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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

45.880 Beiträge, Schlüsselwörter: Evolution, Schöpfung, Biologie, Entstehung, Lebewesen, Darwin, Arten

Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

04.10.2019 um 09:20
Niselprim schrieb:Nur einen Engel
Weswegen Du Dir Deinen Einwand ja gleich hättest sparen können, nicht wahr?
Niselprim schrieb:Ansonsten halte ich den Irrtum, dass man sterben würde, wenn man Gott sieht, eher für unwahr
Whow.
Niselprim schrieb:da man ja Den Herrn, Jesus Christus, tatsächlich auch gesehen hat und nicht gestorben ist.
Da halt ichs dann doch lieber mit der Zweinaturenlehre "Wahrer Gott und wahrer Mensch". Diese menschliche Natur gehört zu ihm und eröffnet uns die Sicht. Der Mensch Jesus macht für uns Gott sichtbar, er nimmt das Sterben von uns fort. Vor Gott hat nun mal niemand Bestand und verdient nichts anderes für seine schlechten Taten als den Tod. Dank Jesus ist Leben vor Gott möglich.

Und dieser Zusammenhang ist Dir echt nicht klar? Dieser war aber den alten Israeliten sehr wohl verständlich. Vor dem Heiligen Gott hat nichts Unheiliges Bestand, in seiner Nähe muß alles Makelbehaftete vergehen. Die Menschen wußten, daß es ihre Sünden und ihre Vergehen sind, die sie bei allzugroßer Nähe vor dem Heiligen sterben lassen würde. So sprach die Witwe von Zarpat zum Mann Gottes Elia (1.Könige17,18)
Was habe ich mit dir [zu tun], Mann Gottes? Du bist zu mir gekommen, um meine Schuld [vor Gott] in Erinnerung zu bringen und meinen Sohn zu töten.
Genau das hatte Manoach befürchtet, daß schon die Heiligkeit Gottes, die bereits in einem Engel oder Mann Gottes steckt, ausreichen könnte, um Menschen sterben zu lassen.

Manchmal denke ich, die Hölle ist ein physisch realer Ort: Das Stehen vor Gott in der Auferstehung, wenn mir all meine Sünden und Unzulänglichkeiten bewußt werden, bewußter als heute schon. Und wenn ich sehe, wie Er mich sieht - wie sollte ich da nicht brennen! Ich werd mir da selber "die Hölle heiß machen". Klar bin ich erlöst in Christus, aber dennoch weiß ich ja, daß meine Sünden nun mal die meinen sind, daß ich sie verbrochen habe. Ich kann doch nicht sagen "Hey, kannst mir gar nix, der Jesus hat da schon für grade gestanden". Ich weiß, ich habs verdient. Und damit zu leben, damit vor Gott zu stehen, das kann nicht leicht sein. Ich glaube durchaus, daß ich erlöst bin, daß Christus mich freigekauft hat. Aber es zu glauben (gerne auch: zu wissen) ist eines, es dereinst vor dem Thron zu erleben, das Wunder der Vergebung zu spüren, das ist nochmal ne andere Nummer.

Aber ohne diese Vergebung - wer kann da vor Gott stehen und bestehen?

Nein, ich würde das nicht einen Irrtum nennen, daß Menschen in ihrer irdischen Natur sterben würden, wenn sie vor Gott stünden und ihn sähen. Vielmehr paßt es sehr gut zur Botschaft des NT über Sünde und Tod. Und zum Stehen vor Gott (im Gericht nach Offenbarung20).


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04.10.2019 um 10:15
kuno7 schrieb:Im Sinne des simulierten Universums is er nich physisch vorhanden. Der Programmierung befindet sich außerhalb der Simulation und hat eine Form, die es innerhalb des simulierten Universums nicht gibt und die sich die Simulierten auch nich vorstellen können.

