Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenSpieleGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryWillkommenEnglishGelöscht
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Fall Aschtiani

48 Beiträge, Schlüsselwörter: Iran, Teheran, Aschtiani

Fall Aschtiani

06.09.2010 um 08:13
------Fall Aschtiani------

---Peitschenhiebe für das falsche Foto---


Sakine Mohammadi Aschtiani: Inzwischen hat sich auch der Vatikan eingeschaltet

Sakine Mohammadi Aschtiani ist in Iran wegen Ehebruchs zum Tod durch Steinigung verurteilt. Nun soll sie zudem ausgepeitscht werden, weil die britische "Times" ein Foto von ihr veröffentlicht hat, das sie unverhüllt zeigt. Das Problem: Auf dem Bild ist eine andere Frau zu sehen.

Hamburg - Die Regierung in Teheran hat mehrfach klargestellt: Sakine Mohammadi Aschtiani bleibt in Haft. Wegen Ehebruchs wurde sie 2006 zum Tod durch Steinigung verurteilt, seither gibt es weltweit Proteste gegen das Strafmaß. Der Chef der iranischen Justizbehörden setzte die Steinigung daraufhin Mitte dieses Jahres vorerst aus, das Todesurteil blieb aber bestehen.

Nun hat sich Aschtianis Situation nach Berichten von BBC und "Guardian" erneut verschärft: Wegen "Anstiftung zur Korruption und Unanständigkeit" soll die 43-Jährige im Gefängnis 99 Peitschenhiebe erhalten, weil sie angeblich dafür gesorgt haben soll, dass die britische Zeitung "Times" ein Bild von ihr veröffentlicht hat, das sie unverhüllt zeigt.

Tatsächlich aber zeigte das Foto, das am 28. August gedruckt wurde, Susan Hejrat - eine Aktivistin aus Iran, die in Schweden lebt. Sie hatte unlängst einen Artikel über Aschtiani auf einer Website veröffentlicht und war neben dem Text mit einem eigenen Foto abgebildet worden. So kam es offenbar zur Verwechslung.

"Times" veröffentlicht Richtigstellung

Die "Times" veröffentlichte eine Richtigstellung und entschuldigte sich für den Irrtum. Das Bild stamme von Mohammed Mostafai, Aschtianis Anwalt, der nach Oslo geflohen ist, erklärt die Zeitung. Dieser wiederum behauptete, er habe das Foto per Mail von Aschtianis Sohn Sadschad bekommen. Sadschad dagegen bestritt diese Aussage in einem offenen Brief.

Mostafai erklärte gegenüber der "Times", er hätte seine Mandantin unverschleiert vermutlich gar nicht erkannt. Er durfte sie nur ein einziges Mal im Gefängnis von Täbris besuchen. Aschtiani teilt sich dort seit vier Jahren eine Zelle mit 24 weiteren Frauen.

Sollte es tatsächlich stimmen, dass Aschtiani wegen der irrtümlichen Veröffentlichung zu Peitschenhieben verurteilt wurde, wäre das ein Indiz dafür, dass die Kampagne, die Aschtianis Familie und ihre Unterstützer angestoßen haben, Wirkung zeigt: Offensichtlich sieht sich die iranische Führung angesichts des öffentlichen Aufschreis unter Druck gesetzt.

Vatikan schaltet sich ein

Aschtianis Sohn Sadschad ruft die internationale Gemeinschaft weiter dazu auf, Druck auf Iran auszuüben. "Ich bitte Sie, lassen Sie nicht nach", sagte er in einem Interview mit der französischen Tageszeitung "Libération".

Inzwischen hat sich auch der Vatikan in die Causa Aschtiani eingeschaltet: In einer ersten Stellungnahme zu dem Fall erklärte er am Sonntag, die Steinigung sei eine besonders brutale Form der Todesstrafe. Vatikan-Sprecher Federico Lombardi erklärte, die katholische Kirche lehne die Todesstrafe generell ab. Der Vatikan verfolge den Fall genau.

