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I LOVE SUOMI 💙 🤍 🇫🇮
29.10.2026 um 16:40Stimmt. Leider haben sie das noch nicht gelernt. Vllt. würde es helfen, vom "mykkäkoulu" (Stummenschule) in die Sprachenschule zu wechseln ;) ...perttivalkonen schrieb:Die EU und Deutschland haben noch immer nicht gelernt, daß sie ihre Rolle in der Welt selbst ausgestalten müssen.
Na ja, aus Fehlern dürfte man ja auch lernen ...
"Epäonnistumisen päivä" oder: Die glücklichsten Versager feiern ihr Scheitern sogar
Am vergangenen Dienstag war "Tag des Versagens". Bei mir auf jeden Fall, weil ich mal wieder nicht alles erledigt hatte, was auf meiner Liste stand. Ich wollte so viel schaffen: Diverse Texte schreiben, Keller aufräumen, dringende Korrespondenz beantworten, Sport machen - wenn ich das jetzt lese, weiß ich selbst, wie lächerlich das ist. Ich stehe schließlich nicht um fünf Uhr auf, dann ginge das vielleicht. Als ich nach Hause kam, fragte das Kind, was wir essen wollen (es kocht) und ob wir einen Film zusammen sehen (wie lange werden wird das noch gemeinsam tun?). Also warf ich den Keller über Bord, redete mir ein, dass meine Radtour in die Redaktion auch als Sport gilt, ein guter Text besser ist als drei halbgute und machte es mir auf dem Sofa gemütlich. Ich schob alles Unerledigte auf den nächsten Tag.
Da standen natürlich schon andere Dinge auf der To-do-Liste, die dringend erledigt werden mussten. Hatte ich nun ein schlechtes Gewissen, dass ich das alles nicht geschafft habe, so wie ich es mir vorgenommen hatte? Mitnichten. Denn ich wusste mittlerweile, dass ein ganzes Volk damit bestens klarkommt, zu scheitern. Ein Volk übrigens, das im Ranking der glücklichsten Länder der Welt regelmäßig auf Platz eins landet, während Deutschland nicht mal in den Top Ten vertreten ist. Die Rede ist von Finnland.
In Finnland gibt es tatsächlich den Internationalen Tag des Scheiterns (auf Finnisch "Epäonnistumisen päivä"), er wird seit 2010 alljährlich am 13. Oktober begangen. Wie darf man sich das vorstellen? Es ist ein wenig wie katholisch sein, glaube ich, und wie oft habe ich mir gewünscht, katholisch zu sein: Bekreuzigen, Bekenntnis der Sünden, geistlicher Rat durch den Priester, Buße tun, also Gebet oder gute Tat, Absolution, und zack, dann kann es wieder von vorn losgehen. Man macht Fehler, sagt sorry, macht wieder Fehler, Schwamm drüber.
Aus dem finnischen way of life könnte man allerdings noch etwas lernen: Erstens vielleicht, wie man ein und denselben Fehler nicht ständig wiederholt, oder auch, wenn man es größer angeht, wie man zum Beispiel mit der Nazivergangenheit des eigenen Landes und dementsprechend mit dem Wiederaufflammen des Naziwesens im eigenen Land besser umgeht? Also verleugnen? Bekämpfen? Aussitzen? Was würde ein Finne tun? Nun, die Finnen gelten als relativ schweigsames Volk. Das unterscheidet sie vielleicht von den Deutschen, die immer alles ausdiskutieren müssen. Das fängt am Gartenzaun an: Wie Streitigkeiten darüber, ob ein Blatt vom Baum des Nachbarn aufs eigene Grundstück gefallen ist und von ihm nun in den dafür eigens erworbenen Laubsack getan und kostenpflichtig entsorgt werden müsste, bis zum Obersten Gericht gehen können. Und es hört nicht auf im Bundes- oder Landtag, wo lautes Stören der Redenden zu einem probaten Mittel im Demokratiealltag geworden zu sein scheint.https://www.n-tv.de/panorama/Epaeonnistumisen-paeivae-oder-Die-gluecklichsten-Versager-feiern-ihr-Scheitern-sogar-id31417173.html








