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Die zweite Wohlfühl-Lounge

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06.12.2012 um 00:20
Youtube: Emerson, Lake & Palmer - Lucky Man


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06.12.2012 um 00:21
@NoSleep

Der linke hat geile Stiefel an...^^


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trollinger
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06.12.2012 um 00:22
@NoSleep
super!


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trollinger
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06.12.2012 um 00:24
Youtube: Army Cadence Master


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06.12.2012 um 00:26
@Funzl
@trollinger

Here you go!

http://www.youtube.com/watch?NR=1&v=7cCVj4-bao4&feature=endscreen


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06.12.2012 um 00:29
@trollinger

Wo ist das Army-Vid her? Das sieht so selbstgedreht aus....


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06.12.2012 um 00:30
Youtube: Styx - Man In The Wilderness


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trollinger
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06.12.2012 um 00:31
@Funzl
vom früheren arbeitgeber.


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trollinger
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06.12.2012 um 00:32
@Funzl
@NoSleep
gute nacht! machts gut,bis denn


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06.12.2012 um 00:33
@trollinger

gute nacht - biba.


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06.12.2012 um 00:39
@trollinger
@NoSleep
Samstag abend gegen 23.38 Uhr liegt eine himmlische Stille im Örtchen Bachfeld – nur ein einsamer Hobby-Drechsler werkelt noch in seiner kleinen Werkstatt.

23.57 Uhr:

Ein an sich unbedeutender Arbeitsfehler von Peter M. wird sich im Laufe der Nacht noch bitter rächen. Mit einem lauten Knall platzte der 40 cm große Schalenrohling, und die Splitter durchschlugen das Werkstattfenster ….

23.59

Das Klirren der Werkstattfensterscheibe riß den Familienvater Herbert S. aus seinen mitternächtlichen Schlaf auf der nahegelegenen Terasse. Das alte Gewächshaus in seinem Garten
war ihn schon lang ein Dorn im Auge – inspririert von dem Bersten der Glasscheibe der Drechslerwerkstatt, und motiviert durch einen vorrausgegangenen Ehekrach sowie einer Flasche Billigkorn aus dem Discounter – hergestellt von der Brennerei „ Brainkiller & Söhne“ machte sich Herbert S. daran, in einer Spontanaktion mit dem Vorschlaghammer das alte Gewächshaus der Marke „ Lucky Green“ – Typ Olivenhain der Erdgleiche nahe zu bringen.

0.11

Durch den Lärm aus dem Nachbarsgarten aus dem Tiefschlaf gerissen ging der Strassenbau-Veteran und jetztige Pensionär Adolf H. ans Fenster, um nach dem Rechten zu sehen – er befürchtete einen Einbruch in seinen angebauten Lagerhaus, in welchen er seine liebevoll gepflegte Presslufthammer- und Kompressoren-Sammlung verwahrte.

„ Was der kann – kann ich schon lange“ – mit diesen Satz entschloß sich Adolf H. nach sehr langer Zeit wieder mal die beiden Prunkstücke seiner Sammlung - den Presslufthammer der Marke Street-Destroyer 6000 – Magnum in Kombination mit dem dreiachsigen Großkompressor des Edelherstellers " Krössers" - Typ Rommel 1 zum Einsatz zu bringen: Seine Aufahrt zum Haus war schon seit längeren sanierungsbedürftig – und Adolf – ein Mann der Taten – ging ans Werk!

0.23 Uhr.

Zu später Stunde kam der 47 jährige Abbruch-Unternehmer Konrad „the Peacemaker“ Schorz von einem gelungenen Besuchs des Saunaclubs " Nicole" von Kalle Schwanzen nach Hause, und wunderte sich über die ungewohnte Geräuschkulisse in seiner Strasse.Beflügelt von ungezählten Gläsern Champanger der Marke High Chaparell – Jahrgang 1998 – und einigen Gläsern schottischen Single-Malt-Whiskey Glennmorangee entschloß Er sich zu einer zeitlich etwas vorgezogenen Testfahrt seines neuesten Abbruchbaggers des Herstellers Stonecrasher – Typ Rockmill 456 / HSCE.
Das durch reichlich Alkohol beeinträchtige Seh – und Reaktionsvermögen sowie die mangelnde Erfahrung mit der 75 Tonnen schweren Baumaschine liesen die Fahrtstrecke nach spielend leichter Planierung der Hindernisse Sportheim „ Zum runden Leder“, der Feinbäckerei Streusel & Mehl sowie der ortseigenen Tankstelle weiter quer durch die Kleingarten-Kolonie „Die grünen Eulen“ verlaufen….“ 1950 PS haben´s in sich“ …….ein Großteil der Siedlung gleicht einem Truppenübungsplatz!

0.30 Uhr:

Die eintreffenden Sondereinsatzfahrzeuge der Polizeieinheiten werden von einem Regen aus herabfallenden Dachziegeln vom " Typ 213 - roter Hartbrand - unglasiert" empfangen. Um von der soziologisch wichtigen , nächtlichen Strassenveranstaltung nicht ausgeschlossen zu sein, hat sich die 12-köpfige Familie W. bereit erklärt, die für den nächsten Tag anberaumte Dach-Komplettsanierung in ein Night-Adventure-Event umzuwandeln.
Ein wichtiger Beitrag zur Randgruppen-Integration aus dem Bereich Großfamilie mit Hartz 4 - Status.

0.36
Das mittlerweile eingetroffene, 200 Mann starke SEK der Polizei hatte sichtlich Mühe, in die regen, nächtlichen Bautätigkeiten wieder Ruhe zu bekommen. Extrem behindert wurden die Einsatzkräfte durch das spontan organisierte, jedoch ohne jeglichen Reglement sattfindende Rasenmähertraktor-Rennen rund um die Parkanlage
" Geigenbauerhain ".

0.38

Peter M. nahm seinen Gehörschutz ab, stellte alle Maschinen aus – reinigte seine Arbeitskleidung und verließ die Werkstatt.
Sichtlich unbeeindruckt von dem infernalischen Geschehen um Ihn herum schloß er die Werkstatttür ab, und betrachtete voller Stolz im Mondschein sein heute, nach 9 Stunden einzig gelungenes Tageswerk auf der Drechselbank:
Einen Fingerhut aus ostindischen Palisander!
Mit dem Satz „ Wer hat denn das hier alles angezettelt?“ ging er kopfschüttelnd am Einsatzgruppenleiter der Polizei vorrüber in Richtung Hauseingang – Wohnung – Dusche…..“ Sachen gibt’s – die gibt es nicht“……

0.45

Ein Großteil der Ortschaft Bubenfeld existiert nicht mehr. Das Militär hatte keine andere Möglichkeit als den amokfahrenden Abbruchunternehmer Konrad Schorz mit meherern panzerbrechenden Raketen vom Typ „ Herkules 2" an seiner Weiterfahrt in Richtung Einkaufszentrum Nord-Ost zu hindern.

Dem Presslufthammer-Sammler und Pensionär Adolf H.wurde schließlich in einer Gemeinschaftsaktion von 12 Krankenpflegern aus dem BZK " Innere Ruhe" eine Zwangjacke - Modell "Flash-fixed –White Quiet" angelegt, nachdem es ihn noch gelang einen zweiten Streifenwagen mittig mit seinem Arbeitsgerät zu teilen…

Familienvater Herbert S.– gelang mit seinem Vorschlaghammer die Flucht durch das nahegelegen Feuchtbiotop
„ fröhliche Kaulquappe“ – die Fahndung läuft…....

Die gesamte Familie W. wurde aus Mangel an Platz in den Einsatzfahrzeugen - unter Berücksichtigung der Dienstvorschrift 234/bZ-12/ Absatz F-L - Einsätze über 12 Meter Höhe - kurzer Hand von höhentauglichen Beamten mit Handschellen und Plastikbindern an den freigelegten Dachlatten fixiert.

Die 32 Teilnehmer des illegalen Rasenmähertraktoren-Rennens wurden, bis auf den eindeutigen Sieger Paul " King of Burn Outs" Ölschläger widerstandlos festgenommen. Paul Ölschläger wurde das letzte Mal mit seinem 148 PS starken Rasentraktor des amerikanischen Herstellers WMC auf der A3 in Fahrtrichtung Frankfurt beim Überholen eines Lamborgini´s gesichtet.......

Und das alles nur, weil Einer zu blöd zum Drechslen ist!


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06.12.2012 um 00:40
@trollinger
@NoSleep
Baustelle Nagelfeld

10.15 Uhr.

Auf der Großbaustelle „Wohn- und Einkaufsparadis Luisenhain“ am Rande des idyllisch gelegenen Örtchens Nagelfeld herscht rege Bautätigkeit – pflichtbewusst und fleissig verrichtet jeder einzelne seine Aufgabe, von Aggressionen keine Spur.

