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Traumbedeutung...

10 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Traum, Traumdeutung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
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Traumbedeutung...

13.08.2012 um 05:45
HAllo zusammen!

Ich glaube nicht an Esoterik, würde also um eine eher psychologische deutung bitten.

Ich habe jetzt in einer Woche 3x geträumt dass mein Vater tod ist. ich träume nicht dass er stirbt. ich träume einfach dass er tod ist und ich mit meiner mutter darüber spreche wie schwer es mir ohne meinen vater fällt. meine mutter reagiert jedes mal anders... deshalb tut das wohl nichts mehr zur sache.

wäre über ein paar sinnvolle ideen dankbar!

gruß fckthwrld


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Traumbedeutung...

13.08.2012 um 06:09
So schrecklich der Tod in der Wirklichkeit sein kann, im Traum ist er nur ein Wandlungssymbol und keineswegs ein Signal für einen tatsächlich bevorstehenden Todesfall. Was im Traum stirbt, wird durch etwas Neues ersetzt. Träume vom Tod sagen meist nur, daß in unserem Inneren etwas am Leben gehalten wird, das eigentlich verkümmern sollte,- sie sind also die Hilfestellung des Unbewußten, dem Lebensweg eine andere Richtung zu geben, der Gefahr auszuweichen, die sich vor einem aufbaut.

Wenn wir vom Tod eines nahestehenden Menschen träumen, bedeutet das nach C. G. Jung die Ablösung aus einer Verschmelzung mit ihm.

http://www.traumdeuter.ch/texte/6299.htm

das heisst du hast nichts zu befürchten, du wirst einfach erwachsen und wirst dich schön langsam loslösen von deinen eltern ...... der tod deines vater ist als symbol dieses prozesses zu sehen


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13.08.2012 um 06:10
ich bin schon lange erwachsen - und eine zusammenschmelzung gab es auch nie :D! habe soweit ja auch schon gesucht - so macht es m.M. nach aber keinen sinn in meinem derzeitigen leben.


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Traumbedeutung...

15.09.2015 um 06:03
Hi, etwas zu meiner person. Bin männlich, 22, groß und sportlich.
Ich habe jetzt schon seit 4 Jahren so merkwürdige träume.
Also in diesen träumen bin ich nicht wach aber schlafe auch nicht wirklich, es ist von mal zu mal immer anders. Manchmal ist es eine schwarze gestalt die versucht irgendwas aus mir raus zu reißen und manchmal ist es ein schwarzer Hund der mich anknurrt und mich dann beißt!... Das hört sich alles so blöd an wenn ich das so hier rein schreibe aber mir gehen echt langsam die Ideen aus.
Ich habe das auch so noch nie erlebt das man in seinen träumen schmerzen hat, erst vor ein 4 Stunden hatte ich den letzten traum.
Da War wieder der Hund an meinem bett. Ich verstehe es einfach nicht. Vllt. Könnt ihr mir ja weiter helfen.

Lg. MadMan...


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Traumbedeutung...

16.09.2015 um 12:34
@MadMan333
Klingt sehr nach Hypnagogie.

Wikipedia: Hypnagogie

Hab ganz ähnliches wie du auch schon gehabt. Auch einen grossen schwarzen Hund hab ich in besagtem Zustand mal "gesehen".


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Traumbedeutung...

28.09.2026 um 22:08
Wiederkehrende Träume und Poltergeister. Ihre Bedeutung? Gibt es das Schicksal? Wie handeln?

Liebe Allmystery-Mitglieder,

heute schreibe ich erstmalig hier, weil ich mit mir und meinen Erlebnissen nicht mehr weiterkomme. Mein Problem ist eigentlich ziemlich umfassend, aber ich versuche es hier auf ein einfaches Maß herunterzubrechen. Zur Erklärung und Diskussion von Details bin ich gern bereit, sollte es sich denn ergeben.

