paxito schrieb:Nur mit einer uns weit überlegenen Technologie, die auf einem tieferen Verständnis der Physik beruhen müsste. Sprich: Antigravitation, Trägheitsdämpfer - Science Fiction eben. Mit der uns bekannten Technik lässt sich herzlich wenig erklären in die Richtung.
Unterschätze Science Fiction nicht.
:) Star Trekk zum Beispiel inspirierte so sehr, dass man dadurch das Motorola entworfen hat, oder jetzt nun auch Wissenschaftler nachweisen konnten, dass Warp-Antriebe und klassische Teleportationen theoretisch möglich sind! Allein das ist schon cool genug, zu sehen, dass nicht alles nur Fiktion sein muss!
Vielleicht steht die Menschheit noch ganz am Anfang in der Forschung und schenkt deshalb bisher unbekannten Phänomenen und Objekten keine sonderlich große Aufmerksamkeit, weil damit nichts menschliches assoziiert werden kann.
kakadu1982 schrieb:Lässt man den Echtheitsstreit wirklich einmal beiseite würd ich das Verhalten ehrlich gesagt zuerst gar nicht als „Botschaft“ sondern als eine Art Testen oder Abtasten lesen.
Danke! Welch Wohltat, wenn einfach mal das Thema des Threads respektiert wird.
:) Spannender Gedanke!
kakadu1982 schrieb:So nach dem Motto was passiert, wenn wir hier auftauchen, uns dabei zeigen, und dann wieder entziehen, Tempo wechseln, Richtungen brechen, über sensiblen Zonen auftauchen. Und dabei gerade so viel dass man uns nicht ganz wegwischen kann sichtbar sind. Also eher eine kontrollierte Irritation und nicht unbedingt Kontakt im romantischen Sinn. Genau dieses halb sichtbar, halb ungreifbar wirkt auf mich fast absichtlicher als irgendein offenes Landen.
Das bringt mich auf einen weiteren Gedanken dazu:
Was ist, wenn die gesichteten Objekte in solch einem Waswärewenn-Szenario einfach nur Späher ohne Piloten sein könnten, also unbemannte, ferngesteuerte Drohnen, die genau diese Aufgabe haben, was Du beschrieben hast?
Es wurde ja schon oft davon ausgegangen, dass Außerirdische unmittelbar hier sind, wenn man unidentifizierte Flugobjekte beobachtet hat, aber sie könnten auch sehr weit weg an einem gesicherten Standort sein, weil sie vielleicht schon aus einer großen Distanz die Biosignatur der Erde auf dem Schirm haben. Klingt zumindest erstmal plausibler, als persönlich auf einen fremden Planeten zu landen. Zumal ja dann auch bedacht werden sollte, dass eine technologisch so fortgeschrittene Lebensform ein ganz anderes Verhältnis zu Distanzen im Universum hat, als eine, die gerade Mal bemannt bis zu ihrem Trabanten reisen kann...
Vermenschlichen ist natürlich nie gut, um herauszufinden, wie eine andere Spezies sich verhalten kann, aber vielleicht ist genau dieses Verhalten dahingehend etwas universelles. In erster Linie geht es ja eigentlich immer ums Überleben im Kern, im Universum. Eine Spezies, die sich auch so weit entwickelt hat, ihr Zuhause zu verlassen und solch eine fortgeschrittene Technologie hat, müsste vielleicht zwangsläufig auch vorsichtig sein. Es würde einfach nicht logisch klingen, wenn sie so fortgeschritten sind, aber sich beim Erforschen wie Larrys verhalten und derart naiv vorgingen.
kakadu1982 schrieb:Und in so einem Was-wäre-wenn-Szenario auch nicht menschlich deuten wollen würd ich dieses Drehen, plötzliche Beschleunigen oder merkwürdige Schweben würde ich auch nicht menschlich deuten wollen. Also nicht im Sinn von einem „fliegt halt komisch“, sondern eher als eine Bewegung, bei der unser Begriff von Flug vielleicht schon schief ist. Vielleicht ist das für das Ding gar kein Manöver, sondern bloß ein Nebeneffekt seiner Fortbewegung. Mich würde viel mehr interessieren warum sich solche Objekte so oft nur in Fragmenten, auf Distanz, in kurzen Fenstern zeigen?
Oder es ist eine bewusste Vorgehensweise, um zu testen, wie auf fremdes Verhalten reagiert wird. Mit sofortigem Angriff, oder Verwirrung? Letzteres ist dann wohl eher der Fall, und nicht an etwas zu glauben, weil es unglaubwürdig klingt, ist dann vielleicht sogar die beste Tarnung.
Könnten sie die Informationsgewinnung betreiben, um einfach allgemein zu erforschen, was für eine Spezies auf der Erde so dominant in Erscheinung tritt, da das irdische Leben auch nur außeriridisch für andere ist, oder könnte es schon um etwas spezifisches gehen, wie herauszufinden, wo die Defizite und Schwächen liegen? Es ist nämlich von Vorteil, zu wissen, womit man es zu tun hat.
;)Vielleicht ist ja an Hawkings Aussage wirklich etwas dran, als er zu verstehen gab:
"Entweder wir sind allein, oder wir sind es nicht. Beides ist beängstigend!"
