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Verhindern von Emotionen (in der direkten Demokratie)

53 Beiträge, Schlüsselwörter: Politik, Emotionen

Verhindern von Emotionen (in der direkten Demokratie)

13.02.2014 um 15:25
Hallo,

Da ich nur das direkt demokratische System erfahre, werde ich auch nur dafür sprechen. Wir haben ja alle 3 Monate Wahlen. Laut Wikipedia stellen wir (CH) 90% der weltweiten Wahlen. (Ob das stimmt, sei mal dahingestellt).

Wahlen gibts auf den Ebenen: Kommunal, Bezirk, Kanton und Bund. Wobei die letzeren zwei jedoch vor allem die letzere einen harten Wahlkampf erfährt.

Ich denke jeder hier kennt die Plakate der SVP (nicht dass andere Parteien nicht auch grenzwertige Plakate erzeugen können, aber die SVP ist hier der Profi). Jeder kennt die Polemik der Politiker.

Plakate und Kampagnen kosten Geld, eine SVP oder FDP hat also sehr viel Vorteil gegenüber den Grünen oder der JUSO (Jungsozialisten). Transparenz fordert man ja schon lange, aber natürlich sträubt man sich dagegen. Dies ist natürlich zu begrüssen.

Was mich allerdings stört ist, dass die Schweiz immer mit wirklich teilweise grenzwertigen Plakaten zugepflastert wird welche wenig mit faktenbasierter Politik gemein haben. Es geht nicht darum zu informieren, sondern darum Angst zu machen, zu manipulieren. Das ist doch Schwachsinnig.

Neben einer Richtigen Integration der Politik in die Schule (Ich habe in der Schule gerade mal gelernt was ist ein Referendum, eine Initiative und der Unterschied von Majorz und Proporz. Evtl. wurde die Landsgemeinde noch ganz kurz erläutert). Würde das politische System mal richtig durchgekaut in der Schule und nicht nur nebenbei ein paar Lektionen, so würden sich evtl. auch mehr dafür interessieren.

Aber zum eigentlichen Thema. Ich finde, der Staat sollte neutrale Informationen dem Volk zugänglich machen über einen einfachen Kanal. z.B. über eine Internetplattform mit völliger Transparenz. Davon gibts sicher ein paar, aber halt nichts so wirkliches. Man liest es halt in der Zeitung und jede Zeitung ist ein wenig links, rechts was weis ich. Ich denke kaum einer liest die Weltwoche zusammen mit der WOZ und dem Blick.

Wie wäre es, wenn man die Plakate verbietet und stattdessen den Staat verpflichtet die immer gleiche neutrale Kampagne zu fahren? Also dass der Staat immer XYZ Plakate aufhängt wo der Bürger erfährt, wo er sich informieren kann bzw. die Plakate Werbung für die oben genannte Plattform machen. Würde dies nicht zur Chancengleichheit beitragen?

Was denkt ihr, würde sowas in diese Richtung klappen? Hättet ihr andere Ideen?

Der Titel ist evlt. etwas radikal aber ich denke ihr wisst, in welche Richtung ich mit dem Thema will.


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13.02.2014 um 15:32
xotix1 schrieb:über einen einfachen Kanal. z.B. über eine Internetplattform
Womit viele Leute faktisch ausgeschlossen wären. Nicht jeder nutzt das Internet täglich.
xotix1 schrieb:Neben einer Richtigen Integration der Politik in die Schule
Hier ist anzusetzen. Politik darf da ruhig mehr Stellenwert genießen. Nur ist das ein langsamer Prozess. Die meisten Bürger eines Landes sind nicht mehr in der Schule, was passiert mit denen? Pflichtkurse?


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_Themis_
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Verhindern von Emotionen (in der direkten Demokratie)

13.02.2014 um 15:36
xotix1 schrieb: Es geht nicht darum zu informieren, sondern darum Angst zu machen, zu manipulieren. Das ist doch Schwachsinnig.
Das denke ich mir seit 30 Jahren bei den Grünen, deren Plakate mir seit 30 Jahren Weltuntergangsszenarien ausmalen. Einfach widerlich.


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13.02.2014 um 15:43
xotix1 schrieb:Wie wäre es, wenn man die Plakate verbietet und stattdessen den Staat verpflichtet die immer gleiche neutrale Kampagne zu fahren? Also dass der Staat immer XYZ Plakate aufhängt wo der Bürger erfährt, wo er sich informieren kann bzw. die Plakate Werbung für die oben genannte Plattform machen.
Tja, für das braucht es eine Abstimmung. ;)
Das mit den Plakaten finde ich daneben, zum Teil einfach übertrieben, die SVP bekommt eh wieder einen Rüffel, weil ihr Plakat wieder mal rassistisch ist, mein Gefühl ist einfach, dass sie extra so machen, damit sie wieder mal im Mittelpunkt stehen, ist doch die beste Parteiwerbung, auch wenn es negativ rüberkommt. Hauptsache es kommt was rüber.

