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Einweg-Lichtgeschwindigkeit

43 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: UFO, Aliens, Zukunft ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Einweg-Lichtgeschwindigkeit

25.04.2026 um 14:55
@continuum

Es ist nicht meine Aufgabe, hier zu belegen, dass eine Aussage falsch ist. Da hier aber noch andere User mitlesen, und das keine so große Sache ist, will ich da mal was mathematisch aufzeigen.



Seien A und B zwei Punkte im Abstand L.


Die Einweg-Lichtgeschwindigkeiten lassen sich allgemein parametrisieren durch:

c_{AB} = \frac{c}{1 - \kappa}, \qquad
c_{BA} = \frac{c}{1 + \kappa},


wobei \kappa \in (-1,1) eine mögliche Richtungsabhängigkeit beschreibt.


Die experimentell zugängliche Zweiweg-Laufzeit ergibt sich zu:

T = \frac{L}{c_{AB}} + \frac{L}{c_{BA}}
= L\left(\frac{1 - \kappa}{c} + \frac{1 + \kappa}{c}\right)
= \frac{2L}{c},


und ist damit unabhängig von \kappa.

Alle Experimente, die ausschließlich auf Hin- und Rückwegen oder lokalen Effekten beruhen (zum Beispiel Ablenkwinkelmessungen), können daher \kappa prinzipiell nicht bestimmen. Ein Umdrehen des Versuchsaufbaus vertauscht lediglich c_{AB} und c_{BA}, ohne die beobachtbaren Größen zu verändern.

Um \kappa zu bestimmen, müsste man die Laufzeit zwischen räumlich getrennten Punkten messen. Dies erfordert jedoch eine Synchronisation der Uhren an A und B.

Jede solche Synchronisationsvorschrift legt implizit einen Wert für \kappa fest. Damit geht die gesuchte Größe bereits in die Definition der Messung ein.


Folgerung:

  • Die Einweg-Lichtgeschwindigkeit ist nicht unabhängig bestimmbar.
  • Jeder Versuch, sie ohne Synchronisationskonvention zu messen, ist logisch zirkulär.



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Einweg-Lichtgeschwindigkeit

25.04.2026 um 15:13
@nocheinPoet
Mit Arago konnte nicht die Höhe der Lichtgeschwindigkeit ermittelt werden, sondern ihre Konstanz. Nur darum gings. Vielleicht läßt sich ja diesmal das Mißverstehen vermeiden.


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Einweg-Lichtgeschwindigkeit

25.04.2026 um 17:06
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Vielleicht läßt sich ja diesmal das Mißverstehen vermeiden.
Das liegt ja an Dir, ob Du es dieses mal richtig verstehen kannst.



Schauen wir es uns einfach genau an, Du hattest ursprünglich geschrieben:
  1. Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Um herauszufinden, ob Licht von A nach B eine andere Geschwindigkeit hat als von B nach A, muss man nur den Versuchsaufbau umdrehen und nochmal messen.
  2. sowie:
  3. Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Einweg-Geschwindigkeitskontrolle ist also seit 1810 machbar.
Daraus folgt, dass der Versuchsaufbau nach deiner Darstellung geeignet sein soll, eine mögliche Richtungsabhängigkeit der Lichtgeschwindigkeit (A → B vs. B → A) experimentell zu unterscheiden.

Damit Du hier nichts missverstehst, frage ich noch mal explizit, willst Du behaupten, dass man so wie Du es darstellst, mit dem Experiment von Arago, eine Anisotropie von Licht, im Rahmen der gültigen Physik, konkret der SRT, feststellen könnte, wenn es sie dann geben würde?

Ja oder nein?

Frage ist ja recht einfach, also von der Wahl der Möglichkeiten zu antworten.



Damit meine Position hier glasklar ist und nicht missverstanden wird, die Antwort ist nein.

Egal wie man es dreht und macht, man wird immer nur c im Rahmen der gültigen Physik messen können, das ergibt sich aus der Theorie selbst, dass ist prinzipbedingt.


Schauen wir mal weiter, nun schreibst Du es so:
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Mit Arago konnte nicht die Höhe der Lichtgeschwindigkeit ermittelt werden, sondern ihre Konstanz. Nur darum gings.
Das ist inhaltlich eine deutlich abgeschwächte Aussage. Die Untersuchung der Konstanz ist unstrittig.



Der entscheidende Punkt bleibt jedoch:

Eine lokale Messung wie bei Arago kann keine Aussage darüber liefern, ob sich die Lichtgeschwindigkeit zwischen zwei räumlich getrennten Punkten unterscheidet - auch nicht durch Umdrehen des Aufbaus.

Damit wird die ursprüngliche Schlussfolgerung durch die neue Formulierung nicht gestützt.

Nebenbei kurz erwähnt, ich hatte das mathematisch aufgezeigt, kannst da gerne nach einem Fehler suchen und den zeigen.



Damit es hier nicht zu Missverständnissen kommt, erkläre ich es einfach noch einmal:

Wenn man ein Messgerät (wie das von Arago) im Raum dreht, misst man immer noch einen geschlossenen Pfad oder eine lokale Interaktion.

Selbst wenn das Licht richtungsabhängig wäre (Anisotropie), würden sich die Effekte bei einer Drehung innerhalb der SRT-Struktur exakt so gegeneinander aufheben, dass das Ergebnis immer c ist. Jedes Experiment, das nur eine einzige Uhr oder ein lokales Medium (wie ein Prisma bei Arago) verwendet, misst letztlich die Zweiwege-Lichtgeschwindigkeit (Hin- und Rückweg kombiniert).



Es gibt sogar noch eine andere recht einfache gute Erklärung. Wäre die Einweg-Lichtgeschwindigkeit unabhängig messbar (was sie wäre, wenn man eine Anisotropie von Licht zwischen A → B vs. B → A feststellen könnte), so ließe sich daraus ein bevorzugtes Ruhesystem bestimmen. Damit wäre es möglich, eine absolute Bewegung relativ zum Raum selbst nachzuweisen.