Folgender Sachverhalt:
Mein Name ist Ch. und ich bin bald 38 Jahre alt.
Vor etwa 15 Jahren starb mein bester Freund, den ich schon seit meiner frühesten Kindheit her kannte bei einem Autounfall. Wie ihr euch vorstellen könnt, riss mich sein Tod trotz bereits getrennt verlaufender Lebenswege nicht äußerlich, aber doch innerlich sehr aus der Bahn. Wie sehr ich wirklich um ihn trauerte, erzählte ich niemandem. Es ist ein sehr persönlicher Schmerz, den ich bis heute in mir trage.
...
Kleiner Zeitsprung:
Vor einigen Jahren, nach meinem Studium begann ich in einem Büro meinem ersten richtigen Beruf nachzugehen. Eine sehr schöne Arbeit, die mich auch erfüllt. Auch das Kollegium schätze ich sehr. Zwei Jahre arbeitete ich an meiner neuen Stelle, als eine neue Kollegin eingestellt wurde, die ich bereits oberflächlich aus Studientagen kannte. Ich bezeichne sie hier vereinfacht jetzt fortlaufend als "T.".
Wir verstanden uns ebenfalls sehr gut und trafen uns oft am Mittagstisch. Ich merkte es nicht sofort, aber allmählig merkte ich, wie sehr sie mir gefiel. Sie hat eine ganz besondere lebenslustige und neugierige Ader an sich. Besonders gefielen mir ihre schönen blauen Augen und ihr blondes Haar - Eigenschaften, die ich immer schon als sehr anziehend empfunden hatte. Trotz dieser entfernt wahrgenommenen Anziehung betrachtete ich sie stets als Kollegin und nicht mehr.
...
Das änderte sich vor etwa 3 Jahren drastisch. Eines Nachts träumte ich einen sehr ungewöhnlichen Traum, den ich mittlerweile nur als Klartraum oder realitätsnahe Vision bezeichnen möchte. Mein verstorbener bester Freund begegnete mir darin. Ich freute mich so sehr, ihn wiederzusehen nach all den Jahren. Unsere Kommunikation in diesem Traum kam ganz ohne Worte aus. Ich wusste trotzdem genau, was er meinte. - Eine wahre und ehrliche Freundschaft eben. Er fasste mich bei der Hand und drehte sich leicht von mir weg, wodurch ich ihn so halb seitlich wahrnahm. Im Hintergrund - ein paar Meter hinter ihm stand meine Kollegin T.. Er deutete auf sie .. und sie ..starrte mir mit einem durchdringenden Blick - mit diesen tiefen blauen Augen direkt in meine Augen. Es ist diese Art von Blick, den man nie mehr vergisst, wenn man ihn einmal empfangen hat. Ich kann ihn vor mir sehen, wenn ich die Augen schließe. Es lag eine sehr, sehr starke und eindringliche Klarheit darin. Mir war sofort bewusst, dass das jetzt ihr Traum war und nicht meiner. Anders kann ich es nicht beschreiben. Ich erwachte postwendend.
...
Dieser Tag und dieser Traum krempelte mein Leben auf links. Seit dieser einen "Vision" träumte ich immer und immer wieder von ihr. Wahrlich nicht jede Nacht und auch nicht immer das selbe. Häufig ging es um simple Situationen im Büro. Zwischen uns gab es darin stets diesen Blickkontakt und eine natürliche Kameradschaftlichkeit. Bis heute ist T. ein lebendiger Bestandteil eines jeden Traumes. - Wirklich JEDES Traumes, an den ich mich erinnere. Natürlich führte ich Traumtagebücher, beschäftigte mich damit - suchte einen Sinn in alldem, was ich stets wahrnahm.
Vielleicht Zufall, vielleicht Botschaft: Ich träumte sogar von spezifischen Dingen, von denen sie am Mittagstisch am Tag danach erzählte. Klar gab es Abwandlungen und die Bilder, die ich gesehen hatte, interpretierte ich manchmal auch passend zu ihren Worten. Aber manchmal waren es auch sehr konkrete Übereinstimmungen, die wenig Interpretation bedurften. Diese Übereinstimmungen, die einfach nicht wahr sein konnten, bringen mich auch heute noch um den Verstand.
...
Die professionelle Schwelle, die die einfache Kollegialität normalerweise herstellt, senkte sich in mir. Soetwas zuzulassen könnte man auch als großen Fehler bezeichnen. Ich beschäftigte mich gedanklich schon viele Wochen mit ihr und den Träumen - besonders aber dem allerersten. Da fasste ich in meiner Naivität einen folgenschweren Entschluss. Ich gestand ihr nicht nur, dass in mir Gefühle für sie entstanden waren, sondern erzählte ihr auch meine Geschichte rund um meinen verstorbenen Freund und auch von meinem Traumrätsel.
Ich schrieb es alles sorgsam in einem langen Brief auf, der vor allem von meiner Emotionalität geprägt war.
Jemanden so blitzartig und ohne Vorbereitung mit einem solchen Hammer zu konfrontieren ist nicht klug. Wir hatten uns einmal wirklich gemocht und hätte ich geschwiegen, wäre immer noch eine vernünftige Verständigung möglich. Da bin ich sicher. Ich wusste aber auch - Das musste irgendwie raus. Sie musste es erfahren.
T. jedoch interpretierte meinen Brief hingegen als unangebrachte Annäherung, drohte mir mit dem Betriebsrat und den daraus entstehenden Konsequenzen - und so war ich kaltgestellt.
Die Wut und Entrüstung in ihrer Stimme werde ich mein Leben lang nicht vergessen. Es war zum fürchten.
An einen Kontakt, ein Gedpräch, eine Klärung war nicht zu denken. Etwas über diese Verbindung, die ich zu ihr spür(t)e herauszufinden wurde mit einem Schlag reine Phantasie. Ich fühlte mich schlecht - regelrecht schmutzig, sie ungefragt mit meinem Ballast beladen zu haben. Ich versuchte mich zu entschuldigen, das Rad zurückzudrehen. Es wurde nur noch schlimmer. Ich hatte trotzdem alles versucht. Es war mir echt wichtig - denn ich spüre, das was ich gesehen hatte, irgendwie die Wahrheit ist.
...
Die letzten drei Jahre lebte ich ein Leben mit anhaltenden seelischen Schmerzen, mit Träumen in denen T. und ich uns gut verstanden und der Kehrseite - einer bitteren, kalten Realität mit maximalem Abstand. Sie zu sehen und nichts sagen zu können.. einfach nur darauf zu hoffen, ein Schicksal käme, um mir den Weg zu weisen, den ich vergeblich suchte - das blieb die einzig existierende Hoffnung.
Mit mittlerweile tief empfundener Liebe auf der einen und abgrundtiefem Schmerz auf der anderen Seite ist ein Leben nicht gerade angenehm. Man könnte auch Hölle dazu sagen. Sie zu vergessen geht nicht. Wenn ich meine Augen schließe und wenn ich träume, ist die Verbindung immer wieder da - und damit auch der Schmerz, nicht nur meinen besten Freund, sondern auch T. verloren zu haben.
Beide sind in meiner Welt gestorben. Nur T. lebt ja eigentlich noch. Diese Erkenntnis ist brutal und sie erschwert das Trauern enorm.
...
Vor zwei Monaten verließ T. zugunsten einer neuen Stelle unser Büro. Der nahende Abschied und die nun hinterlassene Leere machen diese Erfahrung zu einer der schlimmsten Erlebnisse meines Lebens. Im Traum sehe ich sie noch immer. In der Realität hingegen klafft ein Loch - eine tiefe Wunde, die in mein Herz geschlagen wurde.💔😪🫣 So muss es sich anfühlen, wenn man vor Liebe innerlich stirbt. Es ist ein stiller, langsamer und gespenstischer Tod.
...
Apropos Gespenster: Seit mich T. so brutal abgewiesen hatte, dass keine Möglichkeit mehr bestand, mit ihr vernünftig zu reden, habe ich in meiner Wohnung und auch manchmal im Büro eine Art Poltergeist-Phänomen. Sammelfiguren werden früh morgens vor dem Aufstehen aus dem Regal gewischt, Türen klappern, obwohl die Fenster geschlossen sind und mein Licht-Bewegungsmelder im Flur aktiviert sich von Zeit zu Zeit von selbst in unregelmäßigen Abständen. Kann sein, dass ich nur einen Schein-Zusammenhang bemerke, aber für solche Einschätzungen seid ihr ja da.
Ich spüre, der Poltergeist, sofern es denn einer ist, möchte mir nichts böses. Ich glaube nicht, dass er/sie mutwillig etwas zerstören würde. Vielmehr sieht es für mich wie ein Hinweis an mich aus. Nur weiß ich nicht genau, was ich tun soll.
...
Meine Geschichte ist noch um einiges interessanter, aber ich gebe hier erstmal ein kleines Gerüst, über das sich reden lässt.
...
Was hat es mit dem Schicksal auf sich?
Nun, auch zu meiner Vermutung dazu müsste ich weiter ausholen. Ist T. ein wichtiger Teil meines Schicksals? Ich glaube fest daran. Aber warum ist sie dann gegangen? Warum fühlt sich mein Leben seit ihrem Abschied nur noch unecht - geradezu hohl an? Ein paar Aspekte dessen lassen sich sicherlich rein neurowissenschaftlich gut erklären. Aber sicher nicht alles.
Wie kann ich in meiner Lage jetzt vernünftig handeln? Wozu würdet ihr mir raten? Vielleicht gibt es Maßnahmen, die ich noch nicht erwogen habe, aber zu denen ich mich bereit fühle?! Allein darüber mit euch zu sprechen, könnte mir schon weiterhelfen. Vielen Dank für euer offenes Ohr, liebe Mitglieder der Community!