10.17 Uhr

Dem auf dem Dach tätigen, 37 jährigen Zimmermann Herrmann „ die Eiche“ Hegenbart passiert ein kleines, kaum erwähnenswertes Mißgeschick, welches katasthrophale Folgen nach sich ziehen wird:
Ihm fällt ein Nagel aus der Hand.

10.17 Uhr und 4 Sekunden:

Der Nagel trifft Maurer Karl B. auf dem Kopf. Karl B. trägt vorschriftsmäßig einen Helm, so das weitreichende gesundheitliche Schäden ausbleiben. Dennoch wertet Karl B. den vermeintlich gezielten Anschlag als einen verirrten Querschläger aus der Nagelpistole von Schreiner Justus F. – der einige Ecken weiter die Nagelpistole nach reichlichen Genuß von sechs Flaschen Bier aus dem Brauhaus Gebrüder Malz&Co nicht mehr ganz mit der erforderlichen Sorgfalt führen kann. Der regional erfolgreiche Hobbykugelstoßer Karl B. verfehlt den Schreiner mit einem nicht ganz korrekt koordinierten Stoß eines roten 36er Aussenwand-Ziegels nur um wenige Zentimeter. Dieser verlässt die 2. Etage durch ein Fenster des Rohbaus..

10.18 Uhr

Der Ziegel trifft nach einer balistisch nahezu perffekten Flugbahn das Dach des Firmenfahrzeuges (Typ VW Kastenwagen T 4 ) der Elektrofirma Volt & Watt GmbH.
Zeitgleich eröffnet der Schreiner Justus F. ein Trommelfeuer aus seiner Nagelpistole auf dem Maurer Karl B. – der schützend Deckung hinter einer zufällig rumstehenden Innentür vom Typ 262 - „ kanadischer Ahorn – hell“ – sucht, und das Nagelfeuer mit einigen gezielten Kellenwürfen versucht zu erwidern……

10.22 Uhr

Der acht Mann starke Elektrikertrupp unter der strengen Führung des Ex-Bundeswehr-Hauptfeldwebels und Elektromeisters Hans „Hannibal“ Röttendonk hat im Sturm die zweite Etage des Rohbaus erreicht, wo sie sich sofort maßgeblich in das dort laufende Gefecht zwischen dem Maurer und dem Schreiner unter millitärisch-stragetischen Gesichtspunkten einbringen.

10.24 Uhr.

Mit einer gekont geknüpften Lassoschlinge aus 10 Meter Unterputzkabel 3 x 3,5 mm des Herstellers „Reinleiter- Drahtwerke Nürnberg“ und einem gezielten Wurf derselbigen gelingt es dem 17 jährigen Elektro-Azubi und Hobby-Cowboy Denis D. den wild mit Kellen und Spachteln um sich werfenden Maurer Karl B. beide Arme körpernah zu fixieren. Seine Kollegen, mittlerweilen mit umherliegenden Wasserleitungsrohren aus dem Materialbestand der Installationsfirma GWS-Riemenschneider und Söhne bewaffnet, versuchen vergeblich, sich über die mittlerweilen aufgebauten Hindernisse zu dem um sich schießenden Schreiner vorzukämpfen.

10:26 Uhr

Sichtlich erregt über den Materialdiebstahl durch die Elektrikertruppe beschließt der Installateurmeister Gustav W. beherzt, in das gefechtsähnliche Treiben einzugreifen.
Durch langjährige Übung in seiner Mittelalter-Rittergruppe führt er behende und selbstsicher ein 2 Meter langes 4 Zoll Wasserleitungsrohr im Stil eines Zweihänderschwerters, um schnellstmöglich wieder für Ruhe und Ordnung in der Rohbau-Etage zu sorgen. Zeitgleich füllt sein Azubi Emil R. die restlichen verbliebenen Luftballons von der letzten Bauwagen-Party mit einer übermäßig dosierten Menge an Acetylen-Sauerstoff-Gemisch aus dem betriebseigenen Autogen-Schweißapparat.

1033 Uhr.

Einige heftge Explosionen zerfetzen das Firmenfahrzeug der Elektrofirma Volt & Watt GmbH restlos. Kranführer Hugo „ The Rock“ Müllenkraft, der das ganze Treiben von Anfang an aus seiner 25 meter hoch gelegenen Krankabine beobachten konnte, erkennt die nahezu hilflose Situation seines eingekesselten Schwagers Justus F. – der mittlerweilen unter starken Munitions-Nachschubs-Schwierigkeiten leidet, und entschließt sich zu drastischen Soforthilfe-Maßnahmen.

10.36 Uhr.

Mit einer gekonten Auslegerarm-Drehbewegung seines Gittermastkranes gelingt es Hugo M. den dreistachligen Schwerlast-Ankerhaken vom Typ „Titanic-Stopper 12-36“ mittig durch die Windschutzscheibe des brandneuen und falsch geparkten Daimlers des Poliers krachen zu lassen.
Wenige Sekunden später kracht der Benz einer Abrißbirne gleich durch die südliche Hauptmauer der zweiten Etage des Bauabschnittes F-4 / 2-b.

10.39 Uhr

Eine weitere große Explosion macht aus Bauwagen 4 – der Unterkunft für die Maurertruppe Splitterholz. Mit einen triumphierenden „ Victory“ Schrei streckt der Installateur-Azubi Emil R. beide Arme schräg in die Luft.

10.41 Uhr.

Im an der Baustelle naheglegenen Wohnhaus „ Sterlitzer Str. 34“ in der zweiten Etage reinigt der fast 90 jährige 2. Weltkiregsveteran Willibald Bornheider liebevoll mit ölgetränkten Lappen sein letztes, komplett erhaltenes Erinnerungsstück aus der Zeit von 1944. Das seit Einzug in seiner Wohnung auf seinem Balkon als Großkübelpflanzenhalter aufgestelltes und gut getarntes MG-Mehrlauf- Feldgeschütz vom Typ „Volksfeuer 03“ ist in technischen Bestzustand und einsatzbereit. Die Explosion des Bauwagens und eine plötzlich auftretender Eissturm mit Minusgraden versetzen den alten Herren schlagartig ins Jahr 1944 – Örtlichkeit 43 km vor Stalingrad zurück.

10.43 Uhr.

Mit einem flächendeckenden Sperrfeuer deckt Willibald Bornheider die gesamte Großbaustelle ein. Mehere Querschläger treffen die Kette des Gittermastkrans von Hugo M – an deren Ende so etwas Ähnliches wie ein roter Mercedes-Benz gerade die letzten Reste der 2. Rohbauetage von Bauabschnitt F-4 / 2-b. eingeebnet haben.

10.44 Uhr

Das aus ca. 15 Meter herabstürzende Auto-Abrißbirnenwrack trifft auf das brandneue Mountainbike des Bauschlossers Stefan G. Dieser erkennt das gezielte Attentat des Kranführers sofort, und stürmt bewaffnet mit einem schweren Motortrennschleifer der Marke Stohl – Typ 3900 durch den Kugelhagel von Willibald B`s Feldgeschütz. in Richtung Kranfundament…..

10:47 Uhr

Zusammengeschweißt nach gut 55 Jahren Ehe steht Gerttrude Bornheider ihren Mann – wie Zeit ihreres Lebens schon – in Guten wie in schlechten Zeiten tatkräftig zur Seite: Die ehemalige Meisterin im Sperrwerfen der Frauensportgruppe „ Langenheider Moos“ trifft mit mehreren gezielten Stabhandgranatenwürfen neuralgische Baustellen-Einrichtungen vorbildlich: Dixi-Station – Inmbißbude mit angegliederter Stehtrinkhalle – die Hauptpumpstation der Bauwasserversorgung sowie die stadtwerkeeigene Stromverteiler-Basis 26 existieren nicht mehr……..

10:49 Uhr.

Ein letzter fachbuchgerechter Schrägschnitt im 45.3° Winkel mit dem Motortrennschneider bringt den Kranmast des in signalgelb lackierten Baukrans mit einem knirschenden Geräusch in eine majestätisch anmutende Fallkurve.

10.50 Uhr
Mi einem infernalischen Einschlaggeräusch zertrümmert der umgekippte Baukran das Dach und die ersten zwei darunter liegenden Etagen des an der Baustelle grenzenden Schwesterwohnheims „ Zum ruhigen Schlüpfer“.

10.51 Uhr

Das Schreien und Kreischen der aufgeschreckten Bewohnerinen des Schwesternwohnheims weckt schlagartig bei allem Baustellentätigen die niedrigsten Urinstinkte:
Mit jeweils im Dialekt abweichenden Rufen des untersten Sprachniveaus z.B. von der fränkischen Betonierergruppe der Fa. Zem & Ent GMBH - bis hin zu deutlich akutstisch wahrnehmbaren Ausrufen der Billiglohnland- Trockenbau-Brigarden stürmten ca. 100 Mann das Trümmerfeld der Großbaustelle Nagelfeld in Richtung Schwesternwohnheim, um dort den Damen bei den Aufräumarbeiten behilflich zu sein - so manches wird wohl zunächst einmal nur grob zusammengenagelt werden .......


