Geist?), sozusagen über sich selbst hinaus zu wachsen. Das kann mit LSD alleine nicht 'erklärt' werden.


Die hinsichtlich mystischer Erfahrungen bekannteste und wohl auch interessanteste Droge ist LSD. Durch LSD werden Bilder frei, die auf der geistigen Ebene einen starken und nachhaltigen Eindruck hinterlassen können. LSD wurde vor 100 Jahren von A. Hoffmann in Basel zufällig entdeckt und wurde durch Aldois Huxley und Stanislav Grove in den 60er und 70er Jahren die Droge der Hippies und Aussteiger. LSD ist zur Zeit so verboten wie andere Psychodrogen. 2006 fand in Basel eine 3-tägige internationale Tagung nur über LSD statt. Ich beziehe mich jetzt auf eine Sendung des SWR2 über LSD und möchte mit den Zitaten drei Fragen beantworten:

1. Welche geistigen Wirkungen hat LSD?
2. Unterstützt LSD den Reduktionismus (Geist ist nur eine Funktion von Chemie)?
3. Ist LSD eine Zukunftsdroge für eine bessere Gesellschaft?

1. Zu den geistigen Wirkungen von LSD.

LSD zeigt, daß unser Normalbewusstsein beschränkt ist, denn LSD erweitert das Bewusstsein. Es gibt also ganz objektiv so etwas wie ein erweitertes Bewusstsein. Das ist eine ganz wichtige Feststellung im Hinblick auf die Texte über mystisches Erleben und Erleuchtung. Was das durch LSD erweiterte Bewusstsein erfährt, ist stark abhängig von den Erwartungen des Probanden. Diese Erfahrungen können sehr negativ sein, mit großen Ängsten und Schrecken. Deshalb ist es gut, daß LSD verboten ist. Das Verbot ist jedoch nicht gut im Hinblick auf die positiven Erfahrungen bei gesunden Menschen bei entsprechender Einführung. Farben, Musik, alle Wahrnehmungen sind unglaublich intensiv. Man erfährt: Ich bin die Musik. Zitat: „Die Intensität des Erlebens ganz normaler Wahrnehmungen der Welt ist unbeschreiblich.“

Man erfährt „bei entsprechender Einführung auch Antworten auf die großen Fragen des Seins: Woher kommen wir, wohin gehen wir, und warum das alles? Die Antworten sind einsichtig und überzeugend, aber sie lassen sich nicht verbalisieren.“; „LSD löst die Grenzen zwischen Ich und Außenwelt. Alles wird Eins. Man erfährt die unio mystica.“; „Dies war meine Erfahrung: Ich habe gelernt, ein fühlender Mensch zu werden.“

Zu 'alles ist Eins' ist mir eine Bemerkung wichtig: Auf der letzten Schelling-Tagung am 27. Januar 2007 sprach ein etwas polemisierender Diskutant über die 'Einheitsfantasien' der Metaphysiker und eben auch Schellings. Dies ist auch meine Meinung zur philosophischen Metaphysik, sie ist nun einmal Spekulation und Fantasie, sei sie auch so geistreich wie bei Hegel, Schopenhauer, Schelling oder anderen.
Etwas vollkommen anderes aber ist die Erfahrung der unio mystica. Wir denken Dinge und Lebewesen deshalb als objektiv getrennt, weil wir sie in unserem normalen Bewusstsein als getrennt erfahren, als Ich und Du, hier und dort. Uns wird nur das aus unseren physischen Wahrnehmungen bewußt, was und wie es unser Hirn präsentiert. Nun gibt es auch die Erfahrung der Einheit allen Seins, meditativ bei geschlossenen, ihm 'erwachten' Zustand aber auch bei offenen Augen. Sie ist selten, aber sie ist Fakt. Die LSD-Experimentatoren, die Mystiker und Erwachten (s. "Erwachte") bezeugen das über alle Zweifel. Es gibt eine radikal andere Weise, die Welt zu sehen und in der Welt zu leben. Dies ist auch die zentrale Botschaft der Erwachten. Ein Beispiel steht im Kapitel "Christus" unter EinheitsBewusstsein. Wie sollte dies eine Leistung des Hirns sein?

2. Unterstützt LSD den Reduktionismus der Neurologie, ist also tatsächlich Geist nur eine Funktion chemischer und physikalischer Prozesse?

