Anschlag auf Weihnachtsmarkt Magdeburg
06.01.2025 um 00:10Ja das ist mir natürlich bekannt. Aber warum sprichst du das explizit an? Warum ist dir die Differenzierung so wichtig?Justsaying schrieb:Es gibt Mutter, Vater und Stiefvater.
Ja das ist mir natürlich bekannt. Aber warum sprichst du das explizit an? Warum ist dir die Differenzierung so wichtig?Justsaying schrieb:Es gibt Mutter, Vater und Stiefvater.
Gegenfrage, warum wird moniert, wenn da differenziert wird?Slaterator schrieb:Ja das ist mir natürlich bekannt. Aber warum sprichst du das explizit an? Warum ist dir die Differenzierung so wichtig?
Dich habe ich nicht gefragt. Ich würde das gerne von @Justsaying wissen.emz schrieb:Gegenfrage, warum wird moniert, wenn da differenziert wird?
Patrick:Den Hinterbliebenen möchte ich wünschen, dass sie nach der Beerdigung zur Ruhe kommen und trauern dürfen.
Wir wollen nochmal Bescheid geben. Wir durften unseren Kleinen, dank eurer Hilfe, vorgestern endlich sehen.
Desiree:
Haben so viele gefragt, ob wir ihn nun sehen durften, ja, tatsächlich, durften abgeholt werden durch unseren Bestatter, und ja, das Sehen war gut, ... für uns zum Verarbeiten war's gut. ...
Patrick:
Wir haben jetzt aber auch Termine, die werden später noch bekanngegeben, ...
Nach dem Anschlag von MagdeburgWeitere Angriffe auf Migrant:innenEs ist unerträglich, was in den Berichten der Angegriffenen geschildert wird.
Seit dem Anschlag von Magdeburg reißt die Gewalt gegen Menschen mit Migrationsbiografie nicht ab. Betroffene schildern der taz ihre Erlebnisse.
Welch absolut irriges und gehirnamputiertes Verhalten ferner als ... scheinbares Frustventil irgendwelche migrantisch/ausländisch aussehenden Menschen auf der Straße als Coping-Methode anzugreifen, als würde das irgendwas bringen. Aber gut, kleingeistige oder (bzw. und) ideologisch verdorbene Menschen werden nicht soweit denken.emz schrieb:Es ist unerträglich, was in den Berichten der Angegriffenen geschildert wird.
Es gab schon einmal eine Zeit in Deutschland, wo gegen "Andersartige" vorgegangen wurde.
In der Coronakrise wurden Chinesen angegangen. Einfach so, weil sie Chinesen waren und die Seuche dort ausgebrochen ist. Auch Japaner, weil sie eben als Asiaten den Chinesen ähnlich sehen. Das ist ein Phänomen, das ich nie verstanden habe und auch echt nicht nachvollziehen kann. Das ist einfach nur absurd. ich habe mich deswegen sehr geschämt. Jetzt wohl wieder so etwas. Ich kann nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte.Warden schrieb:scheinbares Frustventil irgendwelche migrantisch/ausländisch aussehenden Menschen auf der Straße als Coping-Methode anzugreifen, als würde das irgendwas bringen.
Niedriger IQ oder Charakter- bzw. Anstandsschwäche in den handelnden Akteuren. Kleingeister die nicht anders können oder meinen zu können.Slaterator schrieb:Das ist ein Phänomen, das ich nie verstanden habe und auch echt nicht nachvollziehen kann. Das ist einfach nur absurd. ich habe mich deswegen sehr geschämt. Jetzt wohl wieder so etwas. Ich kann nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte.