Euer Ch.


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29.09.2026 um 09:23
@MinakoAino
Dass du deine Geschichte so zusammenfasst zeugt vor allem von Mut. Ich möchte auch nicht mehr Träume mit rationalen Ansätzen deuten, da sie ein höchst subjektives Phänomen sind. Nicht einmal die Archetypen nach Jung halte ich für haltbar. Aber deine Träume kenne ich im Ansatz nur zu gut. Man könnte sie vielleicht als Archetypus beschreiben, obwohl unsere Träume vom Inhalt her unterschiedlich sind. Was daraus folgt ist die Emotion: Ich kann nur zu gut nachempfinden wie leer und traurig du dich fühlst. Es ist wirklich, als sei alles um einen herum gestorben. (Träume sind auch immer Projektionen von uns. Das, was in ihnen stirbt, sind auch wir. Und wenn die Wachwelt ebenfalls ein Traum ist, dann... ... Woher sollen wir wissen, ob wir überhaupt leben?)

Es fühlt sich an, als wäre der Verlust dieses Menschens, obwohl er noch lebt, kaum noch zu ertragen. Man sieht den Menschen immer wieder. Ich habe die betroffene Person nach vielen Jahren in der Internetpräsenz einer Kleinstadt gesehen, wo sie sich nie länger aufhielt, in der wir uns aber hin und wieder trafen. Schon Tage und Wochen zuvor, hatte ich intensive Träume von der Person. Und es zerreißt mir gerade das Herz. (Sogar physisch.) Man sieht diese Menschen immer wieder; fühlt Emotionen, die die des Wachlebens weit übersteigen - aber die Personen sind so unendlich fern. Nicht nur geografisch, sondern... über die bloße physische Existenz hinaus.

Dass du ihr diesen Brief geschrieben hast, war auch ein gewaltiger Schritt. Den gleichen Fehler habe ich auch einmal gemacht, jedoch eher als elektronischen Brief. Die Reaktion auf diese Mail war nicht von dieser Welt. Es war als würde die Person mich gedanklich abstechen wollen. Sie brachte jedem im Umkreis gegen mich auf. Das ist schon sehr, sehr lange her. (Ich glaube 2012 oder so) Aber trotzdem habe ich daraus eine Lehre gezogen: Die Menschen sind zwar spirituell ausgehungert, aber sie wollen von diesen Dingen nichts wissen. Auch nicht, wenn jemand anderes sie in dieser Situation wiedererkennt. Insbesondere, wenn man einen Menschen, den man nie zuvor sah, außer in den Träumen, plötzlich in der Realität findet. Wenn man bei diesem gemeinsamen Erleben dann auf Ablehnung durch diese Person stößt, tut das unglaublich weh. So sehr, wie es die meisten Menschen niemals fühlen könnten. Auch wenn man anderen Menschen dabei hilft, diese "Traumperson" zu finden und sie finden sich dann durch unser Zutun tatsächlich, worauf eine sehr feste Bande plötzlich regelrecht zerstört wird durch diese "Traumperson".

