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Bertelsmann/Think-Tank

108 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Bertelsmann, Denkfarbrik, Thing Tank ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Bertelsmann/Think-Tank

03.07.2008 um 12:12


Ich würde gern ein thema aufgreifen.

denkfabriken....

kennen wir ja auch aus den usa. oft auch stiftungen genannt.
es gibt eine ganze reihe an gefährlichen gruppen, die sich nach außen als wohltäter präsentieren, doch zum teil wenig verdeckt ihre wahren ziele offen verkünden
wir kennen beispielsweise:

*Council on Foreign Relations
*Project for the New American Century
*Trilaterale Kommission
*European Council on Foreign Relations
*German Marshall Fund
*American Council on Germany
*Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik
*Atlantik-Brücke e.V.

und hauptaugenmerk dieses threads:

*bertelsmann stiftung/ag

die bertelsmann stiftung wird wie folgt beschrieben:
Die Bertelsmann Stiftung versteht sich als unabhängige und parteipolitisch neutrale Stiftung. Die Stiftung will „konkrete Beiträge zur Lösung aktueller gesellschaftlicher Probleme“ leisten. Ihrem Leitbild nach sollen „die Grundsätze unternehmerischer, leistungsgerechter Gestaltung in allen Lebensbereichen zur Anwendung gebracht werden“, stets nach dem Prinzip „so wenig Staat wie möglich“. Fundament der Stiftungsarbeit sei die Überzeugung, „dass Wettbewerb und bürgerschaftliches Engagement eine wesentliche Basis für gesellschaftlichen Fortschritt sind.“

Die Bertelsmann Stiftung arbeitet gemäß ihrer Satzung ausschließlich operativ und nicht fördernd. D.h., sie vergibt keine Stipendien und unterstützt auch keine Projekte Dritter, sondern nur selbst definierte Projekte im Sinne der strategischen Ziele des Stifters.

Die Stiftung sieht sich zum einen als "Reformwerkstatt", die einzelne Modellversuche konzipiert und umsetzt; zum anderen möchte sie durch "Verbesserung der Beratungsqualität" direkt Einfluss nehmen auf politische Entscheidungsträger .
wikipedia: Wikipedia: Bertelsmann-Stiftung



die neutrale haltung wird zurecht angezweifelt, so läd die stiftung oft vertreter der politik, wirtschaft und der gleichen ein. ihre ideen, beispielsweise die agenda 2010 und harzt-4, fanden bereits umsetzung, ebenso studiengebühren und Controlling in Schulen, als auch die campagne "du bist deutschland"

hinzu kommt das die bertelsmann ag eine imense mediale präsent inne hält, da sie beispielsweise die mehrheit der aktien der rtl-group gehört:

*rtl
*rtl II
*super rtl
*rtl shop
*rtl nord
*rtl west
*rtl hessen
*vox
*n-tv
Zudem betreibe die Stiftung durch Vorabsprachen mit Politikern jenseits der Parlamente „eine Privatisierung der Politik“ (Böckelmann). Die Zusammenarbeit mit Ministerien und Politikern folge dem Prinzip der gegenseitigen Instrumentalisierung: Beamte und Politiker erhielten einen geschützten Raum, wo sie kostenlos und exklusiv informiert würden und diskutieren könnten, während die Stiftung sich dafür den Zugang zu allen Projekten, die sie beeinflussen wolle, sichere. Im Ergebnis sei es gleich, wer gewählt werde, irgendwie regiere die Bertelsmann-Stiftung immer mit.[5] SPD-Politiker Albrecht Müller nennt sie „eine antidemokratische Einrichtung“.

