Schreiben mit KI
26.02.2026 um 22:16Hier wird das sehr gut erklärt:
https://konradweber.ch/2023/03/11/tool-nutzerorientierter-journalismus/
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Ich finde die KI ist ein lustiges "Spielzeug"!violetluna schrieb:Die Geschichten finde ich entzückend! Davon möchte ich bitte mehr lesen. 🙂
Das Abenteuer im "Crazy House" von Da LatQuelle: https://gemini.google.com/app/7cec7a7ac3a27275?hl=de
In den kühlen Bergen von Da Lat stießen der lustige Lurch und das fröhliche Schnecklein auf ein Bauwerk, das selbst ihre kühnsten Träume übertraf: das Hằng Nga Guesthouse, besser bekannt als das Crazy House. Für einen Lurch, der organische Formen liebt, und ein Schnecklein, das Kurven vergöttert, war dies der ultimative Spielplatz.
1. Die Treppen des Wahnsinns
Die Architektur gleicht einem riesigen, geschmolzenen Baum aus Beton. Der Lurch nahm die schmalen Außenstege, die sich wie Ranken in schwindelerregender Höhe zwischen den Gebäudeteilen winden, im sportlichen Dreisprung. „Vorsicht, Schnecklein!“, rief er, während er über eine Brücke balancierte, die kaum breiter als ein Baguette war. Das Schnecklein jedoch lachte nur. Mit seinem biologischen Allradantrieb (Adhäsion!) klebte es sicher an der Unterseite des Geländers und genoss die Aussicht auf die Stadt kopfüber.
2. Das Spinnennetz-Zimmer
In einem der Themenzimmer war alles mit künstlichen Spinnenweben aus Stahl und Glas dekoriert. Der Lurch, dessen Instinkte sofort auf „Mittagessen“ schalteten, versuchte eine der Glas-Spinnen zu schnappen und holte sich eine Beule am Kiefer. Das Schnecklein nutzte die glatten Glasflächen als Bobbahn und rutschte in rasantem Tempo (für Schneckenverhältnisse ca. 0,05 km/h) die geschwungenen Wände hinab. „Das ist effizienter als jede nuclear power!“, jubelte das Schnecklein, während es eine glitzernde Spur auf dem Kunstwerk hinterließ.
3. Die Begegnung mit dem Adler
Im „Adler-Zimmer“ thronten sie auf der gigantischen Steinskulptur des Greifvogels. Der Lurch spaltete seine Zunge vor Vergnügen, da die kühle Bergluft seine Haut perfekt hydrierte. Von hier oben wirkte das Crazy House wie ein verwunschener Dschungel, der aus dem Boden geschossen war. Sie fühlten sich wie die Könige von Da Lat, fernab von jeder geraden Linie der Welt.
4. Der Ausgangs-Irrgarten
Als sie den Ausgang suchten, verirrten sie sich in einem Treppenhaus, das plötzlich im Nichts endete. Der Lurch wollte gerade einen gewagten Sprung in einen künstlichen Pilz wagen, als das Schnecklein ihn bremste: „Warte, mein Freund! Wenn wir dieser Schneckenhaus-Windung folgen, kommen wir direkt zur Cafeteria.“ Und tatsächlich: Die Intuition des Schneckleins für spiralförmige Architektur war unfehlbar.
Am Ende des Tages saßen beide erschöpft, aber glücklich in einem der bizarren Fensterlöcher und beobachteten, wie der Nebel von Da Lat das Haus langsam verschlang.
Ich glaube, das gibt es nicht:. Ein "guter Erzähler" der nicht gut erzählen kann.m.A.o schrieb:Wenn einer ein guter Erzähler oder Denker ist, aber Probleme hat, seine "schwurbeleien" in ein schriftliches Format darzustellen (Keyboardlegastheniker) , ist die KI sicherlich ein gutes Hilfsmittel.
Ich schreibe Texte :D (Journalismus)violetluna schrieb:Was machst du denn beruflich?
Touché :Dvioletluna schrieb:Ich sehe das nicht so eng: kommt auf den Text an
Wenn jemand (so wie ich) eine Hypothese erstelle, dann habe ich bestimmte Eckdaten, aus denen ich ein bestimmtes Ergebnis formulieren möchte. Jedoch wenn ich diese Daten so niederschreibe, wie ich die gerade im Kopf habe, kommt nur ein Wirrwarr raus, wo dann andere nicht so ganz Schlau werden, da mir nicht immer der passende Fachbegriff wie der "Quantenkaskadenlaser" im Beitrag Humanoide Roboter, Untergang der Weltreligionen? (Beitrag von m.A.o) bekannt ist.Groucho schrieb:Ich glaube, das gibt es nicht:. Ein "guter Erzähler" der nicht gut erzählen kann.