Dieser Schmerz ist so... man hat ihn für den Rest seines Lebens. Denn es ist nicht nur ein spontanes Phänomen, das irgendwann wieder endet. Es ist ein spirituelles Ausbrennen würde ich sagen. (Spiritualität ist da ganz klar von Esoterik zu trennen.) Es zerfrisst einen. Tag für Tag. Immer wieder muss man an die Person denken, weil man auch immer wieder von der Person träumt. Wie glücklich sie ist - was man ihr auch von ganzem Herzen wünscht. Und dennoch: Es ist, als hätte man sich selbst zersetzt, damit diese andere Person davon leben kann.

---

Wozu ich dir raten kann, kann ich dir leider nicht sagen, da ich selbst dadurch sogar Suizidgedanken habe. Die Mutter der Person sagte mir ohne ihr Beisein, ich müsse für immer bei ihr bleiben, weil sie ohne mich nie wieder glücklich würde. Doch jetzt, nachdem wir uns hier kennenlernten, einige Jahre gemeinsam lebten, und durch ähnliche Träume dann alles vernichtet wurde (und wegen meinem damals naiven, kindlichen Verhalten), ist nichts mehr da, was MICH glücklich machen könnte. Darum wäre mein Rat an dich, dass du genau das finden solltest, was dich noch erfüllen könnte. Obwohl es schwer ist. Es ist schon komisch irgendwie: Durch Allmystery und diese Träume habe ich größtes Glück und danach größtes Unglück erfahren. Ich bin zwar Daoist, aber diese Philosophie so sehr in der Praxis zu erleben, ist echt verrückt. Vielleicht wäre ein weiterer Rat daher, diese Phänomene zu akzeptieren, egal, was dir manche hier erzählen würden. (Auch ich.) Du kannst es nicht ändern, aber du kannst es als persönlichen Beweis sehen, dass es mehr auf der Welt gibt, als die meisten Menschen auch nur ahnen würden. Diese Akzeptanz wird dich nicht heilen oder beruhigen. Aber sie zeigt dir, dass dein Erleben etwas ganz Besonderes ist.


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Traumbedeutung...

29.09.2026 um 21:58
Lieber @Knorpelgott,

vielen Dank für deine sehr ausführliche und vor allem durch echtes Verständnis geprägte Antwort. Ich glaube, ich übertreibe nicht, wenn ich dir mitteile, dass du der erste Gesprächspartner überhaupt bist, der offenbar wirklich versteht, was mit mir los ist. Die Tiefe des Schmerzes, der sich aus solch einer Erfahrung ableitet, ist wirklich kaum zu bemessen und selten zu ertragen. Dir erzähle ich da nichts neues, denn du erlebtest ganz offenkundig Ähnliches. Meine Anteilnahme gilt auch dir, denn soetwas gönnt man seinem schlimmsten Feind nicht. Und dir erst recht nicht.🥺🫂
Diese Suizidgedanken, von denen du sprachst, kann ich sehr gut nachvollziehen.💔 Ich entgehe dem selben Gedankenansatz allein durch die Unfähigkeit, mir selbst etwas anzutun und zudem durch eine sehr bewusst getroffene Entscheidung:
Wenn ich schon nicht für mich selbst leben und die mir innewohnende Erfüllung finden kann, so ist es mir trotzdem möglich, weiterhin für andere da zu sein. - Zu leben, um zu helfen und weiter am großen Spiel teilzunehmen, um etwas bewegen zu können. Vielleicht kannst du aus meinem persönlichen Ansatz ja für dich selbst einen kleinen Teil mitnehmen?! Wer weiß?
...
Außerdem:
Ich bin ein Mensch mit viel innerer Energie. Ich nenne es manchmal mein "Feuer". Ich glaube an soetwas wie Bestimmung oder Schicksal. Andere Menschen beten ein göttliches Wesen an, das uns auf unseren Wegen lenkt, Mut verleiht und in schweren Zeiten Trost spendet. Soetwas habe ich nur indirekt. Jedoch meine ich damit nicht Gott.
Meine persönliche Haltung beruht auf der Annahme, ich wäre aus einem bestimmten Grund in diese Welt getreten.
Es ist der Grund, der mich schon aus einigen wirklich lebensgefährlichen Situationen gerettet hat - sei es privat oder auch im Beruf, denn ich bin dienstlich viel draußen in der Natur unterwegs. Manchmal ist diese echt unberechenbar. Ich bin der tiefen Auffassung, ganz bestimmte Aufgaben erfüllen zu müssen, bevor ich eines Tages von dieser Welt abtrete. Längst bin ich noch nicht fertig.
Mein verstorbener Freund und T. sind auf meinem Weg wichtige Wegweiser. Das spüre ich bis auf die Knochen und bis ins Mark.
T. hat sich verabschiedet, bevor ich wirklich erkennen konnte, welche Rolle sie auf meinem Weg für mich einnimmt. Ich habe eine Frage an sie gestellt und diese bleibt unbeantwortet. Sie zog sich zurück und genau der Kern - diese offene Frage - schmerzt wie eine offene Wunde in meinem Herzen.💔
...
Ich stelle diese Frage weiter, verbissen und beharrlich. Die Antwort ist mir wichtiger geworden, als mein Ansehen in der Gemeinschaft. So manches Risiko bin ich dafür schon eingegangen.
Ja, ich stand schon vor dem Betriebsrat zu einem informellen "Gespräch" (*eher einer Belehrung) darüber, eine Frage nicht mehr stellen zu dürfen bzw. zu versuchen, eine einst gute kollegiale Beziehung wieder zu normalisieren. Es war sehr erniedrigend. Aus einer persönlichen Angelegenheit wurde ohne große Not eine betrieblich relevante Sache gemacht.
Personen wurden in mein Innenleben eingeweiht, die dort wirklich nichts zu suchen haben. Mein Bürokollege und damals wirklich guter Freund, den ich als Vermittler zwischen T. und mir angefragt hatte, als es mir so schlecht ging, leitete den Fall einfach so an den BR weiter, ohne überhaupt jemals mit mir darüber zu sprechen. Es war ein echter Vertrauensbruch.🫣 Selbst den privaten außerdienstlichen Schriftverkehr zwischen ihm und mir bekam ich bei diesem BR-Gespräch wortwörtlich aufgetischt. Seitdem herrscht zwischen ihm und mir eine eisige Funkstille. Wir sprachen seitdem nicht mehr darüber. Er war einst ein guter Freund gewesen und ist nun zu einer eisigen Wand erstarrt. Einfach so. Niemand hatte es für nötig befunden, aufzuklären, was wirklich passiert war. - Solange ich mich schuldig fühlte, T. in Ruhe ließ und bloß keine Fragen mehr stellte, war doch jedem geholfen. 😪
...
Das ähnelt schon sehr deinen Beschreibungen. Ist die Büchse der Pandora einmal geöffnet, kann es nur noch bergab gehen. Mit jedem weiteren direkten Versuch würde sich mein Umfeld noch mehr gegen mich richten - allein um T. vor mir und meiner Frage zu beschützen. Auf diesem Weg gibt es niemals ein Weiterkommen. Du hast vollkommen recht. Ich allein muss es aushalten. Es ist ein Gefängnis für den Verstand, welcher sich nicht frei entfalten darf. Fragen, die über einen gesellschaftlich anerkannten Schwellenwert hinausgehen, sind automatisch giftig.
...
Du, lieber @Knorpelgott hast mir geraten, etwas zu finden, womit ich meine Leere füllen kann. - Etwas zu suchen, womit ein weiteres Leben überhaupt einen kleinen Sinn bekommt. Ich danke dir für den Rat und werde ihn beherzigen.
Nun, natürlich warte ich auf meine Antwort so beharrlich und geduldig es nur geht. Ich gebe nicht auf, meine Arbeit so gut zu machen wie es nur geht. Ferner schreibe ich privat sehr viel. Die literarische Auseinandersetzung mit meinen Problemen erkenne ich als einen wichtigen Pfeiler, der mir bei der Auseinandersetzung mit mir selbst hilft.
Bei Instagram unter