Dies steht im Widerspruch zum Relativitätsprinzip (RP), nach dem alle Inertialsysteme physikalisch gleichberechtigt sind und keine ausgezeichnete Bewegungsrichtung existiert. Und das RP kommt von Newton.

Die prinzipielle Unbestimmbarkeit der Einweg-Lichtgeschwindigkeit ist daher kein technisches Problem, sondern eine direkte Folge der Struktur der zugrunde liegenden Theorie.



Wenn es hier wen interessiert, kann ich dazu noch etwas mehr schreiben, auch ein Video zeigen und einen Physiker, der das alles bis hierher ganz genau erklärt und dann aber selbst noch meint, eine Methode gefunden zu haben, Einweg-Lichtgeschwindigkeit messen zu können. Aber auch das klappt so nicht, würde das gehen, gäbe es wohl einen Nobelpreis und die Physikbücher müssten umgeschrieben werden.


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Einweg-Lichtgeschwindigkeit

25.04.2026 um 17:42
Zitat von nocheinPoetnocheinPoet schrieb:Schauen wir mal weiter, nun schreibst Du es so:
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Mit Arago konnte nicht die Höhe der Lichtgeschwindigkeit ermittelt werden, sondern ihre Konstanz. Nur darum gings.
Das ist inhaltlich eine deutlich abgeschwächte Aussage. Die Untersuchung der Konstanz ist unstrittig.
Das ist nicht abgestritten.

Und daß diese Konstanz unstrittig ist, war der Knackpunkt, danke fürs Zustimmen.

Damit bin ich aber auch schon wieder raus und überlaß es Dir, Deinem Mißverstehen erneut mit zahlreichen Beiträgen weiter Ausdruck zu geben. Mir egal.


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Einweg-Lichtgeschwindigkeit

25.04.2026 um 18:19
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:
Zitat von nocheinPoetnocheinPoet schrieb:Schauen wir mal weiter, nun schreibst Du es so:
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Mit Arago konnte nicht die Höhe der Lichtgeschwindigkeit ermittelt werden, sondern ihre Konstanz. Nur darum gings.
Das ist inhaltlich eine deutlich abgeschwächte Aussage. Die Untersuchung der Konstanz ist unstrittig.
Das ist nicht abgestritten. Und daß diese Konstanz unstrittig ist, war der Knackpunkt, danke fürs Zustimmen.
Unfug, wenn das klar gewesen wäre, hättest Du ja gar nicht erst was an @continuum schreiben müssen.



Was Du geschrieben hast, ist aber eindeutig, schauen wir es uns an:
Zitat von continuumcontinuum schrieb:So wie ich das lese, hat er die Konstanz der Zweiweg Lichtausbreitung gemessen.
Was @continuum hier schreibt, ist richtig.



Du antwortest darauf mit:
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Nein.
Ein Wort, ein Punkt, kein "aber". Also sagst Du alleine damit, Arago hat nicht die Konstanz der Zweiweg Lichtausbreitung gemessen. Oder ist Dein "Nein" kein Nein mehr?

  • Dann die Frage, was hat er denn dann gemessen, wenn nicht das?
  • Was bleibt denn dann da übrig?

Das Licht sich nicht anisotrop messen lässt, also auf Hin- und Rückweg, dass ist Stand der Physik, und @continuum benennt es so, Du sagst aber "nein".



Halten wir es mal fest, Deine Aussage war ganz klar:
  1. Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Um herauszufinden, ob Licht von A nach B eine andere Geschwindigkeit hat als von B nach A, muss man nur den Versuchsaufbau umdrehen und nochmal messen.
  2. sowie:
    Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Einweg-Geschwindigkeitskontrolle ist also seit 1810 machbar.

Beide Aussagen sind falsch:

  1. Du kannst den Versuchsaufbau umdrehen wie Du willst, im Rahmen der gültigen Physik und eben der SRT, kannst Du nicht herausfinden, ob Licht von A nach B eine andere Geschwindigkeit hat als von B nach A.

  2. Einweg-Geschwindigkeitskontrolle ist nicht seit 1810 machbar, bis heute nicht, prinzipiell nicht.



Für User die hier mehr verstehen wolle, und an Dich @continuum, das Kernargument von @perttivalkonen ist, der Grad der Ablenkung ist geschwindigkeitsabhängig, ja, er schreibt es nicht explizit, ist aber nun mal das was Arago da versucht hat. Das ist zwar die Newtonsche Vorstellung von Licht (Teilchentheorie), die Arago eben auch 1810 im Kopf hatte, aber sie ist im Kontext der SRT schlicht unvollständig.


Das Problem:

In einem anisotropen Universum (wo Licht in eine Richtung schneller wäre als in die andere) würde sich nicht nur die Geschwindigkeit des Lichts ändern, sondern auch die Materieeigenschaften des Prismas und die Geometrie des Versuchsaufbaus (Lorentz-Kontraktion).


Die Realität:

Die Wellenlänge und die Frequenz des Lichts transformieren sich so, dass der Brechungsindex n und der daraus resultierende Winkel für den lokalen Beobachter immer exakt gleich bleiben. Man kann eine Richtungsabhängigkeit nicht über einen Winkel nachweisen, wenn die gesamte Physik (inklusive der Atome im Prisma) derselben Richtungsabhängigkeit unterliegt. Das ist das Prinzip der Relativität, das er offenbar nicht ganz durchdrungen hat.


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Einweg-Lichtgeschwindigkeit

25.04.2026 um 18:39
@perttivalkonen
Zitat von continuumcontinuum schrieb:(1/c+) + (1/c-) = 2/c
Meine Antwort sowie die Formel war stets, dass es sich dabei um einzelne Einweg‑Werte handelt, die nicht direkt messbar sind und von der gewählten Uhrensynchronisation abhängen, ohne die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit c infrage zu stellen. Ich weiss nicht wie man hier Formeln korrekt Posten kann, deswegen hab ich Klammern drum gelegt. Aber @nocheinPoet hat es für uns sehr schön beschrieben. Danke an dieser stelle.

