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Urzeitliche Einschlüsse im Bernstein

3.688 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Insekten, Spinnen, Urzeit ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Urzeitliche Einschlüsse im Bernstein

17.07.2026 um 12:14
Das Tierchen ist weit unter einem Millimeter groß... äh klein...

q1

q2


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Urzeitliche Einschlüsse im Bernstein

17.07.2026 um 23:58
m


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Urzeitliche Einschlüsse im Bernstein

18.07.2026 um 23:53
Nicht sehr scharf.
Aber man erkennt gut eine Ameise.

am


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Urzeitliche Einschlüsse im Bernstein

18.07.2026 um 23:57
@NONsmoker
Schon interessant, was über die Jahrmillionen so überdauert.

Was ist denn eigentlich deine schönste Inkluse?


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Urzeitliche Einschlüsse im Bernstein

19.07.2026 um 09:55
Zitat von dobermann145dobermann145 schrieb:Was ist denn eigentlich deine schönste Inkluse?
Ich möchte eigentlich keine einzelne als "die schönste" bezeichnen, denn die Auwahl fällt sehr schwer.
Lieber sage ich daß meine Favoriten die winzig kleinen Zwergwespen sind, die "Mymarinchen".

Unvermittelt tauchen sie unter dem Mikroskop auf mit ihren großen Augen, mit denen sie eine für uns fremde Welt gesehen haben.


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Urzeitliche Einschlüsse im Bernstein

21.07.2026 um 19:26
Hier habe ich einen Springschwanz entdeckt, an dem ich gerade noch arbeite.
Gut zu sehen ist die ausgefahrene Sprunggabel, die Furca.

col3-1100Original anzeigen (1,0 MB)
Seine Verwandten finden wir in manchen Blumentöpfen.

col2-1100Original anzeigen (1,1 MB)

Die ältesten Funde von Springschwänzen sind etwa 400 Mio Jahre alt.
Dieser hier ist bei weitem nicht so alt.
Vermutlich stammt er vom Bernstein-Kap an der Nordspitze Madagaskars.


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Urzeitliche Einschlüsse im Bernstein

21.07.2026 um 23:58
Nebenbei kamen noch einige weniger schöne Zeitgenossen ins Blickfeld.
Hier sind zwei davon:

Acari-comb


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Urzeitliche Einschlüsse im Bernstein

22.07.2026 um 19:41
u-1000Original anzeigen (1,1 MB)


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Urzeitliche Einschlüsse im Bernstein

23.07.2026 um 00:09
In der Nähe fand ich diese winzigen, ja was? Sieht nach etwas pflanzlichen aus.


rrr




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Urzeitliche Einschlüsse im Bernstein

23.07.2026 um 08:07
Zitat von NONsmokerNONsmoker schrieb:Dieser hier ist bei weitem nicht so alt.
Vermutlich stammt er vom Bernstein-Kap an der Nordspitze Madagaskars.
Google sagt mir,dass diese dann ein Alter von 100.000 bis 1 Million Jahren haben, kommt das hin?


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Urzeitliche Einschlüsse im Bernstein

23.07.2026 um 09:49
Zitat von orletsorlets schrieb:kommt das hin?
Das sind Zahlen, die vor einiger Zeit in Umlauf waren.
Manche Wissenschaftler halten sie für noch jünger.
Es kommt auch auf die Tiefe an, aus der man Copal fördert. Und Copal aus verschiedenen Ländern ist unterschiedlich alt.
Es werden auch viele rezente Stücke verkauft, aber das merkt man eigentlich wenn man lange mit Bernstein und Copal umgeht.

Was ich hier habe (ich hatte mal einen größeren Einkauf gemacht), sind alles sehr harte Stücke.
Mir kommt es hauptsächlich auf das entdecken von Inklusen an und dafür ist Copal gut geeignet, sogar für Wissenschaftler.
Insbesondere Copal aus Madagaskar und Kolumbien gelangt hierbei in den Fokus der Forschung. Ein weiterer ins Feld geführter Aspekt, sich der Erforschung der Inklusen in Copal zu widmen, liegt in dem Umstand, dass Copal mitunter in riesigen Stücken gewonnen wird, die eine Fülle von Inklusen enthalten können. Der Formenreichtum hunderter Inklusen in einem einzigen Stück, Organismen, die quasi in der gleichen Minute eingeschlossen wurden und den gleichen Lebensraum miteinander teilten, lässt Folgerungen auf die Lebensgemeinschaften zum Zeitpunkt der Harzentstehung zu und eröffnet die Chance, inzwischen untergegangene Habitate zu rekonstruieren.
sagt Wikipedia
Zitat von NONsmokerNONsmoker schrieb:Vermutlich stammt er vom Bernstein-Kap an der Nordspitze Madagaskars.
Vermutlich deswegen, weil er aus einer Kiste stammt, in der sich Copal aus Madagaskar, Kolumbien aber auch einzelne Bernsteine befinden


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Urzeitliche Einschlüsse im Bernstein

23.07.2026 um 17:20
v


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Urzeitliche Einschlüsse im Bernstein

