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Schreiben mit KI

34 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Literatur, KI, Krimi ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Schreiben mit KI

26.02.2026 um 22:16
Hier wird das sehr gut erklärt:

https://konradweber.ch/2023/03/11/tool-nutzerorientierter-journalismus/


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Schreiben mit KI

26.02.2026 um 22:24
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Die Geschichten finde ich entzückend! Davon möchte ich bitte mehr lesen. 🙂
Ich finde die KI ist ein lustiges "Spielzeug"!

Der lustige Lurch und das fröhliche Schnecklein im "Crazy House" in Dalat!
Das Abenteuer im "Crazy House" von Da Lat
In den kühlen Bergen von Da Lat stießen der lustige Lurch und das fröhliche Schnecklein auf ein Bauwerk, das selbst ihre kühnsten Träume übertraf: das Hằng Nga Guesthouse, besser bekannt als das Crazy House. Für einen Lurch, der organische Formen liebt, und ein Schnecklein, das Kurven vergöttert, war dies der ultimative Spielplatz.

1. Die Treppen des Wahnsinns
Die Architektur gleicht einem riesigen, geschmolzenen Baum aus Beton. Der Lurch nahm die schmalen Außenstege, die sich wie Ranken in schwindelerregender Höhe zwischen den Gebäudeteilen winden, im sportlichen Dreisprung. „Vorsicht, Schnecklein!“, rief er, während er über eine Brücke balancierte, die kaum breiter als ein Baguette war. Das Schnecklein jedoch lachte nur. Mit seinem biologischen Allradantrieb (Adhäsion!) klebte es sicher an der Unterseite des Geländers und genoss die Aussicht auf die Stadt kopfüber.

2. Das Spinnennetz-Zimmer
In einem der Themenzimmer war alles mit künstlichen Spinnenweben aus Stahl und Glas dekoriert. Der Lurch, dessen Instinkte sofort auf „Mittagessen“ schalteten, versuchte eine der Glas-Spinnen zu schnappen und holte sich eine Beule am Kiefer. Das Schnecklein nutzte die glatten Glasflächen als Bobbahn und rutschte in rasantem Tempo (für Schneckenverhältnisse ca. 0,05 km/h) die geschwungenen Wände hinab. „Das ist effizienter als jede nuclear power!“, jubelte das Schnecklein, während es eine glitzernde Spur auf dem Kunstwerk hinterließ.

3. Die Begegnung mit dem Adler
Im „Adler-Zimmer“ thronten sie auf der gigantischen Steinskulptur des Greifvogels. Der Lurch spaltete seine Zunge vor Vergnügen, da die kühle Bergluft seine Haut perfekt hydrierte. Von hier oben wirkte das Crazy House wie ein verwunschener Dschungel, der aus dem Boden geschossen war. Sie fühlten sich wie die Könige von Da Lat, fernab von jeder geraden Linie der Welt.

4. Der Ausgangs-Irrgarten
Als sie den Ausgang suchten, verirrten sie sich in einem Treppenhaus, das plötzlich im Nichts endete. Der Lurch wollte gerade einen gewagten Sprung in einen künstlichen Pilz wagen, als das Schnecklein ihn bremste: „Warte, mein Freund! Wenn wir dieser Schneckenhaus-Windung folgen, kommen wir direkt zur Cafeteria.“ Und tatsächlich: Die Intuition des Schneckleins für spiralförmige Architektur war unfehlbar.

Am Ende des Tages saßen beide erschöpft, aber glücklich in einem der bizarren Fensterlöcher und beobachteten, wie der Nebel von Da Lat das Haus langsam verschlang.
Quelle: https://gemini.google.com/app/7cec7a7ac3a27275?hl=de

PS.: Im "Crazy House" war ich selbst auch schon!