Und als Rechtschreibprogramm kann man ohne weiteres eine KI verwenden.Groucho schrieb:Und für alles andere gibt es Rechtschreibprogramme.
Du redest da von zwei verschiedenen Dingen.m.A.o schrieb:Wenn jemand (so wie ich) eine Hypothese erstelle, dann habe ich bestimmte Eckdaten, aus denen ich ein bestimmtes Ergebnis formulieren möchte. Jedoch wenn ich diese Daten so niederschreibe, wie ich die gerade im Kopf habe, kommt nur ein Wirrwarr raus, wo dann andere nicht so ganz Schlau werden, da mir nicht immer der passende Fachbegriff wie der "Quantenkaskadenlaser" im Beitrag Humanoide Roboter, Untergang der Weltreligionen? (Beitrag von m.A.o) bekannt ist.
Um diesen Begriff zu finden und sinnvoll in mein Pamphlet einzupflegen ist die KI schon ein gutes Hilfsmittel.
Du hast vielleicht gute, interessante Ideen, aber bist eben kein guter Erzähler, wenn nur ein Wirrwarr heraus kommt.Groucho schrieb:Ich glaube, das gibt es nicht:. Ein "guter Erzähler" der nicht gut erzählen kann.
@Grouchom.A.o schrieb:guter Erzähler oder Denker ist
Schreibe die Geschichte in ihrer ursprünglichen Form, korrigiere nur die Fehler.Resultat:
Den Perspektivenwechsel auf Callum und Ewan und wie sie sie Leiche fanden, behandeln wir in Kapitel 3
Verstanden.
Wir bleiben bei deiner ursprünglichen Fassung – Ton, Atmosphäre, Aufbau – und korrigieren nur die Logikfehler im Ablauf. Keine neue Dramaturgie, kein Umschreiben des Stils, nur saubere Chronologie und realistische Polizeiarbeit.
Hier sind Kapitel 1 und 2 in korrigierter Form.
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Kapitel 1 – Der Strand von Sgeirhavn
Der Wind kam wie immer vom Atlantik, salzig und unerbittlich, und rüttelte an den losen Dachschindeln von Mairis Cottage auf Eilean na Tàirneanaich. Das kleine Haus hockte geduckt zwischen Heidekraut und schwarzem Fels, als wüsste es selbst, dass es hier draußen nichts zu lachen gab.
Mairi MacLeod stand in der offenen Tür, die Kaffeetasse in der Hand, und beobachtete ihre fünf Katzen.
Bran führte die Expedition an. Der große schwarze Kater bewegte sich mit der ruhigen Selbstverständlichkeit eines Tieres, das sich für den eigentlichen Besitzer der Insel hielt. Eine Kerbe in seinem Ohr zeugte von vergangenen Kämpfen.
Dahinter trotteten Eilidh, schlank und wachsam, Sorcha mit ihrem rotgoldenen Fell, Mòrag, weiß mit dunklem Fleck über dem Auge, und – mit würdevoller Verspätung – Fergus, groß, grau getigert und von stoischer Gelassenheit.
Das Telefon klingelte um 7:12 Uhr.
Mairi stellte die Tasse ab und ging hinein.
„MacLeod.“
Am anderen Ende meldete sich Detective Constable Iain Fraser. Seine Stimme war ruhig, aber gespannt.
„Wir haben einen Toten am Strand von Sgeirhavn. Männlich. Wurde heute Morgen von einem Fischer gefunden.“
„Unfall?“
„Möglich“, sagte Iain. Dann eine kurze Pause. „Aber irgendwas stimmt hier nicht. Nenn es Intuition. Aber schau es dir selbst an.“
Mairi schwieg einen Moment.
„Wurde etwas bewegt?“
„Nein. Ich habe die Finder angewiesen, Abstand zu halten. Der Körper liegt noch in situ. Wir sichern gerade den Bereich.“
„Ich bin unterwegs.“
Sie legte auf, griff nach ihrer Jacke und den Autoschlüsseln. Die Katzen sahen ihr kurz nach, als sie die Tür hinter sich schloss.
