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Epidemie Pornografie

307 Beiträge, Schlüsselwörter: Epidemie Pornography
Medomatt
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Epidemie Pornografie

11.03.2013 um 21:42
@SethSteiner
ja gut, dann hab ich keine Ahnung vom Menschen. Und du hast Recht es ist OT

@BlackFlame
BlackFlame schrieb:Das momentane System wird hoffentlich nicht das letzte sein und ich vermute, nein, ich hoffe vielmehr, dass dieses System in den nächsten 15-20 Jahren zusammenkracht, so dass man im Anschluss dieses neue Potential hoffentlich auch sinnvoll und umfassend nutzen kann.
sehr schön formuliert und ich geb dir Recht - bis dato ist jedes Gesellschaftsystem untergangen, auch dieses wird untergehen. Ob mit oder ohne Porno
BlackFlame schrieb:Dass wir einmal auf das Problem schauen und die Vielfalt der Pornografie als feste Konstante betrachten und anschließend überlegen, wie man gewissen Effekten entgegenwirken kann, anstatt nur die Effekte einfach immer wieder aufzuzählen und kurz darauf das neue Medium doch wieder nur zu verteufeln bzw. "Verbrennt es!" zu rufen.
Ich hab nie gesagt verbrennt es oder verbietet es, man sollte sich über die Ausmaße bewusst sein. Deswegen sprach ich ja den gesunden Menschenverstand und die Aufklärung an und dass man sich mit Verstand dem Thema nähert, auch wenn der biologisch gesehen aussetzt, sobald man triebgesteuert zwischen die Beine fährt.

Dennoch ist da das Problem der übermässigen Bedienung des Triebs der ständigen Präsenz und das perfide Spiel der Medien mittels Pornografie, der ständigen Präsentation, Auseinandersetzung und der Verfügbarkeit. Auch bin ich gegen Internetsperren oder Verbotszeichen, die bringen genauso wenig wie "Are you under 18 - yes or no". Da hilft nur richtige Erziehung und eine moderne Pädagogik, ein offener Umgang und Kommunikation - kein Stillschweigen und Ihhh. Man muss dieser Industrie genauso begegnen wie sie uns begegnet. Sexualität ist etwas natürliches - nichts künstliches und das sollte in den Mittelpunkt. Keine Illusionen, sondern Realität, denn sonst erziehen wir unsere Kinder in dem Irrglauben, dass so "Liebe" aussieht


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Epidemie Pornografie

11.03.2013 um 21:52
OT ist vor allem das Rumgenöle über den Kapitalismus und die Gesellschaft und mi, mi, mi. Was ist das Problem, wenn Minderjährige das in einem Porno sehen? Porno ist doch nicht Liebe, Porno ist Sex, deswegen heisst Porno ja auch nicht Liebesfilm sondern Porno. Es gibt kein Problem der übermässigen Bedienung des Triebs mittels Pornographie. Die Minderheit die Probleme hat, denen muss geholfen werden aber es ist eben das, eine Minderheit. Es gibt keine große Pornoverschwörung, weil jemand der Pornos guckt kein Zombie wird. Es ist wohl sogar eher das Gegenteil der Fall.


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Medomatt
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Epidemie Pornografie

11.03.2013 um 22:01
@SethSteiner
SethSteiner schrieb:s gibt kein Problem der übermässigen Bedienung des Triebs mittels Pornographie. Die Minderheit die Probleme hat, denen muss geholfen werden
Ich verstehe...wir sind krank wenn wir keine Pornos schauen. Ich hab kein Problem wenn Minderjährige Pornos schauen, wenn Ihnen dadurch falsche Ideale und Werte vermittelt werden schon. Du hast anscheinend schon viel zu viele konsumiert, doch vergisst du dabei, das Kinder nicht so gut differenzieren können wie du. Aber das ist dir ja egal


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11.03.2013 um 22:03
@Medomatt

Was für falsche Ideale und Werte werden den vermittelt? Und wer entscheidet ob diese falsch oder richtig sind, du?


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Medomatt
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11.03.2013 um 22:03
@dovahkiin
@SethSteiner

tadaaa
Diskussion: 'P****-Hype an Schule in Graz'


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Medomatt
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11.03.2013 um 22:05
@dovahkiin
Schau dir doch n ordentlichen Porno an und beantworte dir die Frage selbst


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11.03.2013 um 22:10
@Medomatt

Und was soll mir das jetzt sagen? Ja einige dumme Jugendliche stellen Nacktbilder von sich ins Internet, na und? Was hatt das mit der Diskussion zu tun? Willst du wieder irgendwelche Behauptungen aufstellen das käme durch Pornos oder was?