Einwirken kann er natürlich, sogar unbegrenzt. Für ihn gelten dann natürlich auch nich die simulierten Naturgesetze. Von der Simulation aus betrachtet wäre der Programmierer also omnipotent. :)
Interssanter Gedankengang. Und geht man von der Wahrscheinlichkeit aus, dann könnte da, wo ein Programmierer ist... auch noch ein zweiter sein. 🤔


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

04.10.2019 um 10:20
Niselprim schrieb:Ansonsten halte ich den Irrtum, dass man sterben würde, wenn man Gott sieht, eher für unwahr, da man ja Den Herrn, Jesus Christus, tatsächlich auch gesehen hat und nicht gestorben ist.
Kybela schrieb:oder es gilt nicht für jede Hypostase.
Du meinst als Das Wort oder Der Sohn? @Kybela Deiner Meinung nach könnte man also Den Sohn ohne Probleme sehen, Den Vater aber nicht, und Den Geist erkennt man nur an Seiner (Aus)Wirkung - so oder so ähnlich?


Naja, ich gehe schwer davon aus, dass sich Gott durchaus dem Menschen zeigen kann, ohne dass dem Menschen etwa Unheil oder ähnliches geschieht - guckst du hier; Bibel; AT; Genesis:
18,1 Und der HERR erschien ihm bei den Terebinthen von Mamre, als er bei der Hitze des Tages am Eingang des Zeltes saß. 18,2 Und er hob seine Augen auf und sah: und siehe, drei Männer standen vor ihm; sobald er sie sah, lief er ihnen vom Eingang des Zeltes entgegen und verneigte sich zur Erde 18,3 und sagte: Herr, wenn ich denn Gunst gefunden habe in deinen Augen, so geh doch nicht an deinem Knecht vorüber! 18,4 Man hole doch ein wenig Wasser, dann wascht eure Füße, und ruht euch aus unter dem Baum! 18,5 Ich will indessen einen Bissen Brot holen, daß ihr euer Herz stärkt; danach mögt ihr weitergehen; wozu wäret ihr sonst bei eurem Knecht vorbeigekommen? Und sie sprachen: Tu so, wie du geredet hast! 18,6 Da eilte Abraham ins Zelt zu Sara und sagte: Nimm schnell drei Maß Mehl, Weizengrieß, knete und mache Kuchen! 18,7 Und Abraham lief zu den Rindern und nahm ein Kalb, zart und gut, und gab es dem Knecht; und der beeilte sich, es zuzubereiten. 18,8 Und er holte Rahm und Milch und das Kalb, das er zubereitet hatte, und setzte es ihnen vor; und er stand vor ihnen unter dem Baum, und sie aßen.