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26.02.2026 um 22:40
@krungt
Wieder sehr amüsant zu lesen. Ich google jetzt dieses Crazy House 🙂


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27.02.2026 um 14:56
Zitat von m.A.om.A.o schrieb:Wenn einer ein guter Erzähler oder Denker ist, aber Probleme hat, seine "schwurbeleien" in ein schriftliches Format darzustellen (Keyboardlegastheniker) , ist die KI sicherlich ein gutes Hilfsmittel.
Ich glaube, das gibt es nicht:. Ein "guter Erzähler" der nicht gut erzählen kann.
Und für alles andere gibt es Rechtschreibprogramme.
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Was machst du denn beruflich?
Ich schreibe Texte :D (Journalismus)
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Ich sehe das nicht so eng: kommt auf den Text an
Touché :D

Ja, kommt auf den Text an.
Ich spreche von literarischen Texten (dazu zählen im Journalismus bspw. die Textsorten Reportage oder Glosse), nicht von Gebrauchstexten.

Je mehr man KI für sich arbeiten lässt, desto mehr verlernt man, es selber zu tun.
Und das meine ich durchaus wörtlich.
use it, or you lose it.

Das gilt für alles im Leben. Jede Fertigkeit, die man erworben hat, wird man verlernen, wenn man sie nicht benutzt.

("Verlernen" nicht unbedingt in dem Sinn, dass man es gar nicht mehr kann, sondern dass man eklatant schlechter darin wird)


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27.02.2026 um 17:54
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Ich glaube, das gibt es nicht:. Ein "guter Erzähler" der nicht gut erzählen kann.
Wenn jemand (so wie ich) eine Hypothese erstelle, dann habe ich bestimmte Eckdaten, aus denen ich ein bestimmtes Ergebnis formulieren möchte. Jedoch wenn ich diese Daten so niederschreibe, wie ich die gerade im Kopf habe, kommt nur ein Wirrwarr raus, wo dann andere nicht so ganz Schlau werden, da mir nicht immer der passende Fachbegriff wie der "Quantenkaskadenlaser" im Beitrag Humanoide Roboter, Untergang der Weltreligionen? (Beitrag von m.A.o) bekannt ist.
Um diesen Begriff zu finden und sinnvoll in mein Pamphlet einzupflegen ist die KI schon ein gutes Hilfsmittel.
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Und für alles andere gibt es Rechtschreibprogramme.
Und als Rechtschreibprogramm kann man ohne weiteres eine KI verwenden.


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27.02.2026 um 18:15
Zitat von m.A.om.A.o schrieb:Wenn jemand (so wie ich) eine Hypothese erstelle, dann habe ich bestimmte Eckdaten, aus denen ich ein bestimmtes Ergebnis formulieren möchte. Jedoch wenn ich diese Daten so niederschreibe, wie ich die gerade im Kopf habe, kommt nur ein Wirrwarr raus, wo dann andere nicht so ganz Schlau werden, da mir nicht immer der passende Fachbegriff wie der "Quantenkaskadenlaser" im Beitrag Humanoide Roboter, Untergang der Weltreligionen? (Beitrag von m.A.o) bekannt ist.
Um diesen Begriff zu finden und sinnvoll in mein Pamphlet einzupflegen ist die KI schon ein gutes Hilfsmittel.
Du redest da von zwei verschiedenen Dingen.
Zum einen von der Erzählstruktur und zum anderen von der Suche nach bestimmten Begriffen.
Was die Hilfe bei Synonymen oder Fachbegriffen betrifft, finde ich KI ein durchaus legitimes Hilfsmittel.

Und was das andere betrifft, bestätigst du mich ja, wenn du sagst, so wie du es im Kopf hast ist es ein Wirrwar, aus dem niemand schlau wird.
Mit anderen Worten: Du bist kein guter Erzähler.
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Ich glaube, das gibt es nicht:. Ein "guter Erzähler" der nicht gut erzählen kann.
Du hast vielleicht gute, interessante Ideen, aber bist eben kein guter Erzähler, wenn nur ein Wirrwarr heraus kommt.