Nach Ansicht der Tageszeitung Junge Welt ist die Stiftung "ein Think Tank [Denkfabrik], der bei "neoliberalen Reformen" wie Studiengebühren, Controlling in Schulen, Hartz IV, aber auch in Kampagnen wie »Du bist Deutschland« politische Macht im Sinne der Stiftung ausübt."[9] Eine „Macht ohne Mandat“ sieht auch die Tageszeitung Tagesspiegel in der Stiftung. Demokratisch legitimierte Macht im Staate werde mehr und mehr durch Wirtschaftsmacht zurückgedrängt, ja sogar teilweise schon ersetzt, kritisiert Wolfgang Lieb das "zivilgesellschaftliche Engagement" der Bertelsmann Stiftung.[10] Aus privaten Netzwerken und Souffleuren der Macht würden tatsächliche Machthaber. So habe sich inzwischen eine private institutionelle Macht des Reichtums herausgebildet, die streng hierarchisch organisiert ihren Einfluss über das gesamte politische System ausdehne und die Machtverteilung zwischen Parteien, Parlamenten und Exekutive unterwandere und gleichzeitig die öffentliche Meinung präge. Diese Art von Zivilgesellschaft befördere nicht nur die ohnehin bestehende materielle Ungleichheit zwischen Arm und Reich, sondern dieser Weg schließe – anders als das im Modell des Mehrheitsprinzip in der Demokratie vorgesehen sei - vor allem die große Mehrheit der weniger wohlhabenden Bevölkerung mehr und mehr von der politischen Teilhabe und der Gestaltung ihrer gesellschaftlichen Zukunft aus. "Die Timokratie – eine Herrschaft der Besitzenden – löst die Demokratie ab", meint Lieb (ebd.)
Referat von Dr. Wolfgang Lieb
„Die Bertelsmann Stiftung und ihre Verflechtungen“ :




weitere links und kritik:
Wikipedia: Bertelsmann-Stiftung#Weblinks


man muss dazu sagen, dass viele der oben genannten thing-tanks miteinander verflochten sind und viele mitglieder des einen auch mitglieder oder besucher des anderen sind.

was haltet ihr von diesem einfluss?
ist er gefährlich oder neutral?
fortschritt oder rückschricht?

wir können auch gern über die anderen "denkfabriken" sprechen.


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Bertelsmann/Think-Tank

03.07.2008 um 12:20
ich habe noch vergessen den aufsichtsrat der bertelsmann ag vorzustellen:

Aufrichtsrat:

* Reinhard Mohn (Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats)
* Jürgen Strube, Vorsitzender des Aufsichtsrats der BASF AG, Ludwigshafen und Gesellschafter der Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft mbH, Gütersloh (Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats)
* Wulf Bernotat, Vorsitzender des Vorstands der E.ON AG, Düsseldorf
* John R. Joyce, Managing Director von Silver Lake Partners, New York
* Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Merck KGaA, Darmstadt
* Hans-Joachim Körber, Vorsitzender des Vorstands der Metro AG, Düsseldorf
* Oswald Lexer, Stellvertretender Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der Bertelsmann AG, Gütersloh (verstorben 10.Juni 2008 )
* Joachim Milberg, Vorsitzender des Aufsichtsrats der BMW AG, München
* Liz Mohn, Stellvertretende Vorsitzende des Vorstands und des Kuratoriums der Bertelsmann Stiftung, Vorsitzende der Gesellschafterversammlung und Geschäftsführerin der Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft mbH, Gütersloh
* Christoph Mohn, Chief Executive Officer Lycos Europe N.V., Gesellschafter der Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft mbH, Gütersloh
* Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe und Gesellschafterin der Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft mbH, Gütersloh. [3]
* Erich Ruppik, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der Bertelsmann AG und Gesellschafter der Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft mbH, Gütersloh
* Richard Sarnoff, Vorsitzender der Führungskräftevertretung der Bertelsmann AG und President Bertelsmann Digital Media Investments, New York
* Lars Rebien Sørensen, President und Chief Executive Officer der Novo Nordisk A/S, Bagsvaerd
* Gunter Thielen Vorsitzender des Vorstands der Bertelsmann Stiftung, Gütersloh


hmm, stromkonzerne und witschaft :/


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Bertelsmann/Think-Tank

03.07.2008 um 13:02
Link: wiki.bildung-schadet-nicht.de (extern) (Archiv-Version vom 03.07.2008)

ein muss:
http://wiki.bildung-schadet-nicht.de/index.php/Bertelsmann-kritische_Informationen_und_Materialien (Archiv-Version vom 03.07.2008)


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Bertelsmann/Think-Tank

05.07.2008 um 23:33
ok, die fragen gingen wohl unter:

"was haltet ihr von diesem einfluss?
ist er gefährlich oder neutral?
fortschritt oder rückschricht?

wir können auch gern über die anderen "denkfabriken" sprechen."


