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Der Doppelmord von Horchheim, Berichte der Prozessbeobachter

88 Beiträge, Schlüsselwörter: Koblenz, Horchheim

Der Doppelmord von Horchheim, Berichte der Prozessbeobachter

10.04.2013 um 19:29
Nachtrag Salbei

Ein langes Telefonat wurde zwischen Herrn Johnen und H.S. geführt, bzgl. der Mantrailhunde.
Herr J. hat es des langen und des breiten erklärt. H.S. hat unermüdlich ihre Fragen gestellt,
immer wieder und immer wieder.

Um vier Uhr hat H.S. ihre Medikamente genommen, von der JVA Mitarbeiterin ausgehändigt.


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Der Doppelmord von Horchheim, Berichte der Prozessbeobachter

10.04.2013 um 19:31
Von Jungler

@all



In einem anderen Telefonat rief eine Mitarbeiterin einer Bank bei HS an, das Konto sei mit 282,00 Euro überzogen. Sie habe ja sonst immer Beträge in bar eingezahlt und man habe aus Kulanz die Abbuchung vorgenommen, obwohl das Konto nicht mit Dispo ausgestattet sei, um ihr keine Unannehmlichkeiten zu machen.
HS war sehr ungehalten, stellte die Mitarbeiterin in den Senkel, das sei nicht gewollt und nicht vereinbart und sie würde überhaupt nicht einsehen dafür auch noch Überziehungszinsen zu zahlen.

In einem anderen Telefonat wurde sie von (?) gefragt ob sie noch in der Buchhandlung/Buchhaltung?? arbeite, worauf sie entrüstet entgegnete: Jetzt habe sie auch noch die Hausverwaltung der Häuser der SE am Hals, sie könne nicht noch einen Job machen.

Es folgten auch noch Telefonate mit KHK Jonen, da ging es wieder um die Mantrailer-Aktion, das war aber nichts Neues, in diesem Zusammenhang fiel dann aber die Bemerkung von HS, sie hätten sich nun gerade etwas von all dem erholt und nun würde alles wieder aufgewühlt und sie wäre froh, wenn sie nicht mehr damit konfrontiert würde und man einen Schlussstrich ziehen würde. Sie wüsste auch gar nicht, ob sie jetzt schon in der Lage wäre, dem Täter vor Gericht zu begegnen, das würde wohl noch dauern.
Jonen dann: ja, aber man hofft doch, dass der Täter gefunden wird!


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Der Doppelmord von Horchheim, Berichte der Prozessbeobachter

10.04.2013 um 19:33
Nachtrag jungler


zu den ererbten Häusern .

es sollte/ist wohl ein Haus verkauft worden, es war dort die Rede von einem Wohnrecht und einer Leibrente, die auf den Kaufpreis noch anzurechnen war, ebenso Sanierungsstau - also das war jedenfalls kein Millionenobjekt, es ging da um einen Betrag von rund 230.000 Euro.

Der Makler, der schon für die Seniors tätig war sagte auch in einem anderen Gespräch mit BS dass das Haus im Niederfelderweg wohl derzeit schwierig zu verkaufen sei, er habe zumindest für die Wohnung der Mieterin eine Nachfolgerin gefunden, damit wenigstens ein Teil der Kosten abgedeckt würde und es könne ja sein, dass ein potentieller Käufer davon angetan sei, dass schon durch Vermietung eine Finanzierung abgedeckt würde.

2 weitere Mietshäuser sind dann in einer Erbengemeinschaft mit der Tante in dem einen und dem Onkel in dem anderen Objekt.

Das alles relativiert etwas die Erbmasse.

Zu den Kosten der Tatortreinigung, die sich wohl auf rund 8000 Euro belaufen sollten sagte HS, dass Geld habe man nicht, sie hätten ja keine Kiste mit Geld geerbt.

Um welche Summen es bei dem Nummernkonto in der Schweiz geht war zu dem Zeitpunkt des einen Telefonats nicht bekannt, sie sagte, wir haben nur die Nummer und müssen mal sehen was uns da erwartet.


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Der Doppelmord von Horchheim, Berichte der Prozessbeobachter

10.04.2013 um 19:34
Nachtrag Hailey25


In einem Telefonat war die Rede davon, dass der Senior ein glückliches Händchen beim Spielen (?)hatte und BS es leider nicht vererbt bekommen hätte.