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Der Strand von Sgeirhavn lag unter tiefhängenden Wolken. Die Flut zog sich langsam zurück und hinterließ nassen, dunklen Sand.
Der Tote lag bäuchlings im Übergang zwischen Spülsaum und trockenerem Strand. Die Kleidung war durchnässt. Der Kopf zur Seite gedreht, das Gesicht halb im Sand.
Auf dem Rücken zeichneten sich durch das nasse Hemd dunkle Linien ab. Regelmäßig. Bewusst gesetzt.
Iain stand einige Meter entfernt und wartete auf sie.
„Finder?“
„Zwei Männer. Ein Fischer, Callum MacInnes. Und Ewan Murray. Sie stehen oben am Fußweg. Ein Kollege ist bei ihnen.“
Mairi sah zum Körper.
„Spurensicherung ist informiert?“
„Unterwegs.“
Der Wind riss am Absperrband, das den Zugang vom Fußweg zum Strand markierte.
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Kapitel 2 – Dokumentation
Inzwischen hatten sich oberhalb des Fußwegs mehrere Inselbewohner versammelt. Auf einer kleinen Insel sprach sich so etwas schnell herum. Zwei Uniformierte hielten die Neugierigen konsequent zurück und achteten darauf, dass niemand den abgesperrten Bereich betrat.
Callum MacInnes und Ewan Murray standen etwas abseits. Ein Beamter hatte ihre Personalien aufgenommen und sie angewiesen, zu bleiben, bis die Ermittler mit ihnen gesprochen hatten.
Mairi und Iain zogen Handschuhe über.
„Erst alles dokumentieren“, sagte sie ruhig.
Sie fotografierten den Körper in situ – Totale, Umgebung, Abstand zum Wasser, mögliche Fußspuren im Sand. Dann näherten sie sich dem Rücken des Toten. Die dunklen Linien waren deutlich sichtbar.
Iain betrachtete sie einen Moment.
„Er könnte theoretisch ertrunken sein.“
Mairi sah länger hin.
„Das tut es selten.“
Er sah sie an.
„Dass es so einfach ist“, ergänzte sie.
Sie richtete sich auf. „Gut. Bringen wir die Finder.“
Die beiden Männer traten näher.
„Wer hat die Leiche zuerst gesehen?“, fragte Mairi.
„Ich“, sagte der Ältere.
„Ihr Name?“
„Callum MacInnes.“
„Und Sie?“
„Ewan Murray.“
Mairi nickte.
„Ihre Personalien wurden bereits aufgenommen. Jetzt erzählen Sie mir bitte genau, was geschehen ist. Und bevor Sie beginnen: Haben Sie die Leiche berührt, bewegt oder irgendetwas am Fundort verändert?“
„Nein“, sagte Callum sofort.
Ewan schüttelte ebenfalls den Kopf. „Nein.“
„Gut“, sagte Mairi ruhig. „Dann fangen wir von vorn an.“
Der Wind strich über den Strand, und oberhalb des Absperrbandes beobachtete die Insel schweigend, wie ihr Morgen eine andere Richtung nahm.
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Damit ist:
der zeitliche Ablauf korrekt
Iain zuerst am Fundort
Mairi kommt danach
Dokumentation vor Befragung
Finder bleiben beaufsichtigt
keine Bewegungen der Leiche
keine doppelte oder unlogische Szene
Im nächsten Schritt können wir in Kapitel 3 sauber in die Perspektive von Callum und Ewan wechseln und detailliert schildern, wie der Fund wirklich ablief — ohne die Struktur von Kapitel 1 zu verändern.
Interessant! Welche Richtung? Tageszeitung, Illustrierte, Fachjournal...?Groucho schrieb am 27.02.2026:Ich schreibe Texte :D (Journalismus)
Journalistische Texte zählen für mich zu den Gebrauchstexten, da sie ja nicht als Kunstform für sich, sondern für die Leser:innen geschrieben werden. Sie sollen berichten (Fakten, Nachrichten) erklären (Kontext, Reportagen), Statements abgeben (Meinungsstücke, Emotion).Groucho schrieb am 27.02.2026:Ja, kommt auf den Text an.
Ich spreche von literarischen Texten (dazu zählen im Journalismus bspw. die Textsorten Reportage oder Glosse), nicht von Gebrauchstexten.