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Bertelsmann/Think-Tank

05.07.2008 um 23:42
moin

hochinteressant

da der thread-titel "bertelsmann" beinhaltet,
ist dieser einfluss natürlich mehr als bedenklich,
meinungsbildung (bedauerlicherweise) via media-groups.
das problem solcher think-tanks ist natürlich ihre abhängigkeit
interessengeleiteter sponsoren oder initiatoren

buddel


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Bertelsmann/Think-Tank

05.07.2008 um 23:46
bedeutet think-tank
eigentlich mehr
nach antworten zu suchen
oder vielmehr neue fragen zu stellen ?

buddel


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Bertelsmann/Think-Tank

06.07.2008 um 00:08
"bedeutet think-tank
eigentlich mehr
nach antworten zu suchen
oder vielmehr neue fragen zu stellen ?"

ich würde sagen konzepte, auf fragen einer (eigen)interesse, zu entiwickeln.


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Bertelsmann/Think-Tank

06.07.2008 um 00:11
konzept UND strategien


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Bertelsmann/Think-Tank

06.07.2008 um 00:19
es gibt doch aber sicher auch unabhängige think-tanks ?

buddel


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Bertelsmann/Think-Tank

06.07.2008 um 00:20
nein,
bei nur kurzem nachdenken
wird die unmöglichkeit irgendwelcher zielgerichteten interessen klar^^

buddel


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Bertelsmann/Think-Tank

06.07.2008 um 01:06
Bei den Bertelsmännern bedeutet es etwas anderes.
Die entwickeln Probleme dort wo keine sind,behaupten dort wären welche und bieten Lösungen an.Lösungen die scheinbar zufällig die neoliberale Clientel bedienen


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Bertelsmann/Think-Tank

06.07.2008 um 12:08
Das Rathaus wird zum Profitcenter
Teil 1 der taz-Serie "Der verkaufte Staat": Die Bertelsmann-Tochter Arvato managt in England eine Kommune mit 320.000 Einwohnern. Ziel des Versuchslabors: die Privatisierung kommunaler Dienstleistungen in Deutschland
BERLIN taz Im Norden Englands reift die Keimzelle für die Zukunft der öffentlichen Verwaltung. Seit Juli 2005 lässt dort der Bezirk East Riding in der Grafschaft Yorkshire Aufgaben seiner Verwaltung von einem privaten Dienstleister erledigen. Mitarbeiter des Arvato-Konzerns zahlen dort im Auftrag des Bezirks Wohngeld aus, nehmen Steuern ein und betreuen die Bürgerbüros.

Die Kooperation der öffentlichen Hand mit dem kommerziellen Unternehmen soll beiden Seiten nützen: East Riding verspricht sich einen besseren Service für seine 320.000 Bürger, während Arvato wichtige Erfahrungen für einen weltweiten Milliardenmarkt sammelt: die Privatisierung staatlicher Dienstleistungen.

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Arvato ist nicht irgendwer: Das Unternehmen ist die Tochter von Europas größtem Medienkonzern, Bertelsmann. Die Kooperation in Yorkshire dient Arvato als Trainingslager. "East Riding ist unser Versuchslabor auch für Deutschland", sagt Arvato-Vorstandmitglied Rolf Buch.

Die Service-Tochter ist das ökonomische Herz des Bertelsmann-Konzerns. 45.700 der insgesamt 88.000 Bertelsmänner arbeiten bei Arvato. Doch der diskrete Medien- und Marketingdienstleister zeigt sich selten den Endkunden und arbeitet vor allem für andere Unternehmen. Jedes zweite DAX-Unternehmen nutzt die Dienste des Konzerns, der 2005 in 270 Tochterfirmen 4,4 Milliarden Euro Umsatz machte. Mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von knapp 10 Prozent sucht der Konzern ständig nach neuen Geschäftsfeldern. Die neuesten davon, die Public Private Partnerships (PPP), sind in England stärker verbreitet als in Deutschland. 15 bis 25 Prozent der öffentlichen Investitionen werden dort für PPPs ausgegeben, während es hierzulande gerade einmal 4 Prozent sind. Seit der Amtszeit von Margaret Thatcher werden in Großbritannien Straßen, Krankenhäuser, Gefängnisse, Altenheime und Sozialwohnungen mit Hilfe der Privatwirtschaft gebaut und unterhalten.