(Fühl dich bitte nicht persönlich angegriffen, aber da du dich selbst ins Spiel gebracht hast, habe ich auch darauf Bezug genommen)


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27.02.2026 um 18:37
Zitat von m.A.om.A.o schrieb:guter Erzähler oder Denker ist
@Groucho
Das kommt daher, da du meinen Beitrag "zerlegt" hast.


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15.03.2026 um 13:54
Irgendwie verliert die KI den Handlungsfaden in der Geschichte. Obwohl ich Logikfehler aufgezählt habe und nur wollte, dass diese korrigiert werden, schreibt ChatGPT die Geschichte komplett um.

Prompt:
Schreibe die Geschichte in ihrer ursprünglichen Form, korrigiere nur die Fehler.
Den Perspektivenwechsel auf Callum und Ewan und wie sie sie Leiche fanden, behandeln wir in Kapitel 3
Resultat:
Verstanden.
Wir bleiben bei deiner ursprünglichen Fassung – Ton, Atmosphäre, Aufbau – und korrigieren nur die Logikfehler im Ablauf. Keine neue Dramaturgie, kein Umschreiben des Stils, nur saubere Chronologie und realistische Polizeiarbeit.

Hier sind Kapitel 1 und 2 in korrigierter Form.


---

Kapitel 1 – Der Strand von Sgeirhavn

Der Wind kam wie immer vom Atlantik, salzig und unerbittlich, und rüttelte an den losen Dachschindeln von Mairis Cottage auf Eilean na Tàirneanaich. Das kleine Haus hockte geduckt zwischen Heidekraut und schwarzem Fels, als wüsste es selbst, dass es hier draußen nichts zu lachen gab.

Mairi MacLeod stand in der offenen Tür, die Kaffeetasse in der Hand, und beobachtete ihre fünf Katzen.

Bran führte die Expedition an. Der große schwarze Kater bewegte sich mit der ruhigen Selbstverständlichkeit eines Tieres, das sich für den eigentlichen Besitzer der Insel hielt. Eine Kerbe in seinem Ohr zeugte von vergangenen Kämpfen.
Dahinter trotteten Eilidh, schlank und wachsam, Sorcha mit ihrem rotgoldenen Fell, Mòrag, weiß mit dunklem Fleck über dem Auge, und – mit würdevoller Verspätung – Fergus, groß, grau getigert und von stoischer Gelassenheit.

Das Telefon klingelte um 7:12 Uhr.

Mairi stellte die Tasse ab und ging hinein.

„MacLeod.“

Am anderen Ende meldete sich Detective Constable Iain Fraser. Seine Stimme war ruhig, aber gespannt.

„Wir haben einen Toten am Strand von Sgeirhavn. Männlich. Wurde heute Morgen von einem Fischer gefunden.“

„Unfall?“

„Möglich“, sagte Iain. Dann eine kurze Pause. „Aber irgendwas stimmt hier nicht. Nenn es Intuition. Aber schau es dir selbst an.“

Mairi schwieg einen Moment.

„Wurde etwas bewegt?“

„Nein. Ich habe die Finder angewiesen, Abstand zu halten. Der Körper liegt noch in situ. Wir sichern gerade den Bereich.“

„Ich bin unterwegs.“

Sie legte auf, griff nach ihrer Jacke und den Autoschlüsseln. Die Katzen sahen ihr kurz nach, als sie die Tür hinter sich schloss.


---

Der Strand von Sgeirhavn lag unter tiefhängenden Wolken. Die Flut zog sich langsam zurück und hinterließ nassen, dunklen Sand.

Der Tote lag bäuchlings im Übergang zwischen Spülsaum und trockenerem Strand. Die Kleidung war durchnässt. Der Kopf zur Seite gedreht, das Gesicht halb im Sand.

