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Ist man normal - oder glaubt man das nur?

88 Beiträge, Schlüsselwörter: Normal, Abnormal

Ist man normal - oder glaubt man das nur?

12.01.2017 um 18:16
@benihispeed
ich hatte mir den thread durchaus durchgelesen und konnte nicht erkennen, dass es vor allem über das von dir gewählte Beispiel gehen sollte.
Natürlich gibt es auch andere Weltgegenden, wo mit "Normalität" erst mal ein Leben in Würde und Freiheit gemeint sein sollte.

Ich meinte die psychischen Energien in der bürgerlichen Gesellschaft, die unbewusst auf das Streben nach respektabler Normalität verwendet werden. lg.


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Ist man normal - oder glaubt man das nur?

12.01.2017 um 19:37
@Dogmatix
Nun wir diskutieren hier doch über den den
Begriff Normal und den kann man jetzt nun
Mal nur im Bezug zu seiner Umgebung definieren.
Es ist dein gutes Recht ein statement abzugeben das es dir egal sei wenn du als unnormal angesehen wirst.
Aber es ist auch mein Recht zur Debatte zu stellen,
was man machen werde wenn man sich immer normal gefühlt hat, und dann das ganze Umfeld unormal wird.
Mir wäre das im gegensatz zu dir eben nicht egal.


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Ist man normal - oder glaubt man das nur?

12.01.2017 um 20:00
@benihispeed
Mir ist es auch nicht egal. Ich habe nun einmal kurz wie das hier so üblich ist meine Position vertreten. So als Frage, ob die zeitgemäße Krankheit nicht eben im Normalen besteht. Ist, nur nebenbei bemerkt, keine neue Frage. Und Normalität ist immer auch eine Konstruktion.


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12.01.2017 um 20:08
@Dogmatix
Da sind wi uns ja wieder einig. Nur ist es auch sehr real schmerzhaft wenn man von de Anderen als Unnormal diskrimniert wird.


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Ist man normal - oder glaubt man das nur?

16.02.2017 um 00:05
Hallo an alle normalen unnormalen,

Gesellschaftlich bestimmt die Mehrheit was in der Norm ist... Beispiel Lebensmittel Normen entsprechen nicht immer der natürlichen Ordnung. Krumme oder gerade Gurke beides normal in der Natur, für den Großstadt Kunden im Supermarkt vielleicht nicht?. Entscheidend ist der Maßstab der angewendet wird und von wem...wer definiert was als normal? Muss die frage sein...

@Wandermönch
Bei deinem ersten Post musste ich schon bissig schmunzeln... bis mir klar wurde, dass etwas tieferes dahinter stecken könnte. ?
Wandermönch schrieb am 10.11.2016:ich bin nämlch zb jemand dem scheiss egal ist , ob jemand den ich kenne stirbt. ist das nicht verrückt und Psycho ?
Das finde ich schon bedenklich und du solltest dem auf den Grund gehen.... vielleicht mit professioneller Hilfe.  Ist net böse gemeint... finde es nur traurig. Andere zu lieben beinhaltet immer auch selbstliebe...Ich wünsche dir Mut und Kraft dazu...  


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16.02.2017 um 00:23
@menschenskind

ja ich finds auch seltsam. aber ganz so ist es ja nicht. wenn meinen allernächsten was passiert bin ich wiederum extrem zerstört.

aber als mein Cousin starb war mir das egal ... oder wenn Oma sterben würde egal.

vielleicht ist das wirklich bischen Psycho.

keine Ahnung woran das liegt


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Ist man normal - oder glaubt man das nur?

16.02.2017 um 00:57
@Wandermönch
Jetzt bin ich etwas beruhigt... und finde dich ziemlich normal... Augen zwinker. Wer warum dir wichtig ist, weist du am besten.  Wieviel Emphatie ist normal? Grübeln. 

Gute Nacht


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Erasmus
ehemaliges Mitglied

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Ist man normal - oder glaubt man das nur?