@A_Sailor_Venus_Collection

kannst du in mittlerweile etwa über 1.300 kleinen bebilderten Geschichten über meinen Werdegang der letzten Jahre sehr viel erfahren. Diese Geschichten rund um Sailor Venus a.k.a. Minako Aino - der Göttin der Liebe und Kämpferin gegen das Böse verraten besonders in den letzten Monaten eine Menge über meinen stillen Kampf gegen die Gitterstäbe, die mein Geist nicht durchbrechen kann. Ich darf nichts davon öffentlich ansprechen, aber schreiben darf ich es alles. Auch eine wichtige Form der Freiheit!
...
In Sailor Venus - der Kriegerin für Schönheit und Liebe erkennst du noch ein Motiv, das mich von Kindheitstagen an prägt. Schon als ich Sailor Moon als 6-jähriger Junge im ZDF verfolgte, war ich der blonden Kämpferin mit den schönen blauen Augen verfallen. Sie gehörte zu meinen ersten und eindrücklichsten Erinnerungen.
Ich begann später viele Merchandise-Artikel zu sammeln, Sailor Venus zu verehren und sogar an sie zu glauben. Ihre Stärke hat mich nie im Stich gelassen, wenn ich sie brauchte. Stets habe ich meinen allerersten Fanartikel - ein kleines Venus-Plüschie 👱🏻‍♀️🎀❤️ an meiner Seite, egal wohin ich gehe. Sie ist mein kleiner Schutzengel.
In T. erkenne ich für mich vieles, was Sailor Venus ausmacht. Daher erkläre ich mir auch diese magische Anziehung auf mich. Die beiden haben viel gemeinsam, auch wenn T. das bestimmt nicht offen zugeben würde, könnte ich sie denn fragen.
Diesen Klartraum sehe ich als einen wichtigen Hinweis für eine Antwort nach der ich mein ganzes Leben lang suche. T. trägt sie verborgen in sich. Ich warte allein schon deshalb auf ihre Rückkehr. Auch wenn sie niemals zurückkommt, warte ich geduldig darauf.
...
Ich warte, ich weine, träume, wache auf, spüre die Leere ihrer Abwesenheit in mir und schreibe darüber in Geschichten, die von und mit Sailor Venus handeln. Es ist die Geschichte meines Lebens und der Sinn meiner Existenz, den ich ergründen möchte. Ich bleibe ein Suchender mit einem Seelenschmerz.
So ungefähr bewältige ich meinen Alltag.
Wie du schon sagst: Es ist unsagbar schwer und von außen nicht nachvollziehbar. Auch wenn T. weg ist, steht mein Bekenntnis zu ihr für mich unerschütterlich fest. Jemand, der mir rät, einfach loszulassen, hat meinen Weg nicht verstanden. Ich hörte diese Worte schon so oft von engen Vertrauten und Psychologen. Das Loslassen ist NICHT der Weg. Es ist vielmehr mein Glaube an meine Bestimmung, die mich am Leben lässt. Daran halte ich fest, egal was andere sagen und denken.
Eines Tages... Eines Tages... findet die Antwort mich. Ich weiß es. 💞

Dein/Euer Ch.