perttivalkonen schrieb:Weswegen Du Dir Deinen Einwand ja gleich hättest sparen können, nicht wahr?
Nö du @perttivalkonen
Mein Einwand war, weil dein Zitat aus den Kontext gerissen wurde, so wie du es als Erklärbeispiel in der laufenden Diskussion grad hergenommen hattest. Mir ist durchaus bewußt, dass du die Leibhaftigkeit Des Herrn darstellen wolltest, aber gehe ich trotzdem auch davon aus, dass der oder die eine oder andere Mitleser die Mitbotschaft falsch verstehen würden, nämlich dass Simson gestorben sei, weil er etwa Gott gesehen hatte. Verstehst du?
perttivalkonen schrieb:Whow.
Jo - siehe oben ;)
perttivalkonen schrieb:Da halt ichs dann doch lieber mit der Zweinaturenlehre "Wahrer Gott und wahrer Mensch". Diese menschliche Natur gehört zu ihm und eröffnet uns die Sicht. Der Mensch Jesus macht für uns Gott sichtbar, er nimmt das Sterben von uns fort. Vor Gott hat nun mal niemand Bestand und verdient nichts anderes für seine schlechten Taten als den Tod. Dank Jesus ist Leben vor Gott möglich.
Ja klar - sicherlich Ist Jesus Christus selbst Der Herr und Gott :ok: Denn In Jesus Ist Das Wort Fleisch geworden - und Das Wort Ist Gott.
perttivalkonen schrieb:Und dieser Zusammenhang ist Dir echt nicht klar? Dieser war aber den alten Israeliten sehr wohl verständlich. Vor dem Heiligen Gott hat nichts Unheiliges Bestand, in seiner Nähe muß alles Makelbehaftete vergehen. Die Menschen wußten, daß es ihre Sünden und ihre Vergehen sind, die sie bei allzugroßer Nähe vor dem Heiligen sterben lassen würde. So sprach die Witwe von Zarpat zum Mann Gottes Elia (1.Könige17,18)
Die alten Israeliten hatten sich so einiges eingebildet und einreden lassen, ja.
perttivalkonen schrieb:Genau das hatte Manoach befürchtet, daß schon die Heiligkeit Gottes, die bereits in einem Engel oder Mann Gottes steckt, ausreichen könnte, um Menschen sterben zu lassen.
Nun ja, du unterstreichst mit dieser Erklärung grad das, was ich eben gemeint habe. Er hatte halt Furcht - seine Frau jedoch nicht. Wer von den Beiden war nun richtig gelegen?
perttivalkonen schrieb:Manchmal denke ich, die Hölle ist ein physisch realer Ort: Das Stehen vor Gott in der Auferstehung, wenn mir all meine Sünden und Unzulänglichkeiten bewußt werden, bewußter als heute schon. Und wenn ich sehe, wie Er mich sieht - wie sollte ich da nicht brennen! Ich werd mir da selber "die Hölle heiß machen".
Hmm... :ask: Kommt darauf an, was deine Hölle ist @perttivalkonen Ich jedenfalls gehe nicht davon aus, in der Hölle vor Gott zu stehen, weil man die Hölle erlebt, wenn man von Gott fern ist. Schau. Sollte der Hades die Hölle sein, steht man nicht vor Gott, weil ja der Hades die Toten zum Endgericht freigibt - also man kommt aus dem Hades entlassen vor Gott bzw. Gottes Thron. Sollte der Schwefelsee die Hölle sein, dann kommt man da auch nicht vor Gott, weil ja dort hin Satan, der Antichrist mit Anhängerschaft zur ewigen Qual geschafft werden. Sollte die Hölle ein Zustand hier auf Erden sein, dann ist Gott dort auch nicht zugegen.
perttivalkonen schrieb:Klar bin ich erlöst in Christus, aber dennoch weiß ich ja, daß meine Sünden nun mal die meinen sind, daß ich sie verbrochen habe. Ich kann doch nicht sagen "Hey, kannst mir gar nix, der Jesus hat da schon für grade gestanden". Ich weiß, ich habs verdient. Und damit zu leben, damit vor Gott zu stehen, das kann nicht leicht sein. Ich glaube durchaus, daß ich erlöst bin, daß Christus mich freigekauft hat. Aber es zu glauben (gerne auch: zu wissen) ist eines, es dereinst vor dem Thron zu erleben, das Wunder der Vergebung zu spüren, das ist nochmal ne andere Nummer.
Sicherlich macht es einen sehr großen Unterschied, im Hades oder im gläsernen Meer zu landen. Aber die Zuversicht und Beharrlichkeit im Glauben geben die Gewissheit, erlöst zu sein und im gläsernen Meer zu stranden, denke ich.
perttivalkonen schrieb:Aber ohne diese Vergebung - wer kann da vor Gott stehen und bestehen?
All Jene, welche nicht von der Sünde betroffen sind.
perttivalkonen schrieb:Nein, ich würde das nicht einen Irrtum nennen, daß Menschen in ihrer irdischen Natur sterben würden, wenn sie vor Gott stünden und ihn sähen. Vielmehr paßt es sehr gut zur Botschaft des NT über Sünde und Tod. Und zum Stehen vor Gott (im Gericht nach Offenbarung20).
20,13 Und das Meer gab die Toten, die in ihm waren, und der Tod und der Hades gaben die Toten, die in ihnen waren, und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. 20,14 Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee geworfen. Dies ist der zweite Tod, der Feuersee. 20,15 Und wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde in dem Buch des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen.


Hierbei denke ich immer an Die Worte Des Herrn, Jesus Christus: Wer Ihm nicht folgt ist schon gerichtet - wer aber Ihm glaubt, wird den Tod nicht schmecken. Also hab kein Furcht vor Gott, sondern sei erlöst.


