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Kampf gegen den Hunger

47 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: USA, Kampf, Hunger ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kampf gegen den Hunger

09.06.2005 um 23:20
UNd der (Möchtegern-) Japse ;D (net ernstnehmen bitte)hat mir noch versicherter würde nie Copy Paste benutzen^^

Ich hab heut ne Werbung gesehen:
Zu sehen war ein S/W Photo eines Weihnachtsmannes der in seinem Sack aber farbige Erdbeeren hatte, der Untertitel lautete etwa so:
"Verzichten sie im Winter auf frische Früchte, damit die Äcker in den armen Ländern genutzt werden können, um das eigene Volk zu versorgen"

We judge a book by its cover
And read what we want
Between selected lines
alle Tippfehler © by Oxayotel "Mr. Allmy 05" 2004-2005



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Kampf gegen den Hunger

09.06.2005 um 23:28
>>> Erde die an einer Stelle abgetragen wird, lagert sich zu 93% an anderer Stelle wieder ab.
Nachdem die USA 1979 prophezeite, dass Erosion bald das größte nationale Problem sein würde, stellte sich jedoch bald heraus, dass die Mutterbodenschicht seit 140 Jahren nahezu unverändert geblieben ist. <<<

Es geht bei "verloren" nicht um weggeschwemmt oder so, sondern um richtig versaut, zum Beispiel durch Versalzung, Überdüngung, oder Versteppung. Der Begriff "Mutterbodenschicht" sagt nichts über ebendiese Beschaffenheit aus.


>>> Der legendäre Warner-Verein "Club of Rom"sagte 1972 eine Weltbevölkerung von 30 Milliarden Menschen im Jahr 2000 voraus, eine Extremverknappung der Rohstoffe und Hungersnöte mit 300 Millionen Toten. Nichts wurde auch nur annähernd wahr.
Der Geburtenrate hat sich verlangsamt, der Bevölkerungsanstieg beruht zum größten Teil auf einem Rückgang der Säuglingssterblichkeit und einem höheren Sterbealter.<<<

Das, was wir zur Zeit haben, ist FAKT. Sicherlich sind die 9 Milliarden eine Prognose, die auf aktuellen Daten beruht. ABER: Es leben Tag für Tag mehr Menschen auf dieser Welt - und die wollen alle was essen, ob nun alter oder jung. Wie der Club of Rime zu seiner Prognose kam, ist mir schleierhaft, schließlich gab es damals für das Wachstum der Weltbevölkerung längst nicht so hohe Raten, dass man in diesem Zeitraum auf 30 Mrd kommt.

>>> Jimmy Carters Umweltstudie "Global 2000" sagte bis zum Jahr 2000 eine Wüstenexpansion von 20% voraus.
In der zweiten Hälfte der achtziger Jahre schrumpfte die Sahara um neun Prozent.
"Pauschale Aussagen über die Ausdehnung der Wüsten sind nicht möglich" sagt der Sahel-Experte Professor Frings aus Freiburg.
<<<

Auch die Wüstenexpansion ist ein Fakt, zumindest zur Zeit.
Erzähl doch mal den Menschen dort, dass sie keine Angst haben brauchen, weil ihnen die Wüste mehr und mehr Land abnimmt...


Die Umfrage finde ich etwas daneben, weil es lediglich um Verbesserung geht. Wenn man von der Hand im Mund lebt, kann es nur besser werden!



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"Hebe nicht mehr den Arm gegen sie! Unzählbar sind sie, und es ist nicht dein Los, Fliegenwedel zu sein."



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Kampf gegen den Hunger

10.06.2005 um 20:57
@tunkel
>>>Das, was wir zur Zeit haben, ist FAKT. Sicherlich sind die 9 Milliarden eine Prognose, die auf aktuellen Daten beruht.
ABER: Es leben Tag für Tag mehr Menschen auf dieser Welt - und die wollen alle was essen, ob nun alter oder jung. <<<

Ich will die zweifelsohne vorhandenen Probleme nicht kleinreden, aber die grassierende Untergangsstimmung im Wohlfahrtsstaat nervt (und lähmt).
Gut leben und möglichst laut jammern heisst die Devise in den westlichen Wohlstandsgesellschaften.
Es besteht kein Grund zu der Annahme, dass die Erde 9 Mrd. Menschen nicht ernähren könnte.
Ausnahmslos alle Hungersnöte der letzten 100 Jahre waren Menschenwerk, erzeugt von Ideologen und Utopisten sozialistischer Coleur.
In einer funktionierenden Mehrparteien-Demokratie hat es noch nie eine Hungersnot gegeben.



"Die Zukunft war früher auch besser"


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Kampf gegen den Hunger

10.06.2005 um 21:09
>>> In einer funktionierenden Mehrparteien-Demokratie hat es noch nie eine Hungersnot gegeben. <<<


Und daraus schlussfolgerst du, dass auf begrenzten Anbauflächen erzeugte Nahrungsmittel bis zum St. Nimmerleinstag reichen? Was ist denn mit der gut einer Milliarde Menschen, die nicht genug zum Leben haben? Die werden wohl alle von "sozialistischen" "Ideologen" regiert, die ihnen das Essen vorenthalten?