Am besten wäre gar keine Plakate mehr, besonders schlimm ist die ständigen National/Ständerratswahlen da strahlen die Politiker um die Wette von den Plakaten. Da bekomme ich das kalte Grauen.


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Verhindern von Emotionen (in der direkten Demokratie)

13.02.2014 um 15:51
@kleinundgrün
In der Schweiz gibts ein Amtsblatt. Kostet glaub ich was aber ziemlich wenig. Da steht halt drin, wer welches Haus gekauft hat etc. Es ist der Abstimmung auch eine Empfehlung vom Bundesrat sowie ein Büchlein mit pro/kontra beigelegt, letzeres kommt ca. 1 Monat vor der Abstimmung. Schule ist immerhin ein Anfang. Bei den alten kann man wohl nicht viel machen. Eine Art Infosendung im Dauerlauf, oder sowas, gut aufbereitet.

@_Themis_
Ja, eben. Aber die Umwelt gehört auch geschont. *g* Aber auch hier würden Fakten wohl viel mehr bewirken als blöde Angstmacherei.

@Dr.AllmyLogo
Ja... Grässlich. Das schlimmste ist, dass noch extra Plakatwände aufgestellt werden. Vor jedem Dorf hat man dann 20 Holzplakate...


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14.02.2014 um 07:49
@xotix1
Ist Politik nicht immer eine emotionale Sache? Wenn eine Partei einfach nur schwarz auf weiß schreibt "Ausländer raus" und der Leser etwas gegen Ausländer hat, dann wird er sich davon angesprochen fühlen. Durch die Bildchen fällt der Schund doch nur mehr ins Auge


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interrobang
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Verhindern von Emotionen (in der direkten Demokratie)

14.02.2014 um 08:17
das problem bei der direkten demokratie ist hauptsächlich das im gegensatz zu unserer demokratie die rechte von minderheiten weniger gewicht haben. direkte demokratie währe nur ohne emotion und mit viel empatie möglich.


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def
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14.02.2014 um 08:19
xotix1 schrieb:
Wie wäre es, wenn man die Plakate verbietet und stattdessen den Staat verpflichtet die immer gleiche neutrale Kampagne zu fahren? Also dass der Staat immer XYZ Plakate aufhängt wo der Bürger erfährt, wo er sich informieren kann bzw. die Plakate Werbung für die oben genannte Plattform machen. Würde dies nicht zur Chancengleichheit beitragen?
Wie willst du sicherstellen, dass der Staat, also die zu dem Zeitpunkt regierenden Parteien, die Plakate/Infosendungen/Informationsmaterial nicht zu Gunsten ihrer Meinung aufbauschen oder die Fakten einseitig darstellen?
xotix1 schrieb:Eine Art Infosendung im Dauerlauf, oder sowas, gut aufbereitet.
Ich kann mir nicht helfen... das klingt irgendwie nach Gehirrnwäsche.


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14.02.2014 um 08:47
def schrieb:Ich kann mir nicht helfen... das klingt irgendwie nach Gehirrnwäsche.
Youtube: Goldstein Two Minute Hate Ritual


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14.02.2014 um 11:36
@def
Ja, völlig verständlich. Sowas wie die Sexaufklärungsfilme in den 80er (oder in welchen Jahren das war)

Die Parteien können Informationen eingeben, diese werden überprüft. Es werden Studien zum Thema verlinkt, Statistiken etc. Natürlich gäbs ein riesen geflame mit genau diesen Vorwürfen.Es wäre garantiert Faktenbasierter als jetzt, wo irgendwelcher Quatsch behauptet wird. Es gibt ja bereits sowas in der Art, das Abstimmungsbüchlein, dort scheint es auch zu funktioniere. Man könnte einen Rat machen wo jede stärkere Partei vertreten wäre, aber grosse Fälscherei etc. halte ich eher für ausgeschlossen, dafür würde sowas zu sehr geprüft von den Befürwortern/Gegnern. Natürlich wäre es eine sehr schwere Aufgabe.