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06.12.2012 um 00:42
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Neulich, im Schilderladen

Ein Hobbyholzwerker konnte sich endlich einen langersehnten Wunsch erfüllen – eine mittlerweilen selten gewordene aber hochwertige Kreissäge konnte er käuflich erwerben, und im Herstellerwerk generalüberholen lassen.

Nachden er die Maschine noch fü seine Zwecke modifiziert hatte, sollte ein Typenschild mit den für die Komplettdurchsicht relevanten Daten auf der Maschine angebracht werden – was liegt also näher als der Gang zum Schildergraveur – im Volksmund als Schilderladen bezeichnet.

Lauschen wir nun zunächst den Dialog zwischen den Holzhandwerker ( HHW ) und der netten, aber doch chon etwas in die Jahre und in die Breite gekommenen Dame des Schilderladens( SLD ) bei der Bestellung des 6 x 10 cm großen Typenschildes.

HHK: Guten Tag
SLD: Grüß Gott
HHW: Kann ich machen, wenn ich Ihn sehe – aber seit wann duzen wir Uns?
SLD: Wie bitte?
HHW: Ach, schon gut. Ich bräuchte ein Schild graviert
SLD: Das könenn wir machen
HHW: Ich weiß, deshalb bin ich ja hier…….
SLD: Wie groß – und welches Material?
HHW: Ich bin 1, 76 – und aus Fleisch und Blut – oder meinten Se das Schild?
SLD: DAS SCHILD NATÜRLICH!
HHW: dachte ich mir fast – also 6 x 10 cm hier ein Rohentwurf aus dem PC
SLD: Und aus welchen Material soll das Schild sein?
HHW: Geht Salzteig?
SLD: NEIN! NATÜRLICH NICHT!
HHW: Dachte ich mir fast – was würden Sie mir empfehlen?
SLD: Ich würde Ihnen zu allererst empfehlen, Sie hören auf mich zu VERARSCHEN!
HHW: Hmmm..wenn das Einfluß auf den Preis hat – gerne!
SLD: Kunststoff oder Metall?
HHW: Wer?
SLD: DAS SCHILD! WOLLEN SIE DAS SCHILD AUS KUNSTSTOFF ODER AUS METALL?
HHW: Ach sooo – das Schild, und ich fragte mich gerade, was ich hier eigentlich soll – Kunststoff, wenn´s
keine Umstände macht…
SLD: Macht es nicht……
HHW: Schade…….
SLD: Was bedeutet das „ D“ hinter der Typenbezeichnung – etwa „ Deutschland“?
HHW: Nein – das steht für „ Domenikanische Republik“ – da will ich demnächst mal hin – mit der Maschine –
auf dem Fahrrad!
SLD: HAHAHAHAHA!
HHW: Das „D“ steht für Drehstrom
SLD: Ach sooo….und das „ W“ steht dann wohl für „ Wechselstrom“?
HHW: Nein – das W steht für Wodka – weil ich das Zeug so gerne trinke!
SLD: WITZBOLD!
HHW: Nein, falsch – ich heiße Müller, so wie es über den Rohentwurf unter „ Adresse“ steht
SLD: Am kommenden Freitag ab 14.00 Uhr können sie es sich abholen – und jetzt RAUS!
HHW: 14.00 Uhr is´schlecht – gehts nicht schon ab 2 ?
SLD: RAAAAAUUUUUUUUSSS!

Dies war der „ Bestell-Dialog“. Sich seines ersten Sieges in der Verbalschlacht mit der Schilderladendame sicher plante unser Holzhandwerker schon beim Verlassen des Ladens den wortgewandten Vernichtungschlag für kommenden Freitag.

Am Freitag dann, pünktlich um 14.00 Uhr – also so ziemlich genau gegen 2 öffnete der HHW die Tür des Schilderladens erneut:

HHW: Guten Tag – ich habe ihn nicht getroffen…….
SLD: Wie bitte? Wovon reden Sie?
HHW: Na von Gott! Sie trugen mir doch am letzten Montag, als ich mein Maschinenschild bestellte,
auf – Gott zu grüßen – und ich versprach dies zu tun wenn ich ihn sehe – hab´ich aber nicht….
SLD: Fängt das JETZT schon wieder an?
HHW: Ja, mich nervt die Adventszeit auch…..
SLD: Ihr Schild ist fertig…..
HHW: Dachte ich mir…deshalb kam ich eigentlich…- was macht´s?
SLD-breit grinsend: Es liegt dort im Regal!
HHW: Warum? Dort nützt es mir nichts…..
SLD: Sie können es sich wegnehmen-macht 15.- Euro
HHW: Mach ich gerne – muss ich´s zahlen?
SLD: JAAAA! 15.-EURO!
HHW: Dachte ich mir fast – sie wiederholen sich….
SLD: ES REICHT JETZT!
HHW: Wie? Ich habe erst 10.- Euro hingelegt – ich dachte, es kostet 15.- ?
SLD: ES MACHT AUCH 15.- EURO! ES REICHT MIR MIT IHRER VERARSCHE!
HHW: Schade – hier bitte….
SLD: Brauchen Sie eine Quittung?
HHW: Nein, nur das Schild – es gibt keinen Grund dafür,die Quittung an die Maschine zu bauen, und das eh
viel zu teure Schild wegzuwerfen……
SLD: DANKE! UND AUF WIEDERSEHEN!
HHW: Joo, immer wieder gerne….

Der HHW verließ den Laden – aber nur um zum finalenVerbal-Impact auszuholen – 5 Sekunden nach Verlassen des Ladens betrat er das Geschäft erneut…

HHW: Guten Tag!
SLD: Ich glaub´s nicht!
HHW: Ich benötige noch ein Schild – für meine Freundin!
SLD – nett lächelnd: Mit einem lieben, netten Text-in Herzform vielleicht?
HHW: Wohl weniger…..
SLD: also – welche Form – und welchen Text?
HHW: In Form einer V.....a - Text: „Für die geilste PIIIIEEEEPPP! der Welt. Du
weißt wie ich das meine – so wie Du PIIIEEEP! keine!“
SLD: WIE BITTE?
HHW: Soll ich´s aufschreiben?
SLD: NEIN-NEIN! Ich hab´schon verstanden….wollen Sie diesen Text wirklich ihrer Freundin schenken?
HHW: Sicher, oder glauben Sie, ich lass das Schild für SIE anfertigen?
SLD: WAS?
HHW: Naja, ich meine – das es nicht für Sie ist liegt doch auf der Hand: Zum Ersten kennen wir uns nicht,
und zum Zweiten – um ehrlich zu sein: Ich kenne keinen Typen, der sich von IHNEN freiwillig die Oboe
entschlacken lassen würde…-schon mal in einen Spiegel geguckt?
SLD: DU UNVERSCHÄMTE DRECKSAU!
HHW: Nananana….sollen Sie mich DUZEN?
SLD: RAUS HIER! HAUSVERBOT!! AUF LEBENSZEIT!
HHW: Kann ich das schriftlich haben – als Schild?

SLD: RRRRRRAAAAAAAAAUUUUUUUUUUUUUSSSSSS!


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06.12.2012 um 00:57
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Am 4.12.12 um 3.15 Uhr weckte mich die " Wecker-Einstellung" des Handys - die erste Frühschicht rief mich zur Pflicht. Ich habe seit drei Wochen nur noch das Handy als Wecker, weil mein heißgeliebter, immer zuverlässiger und wunderschön lauter ( das meine ich ehrlich - nicht ironisch ) Digital-Netzstromwecker gestorben ist. Ich habe ihn noch, kann ihn nicht " entsorgen" - dafür hänge ich zu sehr an dem Teil, nur wecken kann er mich eben nicht mehr .....
Mein Schlafzimmer ist nicht groß, oder einfach nur zu voll gestellt - anders ausgedrückt Es ist dort ziemlich eng. Seit ca. 30 Jahren schlafe ich im Regelfall barfuß....also weder in Socken ( nur wenn ich krank bin ) noch in Sicherheitsschuhen mit Stahlkappe.
In dieser Nacht hätte ich wohl besser meine guten MTS-Sicherheitsschuhe anziehen sollen------
Auf jeden Fall, als der Weckton " Nebelhorn" mich aus meinen zugegebener Maßen sehr unanständigen ( aber auch schönen ) Träumen gerissen hatte, stand ich entgegen meiner sonstigen Gewohnheit auf der rechten Seite aus dem Bett, Richtung PC-Arbeitsplatz. Dieser beinhaltet u.a. zwei sehr massive Holzsäulen - achtkantig im Profil, aus bestem europäischem Hartholz.
Der Feinmotorik in meinen Beinen noch nicht ganz zu 100% mächtig - ich war ja noch bei meinen Träumen, beschloß mein rechter Fuß sich mit dem großen Zeh an besagter achteckiger Säule einzuhaken.......leider kam das Signal " körperliche Zehen-Verknüpfung zur Säule hergestellt" zu spät im noch traumgebeutelten Hirn an, sprich: der Rest der Körpermasse bewegte sich mit der Energie von 98,6 kg weiter.....
Völlig unverhofft auftretender " Überraschungschmerz" - in Verbindung mit einer aprupt bewegungsstoppenden Wirkung hatte zur Folge, das ich in einem mehr oder weniger elegant anmutenden Fall vom Typ Choreographie DJ Detlev " D" Soost in das an der Wand befindliche Hängeregal - Typ Helgoland 3 krachte.
Die 12 Muster-Dosen, die auf diesen Regal standen, deckten mich nach einer zimmerdecken-nahen, balistischen Flugbahn mit einen Trommelfeuer aus diversen Holzobjekten ein, welche mich schlagartig an die schriftlichen Überlieferungen meines Urgroßvaters erinnerten, der das Grauen von Verdun miterlebt hatte.