Lombardi deutete an, der Vatikan könnte mit diplomatischen Mitteln versuchen, die Vollstreckung des Urteils zu verhindern. Aschtianis Sohn sagte einer italienischen Nachrichtenagentur, er wolle den Papst bitten, sich für seine Mutter einzusetzen. Lombardi erklärte, eine solche Bitte sei noch nicht eingegangen.

Sakine Mohammadi Aschtiani erlebte eigenen Angaben zufolge in ihrer Ehe schlimmste Erniedrigungen und Gewalt - und suchte Trost bei einem anderen Mann. Ihr Ehemann schaltete heimlich die staatlichen Sittenwächter ein: So wurde Aschtiani bei einem Treffen mit ihrem Geliebten und einem weiteren Mann verhaftet.

Die Begegnung reichte für ein Verfahren wegen "rabete namaschru", verbotenen Umgangs. Für dieses "Verbrechen" erhielt Aschtiani bereits 99 Peitschenhiebe. Für den "Ehebruch" wurde sie zum Tod durch Steinigung verurteilt. Ihr Liebhaber bekam 40, der zweite Mann 20 Hiebe.

Dann starb Aschtianis Ehemann plötzlich. Die Polizei wurde misstrauisch, Aschtianis Kinder auch. Sie drängten auf eine Untersuchung des Todesfalls. Die grausame Wahrheit lautete: Aschtianis Geliebter tötete den Ehemann - mit Aschtianis Hilfe. Sie betäubte ihren Gatten, damit der Geliebte dem Bewusstlosen eine Giftspritze setzen konnte.

Statt der Todesstrafe durch den Strang, die bei Mord vorgesehen ist, wurde Aschtianis Liebhaber zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Aschtiani, obwohl nur der Beihilfe schuldig, sollte - sofern die Steinigung ausgesetzt wird - ebenso lange sitzen.

Aschtiani ist längst zur Ikone der "Stoppt die Steinigung"-Bewegung geworden. Ihr Fall geriet ins Blickfeld der internationalen Öffentlichkeit, weil ihr Sohn ihr Passfoto an Menschenrechtsaktivisten aushändigte.

Es zeigt sie verhüllt.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,715760,00.html



und schon wieder mal bezeugen die gewisen leute und machthaber das sie in mitellalter leben und kein respekt vom leben haben

auser dem sagen doch solche prozese und fälle nur aus das das land in dem es pasiert einen neuen und schnelen weg braucht




Hier macht sich das ganze land schuldig


melden
Anzeige

Fall Aschtiani

06.09.2010 um 10:18
da wo das christentum vor 500 jahren war,ist heute der Islam angekommen...was bei uns die hexenverbrennung war ist dort die steinigung...krass das sowas in der heutigen modernen zeit überhaupt noch geschieht


melden

Fall Aschtiani

06.09.2010 um 10:32
@andreasko
da geb ich dir recht.

aus meiner Sicht will der Islam auch gar keine Neuerungen vornehmen, nicht in das Auge des Modernen blicken, zurückbleiben in ihrer altbewährten traditionellen Lebensweise - zumindest in Bezug auf die Strafen, die, denke ich, zur stetig beibleibenden Erniedrigung und Demütigung der Frau im Islam beibehalten wird.
aber die Welt hat sich nun mal verändert und hat sich va gegenüber der Frau zum respektvolleren Maß entwickelt


melden

Fall Aschtiani

06.09.2010 um 11:28
Was will man da aber schon groß machen? Die lassen sich das nicht ausreden, die Traditionen sind nunmal so. Wir Europäer haben denen schon gar nichts vorzuschreiben.


melden
kickboxer85
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Fall Aschtiani

07.09.2010 um 09:16
ihr habt doch alle keinen plan.
lebt mal weiter eure medienhetze


melden

Fall Aschtiani

08.09.2010 um 08:29
@kickboxer85
na dan erleuchte uns mit deiner weisheit ...