Nach SPIEGEL-Informationen ist der Hintergrund der Verlegung eine präventive Sicherheitsmaßnahme, aufgrund einer abstrakten Gefahr für Abdulmohsen durch andere Häftlinge. Durch die räumliche Nähe von Burg zu Magdeburg gibt es wohl unter den Gefangenen Menschen, die Opfer des Anschlags kennen. Die Maßnahme diene dem Schutz Abdulmohsens. Auch unter den Mitarbeitenden gibt es möglicherweise Menschen, die Betroffene des Anschlags kennen.Quelle: https://www.spiegel.de/panorama/justiz/magdeburg-taleb-al-abdulmohsen-in-die-jva-dresden-verlegt-a-2c669ddc-434f-433a-ad20-e65846b28901
Video auf TikTok Nach Magdeburg-Anschlag: Mutter und Stiefvater kritisieren Behörden – diese reagierenNormalerweise springen unsere Behörden nicht gleich bei jedem tiktok Video an. Hier aber scheint wohl eine Grenze überschritten worden zu sein, so dass man sich zu einer Richtigstellung genötigt sah. Wogegen sich die Behörden vor allem verwehren, ist die Behauptung in den Videos, man habe der Familie keine Unterstützung zukommen lassen.
Psychologische Hilfe angeboten
Unabhängig davon stehe das LKA mit der Familie im Kontakt. Die erste telefonische Kontaktaufnahme mit der Mutter des getöteten Jungen sei in zeitlicher Nähe zum Anschlag über eine Kollegin aus dem "Einsatzabschnitt Betreuung" erfolgt. In diesem Telefonat sei ihr ein Angebot für eine Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) gemacht worden, das auch angenommen worden sei.
Auch am Dienstagabend habe der Leiter des "Einsatzabschnittes Betreuung" umgehend telefonisch Kontakt mit der Familie aufgenommen, als er von dem TikTok-Video erfahren habe. Dabei habe er die Umstände erläutert, wieso bislang die polizeiliche Freigabe des verstorbenen Jungen noch nicht erfolgt sei. Die Familie habe sich daraufhin bedankt.
Der Leiter des "Einsatzabschnittes Betreuung" bleibe weiter im direkten Kontakt mit der Familie. "Nach unserer Kenntnis hatte auch der Bundesopferbeauftragte mit den Eltern des verstorbenen Jungen direkten Kontakt."...
Bundesopferbeauftragter: Hilfsangebot bleibt
Nach dem Innenministerium von Sachsen-Anhalt hat auch der Bundesopferbeauftragte auf Kritik an den Behörden nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg reagiert. Zum Vorwurf der mangelnden Betreuung Betroffener sagte Roland Weber MDR SACHSEN-ANHALT, nach dem Anschlag seien Betroffene innerhalb von 48 Stunden erstmals schriftlich kontaktiert worden. Neben psychologischer Unterstützung über eine kostenfreie Hotline stünden ihnen weitere Angebote zu Verfügung, beispielweise Rehabilitationsmaßnahmen und bei Bedarf auch langfristige Leistungen wie Rentenzahlungen.
Es ist eine immense Herausforderung, alle Betroffenen individuell zu erreichen, ohne sie zu bedrängen. Wir wollen helfen, aber niemanden überfordern oder zusätzlichen Schaden anrichten.
Roland Weber, Opferbeauftragter der Bundesregierung
Weber sagte weiter, dass die Kommunikation in solchen Ausnahmesituationen komplex sei. Man wolle helfen, Betroffene aber nicht bedrängen oder überfordern. In der zweiten Januarwoche wolle man alle Betroffenen erneut anschreiben, um sicherzustellen, dass niemand durch das Raster falle. "Briefe können in der Belastungssituation übersehen werden. Deshalb werden wir uns weiter um die Familien kümmern."
Die Antwort lautet: Pietät.Lanza schrieb:Frage ist ja, warum vmtl. 10 Tage Ruhe war.
Da im Landeskriminalamt (LKA) durch den "Einsatzabschnitt Betreuung" bekannt gewesen sei, dass es der Mutter des verstorbenen Jungen sehr schlecht gehe, sei man aus Gründen der Pietät erst am Silvestertag an sie herangetreten, um Vergleichs-DNA-Material zu erhalten. An diesem Tag hatten sie und ihr Partner ihr Video bei TikTok öffentlich gemacht.
https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/magdeburg/magdeburg/anschlag-mutter-vorwuerfe-reaktion-100.html
Dann bestand neben dem BZ- Brief doch auch ein telefonischer Kontakt, ueber den eine seelsorgerische Betreuung zeitnah zugaenglich gemacht wurde.emz schrieb:Unabhängig davon stehe das LKA mit der Familie im Kontakt. Die erste telefonische Kontaktaufnahme mit der Mutter des getöteten Jungen sei in zeitlicher Nähe zum Anschlag über eine Kollegin aus dem "Einsatzabschnitt Betreuung" erfolgt. In diesem Telefonat sei ihr ein Angebot für eine Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) gemacht worden, das auch angenommen worden sei.