Dank meiner raubkatzenartigen Reflexe ( gestählt durch 10 Jahre Büroarbeit ) gelang es mir jedoch,den drohenden Aufprall auf dem Boden mit dem Oberkiefer auf der unter dem Regal stehenden Bauerntruhe ( ca. 1880 - fränkische Handwerkerarbeit - Weichholz ) abzufangen, was mich nur eine ausgeschlagene Schneidezahnkrone und etwa 1 Liter Blut aus der Nase kostete.....aus strategischer Sicht vertretbare Verluste....
Die Reinigung der Teppichböden ( Marke Juventa- Typen Black Rain, Summernight-Dream und " Cooking-Area "von Schlafzimmer, Wohnzimmer, Küche ( dort ist der Kühlschrank - stets bestückt mit reichlich Eiswürfeln und Eisbeuteln ect. ) habe ich aus einem gewissen zeitlichen Engpass heraus auf das nur zwingend erforderliche Soforthilfemaß beschränkt....

Sichtlich erleichert ob der gestoppten Blutung im vorderen Innennasenbereich und des nachlassenden Schmerzes des blau angelaufenen, rechten Vorderfußes beschloß ich, mich der zeitlich um 16 Minuten überfälligen Ganzkörper-Nassreinigung mittels der Dusche zu unterziehen.

Offensichtlich bildet Duschgel (Hugo Boss Shower Gel "Hugo" 200 ml )
in Verbindung mit heißen Wasser in einer Kunststoffbadewanne ( Ideal Standard - Modell 2001 ) einen Haftungsminderer zwischen Fußsohlen und Badewanne von höchsten Qualitätsstandard.
Ein beherzter Griff der linken Hand in Richtung der lotrecht angebrachten Duschkopfhaltestange des Herstellers
" Müller & Söhne - " Sanitärinventar und Badezimmerzubehör" verhinderte schlimmeres, so das ich lediglich mit dem Hinterkopf auf das über dem am Kopfende der Badewanne angebrachten Pflanzenregal
( Resopalplatte, wasserfest beschichtet - in "move-weiss" ) aufschlug.
Dieser Treffer von den Intensität einer Stabhandgranate aus dem WK 2 hatte zur Folge, das sich 4 Großpflanzen
( Mangifera indica, Diospyros virginiana, Dalbergia sisoo und eine 120 cm hohe Persea americana ) zu mir in die Badewanne gesellten - komplett, mit Blattwerk, Jungtrieben und ca insgesamt 25 kg bester Terra preta - einer Spezialerde, welche sich nach dem Wiedererlangen meines Bewusstseins als vorzügliches Ganzkörper-Peeling bewährte....die während des Sturzes aus der Wand herausgerissene Duschstange bedarf zukünftig wohl eines Schwerlast-Befestigungs-Systems der DIN-Normklasse 234-/ Ab 1 geeignet für Backstein-Hartbrand-Altmauerwerk.

Wer seit über 35 Jahren regelmäßig und sehr gerne Kaffee trinkt weiß auch, wie
" verbrannter" Kaffee riecht - man kennt den Geruch sehr genau, der entsteht, wenn auf Grund eines technischen Defektes der Kaffee nicht durch den Filter des Kaffeeautomaten in die dafür vorgesehene, darunter stehende Kanne laufen kann, sondern sich seinen höchst eigenwilligen Weg ÜBER das Filtergehäuse, an der Kanne vorbei direkt auf die Heizplatte sucht.....

Zum Glück steht die Kaffeemaschine ( Rowenta - "Single-Brüher 08" ) auf einer sepraten, ebenfalls wasserfest beschichteten Küchenarbeitsplatte neben dem Herd, so das sich die Verzierungen in Form von Wasserläufern, gemischt mit Kaffeepulverspuren in der Breite zwischen 5 - 10 mm sich nicht allzu großflächig verteilen konnten - das neue Teppichboden-Design vom Typ " Jacobs-Krönung - vorgesiedet - partiell" werde ich versuchen, im Internet gewinnbringend zu vermarkten - .....

Das Anziehen als solches verlief relativ reibungslos, aus gewissen Gründen trage ich schon seit Jahren keine Hosen mehr mit Reisverschluß im Frontbereich, wer sich da einmal was drin eingeklemmt hatte, weiß wie peinlich es es ist, mit eingeklemmten " Mützchen" in der Notaufnahme des örtlichen Klinikums vorzusprechen ....

Beim Gang zum Auto wunderte ich mich über einen regelmäßig wiederkehrenden, synchron zu meinem Atem auftretenden Pfeiffton.Ich bin es nicht gewohnt, das man
( oder Frau ) mir hinterher pfeifft, dennoch beschloß ich dieses " Kompliment" stillschweigend zu genießen, der wahren Identität meiner heimlichen Verehrerin ( oder eines Verehrers, was ich nicht hoffte ) in so früher Stunde nicht auf den Grund zu gehen...

Eigenartiger Weise begleitete mich dieser Pfeiffton auch während der Fahrt zur Notaufnahme der Zahnklinik.....mir meiner Sache sicher, das ich defintiv ALLEINE im Auto saß, stellte ich dann fest, das die Ursache des Pfeifftons in der durch den Aufprall auf die Bauerntruhe entstandene Schneidezahnlücke zu suchen ist….schade.
Dank des handwerklichen Geschicks des völlig übermüdeten Personals der Zahnklinik-Notaufnahme konnte ich mich etwa gegen 4.45 Uhr einer seitenverkehrt aber immer hin frisch eingesetzten Krone erfreuen....
Wann hat man schon mal die Möglichkeit, die RÜCKSEITE eines seiner eigenen Schneidezähne wann immer man möchte im Spiegel zu betrachten......inkl. der erstaunten Blicke all derer, die man am Kundenempfang der Firma mit dem gewohnt souveränen Blendax-Breitbandlächeln empfängt........

Zwei wegbrechende Rollen des High-Quality-Bürostuhls eines namhaften deutschen Herstellers bescherte mir für die restlichen 6 Dienststunden ein bis dato noch nicht gekanntes, völlig neues Sitzgefühl - amüsant, aber dauerhaft sicherlich nicht im Sinne einer gesunden Wirbelsäulenhaltung.
Spontan eingeleitete , laser-unterstützte Vermessungen ergaben eine Schrägstellung
( Seitenneigung ) von 34,8° - linksseitig, was aber nicht den geringsten Hinweis auf meine politische Gesinnung darstellt - ich lebe diesbezüglich neutral. Die laser-bedingte Netzhautverbrennung im linken Auge wird wohl in einigen Monaten ohne bleibende Schäden abgeheilt sein.
Die Heimfahrt ist kaum erwähnenswert - die höchstwahrscheinlich auf Grund des Zufallsprinzip stattgefundene Polizeikontrolle dauerte nur wenige Minuten - der Beamte meinte wohl zu seinem Kollegen: " Kuck´dir den an, den lassen wir fahren, der ist gestraft genug!" -
Ob meine etwas gekrümmte Sitzposition ( bedingt durch eine akute Wirbelsäulendeformierung mit Muskelkrämpfen ) in Verbindung mit meinen Breitbandlächeln etwas mit dieser Aussage zu tun hat, entzieht sich meiner gesicherten Kenntniss.

Mehr oder weniger sicher zu Hause angekommen, lachte ich zunächst kurz über den im Schloß abgebrochenen Haustürschlüssel -der Zutritt für mich und der anderen 39 Mitbewohner meines Blockes ist auch über 2 seperate Kellereingänge gewährleistet....jeweils 14 Stufen - mit 50 Grad Neigungswinkel - einkaufstütenfreundliche 55 cm breit.