18.02.2017 um 16:48
Ob man normal ist oder nicht, entscheidet man gar nicht selbst. Das entscheiden die anderen über einen. Und das richtet sich nach der Norm. Und diese wiederum ist das was sich mehrheitlich als solche herausgebildet hat. Entspricht man dieser, ist man normal. Weicht man davon ab, ist man es nicht.


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20.02.2017 um 10:33
@Erasmus
Dann bin ich nicht normal uns stolz. Ich wüsste nicht, was gut daran wäre an so eine Gesellschaft angepasst zu sein. Aber das ist nur meine subjektive Meinung und es kann und sollte jeder so handhaben wie er/sie sich wohl fühlt.


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Erasmus
ehemaliges Mitglied

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20.02.2017 um 21:30
Queen-of-Mad schrieb:Dann bin ich nicht normal
Davon gehe ich bei deinem Nicknamen eh schonmal aus :D
Queen-of-Mad schrieb:Ich wüsste nicht, was gut daran wäre an so eine Gesellschaft angepasst zu sein.
Das komplette Gegenteil davon finde ich allerdings auch nicht gut. Was wäre eine Gesellschaft aus lauter unangepassten Quertreibern? Ich habe so meine Bereiche wo ich mich anpasse und auch die, wo nicht... Kann man sich hier in D´land zumindest zum Glück noch erlauben :D


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Omnios
ehemaliges Mitglied

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Ist man normal - oder glaubt man das nur?

21.02.2017 um 19:31
Wenn der Schuh drückt, dann wechsel ihn;
Und findest du keinen, so schuster dir einen!

_______________________________________

Feuer und Streit

Normalität ist eine hohle Phrase,
ein Joch für Schafe und Kinder,
den Helden ist sie Schall und Rauch!

Versuche zu sein was andere wollen,
verliere ganz dich selbst,
falle in den Abgrund,
und atme tief ein,
den Schmerz und dein zerschmettertes Selbst!

Sammle dich, erhebe dich!
Aus Feuer neu geboren,
für deine Eltern nun verloren.

Sei aufrecht, sei edel, sei voll lichtem Geiste!
Verlasse das Jammertal!
Zerstöre, erschaffe,
nicht jeder sieht das gern!

Bade in Empörung und Zorn,
gut, einem Kinde kann man nicht böse sein!
Plane deine Schritte gut,
gezahlt wird nun mit Schweiß und Blut,
nicht mehr mit süßen Tränen!


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Ist man normal - oder glaubt man das nur?

25.02.2017 um 00:52
Man kann alles hinterfragen und zerdenken und unendlich rumphilosophieren... aber was bringt es?
Du bist normal, wenn du zufrieden bist mit dem, was du tust und tun willst.
Abnormal wäre es, wenn du dich ganz anders verhälst als du dich eigentlich verhalten willst.
Solang du mit dir im Einklang bist, ist doch alles gut.


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26.02.2017 um 20:41
@Wandermönch : mir ist es auch Scheiss egal, wenn einer meiner Leute stirbt !
Ist das aber nicht ein wenig krass ?


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PoorSoul
ehemaliges Mitglied

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Ist man normal - oder glaubt man das nur?

16.04.2017 um 20:14
Ob man Normal ist, ist eine Frage, inwieweit man mit der Norm übereinstimmt. Die Normierung macht die Mehrheitsgesellschaft, Psychologen und psychiatrisches Fachpersonal.

Nun ist es ja so, dass die Normierung ziemlich eng gefasst ist in den IDC-10 Definitionen in der Sparte der psychischen Krankheiten.

Manchmal hat man den Eindruck, dass allzu menschliche Züge und Regungen dort als Krankheitsbild aufgeführt sind.
So z.B. auch bei Psychopathie sind da einige Eigenschaften, die ich in geringen Zügen auch bei an sich "normalen" Menschen feststelle.

Also wenn man wirklich gemäß dem IDC-10 "normal" ist, ist man dann überhaupt noch ein Mensch? Oder doch nicht eher ein sehr cleaner Homunkulus.


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Ist man normal - oder glaubt man das nur?