@interrobang
Wie bitte kommst du auf das? Mit den Oppostionsmittel Referendum und Volksinitiative haben doch genau diese eine Chance. Darum dauert die Schweizer Politik ja so lange und ist eher träge verglichen mit anderem. Weil einfach jeder überall irgendwie Einsprache erheben kann und dann muss erstmal das Volk befragt werden. Dass diese evtl. nicht für die Minderheit stimmt, ist halt so. Ich denke kaum, dass die Merkel irgendwas spezielles für Sans Papiers oder ähnliches macht. Wir sind ja ein sehr heterogenes Land und es funktioniert.

Eine Frage am Rande, was versteht ihr in Deutschland unter Referendum? Hab das Gefühl, die zwei Begriffe Referendum und Initiative werden im Ausland etwas anders gebraucht als hier. (Ganz sicher im Englischen)

Referendum = Vetorecht des Volkes einen Bundesentscheid vor das Volk zu zwingen.
Initiative = Verfassungsänderung, benötigt doppeltes Mehr.

Beides benötigt X Unterschriften in X Monaten. Unterschiede pro Ebene.


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def
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Verhindern von Emotionen (in der direkten Demokratie)

14.02.2014 um 11:40
@xotix1
xotix1 schrieb:@def
Ja, völlig verständlich. Sowas wie die Sexaufklärungsfilme in den 80er (oder in welchen Jahren das war)
Weil die ja auch in der Endlosschleife liefen...

Was hier vorgeschlagen wurde ist Konditionierung und hat mit Aufklärung wenig zu tun.

Wikipedia: Konditionierung


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14.02.2014 um 11:43
@def
Das Wort war unglücklich gewähnt. :) Damit meinte ich eher eine Lernsendung und nicht ein psychologisches Programmierinstrument. Entschuldige die Aussage. Mit Endlosschleife meinte ich, dass mans öfters mal zeigt über ein Jahr verteilt. Es geht ja nicht um Meinungsbildung.


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interrobang
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14.02.2014 um 11:44
@xotix1
bei abstimmungen welche minderheiten betreffen haben diese aber nur eine geringe schance gegen populismus anzukommen. sah man zb bei der abstimmung über minarette in der schweiz.


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def
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Verhindern von Emotionen (in der direkten Demokratie)

14.02.2014 um 11:52
xotix1 schrieb:Es geht ja nicht um Meinungsbildung.
Oh doch. Diesen bitteren Beigeschmack hat die aktuelle Debatte in der Schweiz.

Die Meinung passt dem Rest der EU nicht, genau wie die Meinung der Menschen in UK. Die Reding argumentiert dann damit, dass man die Leute gefälligst bilden und aufklären müsse... also die Meinung so zu bilden, wie sie in den Kram der EU passt.

Natürlich tragen populistische Parteien zu Meinungsbildung genauso bei aber die gewählten Instanzen sind keinen Dreck besser.

Beispiel?

Würden die Menschen heut abstimmen wären sie in Europa gegen Genmais. (spekulativ meinerseits) Deshalb lässt man sie nciht abstimmen sondern entscheidet, setzt vor vollendete Tatsachen und fängt dann an die Meinung zu formen.

Hier bedienen sich die aktuellen Regierungen genauso an populistischem Geschwafel wie diverse Parteien das tun.

Sobald etwas parteipolitisch interesaant wird kannst du darauf wetten, dass Meinungen gebildet werden sollen.


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Verhindern von Emotionen (in der direkten Demokratie)

14.02.2014 um 12:11
Ich bin der Meinung, dass die Bürger auch eine Bringschuld haben. Genauer gesagt:
Die Bürger sollten sich selbst informieren und vorhandene Kanäle nutzen.

Es gibt unzählige Quellen, elektronisch, aber auch in Form von Zeitungen, Magazinen...
Und es wird wahrlich nicht nur immer eine einzige Meinung wiedergegeben..

An Informationen mangelt es heute wirklich nicht, wenn man mich fragt.

Woran es aber immer mehr Menschen heute zu mangeln scheint, sind Eigenverantwortung und Eigeninitiative.
Stattdessen hört man immer nur:,,Das muss der Staat vorschreiben/das muss gesetzlich geregelt werden/das soll mal irgendwer erledigen¨.

Anstatt darauf zu warten, dass irgendwer einem noch den Hintern abwischt sollen die Leute, wenn sie denn wählen wollen, sich auch mal bewegen, nicht nur auf bild.de surfen oder RTL gucken, sondern sich eingehender und aus verschiedenen Quellen informieren.

Statistiken, Interviews, Presseberichte, Hintergrundinformationen, Gutachten, Parteiprogramme - steht alles zur Verfügung, wenn man denn mal nachguckt ;)


Noch zum Thema ,,Wahlkampf ohne Emotionen¨ - Wahlen sind immer mit Emotionen verbunden.
Menschen sind emotionale Wesen und reagieren auch entsprechend, in positiven, wie in negativen Dingen.