Endlich in meinen sicheren vier Wänden angelangt, wurde ich nach einem Gang zum Keramicum - bezüglich meiner bereits erwähnten Abneigung gegenüber Hosen mit Reisverschluß und meiner Vorliebe für Hosen mit Knopfleisten ( geringeres Verletzungsrisiko ) eines bessseren belehrt:
Man kann sich den " Helm" auch in einer all zu hastig geschlossenen Knopfleiste einklemmen.....der dadurch entstandene Muskelreflex, welcher meinen gesamten Oberkörper in Bruchteilen von Sekunden um ziemlich genau 90° nach vorne abknicken lies hatte zur Folge, das mir das Handy aus der Hemdbrusttasche fiel - genau in das feinglasierte WC der Marke Ideal Standard - Modell " Tsunami - Pacific Blue".

Da sich ein Versuch der Schnelltrockung des Handys in der auf 230° vorgeheizten Backröhre ( ich musste dringend telefonieren ) als technisch nicht angebracht herausstellte, beschloß ich meine ursprünglich geplanten, weiteren Tagesaktivitäten abzubrechen - ich entschloß mich ins Bett zu gehen.

Morgen werde ich per @-mail Kontakt mit einem Dübelhersteller aufnehmen – offensichtlich ist die Haltbarkeit von Kunststoffdübeln wohl beschränkt – eventuell werde ich den Verbesserungsvorschlag in Form eines auf jeden einzelnen Dübels eingeprägten MDH( Maximalhaltbarkeitsdatums ) einbringen – die Notwendigkeit dieser Maßnahme wurde mir bewusst, als sich beim Versuch, mein Innenrollo ( aus nem´schwedischen Möbelhaus- Modell „ Hell-weg“ – lichtdicht – in elchfellbraun ) am Schlafzimmerfenster herunter zu ziehen beidseitig die Befestigungselemente der Halterungen aus dem Mauerwerk verabschiedeten, und sich eine der beiden lanzenspitzenförmigen Enden der Roll-Rollostange in die Tastatur meines PC´s bohrte…

Das nun fehlende Innenrollo sollte jedoch die Freunde auf den zeitlich vorgezogenen Schlaf nicht trüben: eine schöne, klassische „ Schlafmaske“ sorgte für die notwendige Dunkelheit. In Zukunft werde ich allerdings meine Brille nicht mehr auf der Matratze ablegen – die ging nämlich zu Bruch, als ich mit verdunkelten Augen in das Bett – und somit auf die Brille legte.

Zufriede und voller Erwartungen, was den der nächste Morgen bringen wird, schlief ich mit der Gewissheit ein, einen schönen, nahezu harmonischen Tag ohne besondere Vorkommnisse erlebt haben zu dürfen.


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06.12.2012 um 01:01
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Einkaufsfeld

In der mit 12 unterschiedlichen Kleingewerben belegten Einkaufstrasse der Kleinstadt Südbullerüp beginnt sich gegen 7.30 uhr das alltägliche Geschäftsleben zu regen.
Etwa zur selben Zeit macht sich der 16 jährige Zeitungsbote Konrad „ Coni – the Bike“ Brettenklonk nach einem anstrengenden, nächtlichen Discobesuch, welcher nachweisslich 16 Wodka-Red Bull beinhaltete, deutlich verspätet und völlig übermüdet mit seinem Mountainbike auf seine tägliche Zeitungstour.
Auf Grund seiner Verspätung entschied sich Konrad ausnahmsweise für die amerikanische Art der Zeitunsgzustellung, was nicht ganz ohne Folgen für alle Beteiligten blieb.

7:40 Uhr

Bedingt durch einen schlecht gezielten Wurf trifft das erste Zeitungsbündel – die Tagesausgabe der Südbullerüp-News, das Auto-Magazin
„ Tuning-Titten-Turbolader“ sowie der Forst - & Agrar-Anzeiger Ausgabe 11/08 die Eingangstür der Änderungsschneiderei Zwirnbaum & Zwirnbaum.

7:41 Uhr
Da Herrn Zwirnbaum diese inovative Art der Zeitunsgzustellung bis dato nicht geläufig war, wertet der rüstige Mitt-Siebziger diese frevelhafte Tat als erneute Schikane des gegenüberliegenden Kiosbesitzers Bodo F.

7:45 uhr
Sich seiner Sache sicher erwidert Arthur Zwirnbaum den Angriff auf seine Ladentür mit mehreren gezielten Würfen - als Wurfgeschosse dienen ihn ein paar bei der letzten Großnäh-Maschinenreperatur übriggebliebene Schrauben
M 20 x 100 mm / Zufestigkeit 12.8 / DIN 5678

7:45 Uhr und 11 Sekunden

Eine der immerhin 200 Gramm schweren Schrauben trifft Kioskbesitzer Bodo F. – der gerade damit beschäftigt ist, seine tägliche Lieferung in sein Geschäft zu transportieren, im Rücken – Impact findet zwischen dem 6. und 8. Lendenwirbel statt!

7:55 Uhr

Der ehemalige Kugelstoßer-Profi und Hobby-Bowler Bodo F. – mittlerweilen wieder des Aufrechten Ganges fähig entscheidet spontan, dieses Attentat auf dem kurzen Justizweg selbst zu reglementieren – Er opfert bereitwillig seite langediente und in die Jahre gekommene Bowlingkugel vom Typ „ Black rubberd Thunder“ – welche sich in einer vorbildichen Flugbahn mit einem lauten Pfeiffgeräusch – ähnlich dem einer amerikanischen 200 kg Fliegerbombe der Baureihe „Onethousand Pound of Desaster“ aus dem 2. Weltkrieg der Schaufensterscheibe der Eisenwarenhandlung G. Winde & M.Utter nähert.


7:59 Uhr

Gerade noch dem Glassplitterregen entkommen, identifiziert der Geschäftsinhaber der Eisenwarenhandlung, der 43 Ex-Fremdenlegionär Leo H. Asserfüllt das zerstörische Projketiel zweifelfrei als ehemaliges Besitztum des schräg gegenüber liegenden Gebraucht-Sportartikelhändlers Ferdinand W.
Mit dem Satz „ der Kleine will wohl spielen“ befördert der im Bumerangwerfen geübte Ex-Legionär und Aborigines-Halbblut die Kugel wieder zurück zu ihrer irrtümlich angenommen Abschußbasis
7:59 uhr und 5 Sekunden

Die Bowlingkugel durchschlägt die Windschutzscheibe des termingerecht eintreffenden Linienbusses Nr. 345 – Südbullerüp-Kneckenvolz. Der Fahrer vereisst das Lenkrad, schafft es aber noch den Bus zielgenau im Tresen der Ortsapotheke zum Stehen zu bringen.

8:06 Uhr

Das mittlerweilen zur Stassenschlacht eskalierte allmorgenliche Geschäftseröffnungritual in der Kastanienallee wird durch eine markerschütternde Explosion des Treibstofftanks des Linienbusses sowie durch eine in dieser Jahreszeit ungewöhnliche Hitzewelle, ausgelöst durch den Brand der Apotheke erschüttert.




8:09 uhr

der Apotheker und 1. Vorsitzende des Armbrust-Schützenvereins Red Arrows 08 Südbullerrüp – Ehrhard Eberding besinnt sich auf seine Notration bereits in 36 Spritzen mit Kanülen aufgezogenen Morphin-Präperaten und beschließt, dem kriegsähnlichen Treiben vor seiner ehemaligen Apotheke intravenös ein ruhiges Ende zu bereiten – für dieses Unterfangen ist ihn seine Mehrschuß-Magazinarmbrust der Marke Horton-Typ “Dark Adventure II – Fireblade“ mehr als dienlich….

8:12 Uhr

Die mittlerweilen eingetroffenen Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr haben größte Mühe, den Brand sowie eine etwa 100 Personen starke, aufgebrachte Menschenmenge unter Kontrolle zu bekommen……


8:16 Uhr

Bedingt durch die von dicken Ruß und Qualmschwaden zugesetzte Brille des Apothekers hat auch die letzte von ihn verschossene, mit Morphium-gefüllte Spritze zuverlässig auch den letzten Feuerwehrmann in einen rauschähnlichen Dämmerzustand versetzt


8:20 Uhr

Eine zweite Expolsion von den Ausmaßen eines Meteoriteneinschlags erschüttert den gesamten Ort. Die auf die naheglegene Tankstelle übergegriffenen Apothekenflammen haben die 6 Zapfsäulen des Herstellers Zapf&Sprit in Großgeschoße mit der Wirkung einer Thomahawk-Rakete verwandelt. Dicht gefolgt von den sich ebenfalls in mehreren balistischen Flugbahnen befindlichen Borgward-Oldtimern der Sammlung des Tankstellenbesitzers schlagen diese in die am Oartsrand gelegene Groß-Discothek „ Do your best and fuck the Rest“ ein.