Das LKA hat sich dann erst dtl. spaeter, also an Silvester, mit der DNA-Anfrage zwecks Identitaetsbestaetigung gemeldet.Lanza schrieb:Dann nimmt sie die PNSV an. Und dann war anscheinend Ruhe bis zum 31.12. Von formaler offizieller Seite.
Datenaustausch der Polizei nach Anschlag in Magdeburg in der KritikDatenaustausch
Nach dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt wächst die Kritik am polizeilichen Datenaustausch und am Sicherheitskonzept.
Rund drei Wochen nach dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt mit sechs Toten wird Kritik am Datenaustausch zwischen den Polizeibehörden lauter. Der Bundesvorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, Dirk Peglow, sagte im MDR, "wir haben eine föderale Datenstruktur in der Polizei, und das ist ein bisschen ein Kern des Problems". Seit 2020 beschäftige sich die Innenministerkonferenz mit der Früherkennung von potenziellen Amokläufern und Attentätern. Das Problem solcher Täterpersönlichkeiten sei erkannt. Es sei aber sehr schwierig, polizeiliche Daten zusammenzuführen.Sicher ist es nicht möglich, eine derartige Datenplattform von heute auf morgen auf die Beine zu stellen. Was ich aber bei all dem vermisse, wären Erklärungen, inwieweit man in der Lage war, die 2016 getroffene Entscheidung, mit der man sich seit 2020 beschäftigt, schon in die Tat umzusetzen. Es würde so manchen Bürger etwas zuversichtlicher stimmen, würde er erkennen können, dass sich hier was tut. Natürlich nicht in Details, aber der ein oder andere Hinweis dürfte da schon möglich sein.
Innenministerin: ... bekräftigte, dass das Ziel eine gemeinsame Datenplattform sein müsse. Nach ihren Angaben wurde die Entscheidung dazu von der Innenministerkonferenz bereits 2016 getroffen. Man sei "schon" mitten in der Umsetzung, sagte die CDU-Politikerin weiter. Allerdings müsse eine neue IT-Struktur aufgebaut werden. "Wir müssen die gemeinsame Datenplattform deutlich forcieren."
Auch am Sicherheitskonzept des Weihnachtsmarktes regt sich Kritik. Aus Sicht des Zufahrtsschutzexperten Christian Schneider sind bei der Vorbereitung Fehler gemacht worden. Im Sicherheitskonzept werde zwar mehrfach auf die Gefahr von Überfahrtaten hingewiesen, sagte Schneider der Nachrichtenagentur dpa. Es werde aber nicht beschrieben, wie dieser Bedrohung regelkonform zu begegnen sei. "Fakt ist: Der Ersteller hat sich nicht an die Regeln gehalten und dabei ganze Flanken offengelassen."Wovon man unbedingt wegkommen muss, ist, die Schuld bei der Besatzung des Polizeiautos zu suchen, das sich zum Zeitpunkt der Amokfahrt am Taxistand befand. Weder wissen wir, wie die Anweisung lautete, und sollte diese missachtet worden sein, warum das so war. Bitte keine billigen Bauernopfer konstruieren. Der Fisch stinkt vom Kopf her, wie es so schön heißt.
Bei dem Anschlag war der Täter an einem breiten Gehweg zwischen einer Fußgängerampel und einer Betonblocksperre hindurchgefahren. Dieser Bereich hätte aus Sicht des Sicherheitsexperten besser gesichert sein müssen, zum Beispiel mit Pollern, die man öffnen und schließen kann.
Fluchtwege müssten zwar freigehalten werden, sagt Schneider. Aber: "Freihalten heißt nicht, dass fünf oder sechs Meter breite Lücken klaffen dürfen. Diese Zufahrt hätte man also beispielsweise mit Pollern absichern können und müssen, sodass in der Zufahrt keine Lücken verbleiben, die breiter als 1,2 Meter sind." Im Einsatzfall könne man solche Zufahrten für Feuerwehr- und Rettungskräfte öffnen.
