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Das Leben geht ohne uns weiter

28 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Leben, Liebe, Familie ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
IMIUSIKiss Diskussionsleiter
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Das Leben geht ohne uns weiter

29.07.2012 um 19:16
Eine Krankheit, die uns für lange Wochen außer Gefecht setzt, konfrontiert uns zwangsläufig mit unserer Ersetzbarkeit. Jenseits unseres Krankezimmers scheint das Leben problemlos ohne uns weiterzugehen.
Plötzlich können wir niemanden mehr mit unserer Tüchtigkeit imponieren, niemandem von Nutzen sein. Oft erkennen wir erst, wenn wir krank sind, wie sehr wir uns über das definieren, was wir leisten.
Solche Momente können uns helfen, uns den Wert und Sinn des eigenen Lebens von Neuem bewusst zu machen.

Auf uns wartet die Entdeckung, dass jeder Mensch, gleichgültig, wie erfolgreich er ist und wie viel er erreicht hat, einzigartig und liebenswert ist.



Was habt ihr für persönliche Erfahrungen zu diesen Zeilen? Wie denkt ihr darüber?


Für mich ist dieses Thema ein sehr schmerzhaftes, da ich erfahren musste, wie sehr eine "Krankheit" das Leben zur Hölle machen kann. Oder sogar bereichern.

Aber auch, wie stark es das Band einer Familie oder unter Partnern, Menschen, straffen kann.
Entweder - um es zu zerstören. Oder aber, um schließlich eine noch stärkere Familie aus diesem Faktor zu formen...und einen unglaublich großartigen Zusammenhalt entstehen lässt.

Meine Krankheit hat zum Beispiel damals bewirkt, dass sich meine Eltern nicht trennten, wie sie es wohl vor hatten, sondern glücklicherweise sie noch enger zusammen geschweißt hat. Leid scheint doch für etwas gut...

...Liebe

Grüße


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Das Leben geht ohne uns weiter

29.07.2012 um 19:28
Also nach meinen Praktium hat mich mein Chef gefragt wie es bloß ohne mich weitergehen soll, da diese meine Unterstüzung immer Wertschätzten :P:

Es geht natürlich weiter, doch bei machen Menschen ist da "nicht da sein" für die anderen so groß das dadurch die Effizenz darunter leidet. Angenommen Steven Spielberg würde nach seinem letzten Jurassic Park Teil davonschein - die Filmindustrie würde auch ohne ihm weitermachen, aber es wäre ein erheblicher Verlust, da dieser teilweise ein "Künstler" ist - diese sind nicht einfach zu ersetzten.

Es kommt drauf an wie sehr man Fertigkeiten hat und wie sehr die Menschen von einem fixiert ist.
Noch vor zwei Jahren hätte es vermutlich in meiner Familie nicht funktioniert - da war ich notwendig, denn ein großteil der Organasitation und Verwaltung lief über mich. Jetzt nachdem unsere Wege sich getrennt haben, würde es nichtmal groß auffallen wenn ich 2-3 Monate krank wär :D


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Das Leben geht ohne uns weiter

29.07.2012 um 19:41
das leben geht immer weiter.doch manchmal ist auch der unbrauchbarste mensch wichtig.gerade in meinem job.wir haben etliche leute in unserer firma,die wirklich unzuverlässig,unpünktlich und auch sonst nicht ganz gar in der batterie sind.und obwohl ich mehr als einmal beim chef für einen rausschmiss dieser leute plädierte war die unmißverständliche antwort immer die gleiche:"es gibt einfach keinen personellen ersatz!" so werden selbst jene mitgezogen,die unproduktiv,unkollegial und egoistisch sind.
das ist leider auch eine traurige wahrheit.