8:27 Uhr

Satelittenaufnahmen der NASA zeigen über Mitteleuropa eine große, pechschwarze Rauchwolke – exakt lässt sich der Ursprung dieser apokalytischen Athomsphärenverdunkelung sofort als die Kleinstadt Südbullerüp identifizieren.



8.45 Uhr

Die Landkarten müssen neu gedruckt werden – Südbullerup existiert nicht mehr.


8:50 Uhr

Weinend sitzt ein 16 jähriger Teenager vor der Brandruine seiner Lieblingsdiscothek, und murmelt immer wieder vor sich hin.
„ Wenn ich den erwische,der dafür verantworlich ist“…….


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06.12.2012 um 01:04
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Ich mag es nicht sonderlich – aber es muß sein. Bei manchen nur einmal in der Woche, dann aber richtig groß – und viel, bei anderen, so wie bei mir – immer etwas weniger, aber dafür jeden Tag….nur nicht sonntags.
Am liebsten bin ich dabei ganz für mich alleine, was sich aber nicht immer so einrichten lässt, meistens bin ich mit vielen anderen, zum Teil mir völlig fremden Menschen in ein und denselben Raum, und ich fühle mich dabei richtig beobachtet.
Das ist dann von Anfang bis zum Ende dieser Tortour mehr als lästig, anstrengend und nervenaufreibend…..
Ich rede vom Einkaufen.

Ich habe in meinem Wohnort einen „ Stamm-Supermarkt“. Ich mag diese modernen Abfertigungshallen des vakuum-verpackten MDH-Konsums nicht sonderlich – bin aber letzt-endlich wie fast jeder von uns auf so eine Einrichtung angewiesen……“Selbstversorger“ ist nicht möglich, da ich weder ausreichend große Weideflächen für die Milchviehzucht, noch entsprechende Stallungen für die Geflügel-und Schweinefleischproduktion besitze, ganz zu Schweigen von der erforderlichen Größe an Agraflächen, um meinem Jahresbedarf an Brot und sonstigen Backgut zu decken.

Also muß ich eben Einkaufen gehen…bzw. fahren, womit auch immer.
Im Regelfall bevorzuge ich das Auto, nicht zu letzt wegen des höheren Ladevolumens – im Vergleich zu meinem Rucksack……Ich halte nicht viel von „ Vorratshaltung“ – kaufe viel lieber täglich frisch ein – soweit das eben möglich ist….
Selbst benötige ich nicht viel – im Essen bin ich eher bescheiden – bevorzuge einfache Kost – mit anderen Worten: ich zu faul zum kochen, esse gerne kalt. Das vereinfacht meinen Einkauf ungemein – ich benötige täglich immer wieder die gleichen Artikel…das mag nach einer sehr einseitigen Ernährung klingen – und das ist es auch!
Aber diese Art der Ernährung verkürzt den Aufenthalt im Supermarkt auf ein Minimum an Zeit, vorrausgesetzt – ja, vorrausgesetzt man steht an der Kasse nicht am Ende einer 12 Personen umfassenden Schlange – jeder mit brechend vollen Einkaufswagen. Dieses mich tag-täglich auf´s neue heimsuchende Phänomen begreife ich umso schwerer, da ich jedesmal beim Betreten des Marktes keinen einzigen Menschen an der Kasse entdecken kann, und ich für meinen Durchlauf weniger als 2 Minuten benötige. Doch dann, urplötzlich, beim Einbiegen auf die Zielgerade im Labyrinth der rechtwinkligen Gassen des farbenrpächtigen Konsumstempels der Schock:
Mindestens 3 – 789 Personen vor mir an der Kasse…an der einzigen Kasse im ganzen Markt, wohlgemerkt!
Meine Gedanken manifestieren sich in Richtung einer Verschwörungstheorie mit dem Ausmaß der des Kenedy-Attentats…..mindestens….oder der des 11. Septembers.

Zum Glück hat so ein moderner Einkaufswagen am hinteren Ende unten noch so ein ausklappbares Zusatzfach, in dem eigentlich ein Getränkekasten Platz finden sollte…
Wer sich jedoch schon mal sein Schienbein an dem dann hervorstehenden Getränkebehältnis aus Kunstoff gestoßen hat, stellt nie mehr die Wasserkiste auf diese Ablage, sondern viel lieber mindestens einen seiner beiden Füße darauf, weil dies dann eine viel bequemere „ Warte-Position“ ergibt……und „ cool“ sieht´s ja obendrein auch noch aus…..mehr oder weniger…..

Trotz modernster Scanner-Technik bei der Preiserfassung am „ Kunden-Check-Out-Terminal“ –also an der Kasse - legt die Kassiererin eine Gelassenheit an dem Tag, das man neidisch werden könnte. Das Essenstempo eines südamerikanischen Amazonas-Dreifinger-Faultiers beinhaltet dagegen noch das Riskio eines Geschwindigkeitsrausches….aber wie wir alle wissen: „In der Ruhe liegt die Kraft“.

Um mich etwas von der Warterei abzulenken beschließe ich möglichst unauffällig die Inhalte der vor mir stehenden Einkaufswägen zu sichten, um mir dann in meiner Phantasie auszumalen, was es den heute abend bei wem wann und warum wie zum Abendessen geben …..und wer aus der Familie erneut über Spagetti Bolognese bzw. Ravioli aus der Dose maulen wird……

Ohh! – ein Lichtblick.- eine etwas betagtere Kundin ist soeben abkassiert worden – 23,67.- Euro macht die Zeche. Es freut mich zu sehen, das die rüstige Oma sehr auf Sicherheit bedacht ist – und bis zur akustischen Offenbarung der Endsumme durch die Kassendame ihren Geldbeutel feinst säuberlich am tiefsten Punkt ihres perfekt verschnürten Einkaufskorbes vom Typ „ Gretel – rot-weiß“ – Modell 1977 verwahrt hat.
Was ich nun zu sehen bekomme, muß im Detail geschildert werden:
Auf der sogenannten „NachScan-Ablagefläche“ – das ist dieser kleine Platz nach dem Scanner – auf dem bereits erfasste Ware so lange liegen sollte, bis man sie entweder wieder im Einkaufswagen - oder eben schon im eigenen Transportbehältnis verstaut hat – türmte sich so etwas ähnliches wie eine moderne Architektur-Sklputur aus Butterpäckchen, Puddingbecher, Gebißreiniger-Tabs und einem komplexen Bündel von Karotten mit Grün – und einigen anderen nicht näher definierbaren Artikeln…..de Facto: Kein Platz mehr, um o.g. Einkaufskorb abzustellen……also wird dieser wieder in den Einkaufswagen zurückgestellt, und mit zittrigen Fingern an dem vorbildich geknüpften Knoten genesselt, der das rot-weiß-karierte Tuch des Korbes perfekt verschnürt und den Inhalt des selbigen vor dem Zugriff durch Taschendiebe schützt.
Na, wer sagt´s den – nach kurzen 6.5 Minuten ist´s geschafft – das Tuch entknüpft – der Korb geöffnet – nun kann ja bezahlt werden. Was macht es nochmal???? 23,67??? „Moment, ich habs passend“…….Dieser Satz dringt wie ein Dolchstoß in mein Gehirn – mein Blutdruck steigt schlagartig um das Doppelte an……“ Also, hier ein Zwanziger, hier ein Euro, und Moment – ich weiß doch, das ich noch einen habe- ach ja, hier – und wieviel fehlt jetzt noch?
Ach ja – Augenblick bitte, ich habe noch Kleingeld im anderen Geldbeutel, ich habs ja gleich….der ist in meiner Handtasche….weiter Minuten vergehen – bis endlich – und ein Aufatmen geht durch die ganze Schlange – der zweite Geldbeutel aus den Untiefen der Handtasche ans Tageslicht gefördert wurde…..So. hier sind noch ein weiterer Euro – ein 50 Centstück und…….Ach herrje – jetzt reicht es doch nicht – geben sie mir mal wieder alles zurück – ich gebe ihnen doch lieber ein 50.-Euro Schein…..“

Selbstverständlich denkt unsere liebe Oma nicht im geringsten daran, ihren Einkauf schon mal einzupacken – nöööö, zuerst muss das zurückerhaltene Geld ordnunsggemäß wieder in die entsprechenden Geldbörsen verstaut werden – im Anschluß daran wird penibelst auf das Wechselgeld von dem Fünfziger gewartet – dies selbstverständlich sofort 3 x nachgezählt ( steht ja auf den schönen Schild an der Kasse: Wechselgeld bitte sofort nachzählen, spätere Reklamationen……usw.“ )
Als die Gute endlich auch noch ihren Gebißreiniger eingekorbt hatte, geht es ein Stückchen weiter….nächster zahlungspflichtiger Dr. Oetker- Kosument ist wohl einer von der Studenten-Fraktion – Typ „ BWL-er“ – schätze 5. oder 6 Semester. Nur 5 Artikel im Korb – geht ja schnell….... „7,89.-„ „ Ich zahl mit Karte!“
Klaro, bei solch einer Summe bietet sich der bargeldlose Zahlungsverkehr ja bestens an, er drängt sich einem ja förmlich auf……und wäre ja auch praktisch – wenn, ja wenn….eines der beiden involvierten Technik-High-Lights auch funktionieren würde,,,,,,,,,“ Karte geht nich“ sagt die Kassendomteuse – und schulterzuckend meint unser Studi: Dann muß ich es hier lassen, Bargeld hab ich keines dabei“
Die Stornieraktion nahm weitere Minuten in Anspruch…….