Schneider, der selbst Zufahrtsschutzkonzepte erstellt, kritisierte Betonblöcke um den Weihnachtsmarkt als ungeeignet. Zudem habe man in Magdeburg ganze Flanken offengelassen. "Denn wir haben ja nicht nur eine Zufahrt, die genutzt werden konnte, sondern sogar mehrere." Der Angreifer habe eine Zufahrt zum Einfahren genutzt und eine andere zum Herausfahren. "Der Täter hätte auch entlang der Straßenbahnschienen zur Straßenbahnhaltestelle vorfahren und dann schräg auf den Alten Markt abbiegen können – zumal dort ja sogar der Bordstein abgesenkt ist."
Zufahrtsschutz sei kein triviales Anhängsel der Veranstaltungssicherheit, sondern der qualifizierte Schutz von Örtlichkeiten gegen Vorsatz- oder Unfallfahrten, mahnte Schneider. "Hätte der Konzeptersteller von Magdeburg dies berücksichtigt, wäre dieser tragische Anschlag nicht möglich gewesen."
Nach Angaben der Stadt Magdeburg hat die Gesellschaft zur Durchführung der Magdeburger Weihnachtsmärkte das Sicherheitskonzept erstellt. Man werde die Ermittlungen der zuständigen Behörden zu Fragen rund um das Sicherheitskonzept vollumfänglich unterstützen, sich aber nicht an Spekulationen und voreiligen Schuldzuweisungen beteiligen, sagte ein Sprecher der Stadt.Wer jetzt da letztendlich die Verantwortung trägt, ob die GmbH für die Magdeburger Weihnachtsmärkte, oder doch die Stadt, die aber in irgendeiner Form auf jeden Fall in der GmbH mit drinzuhängen scheint, möglicherweise als Gesellschafter, das wird man jetzt sicherlich erst mal abklären. Vorher wird es keine Stellungnahmen geben.
Es liegen mehrere Anzeigen wegen des Anschlags gegen die Stadt, die Polizei und die Weihnachtsmarktgesellschaft vor. Zu den Vorwürfen zählt fahrlässige Tötung durch Unterlassen.Tatsächlich, dazu finden sich schon die ersten Artikel, deren Inhalte noch vorsichtig hinter Paywalls verborgen sind, im Netz.
Die Reflexe sind nach solchen Ereignissen immer die Gleichen: Es werden Schuldige gesucht, obwohl der Hauptschuldige offensichtlich der Fahrer des Autos war, dessen Fahrt sechs Todesopfer gefordert hat.emz schrieb:Wäre es nicht besser, erst mal die Toten zu bestatten, dann zur Ruhe zu kommen, bevor man teure Anwaltskanzleien mandantiert? Befürchtet man denn wirklich, die Behörden würden ansonsten alles unter den Tisch kehren?
„Würden Sie es mir verübeln, wenn ich wahllos 20 Deutsche töten würde, weil Deutschland gegen die saudische Opposition vorgeht?“ Der Hinweis wurde an das LKA Sachsen-Anhalt übermittelt.Quelle: https://m.bild.de/regional/magdeburg/magdeburg-attentaeter-neue-details-aus-seiner-polizeiakte-677f921b73c9445f23ef4460
Das Verfahren wurde letztlich eingestellt, „da der Sachverhalt keinen Straftatbestand erfüllt“.Quelle: Wie oben
Auch die britische National Crime Agency meldete sich 2022 beim BKA, um vor dem Arzt zu warnen: Es gebe Hinweise, dass Taleb al-Abdulmohsen an internationalem Menschenhandel beteiligt sei. Demnach schleuse er Personen zum Zweck der Ausbeutung nach Großbritannien und gebe öffentlich auf seinem Twitter-Profil damit an. Das BKA fand dazu aber keine Beweise.Quelle: Wie oben
Die Trauerfeier für den neunjährigen André Gleißner, Opfer der Magdeburger Amokfahrt, wird live nach Floß übertragen. Am Samstag, 18. Januar, um 11 Uhr beginnt der Gottesdienst in Wolfenbüttel und parallel dazu die Trauerfeier in der katholischen Pfarrkirche in Floß.