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Der Doppelmord von Horchheim, Berichte der Prozessbeobachter

10.04.2013 um 19:35
Nachtrag jungler


Es wurde ein Profiler aus Berlin engagiert, der sollte ganz sachlich nur anhand von Fakten ein Profil erstellen, das hat HS mehreren Leuten in den Telefonaten geschildert.

Sein Ergebnis:
es muss sich um jemand handeln, der massiv in seiner Existenz bedroht war, vermutlich aus dem Raum Koblenz.

HS regte sich auf, so was sei doch Quatsch, die SE waren keine Arbeitgeber, mit den Vermietungen hätte es auch weder Kündigungen noch Klagen gegeben,wer bitteschön sollte sich in seiner Existenz bedroht fühlen, und wieso überhaupt aus Koblenz, es gibt doch Autos.

So ein Quatsch und dafür wird noch Geld ausgegeben,


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Der Doppelmord von Horchheim, Berichte der Prozessbeobachter

10.04.2013 um 19:37
Nachtrag jungler

Fällt mir noch ein Telefonat ein mit einer guten Bekannten.
Außer der Nachbarin hatten die Juniors niemandem in Haren von der Tat erzählt.
So ca. 6-8 Wochen nach der Tat rief HS dann diese Frau an und erzählte ihr davon.
Überwiegend von ihrer Angst, verdächtigt zu werden.
Die Bekannte konnte absolut nicht verstehen wieso HS denkt, dass die Kripo sie verdächtigen könnte.

Sie sagte wiederholt: Wieso denkst du das? Du warst es doch nicht. Ihr habt doch Alibis. Du warst doch in Haren.

HS dann, ja nachts.. kein Liebhaber, wie soll ich da ein Alibi haben.

Diese Stelle liess sich der Richter zweimal vorspielen.


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Der Doppelmord von Horchheim, Berichte der Prozessbeobachter

10.04.2013 um 19:38
Nachtrag jungler

Sie kam auch 2 mal in den Telefonaten damit, dass der Senior Hausschuhe trug und die Brille in der Hand hielt.
Demzufolge müsste er von dem Täter oder den Tätern zu etwas gezwungen worden sein, zum Auto zu gehen, oder nach oebn.
Sie argumentierte, dass er auf dem Weg zum Klo weder Hausschuhe noch Brille benötigt.


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Der Doppelmord von Horchheim, Berichte der Prozessbeobachter

10.04.2013 um 19:40
Nachtrag jungler


Apropos Schlüssel. Dabei fällt mir eine Geschichte von heute ein, die mir auch neu war.
Jonen erklärte HS auf Nachfrage die Geruchsspur, die den Hunden vorgehalten wurde.
U.a. von dem Schlüssel, der wohl vom Täter angefasst wurde und von einer Einstichstelle, die unter der Bettdecke verborgen, also nicht beim Auffinden berührt worden ist.

HS Argumentation: Aber der Täter trug doch wohl Handschuhe, wie können da Geruchsspuren von ihm da sein?

Jonen: Aber vorher hat er die Handschuhe mit seinen Händen beim Anziehen berührt.

HS ( kleinlaut) Ach so...


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Der Doppelmord von Horchheim, Berichte der Prozessbeobachter

13.04.2013 um 20:59
17. Prozesstag vom 12.04.2013

Eintrag Hailey25Telefonat zwischen HS und Jonen

HS (erzählte halbe Lebensgeschichte)