Es ist ja nur zutiefst menschlich, sich vor dem Unbekannten zu fürchten. Es muss von einer potentiellen Bedrohung gegen die gesamte irdische Existenz ausgegangen werden, würden jemand seit längerer Zeit schon beobachtet werden von einer ihm technologisch so viel weiter entwickelten Lebensform. Genauso menschlich ist die Absurdität, was sie DANN wollen, wenn das vermeintliche "Opfer" gar nicht so fortgeschritten ist für sie, aber nur weil es absurd klingt, heißt es noch lange nicht, dass es nicht wahr sein kann. Nimmt man den Menschen als Beispiel, sieht man leider, wie viel Perversität möglich sein kann, von einer willkürlichen Spezies im Universum ausgehend. Nicht alle sind gleich, aber genug, um sehr viel Schaden über die Zeit hinweg anzurichten.
Ich finde, hier muss man einfach versuchen das Ganze von außen zu betrachten. Menschen sind auch NUR eine Lebensform im All, die sich auf irgendeinem Planeten entwickelt hat. Würde er denn all die schlechten Eigenschaften ablegen, nur weil er sich technologisch weiterentwickelt hat? Legt er sie denn jetzt ab? Der Eindruck ist ein ganz anderer.
Nimm Elon Musks Raketen als Beispiel: Er startet eine nach der anderen, ohne große Rücksicht darauf, was sie hier ausstoßen auf der erstmal einstigen Heimat, weil er unbedingt zum Mond und eigentlich zum Mars will -> "Für die Menschheit." Ist ja kein falscher Ansatz im Kern, aber muss Weiterentwicklung zwangsläufig Opfer bringen? Geht das überhaupt ohne Perversitäten? Ich glaube, viele Entdeckungen konnten leider nicht gemacht werden, ohne einer gewissen Maßlosigkeit und Ignoranz anderen Lebensformen gegenüber.
Fragt sich nur, ob das ein universelles, zwangsläufig logisches Verhalten ist, wenn eine Spezies sich weiterentwickelt zur Raumfahrt, oder ob das nur ein Nebeneffekt der eigenen, menschlichen Natur ist, weil sie sich so schnell entwickelt haben? Steigt dadurch ein Hang zur Perversität?
Die Ironie des Schicksals könnte beinhalten, dass die Menschheit auf "Ihresgleichen" stößt. Außerirdische, die genauso "nur" erforschen um jeden Preis. Ich erinnere an Oktopoden, die man unter Strom gesetzt hat, als man erkannt hat, dass es sehr schlaue Tiere sind, die flüchten können und bewusst die Inneneinrichtung manipulieren: Licht ausschalten, Kamera zerstören, sich Gesichter merken.
Aus Sicht der Oktopoden, wenn sie eine Zeitung verfassen und veröffentlichen könnten, würden sie vermutlich schreiben:
"Der Zweibeiner - Peiniger und Feind!"
Der Mensch besitzt bereits die enorme Vorstellungskraft und Empathie, sich in sein Gegenüber hineinzuversetzen und hört leider trotzdem nicht damit auf, andere Lebewesen zu quälen, achtlos auszurotten für die ganz eigenen Vorteile und den subjektiven Luxus, obwohl vieles nicht einmal mehr überlebensnotwendig ist.
Na ja, was heißt schon WIR. Einige derselben Artgenossen, aber wie ist es bei Außerirdischen? Gibt es vielleicht auch bei ihnen gute und schlechte Verhaltensweisen? Ist das etwas universelles? Alles Fragen, die nie jemals bisher gestellt wurden in diesem Kontext.
Erwartet wird ja oft, dass sie durch ihren technologischen Fortschritt erhaben geworden sind, aber was, wenn nicht? Sie könnten genauso gut die achtlosen Forscher sein, alle wie Musk(der kein Forscher und auch kein Visionär ist), mit so viel Ehrgeiz und Egoismus angetrieben, dass sie vielleicht ihre auch einstige Heimat längst in die Luft gejagt und einen Teil ihrer Artgenossen zum Sterben zurückgelassen haben.
Alles für die Forschung...
Deshalb ist das Universum ein so spannender und gleichzeitig unheimlicher Ort, weil alles in der Hinsicht möglich sein kann, aber eine Lebensform so fokussiert auf sich selbst, dass sie sogar ihr eigenes Verhalten als Maßstab nimmt. Manchmal geht es vielleicht nicht anders, wenn man nur sich kennt und dadurch so allein ist, aber vor lauter anthropomorphisieren(geiles Wort) verliert sich schnell den Blick fürs Wesentliche:
Denn, was ist es eigentlich, das davon abhält, sich ernsthaft Gedanken um Außerirdische zu machen, und ob diese bereits hier sein könnten?
Wegen Fakes, Politikern die sich lustig machen, oder Medienwirrwarr? Was ist es, das es geschafft hat, dass das gesamte Feld der Ufologie niemals an vollständiger Ernsthaftigkeit gewinnen kann?
Während sich untereinander ganz primitiv drüber gestritten wird, warum , wieso weshalb, könnten sich andernorts längst welche darüber amüsieren, mal lustig betrachtet, obwohl einem da eher nach Kopfschütteln zumute ist, bei so viel Voreingenommenheit und Selbstüberschätzung einer einzigen Spezies...
Nemon schrieb:Aber es gibt hier, wie ebenfalls erwähnt, erheblichen Klärungsbedarf.
Ich sehe keinen Bedarf einer Klärung, da bereits zu Beginn verständlich genug dargelegt wurde, worum es in diesem Thread geht. Der Bedarf kann daher nur von jenen kommen, die gleichzeitig ihre ganz eigene, subjektive (Er)Klärung suchen und (er)finden möchten.
Demnach ist dieser Nebenstrang so überflüssig, wie er es nur sein kann in einem Thread, in dem es um grundsätzlich um ein Szenario geht, wenn explizit von einem "Was wäre wenn" ausgegangen wird.