Der nächste säumige Zahler scheint einer von der schnellen Truppe zu sein – von der ZU schnellen Truppe, wie sich mit einem lauten Klirren herausstellt: Zwei nach einem kurzen nahezu senkrechten Flug auf dem Boden zerschellte Literflaschen „Weilheimer Traubensaft - naturrot“ machen aus dem weiß gefliesten Kassenbereich eine „Crime Scene“ mit riesiger Blutlache………das Aufwischen der klebrigen Saftbrühe wird umgehend erledigt – die Verzögerung beim Abkassieren beläuft sich auf unter 10 Minuten……

Mittlerweilen bestens über den langjährigen Krankheitsverlauf von Frau Rillenbrink und Frau Heberweide informiert – das sind die beiden Damen vor mir, die sich in all der Zeit angeregt u.a. über all die unterschiedlichen Arten von Ekzemen und Furunkeln unterhalten haben, die sich im Laufe eines Lebens so am und im Körper bilden und einfinden können, nähere ich mich langsam aber sicher der schwarz-weiss-karrierten Zielfflagge – der Kasse!

Wäre es Frau Rillenbrink nicht in aller letzten Augenblick noch eingefallen, dass sie
„ etwas vergessen“ habe, hätte ich es wohl noch zu den 12 Uhr Nachrichten nach Hause geschafft…. Wir – und damit meine ich in erster Linie mich –aber auch alle anderen, die sich mittlerweilen zum lustigen Kassen-Showdown eingefunden haben werden wohl nie erfahren, WO überall die liebe Frau Rillenbrink nach ihren
„ vergessenen Etwas“ gesucht hat, jedenfalls kam sie nach ca. 7,46 Minuten mit den gleichen leeren Händen wieder zurück, mit denen sie die Kassenschlange als Schlangenerste verlassen hat…“ Ach, ich lass es für heute lieber, das dauert mir jetzt dann doch zu lange!“

ACH WAS!!!!

Die während ihrer Abwesenheit aufgelaufenen Wetten über die von Ihr bevorzugte Zahlungsweise – also Bar oder Karte haben mittlerweilen die Quote 1 : 4 für die Kartenzahlung erreicht – zerschlagen sich jedoch ebenso schnell, wie sie entstanden sind – Frau Rillenbrink zahlt bar – mit einem 500 Euroschein!
Der Ausflug der Kassiererin „ nach hinten“ – um die Echtheit des 500er Scheines zu überprüfen dauert weitere Minuten…….

Endlich komme ich an die Reihe – halte mein Geld bereits in den Händen, ich weiß ja in etwa, was mein Geraffel kostet – zahle, stopfe mein Zeugs schnellst-möglichst in den Einkaufswagen – nehme mein Wechselgeld entgegen und verschwinde….Aufenthaltszeit netto an der Kasse: keine 2 Minuten.

Der Abschlußschock trifft mich, als ich meinen leergeräumten Einkaufswagen in die dafür vorgesehene Sammelbox zurückbringen möchte:
Oma Wechselgeld, Frau Rillenbrink, Frau Heberweide, und der Saftflaschen-Terrorist haben sich mit vollen Einkaufswägen unmittelbar vor der Zufahrt zur Abgabestelle für die leeren Supermarkt-Ferrari´s zum gemeinsamen Stelldichein und Einkaufs-Erfahrungsaustauschs versammelt, und blockieren mit Ihren Schwertransportern mehrspurig den Zugang zum Depot ….

Ich werde morgen einen Fastentag einlegen.


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06.12.2012 um 01:19
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Im Prinzip meide ich große Menschenansammlungen, egal wo und aus welchen Anlass.
Einkaufszentren sind mir zuwider, überfüllte Linienbusse ebenso, Bahnhofshallen sind für mich ein Marthyrium - eine Kneipe sah ich das letzte mal vor 12 Jahren von Innen.
Der Grund für diese Enthaltsamkeit meinerseits liegt in der nicht vorhandenen Notwendigkeit eines Dauerkotz-Abo´s.

Was meinen Körperkontakt zum Element Wasser betrifft lebe ich auf einem standardisierten Basislevel. Das bedeutet im Klartext: Morgens duschen - abends Duschen - 2 x in der Woche ein Vollbad, ohne jegliche Badezusätze.
Ich mag es nicht in einer 60 cm dicken Schaumschicht nach Luft ringen zu müssen, bzw. in einer Luft atmen zu müssen deren Gehalt an äthrischen Ölen reinchemischen Ursprungs bei ca 95% liegen dürfte.

Im Grunde bade ich auch am Liebsten alleine, und das hat verschiedene Gründe. Zum einen ist meine Badewanne nicht sehr geräumig. Der Platz reicht gerade für meine 110 kg Körpermasse, verteilt auf 176 cm Körperlänge.
Zum Zweiten mag ich keine im Badewasser aufsteigenden Luftblasen, die nicht von mir stammen. Von fremden, dem Wasser Farbe gebenden Körperflüssigkeiten ganz zu schweigen.

Meine Badewanne ist defintiv zu klein zum Schwimmen. Obwohl ich dem Schwimmen als Körperertüchtigung an und für sich nur wenig abgewinnen kann, hege ich dennoch hin und wieder das Bedürfniss mich im nassen Element ohne räumliche Grenzen bewegen zu können.
Schwierig wird für mich da jedoch immer die Wahl der Örtlichkeit.

Baggersee ist im Prinzip okay,allerdings habe ich keine große Lust dazu, bei 31° im Schatten in knöchelhohen Sicherheitsschuhen der Schutzklasse S 3 durch den Sand zu laufen. Diese Maßnahme ist an solch natürlichen Badeplätzen jedoch meist erforderlich, da sich im Sand, meist gut getarnt allerei Überraschungsgüter wie Glasscherben, Kronenkorken,noch glühende Holzkohlereste von Grillfest am Vortag, gut gefüllte Kondome und gebrauchte Tampons versteckt halten. Wer schon mal als Mann einen ca 24 Stunden alten, gebrauchten Tampon zwischen seinen Zehen stecken hatte, weiss um die Klebekraft von Menstruationsschlonz in Verbindung mit Siliziumoxyd, im Volksmund als Sand bekannt.
Auch ein Spritzer Altsperma aus einer gut gefüllten Lümmeltüte an den Knöchel ist nicht jedermanns Sache, schon garnicht wenn die Summe der mittlerweilen etwas lahm gewordenen, mikroskopisch kleinen Gesellen der Spezies Spermium die Stelle des blutig gekratzen Mückenstichs trifft.
Der letzte Grund was gegen den Baggersee als Badestätte spricht ist der Umstand, das es sich schlecht schwimmen lässt, wenn diese Art von Schuhwerk erstmal mit Wasser vollgelaufen ist.

Für den Aufenthalt am Baggersee spricht, je nach Lage dieser ehemaligen, industriellen Abbaustätten für Baustoffgrundmaterial der Umstand, das sich dort meist eine mehr oder weniger große FKK-Szene ethabliert hat - das Auge badet ja bekanntlich mit, hin und wieder auch mal zweibeinige Nilpferde und Walfische im Badeoutfit Größe "Bierzelt" bzw. "Schleppnetz".