- Verhältnis zu WS sei in den Jahren immer besser geworden,
- HS sei ein Harmoniebedürftiger Mensch
- HS hat lange über ihr Pferd gesprochen, es sei besser gewesen als jede Therapie wenn man sich um Pferde kümmert.
- BS hat im Dezember eine Therapie begonnen
- HS hat erklärt als sie am Auffindetag das Haus betrat hätte es ganz widerlich gerochen und sie hätte die Senioren trotzdem angefasst sich nachher die Hände in der Spüle mit einer alten Schuhbürste geschrubbt
- HS konnte sich nicht erinnern wie ihre Reisetasche in die Küche gekommen sei, aber ihre Therapeutin hätte gesagt es sei besser wenn man Dinge vergessen hätte, sie nicht wieder hervor zu holen.
- Sie wäre froh endlich wieder arbeiten zu gehen, ihre würde die Decke auf den Kopf fallen-
- HS hat einen PC Kurs gemacht wollte sich bei einer Reederei bewerben, die haben aber Stellen abgebaut zu der Zeit
- HS hätte sonst niemanden zum Reden, die Nachbarin wollte umziehen, dann wäre sie bis auf ihre Mutter die ja auch schon alt wäre alleine (Kinder groß, Mann während der Woche arbeiten usw.)
- Sie könnte keine weiten Strecken mehr fahren.
- Jonen erzählte von den Mantrailern HS sagte dann sie habe Angst das die Hunde ihr folgen würden sie hätte ja schließlich auch die Leichen und den Schlüssel angefasst usw. (kennen wir alles schon)
- Sie würde sich nicht auskennen mit den Autobahnen und Strecken und nach Horchheim auch nicht. Sie hätte Jahre gebraucht um die Strecke zu den Schemmers zu finden als sie noch in der Stadt wohnten und dann wären sie nach Horchheim gezogen und dann musste sie sich wieder umgewöhnen.
- Koblenz wäre eh keine gute Stadt für Autofahrer.



Zeuge Jonas hat sich ständig widersprochen und behauptet er hätte es so nie gesagt wie Bock es dann vorgelesen hatte.
Bock zeigte ihm dann das Polizeiprotokoll mit Jonas geschriebenem Text samt seiner Unterschrift.
Schwenn stellte Jonas Fragen und plötzlich konnte er sich wieder an einiges erinnern (kam mir so vor als ob es abgesprochen wurde zwischen Schwenn und ihm kann mich natürlich täuschen )

Zeuge behauptet an Konfirmation gab es keinen Streit und auch keine Tischordnung


Zeugin (Mutter von Jonas) sagte bei der Polizei aus, dass Stella beim Abendessen erzählt habe, dass HS in der Tatnacht nicht zuhause war, sondern sich in Köln bei einer Freundin verquatscht hatte und erst morgens um 6Uhr wieder da war.

Auf fragen von Bock hin sagte sie, sie könne sich nicht mehr erinnern was Stella gesagt habe in welcher Stadt HS gewesen sein soll.


Das Gespräch beim Abendessen war übrigens Freitags, also bevor die Leichen gefunden wurden.

Bei der Polizeiaussage von Jonas klang es so, als wäre er dabei gewesen als Stella es erzählte, im Gericht erzählte er Stella habe es seiner Mutter erzählt und diese ihm.

Schwenn unterstellte der Polizei mal wieder die Verhörprotokolle geändert/gefälscht zu haben 


Telefonat zwischen BS und Steffens?

HS wurde am 22.05.2012 beim Netto verhaftet.
Stella wurde von der Polizei nach hause gebracht, durfte aber nicht zu ihrem Vater (ins Wohnzimmer).
Stella wurde dann nach Haren gebracht und verhört. BS habe der Polizei gesagt, dass er nicht möchte, dass eine seiner Töchter ohne Rechtsbeistand verhört würde, was die Polizei dann aber doch tat.


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Der Doppelmord von Horchheim, Berichte der Prozessbeobachter

13.04.2013 um 21:02
Eintag salbei

@all
Heute kam H.S. zum ersten Mal mit Bluse, ohne Rolli. Das sind bestimmt die Frühlingsboten.
Wie erwähnt war H.Schwenn anwesend und hat im gewohnt bekannten Stil geflüstert.
Die Akten mit Bankauskünften, Erbschein, Grundbucheintragungen etc. wurden zum Selbstlese-
verfahren an H.S., Herrn Schwenn, Frau von Dreden, der Staatsanwaltschaft und den Schöffen
ausgehändigt. Umfangreiche Werke.
Irgendwann im Februar 2012:
Telefonate. H.S. konnte im Gespräch mit einer Bekannten? doch wieder beratend beistehen
in Bezug auf den beruflichen, bzw. schulischen Werdegang deren Tochter. Eigene Tochter St.
sollte zunächst mal Krankenschwester lernen und sich anschließend hocharbeiten.