Das habe ich noch korrigiert obwohl ich eigentlich nur aufzeigen wollte und nur verdeutlichen, dass Hin‑ und Rückweg zusammen die konstante Zweiweg‑Lichtgeschwindigkeit c ergeben. Und auch wenn das jetzt nicht so gut rübergebracht habe, ist es zumindest für mich kein Problem, immer zu lernen. Aber dein ellenlanges Mathematik geschnipsel, war für mich eher von grundlegender Natur und mehr nicht, was du mir aufzeigen wolltest und hat nichts beigetragen für die Einweg-Lichtgeschwindigkeit.

Und nochmals zur erklärung was für mich die Einweg‑Lichtgeschwindigkeit eigentlich bezeichnet, nämlich die Geschwindigkeit des Lichts auf dem Weg von einem Punkt A zu einem Punkt B, also nur in eine Richtung. Um sie zu messen, braucht man zwei räumlich getrennte Uhren, deren Synchronisation bereits Annahmen über die Lichtgeschwindigkeit voraussetzt.

Diese ist prinzipiell schwer messbar, weil man dafür zwei exakt synchronisierte Uhren an verschiedenen Orten braucht und genau diese Synchronisation setzt bereits Annahmen über die Lichtgeschwindigkeit voraus. Wie auch von @nocheinPoet besser erklärt worden ist, als von mir.


Deshalb ist experimentell nur die Zweiweg‑Lichtgeschwindigkeit (Hin‑ und Rückweg) direkt messbar, die konstant c ist. Und ich streite die Konstanz nicht ab. Die Konstanz von c bleibt also völlig unangetastet, es geht nur um die Messbarkeit und Definition, nicht um eine Widerlegung.

Danke trotzdem allen fürs mitdiskutieren.


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Einweg-Lichtgeschwindigkeit

25.04.2026 um 19:08
perttivalkonen schrieb (Beitrag gelöscht):Mein Einwand war der, daß die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit durchaus belegt ist, sodaß Deine Annahme sich erledigt hat, Licht bei ner Zweiwege-Geschwindigksitsmessung könne ja (richtungsabhängig) mal schneller sein, mal langsamer, nur in Summe müsse halt c rauskommen. Daß ich auf genau diese Konstanz hinaus wollte, nicht auf die Höhe der Geschwindigkeit, hattest Du durchaus bemerkt, als Du mir entgegnetest
perttivalkonen schrieb (Beitrag gelöscht):Wie gesagt, nur, was die Höhe von c betrifft, ist das richtig. Die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit dagegen läßt sich auch via Aragos Versuchasufbau herausfinden (nicht aber der Wert von c). Darum aber ging es Dir von Anfang an
Sag mir nicht was ich meinte.

Denke hier liegt ein Missverständnis vor.
Aragos Versuch (wie auch verwandte Experimente) zeigt die Isotropie der Lichtausbreitung in lokalem Sinne, also dass es keinen richtungsabhängigen Effekt nachweisbar gibt. Er misst jedoch keine Einweg‑Lichtgeschwindigkeit, sondern arbeitet ausschliesslich mit lokalen Prozessen und einer einzelnen Uhr.
Genau deshalb bleibt die Einweg‑Lichtgeschwindigkeit definitions bzw. synchronisationsabhängig, während die Zweiweg‑Lichtgeschwindigkeit konstant ist. Das bestreitet weder die SRT noch meine Aussage.

Die physikalische Konstanz von c ist experimentell belegt, die Aufteilung auf Hin‑ und Rückweg ist es nicht, und daran ändert auch Aragos Aufbau nichts.

Wikipedia: Einweg-Lichtgeschwindigkeit


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Einweg-Lichtgeschwindigkeit

25.04.2026 um 19:31
Zitat von continuumcontinuum schrieb:Und nochmals zur Erklärung was für mich die Einweg‑Lichtgeschwindigkeit eigentlich bezeichnet, nämlich die Geschwindigkeit des Lichts auf dem Weg von einem Punkt A zu einem Punkt B, also nur in eine Richtung. Um sie zu messen, braucht man zwei räumlich getrennte Uhren, deren Synchronisation bereits Annahmen über die Lichtgeschwindigkeit voraussetzt.

Diese ist prinzipiell schwer messbar, weil man dafür zwei exakt synchronisierte Uhren an verschiedenen Orten braucht und genau diese Synchronisation setzt bereits Annahmen über die Lichtgeschwindigkeit voraus.
So schaut es aus, und viele erkennen nicht, dass die Synchronisation der Uhren generell enthalten ist und diese sich auf die SRT stützt.


Zitat von continuumcontinuum schrieb:Denke hier liegt ein Missverständnis vor.
Offensichtlich, aber nicht auf Deiner Seite.
Zitat von continuumcontinuum schrieb:Aragos Versuch (wie auch verwandte Experimente) zeigt die Isotropie der Lichtausbreitung in lokalem Sinne, also dass es keinen richtungsabhängigen Effekt nachweisbar gibt. Er misst jedoch keine Einweg‑Lichtgeschwindigkeit, sondern arbeitet ausschließlich mit lokalen Prozessen und einer einzelnen Uhr.

Genau deshalb bleibt die Einweg‑Lichtgeschwindigkeit definitions bzw. synchronisationsabhängig, während die Zweiweg‑Lichtgeschwindigkeit konstant ist. Das bestreitet weder die SRT noch meine Aussage.

Die physikalische Konstanz von c ist experimentell belegt, die Aufteilung auf Hin‑ und Rückweg ist es nicht, und daran ändert auch Aragos Aufbau nichts.
Ja.


Zitat von continuumcontinuum schrieb:Um sie zu messen, braucht man zwei räumlich getrennte Uhren, deren Synchronisation bereits Annahmen über die Lichtgeschwindigkeit voraussetzt.
Das ist so richtig, wo hast Du das her?

Denn das ist der Punkt, es steckt schon immer wo drin.


