Bei der ganzen Kristallschädelgeschichte gibt es nur ein klitzekleines Problem.
Mitchel-Hedges hat ihn nicht irgendwo gefunden, sondern 1944 bei Southebys für 400 Pfund ersteigert! Desweiteren ist Mitchell-Hedges als mehrfacher Lügner überführt worden, hatte er doch behauptet in seinem so vermeindlich abenteuerlichem Leben mit Pancho Villa gekämpft, mit Leo Trotzki gesoffen und mit J.P.Morgan gezockt zu haben. Leider ist nichts davon wahr. Genauso wie die Geschichte mit den Schädeln eben.
http://unmuseum.mus.pa.us/cryskull.htm (Archiv-Version vom 31.12.2005)Und Wikipedia weiß zu berichten:
Viele Wissenschaftler halten die Kristallschädel für modernere Anfertigungen, die im 19. Jahrhundert in Idar-Oberstein, einem Zentrum der europäischen Kristallschleiferei, entstanden sind. Die elektronenmikroskopische Untersuchung des Londoner Kristallschädels förderte Bearbeitungsspuren zutage, wie sie von neuzeitlichen Schleifwerkzeugen verursacht werden. Der früheste Beleg über die Existenz eines solchen Kristallgegenstandes datiert auf das 19. Jahrhundert.
Interessant ist die Argumentationslinie der Schädelfraktion: Weil man mit urzeitlichen Methoden 1000 Jahre lang polieren müßte, wird einfach vorausgesetzt, das der Schädel eine mysteriöse, vielleicht außerirdische Herkunft hat. Das es im 19. Jahrhundert aber solche Techniken gab und Kristall sich leider nicht mit der C14 Methode altersdatieren läßt, erwähnt man aber nicht und schließt somit die wesentlich wahrscheinlichere Herkunft aus.
"Es ist Unsinn, sich in Fragen der Wahrheit darauf zu berufen, dass man etwas glauben müsse - denn etwas wird nicht dadurch wahr, dass man daran glaubt."
Konfuzius
"Es geschieht oft, daß ein universaler Glaube [...] in einem späteren Zeitalter so greifbar zur Absurdität wird, daß die einzige Schwierigkeit darin besteht, zu verstehen, wie eine solche Idee jemals glaubwürdig erscheinen konnte."