Urzeitliche Einschlüsse im Bernstein
17.07.2026 um 12:14Das Tierchen ist weit unter einem Millimeter groß... äh klein...








Ich möchte eigentlich keine einzelne als "die schönste" bezeichnen, denn die Auwahl fällt sehr schwer.dobermann145 schrieb:Was ist denn eigentlich deine schönste Inkluse?
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Google sagt mir,dass diese dann ein Alter von 100.000 bis 1 Million Jahren haben, kommt das hin?NONsmoker schrieb:Dieser hier ist bei weitem nicht so alt.
Vermutlich stammt er vom Bernstein-Kap an der Nordspitze Madagaskars.
Das sind Zahlen, die vor einiger Zeit in Umlauf waren.orlets schrieb:kommt das hin?
Insbesondere Copal aus Madagaskar und Kolumbien gelangt hierbei in den Fokus der Forschung. Ein weiterer ins Feld geführter Aspekt, sich der Erforschung der Inklusen in Copal zu widmen, liegt in dem Umstand, dass Copal mitunter in riesigen Stücken gewonnen wird, die eine Fülle von Inklusen enthalten können. Der Formenreichtum hunderter Inklusen in einem einzigen Stück, Organismen, die quasi in der gleichen Minute eingeschlossen wurden und den gleichen Lebensraum miteinander teilten, lässt Folgerungen auf die Lebensgemeinschaften zum Zeitpunkt der Harzentstehung zu und eröffnet die Chance, inzwischen untergegangene Habitate zu rekonstruieren.sagt Wikipedia
Vermutlich deswegen, weil er aus einer Kiste stammt, in der sich Copal aus Madagaskar, Kolumbien aber auch einzelne Bernsteine befindenNONsmoker schrieb:Vermutlich stammt er vom Bernstein-Kap an der Nordspitze Madagaskars.

Ich habe nochmal die KI gefragt und das kam jetzt raus:NONsmoker schrieb:Das sind Zahlen, die vor einiger Zeit in Umlauf waren.
Manche Wissenschaftler halten sie für noch jünger.
Die als „Bernstein“ vermarkteten Harzfunde vom Cap d'Ambre (Bernstein-Kap) sind eigentlich Kopal – ein geologisch sehr junger, halbfossiler Baumharz. Wissenschaftliche Datierungen (unter anderem Radiokarbontests) belegen, dass diese Vorkommen meist maximal wenige hundert Jahre alt sind und fast keine Stücke älter als 300 Jahre.Quelle: KI
So ist zumindest eine gängige Meinung.orlets schrieb:Kann ich mir nicht vorstellen
Da gibt es auch eine seriöse Seite, die das bestätigt und zwar vom Senkenberg Museum.NONsmoker schrieb:KI ist nicht so meins.
Die sogenannten „Madagaskar-Kopale“ sind wegen ihrer zahlreichen Insekteneinschlüsse – in manchen der durchscheinenden Steine sind ganze Mückenschwärme zu finden -– beliebte Sammelobjekte unter Fossilienfreund*innen. „Auch in der Wissenschaft spielen die madagassischen ‚Kopale’ aufgrund dieser Inklusen eine große Rolle – in den letzten zwanzig Jahren wurden hierzu dutzende wissenschaftliche Aufsätze verfasst und etwa 120 neue Arten beschrieben“, erklärt Dr. Mónica Solórzano Kraemer vom Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum in Frankfurt und fährt fort: „Erstaunlicherweise wurde aber das Alter und die Herkunft der Kopale nie im Detail untersucht.“Quelle:
Dieser Aufgabe hat sich die Frankfurter Bernsteinforscherin nun gemeinsam mit Kollegen aus Spanien Xavier Delclòs (Universitat de Barcelona) und Enrique Peñalver (Instituto Geológico y Minero de España) sowie Madagaskar Voajanahary Ranaivosoa (Université d’Antananarivo) angenommen. Die Forschenden begaben sich in drei Regionen der Insel auf die Suche nach den Kopalen und datierten diese anschließend mit der Radiokarbonmethode. Die Ergebnisse der 14C-Datierungen sind überraschend: Keines der untersuchten Stücke ist älter als 300 Jahre. „Die Harze stammen zudem allesamt von Animebäumen (Hymenaea), die seit dem Miozän also einer Zeit vor etwa 5 bis 23 Millionen Jahren, auf Madagaskar verbreitet sind. Dennoch konnten wir kein einziges Bernstein- oder Kopalstück finden, dass in diese Epoche fällt“, ergänzt Solórzano Kraemer.
Laut der Studie können die „Madagaskar-Kopale“ und ihre Einschlüsse demnach nicht herangezogen werden, um Rückschlüsse auf längst vergangenen Lebenswelten oder deren Veränderungen zu ziehen. Das Wissenschaftler*innen-Team geht dagegen davon aus, dass die bislang beschriebenen Insektenarten in einem nur wenige hundert Jahre altem Harz gefangen und konserviert wurden.
„Dennoch sind die Stücke von großem Wert – wir können mit ihrer Hilfe erkennen, wie sich die Artenvielfalt im Biodiversitätshotspot Madagaskar in den letzten 300 Jahren verändert hat und welche Arten in diesem Zeitraum schon im Zuge der starken Abholzung auf der Insel ausgestorben sind
Ist mir auch bekannt.orlets schrieb:Da gibt es auch eine seriöse Seite