Arvato handelt in East Riding auch nach den politischen Maximen des Nachkriegs-Bertelsmann-Chefs Reinhard Mohn. Seine Weltanschauung verklärt die Steuerungsverfahren aus der Betriebswirtschaftslehre zu einem gesellschaftlichen Leitbild: Alle Bereiche, von der Müllentsorgung bis zur Schulpolitik, werden in Mohns Welt der gleichen Systematik von Profitcentern, Budgetierung sowie Leistungsvergleichen unterworfen. Kernpunkte dieser Ideologie: Effizienz, gemessen am finanziellen Erfolg sowie dem Wettbewerb nach der Mohn-Devise: "So wenig Staat wie möglich".

Wie das geht, will Arvato in East Riding demonstrieren. "Wir sind in der Lage, Arbeitsprozesse effektiver zu steuern und die besten Prozesse einzusetzen, die wir auch bei anderen Kunden verwenden", sagt Christoph Baron, der bei Arvato das Geschäftsfeld öffentliche Dienstleistungen in Deutschland leitet. Die Leistung der Kommune in East Riding wird anhand von mehr als 100 Schlüsselindikatoren ermittelt. Dazu gehört etwa, wie oft das Telefon klingelt, bis ein Mitarbeiter den Anruf beantwortet. Etwa 500 Council-Angestellte East Ridings sind für das Projekt zu Arvato gewechselt. "Sie sind nicht schlechter gestellt als Council-Mitarbeiter", versichert Baron. Sollte das Projekt nach acht Jahren nicht verlängert werden, könnten sie wieder auf ihren alten Job zurückkehren. Die ehemals öffentlich Bediensteten direkt zu beschäftigen, erlaubt es dem Konzern, Arbeitsabläufe zu verändern und die Mitarbeiter dort einzusetzen, wo sie benötigt werden.

David Nolan, Vorsitzender der Liberalen Demokraten in East Riding, gehört zu den erklärten Kritikern des Projektes. "Das PPP mit Arvato ist nur eine als Partnerschaft verkleidete Privatisierung", sagt Nolan auch noch heute. Er glaubt, dass es für East Riding keinen Unterschied mache, dass Arvato die Verwaltungsarbeiten nun ausführe. "Rein administrative Aufgaben können sehr gut von Privatfirmen übernommen werden." Entscheidend sei jedoch, dass strategische Entscheidungen weiterhin in der Kontrolle der öffentlichen Hand verblieben. "Dazu gehören zum Beispiel Planungsverfahren, Rechtsvorschriften, aber auch Strategien für IT-Konzepte", so Nolan. Die Zusammenarbeit mit Arvato verlaufe bisher ohne größere Probleme.

Der Arvato-Manager gibt sich bedeckt, wann der Konzern auch in Deutschland seine Dienste in der öffentlichen Verwaltung anbieten wird: "Wir suchen derzeit nach einem Modell, wie man so etwas verwaltungsrechtlich organisieren kann." Das Unternehmen prüfe derzeit, welche nichthoheitlichen Aufgaben der öffentlichen Hand Arvato übernehmen könnte. Kfz-Zulassungen und das Meldewesen wären nach Ansicht der Ministerpräsidenten erste Versuchsfelder für private Dienstleister. "Ob sich in Deutschland ein Markt entwickelt, weiß man noch nicht", so Baron. TARIK AHMIA


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Bertelsmann/Think-Tank

06.07.2008 um 12:31
Zitat von lesslowlesslow schrieb am 03.07.2008:Die Bertelsmann Stiftung versteht sich als unabhängige und parteipolitisch neutrale Stiftung.
Wer musste bei dieser Zeile auch an <del>das bekannte Schmierblatt</del> die bekannte Zeitung denken, die sich selber als "unabhängig - Überparteilich" bezeichnet?

CU m.o.m.n.


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Bertelsmann/Think-Tank

06.07.2008 um 19:35
Also ehrlich gesagt habe ich ein sehr mulmiges Gefühl in der Magengegend, wenn ich das alles lese. Ich selbst fühle mich schon als mediengestört und teilweise manipuliert. Diese riesigen Medienkonzerne haben eine mir nicht geheuer vorkommende Macht.

Habe neulich mal aus Neugier auf Kika geschaltet und das Kinderprogramm passte da wie die Faust auf's Auge in meine Psychose, die ich mir dank jahrenlangen Fernsekonsums angeeignet habe.
Kiddies die von Hypnose faseln und kleinen Jungen, die gerne wüßten, was in den Köpfen der Frauen passiert.
Das erinnert mich doch irgendwie an mein eigenes Leiden, das ich bisher nicht aufarbeiten konnte.
Ich fragte mich, als ich das sah, ob ich wirklich irgendwie in einem falschen Film gelandet bin.