Auf dem Rücken zeichneten sich durch das nasse Hemd dunkle Linien ab. Regelmäßig. Bewusst gesetzt.

Iain stand einige Meter entfernt und wartete auf sie.

„Finder?“

„Zwei Männer. Ein Fischer, Callum MacInnes. Und Ewan Murray. Sie stehen oben am Fußweg. Ein Kollege ist bei ihnen.“

Mairi sah zum Körper.

„Spurensicherung ist informiert?“

„Unterwegs.“

Der Wind riss am Absperrband, das den Zugang vom Fußweg zum Strand markierte.


---

Kapitel 2 – Dokumentation

Inzwischen hatten sich oberhalb des Fußwegs mehrere Inselbewohner versammelt. Auf einer kleinen Insel sprach sich so etwas schnell herum. Zwei Uniformierte hielten die Neugierigen konsequent zurück und achteten darauf, dass niemand den abgesperrten Bereich betrat.

Callum MacInnes und Ewan Murray standen etwas abseits. Ein Beamter hatte ihre Personalien aufgenommen und sie angewiesen, zu bleiben, bis die Ermittler mit ihnen gesprochen hatten.

Mairi und Iain zogen Handschuhe über.

„Erst alles dokumentieren“, sagte sie ruhig.

Sie fotografierten den Körper in situ – Totale, Umgebung, Abstand zum Wasser, mögliche Fußspuren im Sand. Dann näherten sie sich dem Rücken des Toten. Die dunklen Linien waren deutlich sichtbar.

Iain betrachtete sie einen Moment.

„Er könnte theoretisch ertrunken sein.“

Mairi sah länger hin.

„Das tut es selten.“

Er sah sie an.

„Dass es so einfach ist“, ergänzte sie.

Sie richtete sich auf. „Gut. Bringen wir die Finder.“

Die beiden Männer traten näher.

„Wer hat die Leiche zuerst gesehen?“, fragte Mairi.

„Ich“, sagte der Ältere.

„Ihr Name?“

„Callum MacInnes.“

„Und Sie?“

„Ewan Murray.“

Mairi nickte.

„Ihre Personalien wurden bereits aufgenommen. Jetzt erzählen Sie mir bitte genau, was geschehen ist. Und bevor Sie beginnen: Haben Sie die Leiche berührt, bewegt oder irgendetwas am Fundort verändert?“

„Nein“, sagte Callum sofort.
Ewan schüttelte ebenfalls den Kopf. „Nein.“

„Gut“, sagte Mairi ruhig. „Dann fangen wir von vorn an.“

Der Wind strich über den Strand, und oberhalb des Absperrbandes beobachtete die Insel schweigend, wie ihr Morgen eine andere Richtung nahm.


---

Damit ist:

der zeitliche Ablauf korrekt

Iain zuerst am Fundort

Mairi kommt danach

Dokumentation vor Befragung

Finder bleiben beaufsichtigt

keine Bewegungen der Leiche

keine doppelte oder unlogische Szene


Im nächsten Schritt können wir in Kapitel 3 sauber in die Perspektive von Callum und Ewan wechseln und detailliert schildern, wie der Fund wirklich ablief — ohne die Struktur von Kapitel 1 zu verändern.



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15.03.2026 um 14:14
Zitat von GrouchoGroucho schrieb am 27.02.2026:Ich schreibe Texte :D (Journalismus)
Interessant! Welche Richtung? Tageszeitung, Illustrierte, Fachjournal...?

Ich arbeite auch in einem Medienbetrieb und habe viel mit Journalist:innen zu tun. Das Erschreckende daran: manche davon können gar nicht gut schreiben. Dass da am Ende ein brauchbarer Text herauskam, war ganz offensichtlich dem Lektorat zu verdanken. Dieses wurde nun zugunsten einer KI-Korrektursoftware eingespart und die Mitarbeiter:innen durften zuerst die KI füttern, die sie nun ersetzt hat. Und das merkt man leider sehr deutlich.