Ein weiteres Gespräch mit Herrn Jonen, der eigentlich B.S. sprechen wollte, war dann sehr ausge-
dehnt mit H.S.. Es ging um Freizeit, Sport, aber vor allem um die berufliche Situation von H.S.
Sie habe vor einiger Zeit eine Maßnahme des Arbeitsamtes zwecks Weiterbildung wahrgenommen,
in der Hoffnung, nach amerikanischen Vorbild, irgendwo den Fuß in die Tür zu bekommen, um
dann mit Fleiss und Überzeugungskraft die Leiter hochzusteigen. Das wäre in einer Reederei
denkbar gewesen. Aber, in Haren würde alles unter der Hand vergeben, da hätte man als Zugezo-
gene keine Chance gehabt. Sie erklärte lang und ausführlich, wie unausgefüllt das Leben einer
Mutter und Hausfrau war. Kinder in der Schule, was gibt es dann noch zu tun. Reiten, bzw.
Pferde seien ein wunderbarer Ausgleich, aber dann sei Bonito gestorben, ihr Pferd, und danach
hätte sie den Stall nie mehr betreten können. Die Töchter hätten im Reitstall viel von dem
Erlebten verarbeiten können. Dann kam Herr J. zum Grund des Anrufes, es ging wieder um die
Mantrailer Hunde, die die Spur über die A 3 auf die A 2 in Richtung, das schien nicht ganz klar,
Berlin zu nehmen. H.S. schien diesesmal nicht so beunruhigt wie bei vorangegangenen Telefonaten
dieses Anlasses. Sie machte einen aufgeräumten Eindruck.

Nach diesem Gespräch schaltete sich Herr Schwenn ein. Er beanstandete wortreich, aber akustisch sehr unverständlich, viele Paragraphen anführend, das Gespräch von H.Jonen und H.S.. Sie sei
damals schon (im Februar) verdächtigt worden, und somit hätte sie belehrt werden müssen.


Ein anderes Telefonat, wohl mit einer Freundin?, beinhaltete nochmals die Therapie, die sie
so entlastet habe. Es ging um den Vater, der gebildet und kulturell anspruchsvoll war, aber
von jetzt auf gleich zum Tyrannen werden konnte. Er habe sie nicht geschlagen, aber verbal
misshandelt. Die Frage, ob der Vater noch lebt, wurde bejaht, er sei jetzt in einem Altenheim und
für sein Lebensschicksal selbst verantwortlich, sie hätte den Kontakt abgebrochen, die Schwester
hätte noch lockeren Kontakt.
Sie schilderte, meiner Meinung nach in diesem Telefonat, nochmals die Berührungen an dem
toten Schwiegervater. Das hat sie heute zu Tränen gerührt.
Übrigens sah H.S. sehr schlecht aus. Blass, etwas angeschwollen im Gesicht und, ich würde sagen,
verweinte Augen.

Der Freund J. von St.Sch. war als Zeuge geladen, und wie Hailey schrieb, konnte er sich an
nichts erinnern, wonach er von dem Vorsitzenden oder der Staatsanwaltschaft befragt wurde.
Standardsatz: Weiss ich nicht mehr. Selbst Aussagen, die er bei der Polizei gemacht hatte und
unterschrieben hatte, waren ihm vollkommen unbekannt. Seltsam, dass bei Befragung durch
die Verteidigung das Gedächtnis wieder funktionierte.
Die Mutter von J. war nächste und letzte Zeugin. Sie konnte sich erinnern, dass St. am Abend des
8.Juli 2011 beim Abendessen zu dritt, Mutter, Sohn und St., erwähnte, ihre Mutter H.S. sei
in der Nacht nicht zu Hause gewesen, sei erst um 6 Uhr zurückgekommen von einer Freundin,
aus Köln? - das war nicht ganz klar- mit der sie sich verquatscht hätte. Die Zeugin machte einen
soliden Eindruck, allerdings konnte ich eine verschachtelte und akustisch für mich unverständ-
liche Situation in Bezug auf eine Aussage, die Herr Schwenn mit dem Vorsitzenden abhandelte,
nicht nachvollziehen. Vielleicht hat jemand anders das parat.

Dann noch ein Telefonat zwischen St. und der Mutter ihres Freundes, die sehr liebevoll und
verständnisvoll mit ihr sprach. Sie bot ihr mehrmals an doch vorbeizukommen, wenn ihr danach
sei. St. wollte die Frau aber wegen der lästigen Presseleute nicht mit hineinziehen. Das hat
die Mutter aus der Welt geräumt und gesagt, sie würde mit denen schon klarkommen.