Gut Letzteres hat jetzt weniger mit Bertelsmann zu tun, eher mit Medien allgemein und da glaube ich schon daran, daß man Menschen lenken und in bestimmte Richtungen steuern kann. Vielleicht sehe ich persönlich das aber auch nur ein wenig überspitzt und andere sehen das neutraler.


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Bertelsmann/Think-Tank

06.07.2008 um 21:27
dazu fällt mir dieser herr hier ein, maat:

Edward L. Bernays (* 22. November 1891 in Wien; † 9. März 1995 in New York) wird von vielen als „Vater der Public Relations“ bezeichnet, andere meinen, dass dieser Titel eher noch früheren PR-Praktikern wie zum Beispiel Ivy Ledbetter Lee zustehe. Er prägte für seinen Beruf die Bezeichnung PR-Berater (Public Relations Counselor).

Bernays war Neffe von Sigmund Freud, dem Begründer der Psychoanalyse. Bernays Erfolge in der Öffentlichkeitsarbeit halfen auch, die Theorien von Freud in den Vereinigten Staaten von Amerika zu popularisieren. Bernays war Pionier in der Anwendung von Forschungsergebnissen der noch jungen Psychologie und Sozialwissenschaften in der angewandten Öffentlichkeitsarbeit. Er entwickelte seine Kampagnen zur Meinungsmache auf Basis damals aktueller Erkenntnisse von Massenpsychologie. Bernays argumentierte: „Wenn wir den Mechanismus und die Motive des Gruppen-Denkens verstehen, ist es jetzt möglich die Massen, ohne deren Wissen, nach unserem Willen zu kontrollieren und zu steuern“. Er bezeichnete diese wissenschaftlich basierte Technik der Meinungsformung als „engineering of consent“. Bernays wohl bekanntestes Buch „Propaganda“ beginnt mit dem Kapitel „Organising Chaos“ und den Worten:

„Die bewusste und intelligente Manipulation der organisierten Gewohnheiten und Meinungen der Massen ist ein wichtiges Element in der demokratischen Gesellschaft. Wer die ungesehenen Gesellschaftsmechanismen manipuliert, bildet eine unsichtbare Regierung, welche die wahre Herrschermacht unseres Landes ist. Wir werden regiert, unser Verstand geformt, unsere Geschmäcker gebildet, unsere Ideen größtenteils von Männern suggeriert, von denen wir nie gehört haben. Dies ist ein logisches Ergebnis der Art wie unsere demokratische Gesellschaft organisiert ist. Große Menschenzahlen müssen auf diese Weise kooperieren, wenn sie in einer ausgeglichen funktionierenden Gesellschaft zusammenleben sollen. In beinahe jeder Handlung unseres Lebens, ob in der Sphäre der Politik oder bei Geschäften, in unserem sozialen Verhalten und unserem ethischen Denken werden wir durch eine relativ geringe Zahl an Personen dominiert, welche die mentalen Prozesse und Verhaltensmuster der Massen verstehen. Sie sind es, die die Fäden ziehen, welche das öffentliche Denken kontrollieren.“


Bernays entwickelte einen Acht-Punkt-Plan zur Durchführung einer PR-Kampagne (Tye, S. 100), der auch heute noch häufig als Grundlage vieler PR-Kampagne weltweit Verwendung findet und der ebenso auch als Basis für die Arbeit gemeinnütziger Organisation sein kann (freilich nicht im manipulativen Sinne):

1. Define your objects – Definiere Deine Ziele

2. Conduct research – Führe Forschungen durch

3. Modify your objectives based on that research – Verändere Deine Ziele auf Basis deiner Forschungen

4. Set a strategy – Lege eine Strategie fest

5. Establish themes, symbols, and appeals – Erstelle Themengebiete, Symbole und Anreize

6. Create an organization to execute your strategy – Rufe eine Organisation ins Leben, um deine Strategie auszuführen

7. Decide on timing and tactics – Entscheide über das Timing und Taktiken

8. Carry out your plans – Führe deine Pläne aus


Wikipedia: Edward Bernays

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diese acht schritte hören sich ganz nach think-tank an, nicht?