Und nochmal
dovahkiin schrieb:Was für falsche Ideale und Werte werden den vermittelt? Und wer entscheidet ob diese falsch oder richtig sind, du?


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Medomatt
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11.03.2013 um 22:13
@dovahkiin
Warum reduzieren sich denn Jugendliche/mitunter Grundschüler auf Ihre nackten Reize?
Einfach so? Oder weil sie es vorgemacht bekommen?

Zu deinen Idealen und Werten - hey komm, es geht doch nur um n geilen Körper, Titten, Arsch und Waschbrett und wie lange ich kann im Bett oder?

Und nochmal, schau dir n ordentlichen Porno an und beschreib mir was du siehst - oder soll ich dir noch n Link schicken?


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Medomatt
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BlackFlame
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11.03.2013 um 22:20
@Medomatt
Na jetzt sprechen wir langsam die selbe Sprache. :)

Bei dem was du bisher ansprachst, kam der letzte Absatz irgendwie nicht richtig zum Vorschein.
Nichtsdestotrotz versuchten wir ja schon die heute sehr laute Kritik zu relativieren.
Jugendliche sind, was Kinderkriegen angeht, so aufklärt wie noch nie. Die Scham ist ebenfalls noch quicklebendig und dennoch ermöglicht die Pornografie doch einen direkten Einstieg in ein Gespräch über Sexualität zwischen Eltern und ihren Kindern.

Man darf ja auch nicht vergessen, dass die Kurzen auch selbst aktiv werden und ihre Erfahrungen sammeln und selbst heutige Jugendliche, die damit groß geworden sind, merken recht schnell den qualitativen Unterschied zwischen Sex und Masturbation.
Aber man ist ja noch davon geprägt, dass Ehe primär etwas Gutes und eine Scheidung etwas Schlechtes, Alleinerziehende unfähig und Monogamie natürlich sei. Man muss Traditionen nun nicht allesamt mit einem Rutsch auslöschen, aber das Festhalten an fundamentalen Wertevorstellungen ist genauso ein gewagtes Spiel. Denn wie fundamentalistisch will man denn sein?

Neuzeitliche Entwicklungen sind noch gar nicht so alt, wie man sie oft gern wahrnimmt.
Wann wurde denn beispielsweise die Sklaverei abgeschafft? Das kann man ja im Stillen einmal schätzen, wenn man es nicht weis und dann nachschauen, wann es letztlich soweit war. Da liegen recht viele so einige Jahrhunderte daneben.
Wenn man sich einmal anschaut, was weltweit allein in den letzten 250 Jahren passiert ist und wie da Schlag auf Schlag neue Ideen aufkeimten und alte verdrängt wurden. Das ist im Gesamtbild erstaunlich und vor allem rasant.

Die Kinder heute wachsen eben in einer ganz anderen Welt auf, als die Kinder vor 20 Jahren. Diese wiederum wuchsen aber auch ganz anders auf als die Kinder vor 40 Jahren. Und das kann man rückwirkend ewig so weiter führen.
Ein System, was nicht in Ordnung ist, darf zwar kritisiert werden, aber bei aller Kritik sollte auch eine Idee folgen, wie es denn anders werden soll.
Ein Wertesystem ist bei unserem Entwicklungstempo nach spätestens 50 Jahren komplett überholt und unbrauchbar bzw. in seiner ursprünglichen Form schon gar nicht mehr existent.

Also lass uns einmal konkret werden:
Liebe wird heute von vielen Seiten thematisiert und vermittelt. Manchen kotzt dieses Thema regelrecht an, weil es einem ständig präsentiert.
Zärtlichkeiten werden nach wie vor verlangt und eingefordert, möglicherweise sogar noch mehr als früher.
Sexsucht ist kein Massenphänomen und du hast ja selbst Material geliefert, was Auskunft darüber gibt, dass sich auch so einige Menschen selbstständig mäßigen.