Dann ein langes Telefonat mit einem Herrn St. und B.S.,der die Mantrailhundegeschichte
laut und deutlich demontiert hat. Er riet auch B.S., entlastende Erkenntnisse aufzuschreiben und
der Polizei mitzuteilen.


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Der Doppelmord von Horchheim, Berichte der Prozessbeobachter

13.04.2013 um 21:06
Eintrag jungler


Die von allen gespannt erwarteten Aufzeichnungen der verkabelten Nachbarin und das Gespräch im verwanzten Fahrzeug zwischen Mutter und Tochter wurden uns erneut vorenthalten.
Dies soll wohl dann am 30.04. nachgeholt werden,damit sei die HV auch ans Ende gekommen.

Schwenn machte gleich zu Anfang die Eingabe, den heutigen Prozesstag nur am Vormittag stattfinden zu lassen, seine Mandantin sei zwar verhandlungsfähig, aber bekomme Schmerzmittel und bereits beim letzten Mal sei derNachmittag für sie schwierig gewesen.

Richter Bock war sehr verständnisvoll und gab an, man solle sofort Bescheid geben wenn es nicht mehr ginge. Dennoch wäre so glaube ich, ohnehin heute nur der Vormittag geplant gewesen.

Bei dem Gespräch zwischen BS und dem Herrn St. handelt es sich um den bereits öfter zitierten Philosophen aus Andernach, der sich direkt auf die Geschichte stürzte .


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Der Doppelmord von Horchheim, Berichte der Prozessbeobachter

13.04.2013 um 21:35
Eintrag Kookie


@salbei

salbei schrieb:
allerdings konnte ich eine verschachtelte und akustisch für mich unverständ-
liche Situation in Bezug auf eine Aussage, die Herr Schwenn mit dem Vorsitzenden abhandelte,
nicht nachvollziehen. Vielleicht hat jemand anders das parat.



Wie ich es bruchstückhaft mitbekommen habe.

Im Protokoll der Zeugin Mutter M stand: Sie habe gesagt das die Mutter (BS) erst um 6:30 nach Hause kam.
Mit Sie war aus dem Protokoll zu lesen Mutter M des Zeugen J.M.
Die Zeugin stellte aber schon bei Bock fest das nicht sie dieses gesagt habe sondern die Polizei.
Schwenn stellt fest das die Polizei mal wieder ein Sinnentstellendes in beiden Fällen nicht authentisches Protokoll erstellt habe. Statt habe muss noch ein n dran.
Richtig musste der Satz im Protokoll heißen:
Sie (die Polizei) haben gesagt das die Mutter (BS) erst um 6:30 nach Hause kam.

Meine Meinung: 2:0 für Schwenn. (die machen es ihm aber auch sehr einfach)


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Der Doppelmord von Horchheim, Berichte der Prozessbeobachter

13.04.2013 um 21:37
Eintag jungler


@Kookie

war es nicht so, dass es um die Aussage ging, dass die Tochter St. der Polizei zunächst ein Alibi gegeben habe, was zu einem späteren Zeitpunkt widerufen wurde.
Hier sagte die Mutter, dass entgegen der Darstellung im Protokoll nicht St. das erzählt habe, sondern dass sie das von der Polizei erfahren hat.
Da gsing es dann um sinngebende Groß-und Kleinschreibung des Pronomens "SIE" sowie ein fehlendes oder überflüssiges "N" im Wort "haben."
Ich habe das leider auch nicht ganz kapiert, da mir der ganze Satz fehlt.


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Der Doppelmord von Horchheim, Berichte der Prozessbeobachter

02.05.2013 um 02:06
18. Prozesstag vom 30.04.2013

Eintrag von Jürgen57

Saal 102, 90 Plätze, davon blieben ca. 2 bis 3 frei, also beinahe ausverkauft.
Beginn kurz nach 9 Uhr.
Richter Bock beglückwünsche Julia von Dreben zur Hochzeit, fragte sie, ob der Name bleibt: Bleibt!

RA Schwenn kündigte an, dass die Angeklagte nun doch mit Dr. Buchholz sprechen möchte. Dazu hätte sie sich gestern abend entschlossen. Richter Bock fragte, ob die Verteidigung dabei sein möchte. Soweit ich verstand sagte Schwenn "Nein".