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04.10.2019 um 10:36
Niselprim schrieb:Deiner Meinung nach könnte man also Den Sohn ohne Probleme sehen, Den Vater aber nicht, und Den Geist erkennt man nur an Seiner (Aus)Wirkung - so oder so ähnlich?
Eine Möglichkeit.
Wenn man die Aussage in einem zeitlichen Kontext nimmt, stimmt sie auch. Jesus war den Menschen im AT nicht bekannt. Warum sie also mit Details verwirren?


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04.10.2019 um 11:06
Jetzt habt ihr hier aber auch genug Off-Topic diskutiert. Verlagert das nun in die dafür vorgesehenen Threads.


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04.10.2019 um 11:25
Niselprim schrieb:Mein Einwand war, weil dein Zitat aus den Kontext gerissen wurde, so wie du es als Erklärbeispiel in der laufenden Diskussion grad hergenommen hattest
Manoach spricht ausdrücklich von "Gott gesehen", das ist schon so gemeint.

OK, Libertin, hab grad Deinen roten Balken bemerkt, daher geh ich nicht weiter auf Niselprims Beitrag ein. Aber das hier schick ich noch ab...


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

04.10.2019 um 12:45
@perttivalkonen
perttivalkonen schrieb:Wo ist da denn ein Problem?
Ich hatte keines, nur Du hattest doch meiner Behauptung, dass Gläubige, die behaupten es gebe Gott, Gott auch als real existierend betrachten, falls ich hier nicht etwas falsch verstanden hätte, widersprochen.


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04.10.2019 um 13:08
@off-peak

Entschuldige mal, aber

Beitrag von perttivalkonen, Seite 2.294
perttivalkonen schrieb:off-peak schrieb:
Merkste was? Du glaubst an ein Wesen, von dem Du aber nicht wissen kannst, ob es überhaupt existiert.

Deswegen nennt man das ja auch "Glauben". Und nicht:

off-peak schrieb:
Glauben heißt, etwas zu wissen vorgeben, dass man gar nicht wissen kann.

Nix mit "zu wissen vorgeben"! Das ist nur bei denen der Fall, die ihren Glauben mit Wissen verwechseln. Manch Atheist etwa, wie hier auf Allmy in diversen Diskussionen zu erleben war. Weil daß ein Atheist auch nur glaubt, wenn er die Existenz eines Gottes abweist, das wollen viele gar nicht hören...
Hiermit fings an. Und seit dem hast Du Dich ein wenig verirrt.
off-peak schrieb:Du hattest doch meiner Behauptung, dass Gläubige, die behaupten es gebe Gott, Gott auch als real existierend betrachten, [...] widersprochen.
Dein
off-peak schrieb:falls ich hier nicht etwas falsch verstanden hätte
triffts schon. Denn Beitrag von perttivalkonen, Seite 2.295
perttivalkonen schrieb:off-peak schrieb:
Wer nur sagt "Gott exisitiert" meint das auch physisch, oder hinterlässt zumindestens diesen Eindruck auf andere.

Ja selbstverständlich meint der das "physisch"*, egal, ob er seinen Gott nun glaubt oder vermeintlich weiß. Denkst Du, ich glaube an Gott und meine damit "aber real isser natürlich nicht"? Wie albern ist das denn!

(* Wobei physisch nicht notwendig materiebehaftet meinen muß, aber auch das gilt ja unterschiedslos beim Glauber wie beim vermeintlichen Wisser.)
Das ist nicht wirklich ein Widersprechen, gell?


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04.10.2019 um 13:36
Um mal wieder auf das eigentliche Thema zurück zu kommen, kann man sich ja einmal der These annehmen, dass ein so weit verbreitete Sache wie der Glaube an ein, wie auch immer geartetes übernatürliches Wesen, um keine Religion auszuschließen, einen evolutionären Vorteil darstellen könnte.