Zitat von continuumcontinuum schrieb:Diese ist prinzipiell schwer messbar, weil man dafür zwei exakt synchronisierte Uhren an verschiedenen Orten braucht und genau diese Synchronisation setzt bereits Annahmen über die Lichtgeschwindigkeit voraus.
Ja, und man kann sich da lustige Dinge ausdenken, zwei Uhren an einem Ort, synchronisiert, jede bekommt den gleichen Impuls von der Stärke, aber andere Richtung und wenn sie 10 s anzeigen, nochmal einen Impuls, gleiche Größe, andere Richtung, wir haben zwei Uhren, die einen Abstand haben und synchronisiert sind, und das ohne Licht.

Möchte man meinen, aber auch das geht nicht, weil in "gleich großer Impuls" steckt Zeit drin, und schon haben wir die SRT drin.

Der Kern ist die Anisotropie, die Frage, kann man feststellen, ob sich Licht von A nach B mit einer anderen Geschwindigkeit bewegt, als von B nach A.

Und nein das kann man nicht, prinzipiell nicht, nicht mit dem Experiment von Arago und auch nicht anders.



Und da ist eben der Irrtum von @perttivalkonen, oder der Fehler in der Aussage:
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Um herauszufinden, ob Licht von A nach B eine andere Geschwindigkeit hat als von B nach A, muss man nur den Versuchsaufbau umdrehen und nochmal messen.
Selbst wenn Licht von A nach B eine andere Geschwindigkeit hätte, als von B nach A, kann man es nicht herausfinden, wenn man den Versuchsaufbau von Arago umdreht und nochmal misst.


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Einweg-Lichtgeschwindigkeit

25.04.2026 um 23:38
Zitat von nocheinPoetnocheinPoet schrieb:
Zitat von continuumcontinuum schrieb:Um sie zu messen, braucht man zwei räumlich getrennte Uhren, deren Synchronisation bereits Annahmen über die Lichtgeschwindigkeit voraussetzt.
Das ist so richtig, wo hast Du das her?
Diese Aussage oder so ähnlich habe ich von einem Video gesehen, finde es aber nicht mehr und im englischen Wiki, aber ein bisschen abgeändert.
Wikipedia: One-way speed of light

Das Video muss ich suchen, fand es extrem spannend.


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Einweg-Lichtgeschwindigkeit

26.04.2026 um 18:36
Zitat von continuumcontinuum schrieb:Diese Aussage oder so ähnlich habe ich von einem Video gesehen, finde es aber nicht mehr und im englischen Wiki, aber ein bisschen abgeändert.

Das Video muss ich suchen, fand es extrem spannend.
Okay, ein Video kann ich Dir geben, ist auch spannend, zerlegt hier auch noch einmal die Aussage von @perttivalkonen, man könnte eine mögliche Anisotropie von Licht so feststellen. Kann man nicht und beachtlich finde ich, dass Du das im ersten Beitrag völlig korrekt und klar und auch gut formuliert erklärt hast.


Schauen wir es uns noch mal an:
Zitat von continuumcontinuum schrieb am 18.04.2026:Einweg‑Lichtgeschwindigkeit – messbar oder Konvention?

Die Lichtgeschwindigkeit ist als Hin‑ und Rückweg extrem genau gemessen.

Doch wie sieht es mit der Einweg‑Lichtgeschwindigkeit aus also der Zeit, die Licht nur von A nach B benötigt?

Überraschenderweise ist diese Größe experimentell nicht direkt messbar, ohne bereits synchronisierte Uhren zu vorauszusetzen. Genau hier liegt der Knackpunkt: Jede Synchronisation benötigt implizit Annahmen über die Lichtausbreitung.

Einsteins Standardannahme setzt voraus, dass Licht sich in alle Richtungen gleich schnell ausbreitet.

Diese Annahme ist äußerst erfolgreich, aber sie ist letztlich eine Konvention, keine direkte Messung. Alternative Synchronisationsschemata führen zu anderen Einweg‑Geschwindigkeiten, bleiben jedoch physikalisch äquivalent, solange die Zweiweg‑Geschwindigkeit konstant ist.


Frage zur Diskussion:

Ist die Gleichheit der Einweg‑Lichtgeschwindigkeit eine tiefere physikalische Tatsache oder lediglich eine praktische, aber willkürliche Festlegung?

Einstein hat in der speziellen Relativitätstheorie angenommen, dass Licht sich in alle Richtungen gleich schnell ausbreitet und dass Zeit an verschiedenen Orten entsprechend synchronisiert werden kann. Diese Annahme wurde jedoch nicht experimentell bewiesen, sondern bewusst als Vereinfachung bzw. Definition gewählt, weil sie die Physik widerspruchsfrei und mathematisch handhabbar macht.


Wichtig ist:

Es muss nicht zwingend so sein. Andere Annahmen über die Gleichzeitigkeit und die Richtung der Zeit wären prinzipiell denkbar, sie würden jedoch dieselben messbaren Ergebnisse liefern, solange die Hin‑ und Rücklaufgeschwindigkeit des Lichts gleich bleibt. Aber ist das so? Oder täuschen wir uns mit diesem Fehler?

Und wenn es so ist, in welchen Bereichen, haben wir dann physikalische Falschwerte und falsches Verständnis des Universums?
Das kann man so stehen lassen, gibt nicht viel, was ich da ergänzen würde.



Darum verstehe ich auch nicht, was nun @perttivalkonen hier mit seinem "Beitrag" sachlich beitragen wollte.


Er zitiert Dich mit:
Zitat von continuumcontinuum schrieb:Eine unterschiedliche Einweg‑Geschwindigkeit (Hin- vs. Rückweg) ist experimentell zurzeit nicht zugänglich ...
Was so absolut korrekt ist. Ich sehe jedenfalls so nichts, was ich meine, dass man dazu nun schreiben müsste. Sachlich ist das okay so.


Dann zitiert er etwas (verändert) von Wikipedia:
Um zu klären, ob diese ...

Diese Frage [ob die[...] Eintreffgeschwindigkeit davon abhängt, ob sich die Erde auf ihrem Weg um die Sonne auf einen Stern zu oder von ihm weg bewegt, reichte diese Messgenauigkeit allerdings nicht aus. Diese Frage untersuchte zuerst François Arago 1810 anhand der Messung des Ablenkwinkels von Sternenlicht in einem Glasprisma.