Letztlich hilft wohl nur, dass man sich mal mit den Jugendlichen selbst auseinandersetzt und ihren Gehör schenkt, anstatt ihnen Stereotypen und Arten von Verblendung nachzusagen, ohne eine konkrete Vorstellung davon zu haben, was in ihnen vorgeht.
Im Moment wird hier doch nur von Mutmaßungen geredet, die mit Umfragen gestützt werden, deren Repräsentativität zweifelhaft ist.
Ich hätt jetzt endlich gern einmal etwas konkretes. Konkrete Bewältigungsstrategien, konkrete Eindrücke und nicht nur diese unpräzise Schwarzmalerei, ohne Sinn und Verstand.


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Epidemie Pornografie

11.03.2013 um 22:21
@Medomatt
Medomatt schrieb:Warum reduzieren sich denn Jugendliche/mitunter Grundschüler auf Ihre nackten Reize?
Einfach so? Oder weil sie es vorgemacht bekommen?
Sie sind jung und dumm, einfach gesagt. Solchen shit wirds immer geben, Kinder, Jugendliche, Teenager, what ever... die stellen immer irgendeinen blödsinn an, sie mobben, klauen, schleichen sich raus, saufen sich an, rauchen usw usw.

Denkst du ernsthaft diese Nacktfoto geschichte kam nur wegen Pornos zustande?
Medomatt schrieb:Zu deinen Idealen und Werten - hey komm, es geht doch nur um n geilen Körper, Titten, Arsch und Waschbrett und wie lange ich kann im Bett oder?
Ich bin mir sicher sehr viele Leute die schon in jungen Jahren Pornos gesehen haben können dir hier bestätigen das es ihnen nicht nur um sowas geht, mich eingeschlossen.


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Medomatt
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Epidemie Pornografie

11.03.2013 um 22:35
@BlackFlame
BlackFlame schrieb:Aber man ist ja noch davon geprägt, dass Ehe primär etwas Gutes und eine Scheidung etwas Schlechtes, Alleinerziehende unfähig und Monogamie natürlich sei. Man muss Traditionen nun nicht allesamt mit einem Rutsch auslöschen, aber das Festhalten an fundamentalen Wertevorstellungen ist genauso ein gewagtes Spiel. Denn wie fundamentalistisch will man denn sein?
ich hab auch gelesen, dass der Trend eher ins bodenständige geht und die bildungsnahe Schicht sich eher auf das besinnt, was du ansprichst. Ich möcht das jetzt nicht zur Bildungsfrage avancieren lassen, dennoch spielt das auch eine Rolle und ist ein Faktor in dem Kontext.
BlackFlame schrieb:Man darf ja auch nicht vergessen, dass die Kurzen auch selbst aktiv werden und ihre Erfahrungen sammeln und selbst heutige Jugendliche, die damit groß geworden sind, merken recht schnell den qualitativen Unterschied zwischen Sex und Masturbation.
Absolut - können sie aber auch bei dem übermässigen Angebot dementsprechend ohne Anleitung differenzieren. Und da seh ich die Diskrepanz.
BlackFlame schrieb:Wenn man sich einmal anschaut, was weltweit allein in den letzten 250 Jahren passiert ist und wie da Schlag auf Schlag neue Ideen aufkeimten und alte verdrängt wurden. Das ist im Gesamtbild erstaunlich und vor allem rasant.
Vollkommen korrekt - aber es geht sogar noch immer schneller und damit geht auch Unkontrolliertheit einher. Differenzierung anhand der Fülle an Information und medialen Inhalt unmöglich ohne professioneller kompetenter Anleitung - Medienkmpetenz ist das Stichwort.