Ich frage mich, wie Menschen beruflich texten können, die nicht einmal über den Wortschatz verfügen, um Redensarten nicht zu vermischen oder komplett zu verhunzen. Wenn ich das lese, reißt es mich jedesmal. 😏
Zitat von GrouchoGroucho schrieb am 27.02.2026:Ja, kommt auf den Text an.
Ich spreche von literarischen Texten (dazu zählen im Journalismus bspw. die Textsorten Reportage oder Glosse), nicht von Gebrauchstexten.
Journalistische Texte zählen für mich zu den Gebrauchstexten, da sie ja nicht als Kunstform für sich, sondern für die Leser:innen geschrieben werden. Sie sollen berichten (Fakten, Nachrichten) erklären (Kontext, Reportagen), Statements abgeben (Meinungsstücke, Emotion).

Literarische Texte sind für mich beispielsweise Lyrik oder Prosatexte wie Kurzgeschichten, Romane, Novellen, die geschrieben werden, einfach um geschrieben zu werden - also als künstlerische Ausdrucksformen der Autor:innen. Wenn sie gelesen werden, weil sie jemandem gefallen, ist das natürlich gut für die Autor:innen, aber sie würden vermutlich auch schreiben, wenn ihre Texte niemand liest.

Journalist:innen werden hingegen dafür bezahlt, für die Zielgruppe entsprechene Texte zu verfassen. Zumindest ist das in unserem Betrieb so. Geschrieben wird das, was die meisten Abos bringt und dahinter steht ein knallhartes Reporting aller Texte.
Zitat von GrouchoGroucho schrieb am 27.02.2026:Je mehr man KI für sich arbeiten lässt, desto mehr verlernt man, es selber zu tun.
Und das meine ich durchaus wörtlich.
use it, or you lose it.
Das kommt darauf an, wie man sie einsetzt, so meine Erfahrung. Bei uns sind die Journalist:innen zum Beispiel dazu angehalten, ihre Formulierung für die Suchmaschinen zu optimieren, damit ihre Artikel auch gefunden werden. Dafür gibt es eine KI, die Vorschläge liefert, die man annehmen kann, aber nicht muss. Wenn ein Artikel aber online zu schlecht performt (man sieht ja durch das Tracking, wie Leser:innen zu diesem Artikel gekommen sind und in den meisten Fällen tun sie das über eine Suchmaschine), wird sich die/der jeweilige Autor:in früher oder später dafür rechtfertigen müssen.

Sie sind weiters auch angehalten, so zu formulieren, dass bestimmte User Needs erfüllt werden und auch dafür gibt's eine KI, die dafur Vorschläge liefert.

Journalismus ist heute ein knallhartes Geschäft, da geht es längst nicht mehr um künstlerisches Texten. Das ging bei reinen Print-Publikationen vielleicht noch, aber die verkaufen sich heute nicht mehr gut.


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Schreiben mit KI

16.03.2026 um 13:57
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:dem Lektorat zu verdanken. Dieses wurde nun zugunsten einer KI-Korrektursoftware eingespart und die Mitarbeiter:innen durften zuerst die KI füttern, die sie nun ersetzt hat.
Ja, ein Lektorat, welches seinen Namen verdient, gibt es nicht mehr häufig...
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Ich frage mich, wie Menschen beruflich texten können, die nicht einmal über den Wortschatz verfügen, um Redensarten nicht zu vermischen oder komplett zu verhunzen. Wenn ich das lese, reißt es mich jedesmal
Frag das doch mal deine Kolleg*innen :D
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Journalistische Texte zählen für mich zu den Gebrauchstexten, da sie ja nicht als Kunstform für sich, sondern für die Leser:innen geschrieben werden.
Ich finde nicht, dass das ein Unterscheidungskriterium ist.
Außerdem hatte ich ja auch innerhalb der journalistischen Textsorten unterschieden (zwischen Gebrauchstexten und literarischen Texten).
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Das kommt darauf an, wie man sie einsetzt, so meine Erfahrung. Bei uns sind die Journalist:innen zum Beispiel dazu angehalten, ihre Formulierung für die Suchmaschinen zu optimieren, damit ihre Artikel auch gefunden werden. Dafür gibt es eine KI, die Vorschläge liefert, die man annehmen kann, aber nicht muss. Wenn ein Artikel aber online zu schlecht performt (man sieht ja durch das Tracking, wie Leser:innen zu diesem Artikel gekommen sind und in den meisten Fällen tun sie das über eine Suchmaschine), wird sich die/der jeweilige Autor:in früher oder später dafür rechtfertigen müssen.

