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Bankenkrise - Eine alternative Lösung

69 Beiträge, Schlüsselwörter: Geld, Krise, Banken, Kredit, Wirtschaft., Kreditklemme
interpreter
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Bankenkrise - Eine alternative Lösung

30.08.2011 um 22:07
@occitania

garnichts.

Wenn die Börsen stillstehen steht der Handel still und nichts passiert... es wirkt sich nur aus wenn einzelne ausfallen und das restliche System funktioniert.


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Bankenkrise - Eine alternative Lösung

30.08.2011 um 22:09
@interpreter
Ich bin immer noch bei dem Übergang, wenn eine Bank als Gläubiger von mehreren hundert oder tausend Betrieben zusammenbricht und diese während der Frist nicht aufgefangen werden konnten, weil sie dringend Kapital brauchten. Wir diskutieren hier ja über einen monatelangen Prozess, das reicht schon bei genug Unternehmen, vor allem im mittleren Sektor, um abzusaufen.


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30.08.2011 um 22:12
@univerzal

Aber das ist doch eher positv für die Unternehmen... Wenn ihr Gläubiger draufgeht. Können sie die Verbindlichkeiten oft günstig loswerden.


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occitania
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Bankenkrise - Eine alternative Lösung

30.08.2011 um 22:14
@interpreter
Ich geh jetzt mal davon aus da du die Börse auch als ein völlig nutzloses konglomerat von schiebern ansiehst?


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30.08.2011 um 22:15
@occitania

Nein tue ich nicht. Und ich halte auch solch eine Perspektive für Vorurteilsbehaftet und nicht besonders klug.


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30.08.2011 um 22:19
@interpreter
Das und andererseits benötigen viele Unternehmen frisches Kapital um die monatliche Kosten zu decken. Solchen würde dann das Standbein wegbrechen.


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30.08.2011 um 22:20
@univerzal

Wie gesagt, Banken sind keine barmherzigen Samariter.

Sie geben Kredite aus guten Gründen... Wenn du bei einer Bank Kredite bekommst, bekommst du sie meist auch bei Anderen.

Wenn du bei einer Bank keine bekommst hast du auch bei den anderen eine harte Zeit.


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30.08.2011 um 22:25
@interpreter
Es ist aber nun mal in vielen Branchen üblich, dass der Zeitraum zwischen Vorrausleistung und Zahlungseingang überbrückt werden muss. Wie beschrieben, dies ist besonders im Mittelstand weit verbreitet. Wenn die Bank den Hahn abdreht, bzw. plötzlich gar kein Hahn mehr da ist, schrammt die Firma in die Pleite, obwohl wir von einem handelsüblichen Vorgang sprechen. Und nochmal: Ich beschreibe hier immer noch die Übergangsphase zwischen Pleite und Umschuldung der Unternehmen.


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30.08.2011 um 22:30
@univerzal

Ja... wenn die Unternehmen so knapp kalkulieren das ein sterben der Bank ein sterben des Unternehmen zu Folge hat, sollten vielleicht ein paar davon draufgehen um dem Markt einen gesunden Schock zu verpassen.

Es geht schließlich auch anders. Und es muss sich auch für einen gesunden Markt durchsetzen das jedes Teil sterben kann ohne die anderen zu gefährden. Ich sehe nicht warum man für derartig kurzsichtiges und ignorantes Verhalten unbedingt für die Bürger extrem teure Rücksichtnahme bezahlen muss.


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30.08.2011 um 22:40
@interpreter
Denk mal an einen Handwerker, der in einem grösseren Bau eingebunden und auf seinen Auftraggeber angewiesen ist. Wenn dabei Zahlungen ausbleiben, hilft oft kein anderer Weg als ein Auffangen der laufenden Kosten durch Verschuldung. Das hat nichts mit knapper Kalkulation zu tun, sondern mit den subtilen Prinzipien der Zahlungsmentalität.

Zudem wäre da noch der private Sektor: Durch deine Bankfeuerrodung wird haufenweise Kapital vernichtet, welches dann nicht mehr der Wirtschaft zur Verfügung steht, der Konsum sinkt. Das wäre eine weitere Front an Sperrfeuer für die Betriebe, auch für den Handel.

Ich will hier nicht den Teufel an Wand malen, diesen Schritt würden genug Unternehmen überleben. Aber ganz so unbeschadet wie du es uns im Opener verkaufen willst, wird es die Wirtschaft nicht überstehen. Das Ganze hätte ein sprunghafte Auswirkung auf die Arbeitslosen- und Insolvenzzahlen.


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30.08.2011 um 22:45
@univerzal

Natürlich würde es Opfer geben, ich hab auch im Opener nicht behauptet das das System unbeschadet überleben würde.

Das tut es aber jetzt auch nicht... das privatisieren der Gewinne und verstaatlichen der Schulden belastet das ganze System mit Tonnenschweren Hypotheken an denen wir noch viel zu verlieren haben... bedenke nur die Ständigen Forderungen nach mehr Geld, auf die Suprime-Krise folgt die Euro-Krise Krise auf Krise.

