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Vielversprechendes Konzept an finnischen Kitas soll das Immunsystem der Kinder stärkenAuszüge: https://www.fr.de/panorama/schmutz-und-dreck-gegen-krankheit-neuer-trend-an-finnischen-kitas-breitet-sich-aus-zr-94470691.html
Frankfurt – Der alte Spruch „Dreck reinigt den Magen“ hält sich hartnäckig auf deutschen Spielplätzen. Wissenschaftlich betrachtet stimmt er zwar nicht. Doch ob regelmäßiger Kontakt mit natürlichen Mikroorganismen das kindliche Immunsystem positiv beeinflusst, beschäftigt Forschende in Finnland und Deutschland gleichermaßen.
Sechs Kindertagesstätten in Finnland wurden für eine zweijährige Untersuchung umgestaltet. Waldboden, Naturrasen, Torfblöcke und Pflanzenkästen ersetzten die üblichen Spielplatzflächen. Die 61 teilnehmenden Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren verbrachten zu Studienbeginn täglich mehrere Stunden mit den Naturmaterialien. Eine Kontrollgruppe von 28 Kindern besuchte weiterhin städtische Einrichtungen mit herkömmlichen Außenanlagen.
Die Forschenden entnahmen nach einem und nach zwei Jahren Proben und veröffentlichten ihre Ergebnisse 2021 im Fachmagazin Environment International. Die Kinder mit täglichem Naturkontakt wiesen bereits nach dem ersten Jahr eine vielfältigere Mikrobengemeinschaft auf der Haut auf als die Kontrollgruppe. Bestimmte Erreger wie Streptokokken und Haemophilus-Bakterien, die Infektionen auslösen können, traten seltener auf.
Auch im Speichel und Darm veränderte sich die Bakterienzusammensetzung: Keime, die mit chronischen Entzündungen in Verbindung stehen, gingen zurück. Die Forschenden vermuten, dass der tägliche Kontakt mit Waldboden und Pflanzen das Immunsystem trainiert, ähnlich wie bei Kindern, die auf dem Land groß werden und seltener Allergien oder Asthma entwickeln.
Die Ergebnisse sollten deshalb und auch aufgrund der verhältnismäßig geringen Teilnehmerzahl eher mit Vorsicht interpretiert werden, erklärt Hamelmann: „Statt von einer bereits nachgewiesenen ‚nachhaltigen Verbesserung des Immunsystems‘ würde ich daher von vielversprechenden Veränderungen des Mikrobioms und von Hinweisen auf eine günstigere Immunregulation sprechen.“ Ein Lebensumfeld ohne diese Vielfalt an Organismen, etwa im städtischen Raum, könne diesen Kontakt und den damit möglichen biologischen Lernprozess einschränken.
Das es mich durchaus in den Wald zieht weißt du ja. :)mitH2CO3 schrieb:Loide, zieht halt besser auf's Land ... is auch viel gechillter

So etwas wie Jodeln gibts tatsächlich auch in Finnland - bei den Samen, es nennt sich Joiken :)Uhudlerin2.0 schrieb:die Finnen könnens schon auch!
HintergrundHier mal die Ula Pirttijärvi zusammen mit ihrer Tochter,
Zur Zeit der samischen Religion wurde der Joik sowohl von den Schamanen als ritueller Gesang als auch profan von allen Samen verwendet. Es handelt sich um einen eintönig-gutturalen Gesang, bei dem die Musik oft wichtiger ist als die Worte. Die Ureinwohner Sápmis besingen damit Menschen, Tiere und Naturphänomene. Der Joik ist traditionell ein integraler Bestandteil ihrer Kultur, der weniger der Unterhaltung als vielmehr der Möglichkeit dient, sich dem Besungenen näher zu fühlen. Durch den häufigen Wechsel der Lautsilben zwischen Kopf- und Bruststimme ist der Joik gesangstechnisch mit dem Jodeln unter anderem im Alpenraum verwandt.


Foto: picture alliance / NurPhoto
Finnland beendet UNRWA-Finanzierung
Finnland wird die finanzielle Unterstützung für das Palästinenserhilfswerk der Vereinten Nationen (UNRWA) nicht verlängern. Die bisherige Vereinbarung läuft Ende 2026 aus. Die Regierung in Helsinki will die Hilfsgelder für die palästinensischen Gebiete nicht streichen, sondern künftig über andere Organisationen weiterleiten.
Der finnische Minister für Außenhandel und Entwicklung, Ville Tavio von der rechtspopulistischen Partei Die Finnen, erklärte: »Die Höhe der Finanzierung wird nicht sinken, aber sie wird über andere Kanäle bereitgestellt, etwa über das Welternährungsprogramm«. Finnische Publikationen berichteten.
Finnland hatte die UNRWA im Rahmen der Vereinbarung für die Jahre 2023 bis 2026 mit jeweils fünf Millionen Euro unterstützt. Damit gehörte das Land über Jahre zu den wichtigen europäischen Geldgebern des Hilfswerks. Nach Angaben der NGO UN Watch hat Finnland seit 2020 mehr als 45 Millionen Dollar an UNRWA gezahlt.
UN Watch sprach von einer »guten Nachricht«. Finnland sei einst ein bedeutender UNRWA-Geber gewesen und habe nun sämtliche Unterstützung für das Hilfswerk beendet. Gemeinsam mit Schweden und den Vereinigten Staaten bilde Finnland damit eine Gruppe von Ländern, die ihre Finanzierung vollständig eingestellt hätten.https://www.juedische-allgemeine.de/politik/finnland-beendet-unrwa-finanzierung/
Die NGO verweist insbesondere auf eigene Untersuchungen zu Verbindungen von UNRWA-Mitarbeitern zu Terrororganisationen. UN Watch erklärt, ihre Recherchen hätten mehr als 400 UNRWA-Mitarbeiter mit Verbindungen zu Hamas und dem Palästinensischen Islamischen Dschihad erfasst. Zudem habe eine US-Untersuchung nach Angaben der Organisation Verbindungen von rund 1500 UNRWA-Mitarbeitern zu Terroraktivitäten aufgezeigt.