Öffentliche Freibäder stellen da ein ganz anderes Kaliber an geballten Badespass-Möglichkeiten dar:
Hat man sich erstmal bei geschätzen 31° im Schatten durch das völlig mit Schweiß, Körperfett und Ketchup-Mayo verschmierte Edelstahldrehkreuz im Eingangsbereich durchgekämpft ist die erste Hürde geschafft. Nun heisst es eine der Umkleidekabinen vom Charme eines Baustellenklos aus den 70er Jahren zu erobern. Nach weiteren 20 Minuten Wartezeit ( was hat Der da drin so lange gemacht? Sein zufriedener Gesichtsausdruck lässt die Fantasie Hürden laufen)hat man es geschafft: Ein alter, rostiger und irgendwie " klebriger" Innenriegel verschliesst den Bretterverhau, den man mit einem Höchstmaß an künstlerischer Toleranz wohl gerade noch als Umkleidekabine bezeichnen könnte.
Erstmal die hölzerne Sitzbank scannen. Nach der etwa 5 minütigen Lektüre von eingeschnitzten Lebensweisheiten wie " ier habe isch Gabi gefiggt" und
" Er sucht Ihn - jeden Freitag hier ab vier" setze ich mich auf die kreativ gestaltete, etwas archaisch anmutende Möglichkeit des Nachrichtenwesens, lege meinen Alltagsbalast auf dem Boden ab, und ziehe mich aus.
Gerade in dem Moment, als ich meiner Hängeweide samt Gen-Juwelen einen unverhüllten Blick ins Innere der Kabine gönne ( die Unterhose lag schon am Boden ) bemerkte ich eine menschliche Hand, die sich unter dem rechten Spalt der Kabinenwand hervorkommend meine Badetasche samt Inhalt
( Badehose, Handy, Autoschlüssel usw,) schnappte, inklusive meiner Unterhose, die sich im Tragegurt der Tasche irgendwie verheddert hatte.
" Eeey, Du Drecksau" brüllend greife ich nach dem klebrig-schmierigen Türriegel ( mich immer noch fragend, was der fette End-Fünziger da vor mir in der Kabine gemacht hat) renne aus der Kabine raus, ramme eine vollbusige Besucherin von der Größe eines Übersee-Frachtschiffes, und stürze schließlich splitterfasernackt auf den knallharten Betonboden. Die Dame blieb ungerührt stehen.
Nachdem sich die letzten Sterne vor meinen Augen verzogen hatten, realisierte ich, das ich mich hier so wie Gott mich schuf vor den Gemeinschafts-Umkleidekabinen befand, eine schleimige, von meinen Fingern tropfende milchige Flüssigkeit an den Händen, und Schürfwunden an den Knien.
Nach einem 45 minütigen Verhör durch den Oberbademeister, gestützt von einem Poizeibeamten und einer bildhübschen, ständig mitleidsvoll lächelnden Polizeibeamtin, deren Blick die ganze Zeit über schamlos an meinen notdürftig bedeckten Zentralmassiv hing durfte ich endlich mit einer Leihbadehose Modell " 1950 - Kasanova" mein geplantes Badevergnügen vollenden.

Mein erstes Ziel waren die Freiduschen. Nach der schweißtreibenden Unterhaltung mit der Bade-Obrigkeit und der exekutiven Staatsmacht tat eine Abkühlung gut.Ich frage mich heute noch wer an " meiner" Dusche das Warnschild " ACHTUNG - wegen Chlorspülung außer Betrieb" entfernt hatte.
Jedenfalls brannte meine Haut noch tagelang, so mancher Besucher fragte mich angesichts meiner roten Augen ganz dezent, ob ich den ein " Albino"
sei.

Ein gewagter Sprung vom Ein-Meterbrett ins 5er Becken hätte es werden sollen, leider übersah ich den ca. 3 cm dicken Film aus Sonnenschutzcreme und Schweiß, rutschte auf dem Brett aus und knallte mit dem Kinn auf die Brettkante, bevor ich mit der Eleganz eines besoffenen Tapirs ins Wasser fiel.
Die zwei Liter Blut, die ich verloren hatte, bis ich den rettenden Beckenrand ereichte verteilten sich durch die Menge an mich ignorierenden Schwimmern relativ zeitnah im Becken, einer meiner ausgeschlagenen Schneidezähne steckte noch im Sprungbrett, den anderen konnte ich schemenhaft am Beckenboden orten.
Stark gechlortes Wasser hat in offenen Wunden eigentlich nichts verloren, dennoch beschloß ich nach meinem zweiten Zahn zu tauchen. Gerade als ich zum Tauchgang ansetzen wollte, bemerkte ich eine gelbliche Wolke, die mich
tentakelartig zu umklammern schien. Als ich meinen Blick nach rechts wendete entdeckte ich neben mir die vollbusige Dame, deren Bekanntschaft ich beim Erlebnis " Umkleidekabine" machen durfte.
Ihr breites, rachsüchtiges Grinsen veriet mir ihre pure Schadenfreude, die Armoaglocke, die von der gelben Substanz im Wasser in Richtung meiner Nase aufstieg lies mich vermuten, das es sich bei der Flüssigkeit um mindestens 70%reiner Coffeininlösung handeln muß.

Nachdem sich mein auf dem Beckenboden befindlicher Schneidezahn in Richtung Absaug & Filteranlage verabschiedet hatte beschloß ich mein Badevergnügen vorzeitig zu beenden. das Umkleiden konnte ich mir sparen, mein Auto hatte wohl inzwischen einen neuen Besitzer gefunden, jedenfalls war es weg. An dieser Stelle bedankte ich mich gedanklich herzlichst bei meiner Lebensgefährtin, deren letztes Geschenk ein Schlüsselanhänger in Form eines Autokennzeichens war - mit der Original-Kennzeichenprägung meines Wagens versehen.

Der Fahrer der Buslinie 289 lies sich aus Zeitgründen nicht auf eine längere Diskussion bezüglich einer Mitfahrt auf Kredit ein, sondern mich in Badehose einfach an der Haltestelle " Industriezentrum West" stehen.

Es blieb mir also nichts anderes übrig, als den 11 km langen Heimweg zu Fuß anzutreten. Doch Dank meiner Ortskenntnisse kannte ich einge Abkürzungen, welche ich angesichts eines aufziehenden Gewitters auch wahrnehmen wollte. Die letzte Hürde war ein etwa 150 cm hoher Stahlzaun, versehen mit zwei Lagen Stacheldraht. Die obere Reihe Stacheldraht beschloß sich meiner geliehenden Badehose zu bemächtigen, mit einem lauten
Rrrrrrrrratsch rieß mir diese top-aktuelle Hüftbedeckung in der Mittelnaht in zwei Teile, was zur Folge hatte das mein mittlerweile tiefgekühltes Gemächt freigelegt wurde.
" Nur noch den Weg durch den Park vom Seniorenwohnheim " letzte Ruhe" und ich bin zu Hause"....
Kurze Zeit später traf ich hilfsbereite, alte Bekannte wieder:
Das Polizisten-Team aus dem Freibadverhör bat mich höflichst zur Beantwortung einiger persönlicher Fragen doch mit auf´s Revier zu kommen.
Der Streifenwagen wurde von der bildhübschen Beamtin gesteuert, welche ihre Blicke öfters mit einem süfisanten Lächeln im Rückspiegel als auf der Strasse hatte.
Gegen 23:00 Uhr abends war ich endlich wieder zu Hause. Mittlerweile stolzer Besitzer eines uralten, tannengrünen Lodenmantels aus der polizeieigenen Notkleiderkammer, der mehr nach Mottenkugeln stank als ein ganzer Kleiderschrank von 1910, und einer Anzeige wegen unsittlichen Verhaltens in der Öffenlichkeit ging ich zu Bett.
Morgen bade ich wieder zu Hause.


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06.12.2012 um 08:58
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Ich wünsche euch allen einen schönen Nikolaustag.

nikolaus gbbild 067 easy-gbpics.de

Möge der Stiefel gefüllt sein mit Gesundheit, Glück, Geschenken und guten Gedanken.

Der Nikolaus

von Artur Liessmann

Es lebte einst, vor vielen Jahren,
ein alter Bischof, Nikolas.
Der war so lieb, der war so gut,
und alle Kinder wußten das.
Ob Frühling, Sommer, Herbst, ob Winter,
er hatte immer was für Kinder
in seinen großen Manteltaschen,
weil kleine Kinder gerne naschen.
Und als sein Namenstag dann war,
da kam die ganze Kinderschar,
um ihre Liebe ihm zu zeigen.
Sie sangen Liedchen, tanzten Reigen
und machten das so jedes Jahr,
solang' er noch am Leben war.
Doch eines Tages mußt' auch er
die Straße aller Menschen gehen.
Da blieb er voller Traurigkeit
vor unserem lieben Herrgott stehen
und fing so bitter an zu weinen:
"O Herr, wer denkt jetzt an die Kleinen?"
Da hat der Herrgott nachgedacht
und hat zum Nikolaus gesagt:
"Es sei!" Du darfst noch jedes Jahr
einmal zu deiner Kinderschar,
um böse Kinder zu belehren,
die guten aber zu bescheren!"
So kommt noch heut' einmal im Jahr,
genauso, wie es damals war,
zu jedem Kind, von Haus zu Haus,
der gute, alte Nikolaus...


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06.12.2012 um 09:13
http://www.youtube.com/watch?v=2l6Lmav6a6g


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06.12.2012 um 09:28
hallo, guten morgen
wart ihr auch alle brav? :vv: :D


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