JA, diese Menschen sind zu arm, um sich Nahrung kaufen zu können. Aber wie dir als altem Liberalen selbstverständlich klar ist, sind Preise das Resultat von Angebot und Nachfrage. Der Preis stellt sich so ein, dass bei begrenztem Angebot auch nur begrenzte Nachfrage besteht.



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Kampf gegen den Hunger

10.06.2005 um 21:33
"In einer funktionierenden Mehrparteien-Demokratie hat es noch nie eine
Hungersnot gegeben."

Und warum nicht? Weil alle fleissig waehlen durften oder weil es genug Wass
und Anbauflaechen gab?

In der Rosaroten Welt des Hansi sind die hungerden Afrikaner wie immer selber
Schuld.

I've seen things you people wouldn't believe. Attacks ships on fire off the shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhauser gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain...
Roy Baty, "Bladerunner"



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Kampf gegen den Hunger

10.06.2005 um 21:48
Noch kurz ein Wort zu Meadows (Grenzen des Wachstums 1972): Die Studie wird mehr als oft falsch verstanden, falsch interpretiert.

Es wurden in dieser Studie verschiedenste Szenarien durchgespielt.

U.a. auch Zukunftsszenarien unter den Voraussetzungen "business as usual" anno 1972.

Also ein "rein theoretisch, wenn, dann" Szenario, eine art worst case.

Und hansi: schon mal was von einer "self destroying prophecy" gehört? Genau das ist nämlich das Schicksal dieser Studie.

(Zum Glück!)


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Kampf gegen den Hunger

10.06.2005 um 21:50
Ausnahmslos alle Hungersnöte der letzten 100 Jahre waren Menschenwerk, erzeugt von Ideologen und Utopisten sozialistischer Coleur.
In einer funktionierenden Mehrparteien-Demokratie hat es noch nie eine Hungersnot gegeben.

So was bringt mich auf die Palme!
Was ist mit Südamerika? dagibt es Mehrparteiensystem, freie Märkte und verarmende Landmassen, elende Slums en masse und fortschreitende Anarchie (Drogenmafia, Grossgrundbesitzermafia)
und nach allen Statistiken die größte Schere zwischen arm und reich


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Kampf gegen den Hunger

10.06.2005 um 21:54
Drogenmafia und Großgrundbesitzermafia haben bittesehr NICHTS mit Anarchie gemein.

Eher mit Verbrechen.


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Kampf gegen den Hunger

10.06.2005 um 22:00
und Armut auch nicht.



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Kampf gegen den Hunger

10.06.2005 um 22:49
@al-chidr
>>>Was ist mit Südamerika? dagibt es Mehrparteiensystem, freie Märkte und verarmende Landmassen, elende Slums en masse und fortschreitende Anarchie (Drogenmafia, Grossgrundbesitzermafia)
und nach allen Statistiken die größte Schere zwischen arm und reich <<<


Südamerika? Funktionierende Demokratie? Marktwirtschaft? Dass ich nicht lache!

Beispiel Brasilien: (Bei weitem nicht das Schlimmste Beispiel)
Von den 60 Millionen Beschäftigten zahlen nur 3 Millionen regelmäßig Steuern,
80 Prozent aller Unternehmensabgaben stammen aus nur 7.000 der 3 Millionen registrierten Betriebe.
Der gesamte - zu wahrscheinlich 50 Prozent überflüssige - Verwaltungs- und Regierungsapparat kostet das Land monatlich 1,1 Milliarden Dollar usw. usf.
Machtmißbrauch, Korruption und Regierungskriminalität sind in Entwicklungsländern in unvorstellbaren Ausmaßen an der Tagesordung.
Wo liegen die Ursachen für diese Missstände?
In Europa, Japan oder den USA?
Wenn Milliarden-Kredite seit Jahren nachweislich nicht für die Lösung sozialer Probleme genutzt werden, und zumeist auch keinen direkten ökonomischen Gewinn einbringen, ist es dann nicht opportun nach den innerstaatlichen Verantwortungen zu fragen?


"Die Zukunft war früher auch besser"


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Kampf gegen den Hunger

10.06.2005 um 22:55
Du kennst wohl nur die Staaten, die in den Vorlesungen behandelt werden?

Wie sieht es denn mit Bolivien, Argentinien, Chile oder Paraguay aus?



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Kampf gegen den Hunger

10.06.2005 um 23:03
Ja die Probleme sind auch innen zu sehen! Aber wenn seitens der Industrieländer der Wille da wäre, diesen Sumpf trockenzulegen gäbe es Wege: Zum Beispiel, indem man nicht Milliarden den korrupten Behörden in die Hand gibt für irgendwelche Grossprojekte, die meist der armen Bevölkerung und der Umwelt sowieso schaden und die Länder nicht dazu zwingst, Exportfrüchte anzubauen, um das Außenhandelsdefizit einigermaßen auszugleichen. Die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln muss dann aufgrund der Knappheit an Anbauland durch Exporte gedeckt werden.