Iran weist internationale Kritik an Steinigung zurück


Der Iran hat die massive interternationale Kritik an der geplanten Steinigung einer Frau zurückgewiesen.

Teheran – Das iranische Außenministerium hat die internationale Kritik an der geplanten Steinigung einer Iranerin zurückgewiesen. Wie ein Sprecher des iranischen Außenministeriums verlautbaren ließ, handele es sich bei dieser Steinigung “nicht um eine auswärtige Angelegenheit”.

Auch verwies er darauf, dass die Kritik “auf Grundlage falscher Informationen” entstanden sei.

Demnach würde die Verdächtige nicht nur wegen Ehebruchs angeklagt, sondern auch wegen Mordes an ihrem Mann. Sollte ihr eine Beteiligung am Tod ihres Mannes nachgewiesen werden können, droht der 43-jährigen Frau der Tod durch den Strang.

Weiterhin sagte der Sprecher, man dürfe diesen Fall nicht zu einer politischen oder Menschenrechts-Frage machen.

Nach teils heftiger internationaler Kritik wurde im Iran die Steinigung wegen Ehebruchs bis auf weiteres ausgesetzt

http://www.haschcon.com/2010/09/iran-weist-internationale-kritik-an-steinigung-zuruck/



dieses iran ist echt n ding was glauben die möchtegern meschen da unten was die machen und wer die sind
so was mit einen menschen zu machen ohne das da Wierklich was vorgefahlen ist

mit nen mann häten die das nicht gemacht ...


Ich sags nur MITTELALTER BARBAREN HUHNEN :::USV


melden

Fall Aschtiani

08.09.2010 um 09:24
Körperliche Züchtigung, Körperverletzung, Hinrichtung sind alles Bestandteile einer längst vergangen Zeit: dem Mittelalter. Ich bin immerwieder sprachlos wie rückständig manche Menschen heutzutage noch in dieser Hinsicht sind.


melden

Fall Aschtiani

08.09.2010 um 10:41
Die leben schon seit Jahrhunderten nach Uralten Gesetzesbüchern. Ich glaube nicht, das jemals die Justiz im Iran Reformiert wurde. Liegt vielleicht auch am Strengen Islam der dort ausgelebt wird. Demnach hat eine Frau nunmal einen geringeren Stellenwert als ein Mann.


melden
kaszimo
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Fall Aschtiani

08.09.2010 um 13:20
@andreasko

Der islamische Kalender hängt tatsächlich noch 600 Jahre hinter unserem Kalender zurück.

@DerFremde

Das kam aber nach der islamischen Revolution von 1979 erst.


melden
doncarlos
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Fall Aschtiani

08.09.2010 um 13:24
Eben kam ein Bericht im ZDF zum Thema. Tenor: Sieht schlecht aus, die Frau wird wohl gesteinigt werden. Obwohl Steinigung im Iran eigentlich verboten ist, halten sich viele Richter in der Provinz nicht daran und verhängen sie trotzdem.


melden
teiwaz
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Fall Aschtiani

08.09.2010 um 13:32
Sehr Tolerant ...
Der Mann wird bist zur Hüfte eingegraben und die Frau fast bis zum Hals bevor das muntere Steine werfen los geht .. unschuldig ist wer sich befreien kann ... tztzt


melden
doncarlos
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Fall Aschtiani

08.09.2010 um 13:45
@teiwaz

Und die Steine dürfen nicht zu groß sein, damit der Tod nicht zu schnell eintritt.....


melden
kaszimo
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Fall Aschtiani

08.09.2010 um 14:30
@doncarlos
doncarlos schrieb:Eben kam ein Bericht im ZDF zum Thema. Tenor: Sieht schlecht aus, die Frau wird wohl gesteinigt werden. Obwohl Steinigung im Iran eigentlich verboten ist, halten sich viele Richter in der Provinz nicht daran und verhängen sie trotzdem.
Wirklich? Das wusste ich ja gar nicht.


melden
Puschelhasi
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Fall Aschtiani

08.09.2010 um 14:58
Sie hat ihren Mann von ihrem Geliebten ermorden lassen.