RA Schwenn kündigte 2 Zeuginnen an (eine davon evntl. die Schwester von WS?!), die noch aussagen möchten.
Die Zeuginnen könnten bestätigen, dass WS bereits vor ihrem Urlaub (Frankreich) der einen und der anderen am 6.7.2011 mitteilte, dass man eine Familienfeier für den 10.7.2011 plane.

RA verlass eine längere Einlassung zu dem Gutachten des BMWs. Er hat ein Gutachten, in dem steht, dass der BMW aufgrund eines Motorschadens (sic?!) nicht hätte über 690 km bewegt werden könne.
Ich konnte nicht alles verstehen, er zitierte irgendetwas aus Gutachten etc., einen Satz sagte er aber sicher: "Der Motor wäre auseinandergeflogen."
Richter Bock fragte die Staatsanwältin, ob sie Staatsanwaltschaft den BMW noch hätte; diese antwortete "ich glaube ja".

Dann ließ Richter Bock die Innenaufnahme abspielen. Erst 3 Minuten Motoren- und Fahgeräusche, dann das Lied aus dem Radio "73/74" (von wem weiß ich nicht), dann wirres Durcheinandergerade zwischen wahrscheinlich, BS, St.S und HS. War nix zu verstehen, es gab nur Gesprächsfetzen, aber von den Zuschauerrängen nichts zu verstehen. Zum Schluß aus dem Autoradio "I will always love you" von Whitney Houston und dannn wars vorbei.

Richter Bock dann: "Wir verständigen uns dann telefonisch über die weiteren Termine. Bis dahin wird die Sitzung vertagt."

Ich guckte auf die Uhr: 9.30 Uhr


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Der Doppelmord von Horchheim, Berichte der Prozessbeobachter

15.05.2013 um 21:53
Eintrag jungler

Doppelmord in KO-Horchheim - Die Tat und der Prozessheute um 11:28

So für heute wars das wieder.
Es geht weiter am 03.06./19.06./27.06./01.07.05.07.

zunächst mal ein kurzer Abriss:

die beiden Zeuginnen, die die Verteidigung geladen hat sind erschienen:

1. Zeugin eine 68 jährige Dame aus der näheren Nachbarschaft, die mit Sch.s seit 7 Jahren bekannt war und die gleiche Garten-Liebhaberei pflegt, daher das gemeinsame Thema, wenn man sich unterhielt.
Die Dame ist sich sicher, dass sie am Mittwoch morgen vor der Tat die beiden Opfer im Garten gesprochen hat, zunächst beide zusammen, der Senior fuhr dann weg und weiter alleine mit WS, da fiel dann die Bemerkung, dass am SAMSTAG eine Familienfeier geplant sei, zu der der Sohn und auch ( dies dann abfällig) die Schwiegertochter.
Auf Nachfrage der StAin beteuerte sie, sie sei sicher es sei die Rede von Samstag gewesen.

2. Zeugin
die Frisörin, die Frau Sch. seit einigen Jahren als Stammkundin hat. Sie wusste nur zu berichten, dass bei den Unterhaltungen meist über das schlechte Verhältnis zu der Schw.Tochter gesprochen wurde, jedoch wusste sie keine Umstände oder Einzelheiten.
Sie habe drei Wochen vor dem Frankreich-Urlaub Frau Sch. zum letzten Mal bedient, dabei habe sie gesagt, der Sohn komme zum Geburtstag.
Von einem bestimmten Wochentag war nicht die Rede, auch nicht ob dies eine Einladung oder eine Vermutungs wa, insgesamt war Bock von der Information der Aussage wohl auch etwas enttäuscht, Fragen wurden dann auch keine gestellt.

Es folgte die Terminabstimmung mit den Anwälten und dem Richter bei dem dann obiges Ergebnis herauskam, was jetzt mal so festgehalten wurde.

am 03.06. ein Langschläfertermin, Beginn 15.00 Uhr, dauer vermutlich 20 Minuten
es wird das noch nicht gehörte Band abgespielt. ( wir vermuten Eisdiele, gesagt wurde das aber nicht.)

19.06. Gutachten durch Dr. Buchholz

alles weitere wurde nicht mitgeteilt.

Interessant dann der Kfz-Sachverständige von der DEKRA, da muss ich noch ein bisschen überlegen, das kommt dann gleich noch.