20.04.2017 um 00:31
PoorSoul schrieb am 16.04.2017:Ob man Normal ist, ist eine Frage, inwieweit man mit der Norm übereinstimmt.
Nein, ganz und gar nicht. Normal ist, wenn deine Entwicklung dir keine Beeinträchtigung in deiner Entfaltung entgegen bringt.
PoorSoul schrieb am 16.04.2017:Nun ist es ja so, dass die Normierung ziemlich eng gefasst ist in den IDC-10 Definitionen in der Sparte der psychischen Krankheiten.
Meinst du?
PoorSoul schrieb am 16.04.2017:Manchmal hat man den Eindruck, dass allzu menschliche Züge und Regungen dort als Krankheitsbild aufgeführt sind.
Was führt dich zu dem Eindruck?
Dass eine überdimensionale Funktion der menschlichen Gefühle der Menschen mit den dazugehörigen Denk- und Verhaltensmustern ganz normal ist? Dass ein Leidensdruck entsteht, der dann noch mal in die nächsten Krankheitsbilder führt, ist etwas, das normal betrachtet werden sollte?

Nun, so viele Krankheitsbilder sind halt gut erforscht und anerkannt, was führt dich dann zu der These, alles wäre zu schnell in ein Buch gehämmert und als Krankheit tituliert worden?
Oder versteh ich dich da falsch?


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Bonbon101
ehemaliges Mitglied

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Ist man normal - oder glaubt man das nur?

20.04.2017 um 11:06
Worte, Glauben...

Eigentlich ist alles ganz normal, sobald du das Bonbonpapier entfernt hast.


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20.04.2017 um 12:26
„Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens
und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen."

Das ist die Definition nach WHO. Ich persönlich kenne keine Person, die diese Bedingungen erfüllt. Auch ich nicht.

Ich hatte die Ausgangsfrage dahingehend verstanden.

Das Wort "heil sein" oder Heilung beschreibt es eigentlich treffender als unser heutiges gesund sein. Heil sein heißt vollständig sein, unverletzt sein, nicht geschädigt.
PoorSoul schrieb am 16.04.2017:Ob man Normal ist, ist eine Frage, inwieweit man mit der Norm übereinstimmt. Die Normierung macht die Mehrheitsgesellschaft, Psychologen und psychiatrisches Fachpersonal.
Das Wort "Mehrheitsgesellschaft", soll das heißen, dass die Mehrheit einer Gesellschaft der Meinung ist, dass es normal ist so und so zu sein, oder so und so zu handeln? Welche Gesellschaft meinst du? Es gab Gesellschaften oder gibt es auch noch, die erachten es als normal, oder wünschenswert, dass man/frau sich selbst verletzt. Andere Gesellschaften ächten das.
Die Mehrheit, also zahlenmäßig, ist dann der Meinung, das dies oder jedes wünschenswert ist. Jeder hat da so seine Gründe warum er dafür ist oder dagegen. Das ist ja ein Nachteil der durch Mehrheiten zustande gekommenen Vereinbarungen. Die welche nicht der Mehrheit angehören, fühlen sich übergangen oder benachteiligt.
Die Mehrheit der Gesellschaft hat nichts gegen die Schulpflicht. Derjenige der gegen sie ist und eine Beeinträchtigung seiner Entfaltung sieht, kriegt ein großes Problem. Er wird, wenn es ihm gestattet ist, diese Gesellschaft verlassen. Oder er wird an der Oberfläche eine Entwicklung durchmachen, die er verabscheut und Umwege finden an der Mehrheit vorbeizulaufen.

Psychologen und Psychiatrie bushing halte ich hier für nicht angebracht. Nur der Kranke braucht den Arzt. Nur der Hilflose Hilfe. Jeder entscheidet doch weitestgehend selbst, ob er diese Hilfe für sich in Anspruch nehmen möchte. Wenn ich mich dann in diese Systeme begeben, die ohne Frage ihre Berechtigung haben, bin ich auch ihren Gesetzmäßigkeiten unterworfen. Es gibt bedauerliche Fälle, wo es zu Fehlurteilen kommt. Irren ist menschlich und in diesen Systemen arbeiten nun mal Menschen. Wenn ich ganz sicher gehen will, muss ich mich auf mich selbst verlassen, bin dann auch für alle Fehlentscheidungen selbst verantwortlich.

siehe auch hier:
http://flexikon.doccheck.com/de/Unterbringung_nach_PsychKG


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Ist man normal - oder glaubt man das nur?