Nach der damals akzeptierten Korpuskulartheorie des Lichtes erwartete er eine Veränderung dieses Winkels in einer messbaren Größenordnung, da sich die Geschwindigkeit des einfallenden Sternenlichts zu der Geschwindigkeit der Erde auf ihrem Weg um die Sonne addieren sollte. Es zeigten sich jedoch im Jahresverlauf keine messbaren Schwankungen des Ablenkwinkels.

Arago erklärte dieses Ergebnis mit der These, dass Sternenlicht ein Gemisch aus verschiedenen Geschwindigkeiten sei, während das menschliche Auge daraus nur eine einzige wahrnehmen könne. Aus heutiger Sicht kann seine Messung jedoch als erster experimenteller Nachweis der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit betrachtet werden.
Wikipedia: Lichtgeschwindigkeit#Zur Konstanz der Lichtgeschwindigkeit

Habe nicht alles kontrolliert, aber hier wird de facto ein Zitat verändert/verfälscht (warum auch immer). Mag im guten Sinne sein, aber es sich besser liest, aber bleibt unschön. Auch wenn es gut gemeint ist, sollten wir hier uns so was nicht angewöhnen.

Aber gut, das von Wikipedia passt und widerspricht nicht dem von Dir davor zitierten.



Dann kommt das hier:
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Unterschiedlich schnell beim Beobachter ankommendes Licht würde also bei diesem Versuchsabbau unterschiedliche Ablenkwinkel haben.
Das ist so auch falsch, dass war die Annahme von Arago, bevor man die SRT kannte.


Auf Wikipedia ging es dann noch weiter:
Aus heutiger Sicht kann seine Messung jedoch als erster experimenteller Nachweis der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit betrachtet werden.

Mit dem Aufkommen der Vorstellung von Licht als Wellenphänomen formulierte Augustin Fresnel 1818 eine andere Interpretation des Arago-Experiments. Danach schloss die Analogie zwischen mechanischen Wellen und Lichtwellen die Vorstellung ein, dass sich Lichtwellen in einem gewissen Medium ausbreiten müssen, dem sogenannten Äther, so wie sich auch Wasserwellen im Wasser ausbreiten.

Der Äther sollte dabei den Bezugspunkt für ein bevorzugtes Inertialsystem darstellen. Fresnel erklärte das Ergebnis von Arago durch die Annahme, dass dieser Äther im Inneren von Materie teilweise mitgeführt werde, in diesem Fall im verwendeten Prisma. Dabei würde der Grad der Mitführung in geeigneter Weise vom Brechungsindex abhängen.
Inzwischen wissen wir, den Äther gibt es nicht.



Nun schreibt er weiter:
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Um herauszufinden, ob Licht von A nach B eine andere Geschwindigkeit hat als von B nach A, muß man nur den Versuchsaufbau umdrehen und nochmal messen.
Hab ich schon erklärt, diese Aussage ist falsch. Hab ich auch mathematisch aufgezeigt, im Rahmen der SRT geht das nicht, und genau das hast Du ja im ersten Beitrag auch schon so richtig geschrieben.

Es ist nicht möglich, eine Anisotropie von Licht zu messen, prinzipiell nicht, und ganz sicher so erstrecht nicht.


Und somit ist dann das:
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Einweg-Geschwindigkeitskontrolle ist also seit 1810 machbar.
auch falsch.




Nun wird es etwas schwieriger, dazu wieder zwei Aussagen:
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:
Zitat von continuumcontinuum schrieb:So wie ich das lese, hat er die Konstanz der Zweiweg Lichtausbreitung gemessen.
Nein. Licht kommt nur aus Richtung des Sterns. Dann wird das Licht durch ein Prisma abgelenkt. Der Grad der Ablenkung ist geschwindigkeitsabhängig. Die Geschwindigkeit des aus dem Prisma austretenden Lichts ist unwichtig, nur der Ablenkwinkel wird gemessen; er gibt an, ob das am Prisma ankommende Licht des Sterns schneller ist als das Licht einer auf Erden befindlichen Lichtquelle, welches (ggf. aus der selben Richtung) aufs Prisma trifft.
Ganz sachlich, hier ist der klassische Punkt, an dem er sich vollends in den physikalischen Treibsand begibt, und er wird damit recht sicher nicht alleine sein. Denn das vollumfänglich zu verstehen, bedingt ein doch etwas tieferes Verständnis der Speziellen Relativitätstheorie.

Die Antwort klingt für einen 'Laien' erstmal logisch, das Licht kommt ja nur aus einer Richtung, ist aber wissenschaftlich gesehen ein Kategorienfehler.


Hier eine Analyse, warum so eine Argumentation in sich zusammenbricht:

  1. Das "Einweg"-Missverständnis

    Er glaubt, dass ein Experiment automatisch eine Einweg-Messung ist, sobald das Licht nur eine Strecke zurücklegt (Stern \to Prisma).


    Die Realität:

    Eine Einweg-Geschwindigkeit ist eine physikalische Größe, die die zurückgelegte Strecke (\Delta x) durch die Zeitdifferenz (\Delta t) teilt. Für \Delta t brauche ich zwei synchronisierte Uhren (eine am Stern, eine auf der Erde).


    Das Problem:

    Da wir keine Uhr am Stern haben, können wir die tatsächliche Flugzeit nicht messen. Wir messen lediglich eine lokale Interaktion des Lichts mit Materie (dem Prisma).



  2. Warum Arago (unbewusst) die Zweiweg-Eigenschaft bestätigt

    Und hier hast Du @continuum recht, wenn Du sagt, dass hier die Konstanz der "Zweiweg-Ausbreitung" (oder genauer, die Isotropie) gemessen wird. Ein lokales Experiment wie das von Arago misst den Brechungsindex n.