LSD verändert die Botenstoffe zwischen den Nervenzellen im Hirn. Man könnte also sagen: Das erweiterte Bewusstsein ist reduzierbar auf die Spezifika dieser Botenstoffe. Das wäre eine Reduktion, die völlig an der Erfahrung vorbeigeht. Wir haben durch LSD, sagen die LSD-Erfahrenen, weniger Hemmungen, es wird weniger gefiltert, es gibt mehr Verbindungen zwischen den Wahrnehmungen. LSD beseitigt also Hemmungen, und die Basis der erweiterten Leistung muß anderswo gesucht werden.
LSD, und ebenso geniale Autisten, die sogenannten Savants, zeigen zwar, daß unterschiedliche geistige Fähigkeiten mit unterschiedlichen Hirnaktivitäten und -strukturen zusammenhängen. Damit wissen wir aber noch lange nicht, was im Hirn genau geschieht und welche Bedeutung dieses Geschehen für eine spezifische Leistung hat. Die Hypothese des Nobelpreisträgers John Eccles, daß das Hirn für einen Teil seiner Leistungen nur ein Sender und Empfänger für ein supraphysikalisches Geschehen sei, wird zwar von seinen Kollegen belächelt, aber Lächeln ist ein schwaches Argument gegenüber dem detaillierten Modell, dass Eccles entwickelt hat (s. "Quantenphysik"-Exozytose). Daß sich das Hirn unter LSD-Einfluß öffnet, ist zumindest die unmittelbare, intersubjektive und wiederholbare Erfahrung der LSD-Experimentatoren.

Zusätzlich stellen LSD (und Autismus) für Materialisten unangenehme Fragen: Warum entwickelt die Evolution in allen Menschen geistige Fähigkeiten, die sie nicht nutzt? Warum sind so viele Fähigkeiten unterdrückt? Wie ist es biologisch zu begründen, daß Geist mehr leistet als das Normalgehirn der Evolution?

3. Ist LSD eine Zukunftsdroge für eine bessere Gesellschaft?

Hierzu gab es zwei überraschende Antworten bei der SWR2-Diskussion.
Die erste Antwort heißt: nein. Die Politiker wollen das nicht. Die negativen LSD-Erfahrungen sind natürlich prohibitiv. Und die positiven mystischen Erfahrungen erzeugen autonome, selbstverantwortliche Bürger, die keine Angst mehr haben, die an das Ganze denken, und die nicht mehr mit Propaganda manipulierbar sind!

Die zweite Antwort geben die Schamanen. Sie sagen: „LSD oder die entsprechenden Kräuter sind heilige Substanzen. Wir brauchen sie, um in einen Zustand zu kommen, in dem wir wirklich von innen helfen können. Ihr (moderne Menschen) braucht LSD. Das ist euer Mittel, das ihr nutzen müßt, um als Gesellschaft gesund zu bleiben.“
Diese Bemerkung zitierte ein LSD-erfahrener Ethnologe mit großem Ernst in voller Überzeugung und mit Zustimmung seiner beiden Diskussionspartner. Ich halte sie für einen Kernsatz für das Thema Seele. Unsere Gesellschaft kann nur gesunden, wenn immer mehr Menschen die Bewusstseinserweiterung zur Bewußtheit der Einheit allen Seins erfahren, und wenn die Anderen, also wir, sich davon beeinflussen und leiten lassen. Darauf weisen auch die Erwachten und die Mystiker uni sono hin. Vor der Wichtigkeit dieser weiteren geistigen Entwicklung ist es fast gleichgültig, ob der erweiterte Geist, das erweiterte Bewusstsein, nur eine Funktionalität des Hirns oder wesentlich mehr ist.

Kreativität und Intelligenz
Im Zusammenhang mit Drogen ist auch die Frage interessant: Wie entstehen herausragende Leistungen des Hirns? Die Neurologen Gerhard Roth und Snyder, Australien, untersuchen diese Frage und vertreten entgegengesetzte Thesen.