Bei meinem Vorschlag würden viele der Altlasten verloren gehen bzw. durch die Aktionäre der Hoch-Risiko-Banken bezahlt werden während die Konsistenz des Gesamtsystems erhalten bliebe. Arbeistlose und Insolvenzen gibt es ja auch im jetzigen Fall, weil die Banken die ja alle Privat sind, sich schlichtweg weigern ihre Verpflichtung zur Kreditvergabe angemessen zu erfüllen.

Stichwort Kreditklemme.


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30.08.2011 um 22:53
@univerzal

Nagut... die Formulierung "ohne Risiken" war etwas überzogen, das gebe ich zu :D


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30.08.2011 um 22:53
@interpreter
Gut, wollte schon wieder rumtexten, jetzt bin ich zufrieden, Danke fürs Ersparen. ;)


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30.08.2011 um 23:28
interpreter schrieb:Und während die anderen Banken rechts und links krepieren kümmert sie sich um solide Kredite für inländische Firmen.
Das Problem an diesem Konzept sehe ich darin begründet, dass sich das "Krepieren" jener anderer Banken massiv auf die gesamte Wirtschaft auswirken würde. Wenn den Unternehmen Anlagen wegbrechen, weil die Banken kollabieren, dann führt das sehr schnell zu einer starken Rezession; da bin ich mir sicher.

Da hilft es auch nichts, wenn Kredite zu fairen Konditionen von dieser neu erschaffenen Bank vergeben werden. Außerdem wird sich letzlich nichts am Finanzsystem ändern, es sei denn, der Staat übernimmt die totale Kontrolle über die Bankenlandschaft. Das wäre allerdings auch keine Lösung. Schlussendlich stehen wir nach der Umsetzung eines solchen Konzeptes baldig wieder am Anfang.

Irgendwie erinnert mich das Ganze an einen anderen Vorschlag. Man lässt den Staat pleite gehen, bedient Kredite nicht mehr und führt anschließend die DM wieder ein. So sind alle Schulden verschwunden und mit der neuen, alten Währung beginnt man von vorne.


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30.08.2011 um 23:40
@Aldaris

Welche Anlagen sollen das denn sein, wenn sie beim Sterben einer Bank verloren gehen?

Aktien und sowas worin Firmen ihr Geld anlegen bleiben doch bestehen und Konten enthalten im Normalfall keine so extrem hohen Geldmengen.

Nur weil die Bank stirbt, geht dein Aktiendepot nicht drauf... insbesondere nicht bei größeren Unternehmen.


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31.08.2011 um 00:03
@interpreter

Nun, es kann sich beispielsweise um einfache Kapitaleinlagen handeln. Steuert die Bank auf die Insolvenz zu, werden Auszahlungen nicht mehr in der ursprünglich eingelagerten Höhe realisiert werden können. Die großen Unternehmen haben da häufig ihre eigene Bank als Tochterunternehmen etc., aber der Großteil der Firmen lagert das Geld natürlich nicht in der Kasse, sondern bei einer Bank ein. Geht diese Bank pleite, gibts keine Kohle mehr.

Was Aktien angeht, da hast du natürlich recht, solange es sich eben nicht um Papiere handelt, die den Wert der sterbenden Bank verbriefen. Denn jene Papiere sind dann eben nichts mehr wert. Dummerweise ist das ganze Wirtschaftssystem miteinander verzahnt; sterben mal eben viele Banken weg, dann fallen auch die Kurse der Aktien anderer Unternehmen. Der Markt würde sofort reagieren, das hat man ja bereits bei der Finanzkrise gemerkt. Ohne Unterstützung wäre es vermutlich zum absoluten Kollaps gekommen.

Ich denke, man muss das Problem anders angehen. Es darf erst gar nicht dazu kommen, dass (große) Banken in solch eine Misere rutschen. Dafür sind Frühwarnsysteme nötig, und ein schneller Eingriff des Staates.

Wenn es dann aber soweit ist, dass die Bank schon am Rande des Abgrundes steht, dann ist finanzielle Unterstützung meiner Meinung nach notwendig, auch wenn der ganze Käse auf die Inkompetenz oder Spielsucht einiger Topmanager zurück zu führen ist. An diesen Systemen hängen einfach zu viele Player, die alle dadurch geschädigt werden, wenn man große Banken einfach wegsterben lässt.