    Dieser ist definiert als:

    n = \frac{c}{v_{Phase}}

    In einer Welt, in der die Lichtgeschwindigkeit anisotrop wäre (also richtungsabhängig), würde sich nach den Gesetzen der SRT nicht nur die Geschwindigkeit des einfallenden Lichts (c) ändern, sondern auch die Ausbreitungsgeschwindigkeit innerhalb des Glases (v_{Phase}) sowie die Geometrie des Prismas selbst.


    Der Clou:

    Diese Effekte heben sich für einen lokalen Beobachter immer exakt auf. Das Ergebnis (der Ablenkwinkel) ist daher invariant. Er zeigt immer denselben Wert an, so als wäre die Lichtgeschwindigkeit in alle Richtungen gleich c. Arago misst also die Ununterscheidbarkeit von Richtungen – und das ist exakt das, was man unter der Konstanz der Zweiweg-Lichtgeschwindigkeit zusammenfasst.



  3. Der Vergleich mit der "Erden-Lichtquelle"

    Hier schreibt perttivalkonen, man vergleiche das Sternenlicht mit einer irdischen Lichtquelle.


    Der Denkfehler:

    Er glaubt, wenn beide Lichter denselben Winkel erzeugen, habe er bewiesen, dass beide "gleich schnell" sind (Einweg).


    Die Korrektur:

    Er beweist damit nur, dass das Relativitätsprinzip gilt. Da die irdische Lichtquelle und das Prisma im selben Inertialsystem ruhen, ist deren Messung sowieso eine lokale "Null-Messung". Dass das Sternenlicht dasselbe Ergebnis liefert, zeigt nur, dass die Geschwindigkeit der Quelle (der Stern) keine Rolle spielt. Das ist die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit, sagt aber absolut nichts über die Einweg-Isotropie aus.

Hier wird Dynamik mit Kinematik verwechselt.



Arago misst einen Impulsübertrag/Brechung (Dynamik). Eine Geschwindigkeitskontrolle (Kinematik) erfordert zwingend eine Definition von Gleichzeitigkeit über eine Distanz.

Solange er nicht erklären kann, wie er die Phasenfronten des Sternenlichts ohne Einstein-Synchronisation gegenüber seinem Prisma definiert, bleibt sein "Ablenkwinkel" eine rein lokale Beobachtung, die über die Einweg-Geschwindigkeit so viel aussagt wie ein Tacho ohne Zeiger.

Er versucht, ein metaphysisches Problem (die Konvention der Einweg-LG) mit einem Glasbaustein (Prisma) zu lösen. Das ist, als würde man versuchen, die absolute Zeit mit einer Sanduhr zu beweisen, während man auf einem Karussell sitzt.




Die Anatomie eines physikalischen Zirkelschlusses - Warum Arago die Einweg-Lichtgeschwindigkeit nicht "kontrollieren" kann:

Die Behauptung, man könne durch das bloße Umdrehen eines Versuchsaufbaus (wie dem von Arago) eine Richtungsabhängigkeit der Lichtgeschwindigkeit (\text{A} \to \text{B} vs. \text{B} \to \text{A}) nachweisen oder "unterscheiden", beruht auf einem fundamentalen Missverständnis der Speziellen Relativitätstheorie (SRT).

Es ist wichtig zu verstehen, dass die Einweg-Lichtgeschwindigkeit keine rein experimentelle Größe ist, sondern untrennbar mit der Definition von Gleichzeitigkeit verknüpft ist. Und das hattest Du @continuum im ersten Beitrag ja auch so schon erklärt.



Hier ist die mathematische und logische Herleitung, warum dieser "Umdreh-Trick" physikalisch unmöglich ist.

  1. Die mathematische Invarianz der Zweiweg-Laufzeit

    Jedes Experiment, das an einem Ort startet und endet (oder lokale Effekte wie Brechungswinkel nutzt), misst im Kern immer die Zweiweg-Eigenschaft des Lichts. Nehmen wir an, es gäbe eine Anisotropie, die durch einen Parameter \kappa beschrieben wird.


    Seien A und B zwei Punkte im Abstand L. Die Einweg-Lichtgeschwindigkeiten seien:

    c_{AB} = \frac{c}{1 - \kappa} \quad \text{und} \quad c_{BA} = \frac{c}{1 + \kappa} \quad \text{mit} \quad \kappa \in (-1,1)


    Die messbare Zweiweg-Laufzeit T (Hin- und Rückweg) berechnet sich als:

    T = \frac{L}{c_{AB}} + \frac{L}{c_{BA}}


    Einsetzen der Terme:

    T = L \left( \frac{1 - \kappa}{c} + \frac{1 + \kappa}{c} \right)
    T = \frac{L - L\kappa + L + L\kappa}{c}
    T = \frac{2L}{c}




    Ergebnis:

    Die messbare Zeit T ist völlig unabhängig von \kappa.


    Folgerung:

    Ein Umdrehen des Aufbaus vertauscht lediglich die Indizes, ändert aber nichts am Ergebnis T. Mathematisch ist \kappa innerhalb dieses Systems nicht bestimmbar.



  2. Warum der "Ablenkwinkel" das Problem nicht löst:

    Oft wird angeführt, man brauche keine Uhren, da man ja einen Ablenkwinkel (z. B. an einem Prisma) messen könne.


    Doch das ist ein Trugschluss, ein physikalische Zirkelschluss:

    Ein Ablenkwinkel ist eine Funktion der lokalen Lichtgeschwindigkeit relativ zum Medium (n = c/v). In einer Theorie, die eine Richtungsabhängigkeit (\kappa \neq 0) zulässt, ist die Definition von "Geschwindigkeit" jedoch zwingend an eine Synchronisations-Konvention gebunden.



    Fehlende Vergleichbarkeit:

    Um den Winkel \alpha_{AB} (Licht von A nach B) mit \alpha_{BA} (Licht von B nach A) physikalisch zu vergleichen, müsstest du sicherstellen, dass die physikalischen Bedingungen (wie die Gleichzeitigkeit der Wellenfronten) identisch sind.