Roth stellt fest, daß Kreativitätsschübe meist auf erhöhte Dopaminproduktion folgen. Dopamin fördert die Vernetzung des Hirns und ermöglicht dadurch Leistungen, die zuvor bereits angelegt bzw. antrainiert, jedoch noch gehemmt sind. Mentale Hochleistungen werden durch die Stimulation einer breiteren Vernetzung in Hirn ermöglicht. Roth fragt sich: Wie kann ich das Hirn am besten stimulieren? Seine These ist: "Es gibt keinen Geist ohne Hirn". Ich kenne jedoch von ihm keine ernsthafte Auseinandersetzung mit mystisch-medialen Phänomenen. Ohne dies ist Roths Behauptung eine Allaussage eines Materie-Gläubigen.

Snyder untersucht Autisten mit besonderer Begabung, sogenannte Savants, und stellt fest, daß diese absoluten Höchstleistungen wie angeboren erscheinen. Sie sind bereits in der Kindheit oder nach einem Unfall einfach da und bedürfen allenfalls nur noch ein wenig(!) mechanischen Trainings z.B. der Finger zum Klavierspiel. Snyders These ist: Jeder Mensch hat solche Fähigkeiten, sie sind jedoch normalerweise gehemmt. Ob die für diese Fähigkeiten nötige Vernetzung im Hirn bereits genetisch veranlagt sein könnte (was kaum vorstellbar ist), interessiert den ideologiefreien Snyder wenig. Snyder fragt deshalb: Wie kann ich den Geist am besten enthemmen?


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LSD

01.07.2011 um 10:32
zu viel text. könntest auch erklären über was du genau reden willst und den link reinschreiben wo du das kopiert hast.


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LSD

01.07.2011 um 10:42
Auch hier gilt:

Bei C&P auch nen Quellennachweis:
http://www.was-ist-seele.de/Drogen.html

Fass mal zusammen und schreibe in eigenen Worten was DU überhaupt diskutieren willst!?


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LSD

01.07.2011 um 10:42
Dick schrieb:zu viel text


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LSD

01.07.2011 um 10:57
Ich nehme mal ganz stark an, dass er darauf hinauswill, dass LSD kein reines Halluzinogen ist, sprich, man nicht nur einen Trip faehrt, sondern dass man damit Dinge sieht, die es tatsaechlich gibt, man sie aber im Normalzustand nicht wahrnehmen kann.

Eine gefaehrliche Theorie!


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voidol
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LSD

01.07.2011 um 11:08
Alari schrieb:sondern dass man damit Dinge sieht, die es tatsaechlich gibt, man sie aber im Normalzustand nicht wahrnehmen kann
Ich kannte einen, der ist wegen LSD plemplem geworden und hat dauernd mit seinen Hosen geredet. Das war anstregend, da er mitten in einem Gespräch sich runtergebeugt hat und seine Hose angeschrien hat: "Sei mal ruhig, ich unterhalte mich grade!"

Auch war er Vegetarier (er wollte kein Leben töten um selbst zu leben), was ansich kein Problem ist. Nur: er hatte Anfälle, in denen er Früchte als Individuen sah und gar nichts mehr aß, da er z.B. keine Äpfel töten wollte.

Die tragische Seite: er hat durch seinen Drogenkonsum und den Trip, auf dem er hängen geblieben ist, eine akademische Karriere als Physiker weggeschmissen und lebte von Notstandshilfe.

Das ist nun schon länger her und ich weiß nicht, wie es weiterging. Aber ich fürchte, sein Zustand hat sich nicht mehr gebessert (ich kannte ihn zwei Jahre, und da gab es keine Besserung). Und helfen konnte man ihn auch nicht, wenn er einen Wahnanfall hatte.


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LSD

01.07.2011 um 11:15
voidol schrieb:Ich kannte einen, der ist wegen LSD plemplem geworden und hat dauernd mit seinen Hosen geredet. Das war anstregend, da er mitten in einem Gespräch sich runtergebeugt hat und seine Hose angeschrien hat: "Sei mal ruhig, ich unterhalte mich grade!"
Es ist wahrscheinlich unmoeglich und unglaublich pietaetlos, aber ich lach mich grade kaputt! :)

Der Typ den ich kenne, der durch LSD abgedreht ist, war fest davon ueberzeugt, dass die Leute aus dem Fernseher kommen um ihn zu holen. Er hat ihn dann aus dem Fenster geworfen und beinahe damit seine Oma erschlagen.


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