und da folgerst du genau richtig
BlackFlame schrieb:Die Kinder heute wachsen eben in einer ganz anderen Welt auf, als die Kinder vor 20 Jahren. Diese wiederum wuchsen aber auch ganz anders auf als die Kinder vor 40 Jahren. Und das kann man rückwirkend ewig so weiter führen. Ein System, was nicht in Ordnung ist, darf zwar kritisiert werden, aber bei aller Kritik sollte auch eine Idee folgen, wie es denn anders werden soll. Ein Wertesystem ist bei unserem Entwicklungstempo nach spätestens 50 Jahren komplett überholt und unbrauchbar bzw. in seiner ursprünglichen Form schon gar nicht mehr existent.
Nur dnekst du enstehen auch automatisch neue Ordnungsstrukturen? Gerade bei so heiklen Themen wie Pornografie? ich denke eher Nein, auch wenn die herkömmliche Pädagogik hier eindeutig veraltet ist, bedarf es denn noch Anleitung und Aufklärung - ich versteh worauf du hinaus willst und gerade das macht es schwierig. Digital Natives und digitale Differgenz - wobei ich schon der Meinung bin, dass bestimmte veraltete Spektren von Handlungsstrategien und Erziehung nicht undbedingt negativ sind, wenn man diese in dem Zusammenhang übermittelt.
BlackFlame schrieb:Liebe wird heute von vielen Seiten thematisiert und vermittelt. Manchen kotzt dieses Thema regelrecht an, weil es einem ständig präsentiert.
Zärtlichkeiten werden nach wie vor verlangt und eingefordert, möglicherweise sogar noch mehr als früher.Sexsucht ist kein Massenphänomen und du hast ja selbst Material geliefert, was Auskunft darüber gibt, dass sich auch so einige Menschen selbstständig mäßigen.
Richtig - überall wird aber auch mit Sex und Porno konfrontiert was eine Abstumpfung gegenüber Gefühle und Beziehungsgedanken nach sich zieht und eine jugendliche Bewertung anahand sexueller Reize anstatt Menschlicher immer mehr in den Vordergrund drängt. Was noch kein Massenphänomen ist, wird zu einem - gerade unter Anbetracht neuer Kommunikationsmittel und Medien. Wenn sich Jugendliche mit Fotos und Videos besonders sexy darstellen, angeleitet von ihren Stars aus den Medien oder Pornos, dann ist diese Entwicklung tendenziell kritisch zu betrachten.
BlackFlame schrieb:Letztlich hilft wohl nur, dass man sich mal mit den Jugendlichen selbst auseinandersetzt und ihren Gehör schenkt, anstatt ihnen Stereotypen und Arten von Verblendung nachzusagen, ohne eine konkrete Vorstellung davon zu haben, was in ihnen vorgeht.
Thats it!!! Und das geht meiner Meinung nach nur mit medienpädagogischen Projekten die die Selbstreflexion und das reflektive Denken fördern. Ansprechen daraus lernen und nicht stillschweigen - Folgen und Risiken aufzeigen


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Medomatt
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11.03.2013 um 22:36
@dovahkiin
dovahkiin schrieb:Denkst du ernsthaft diese Nacktfoto geschichte kam nur wegen Pornos zustande?
Mitunter schon ja
dovahkiin schrieb:Ich bin mir sicher sehr viele Leute die schon in jungen Jahren Pornos gesehen haben können dir hier bestätigen das es ihnen nicht nur um sowas geht, mich eingeschlossen.
sondern? sprich dich doch mal aus - um was geht es denn dann?


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11.03.2013 um 22:47
@Medomatt

Mit Verlaub, meine persönlichen Ideale und Werte tun hier nichts zur Sache, jedoch kann ich dir sagen das zumindest ich nicht durch den Porno Konsum zu jemanden wurde dem es nur um "n geilen Körper, Titten, Arsch, Waschbrett und wie lange ich im Bett kann" geht.

Außer natürlich du sprichst direkt vom Konsum der Pornos, da mag es schon richtig sein das es um genau das geht(oder anderes, wie gesagt, Sexualität hatte viele Facetten), die Befriedigung der eignene Triebe. Darum gehts ja auch beim Sex(bei manchen spielt da eben noch Sympathie,Liebe usw mit).


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Medomatt
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11.03.2013 um 23:00
@dovahkiin
Dann wirst du mir zustimmen, dass
dovahkiin schrieb:direkt vom Konsum der Pornos, da mag es schon richtig sein das es um genau das geht
diese Werte und Ideale für die Jugend (unter den Aspekt dass immer mehr immer schneller Zugang zum Internet haben und das konsumieren können) nicht unbedingt tolle Prägungen sind, wenn sie die nicht differenzieren und reflektieren können und sich auch niemand dem annimmt, dass mit ihnen gemeinsam zu reflektieren. Ich habe keine allgemeingültigen Ideale und Were - aber die sind es nicht, soviel weiß ich

Mag sein, dass deine Werte und Ideale mittlerweile dich zu dem gemacht haben, weil du differenzieren kannst, aber bedenke, dass immer Jüngere immer leichter an die besagten Inhalte kommen, bzw. auch in den Medien viel öfter und häufiger konfrontiert werden. da kann es leicht zu einer Verschiebung kommen.