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03.10.2026 um 09:19
@MinakoAino
Für andere da zu sein, zu helfen, ohne dass die Hilfe ein Selbstzweck ist, ist auch mein Ansatz. Auf diese Weise habe ich vor ungefähr einem Jahr etwas verstanden. 39 Jahre lang habe ich nur das Schlechte in allem gesehen. Auch in dem, was andere lieben. Aber im letzten besagte Jahr, habe ich gelernt, mich in Menschen einzufühlen. Sie wirklich zu fühlen. Und mir fiel auf, wieviel Schaden ich durch mein Verhalten in anderen angerichtet habe.

Darum finde ich es verdammt gut, wie du mit allen in deinem Umfeld umgehen möchtest. Das Leben ist endlich und tatsächlich denke ich ebenfalls, dass wir nicht nur Aufgaben zu erfüllen haben, sondern während der Lebenszeit etwas lernen sollen. Oder wollen. (Gerade dieses Wollen drückt aus, dass wir einen freien Willen UND eine gewisse Form von Schicksal oder Bestimmung haben.) Auch die Natur zeigt uns immer wieder, dass alles geht und vergeht. Dass nichts verloren wird in dieser Welt, sondern nur ... umgewandelt. Wir werden auch einst Teil mit der Luft, wenn wir verbrannt werden oder Teil der Erde, wenn unsere Körper sich darin auflösen. Wer sagt eigentlich, dass das nicht längst geschieht? Unsere abgestorbenen Körperzellen sind bereits in der ganzen Welt verteilt. Warum also sollten unsere Träume nur "uns" gehören?

Es tut so weh, dass du genauso erlebt hast, dass gewisse Fragen, durch einen dir so wichtigen Menschen, unbeantwortet blieben. Dass sie dich ablehnt, obwohl du keine unlauteren Absichten hattest, sondern nur mitteilen wolltest, was du erlebt hast - im Zusammenhang mit T. Und da bleibt immer dieses Gefühl der Verbundenheit, obwohl du im wachen Zustand vielleicht keinen Kontakt mehr zu ihr haben wirst.

Meine Vermutung ist, dass die Menschen ein so großes Desinteresse an solchen Themen entwickelt haben, dass sie jegliches Interesse anderer daran, als einen Angriff werten. Der natürlich abgewehrt werden muss, weil ihnen diese Themen Angst machen. Wir stechen mitten in ein Wespennest hinein, wozu sie sich nicht in der Lage fühlen. Und nur wir können verstehen lernen, dass die Wespen einen nicht wehtun, weil wir selbst zu diesem Nest gehören. Soll heißen: T. hatte sich vielleicht nie mit Träume oder solchen Phänomenen auseinander gesetzt. So auch der ganze Betriebsrat, der quasi repräsentiert, dass Funktionalität eines Menschen über seinen persönlichen Werten zu stehen hat. Dass er sich nur in seinem Privatleben mit seinen Interessen und Erleben beschäftigen darf, aber nichts davon in eine konsum- und produktionsorientierte Gesellschaft wie eine Arbeitsstelle einbringen darf. Selbst dann nicht, wenn diese Erkenntnisse die Aufgaben innerhalb der Arbeitsstelle optimieren könnten. Evolution ist in heutigem beruflichen Kontext unerwünscht. (Dabei weisen sogar abstrakte Dinge wie Job, Verkehr oder Milchkartonaufdrucke eine Form der Evolution auf.)

Also muss man alles in sich reinfressen. Darf nichts mehr äußern. Es ist daher kein Wunder, dass sich die Menschen mit diesen Dingen nicht mehr beschäftigen wollen oder können. Man hat schließlich zu funktionieren. Alles andere wäre unproduktive Tagträumerei. Oder noch schlimmer: Sie sehen es als Gefahr für sich oder ihre Kollegen - so wie du es erlebt hast. Ich hab dir zwar den Hinweis gegeben, diese Leere zu füllen, hab aber zu spät gemerkt, dass mein Tipp ebenfalls nur eine leere Phrase war. Ich wünschte, dir würde etwas Gutes widerfahren. Etwas wirklich Gutes. Nicht so etwas Oberflächliches, wie Geld oder eine bessere Stelle oder ein Buch zu diesem Thema.

Ich hatte als Kind auch großes Interesse an Sailor Moon. Daher kann ich auch deine Faszination von Sanftheit und Güte, die V ausdrückt, verstehen. Dennoch gehe ich einen anderen Weg als du. Es hat viel mit Loslassen zu tun. Dennoch denke ich, dass wir mit bestimmten Dingen für immer verbunden sind. Die uns am Leben halten oder selbst über unseren Tod hinaus eine Verbindung zu uns herstellen. Weil ich das Mitgefühl erst lerne, fühle ich ganz deutlich, wie wichtig diese Verbindung eigentlich ist. Ich vergleiche es oft mit einem Tuch, bei dem jeder Mensch ein Knotenpunkt im Stoff des Tuchs ist. Und wenn das Tuch, das auf der Leine hängt, sich im Wind wiegt, dann bewegt ein Knotenpunkt den nächstlegenden mit nach oben oder unten. So sind wir alle miteinander verbunden und selbst dann, wenn wir uns selbst loslassen.