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Das Leben geht ohne uns weiter

29.07.2012 um 19:41
@IMIUSIKiss

...meine Erfahrung ähnelt sich mit dem, was du beschreibst, sehr. Solang man sich in der alltäglichen Tretmühle befindet, schwimmt man mit auf der Welle dessen, was die Menschen als "Leben" bezeichnen. Und dann passiert etwas, das dich von jetzt auf gleich aus diesem "System" herauskatapultiert. Erst dann, so ist es zumindest bei mir, realisiert man, was das "Leben" tatsächlich "ist", was davon bleibt, wenn alle Makulatur in sich zusammengefallen ist. Das Einzige (auch wiederum 'nur' meine Erfahrung), das bleibt und sich mir als das Einzige, Überdauernde und v.a. Wichtige gezeigt hat, ist Liebe. Klar mag es sich pathetisch anhören, aber das Einzige, das im Leben Sinn hat, Sinn macht und wie gesagt, bleibt, ist die Liebe zueinander, zu teilen, da zu sein. Nichts mehr zu vertagen, in der Hoffnung auf ein "Später", keine Spielchen um Anerkennung und Macht, keine Identifikation über den ach so tollen Job und das Standing bei den Kollegen und die materiellen Werte, die man sich angeschafft hat. Nicht die tausend Weiterbildungen und tollen Reisen, die man hatte. Nichts von alledem ist wichtig oder bleibt. Nur der Moment, den man miteinander lebt, teilt, gemeinsam einsam ist, der ganz gegenwärtige Augenblick. Und es ist pures Glück, in einem solchen, vielleicht schlimmsten Moment des Lebens zu begreifen, dass das Wichtigste ist die Gelegenheiten zu erkennen und zu nutzen, Liebe zu teilen.... eben weil man erkennt und fühlt, wie einzigartig und kostbar dieser Mensch ist, jeder Mensch ist.


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Das Leben geht ohne uns weiter

29.07.2012 um 19:44
@IMIUSIKiss


Wer denkt, das er oder sie von nutzen sein kann, der wird irgendwann wie ein benutzter Waschlappen behandelt, der nicht mehr gebraucht wird...


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IMIUSIKiss Diskussionsleiter
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Das Leben geht ohne uns weiter

29.07.2012 um 19:44
@redfern
WOWOW
OWO
W


Das ist die Pyramide, auf die wir bauen sollten. Wunderbar, Deine Worte.


hab noch 120 sek


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IMIUSIKiss Diskussionsleiter
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Das Leben geht ohne uns weiter

29.07.2012 um 19:46
@dergeistlose

Sehe ich anders, aber vielleicht sprichts Du ja leider aus Erfahrung? Wir alle sind stark und Licht uns sollen strahlen. Trau Dich, hab Mut!


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Das Leben geht ohne uns weiter

29.07.2012 um 19:49
@IMIUSIKiss


Wenn Leid für etwas gutes sein könnte, dann würde es sich wohl nicht durch etwas schlechtes ausdrücken...

Wenn du jedoch nur dein Leben betrachtest, dann hast du wohl was wahres gesagt...


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Das Leben geht ohne uns weiter

30.07.2012 um 00:20
Diese Diskussion hat mich dazu gebracht mich hier anzumelden.
Ich wollte - danke - sagen.

Zwar ist es nicht meine Erfahrung, dass Liebe bleibt, wenn alles wegfällt aber es liest sich sehr schön.

lieben Gruß


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Das Leben geht ohne uns weiter

30.07.2012 um 08:14
Zitat von dergeistlosedergeistlose schrieb:Wenn Leid für etwas gutes sein könnte, dann würde es sich wohl nicht durch etwas schlechtes ausdrücken...
es kommt immer auf die sichtweise und einstellung der person an die leid erfährt .... es gibt zwei möglichkeiten entweder du zerbrichst daran oder du lernst daraus und tust du letzteres dann bewirkt leid etwas positives.


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Das Leben geht ohne uns weiter

30.07.2012 um 08:28
Das Leben geht ohne uns weiter
... natürlich geht das leben ohne uns weiter .... jeder der meint nicht ersetzbar zu sein hat nicht verstanden was es heisst wirklich zu leben und verfolgt die falschen ziele.

das einzige worauf es im leben ankommt ist zu sich selbst zu finden, zu lernen sich weiterzuentwickeln und sich und seinen mitmenschen gutes zu tun. denn wenn wir einmal nicht mehr sind, wir sterben dann bleibt von uns nichts anderes übrig als die erinnerungen die die menschen an uns haben werden und es liegt an uns ob diese positiv oder negativ sein werden.

wer in diesen bewusstsein lebt wird sein leben nicht nach den falschen wertvorstellungen ausrichten sondern jeden tag so leben, dass er am ende seiner tage nicht mit wehmut sondern mit stolz und mit einem glücksgefühl zurückblicken kann weil er nichts zu bereuen hat .... dieser mensch hat wirklich gelebt.