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Joseph Goebbels benutzte Bernays Buch Crystallizing Public Opinion, um die antijüdische Propaganda im faschistischen Deutschland aufzubauen.


Wikipedia: Edward Bernays

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goebbels lobte bernays und seine bücher hoch.


Edward L. Bernays: „Die beste PR ist, wenn die Leute nicht bemerken, wie sie beeinflusst erden.“
http://chefarztfrau.de/?p=37

Christian Schwendinger
Was ist Propaganda? Begriffsgeschichte, Definition und das „Wesen“ der Propaganda
http://www.rheton.sbg.ac.at/rhetonneu/index.php?option=com_content&task=view&id=81&Itemid=26 (Archiv-Version vom 02.12.2008)

Gehirnwäsche der Sonderklasse
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22519/1.html

Das Pentagon will für bessere Propaganda sorgen
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/11/11882/1.html

USA: 1,6 Milliarden für Propaganda im eigenen Land
http://www.spindoktor.de/2006/03/usa-16-milliarden-fr-propaganda-im.html




Rentenangst
Die steigende Altersarmut
Was steckt eigentlich wirklich hinter der "privaten Rentenversicherung"? Neueste Studien und auch Realbeispiele zeigen, dass lebenslange investition in eine private Rentenversicherung sich in keinster Weise auszahlt. Da mit dem Geld am internationalen Hedgefonds-Markt spekuliert wird, darf man bei einen Wirtschaftskollaps davon ausgehen, dass die Renten ebenfalls dem Verfall ausgeliefert sind und sich somit unsere private Altersvorsorge in Luft auflöst.

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private rentenversicherung auch eines der "pröblemlösungen" von bertelsmann



Es begann mit einer Lüge
Warum Bomben auf Belgrad fielen
Dieser Film zeigt, wie die Bevölkerung durch deutsche Politiker belogen wurde, um einen erneuten Angriffskrieg gegen Jugoslawien zu ermöglichen. Dieser Film zeigt auf, wie dazu Tatsachen verfälscht und Greulpropaganda erfunden, wie manipuliert und gelogen wurde.

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der von bertelsmann geputschte schröder, gleich am anfang. er hat auch einige bertelsmann-lösungen umgesetzt:
Nach Antritt der Regierung Schröder publizierte die Stiftung in der Zeitschrift Capital einen wirtschaftspolitischen Forderungskatalog für die ersten hundert Tage der Regierung. Dessen Inhalte:

* In der Sozialversicherung sei es nötig, binnen zehn Jahren die Arbeitslosenversicherung abzuschaffen und Sozialhilfe weiter einzuschränken. Die Kürzungen in der Sozialhilfe wiederum mindere automatisch den damit verbundenen Mindestlohn. Sinke der Mindestlohn, dann diene dies der Bekämpfung von Arbeitslosigkeit. Zugleich diene dies der Sanierung der Staatsfinanzen.
* Die Senkung der übrigen Löhne um 15 Prozent und die Reduzierung des Kündigungsschutzes erlaube es Unternehmen, mehr Arbeiter und Angestellte einzustellen und damit die Arbeitslosigkeit zu dämpfen.
* Die Lohnnebenkosten sollten mittelfristig vom Unternehmer ganz auf den Arbeitnehmer übertragen werden.

Die Stiftung behauptet, dass die Bundesrepublik Deutschland ab dem Jahre 2010 nicht mehr dazu in der Lage sein werde, für Renten, Krankenkosten oder Arbeitslosigkeit im bis dahin getragenen Maße aufzukommen. Der von 1998 bis 2005 amtierende Bundeskanzler Gerhard Schröder ließ sich, ebenso wie die ihn 2005 ablösende Bundeskanzlerin Angela Merkel, des Öfteren von seiten der Stiftung beraten. Viele der Forderungen fanden Eingang in Schröders Agenda 2010 und schlugen sich im ALG II nieder."
War made easy
Wie Amerikas Präsidenten Lügen
Seit Jahrzehnten wird das amerikanische Volk von seiner Regierung belogen und betrogen. Immer wieder stürzt man sie in neue Konflikte und betäubt sie mit sich immer wiederholenden Kriegsfloskeln. Dass dabei völlig andere Interessen eine Rolle spielen weiß mittlerweile jeder.

Sean Penn führt durch diese Dokumentation, welche sehr ausführlich mit bislang unveröffentlichten Bildern einen etwas anderen Geschichtsunterricht erteilt.