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05.10.2026 um 22:45
Lieber @Knorpelgott,

vielen Dank für deine erneut so ausführliche Antwort. Sehr gern habe ich deine Zeilen gelesen, denn deine Sicht bietet viele Denkanstöße, die für mich sehr wertvoll sind. Du beschreibst Situationen, die ziemlich genau den Nagel auf den Kopf treffen.
...
Du sprachst von dem Wespennest. Ein sehr passendes sprachliches Bild, wie ich finde. Denn genau das ist es. Ich habe mit meinem Problem in etwas herumgestochert, das man in Ruhe lassen sollte, möchte man nicht zerstochen werden. Ich habe das durchus mehrfach getan - für so wichtig hielt und halte ich stets mein Anliegen. Vielleicht war es mir bei meinem Brief an T. nicht sofort klar, welchen Schwarm ich damit auf meinen schutzlosen Körper hetzen würde. Ich wurde oft gestochen. Jeder Stich hat mir die Tränen in die Augen getrieben. Ich habe die Welt und ihre sogenannte Gerechtigkeit verflucht und bin paralysiert von den Schmerzen einfach weiter zur Arbeit - also in jenes Nest gegangen, in denen genau die Wespen leben.
Dieses Leben mit den Schmerzen hat in gewisser Weise dafür gesorgt, dass ich mich abhärtete. Stiche zu kassieren bedeutet für den, der dies überlebt gleichzeitig eine Art Immunisierung gegen das Gift.
Mir wurde verboten, T. wegen der Sache persönlich anzusprechen.
- Was aber wenn einfache Blicke zu einer eigenen Form der Kommunikation werden können? Mein Kampf um das was mir wichtig ist würde nie enden. Das war mir schon klar, als ich von ihr das erste mal zurechtgewiesen wurde. Ich nutzte meine Augen und meinen Ausdruck - wohl dosiert und ohne zu starren, um ihr non-verbal zu übermitteln, dass ein Redeverbot keine Lösung sein kann. Auch ihre Blicke habe ich dabei empfangen. Es steckte sehr viel darin. Oft fing sie am Mittagstisch zu zittern an, als unsere Blicke sich kreuzten. Mir ist das nie entgangen.
Natürlich lässt sich nicht abschätzen, wie eine non-verbal übermittelte Nachricht wirklich beim Empfänger ankommt. Aber eines ist dadurch klar geworden: Ich lasse mich nicht mehr von einer Gesellschaft kleinmachen, die meine Ansichten als intolerabel erachtet - Nur weil sie nicht in das Muster passt.
...
Nun ist T. gegangen. Die Möglichkeit des Blickkontaktes besteht nicht mehr. Das hindert mich jedoch nicht daran, weiterzukämpfen und meinen Glauben zu bewahren.
T. ist eine wichtige Komponente in meiner Geschichte und ich weigere mich, nach alldem, was ich erlebt habe diesen Glauben zu verwerfen.
..
Vielleicht kennst du die Akte X - Folge:

"Rückkehr der Seelen"/
Engl.: "The Field Where I died"?!

Ich muss oft an diese Folge denken, wenn es um T. geht. Dieses starke Gefühl in ihr eine vertraute Seele gefunden zu haben hat mich in den letzten Jahren heimgesucht.
Die Frau aus der Sekte hielt in besagter Folge in einer Szene Mulder bei der Hand, sie weinte fürchterlich und sagte dabei in etwa folgendes:

