Schreiben mit KI
um 09:21Hallo, Ihr Lieben!
Benutzt vielleicht jemand von euch eine KI um Texte zu verfassen und wenn ja, welche? Funktioniert das gut?
Gestern gab es einen Beitrag dazu in das Tagesschau:
Künstliche Intelligenz als Romanautor - das Ende der Literatur?
https://www.tagesschau.de/tagesthemen/video-1558818.html
Das hat mich dazu inspiriert, es auszuprobieren und ChatGPT für mich einen Roman schreiben zu lassen.
Der Prompt:
Erster Entwurf des ersten Kapitels:
Kapitel 1 – Der Strand von Caladh Mòr
Der Wind kam wie immer vom Atlantik, salzig und unerbittlich, und rüttelte an den losen Dachschindeln von Mairis Cottage. Das kleine Haus hockte geduckt zwischen Heidekraut und schwarzem Fels, als wüsste es selbst, dass es hier draußen nichts zu lachen gab.
Mairi MacLeod stand in der offenen Tür, die Kaffeetasse in der Hand, und beobachtete, wie ihre fünf Katzen den Morgen inspizierten, als hätten sie persönlich Anspruch auf die Insel erhoben.
„Nicht zu weit“, murmelte sie.
Natürlich hörte keine von ihnen zu.
Bran, der schwarze Kater, führte wie immer die Expedition an. Dahinter trotteten die graue Eilidh, die rotgetigerte Sorcha, die schneeweiße Mòrag und — mit demonstrativer Verspätung — der dicke, würdevoll langsame Fergus.
Es war ein ruhiger Morgen. Zu ruhig, wie sich später herausstellen würde.
Das Telefon klingelte um 7:12 Uhr.
Mairi wusste sofort, dass etwas nicht stimmte. Niemand rief um diese Uhrzeit an, wenn nicht jemand gestorben war — oder gleich sterben würde.
Sie stellte die Tasse ab und griff zum Hörer.
„MacLeod.“
Am anderen Ende atmete jemand hörbar gegen den Wind.
„Mairi… du solltest runter zum Strand kommen.“ Es war Constable Iain Fraser. Seine Stimme klang angespannt. „Caladh Mòr.“
Mairi sagte nichts.
„Wir haben… eine Leiche gefunden.“
Jetzt stellte sie die Tasse ganz bewusst hin.
„Unfall?“
Eine Pause. Zu lang.
„Nein.“
Der Wind heulte durch die Leitung.
„Du solltest das selbst sehen.“
Zwanzig Minuten später fuhr Mairis alter Land Rover über den schmalen Küstenweg. Tiefe Wolken hingen über den Äußeren Hebriden wie nasses Tuch. Das Meer war bleigrau, aufgewühlt.
Kein Wetter für Spaziergänge.
Kein Wetter zum Sterben.
Schon von oben sah sie das Blaulicht.
Zwei Polizeiwagen. Absperrband, das im Wind peitschte. Und eine kleine Gruppe schweigender Inselbewohner, die so taten, als würden sie nicht starren.
Mairi parkte.
Noch bevor sie die Tür ganz geschlossen hatte, kam Iain auf sie zu. Sein Gesicht war blass unter dem roten Haar.
„Du wirst das nicht mögen.“
„Das tue ich selten“, sagte sie trocken.
Er führte sie über den nassen Sand.
Und dann sah sie ihn.
Der junge Mann lag halb im Spülsaum, als hätte das Meer versucht, ihn zurückzuholen — und es sich dann anders überlegt. Nackt. Die Haut unnatürlich hell gegen den dunklen Strand.
Aber das war nicht das, was Mairi innehalten ließ.
Sie ging langsam in die Hocke.
Auf den Rücken des Toten waren Symbole gemalt.
Dunkel.
Sorgfältig.
Absichtlich.
Der Wind frischte auf.
Mairi spürte, wie sich etwas Kaltes in ihrem Magen festsetzte.
„Hat ihn jemand identifiziert?“
Iain schüttelte den Kopf.
„Nicht von der Insel.“
Mairis Blick blieb auf den Zeichen.
Saubere Linien. Keine Panikarbeit. Das war geplant gewesen.
Sehr geplant.
Bran miaute plötzlich irgendwo hinter den Dünen — ein langgezogenes, unruhiges Geräusch.
Mairi richtete sich langsam auf.
„Iain“, sagte sie leise.
„Ja?“
Sie sah hinaus auf das graue, endlose Meer.