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Das Leben geht ohne uns weiter

30.07.2012 um 10:15
Zitat von oldbluelightoldbluelight schrieb:und obwohl ich mehr als einmal beim chef für einen rausschmiss dieser leute plädierte war die unmißverständliche antwort immer die gleiche:"es gibt einfach keinen personellen ersatz!"
Du hast beim Chef für den Rauswurf von Kollegen plädiert und das sogar mehrmals???

Hm... besonders beliebt kannst du dann aber nicht sein, oder? Also... ich finde sowas ja nicht gerade kollegial, um es mal ganz, ganz vorsichtig auszudrücken.

-------

Was das Thema 'Ersetzbarkeit' angeht, glaube ich an dieser "supereinfachen" Umsetzbarkeit, wie das so oft propagiert wird, mittlerweile nicht mehr.

Es GIBT Menschen (beispielsweise im Job), die kann man nicht so einfach ersetzen... man kann die Funktion jederzeit mit jemand anderen füllen, ganz klar, aber NICHT immer die Kompetenz und Fachkenntnis oder das möglicherweise vorhandene spezielle Geschick des Vorgängers (wenn es denn so war) ersetzen.

Wieviele politische Spitzenposten sind mit einem Weggang einer bestimmten Person plötzlich aus dem Ruder gelaufen? Das gab es so oft schon in der Vergangenheit und wird immer wieder passieren.

Der Posten wurde nachbesetzt aber dann ging's bergab.

Genauso kann es natürlich auch umgekehrt laufen und ein Tyrann im Demokratiekostüm wird durch einen wahren Diplomaten ersetzt, der demokratische Reformen erfolgreich einleitet und umsetzt. Alles schon so dagewesen.

Und auch hier wieder der Bogen zum Gegenteil... Beispiel: Russland! Der Präsident! Ein Tyrann im Demokratiekostüm!

Diese ständige Ersetzbarkeit ist für mich ein Horror-Gespenst der industriellen Propaganda und deren dienstbarer Medienlandschaften.... und es ist Unmenschlich alles und jeden Menschen als 'ersetzbar' zu bezeichnen.

Aus oben genannten Beispielen heraus glaube ich, wie gesagt, da auch nicht dran.

Nicht jeder ist ersetzbar... die Funktion, die der Mensch inne hatte, ja, aber dessen Wissen und Emotionalität und Menschlichkeit ist es nicht (immer), und DIE wird ebenfalls benötigt, damit alles gut weiterlaufen kann.


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Das Leben geht ohne uns weiter

30.07.2012 um 10:29
@moric
danke für deinen obigen Text.
Du wärmst mein Herz damit.


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Das Leben geht ohne uns weiter

30.07.2012 um 10:30
@IMIUSIKiss
Zitat von IMIUSIKissIMIUSIKiss schrieb:Eine Krankheit, die uns für lange Wochen außer Gefecht setzt, konfrontiert uns zwangsläufig mit unserer Ersetzbarkeit. Jenseits unseres Krankezimmers scheint das Leben problemlos ohne uns weiterzugehen.
Das ist wohl nicht dein Ernst, oder?

Gerade im Falle einer schweren Krankheit, die einen beispielsweise monatelang an ein Krankenhausbett fesselt, läuft überhaupt nix extern so weiter, wie es soll.

Klar, dass nicht plötzlich alle Generatoren ausfallen, nur weil man selber im Krankenhaus sitzt, ist logisch.

Das normale gesellschaftliche Leben funktioniert reibungslos weiter, auch wenn man selber nicht mehr daran teilhaben kann... und das ist ja zum Glück so!

Aber... die Angehörigen, deine engere Verwandtschaft, deine guten Freunde & Bekannte, eigentlich jeder, der dir nahe steht, macht sich Tag für Tag Sorgen um dich, bettet und hofft, dass es dir bald besser geht und haben ALLE ausnahmslos furchtbare Angst davor, dass du nicht mehr gesund werden wirst...