Darauf steht auch in vielen anderen Ländern die Todesstrafe, es handelt sich um eine Mörderin.

Natürlich ist Steinigen nicht sehr zivilisiert und sicher unangenehm anzuschauen, dennoch ist auch in den USA (z.B.) eine Hinrichtung gesetzlich erlaubt. Also der Effekt ist der gleiche.

Grundsätzlich sollte man da gg. die Todesstrafe vorgehen, bzw. weltweit die Souveränität der Strafgerichtsbarkeit einer Prüfung unterziehen, aber das bleibt wohl wie vieles nur ein Tropfen auf den heissen Stein.

Eine Mörderin als Märtyrerin hinzustellen finde ich aber verfehlt.


melden
athena
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Fall Aschtiani

08.09.2010 um 15:18
und auch das wurde mal wieder eben so fleissig unter den tisch fallen gelassen. türkei probiert in dem fall zu interventieren. auf etwas stilleren wegen als so mancher anderer staat.

sollte man auch zur kenntnis nehmen.


melden

Fall Aschtiani

08.09.2010 um 16:27
@athena

Die Türkei möchte auch keinen Krieg gegen den Iran führen, wo so eine Medienhetze gerade gelegen kommt, andere Staaten möchten das schon.


melden
LoN
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Fall Aschtiani

08.09.2010 um 16:46
@Puschelhasi
Es trifft leider nicht immer nur die Schuldigen. Hier bsp. ein Fall aus Pakistan:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,713285,00.html


melden
Puschelhasi
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Fall Aschtiani

08.09.2010 um 16:52
@LoN

Guck dir mal an wie es in New Orleans abgegangen ist, damals nach der Flut.

Das waren alles ordentliche Christenmenschen...in Sonderlagen reagiert der Mensch nunmal wie ein wildes Tier, besonders als Masse ist er hochgefährlich, wenn die dünne Glasur von Sozialgefüge und Zivilisation abgekratzt wird.


melden
8bpd8
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Fall Aschtiani

08.09.2010 um 16:56
Ich finde das Problem ist in solchen Ländern ist häufig nicht die Einstellung aller sondern die Einstellung der “Ausgegrenzten” häufig sind die Leute in z.B. den Touristengebieten viel offener und westlich orientiert als die in kleinen Dörfern in den Randregionen des Landes. Dort wird dann noch meist nach “alter Sitte“ gehandelt und gerichtet. Ein guter Freund von mir studiert Medizin und fährt meist einmal im Jahr mit einer Gruppe Ärzte in solche Dörfer um sie Medizinisch zu versorgen. Dabei hat er auch den Islamischen Glauben für sich entdeckt. Er hat mir bestätigt das man die fast wirklich streng Gläubigen eigentlich nur noch in solchen Dörfern findet.
Ich finde es wirklich sehr gut das sich und wie sich andere islamische Länder in den Konflikt einschalten. Ich bin der Überzeugung das sie den Konflikt besser einlenken können als wir.


melden
Anzeige
LoN
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Fall Aschtiani

08.09.2010 um 16:59
@Puschelhasi
Da hast du schon recht aber dagegen muss man auch vorgehen und darf es nicht auf sich beruhen belassen. Da müssten Änderungen her, am besten ein generelles abschaffen der Todesstrafe an sich und hartes vorgehen gegen sowas. Das was mich daran am meisten schockiert war ja das die Polizei dort nur zuschaut. Natürlich kann es auch hier zu solchen Zuständen kommen aber da würde denk ich doch mal die Polizei energiche einschreiten und sowas unterbinden anstatt nur zuzusehen.


melden
260 Mitglieder anwesend
Konto erstellen
Allmystery Newsletter
Alle zwei Wochen
die beliebtesten
Diskussionen per E-Mail.

Themenverwandt
Anzeigen ausblenden