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BlackFlame
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11.03.2013 um 23:05
Medomatt schrieb:Absolut - können sie aber auch bei dem übermässigen Angebot dementsprechend ohne Anleitung differenzieren. Und da seh ich die Diskrepanz.
Aufklärungsarbeit kann nie schaden, aber bevor ich zum ersten Mal heran musste, habe ich auch schon einige Jahre Pornografie konsumiert und merkte trotzdem noch einen Unterschied zwischen dem, was da gerade passiert und dem, was ich schon so oft als Masturbationsvorlage gesehen hatte.

Ich komme nicht umhin hier trotzdem immer wieder auf die Gewaltdarstellungen zu verweisen. Da wollte man uns über Jahre auch weis machen, dass die Kurzen zu Gewalttätern mutieren, wenn sie mit 12 Egoshooter spielen und das hat sich als totaler Quark herausgestellt.
Die Vorstellung vom einsamen Jungen, der traurig vor seinem PC sitzt und sich den Schmerz aus der Seele ballert, mag ja quotenfreundlich sein, aber es gab genügend kontrollierte Versuche, wo genau solchen Jugendliche eine Waffe in die Hand gegeben wurde und sie danach weinend zu ihrer Mutter rannten, weil sie sehrwohl einen ganz klaren Unterschied zwischen Spiel und Realität spürten.

Wer zur Pornografie greift, der assoziiert diesen Glücksmoment aber auch mit diesem Medium und muss sich danach immer noch mächtig ins Zeug legen, will er dies mit einem realen Sexualpartner in ähnlicher Weise erfahren.
Medomatt schrieb:Medienkmpetenz ist das Stichwort.
Konkreter bitte. Von wem, wann und wo?
Medomatt schrieb:Gerade bei so heiklen Themen wie Pornografie? ich denke eher Nein, auch wenn die herkömmliche Pädagogik hier eindeutig veraltet ist, bedarf es denn noch Anleitung und Aufklärung
Und hier sehe ich offenbar eine andere Wirklichkeit als du.
Dass gerade die Deutschen so übermäßig gut aufgeklärt sind und die Jugendschwangerschaften zurückgehen, ist darauf zurückzuführen, dass sexuelle Aufklärung umheimlich präsent ist und dass die Kleinen wissen, wie man Kinder zeugt, aber vor allem auch, wie man dies bei aller Frühreife vermeidet.
Das beißt sich aus meiner Sicht ganz klar mit der These, dass es an dieser Stelle an Aufklärung mangeln würde. Die ist momentan schon sehr gut.

Letztlich muss aber genau das jetzt auch mit der von dir angesprochenen Medienkompetenz passieren. Sensibilisierung für das Internet, aktives Heranführen an neue Technik und an Internetplattformen.
Da sind nun einmal alle Kapazitäten gefragt. Eltern, Bildungseinrichtungen und die Politik. Sagt der gute Georg Schramm ja auch bei jeder Gelegenheit.
Dafür braucht es einfach ein völlig neues Gesellschaftssystem und der Wunsch nach einem solchen ist sehrwohl präsent, so dass ich da schon Hoffnungen habe, dass wir dem einen Schritt näher kommen, sollte das aktuelle System völlig zusammenbrechen.
Die Menschen mögen nicht immer vernünftig sein, aber es gibt eine Vielzahl treibender Kräfte innerhalb unserer Gesellschaft, die genau wissen, was sie wollen und dass es momentan eine Menge Verbessungsbedarf gibt.
Dahingehend bin ich einfach guter Dinge, auch wenn es schwer fällt.
Medomatt schrieb:Richtig - überall wird aber auch mit Sex und Porno konfrontiert was eine Abstumpfung gegenüber Gefühle und Beziehungsgedanken nach sich zieht und eine jugendliche Bewertung anahand sexueller Reize anstatt Menschlicher immer mehr in den Vordergrund drängt. Was noch kein Massenphänomen ist, wird zu einem - gerade unter Anbetracht neuer Kommunikationsmittel und Medien. Wenn sich Jugendliche mit Fotos und Videos besonders sexy darstellen, angeleitet von ihren Stars aus den Medien oder Pornos, dann ist diese Entwicklung tendenziell kritisch zu betrachten.
Auch hier weis ich wieder nicht, von welchen Jugendlichen du sprichst.
Ich erlebte und erlebe eine gewisse Zahl von Jugendlichen in meinem Umfeld und wenn man die einmal zur Seite nimmt und sie zu einem respektvollen Gespräch zwischen Erwachsenem und einem, der es werden will, einläd, dann höre ich da eben völlig Gegensätzliches.
Die Schätzen ihre guten Freunde bei weitem nicht so gering, wie manche Fachpresse gern schwadroniert. Der Wunsch nach einem bodenständigen Leben, nach Glück, nach dem Erfahren von wahrer Liebe, das ist in deren Köpfen verdammt präsent.
Bei manchen sogar viel ausgeprägter als ich das in dem Alter bei mir selbst erlebt hatte.