    Die Falle:

    Da jede Synchronisation (z. B. nach Einstein) den Wert von c als isotrop voraussetzt, wird jede Messung eines Winkels zwangsläufig das Ergebnis liefern, das dieser Konvention entspricht.



  3. Fazit (Arago und die SRT):

    Arago hat 1810 bewiesen, dass die Lichtbrechung unabhängig von der Eigenbewegung des Beobachters ist. Das war ein Meilenstein, aber es war keine Messung der Einweg-Lichtgeschwindigkeit.

    Wer heute behauptet, man könne durch das Drehen eines Prismas eine Anisotropie nachweisen, ignoriert 120 Jahre theoretische Physik, die Lorentz-Kontraktion und Zeitdilatation.

    Diese Effekte sorgen in einem anisotropen Modell (wie der Lorentzschen Äthertheorie) exakt dafür, dass der "Ätherwind" in jedem lokalen Experiment (Winkel, Laufzeit, Interferenz) unsichtbar bleibt.



    Konvention:

    Die Isotropie der Lichtgeschwindigkeit ist in der SRT eine Definition, die nötig ist, um Zeit an verschiedenen Orten überhaupt erst vergleichbar zu machen.



    Kurz gesagt:

    Den Versuchsaufbau umzudrehen, um \kappa zu finden, ist so, als würde man versuchen, seinen eigenen Schatten zu überspringen. Die Struktur der Raumzeit verhindert, dass lokale Messungen diese Information preisgeben. Jede Behauptung des Gegenteils ist keine Physik, sondern ein Ignorieren der mathematischen Grundlagen der SRT.




Ja, ist wieder ein sehr langer Beitrag geworden, man kann den ja in Teilen lesen, ich wollte auch noch das Video zeigen und was dazu schreiben, aber das kommt dann in einen anderen Beitrag, wenn hier wer es möchte.


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Einweg-Lichtgeschwindigkeit

26.04.2026 um 21:24
Zitat von nocheinPoetnocheinPoet schrieb:Ja, ist wieder ein sehr langer Beitrag geworden, man kann den ja in Teilen lesen, ich wollte auch noch das Video zeigen und was dazu schreiben, aber das kommt dann in einen anderen Beitrag, wenn hier wer es möchte.
Ich versteh sehr vieles nicht aber vielen dank für deine Ausarbeitungen und dass du da immer genauer hinschaust. Ich lese es immer sehr gerne.


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Einweg-Lichtgeschwindigkeit

27.04.2026 um 13:34
@wing7

Danke fürs Feedback, ich mag nicht, wenn wo was "erklärt" wird, falsch erklärt wird, und es dann so falsch stehen bleibt. Auch finde ich, man sollte auf der Sachebene bleiben und andere nicht als Deppen darstellen, auch nicht implizit.


Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:
Zitat von continuumcontinuum schrieb am 24.04.2026:
(1/c+) + (1/c-) = 2/c ≠ c
Weia!
?


Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:1/a + 1/b ist nicht 2 / ((a+b)/2).
Ja und eine Birne ist kein Apfel und nun?

Oder mal etwas deutlicher, das harmonische Mittel ist nicht gleich dem arithmetischen Mittel. Stand doch nie wo zur Debatte oder?


Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Mal ein Rechenbeispiel. 1/9 + 1/11. 9 und 11 ergeben zusammen 20, durch 2 geteilt 10. 10 ist der Mittelwert von 9 und 11, wie c der Mittelwert Deines c+ und c- ist. eine 10 in meinem Rechenbeispiel entspricht also dem c in Deiner Rechnung. Um beide miteinander zu addieren, müssen die Teiler "gleich gemacht werden.

1x11/9x11 und 1x9/11x9
1/9 + 1/11 ist also dasselbe wie 11/99 + 9/99

Als Summe aber ergibt das (11+9)/99, also 20/99. Durch 10 geteilt, um im Zähler ne 2 stehen zu haben, ergibt das 2/9,9. Nicht 2/10, was Deinem 2/c entspräche. Je stärker die Werte voneinander abweichen, desto stärker weicht der so erreichte Teilerwert für 2/n vom Mittelwert ab. Bei 9 und 11 ist das Produkt 99 um 1² kleiner als 10², bei 8 und 12 ist das Ergebnis 96 um 2² kleiner, 7x13=91 um 3² kleiner als 100, 6x14 4² usw. usf.

Nur wenn c+ und c- exakt gleich schnell sind, ergibt Dein (1/c+) + (1/c-) tatsächlich besagtes 2/c. Sonst wäre das Ergebnis stets größer.
Gut, wir können hier einiges vorrechnen, die Frage ist, warum.

Fangen wir mal mit den einfachen Begriffen an, hier ist "Mittelwert" echt richtig gut. Es geht also im einen Mittelwert, nun da gibt es einige Wege so einen zu berechnen. Und @continuum hat hier das harmonische Mittel gezeigt, was für zwei unterschiedliche Geschwindigkeiten über dieselbe Strecke physikalisch auch so genau richtig ist. So wird das gemacht, frag den Physiker Deines Vertrauens.

Du zeigst hier nun, dass das arithmetische Mittel, nicht dem harmonischen Mittel entspricht. Ja, Birne ist nicht Apfel, nichts neues. Warum als zeigst Du das hier? Was ist der Grund?

Fakt ist, man muss hier mit dem harmonische Mittel, so wie @continuum es gezeigt hat rechnen, und nicht dem arithmetischen Mittel, welches Du hier zeigst.

Ich kann das später auch noch mal mathematisch vorrechnen und genauer aufzeigen und begründen.


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Einweg-Lichtgeschwindigkeit

28.04.2026 um 14:46
@OmegaMinus | @continuum |@Alien_pns | @Nemon | @wing7 | @plus

So, noch mal - für den Anfang - kurz und einfach, eine Erklärung, wo hier wer sich vertan hat. Also @perttivalkonen hat hier das arithmetische Mittel gerechnet, kann man nehmen, wenn man bestimmte Situationen hat und das Mittel wissen will. Peter verdient am Montag 20 € und am Dienstag 10 Euro, dann hat er in Summer 30 Euro und im Schnitt 15 Euro täglich verdient. Das ist das arithmetische Mittel, und geht hier recht gut.