20.04.2017 um 15:28
Es wurde ja schon erwähnt: Die sog. "Normalität" ist relativ.

Eine Einigung darüber, was "normal" sein soll, ist heute nicht möglich.

Selbst in sehr kleinen Gruppen, wo sich 20-30 Leute sich einigen könnten, was sie als "normal" betrachten wollen, welche Aussagekraft hätte diese Einigung?
Sie, die Mitglieder dieser kleinen Gruppe, hätten für sich definiert, was als "normal" zu gelten hat.
Wenn sie dann alle ihren eigenen Kriterien entsprechen und sich daher als "normal" betrachten, Wäre das der Beweis dafür, dass sie es tatsächlich sind?
Womit wir bei der Frage des Threads wären.


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PoorSoul
ehemaliges Mitglied

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Ist man normal - oder glaubt man das nur?

21.04.2017 um 00:55
Worauf ich hinaus wollte ist die Norm, die einfach von der Gesellschaft festgelegt wurde. Es gibt strenge Normen, von der eine Abweichung als abnorm gilt. Und es gibt Normen, die ein Mitglied der Gesellschaft erfüllen muss, um als normal betrachtet zu werden.

Nun ist es wohl so, dass die Norm einen Normmenschen, oder einen 08/15 Menschen vorgibt, der als Referenz dient. Also einen absoluten Otto-Normalo.

Dieser ist aber auch wieder unheimlich normal, kann also auch nicht als richtiger Mensch existieren und würde wohl auch nicht als solcher wahrgenommen.
Also könnte man im Umkehrschluss sagen, dass erst die Varianzen von der Norm einen Menschen ausmacht und erst zum Menschen macht.

Das Dilemma liegt aber wiederum darin, dass inwieweit diese Abweichung einen nicht abnormal macht.
Wenn es nur noch Normmenschen geben würde, dann wäre die Menschheit tot und es würde auf der Erde nur noch Natur geben. Tiere sind denke ich meistens in ihrer Psyche, soweit man von reden kann, alles Normtiere.

So gibt es bei der ICD-10 bezüglichem Dissoziale Persönlichkeitsstörung folgende Punkte:

  1. Mangelnde Empathie und Gefühlskälte gegenüber anderen
  2. Missachtung sozialer Normen
  3. Beziehungsschwäche und Bindungsstörung
  4. Geringe Frustrationstoleranz und impulsiv-aggressives Verhalten
  5. Mangelndes Schulderleben und Unfähigkeit zu sozialem Lernen
  6. Vordergründige Erklärung für das eigene Verhalten und unberechtigte Beschuldigung anderer
  7. Anhaltende Reizbarkeit



Oder DSM-5

  1. Versagen, sich in Bezug auf gesetzmäßiges Verhalten gesellschaftlichen Normen anzupassen, was sich in wiederholtem Begehen von Handlungen äußert, die einen Grund für eine Festnahme darstellen.
  2. Falschheit, die sich in wiederholtem Lügen, dem Gebrauch von Decknamen oder dem Betrügen anderer zum persönlichen Vorteil oder Vergnügen äußert.
  3. Impulsivität oder Versagen, vorausschauend zu planen.
  4. Reizbarkeit und Aggressivität, die sich in wiederholten Schlägereien oder Überfällen äußert.
  5. Rücksichtslose Missachtung der eigenen Sicherheit bzw. der Sicherheit anderer.
  6. Durchgängige Verantwortungslosigkeit, die sich im wiederholten Versagen zeigt, eine dauerhafte Tätigkeit auszuüben oder finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.
  7. Fehlende Reue, die sich in Gleichgültigkeit oder Rationalisierungen äußert, wenn die Person andere Menschen gekränkt, misshandelt oder bestohlen hat.



Also so wie ich das lese, wird hier ein Durchschnittsbürger, oder mindestens ein Drittel der Individuen einer Population beschrieben. In dysfunktionalen Gesellschaften - ich will jetzt keine Länder nennen - sind dann 90% der Menschen mit dissozialer Persönlichkeitsstörung behaftet.