Man kann sie nicht alle vor sich selbst retten, aber das konnte man noch nie und manche brauchen auch ihr Leben lang eine gewisse Führung, weil ihnen die Selbstständigkeit fehlt. Aber komme mit dem, was ich mir die Kurzen präsentieren, nicht umhin, sie mit der Ernsthaftigkeit zu behandeln, die ich mir selbst als Jugendlicher immer gewünscht hatte.
Deswegen möchte ich zwar im Schrammschen Sinne für Aufklärung und Selbstbestimmtheit argumentieren, aber das bedingt heutzutage offenbar auch Feindbilder wehement zu attackieren, bevor sie am Ende noch genau die Sinnflut darstellen, von der Herr Schramm meint, dass sie schon über uns heringebrochen ist.


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Medomatt
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11.03.2013 um 23:29
@BlackFlame
BlackFlame schrieb:Ich komme nicht umhin hier trotzdem immer wieder auf die Gewaltdarstellungen zu verweisen. Da wollte man uns über Jahre auch weis machen, dass die Kurzen zu Gewalttätern mutieren, wenn sie mit 12 Egoshooter spielen und das hat sich als totaler Quark herausgestellt.
Die Vorstellung vom einsamen Jungen, der traurig vor seinem PC sitzt und sich den Schmerz aus der Seele ballert, mag ja quotenfreundlich sein, aber es gab genügend kontrollierte Versuche, wo genau solchen Jugendliche eine Waffe in die Hand gegeben wurde und sie danach weinend zu ihrer Mutter rannten, weil sie sehrwohl einen ganz klaren Unterschied zwischen Spiel und Realität spürten.

Wer zur Pornografie greift, der assoziiert diesen Glücksmoment aber auch mit diesem Medium und muss sich danach immer noch mächtig ins Zeug legen, will er dies mit einem realen Sexualpartner in ähnlicher Weise erfahren.
Die Computerspieldebatte und die Pornografiedebatte sind, ums mal festzuhalten, 2 verschiedene Paar Schuhe und da wirst du mir beiflichten. Ich habe selbst im Studium (Egoshooter) darüber referiert und Hausarbeiten geschrieben - das kann man nicht vergleichen!
Auch da sind es viele Faktoren, wobei bestimmte Indikatoren ein Gefahrenpotential bergen. Natürlich wird alles medial aufgebauscht - aber noch lange macht es keinen Attentäter oder Kinderschänder.

Natürlich ist Virtualität und Realität eine Diskussionsgrundlage - verschwimmt aber bei Pronopgraphie eher wie bei Killerspiele.
BlackFlame schrieb:Konkreter bitte. Von wem, wann und wo?
Wie meinen? Kann ich dir viele an die Hand geben - angefangen von Baacke, Hugger,schell, röll, Nolle bis hin zu Tulodziecki.
BlackFlame schrieb:Die Menschen mögen nicht immer vernünftig sein, aber es gibt eine Vielzahl treibender Kräfte innerhalb unserer Gesellschaft, die genau wissen, was sie wollen und dass es momentan eine Menge Verbessungsbedarf gibt.
Wenn ich mir aus meiner Sicht die Gesellschaft anschaue, geht es tendenziell in die andere Richtung - oder man wacht wirklich mal auf, wenn der Stiefel tief im Arsch steckt - den meisten geht es halt einfach zu gut.
Ich erlebte und erlebe eine gewisse Zahl von Jugendlichen in meinem Umfeld und wenn man die einmal zur Seite nimmt und sie zu einem respektvollen Gespräch zwischen Erwachsenem und einem, der es werden will, einläd, dann höre ich da eben völlig Gegensätzliches.[/ZITAT