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04.10.2019 um 13:38
intruder schrieb:übernatürliches Wesen, um keine Religion auszuschließen, einen evolutionären Vorteil darstellen könnte.
haben wir hier:

Diskussion: These: Religion ist evolutionär von Vorteil


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04.10.2019 um 19:32
@intruder
kann man sich ja einmal der These annehmen, dass ein so weit verbreitete Sache wie der Glaube an ein, wie auch immer geartetes übernatürliches Wesen, um keine Religion auszuschließen, einen evolutionären Vorteil darstellen könnte.
Ein evolutionärer Vorteil ist der Gottglaube nicht wirklich. Aber ein evolutionäres Nebenprodukt.

Wir Menschen vermuten rein instinktiv hinter vielen Dingen intelligente Ursachen. Das hat den Menschen oft den Arsch gerettet, weil man dadurch vorsichtiger ist und feindliche Handlungen schneller wahrnimmt. Zum Beispiel einen Feind, dessen Gesicht man im Gebüsch erspäht. Oder wenn plötzlich Gegenstände anders liegen als zuvor, dann könnte sich jemand anderes daran zu schaffen gemacht haben. Dies hat aber auch einige interessante Nebeneffekte zur Folge. So sehen wir überall menschliche oder tierische Formen/ Gesichter z.B. in Steinformationen, Bäumen, Wolken usw. Für das Überleben ist es besser wenn man zu viel wahrnimmt / vermutet, als etwas zu übersehen. Dies führte letztendlich aber auch dazu, dass die Menschen anfingen die Natur zu vermenschlichen. Der Baum hat ein Gesicht, warum sollte er nicht wie wir fühlen können? Werkzeuge und Waffen müssen von einem Menschen hergestellt worden sein, vielleicht hat irgend ein Wesen auch die Berge und die Flüsse gemacht? So entstanden die ersten Naturgötter. Im Laufe der Menscheitsgeschichte haben sich diese Gottesbilder dann immer weiter entwickelt und an den gesellschaftlichen Entwicklungen angepasst und wurden immer weiter ausgeschmückt.

Also ja, es gibt evolutionärere Hintergründe für den Glauben an Götter. Dieser Glaube ist aber kein direkter Vorteil, sondern ein zufälliges Nebenprodukt evolutionärerer Vorteile.


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06.11.2019 um 23:03
@intruder
intruder schrieb am 04.10.2019:einen evolutionären Vorteil darstellen könnte.
Inwiefern?


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07.11.2019 um 13:29
@off-peak

Sicher nicht auf rein biologischer Ebene. Aber wenn du mal an den gesellschaftlichen Einfluss von Glaubenssystemen und den daraus resultierenden Regeln für das Zusammenleben in einer Gesellschaft her nimmst, kann man daraus positive Einflüsse ableiten. Das bedeutet nicht, dass man heute mit genügend Wissen um Spieltheorie die gleichen Regeln auch so herleiten kann. Aber davon hatten die Menschen damals, als sie die ersten Götter in Ihren Köpfen schufen, noch keine Ahnung. Es gab vielleicht eine grobe Vorstellung davon, wie man sich eine Gesellschaft vorzustellen hat, aber es gab keine hinreichend große Macht, die dies auch ohne Knüppel und Faustkeil durchsetzen konnte. Es gab aber Mächte, die über den Menschen stand. Zum Beispiel die Natur. Vielleicht gerade deshalb waren die ersten Götter und Religionen jene, die eine positive Beeinflussung der Natur zum Ziel hatten. Regen, Donner usw. In den ethnischen Religionen ist ein Glaube an ein Leben nach dem Tod weniger vertreten als das Wohl der Gruppe. Der Mensch macht sich nicht nur die Welt wie sie im gefällt, sondern auch seine Götter.


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07.11.2019 um 14:17
Und selbst heute gibt es einen ganz simplen Selektionsvorteil von Religion: Nichtreligiöse Menschen kriegen durchschnittlich weniger Kinder als religiöse, ja sie kommen (und zwar weltweit) nicht einmal auf die für eine stabile Population nötigen 2,3 Kinder pro Frau im Mittel.

https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-anthropodizee-frage-wer-himmel/
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/daten-aus-israel-zu-religion-demografie-anthropodizee-und-saekularisierun...
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/braucht-die-menschheit-religion-zum-ueberleben-die-anthropodizee-frage-in...


