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Einweg-Lichtgeschwindigkeit
um 14:55@continuum
Es ist nicht meine Aufgabe, hier zu belegen, dass eine Aussage falsch ist. Da hier aber noch andere User mitlesen, und das keine so große Sache ist, will ich da mal was mathematisch aufzeigen.
Seien A und B zwei Punkte im Abstand L.
Die Einweg-Lichtgeschwindigkeiten lassen sich allgemein parametrisieren durch:
wobei \kappa \in (-1,1) eine mögliche Richtungsabhängigkeit beschreibt.
Die experimentell zugängliche Zweiweg-Laufzeit ergibt sich zu:
und ist damit unabhängig von \kappa.
Alle Experimente, die ausschließlich auf Hin- und Rückwegen oder lokalen Effekten beruhen (zum Beispiel Ablenkwinkelmessungen), können daher \kappa prinzipiell nicht bestimmen. Ein Umdrehen des Versuchsaufbaus vertauscht lediglich c_{AB} und c_{BA}, ohne die beobachtbaren Größen zu verändern.
Um \kappa zu bestimmen, müsste man die Laufzeit zwischen räumlich getrennten Punkten messen. Dies erfordert jedoch eine Synchronisation der Uhren an A und B.
Jede solche Synchronisationsvorschrift legt implizit einen Wert für \kappa fest. Damit geht die gesuchte Größe bereits in die Definition der Messung ein.
Folgerung:
Es ist nicht meine Aufgabe, hier zu belegen, dass eine Aussage falsch ist. Da hier aber noch andere User mitlesen, und das keine so große Sache ist, will ich da mal was mathematisch aufzeigen.
Seien A und B zwei Punkte im Abstand L.
Die Einweg-Lichtgeschwindigkeiten lassen sich allgemein parametrisieren durch:
c_{AB} = \frac{c}{1 - \kappa}, \qquad
c_{BA} = \frac{c}{1 + \kappa},
c_{BA} = \frac{c}{1 + \kappa},
wobei \kappa \in (-1,1) eine mögliche Richtungsabhängigkeit beschreibt.
Die experimentell zugängliche Zweiweg-Laufzeit ergibt sich zu:
T = \frac{L}{c_{AB}} + \frac{L}{c_{BA}}
= L\left(\frac{1 - \kappa}{c} + \frac{1 + \kappa}{c}\right)
= \frac{2L}{c},
= L\left(\frac{1 - \kappa}{c} + \frac{1 + \kappa}{c}\right)
= \frac{2L}{c},
und ist damit unabhängig von \kappa.
Alle Experimente, die ausschließlich auf Hin- und Rückwegen oder lokalen Effekten beruhen (zum Beispiel Ablenkwinkelmessungen), können daher \kappa prinzipiell nicht bestimmen. Ein Umdrehen des Versuchsaufbaus vertauscht lediglich c_{AB} und c_{BA}, ohne die beobachtbaren Größen zu verändern.
Um \kappa zu bestimmen, müsste man die Laufzeit zwischen räumlich getrennten Punkten messen. Dies erfordert jedoch eine Synchronisation der Uhren an A und B.
Jede solche Synchronisationsvorschrift legt implizit einen Wert für \kappa fest. Damit geht die gesuchte Größe bereits in die Definition der Messung ein.
Folgerung:
- Die Einweg-Lichtgeschwindigkeit ist nicht unabhängig bestimmbar.
- Jeder Versuch, sie ohne Synchronisationskonvention zu messen, ist logisch zirkulär.