Bei mir teilt sich das sehr drastisch - meine Erfahrung ist eher, dass der Großteil eher latent egoistisch und lapidar seinen eigenen Trieben Freilauf geben und eher wenige sehen und leben das kritische und worauf es wirklich ankommt.
ich gehe im schrammschen sinne mit, dass die sinnflut längst da ist - da haben wir wohl ein disput :)
wie schramm schon sagte - sie werden gezüchtet und das ist fakt - da brauch man nicht schramm zu sein um das zu erkennen


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Epidemie Pornografie

12.03.2013 um 00:02
Mein Onkel wurde in den Nachkriegsjahren als 6-Jähriger regelmässig von seinem Onkel (einem Ex-NSDAP-Mitglied und Amtsrichter in Celle) nachmittags übers Knie gelegt, mit nacktem Hintern. Danach ging der Onkel zur Tante zum Mittagsschlaf.
Das Frollein, das in der Dachstube nebenan wohnte, hatte merkwürdig viel Herrenbesuch, und immer Zigarretten zum Tauschen.
Eine Nachbarin bekam Ärger mit der Militärpolizei, weil sie Soldaten für Geld an ihre 14-jährige Tochter liess ... in einem Schuppen, in dem die Nachbarsjungs (auch mein Onkel) vom Dachboden aus zusahen.
Die Tochter war geistig behindert.
Nein, das war nicht die gute alte Zeit, in der man noch wusste, was Anstand und Moral sind.
In den 50ern und 60ern hatten zwei meiner Tanten illegale Abtreibungen, von denen sie ihren Müttern nie erzählten. Meine Mutter bekam ihr erstes Kind mit 17.
Und das waren keine sozial randständigen Flüchtlingsfamilien, sondern bürgerliche, gebildete Familien mit relativ hohem Einkommen.
Und die Jugend war nicht unverdorben und rein, sondern bloss entsetzlich verklemmt.
Wenn man noch mehr davon sehen möchte, wie es in der guten alten Zeit zuging, schaue man sich "Mondo Cane" auf youtube an ... den Teil über die Reeperbahn.

Dass Dinge in der Öffentlichkeit nicht gezeigt wurden, heisst nicht, dass sie nicht stattfanden. Pornokinos sind heute ersetzt durch das Internet, aber die Filme gab es schon lange.
Und der Bildungsbürger diskutierte über die bekleidete und die nackte Maja von Goya .... rückblickend scheint sie ein Beweis für eine verringerte Schwerkraft oder die frühzeitige Verwendung von Silikon zu sein. Oh, ich vergass: das war ja Kunst. Genauso wie die unzähligen Gemälde "Europa und der Stier" oder "Raub der Sabinerinnen", die nur notdürftig verhüllten Brüste in der Empire-Zeit (Juliette Recamier, unter "Bilder" googeln, oder Königin Louise von Preussen), die Begeisterung für ägyptische Kunst (Kleopatra "Bilder" googeln) ... naaahain, neenich, das hat nienichts mit Sex zu tun ...

Stattdessen waren Vergewaltigungen und Homosexualität Tabuthemen, obwohl beides stattfand.

Ich denke, dass Pornografie einen sehr sinnvollen Zweck erfüllt. Und wenn es nur ein paar Obsessive davon abhält, ihre Obsessionen an Unwilligen auszuleben, weil sie sie in Filmen und Bildern ausleben können, und nicht real umsetzen müssen, um sich auszuprobieren. Andere mögen erfahren, dass ihre Obsession nicht halb so abwegig ist, wie sie sie einschätzen würden, hätten jene Videos nicht soundsoviele Klicks zu verzeichnen.
Aber ein Obessiver wird nicht von seinen Phantasien lassen, wenn er sie nicht dargestellt sieht.
Und andere werden immer unterscheiden können zwischen Phantasie und Wirklichkeit, wie man schon früher zwischen "Raub der Sabinerinnen" und Wirklichkeit unterscheiden konnte.

Ich kann @BlackFlame nur zustimmen: die Jugendlichen heute wissen sehr wohl zu differenzieren zwischen Porno und ihren Wünschen. Vielleicht müsste man einigen die Tücken des Internets noch etwas drastischer vor Augen führen, aber irgendjemand schrieb hier auch von Doktorspielen ... ja, auch das hat es schon immer gegeben.
Die Tochter meiner Freundin ist mit 15 noch ein Kind und surft mit Wonne durch das Internet, postet die halbe Nacht bei facebook und hat noch längst keinen Freund ... derweil hing ich mit 15 nächtelang in der Disco ab, hatte meinen ersten Freund, hatte den ersten Sex und knutschte mit einem anderen. Das Leben war für Jugendliche schon immer kompliziert, so oder so.
Das einzige, was mir Sorge macht, ist das veränderte Bild, das Jugendliche von ihrem Körper haben: Körperbehaarung ist unnatürlich, der Körper hat perfekt zu sein und was einem nicht gefällt, kann/sollte man operieren lassen.
Das halte ich für viel gefährlicher als Pornografie (da sind Körper auch mal ganz natürlich ...).