„Das hier wird häոէn.“
*******"
Was mir als erstes auffiel: Caladh Mòr ist ein realer Ort in Irland. Ganz schlecht, gerade, wenn man keine Ortskenntnis hat, sollte man besser fiktive Orte verwenden. Aber gut, das hatte ich nicht in den Prompt geschrieben. Bei einer KI muss man wirklich jedes Detail in den Prompt schreiben, von selbst kommt sie auf für Menschen Naheliegendes nicht.
Als zweites fiel der Fehler im letzen Satz auf:
„Das hier wird häոէn.“
Als drittes die wörtliche Übersetzung aus dem Englischen:
"You won't like this"
„Du wirst das nicht mögen.“
Auf Deutsch sagt man das nicht, man würde vielmehr sagen:
"Das wird dir nicht gefallen."
Und natürlich diese stilistischen Elemente, die ChatGPT in jeden Text einbaut und an denen man immer sofort erkennt, dass der Text von ChatGPT geschrieben wurde:
Dunkel.
Sorgfältig.
Absichtlich.
Außerdem ist es nicht möglich, eine Tasse zweimal abzustellen:
Sie stellte die Tasse ab und griff zum Hörer.
Und etwas weiter unten:
Jetzt stellte sie die Tasse ganz bewusst hin.
Außerdem ist es unlogisch, dass die Detektivin mit dem Auto zum Fundort fährt und eine ihrer Katzen mitnimmt. Wie sonst wäre es möglich, dass sie ihren Kater miauen hört?
Bran miaute plötzlich irgendwo hinter den Dünen — ein langgezogenes, unruhiges Geräusch.
Mir sind auch nicht alle Fehler/Ungereimtheiten sofort aufgefallen, also lautete meine erste Korrektur:
Benutzt vielleicht jemand von euch eine KI um Texte zu verfassen und wenn ja, welche? Funktioniert das gut?
Gestern gab es einen Beitrag dazu in das Tagesschau:
Künstliche Intelligenz als Romanautor - das Ende der Literatur?
https://www.tagesschau.de/tagesthemen/video-1558818.html
Das hat mich dazu inspiriert, es auszuprobieren und ChatGPT für mich einen Roman schreiben zu lassen.
Der Prompt:
Schreib bitte für mich einen Roman.Das Ergebnis war recht interessant und hat Potenzial, allerdings gibt es Logikfehler und auch fachliche Fehler.
Jeden Tag ein Kapitel. Es geht um eine junge Frau, die Detektivin ist, auf einer Insel auf den Äußeren Hebriden in einem Cottage lebt und 5 Katzen hat. Die Detektivin muss den Mord an einem jungen Mann lösen, dessen unbekleidete Leiche am Strand gefunden wurde und dem man Symbole auf den Rücken gemalt hat.
Erster Entwurf des ersten Kapitels:
Kapitel 1 – Der Strand von Caladh Mòr
Der Wind kam wie immer vom Atlantik, salzig und unerbittlich, und rüttelte an den losen Dachschindeln von Mairis Cottage. Das kleine Haus hockte geduckt zwischen Heidekraut und schwarzem Fels, als wüsste es selbst, dass es hier draußen nichts zu lachen gab.
Mairi MacLeod stand in der offenen Tür, die Kaffeetasse in der Hand, und beobachtete, wie ihre fünf Katzen den Morgen inspizierten, als hätten sie persönlich Anspruch auf die Insel erhoben.
„Nicht zu weit“, murmelte sie.
Natürlich hörte keine von ihnen zu.
Bran, der schwarze Kater, führte wie immer die Expedition an. Dahinter trotteten die graue Eilidh, die rotgetigerte Sorcha, die schneeweiße Mòrag und — mit demonstrativer Verspätung — der dicke, würdevoll langsame Fergus.
Es war ein ruhiger Morgen. Zu ruhig, wie sich später herausstellen würde.
Das Telefon klingelte um 7:12 Uhr.
Mairi wusste sofort, dass etwas nicht stimmte. Niemand rief um diese Uhrzeit an, wenn nicht jemand gestorben war — oder gleich sterben würde.
Sie stellte die Tasse ab und griff zum Hörer.
„MacLeod.“
Am anderen Ende atmete jemand hörbar gegen den Wind.
„Mairi… du solltest runter zum Strand kommen.“ Es war Constable Iain Fraser. Seine Stimme klang angespannt. „Caladh Mòr.“
Mairi sagte nichts.
„Wir haben… eine Leiche gefunden.“
Jetzt stellte sie die Tasse ganz bewusst hin.
„Unfall?“
Eine Pause. Zu lang.
„Nein.“
Der Wind heulte durch die Leitung.