Dezentralisierte Projekte, die auf Nachhaltigkeit und speziellen regionalen Bedürfnissen entsprechen, wird von der WBO nach wie vor kaum Beachtung geschenkt. Das erfordert weniger Kosten, zielt auf die Stabilisierung der Lage auf dem Land ab, wobei ökonomischer und ökologischer Nutzen miteinander integriert werden können. Und die Landbevölkerung ist nicht mehr gezwungen, wegen ungerechter Landverteilung, unangepaßter Bebauung und Klimatischen Ungunstfaktoren (Dürre, Überschwemmung) in die ständig wachsenden Slums der übreforderten Städte zu wandern!


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Kampf gegen den Hunger

10.06.2005 um 23:04
@case_77
>>>In der Rosaroten Welt des Hansi sind die hungerden Afrikaner wie immer selber Schuld.<<<

In keinem meiner Beiträge habe ich die armen Opfer staatlicher Unterdrückung und Missmanagments für die Misere verantwortlich gemacht.
Ich habe aber keine Skrupel dies bei den Drittwelt-Eliten zu tun.
Es herrscht in diesen Kreisen eine unglaubliche Gleichgültigkeit gegenüber dem Elend ihrer Mitbürger.
Ich kenne diese Länder aus eigener Anschauung wahrscheinlich besser als die meisten von euch.
Unterlasse also bitte zukünftig deine zynischen Bemerkungen!

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Kampf gegen den Hunger

10.06.2005 um 23:15
Hansi, du scheinst ein Mann vom Fach zu sein.
Bitte informiere dich daher einfach mal persönlich bei einem Ökologen deines Vertrauens und frage nach, wie er die zukünftige Nahrungsmittelproduktion einschätzt, denn das kann glaube ich im Rahmen dieses Forums nicht erörtert werden.

Ich gebe nur den Fakt und Denkanstoß, dass alle zur verfügbaren Flächen bereits genutzt werden und trotzdem Menschen hungern. Ergo entscheidet der Preis, wer hungert, denn keiner produziert umsonst (siehe alle Flächen in Bewirtschaftung).

PS: I woas scho, es gibt noch Kapazitäten in Bezug auf Düngung, sonstiger Ertragssteigerung und Schädlingsbekämpfung.



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Kampf gegen den Hunger

10.06.2005 um 23:21
Bzw. durch den Stop von Vernichtungen (um den Preis zu halten), Völlerei, Getreidefütterung von Rindern usw. usf.

Ich finde es angebracht, in Zusammenhang mit Hungernden auch DAS in Erwägung zu ziehen.


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Kampf gegen den Hunger

10.06.2005 um 23:43
@ Wolfspirit

Nicht nur das - im Schnitt landen 1/4 aller produzierten Nahrungsmittel in der Mülltonne!



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Kampf gegen den Hunger

10.06.2005 um 23:43
@tunkel
>>>Ich gebe nur den Fakt und Denkanstoß, dass alle zur verfügbaren Flächen bereits genutzt werden und trotzdem Menschen hungern.<<<

Sie werden genutzt, aber wie?

>>>Ergo entscheidet der Preis, wer hungert, denn keiner produziert umsonst<<<

Richtig!
Womit wir wieder bei dem leidigen Thema wären, WIE können sich die armen Länder aus ihrer Armut befreien.
Milliarden Menschen warten darauf eine Chance zu bekommen!
Die Globalisierung z.B.bietet sie ihnen.
Aber wenn wir gleich Mord und Brand schreien, wenn die Löhne dort nicht von Null auf Hundert schnellen ( bzw. unsere Löhne gedrückt werden, was aber nur vorübergehend der Fall sein wird) dann wird das nichts.


"Die Zukunft war früher auch besser"


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Kampf gegen den Hunger

10.06.2005 um 23:45
Wenn sie nicht von linken Volxküchen vorher für den guten Zweck "gefladert" werden ; P


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Kampf gegen den Hunger

10.06.2005 um 23:48
Ich kenne deine marktwirtschaftlich orientierte Denkweise, und stimme auch bis zu einem gewissen Punkt überein.

Ich wollte damit nur sagen, dass die Nahrungsmittel nicht reichen.
Inwiefern moderne Anbaumethoden (Düngung etc.) bei steigendem Wohlstand diese Lücke schließen können, kann ich nicht beurteilen.


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Kampf gegen den Hunger

10.06.2005 um 23:53
@Hansi

Gerade Brasilien ist eines der krassesten Beispiele dafür wie SEHR der europäisch-us-amerikanische Einfluß das Land in den Ruin getrieben hat. So wurde schon in den 30-er Jahren die florierende Elektoindustrie Brasiliens durch das "Elektro-Kartell" zerschlagen. Die Manipulationen des Kaffeepreises und dergleichen sind allgemein bekannt. Die Einflußnahme der Weltbank in jüngster Zeit auch.

Andersdenkende sind oft ganz anders, als wir denken.
© Ernst Ferstl (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker



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