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12.03.2013 um 00:10
@Medomatt
Nö, man ist nicht krank, wenn man keine Pornos schaut. Wo liest du das? Ich schrieb von einer Minderheit die Probleme hat, damit sind diejenigen gemeint, die tatsächlich eine Sucht haben.

Und wie bereits gesagt, Pornos vermitteln keine Ideale und Werte, Pornos sind Fickfilme. Da gehts ums ficken, nicht darum Ideale und Werte zu vermitteln, dafür sind Eltern zuständig, der Staat ist eventuell zuständig aber nur in einem begrenzten Rahmen. Aber Pornos? Pfff. Und wie schon gesagt, in Pornos sind die Akteure wohl gleichberechtigter als sie es etwa bei Videospielen oder anderen Medien wären. Pornos sind ein Medium, da gibt es ganz viele verschiedene Dinge, wo die Akteure unterschiedliche Rollen annehmen und warum tun sie das? Weil der Mensch nun Mal keine Klonspezies ist in dem alle dasselbe mögen und fühlen. Dementsprechend befriedigen Pornos unterschiedliche Wünsche.

Und "buhuhu die Kinder". Kinder sind ein ganz schlechtes Argument, weil die nämlich so schnell erwachsen werden und man dadurch ganz schnell herausfinden kann ob das was man behauptet wahr ist oder falsch und dummerweise sind seit Anbeginn der Pornographie ganz viele Kinder erwachsen geworden, die alles schon gesehen haben und anstatt dass wir eine Armee von Antikommunistischen oder Kommunistischen Supersoldaten gezüchtet haben, die sich gegenseitig bekämpfen und Atompilzen entgegenlaufen, haben wir den kalten Krieg überwunden, brechen die Geschlechtergrenzen auf, hinterfragen jeden Konflikt intensiver den je.. verdammt, wir haben sogar die Wehrpflicht abgeschafft. Ergo:
- Romane zersetzen die Gesellschaft nicht
- keine einzige Musikrichtung zersetzt die Gesellschaft
- Zombiefilme tun es nicht
- Gewaltfilme als solche tun es nicht
- Comics? Auch sie haben nichts negatives bewirkt
- Und Pornographie? Von der gibt es immer mehr und die Gesellschaft ist frei von negativen Auswirkungen, von einer Zersetzung fangen wir am besten gar nicht erst an

Ich brauche gar keine Studie, keine Untersuchung um festzustellen, dass ich gerade in einem unzerbombten Haus setze, vor um mich herum viele Konsumgüter habe, darunter weibliche puppen (sogenannte Actionfiguren), Romane, Comics, Gewaltfilme, Pornos und nicht das Bedürfnis habe eine Frau schlecht zu behandeln, im Gegenteil, ich setze mich für ihre Rechte ein und für die der Homosexuellen und überhaupt. Meine Erwartungshaltung? Die ist relativ niedrig und wann habe ich angefangen Pornographie zu konsumieren und zu masturbieren? So wie alle als Kind. Aber es geht gar nicht um mich, ich habe vor mir eine Straße, funktionierend, unzählige Autos, Häuser, Bahnhöfe. Ich habe die Gesellschaft vor meiner Tür und anstatt zu zerfallen, tut sie genau das Gegenteil. Sie wächst, gedeiht, verbessert und differenziert sich. Es gibt schlechte Seiten, Rassismus, Sexismus, Kriminalität, Intoleranz aber ich habe vor meiner Haustür ja nicht nur unsere Gesellschaft, sondern auch noch andere und ich kann vergleichen und verdammt, schneiden wir gut ab.

Von demher, kann es diese negative Abstumpfung immer noch nicht geben.


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Epidemie Pornografie

12.03.2013 um 00:21
Ich bin weiblich und habe nichts gegen Pornos. Die sind da, um sich aufzugeilen. Das war's. Was ist daran verwerflich, v.a. wenn man Single ist?


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