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

07.11.2019 um 14:28
@perttivalkonen

Hatte ich auch gelesen http://www.blume-religionswissenschaft.de/pdf/WohntGottimGehirnBlume2011.pdf, aber das ist nach meiner Auffassung heute nicht notwendiger Weise ein Vorteil, wenn ich mir das Problem der Überbevölkerung bei gleichzeitigem Raubbau und Knappheit an Ressourcen angucke.

Wobei es da auch noch andere Zusammenhänge geben könnte, Korrelation und Kausalität sollte man da genauer betrachten.


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07.11.2019 um 14:49
intruder schrieb:das ist nach meiner Auffassung heute nicht notwendiger Weise ein Vorteil, wenn ich mir das Problem der Überbevölkerung bei gleichzeitigem Raubbau und Knappheit an Ressourcen angucke.
Es ist definitiv ein Nachteil, mit sagenwirmal durchschnittlich 1,5 Kindern pro Frau (D derzeit) in die Zukunft zu gehen. Nehmen wir mal an, von den ca. 80 Millionen Menschen sind 30 Millionen die "Generation", die von heute an für den künftigen Nachwuchs sorgt. Bei 1,5 Kindern pro Frau besteht nach 12 Generationen diese "Kinderkrieg-Generation" aus nicht mal mehr einer Million Menschen. Nach 20 Generationen, also acht weiteren, sinds nicht mal mehr hunderttausend. In 600 Jahren wäre Deutschland von einem Achtzigmillionenvolk auf eines von gut einer Viertelmillion zusammengeschrumpft (und jeweils acht weitere Generationen geht ne weitere Null flöten). Ohne Zwang oder "industrielle Produktion" siehts da mau aus, selbst mit Anreizen wird man dessen nicht Herr, wie weltweite Maßnahmen zur Geburtenrate-Erhöhung in den letzten hundert Jahren gezeigt haben, wenn man sie über größere Zeiträume betrachtet.
intruder schrieb:Wobei es da auch noch andere Zusammenhänge geben könnte, Korrelation und Kausalität sollte man da genauer betrachten.
Ja, hoffen/wünschen wird man ja wohl noch dürfen. Gibt hier auf Allmy ne Menge Leute, die damit arbeiten.


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07.11.2019 um 15:14
@intruder
intruder schrieb:kann man daraus positive Einflüsse ableiten
Nicht nur positive. Auch nicht innerhalb der eigenen Spezies. Wobei das, das evolutionär überlebt nicht unbedingt nur das Positive ist, sondern das, das sich bewährt. Und das kann selbstverständlich auch etwas Negatives sein.

Also, selbst wenn Religion oder irrationales Denken evolutionäre Vorteile brächte, so heißt das nicht, dass diese (nur) positiv wären.

Im Falle Religion würde Evolution bedingen, dass sich gläubige Menschen, also Menschen, die eher glauben statt wissen wollen, Menschen, die ihre Vernunft somit unterdrücken, sich eher vermehren und ihre irrationalen Gene eher weitergeben können als vernünftige.
Was im Endeffekt heißt, dass sich die Irrationalität vermehrt und nicht die Vernunft. Ist allerdings eine brauchbare Erklärung dafür, dass es immer noch jede Menge Menschen gibt, die lieber Unsinn ungeprüft glauben, statt auf rationale, faktische Erkenntnis zu setzen.
In der Tat ist diese menschengemachte Welt auch eher in einem recht wahnhaften, irrationalen Zustand. Anders lassen sich Auswüchse wie Impfgegner, Klimaleugner, Genozide, Sexismus, Rassismus, Glaubenskriege, selbst mildere Formen des Wahns, wie Homöopathie, nämlich nicht erklären.
Hier wütet die Irrationalität und Religion ist eine davon.