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31.08.2011 um 00:05
interpreter schrieb:Wenn die Börsen stillstehen steht der Handel still und nichts passiert... es wirkt sich nur aus wenn einzelne ausfallen und das restliche System funktioniert.
wenn ich es mal überlege: in vielen Ländern gibt es das überhaupt nicht, und die leben auch deswegen nicht schlechter, und in wieder anderen Ländern ist Börse absolut nichts für Privatleute.
Die Großen schieben sich die Geldpakete sowieso seit jeher und überall hin und her auf jede erdenkliche Art.
Noch vor 30 Jahren hat auch in Deutschland kaum ein Privatmensch Aktien gehabt. Naja, der eine oder andere hatte vielleicht für ein paar 1000 DM Volkswagen-Aktien im Depot, und die Kurse hat er 10 Jahre lang nie angeschaut.
Mit AKtien in kleiner Privathand ist es halt so wie mit dem Spielcasino. Es gelingt ab und an mal ein Zock, und bei zehn anderen Engagements verliert man. Unterm Strich bleiben Miese.
Obwohl die Banken selbst heute noch nicht müde werden, die AKtie als die beste Anlageform anzupreisen. Klar. Verdienen ja auch prächtig daran.
univerzal schrieb:Das und andererseits benötigen viele Unternehmen frisches Kapital um die monatliche Kosten zu decken. Solchen würde dann das Standbein wegbrechen.
Am täglichen AKtienhandel verdient das entsprechende Unternehmen gar nichts. Kapital bringt ihnen nur einmalig der Börsengang oder weitere Emissionen von Papieren (Kapitalerhöhungen).
Das kommt aber gar nicht so oft vor, und unterliegt ziemlichen Restriktionen.
Wenn Daimler heute Geld braucht, dann können sie nicht einfach schnell nochmal 10 Millionen Aktien drucken und auf die Börse werfen. Das wäre für eine Firma zu schön um wahr zu sein. Das sind ziemlich lange Akte, bis das durch ist.
Früher war einem Unternehmen der AKtienkurs völlig wurscht. Was zählte, waren Umsatz und Gewinn.
Erst als Aktien in aller Munde kamen, begannen die Firmen das zu betreiben, was man "Kurspflege" nennt. Es war, da auf einmal jeder von Aktien sprach, einfach eine gute Werbung, wenn der Kurs des Unternehmens hoch stand.
Man sagt heute leider allzulieicht: "oh, BMW hoch, Unternehmen gut, Mist, Siemens tief, Unternehmen schlecht."
Angucken muß man sich aber, wenn man sich ein richtiges Bild machen will, die Bilanzen und die Gewinn. u. Verlustrechnung, dann weiß man Bescheid.
Aber die kann ein Laie nicht lesen. AUf jeden Fall nicht so einfach, wie einen Chart angucken.

Aber rein wirtschafltich gesehen ist der Kurs auch heute eigentlich egal. Der entsteht ja nicht durch echte Wertschöpfung und Produktionsleistung, sondern rein durch Zock.
interpreter schrieb:Welche Anlagen sollen das denn sein, wenn sie beim Sterben einer Bank verloren gehen?
das ist richtig und wird auch oft gesagt:
Wenn die Bank pleite macht, sind Spareinlagen bis ich meine 100.000 € garantiert geschützt.
Auch AKtien verbleiben dir. Sie sind ja in deinem Depot, und die Bank steckt da geldtechnisch nicht drin.
Anders kann es wieder bei hauseigenen Produkten der Bank aussehen, die sie natürlich am allerliebsten ihren Kunden andrehen.
Aber Fremdaktien und andere Produkte bleiben beim Zusammenbruch der Bank völlig unangetastet..


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31.08.2011 um 00:09
lucona schrieb:Wenn die Bank pleite macht, sind Spareinlagen bis ich meine 100.000 € garantiert geschützt.
Du scheinst da ziemlich bewandert zu sein auf diesem Gebiet. Nun, meine Frage: Wer zahlt die 100.000€, wenn die Bank zahlungsunfähig ist?


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31.08.2011 um 00:12
Aldaris schrieb:Der Markt würde sofort reagieren, das hat man ja bereits bei der Finanzkrise gemerkt. Ohne Unterstützung wäre es vermutlich zum absoluten Kollaps gekommen.

Ich denke, man muss das Problem anders angehen. Es darf erst gar nicht dazu kommen, dass (große) Banken in solch eine Misere rutschen. Dafür sind Frühwarnsysteme nötig, und ein schneller Eingriff des Staates.
Du betest da das nach was von der Politik vorgegeben wird. Ich sehe keinen Grund, das es ebenso laufen muss. Natürlich würden einige Rückkopplungen entstehen aber der Markt hat auch enorme Selbstheilkräfte.
Wenn außerdem die Grundfunktionen der Banken noch erfüllt werden, denke ich nicht, das sich das so extrem auswirkt, wie die Politik und (wen wunderts) die betroffenen Banken so gerne behaupten.

Entgegen der verbreiteten Meinung haben Firmen auch keine extremen Kapitalmengen in flüsigen Mitteln. Kapital das einfach nur existiert, arbeitet nicht... daher ist der größte Teil der Mittel in Wertpapieren gebunden. Die Menge der Kapitalmittel die bei einer Pleite verlorengeht ist eher gering.


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31.08.2011 um 00:20
@Aldaris

Wenn eine Bank pleite geht, gehen ja auch nicht alle Verbindlichkeiten und Schulden einer Bank verloren... die beiden Teile werden gegeneinander aufgewogen und meistens kann auch viel gerettet werden.

Diese Kettenreaktiongeschichte wenn eine einzelne Bank draufgeht, halte ich für ein Märchen.


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