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Der Doppelmord von Horchheim, Berichte der Prozessbeobachter

15.05.2013 um 21:57
Eintrag Hailey 25

Doppelmord in KO-Horchheim - Die Tat und der Prozessheute um 11:30

@jungler

Du warst schneller danke :)

@ all

Verhandlung ist für heute beendet. Es wurden 5 weitere Verhandlungstermine angesetzt bis Juli.

Am 03.06.13 beginnt die Verhandlung um 15Uhr und es soll ein weiteres Gespräch, dass ca. 15 Minuten dauern soll angehört werden.
Am 19.06.13 kommt dann das Gutachten von Dr. Buchholz.


Die erste Zeugin heute war eine Frau aus der Nachbarschaft der Seniors. Sie sagte aus, dass sie am Mittwoch morgen vor dem Mord mit den Seniors gesprochen hätte. Der Senior war zwischendurch mit dem Auto weggefahren, aber die Zeugin hätte sich mit WS weiterhin unterhalten und WS soll ihr erzählt haben, dass BS an ihrem Geburtstag kommen wollte und WS hätte abfällig erwähnt und die Schwiegertochter auch.

Die Zeugin sagte jedoch aus, dass die Juniors „Samstags“ kommen wollten.


Die 2. Zeugin war eine Frisörin, bei der die Seniors bereits seit 6 Jahren Kunden waren.
WS soll ihr „vor“ dem frankreich Urlaub erzählt haben, dass BS zu ihrem Geburtstag nach Koblenz kommen wolle.


Der 3. Zeuge war der KFZ Gutachter von der Dekra

Im Grunde genommen, sagte er nichts anderes aus wie das worüber hier schon unzählige Male diskutiert wurde.

„Wenn“ eine der Zündkerzen kaputt gewesen wäre, hätte sie nur höchstens eine Strecke von ca. 300km mit dem BMW zurück legen können ohne einen Motorschaden bzw. erste Anzeichen eines Motorschadens zu verursachen.

Der Rest kommt später


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Der Doppelmord von Horchheim, Berichte der Prozessbeobachter

15.05.2013 um 22:00
Eintrag Jungler

Doppelmord in KO-Horchheim - Die Tat und der Prozessheute um 11:55

Der Gutachter, Kfz-Sachverständiger, gelernter Kfz-Mechaniker, studierte Maschinentechnik oder Fahrzeugtechnik, ist seit rund 30 Jahren als Gerichtssachverständiger tätig und hat seinen Angaben zufolge zwischen 300 und 400 Gutachten abgegeben.
Seine sehr ausführlichen aber sogar für mich verständlichen Erläuterungen bestätigten Kompetenz.
Der Wagen war beim BKA untergestellt, wurde von dort in eine Werkstatt nach Mainz gebracht, wo er von dem Herrn untersucht wurde. Ich kann jetzt nicht die ganzen Einzelheiten aufschreiben, weil das sehr ins Detail ging.
Er hat den Wagen nach eingehender Untersuchung des Motors, dem er abgesehen von Standspuren keinerlei Mängel attestierte. Es wurde ein Problem mit dem Thermostat festgestellt, nach Austausch des Thermostats, funktionierte die Anzeige auch wieder, es gab also keinen Grund am Motor für Überhitzung.
Er fuhr ihn Probe, jagte mit ihm über die Autobahn, hat ihn gefordert auch im hohen Drehzahlbereich, erreichte Tempo 165 km/h . Ein Fehler trat jedoch unterwegs auf, da ging die Temperaturanzeige wieder hoch, es wurde dann festgestellt, dass irgendetwas mit dem Schlauch vom Kühlwasser zum Zylinderkopf war, bitte die Experten nicht auf mich stürzen, ich bin nicht so versiert, es war aber auch nichts, was jetzt mit der Vergangenheit zu gehabt hatte oder hätte.
Er hatte den Wagen bei einem KM-Stand von rd. 185000 untersucht, die letzte von der Werkstatt am 09.07. festgestellte Fahrleistung lag bei 174.000 bedeutet der Wagen ist nach der Tat noch 11.000 km gefahren . Der Wagen wurde durch einen Kripo-Beamten damals nach dem Abkauf persönlich nach Koblenz überführt und wies auch bei dieser Fahrt keine Probleme auf.
Dem Gutachter wurde das Protokoll des Auslesegeräts vom 09.07.2011 gezeigt, ebenso lag ihm die Rechnung vom gleichen Tag vor. Am 11.07. ist dann die Reperatur, d.h. Ölwechsel und Austausch der Zündkerzen vorgenommen worden.
Das Protokoll gab einen Fehler an, ich habe schon wieder vergessen was, etwas war vorne links nicht in Ordnung, aber das sei bedeutungslos gewesen.
Es gab noch etliche Ausführungen über die Bedeutung von Lambdasonden und Auslesegeräten anno 1995 , aber das führt jetzt auch zu weit.
Zu den Zündkerzen:
Also, er bestätigte, dass eine Fahrt über 700 km mit einer defekten Zündkerze def. Zu einem Motorschaden geführt hätte.
Aber er sagte auch, da er ja nicht weiss, wann das Problem mit den Zündkerzen sich eingestellt hat, man da nicht richtig schlussfolgern kann. Wenn die Zündkerze erst auf den letzten 100 km der Fahrt kaputtgegangen wäre, dann wäre das Fahren noch möglich gewesen, kritisch sei eine Fahrleistung so ab 200 – 250 km.