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07.11.2019 um 19:27
off-peak schrieb:Wobei das, das evolutionär überlebt nicht unbedingt nur das Positive ist, sondern das, das sich bewährt. Und das kann selbstverständlich auch etwas Negatives sein.
Lustig, daß jemand wie (Intruder und) Du in Sachen Selektionsvorteil und Evolution ethische Bewertungen akzeptierst, ja sogar direkt einbringst. Rein wissenschaftlich gehts reineweg um Vorteil und Nutzen, und selbst das ist schon zu anthropomorph formuliert. Aber daß Religion nen Selektionsvorteil darstellt, ist dann wohl doch zu doof, als daß man das einfach mal so stehen lassen kann.

Schade, Ideologie geht halt immer.
off-peak schrieb:gläubige Menschen, also Menschen, die eher glauben statt wissen wollen, Menschen, die ihre Vernunft somit unterdrücken
Was für eine Floskel aus der angestaubten Ideologie-Kiste! Auch und gerade zu Galileis Zeiten war z.B. die Katholische Kirche Förderer und selbst Betreiber von Wissenschaft und nicht Ausbremser, weil "Glaube reicht ja". Während die weltlichen Kollegen Galileis sich sogar weigerten, durch dessen Fernrohr die Monde des Jupiters (und damit das Mini-"Sonnensystem") anzusehen, wurde Galilei selbst während des beginnenden Eklats von Kardinälen und Papst ermutigt, da weiter dran zu forschen. Das Vatikan-Observatorium ist auch heute ein bedeutendes, es beteiligt sich auch an einigen Hi-End-Observatorien der Welt.

Es sind die Ideologen, die Wissenschaft ausbremsen, oder denen Wissenschaft (zumindest partiell) eher egal ist - weil, sie wissen eh schon, wo der Hase im Pfeffer liegt - und sowas gibts bei religiösen wie nichtreligiösen Weltanschauungen gleichermaßen. So hatten es Genetiker in der Sowjetunion z.B. schwer, weil von der Ideologie her klar ist, daß der "dialektische Schlußdreisprung" von These, Antithese und Synthese stets zu gelten habe, sodaß simple, geradezu stumpfsinnige Replikation von Erbgut schlicht falsch zu sein habe. Muß man gar nicht weiterforschen, wenns nach was anderem aussieht, nur was die eigene Weltsicht bestätigt, ist richtig.

Und genauso läufts ja hier ab, wenn ganz unvoreingenommen Religiosität nach nem evolutiven Vorteil stinkt. Also muß es weggeredet werden. Irgendnen Haken wirds schon haben, in Wirklichkeit isses ja doch irgendwie ein Nachteil. Muß man aber nicht erforschen, es reicht, aus der ideologischen Floskelkiste ein "Religiöse sind nicht so an Wissenserwerb interessiert wie die Guten", was sicher unterm Strich nen evolutiven Gesamtnachteil ergibt. Es reicht, das so zu glauben, weil is ja eh Tatsache, daß Rel Scheiße ist.


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07.11.2019 um 21:04
Anstelle in theologische Grabenkaempfe abzutauchen, sollten wir die Frage einfach auf den Vorteil der Gruppenbildung runterbrechen! Und in Gemeinschaft sein Leben organisieren zu koennen ist evol. schon von Vorteil!
Das solches sich uebertreiben laesst, ist ein Allgemeiner Fehler- ob politisch, religioes oder als Fussballfan o. Dackelzuechter.


:mlp:


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07.11.2019 um 22:36
@perttivalkonen
perttivalkonen schrieb:Während die weltlichen Kollegen Galileis sich sogar weigerten, durch dessen Fernrohr die Monde des Jupiters
Ich kenn die Story allerdings umgekehrt.
perttivalkonen schrieb:war z.B. die Katholische Kirche Förderer und selbst Betreiber von Wissenschaft und nicht Ausbremser,
Na, na, na, da macht aber wer den Wunsch zum Vater des Gedankens. Die Kirche förderte n Wissenschaft nur so weit, wie sie dem Glauben nicht widersprach.
perttivalkonen schrieb:Es sind die Ideologen, die Wissenschaft ausbremsen,
Und Gauben ist eine Ideologie.


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