Bei Geschwindigkeiten, macht das nicht immer wo so Sinn, und wenn man hier die Zeiten über zwei Mal dieselbe Wegstrecke hat, aber die Geschwindigkeiten sind unterschiedlich, rechnet man das nicht mit dem arithmetische Mittel, sondern mit dem harmonischen Mittel. Die Rechnung hab ich hier ja schon ein paar mal gezeigt, ich kann das gerne aber noch mal einfacher ableiten und erklären, wie das genau geht und warum und überhaupt.

Wenn es aber keinen Interessiert, ist das auch gut.


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Einweg-Lichtgeschwindigkeit

28.04.2026 um 15:04
Zitat von nocheinPoetnocheinPoet schrieb:mit dem harmonischen Mittel.
...das aber dann wohl nicht genau, sondern annähernd wäre?


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Einweg-Lichtgeschwindigkeit

28.04.2026 um 16:17
Zitat von Alien_pnsAlien_pns schrieb:
Zitat von nocheinPoetnocheinPoet schrieb:... mit dem harmonischen Mittel.
... das aber dann wohl nicht genau, sondern annähernd wäre?
Keine Ahnung, was genau Du meinst. Annähernd das Mittel gegenüber genau das Mittel?

Es gibt einfach für unterschiedliche Situationen unterschiedliche Wege das Mittel richtig zu berechnen. Bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten über die selbe Strecke, also hin und zurück zum Beispiel, nimmt man die Gleichung für das harmonische Mittel. Weil sonst Unfug rauskommen kann.

Wie gesagt, wenn das wen genauer interessiert, ich kann das an ein paar Beispielen konkret vorrechnen, aber so ein Beitrag kostet mich dann eben auch Zeit und wenn das keiner wissen mag, kann ich mir die Zeit auch sparen und was anderes damit anfangen.


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Einweg-Lichtgeschwindigkeit

28.04.2026 um 16:33
Zitat von Alien_pnsAlien_pns schrieb:...das aber dann wohl nicht genau, sondern annähernd wäre?
Was soll das heißen 'nicht genau'!?

Wenn ich diese Jahr 10% Lohnerhöhung bekomme und nächstes Jahr 30%, welche Lohnerhöhung habe im Mittel?
Antwort: Es ist nicht exakt 20%, denn 1.1 * 1.3 = 1.43 und 1.2 * 1.2 = 1.44
Hinweis: geometrisches Mittel benutzen

Ich fahre mit dem Auto 1h 100km/h und 1h 200 km/h. Welche Geschwindigkeit hatte ich im Mittel?
Antwort: 150km/h.
Hinweis: arithmetisches Mittel benutzen.

Ich fahre 100km mit 100km/h und 100km mit 200km/h. Welche Geschwindigkeit habe ich Mittel?
Antwort: Es ist nicht 150km/h, denn ich habe 200km in 1.5h zurück gelegt. 150km * 1,5 = 225km.
Hinweis: harmonisches Mittel benutzen

Wie passt 'nicht genau'!? Der gewählte Mittelwert muss halt mit Problem, Fragestellung, Modell korrespondieren.

Grüße
Omega Minus


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Einweg-Lichtgeschwindigkeit

28.04.2026 um 18:26
@OmegaMinus
@nocheinPoet

danke für die erklärung - ich lag mal daneben.


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Einweg-Lichtgeschwindigkeit

28.04.2026 um 19:07
@OmegaMinus

Ja, meine Güte, so gut, so kurz, hätte ich es recht sicher nicht erklären können. Auch das mit der Geschwindigkeit hast Du richtig gut erklärt, und damit spare ich mir das. Und es freut mich wirklich, wenn sich hier mal wer einfach den Staffelstab greift und Dinge so schön klar und richtig erklärt, perfekt.


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Einweg-Lichtgeschwindigkeit

29.04.2026 um 09:10
Danke, danke, zu viel der Ehre. :-)

Zum harmonischen Mittelwert, d.h. Durchschnittsgeschwindigkeit bei konstanter Strecke(!) fällt mir die noch die alte Frage ein:
Ein Rennfahrer möchte zwei Runden auf der Rennstrecke drehen. Für das gesetzte Zeitlinmit muss er eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 200 km/h fahren. Nun hat er in seiner ersten Runde aber nur 100km/h geschafft. Wie schnell muss er die zweite Runde fahren, um den Schnitt auf über beide Runden auf 200 km/h zu bringen?

Antwort: Es ist physikalisch unmöglich.

Um sich das Abseits von Mittelwertwahlirritationen vorzustellen: Wenn er die erste Runde halb so schnell fährt, ist das gesamte Zeitkontingent aufgebraucht. Er müsste die zweite Runde in Nullzeit fahren. Einstein sagt Nein.

Grüße
Omega Minus


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Einweg-Lichtgeschwindigkeit

29.04.2026 um 13:12
@OmegaMinus

Doch Du, es ist schon anerkennenswert. Erstmal hast Du es wirklich gut erklärt, wirklich gut.

Und dann gibt es eben eine etwas seltsame "Stimmung", wie beschreibt man es nun in Worten so, dass es passt?

Ich sage mal so, wir kommen alle nicht mit einem Studium der Physik auf die Welt, hier im Forum kann und soll man Fragen stellen dürfen. Ohne dann wo sich sorgen zu müssen, dass wer angehupft kommt und einen versucht dumm dastehen zulassen.

Wenn man mehr weiß, erkennt, gelernt und verstanden hat, zu einer Sache, kann man das ja sachlich erklären, kenne ich so aus anderen Foren, wo es um Physik und so geht.

Unschön wird es ganz sicher dann, wenn der "Erklärbär" hier andere bügelt, aber selbst tief im Nebel steht und eben Unfug verbreitet.

Und darum ist es toll, wenn man hier User findet, die was wissen und unterstützen, damit steht hier jetzt was im Thread, dass passt. Andere User die hier später lesen, bekommen die richtigen Informationen, gut so.


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