Von Bock gefragt, ob das plötzliche Nicht-Anspringen auf einem Parkplatz einen Hinweis auf eine defekte Kerze gibt, verneinte er das.

Verteidigung guckte zunächst angesäuert während der Abhandlung, es wurden auch keine Fragen von der einen oder anderen Seite gestellt.

So, habe fertig 


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04.06.2013 um 17:11
Dann mache ich mal den Anfang. Beginn ca 15 Uhr.
H.S. heute mit weiblicher Frisur, sommerlich gekleidet, ohne Brille.
Ein Band wurde abgespielt, von dem sicher auch dieses mal kein Berichterstatter Genaues wieder-
geben kann. H.S. mit ihrer Tochter St. auf dem Weg zur Psychologischen Beratung.
Musikuntermalung. Die Tochter wehrt sich lautstark, will da nicht hin. Mehrfach wiederholt, sehr deutlich. Mutter nicht minder laut, erklärt ihr, wieso ein solcher Besuch so wichtig ist. Erwähnt dann nach einiger Zeitwie in früheren Telefonaten, dass sie, H.S. immer die Stellung halten, für alle
den Kopf herhalten muss. Für die Kinder, für den Mann, das ginge ihr auch an die Substanz und sie
hätte es gründlich satt, die Lauben der Tochter zu ertragen. Alles drehte sich so im Kreis, für mich
ist da nichts Gravierendes durchgedrungen, wie gesagt, denkbar schwer verständlich.

Verlesung des Vorsitzenden aus den Akten, welche die Schöffen, RA., Staw. und ich glaube auch,
derzeit H.S. im Selbstleseverfahren ausgehändigt wurde bezgl. Bankauskünfte, Umschreibungen
u.s.w. Die wurden numerisch und datenmäßig erwähnt, wo aber meines Erachtens die Öffentlich-
keit nichts mit anfangen konnte.

Dann noch eine Einlassung von Herrn Schwenn, dass er durch das Gericht oder die StAw.
über weitere Eingänge von Informationen von Personen, die sich ans Gericht persönlich, oder die
Polizei, oder die StAw. gewandt haben, informiert werden will. Er führte BGH Entscheidungen
o.ä. an. Leider hat er auch da wieder so leise gesprochen, dass ich mich über Berichtigungen
oder weitere Ausführungen anderer Berichterstatter freuen würde.


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04.06.2013 um 17:28
ergänzend noch:
Schwenn forderte eine Kopie der zweiten XY - Sendung, er verlas den Dialog zwischen Cerne und Lauxen wortwörtlich und gab an, dass Zeugen und deren Hinweise von dieser Sendung beeinflusst waren, sofern sie sich erst nach dem Sendetermin meldeten.


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04.06.2013 um 17:31
Schwenn ersuchte um Akteneinsicht bezgl. der Ermittlungen die sich im Laufe der Hauptverhandlung ergeben haben, obwohl lt. BGH die Verteidigung kein Anrecht darauf habe, aber man dies, sofern die StA zustimmt dennoch erwirken kann ( so mein Verständnis), die StA , heute ohne Frau M. wurde vom Vorsitzenden ersucht, sich darum zu bemühen.


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