"It is so heartbreaking to wait. 😭 I miss you."💔

Dieser eine Moment lässt mich bis heute nicht los. Er drückt aus, was in mir ist - Warum T. für mich nicht nur diese eine Kollegin gewesen ist. Es geht darum, auf sie zu warten. Weil ich weiß, sie ist irgendwo da draußen - ich habe sie gefunden, ist das Warten auf sie der einzig echte Inhalt für mich geworden. Mein Leben abseits von diesem einen Inhalt findet eben ..statt. Wie du schon angedeutet hast, kann man die Leere gern füllen. Was aber, wenn die Leere mit weiterer Leere gefüllt wird, die sich nur oberflächlich voll anfühlt? Wenn dieses eine Leben eine Mahlzeit wäre, gäbe es nur Ballaststoffe ohne echten Nährwert.
...
Ich danke dir herzlich für deine Wünsche, mir würde etwas wirklich gutes widerfahren. Dir wünsche ich das selbe. Besonders auch, weil du dich noch viel länger quälst als ich es tue. Meine Begebenheiten und Erkenntnisse sind im Gegensatz zu deinen frisch. Aber nur weil eine Wunde alt ist, muss sie nicht weniger schmerzen.
Bevor mir etwas gutes widerfährt
(*und du weißt nun, für mich gibt es nur einen einzigen guten Umstand, der in Frage käme, ihn "wirklich gut" zu nennen), bist du erstmal dran. Ich kann dir nicht ersetzen, was dir verlorengegangen ist. Niemand könnte das. Aber ich kann dir zuhören, deine Geschichte ernst nehmen, mitfühlen und auf dich reagieren, wie du es für mich tust. Wenn es dich erleichtert, erzähle mir von deinem Schmerz.
...
Unsere Ansätze und Philosophien unterscheiden sich. Ich brauche meine Sailor Venus ❤️ als ein Symbol der ewigen und reinen Liebe, die das schlimme Schicksal überdauert. Sie gibt mir die Kraft und ich verbinde mit ihr eine weitere paranormale Geschichte, die sich während meines Studiums ereignete.
...
..Vielleicht ein kurzer Exkurs dazu. 🥺: Sorry, ich weiß es ist viel Text, aber ich muss hier mal ausschweifen, denn das Erlebnis ist für mich genauso elementar, wie der Traum mit meinen verstorbenen Freund und T.
Ich deutete dir ja bereits an, dass ich an Symbole glaube. Venus ❤️ ist für mich DAS Symbol schlechthin.♀️
Als ich studierte, kaufte ich von meinem schmalen Geld einen Schlüsselanhänger: Bestehend aus zwei Metallplättchen - eines mit dem Gesicht von Venus drauf und eines mit ihrem Planetensymbol. Voller Freude, sie nun immer bei mir zu haben, fädelte ich die beiden Plättchen auf einen Schlüsselring, den ich an meinem heißgeliebten Schlüsselband trug. Jenes Schlüsselband hatte mir mein verstorbener Freund einmal geschenkt. Ich nahm das Band mit den Schlüsseln und Anhängern stets mit zu Vorlesungen, Seminaren, Praktika - überall hin und durch die ganze Stadt. Bestimmt ein halbes Jahr lang waren die Anhänger immer bei mir. Ich liebte diese beiden Anhänger in Kombination mit meinem Schlüsselband sehr.
..😥.. Eines Tages: Ich wollte gerade die Tür zu meiner Wohnung aufschließen, waren diese beiden Anhänger plötzlich ...weg. Nicht mehr auf dem Ring. Ein Schlüsselband ohne Venus. Wie sie plötzlich weggekommen sein kann, weiß ich nicht. Das Schlüsselbund war stets in meiner Tasche gewesen. Ich suchte überall nach meiner Venus. Sie war weg. Nirgends. Ich trauerte um dieses schöne Stück.
Monate gingen ins Land. Kein Hinweis mehr darauf. Es war so schade. Eines Tages musste ich zur Post gehen. Ich nahm kurz vor dem Gebäude einen Weg, den ich sonst nie gegangen war, wenn ich zur Post wollte. Als Fußgänger ging ich an ein paar Fahrradständern vorbei. Wie unsichtbar auf etwas gelenkt - geradezu hingewiesen, blickte ich in einen der Fahrradkörbe...
Da drin... meine beiden Venus-Metallanhänger. 🥺🥺🥺.. Und ja. Es waren meine. Da bin ich ganz ganz sicher. Sie waren nicht korrodiert. Das Metall glänzte mich an wie neu. Gern sende ich dir mal ein Bild von den Anhängern. Sie haben in der Vitrine einen Ehrenplatz bekommen.
...
Was gibt mir dieses Erlebnis?! Nun, man kann an Zufälle glauben. Ich deute es für mich als eine Nachricht - ein Symbol. Meine geliebte Venus ❤️👱🏻‍♀️🎀 kam zu mir zurück. Sie ist in meinem Herzen und mein Herz findet sie. Eine Art Magnetismus?!
Nun könnte ich mutig sein, und dieses Erlebnis auf T. übertragen. - Daran glauben, dass T. eines Tages zurückkehrt, so wie meine Schlüsselanhänger.
Ein Lindt-Glöckchen, das sie mir mal vor Ewigkeiten schenkte, ist mein Symbol für sie. Es ist der einzige Gegenstand, den ich von ihr habe. Ich höre es gern läuten, wenn ich den Schlüssel in der Tasche bewege.
..An dem Tag, als ich von ihrem Abschied erfuhr, fiel mir mein Schlüssel zu Boden. Es war ein Missgeschick beim Aufschließen der Kellertür. In ihrer Bewegung klemmte die Tür das Glöckchen zwischen sich und dem Boden fest.😬 Mein wertvolles Glöckchen: Es war stark verbogen und richtig mies verformt. 😵
🥺🥺🥺 Ist auch das vielleicht ein Symbol? Das Glöckchen ist zwar verformt, aber es läutet noch immer. Wenn es ein Hinweis ist, dann leite ich für mich daraus ab: Das ..etwas.. zwischen T. und mir ist beschädigt - Aber NICHT kaputt. Ich gebe alles dafür, es nicht zu zerstören. Meine Energie fließt in dieses eine kleine Glöckchen. Ich behalte T. am Schlüsselband meines verstorbenen Freundes und somit fest in meiner Seele und an meinem Herzen ❤️. Verstehst du?🥺
...
Um letztlich noch mal deine interessante Analogie mit dem Tuch und den Knoten aufzugreifen:
Meine Erlebnisse rund um meine geliebten Venus-Anhänger, das Glöckchen, das Schlüsselband, das alles verbindet, T., mein verstorbener Freund und dieser eindringliche Traum sowie die vielen weiteren Träume.. ich erkenne diese Elemente als einige der Fäden von dem Tuchgewebe, das du beschreibst.
Zufall, Illusion und Aberglaube - das alles kann sein. Ich kann es nicht widerlegen und möchte es auch nicht vorschnell tun. Aber ich kann auch versuchen zu sehen, statt nur zu schauen. Ist mein Weg ein Irrweg? Ich weiß nicht. Das erfahre ich doch erst, wenn ich diesen Weg gehe. Wer weiß, wohin dieser Weg führt? Kommst du mit mir mit? Zumindest ein Stück in meine Richtung, lieber @Knorpelgott ?

Anhang: Foto von meinen wertvollsten Besitztümern; Schlüsselband, Lind-Glöckchen von T. und Venus-Schlüsselanhänger
20261005 221558Original anzeigen (2,3 MB)


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