Also was bringt es den Normmenschen zu kreieren, wenn es ihnen gar nicht oder selten gibt. Und hat das nicht was religiös angehauchtes. In den Weltreligionen wird auch eine Art Normmensch idealisiert, nach denen sich alle Anhänger der Religion zu richten haben.

Ist also die heutige Psychologie eine neue Art Zivilreligion. Und es gibt in der Gesellschaft auch aufgrund von Individualisierung immer weniger Menschen, der dieser Zivilreligion folgen bzw. diese praktizieren. Besonders in urbanen Milieu kann sie nur durch Staatsgewalt und Sanktionen aufrecht erhalten werden. Und was wenn sich ganze Staaten in der Staatengemeinschaft dissozial verhalten. Ich will aufgrund der Vermeidung einer Politisierung dieses Themas keine Länder nennen.


Oder nehmen wir die wesentlichen Kriterien des Krankheitsbildes Psychopathie:

Dimension 1: interpersonell-affektiv
(Kernmerkmale der psychopathischen Persönlichkeit, selbstsüchtig und ausnützerisch – stabil über die Lebenszeit)
  • trickreich sprachgewandter Blender mit oberflächlichem Charme
  • erheblich übersteigertes Selbstwertgefühl
  • pathologisches Lügen (Pseudologie)
  • betrügerisch-manipulatives Verhalten
  • Mangel an Gewissensbissen oder Schuldbewusstsein
  • oberflächliche Gefühle
  • Gefühlskälte, Mangel an Empathie
  • mangelnde Bereitschaft und Fähigkeit, Verantwortung für eigenes Handeln zu übernehmen

Dimension 2: antisozial-deviant
(Verhaltensstörung, chronisch instabiler und antisozialer Lebensstil – tendenziell Abnahme mit dem Alter)
  • Stimulationsbedürfnis (Erlebnishunger), ständiges Gefühl der Langeweile
  • unzureichende Verhaltenskontrolle
  • frühere Verhaltensauffälligkeiten
  • Fehlen von realistischen, langfristigen Zielen
  • Impulsivität
  • Verantwortungslosigkeit
  • Abwertung anderer Menschen
  • Jugendkriminalität
  • Verstoß gegen Bewährungsauflagen bei bedingter Haftentlassung

Weitere Punkte (nicht einer der Subdimensionen zuzuordnen)
  • Promiskuität
  • viele kurzzeitige eheähnliche Beziehungen
  • polytrope (vielgestaltige) Kriminalität



Also bis auf die Kriminalität muss wohl auch dieses Krankheitsbild ein wirklich allzu menschliches sein.
Denn das Netz ist voll von solchen Teilnehmern und ich treffe viele von denen, besonders wieder um urbanen Gebiet, auf der Straße und im Alltag.


Das bringt mich zu der alles entscheiden Frage: Ist der Mensch grundsätzlich geistig krank? Und macht ihn seine, zumindest kleine Normabweichung erst zum Menschen?
Wird der Normmensch nicht verdächtigt, von außen aalglatt und innen hohl zu sein.

Und wieso interessiert und fasziniert die Allgemeinheit eher der miese, böse Psychopath als der 08/15 Otto Normalo?


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21.04.2017 um 02:52
@PoorSoul
Wenn ich dich so lese, bleibt mir nichts, außer dich zu schütteln.


Woher weißt du, dass
PoorSoul schrieb:In dysfunktionalen Gesellschaften - ich will jetzt keine Länder nennen - sind dann 90% der Menschen mit dissozialer Persönlichkeitsstörung behaftet.
das so ist?
Woher kennst du die Leute dort und kannst sie beschreiben?
Du kennst sie alle persönlich und hast sie auch genau unter die Lupe genommen, nehme ich an? Hm?
PoorSoul schrieb:Also was bringt es den Normmenschen zu kreieren, wenn es ihnen gar nicht oder selten gibt.
Es wird kein Normmensch kreiert.
Ein normaler Mensch ist ein Mensch, der sich normal entwickeln konnte. 
Es spielt keine Rolle, was seine Charaktereigenschaften sind, denn die sind grundverschieden. Also wenn jemand n bisschen freakiger ist als der andere oder lieber nicht monogam lebt und, und, und.
All diese Symptome basieren auf zerstörtem Grundvertrauen durch die Eltern, Gewalterfahrungen in der Kindheit und seelischem Missbrauch.