Den Guttenberg mochte man beispielsweise auch nicht, weil er so ein großer Politiker war, sondern weil er die Menschen emotional mitnahm. Wow, der Adlige, der Baron, diese Ausstrahlung, der steht für Sicherheit und Selbstbewusstsein...

Und genauso ist es doch mit den Wahlplakaten - klar kann man auch einfach Statistiken und wissenschaftliche Untersuchungen veröffentlichen. Aber überzeugen lassen sich die Menschen nicht davon.

Sondern davon, was sie gefühlsmäßig berührt.

Ein emotionsloser Wahlkampf wäre etwas, was man als verdammt langweilig empfindet.


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Verhindern von Emotionen (in der direkten Demokratie)

14.02.2014 um 12:36
@def
Ich meinte "meine" Bildungsshow damit in welcher sowas erklärt wird: Eine Motion ist xyz. Eine volksinitiative ist xyz. Klar ist alles Meinungsbildung aber ich meinte nicht dies halt nicht auf die Plakate o.ä. Aber lassen wir das jetzt mal beiseite, diese TV Show war nur als mini Input gedacht, der ist anscheinend Schwachsinn, also lassen wirs.

@Kc
Der Staat hat dafür zu sorgen, dass der Mensch "artgerecht" aufwächst, jetzt mal plump gesagt. Dass ihm mitgeteilt wird "Übrigens, dein System funktioniert so und informieren kannst du dich da. Informationen selektiert man in etwa so. Die Komplexität des Systems benötigt eine sehr genaue betracht." etc. blabla. Dem Bürger in der Schule die Werkzeuge mitgeben. Du kannst das nicht vom Menschen erwarten, das funktioniert schlichtweg nicht, weil die meisten Menschen nicht wissen wie man mit Medien umgeht. Die politische Meinungsbildung für viele ist wohl den Blick zu lesen und dann in der Stammkneipe zum 3. Bier zu "diskutieren". Gleiches gilt auch für z.B. die JUSO oder mich. (Ich bin nicht in der JUSO) Mein Umfeld ist politisch ziemlich homogen. Auch wenn ich und meine Eltern meist eine ähnliche/gleiche Meinung hatten, so hat mein Vater z.B. mal die krasse Kontraposition eingenommen, einfach um zu erzwingen dass ich es von allen Seiten her beleuchte (und zum Teil wohl um mich ein wenig zu ärgern ;))

Es ist im Interesse des Volkes und somit des Staates dass es eine hohe Stimmbeteiligung hat. Und ich finde, die politische Bildung ist halt ziemlich für den *****.

Politik muss nicht unterhalten. Politik muss auch nicht langweilig sein. Und auch wenn, ich habe lieber eine Wahlbeteiligung von 30% mit Leuten die sich wirklich damit beschäftigt haben als 50% von Boulevardlesern und Emotionsgetriebenen.

Ich finde halt, die Plakate und all diese manipulativen Plakate und Kampagnen sind kontraproduktiv. Ich sehe nicht ein, wieso man das erlauben sollte. Ein polemischer Slogan mit der Poente JA!/NEIN! hat doch nichts mit Demokratie und einer guten Diskussion zu tun.

Irgendwo hat der Staat eine Verantwortung dem Bürger neutrale Information bereitzustellen.

Ich finde schlicht der Bürger wird zu Zeit zu krass manipuliert und der Kampf ist auch ungerecht da einige Parteien mehr Geld haben wie andere.


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Verhindern von Emotionen (in der direkten Demokratie)

14.02.2014 um 13:42
@xotix1

Kurz und knapp: Doch. Ich fordere, dass die Menschen, die an politischen Prozessen teil nehmen wollen, sich auch selbstständig Bildung und Verständnis und Informationen aneignen, die über die Grundbildung seitens des Staates hinaus gehen.

Ich erwarte, dass sie nicht nur wie unselbstständige Kinder mit offenem Mund dasitzen und warten, bis man ihnen Informationen reinschaufelt.

Mehr Eigenverantwortung bitte nicht immer nur:,,Jemand anders soll das mal machen...".

Wer zu unfähig ist, eine Zeitung aufzuschlagen, Rundfunk zu hören oder im Internet mal
,,spiegel.de'' oder die Website vom Stern oder taz einzugeben, der braucht auch gar nicht erst wählen zu gehen. Glaube kaum, dass von dem eine halbwegs qualifizierte Entscheidung kommen wird.