Sie sind weiters auch angehalten, so zu formulieren, dass bestimmte User Needs erfüllt werden und auch dafür gibt's eine KI, die dafur Vorschläge liefert
Das beschreibt die Art von "Journalismus" , die ich eher meide.
Ich habe bei dem Begriff Journalismus eher die alte Schule vor Augen (also Menschen, die selbst schreiben und recherchieren, weil sie ein Thema wichtig oder mindestens interessant finden).
Was du da beschreibst - ich weiß, dass es das gibt - habe ich beruflich zum Glück nie selbst erfahren müssen.
Ich schreibe meine Texte immer selbst und benutze nie KI
Und diese Fähigkeit verliert man, wenn man sie nicht mehr nutzt.
(Verlieren nicht im Sinne, dass man keinen zusammenhängenden Text mehr schreiben kann, sondern dass man darin einfach schlechter wird.)

Ich habe in meinen Anfangsjahren gern mal den Stil von Harry Rowohlt kopiert (keine konkreten Formulierungen, sondern den Tonfall).
Damals war ich richtig gut darin, heute könnte ich das nicht mehr. Eiinngach weil ich es ewig nicht mehr gemacht habe.
Ich bleibe dabei: Use it, or you lose it


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Schreiben mit KI

16.03.2026 um 14:40
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Ja, ein Lektorat, welches seinen Namen verdient, gibt es nicht mehr häufig..
Leider, es wird zunehmend eingespart.
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Frag das doch mal deine Kolleg*innen
Die sind eh schon nicht so erfreut, wenn ich sie auf die Fehler/Stilblüten aufmerksam mache 🫣. Ich werde mich hüten!
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Ich finde nicht, dass das ein Unterscheidungskriterium ist.
Was ist dann für dich das Unterscheidungskriterium? Magst du das genauer ausführen?
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Außerdem hatte ich ja auch innerhalb der journalistischen Textsorten unterschieden (zwischen Gebrauchstexten und literarischen Texten).
Ja, das hattest du, aber nicht im Detail. Wenn du magst, nenn mir Beispiele und begründe sie. Mich interessiert das sehr.
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Das beschreibt die Art von "Journalismus" , die ich eher meide.
Ich habe bei dem Begriff Journalismus eher die alte Schule vor Augen (also Menschen, die selbst schreiben und recherchieren, weil sie ein Thema wichtig oder mindestens interessant finden).
Das tun sie nach wie vor, aber sie setzen die KI als Hilfsmittel dazu ein. Es ist ja nicht so, dass der gesamte Text von der KI verfasst wird, sondern nur einzelne Formulierungen.

Früher ging man in die Bibliothek zur Recherche, das macht man heute nur mehr dann, wenn irgendein Werk nicht online verfügbar ist. Die meisten sind das mittlerweile. Heute macht man das via Google und Fernleihe. Wenn es erforderlich ist, Gespräche zu führen, dann bevorzugt telefonisch oder via Videokonferenz, denn hinreisen ist ihr den meisten Fällen zu teuer es muss schon eine sehr gute Geschichte sein, damit das bezahlt wird. Innerhalb Wiens ist das natürlich kein Problem, da haben die meisten ohnehin ein Klimaticket.