Sollte es zum Schlimmsten kommen, wie beispielsweise der Tod (was ja jeden Tag auf der Erde passiert, dass jemand einer unheilbaren Krankheit erliegt), DANN ist für viele ihr eigenes Leben in Gefahr. Im Fahrwasser des Todes eines nahen Angehörigen kann für sehr nahestehenden ebenfalls eine sehr, sehr schwere Zeit anbrechen, dessen Bewältigung oft nur durch gezielte und umfassende Therapie ein Mittel gegensetzt werden kann.

Dasselbe gilt auch für das tägliche Erblicken eines nahestehenden Menschen, der beispielsweise nur noch an Schläuchen im Krankenhaus angeschlossen 'überleben' kann. Die dem Schwerstkranken nahestehenden Menschen sind unter Umständen in ihrer eigenen Erlebniswelt stark von diesem Ereigniss beeinflusst und brauchen oft selber Hilfe in therapeutischer Form oder ständigen Trost von anderen Menschen (wie Freunde, Verwandte und ähnliches).

Das hat wohl jeder mal so erlebt.

Meine Cousine, mein Onkel und meine Mutter sind an Krebs gestorben, alle sehr früh: Cousine mit 42 J., ihr Vater (mein Onkel) mit Mitte Anfang 60 J., meine Mutter mit Mitte 60 J.!

Tja... ich stand meiner Cousine und meinem Onkel nicht so nahe (leider), aber in meiner Jugend war meine Cousine ständig bei mir... und die Erinnerungen kommen immer und immer wieder hoch...

Von wegen Ersetzbarkeit! NICHTS und niemand kann diese Menschen ersetzen... was für ein Hohn, da auch nur eine Sekunde dran zu glauben, das wäre möglich.


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Das Leben geht ohne uns weiter

30.07.2012 um 11:11
Für die Angehörigen ist man natürlich meist nicht ersetzbar, aber es stimmt: Das Leben geht für andere Leute weiter. Und ich finde es extrem egozentrisch und egoistisch, wenn man das bemängelt.


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Das Leben geht ohne uns weiter

30.07.2012 um 11:50
Zitat von mundmmundm schrieb:Und ich finde es extrem egozentrisch und egoistisch, wenn man das bemängelt.
Gebe ich dir Recht! Außer das Wort 'extrem' würde ich jetzt nicht unbedingt verwenden. Überlegungen zu diesem Thema kann man schon mal anstellen, finde ich.

Aber es muss ja weitergehen... kein Mensch sollte so wichtig sein, dass sich plötzlich, wenn dieser Mensch nicht mehr besteht, die Welt sich nicht mehr weiterdreht... ist ja auch Unsinn, wenn man nur eine Sekunde lang darüber nachdenkt.

Die Gesellschaft an sich muss weiter laufen, egal, wer da im Krankenhaus liegt oder unabkömmlich ist (aus welchen Gründen auch immer).

Bei wichtigen Entscheidern für eine Nation (beispielsweise ein Politiker, der als einziger für wichtige Reformen im Land verantwortlich ist) und die jetzt nicht mehr 'da' sind oder keine Entscheidungen mehr treffen können... da ist es natürlich sehr schlecht, wenn diese nichts mehr unternehmen können: Wurden beispielsweise aus 'dem Weg' geräumt, sind sterbenskrank usw.

Aber auch da dreht sich im Leben alles normal weiter, die Menschen gehen weiter arbeiten, leben und lachen usw.

Ein anderes Beispiel ist vielleicht gerade Syrien, wo das gesellschaftliche Leben tatsächlich NICHT mehr so weiterläuft wie es vorher der Fall war... riesige Flüchtlingsströme, ständig neue Tote, Schwerverletzte usw. bringen das Land an den Rand des Abgrunds. Da geht irgendwie nichts mehr!

Wenn da plötzlich einige Verantwortliche nicht mehr 'da' wären, die für dieses Chaos und Blutvergiesen sorgen, dann wäre es möglich, dass sich alles ändert.


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IMIUSIKiss Diskussionsleiter
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Das Leben geht ohne uns weiter

30.07.2012 um 12:48
@moric

Nun ja, der Text sollte offenbar etwas Spielraum, was die Interpretation betrifft, lassen.
Leider definieren sich viele Menschen über Leistung. Krank ans Bett gefesselt ist dies nur noch bedingt möglich.