All diese Krankheiten sind Folge von einem entwicklungsgestörten Aufwachsen von kleinauf.

Keine Bindung, keine abgeschlossene Symbiose von Eltern zu Kind, keine Sicherheit, nur Leid, Erinnerung und Qual.

Das führt zu einem erheblichen Ich-Verlust und einem außerordentlichem Erleben von Gefühlen.
Die Wahrnehmung ist deutlich und erheblich anders.


In der dissozialen Persönlichkeitsstörung:
Handlungen von anderen werden ähnlich wie bei der paranoiden Persönlichkeitsstörung vorschnell als negativ, zum Beispiel als Bedrohung oder Provokation gedeutet, und es wird, kombiniert mit geringer Frustrationstoleranz, dementsprechend aggressiv reagiert. Die Handlungen sind dabei spontan und ungeplant.
Weiter:
Ihre gefühlsmäßigen Beziehungen zu Personen sind so schwach, dass sie sich nicht in Personen hineinversetzen können und keine Schuldgefühle oder Verantwortungsbewusstsein kennen. Dadurch fällt es ihnen schwer, Personen abzugrenzen und auf sie Rücksicht zu nehmen. Ihr eigenes Gefühlsrepertoire (besonders das für negative Gefühle) kann beschränkt sein, weswegen sie Gesten von anderen Personen imitieren.
Für dich aber höchstbedeutend:
Auch darf man nicht den Fehler begehen, bei jedem delinquenten Menschen von einer APS auszugehen. Es gibt viele Gründe für Delinquenz, und die APS ist nur einer davon.
Zu einem instrumentell dissozialen Verhalten:
Dieser Subtyp ist vor allem auf Geld, materielle Werte sowie Macht ausgerichtet. Die Personen haben keinen Leidensdruck, sondern ein übersteigertes Selbstvertrauen und Machtgefühl, und daher keine Veränderungsbereitschaft. Diese Wesensart hat Ähnlichkeit mit dem, was früher als Psychopathie bezeichnet wurde: Fehlen von Einfühlungsvermögen, Schuldgefühl oder Angst, oberflächlicher Charme und Gefühlsregungen, und instabile, wechselnde Beziehungen. Allerdings kann dies manchmal der gesellschaftlichen Norm entsprechen.
Der letzte Satz bedeutet so viel wie: vorhandene Störung, deckt sich aber auch teilweise in Teilen mit der gesellschaftlichen Norm, da es auch Menschen gibt, die etwas unüberlegt sind oder halt eine hohe Beziehungsrate haben oder mehr Angst haben oder eben weniger Empathie haben.
Vereinfacht: Während ein Mensch halt ein paar Kriterien für eine Krankheit erfüllen muss, die auf mehreren Symptomen basieren, so kann ein normal entwickelter Mensch einzelne Elemente von Natur aus besitzen, ohne weitere Kriterien zu erfüllen.

Von daher ist diese Frage
PoorSoul schrieb:Das bringt mich zu der alles entscheiden Frage: Ist der Mensch grundsätzlich geistig krank?
leicht zu beantworten: nein.

Zudem triffst du Menschen auch, von denen du nicht weißt, dass sie solche Diagnosen haben und du triffst auch welche, die keine Diagnose haben, obwohl sie betroffen sind, aber keine Ahnung haben und sich nie zu einer Diagnostik begeben haben.
Zudem triffst du Menschen, die ein paar Kriterien von Natur aus aufweisen und vermischst sie miteinander.

Quelle: Wikipedia: Dissoziale_Persönlichkeitsstörung


Und zu deiner Einleitung:
Menschen sind immer unterschiedlich. Zwei Menschen müssen nicht gleich sein, um normal zu sein.
Normal mit Gleichheit gleichzusetzen ist etwas abwegig, findest du nicht?


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