Und jetzt kommt halt noch die KI als weiteres Werkzeug zu Google hinzu.
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Was du da beschreibst - ich weiß, dass es das gibt - habe ich beruflich zum Glück nie selbst erfahren müssen.
Ich weiß nicht, wie alt du bist, aber in den meisten Redaktionen ist das mittlerweile bereits so, zumindest in Österreich (wie es in anderen Ländern ist, weiß ich nicht). Alles wird kostenoptimiert und Mitarbeiter:innen eingespart. Das bedingt natürlich, dass die übrigen mehr und schneller schreiben müssen und quasi Artikel am Fließband produzieren. Gerade tagesaktuelle Berichterstattung nimmt den Großteil des Tagesgeschäfts ein. Reportagen, bei denen man länger dran arbeitet, sind eher was für die Sonntagsausgabe oder Sonderausgaben zu einem bestimmten Thema.

Beispielsweise jährt sich heute der erste Corona-Lockdown in Österreich zum sechsten Mal. Dazu wird es sicher auch einiges geben, nehme ich an.

Es verändert sich gerade sehr viel im Journalismus und nicht alles davon ist gut.


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16.03.2026 um 17:51
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Was ist dann für dich das Unterscheidungskriterium? Magst du das genauer ausführen?
Ganz einfach: Art und Intention des Textes.
Die Motivation des Autors hat bei der Bestimmung der Textart nichts zu suchen.

Beispiel Reportage.
Natürlich ist das im Kern ein journalistischer Text, aber mit literarischen Mitteln umgesetzt.
Hier kommen nicht nur die reinen Fakten in den Text, sondern auch die Eindrücke der Autor*innen, die das jeweilige Reportage Thema bearbeiten. Und bei guten Autor*innen liest sich das dann wie eine spannende Geschichte
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Wenn es erforderlich ist, Gespräche zu führen, dann bevorzugt telefonisch oder via Videokonferenz, denn hinreisen ist ihr den meisten Fällen zu teuer es muss schon eine sehr gute Geschichte sein, damit das bezahlt wird. Innerhalb Wiens ist das natürlich kein Problem, da haben die meisten ohnehin ein Klimaticket.
Außer wenn ich Buchrezensionen geschrieben habe, war es bei mir (also in meiner Redaktion) immer erforderlich einen (mindestens) "O-Ton" zu besorgen. Was schon mal ziemlich blöd sein kann, wenn du deinen Text in zwei Tagen abgeben musst und die Person, von der du unbedingt einen O-Ton im Artikel haben willst, dir am Telefon sagt "Gesprächstermin? Ja, sehr gerne. Wie wäre es in zwei Wochen?" :D
Dann kommt aber Hektik auf :D (war so einer meiner größeren Anfängerfehler)
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Innerhalb Wiens ist das natürlich kein Problem, da haben die meisten ohnehin ein Klimaticket.
Seit Corona haben die Telefoninterviews deutlich zugenommen, ja. Und ich mache das wenn es geht immer noch so. Spart mir einfach Zeit, wenn ich mit jemandem am Telefon reden kann statt extra zu ihm zu fahren.


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16.03.2026 um 20:44
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Ganz einfach: Art und Intention des Textes.
Die Motivation des Autors hat bei der Bestimmung der Textart nichts zu suchen.
Hm, das ist mir unklar. Für mich ist Intention so ziemlich dasselbe wie Motivation der/des Autor:in.