Hast aber schon recht, das war nicht wirklich "mein" Ernst, sondern die des Original-Verfassers dieses oberen Textabschnittes. Und ich finde, sowohl er als auch Du haben in gewisser Weise recht.

Ich persönlich gehe, was diese Diskussion anbelangt, eher Hand in Hand mit @redfern
. Aber wenn ich mir - wie jetzt gerade zum 2. Mal - Deine Worte durchlese, so kann ich Dich immer besser verstehen. Auch ich habe nahe stehende Menschen verloren, aber niemals aus dem Sinne. Durch unsere gemeinsamen Augenblicke, Momente, gute und weniger gute Zeiten haben wir es geschafft, dass ihre Herzen in meinem weiterschlagen und ich das Gefühl habe, dass sie immer bei mir sind...wo immer sie auch nun wirklich sind - es ist wohl nur einen Pulsschlag oder Atemzug entfernt von hier.

Es ist schwer, ihre Spuren im Sande der Vergänglichkeit zu finden, den oft werden unsre Augen durch falsche Vorstellungen geblendet. Um uns ist alles vergänglich, aber in uns ist es unendlich. Ein Ort, an dem alles unberührt bleiben sollte, aber Versuchung setzen immer wieder gerne dort an. In unserer schnellen Zeit sollten wir einander geben, was bleiben kann. Zuneigung, in den Arm nehmen, miteinander Lächeln, die Hand reichen, nette Worte, ein Augenzwinkern, Schokolade, auch wenn die Welt den Verstand verliert, das in diesem Ort bleibt dann unberührt.

Jeder braucht ein Stück Unendlichkeit, und meine Leute beschenken mich jeden Tag damit, und umgekehrt. Störenfriede wird Blatt gemacht!;)

Irgendwas bleibt...es ist Liebe...und Liebe ist Ewigkeit...


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Das Leben geht ohne uns weiter

30.07.2012 um 12:49
@-Therion-



Lernen kann man nur Verhaltensweisen. Dabei zu denken man lernt etwas neues dazu, lässt einem in einer naiven Haltung festsitzen, was wiederum Leid erzeugt.

Ein Baum verhält sich nicht wie der Wind und der Wind nicht wie ein Baum, trotzdem Wissen beide was sie zu tun haben....wissen die Menschen was sie zu tun haben....oder tappen sie mit ihren Verhaltensweisen immer noch im Dunkeln und versuchen darin durch Frage und Antwort Spiel endlich die Erlösung zu finden...


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IMIUSIKiss Diskussionsleiter
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Das Leben geht ohne uns weiter

30.07.2012 um 12:54
Wir kommunizieren alle miteinander, sind nur meist "taub und blind" vor Unsinnigkeiten. Der (Miß)Verstand frisst das Herz förmlich auf


Das Leben neu sehen heißt

Blumen auf dem Felde
und den Steinen in der Sonne,
mit den Quellen am Berg
und den Vögeln am Himmel
zu sprechen beginnen
weil sie meine Brüder und Schwestern sind
und
einer auf den anderen angewiesen ist.

Das Leben neu sehen heißt,
mich zu den Kindern und Greisen
den Fremden und Ausgeschlossenen,
den einsamen und den Kranken setzen,
mit ihnen zu entdecken,
wo wir ratlos und bedürftig sind,
und mit ihnen zu sehen,
wo das wahre Glück ist,
und uns mit ihnen an dem Schönen
dieser Erde zu freuen.


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30.07.2012 um 17:31
Zitat von IMIUSIKissIMIUSIKiss schrieb:Plötzlich können wir niemanden mehr mit unserer Tüchtigkeit imponieren, niemandem von Nutzen sein. Oft erkennen wir erst, wenn wir krank sind, wie sehr wir uns über das definieren, was wir leisten.
Zitat von IMIUSIKissIMIUSIKiss schrieb:Was habt ihr für persönliche Erfahrungen zu diesen Zeilen? Wie denkt ihr darüber?
Ich definiere mich nicht darüber, was ich leiste. Sondern darüber, wie ich bin. Alles Andere wäre nichts weiter, als das Ergebnis gesellschaftlicher Programmierung. "Mach dich nützlich, sonst bist du nichts wert." <- Programmierung.


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