23.07.2026 um 18:22
Zitat von NONsmokerNONsmoker schrieb:Das sind Zahlen, die vor einiger Zeit in Umlauf waren.
Manche Wissenschaftler halten sie für noch jünger.
Ich habe nochmal die KI gefragt und das kam jetzt raus:
Die als „Bernstein“ vermarkteten Harzfunde vom Cap d'Ambre (Bernstein-Kap) sind eigentlich Kopal – ein geologisch sehr junger, halbfossiler Baumharz. Wissenschaftliche Datierungen (unter anderem Radiokarbontests) belegen, dass diese Vorkommen meist maximal wenige hundert Jahre alt sind und fast keine Stücke älter als 300 Jahre.
Quelle: KI

100 bis max 300 Jahre ? Kann ich mir nicht vorstellen .Ist hier wirklich Madagaskar Bernstein gemeint?


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Urzeitliche Einschlüsse im Bernstein

23.07.2026 um 18:45
Zitat von orletsorlets schrieb:Kann ich mir nicht vorstellen
So ist zumindest eine gängige Meinung.
KI ist nicht so meins.
Die seriösen Händler von Copal haben jedenfalls ihre Zeitangaben gesenkt.


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Urzeitliche Einschlüsse im Bernstein

23.07.2026 um 19:10
Zitat von NONsmokerNONsmoker schrieb:KI ist nicht so meins.
Da gibt es auch eine seriöse Seite, die das bestätigt und zwar vom Senkenberg Museum.


Madagaskar-Kopal entpuppt sich als Harz
Die sogenannten „Madagaskar-Kopale“ sind wegen ihrer zahlreichen Insekteneinschlüsse – in manchen der durchscheinenden Steine sind ganze Mückenschwärme zu finden -– beliebte Sammelobjekte unter Fossilienfreund*innen. „Auch in der Wissenschaft spielen die madagassischen ‚Kopale’ aufgrund dieser Inklusen eine große Rolle – in den letzten zwanzig Jahren wurden hierzu dutzende wissenschaftliche Aufsätze verfasst und etwa 120 neue Arten beschrieben“, erklärt Dr. Mónica Solórzano Kraemer vom Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum in Frankfurt und fährt fort: „Erstaunlicherweise wurde aber das Alter und die Herkunft der Kopale nie im Detail untersucht.“

Dieser Aufgabe hat sich die Frankfurter Bernsteinforscherin nun gemeinsam mit Kollegen aus Spanien Xavier Delclòs (Universitat de Barcelona) und Enrique Peñalver (Instituto Geológico y Minero de España) sowie Madagaskar Voajanahary Ranaivosoa (Université d’Antananarivo) angenommen. Die Forschenden begaben sich in drei Regionen der Insel auf die Suche nach den Kopalen und datierten diese anschließend mit der Radiokarbonmethode. Die Ergebnisse der 14C-Datierungen sind überraschend: Keines der untersuchten Stücke ist älter als 300 Jahre. „Die Harze stammen zudem allesamt von Animebäumen (Hymenaea), die seit dem Miozän also einer Zeit vor etwa 5 bis 23 Millionen Jahren, auf Madagaskar verbreitet sind. Dennoch konnten wir kein einziges Bernstein- oder Kopalstück finden, dass in diese Epoche fällt“, ergänzt Solórzano Kraemer.

Laut der Studie können die „Madagaskar-Kopale“ und ihre Einschlüsse demnach nicht herangezogen werden, um Rückschlüsse auf längst vergangenen Lebenswelten oder deren Veränderungen zu ziehen. Das Wissenschaftler*innen-Team geht dagegen davon aus, dass die bislang beschriebenen Insektenarten in einem nur wenige hundert Jahre altem Harz gefangen und konserviert wurden.
„Dennoch sind die Stücke von großem Wert – wir können mit ihrer Hilfe erkennen, wie sich die Artenvielfalt im Biodiversitätshotspot Madagaskar in den letzten 300 Jahren verändert hat und welche Arten in diesem Zeitraum schon im Zuge der starken Abholzung auf der Insel ausgestorben sind
Quelle:

https://www.senckenberg.de/de/pressemeldungen/madagaskar-kopal-entpuppt-sich-als-harz/


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Urzeitliche Einschlüsse im Bernstein

23.07.2026 um 19:21
Zitat von orletsorlets schrieb:Da gibt es auch eine seriöse Seite
Ist mir auch bekannt.

Ich meinte eigentlich, daß ich KI nicht benutze.


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Urzeitliche Einschlüsse im Bernstein

24.07.2026 um 19:02
awip2-1000Original anzeigen (0,5 MB)


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Urzeitliche Einschlüsse im Bernstein

25.07.2026 um 19:24
Am Rand eines Bernsteins aus Burma:

ea70


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Urzeitliche Einschlüsse im Bernstein

26.07.2026 um 00:13
Ein interessantes Foto mit einer seltsamen Inkluse

f2


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Urzeitliche Einschlüsse im Bernstein

26.07.2026 um 10:39
Zitat von NONsmokerNONsmoker schrieb:Ein interessantes Foto mit einer seltsamen Inkluse
Was ist darauf zu erkennen?


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