Die Intention eines Textes entsteht ja aus der Motivation. Was will ich schreiben? Was soll der Text bewirken? Was möchte ich damit aussagen?
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Beispiel Reportage.
Natürlich ist das im Kern ein journalistischer Text, aber mit literarischen Mitteln umgesetzt.
Hier kommen nicht nur die reinen Fakten in den Text, sondern auch die Eindrücke der Autor*innen, die das jeweilige Reportage Thema bearbeiten. Und bei guten Autor*innen liest sich das dann wie eine spannende Geschichte
Okay, das verstehe ich, glaube ich. Das heißt, dir kommt es darauf an, wie der Text geschrieben wird und welche Stilmittel dafür eingesetzt werden?
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Außer wenn ich Buchrezensionen geschrieben habe, war es bei mir (also in meiner Redaktion) immer erforderlich einen (mindestens) "O-Ton" zu besorgen.
Das ist interessant, das ist bei uns nicht üblich. Es geht bei der Berichterstattung über bestimmte Ereignisse ja nicht immer darum, dass jemand irgendwas dazu gesagt hat. Also wenn beispielsweise über die Angriffe der USA im Iran berichtet wird, gibt's da nicht unbedingt Stimmen von Menschen dazu. Anders ist es, wenn ein:e Politiker:in etwas sagt, dann wird das Gesagte natürlich zitiert. Da wird aber auch nicht jedesmal mit der Person noch extra gesprochen. Es reicht, wenn sie Aussage zum Beispiel im Parlament gemacht wurde.

Viel Info kommt auch über die Nachrichtenagenturen herein und wird dann daraus zitiert.

Es gibt aber natürlich auch Interviews mit verschiedenen Personen. Auch gerne bei uns im Haus, dann kommt auch gleich ein:es Fotograf:in mit.
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Was schon mal ziemlich blöd sein kann, wenn du deinen Text in zwei Tagen abgeben musst und die Person, von der du unbedingt einen O-Ton im Artikel haben willst, dir am Telefon sagt "Gesprächstermin? Ja, sehr gerne. Wie wäre es in zwei Wochen?" :D
Dann kommt aber Hektik auf :D (war so einer meiner größeren Anfängerfehler)
Das kann ich mir vorstellen 🤣
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Seit Corona haben die Telefoninterviews deutlich zugenommen, ja. Und ich mache das wenn es geht immer noch so. Spart mir einfach Zeit, wenn ich mit jemandem am Telefon reden kann statt extra zu ihm zu fahren.
Ja, finde ich durchaus in Ordnung. Das Problem ist eher, einen ruhigen Ort dafür zu finden. Mittlerweile gibt's ja überall Großraumbüros. 😏Wie ich sie hasse! Der Lärmpegel da ist für mich unerträglich, ich bin froh, dass ich viel von zu Hause aus arbeiten kann.


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Schreiben mit KI

17.03.2026 um 18:23
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Hm, das ist mir unklar. Für mich ist Intention so ziemlich dasselbe wie Motivation der/des Autor:in.

Die Intention eines Textes entsteht ja aus der Motivation. Was will ich schreiben? Was soll der Text bewirken? Was möchte ich damit aussagen?
Ich bezog mich mit der Motivation auf deine Aussage "der Journalist ist ein Auftragsschreiber und schreibt für ein Publikum und der literarische Autor muss schreiben auch wenn es niemand liest" Das sind nicht original deine Worte sondern so paraphrasiert wie ich dich verstanden hatte.

Anders gesagt: Um einen Text einer Textsorte zuzuordnen, muss man sich allein den Text und seine Merkmale anschauen.
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Das Problem ist eher, einen ruhigen Ort dafür zu finden. Mittlerweile gibt's ja überall Großraumbüros. 😏Wie ich sie hasse! Der Lärmpegel da ist für mich unerträglich, ich bin froh, dass ich viel von zu Hause aus arbeiten kann.
Ich mache das ausschließlich von zu Hause.
Hat aber den Nachteil, dass ich per Hand mitschreibe, während ich in der Redaktion ein spezielles Telefon mit Aufnahmefunktion nutzen könnte.
Ich sage Interviewpartner*innen stets vorher "Wenn kurze Pausen entstehen, in denen ich nicht antworte oder reagiere, liegt das daran, dass ich per Hand mit schreibe."


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