SO schwer, dass man sich daran einen abbricht, ist das nun wirklich nicht!


Eigenverantwortung und Selbstständigkeit gehören gestärkt, nicht nur eine immer größere Abgabe dieser Eigenverantwortung und dieser Selbstständigkeit.

Wer so etwas verlangt, der möge hinterher auch nicht rumheulen, wenn er gar nichts mehr selbst entscheiden darf.


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def
ehemaliges Mitglied

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14.02.2014 um 14:16
@xotix1

Ich weiß schon worauf du hinaus willst, aber Politik ist fast immer Meinungsbildung. ;)


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14.02.2014 um 15:45
@Kc
Ich weis nicht wie ichs erklären soll. Theoretisch stimmt was du sagst. Wenn du das jedoch ernst meinst, müsste man ein Wahlberechtigungstest einführen, was Schwachsinn ist. Jeder Bürger hat das Recht zu wählen. Bei irgendwie 8 Vorlagen alle 3 Monate hat kein Mensch die Zeit sich intensiv damit zu befassen. Dazu kommt, dass der Mensch lernen muss Information zu differenzieren und zu Interpretieren, zu hinterfrage. Sich Fragen zu stellen wie: Wer sitzt hinter diesem Text, welches Interesse trieb ihn dazu diesen Artikel zu schreiben?

Du findest es also okay so wie es ist? Es ist super, dass die Parteien welche viel Kohle haben mit ihrer Polemik die absolut nichts mit echter Politik zu tun hat die Schweiz zupflastern? Du findest nicht, dass der Staat die Aufgabe hat das Volk über sein tun und handeln auf eine gute Art und Weise zu informieren? Viel lieber sollte man diese Aufgabe, wie jetzt, der kaufbaren und Undurchsichtigen 4. Gewalt, die sogenannten Medien, überlassen?

Schau, es geht mir darum: Die Plakate sollen verboten werden, dies aus den oben genannten gründen. Als Gegengewicht soll der Staat eine Informationsplattform anbieten. Das gibt es ja schon zu hauf, bloss nicht Unabhängig und nicht auf diese Ziel konzentriert. Die Plattform hat die einzige Aufgabe, Informationen zu sammeln und aufzubereiten udn zwar im Stil von:

Sozialdemokraten habe folgende Argumente:
Arugment 1 - Quelle 1, 2, 3
Argument 2 - Quelle 1, 2, 3

Schweizerische Volkspartei:
.... etc.

(natürlich absolut aufbaubar) Was ich sagen will: Die Plattform bezieht keine Stellung wie z.B. der Tagi/NZZ/Weltwoche oder die WOZ.

Daran ist doch nichts vorgekaut. Der Staat macht das jetzt bereits zum Teil. Die Parteien können Informationen einschicken und diese werden aufgeschaltet, solange sie nicht die typische Polemik beinhalten.

Du kannst doch die Meinungsbildung nicht derart verkommen lassen mit all dem Boulevard Quatsch und den Plakaten. Der Mensch hat doch ein Recht auf eine Quelle bei der er sich neutral und gut Informieren kann, das hat doch nichts mit vorkauen zu tun.

Und doch, es ist sehr wohl schwer und sehr kompliziert sich über politische Dinge zu informieren. Sich richtig informieren ist nicht nur die Tageszeitung lesen.

Das du das forderst verstehe ich völlig, aber es funktioniert schlichtweg nicht. Es hat noch nie udn es wird nie funktionieren, das siehst du seit Jahrhunderten. Wenn du willst, ist das was ich vorschlage ein Instrument für den aufklärerischen Werdengang des Volkes. :P

Politik ist doch kein Produkt das vermarktet werden will.
Kc schrieb:Wer so etwas verlangt, der möge hinterher auch nicht rumheulen, wenn er gar nichts mehr selbst entscheiden darf.
Du erklärst mir bitte den Zusammenhang von dem mir gefordertem und dieser Aussage.


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misterman
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Verhindern von Emotionen (in der direkten Demokratie)

14.02.2014 um 16:02
Ziemlich interessant.

Muss dabei gleich mal an die letzte Asyl-Abstimmung denken.

Verkauft wurde das ganze von der Regierung als "Verschärfung" und wenn man den Text durchlas stand bei den wichtigen Punkten jeweils "der Bund kann". Gleichzeitig hat man die Gemeinden und Kantone entmachtet.

Also eigentlich war das eine betrügerische Masche. Hier könnte man ansetzen. Wenn man nachweisen kann, dass der Wähler absichtlich getäuscht wurde dann sollte die Abstimmung ungültig sein. Das Problem ist nun wieder ab wann trifft das zu?


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