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Bertelsmann empfiehlt den militärischen Schulterschluss mit den USA. In Bezug auf internationale Krisen müsse Europa „die Notwendigkeit militärischer Maßnahmen anerkennen.“ Die EU solle stärker in die Verteidigungsindustrie investieren und die bereits zur Verfügung stehenden Mittel besser nutzen: Empfehlungen der Transatlantische Strategiegruppen der Bertelsmann Stiftung zur transatlantischen Außen- und Sicherheitspolitik (12. März 2004) http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xbcr/SID-0A000F0A-45C4882C/stiftung/Empfehlungen_der_Strategiegruppendt12_03_04.pdf (Archiv-Version vom 27.09.2006)
zudem ist bertelsmann verbandelt mit dem Council on Foreign Relations und über die atlantik-brücke e.v. (bertelsmann männer mit vorsitzende) auch mit dem Project for the New American Century. die mitglieder sind die regierung bush und leuter andere nette leute.





Rupert Murdochs Medienkrieg

Dieser Bericht zeigt wie die Medien funktionieren, wie das Medienmonopol eines Demagogen die Tatsachen völlig verdreht, wie wir mit Propaganda gefüttert werden... mit einseitiger Berichterstattung, mit Diffamierung und Lügen... und wie uns damit Kriege verkauft werden. (1:16 min)


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medien-groups und ihre wirkungsweise



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Bertelsmann/Think-Tank

06.07.2008 um 21:48
Man muss ja nicht alles unkritisch fressen was einem die Spindoctoren der Bertelsmänner vorwerfen


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Bertelsmann/Think-Tank

06.07.2008 um 22:00
man muss nichts kaufen, von dem was einem angeboten wird, richtig. aber wenn die politik sich verkauft, sieht das schon anders aus und trifft uns doch in gewisser weise.


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Bertelsmann/Think-Tank

07.07.2008 um 02:50
Dieses "Man muss sich ihre Produkte ja nicht kaufen" ist doch eine bloße Beruhigungspille ...

Man kann gegen diese Giganten nichts machen - nicht solange uns das Bewusstsein für die drohende Gefahr fehlt, nicht solange wir möchtegern- kritischen Geister selbst Junkeys des Systems sind.

Ich bin fest davon überzeugt, dass alleine das Bewusstsein etwas ändern kann - keine Revolution, keine Reform

Denn dieses ganze System baut auf einem bedingunslosen Vertrauensvorschuss - und dieses wird seit Jahrzehnten vor allem durch die Großdealer aufgebaut und aufrecht erhalten, die Strippenzieher der Medien hinter den Kulissen, die man nie zu fassen bekommt

Das war vielleicht auch der große Vorteil des westlichen Systems gegenüber dem sozialistischen Modell:

Westliche Industrieware, Mode oder Bauweise sah bei ähnlicher Qualität stets fotogener, attraktiver aus, während die Sozialisten den Fehler machten, die menschliche Bereitschaft, naiv auf das äußere Design hereinzufallen, zu nutzen!


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Bertelsmann/Think-Tank

07.07.2008 um 03:15
Bei der nächsten Revolution muss ohnehin gnadenlos abgeräumt werden,für Leute wie Liz Mohn oder die Kladdens bleibt nur noch die Frage ob sie im Sitzen, im Liegen oder doch lieber stehend liquidiert werden möchten


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Bertelsmann/Think-Tank

07.07.2008 um 09:59
Habe ich etwas verpaßt? Eine Revolution? Wo?

Die gibt es wohl erst, wenn den Deutschen die Sommermärchen gestrichen werden.


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Bertelsmann/Think-Tank

07.07.2008 um 18:50
Grundsätzlich bleibt jedem selbst vorbehalten, wie kritisch er mit den Medien selbst, oder dessen Erzeugnisse umgeht. Ein behutsames Vorgehen sollte dabei zur puren Selbstliebe höchste Priorität haben. Aus anfänglicher Unterhaltungs- und Informationsseichte sind, mitunter auch dank dem Fernsehen, über die Jahrzehnte reisserische Konzerne geworden die uns gerne stilbildend den Alltag diktieren wollen und es in vielerlei Hinsicht auch schaffen.

Sich dem zu widersetzen besteht in vielen Schritten, Al hatte schon recht mit dem Bewusstsein, denn das stellt den ersten Grossen dar.


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