„Du solltest das selbst sehen.“
Zwanzig Minuten später fuhr Mairis alter Land Rover über den schmalen Küstenweg. Tiefe Wolken hingen über den Äußeren Hebriden wie nasses Tuch. Das Meer war bleigrau, aufgewühlt.
Kein Wetter für Spaziergänge.
Kein Wetter zum Sterben.
Schon von oben sah sie das Blaulicht.
Zwei Polizeiwagen. Absperrband, das im Wind peitschte. Und eine kleine Gruppe schweigender Inselbewohner, die so taten, als würden sie nicht starren.
Mairi parkte.
Noch bevor sie die Tür ganz geschlossen hatte, kam Iain auf sie zu. Sein Gesicht war blass unter dem roten Haar.
„Du wirst das nicht mögen.“
„Das tue ich selten“, sagte sie trocken.
Er führte sie über den nassen Sand.
Und dann sah sie ihn.
Der junge Mann lag halb im Spülsaum, als hätte das Meer versucht, ihn zurückzuholen — und es sich dann anders überlegt. Nackt. Die Haut unnatürlich hell gegen den dunklen Strand.
Aber das war nicht das, was Mairi innehalten ließ.
Sie ging langsam in die Hocke.
Auf den Rücken des Toten waren Symbole gemalt.
Dunkel.
Sorgfältig.
Absichtlich.
Der Wind frischte auf.
Mairi spürte, wie sich etwas Kaltes in ihrem Magen festsetzte.
„Hat ihn jemand identifiziert?“
Iain schüttelte den Kopf.
„Nicht von der Insel.“
Mairis Blick blieb auf den Zeichen.
Saubere Linien. Keine Panikarbeit. Das war geplant gewesen.
Sehr geplant.
Bran miaute plötzlich irgendwo hinter den Dünen — ein langgezogenes, unruhiges Geräusch.
Mairi richtete sich langsam auf.
„Iain“, sagte sie leise.
„Ja?“
Sie sah hinaus auf das graue, endlose Meer.
„Das hier wird häոէn.“
*******"
Was mir als erstes auffiel: Caladh Mòr ist ein realer Ort in Irland. Ganz schlecht, gerade, wenn man keine Ortskenntnis hat, sollte man besser fiktive Orte verwenden. Aber gut, das hatte ich nicht in den Prompt geschrieben. Bei einer KI muss man wirklich jedes Detail in den Prompt schreiben, von selbst kommt sie auf für Menschen Naheliegendes nicht.
Als zweites fiel der Fehler im letzen Satz auf:
„Das hier wird häոէn.“
Als drittes die wörtliche Übersetzung aus dem Englischen:
"You won't like this"
„Du wirst das nicht mögen.“
Auf Deutsch sagt man das nicht, man würde vielmehr sagen:
"Das wird dir nicht gefallen."
Und natürlich diese stilistischen Elemente, die ChatGPT in jeden Text einbaut und an denen man immer sofort erkennt, dass der Text von ChatGPT geschrieben wurde:
Dunkel.
Sorgfältig.
Absichtlich.
Außerdem ist es nicht möglich, eine Tasse zweimal abzustellen:
Sie stellte die Tasse ab und griff zum Hörer.
Und etwas weiter unten:
Jetzt stellte sie die Tasse ganz bewusst hin.
Außerdem ist es unlogisch, dass die Detektivin mit dem Auto zum Fundort fährt und eine ihrer Katzen mitnimmt. Wie sonst wäre es möglich, dass sie ihren Kater miauen hört?
Bran miaute plötzlich irgendwo hinter den Dünen — ein langgezogenes, unruhiges Geräusch.
Mir sind auch nicht alle Fehler/Ungereimtheiten sofort aufgefallen, also lautete meine erste Korrektur:
Das ist schon sehr gut, mir gefällt die Geschichte.
Ich habe einige Anmerkungen. 1. Bitte ersetze „Du wirst das nicht mögen.“ durch "Das wird dir nicht gefallen" und passe auch Mairis Antwort entsprechend an.Mittlerweile sind wir viele Unterhaltungen weiter. Je mehr man darüber nachdenkt, desto mehr fällt mir noch ein. Ein sehr spannendes Projekt jedenfalls. Wenn es euch interessiert, schreibe ich gerne weiter, wie sich der Roman entwickelt.
2. Logikfehler: Wenn Mairi mit dem Auto zum Strand fährt, muss er etwas weiter von ihren Haus entfernt liegen, andernfalls ginge sie zu Fuß hin. Es ist also nicht möglich, dass Mairi ihren Kater Bran am Stand miauen hört, wenn der Kater zu Hause ist.