Das kommt darauf an, wie man sie einsetzt, so meine Erfahrung. Bei uns sind die Journalist:innen zum Beispiel dazu angehalten, ihre Formulierung für die Suchmaschinen zu optimieren, damit ihre Artikel auch gefunden werden. Dafür gibt es eine KI, die Vorschläge liefert, die man annehmen kann, aber nicht muss. Wenn ein Artikel aber online zu schlecht performt (man sieht ja durch das Tracking, wie Leser:innen zu diesem Artikel gekommen sind und in den meisten Fällen tun sie das über eine Suchmaschine), wird sich die/der jeweilige Autor:in früher oder später dafür rechtfertigen müssen.Groucho schrieb am 27.02.2026:Je mehr man KI für sich arbeiten lässt, desto mehr verlernt man, es selber zu tun.
Und das meine ich durchaus wörtlich.
use it, or you lose it.
Ja, ein Lektorat, welches seinen Namen verdient, gibt es nicht mehr häufig...violetluna schrieb:dem Lektorat zu verdanken. Dieses wurde nun zugunsten einer KI-Korrektursoftware eingespart und die Mitarbeiter:innen durften zuerst die KI füttern, die sie nun ersetzt hat.
Frag das doch mal deine Kolleg*innen :Dvioletluna schrieb:Ich frage mich, wie Menschen beruflich texten können, die nicht einmal über den Wortschatz verfügen, um Redensarten nicht zu vermischen oder komplett zu verhunzen. Wenn ich das lese, reißt es mich jedesmal
Ich finde nicht, dass das ein Unterscheidungskriterium ist.violetluna schrieb:Journalistische Texte zählen für mich zu den Gebrauchstexten, da sie ja nicht als Kunstform für sich, sondern für die Leser:innen geschrieben werden.
Das beschreibt die Art von "Journalismus" , die ich eher meide.violetluna schrieb:Das kommt darauf an, wie man sie einsetzt, so meine Erfahrung. Bei uns sind die Journalist:innen zum Beispiel dazu angehalten, ihre Formulierung für die Suchmaschinen zu optimieren, damit ihre Artikel auch gefunden werden. Dafür gibt es eine KI, die Vorschläge liefert, die man annehmen kann, aber nicht muss. Wenn ein Artikel aber online zu schlecht performt (man sieht ja durch das Tracking, wie Leser:innen zu diesem Artikel gekommen sind und in den meisten Fällen tun sie das über eine Suchmaschine), wird sich die/der jeweilige Autor:in früher oder später dafür rechtfertigen müssen.
Sie sind weiters auch angehalten, so zu formulieren, dass bestimmte User Needs erfüllt werden und auch dafür gibt's eine KI, die dafur Vorschläge liefert
Leider, es wird zunehmend eingespart.Groucho schrieb:Ja, ein Lektorat, welches seinen Namen verdient, gibt es nicht mehr häufig..
Die sind eh schon nicht so erfreut, wenn ich sie auf die Fehler/Stilblüten aufmerksam mache 🫣. Ich werde mich hüten!Groucho schrieb:Frag das doch mal deine Kolleg*innen
Was ist dann für dich das Unterscheidungskriterium? Magst du das genauer ausführen?Groucho schrieb:Ich finde nicht, dass das ein Unterscheidungskriterium ist.
Ja, das hattest du, aber nicht im Detail. Wenn du magst, nenn mir Beispiele und begründe sie. Mich interessiert das sehr.Groucho schrieb:Außerdem hatte ich ja auch innerhalb der journalistischen Textsorten unterschieden (zwischen Gebrauchstexten und literarischen Texten).
Das tun sie nach wie vor, aber sie setzen die KI als Hilfsmittel dazu ein. Es ist ja nicht so, dass der gesamte Text von der KI verfasst wird, sondern nur einzelne Formulierungen.Groucho schrieb:Das beschreibt die Art von "Journalismus" , die ich eher meide.
Ich habe bei dem Begriff Journalismus eher die alte Schule vor Augen (also Menschen, die selbst schreiben und recherchieren, weil sie ein Thema wichtig oder mindestens interessant finden).
Ich weiß nicht, wie alt du bist, aber in den meisten Redaktionen ist das mittlerweile bereits so, zumindest in Österreich (wie es in anderen Ländern ist, weiß ich nicht). Alles wird kostenoptimiert und Mitarbeiter:innen eingespart. Das bedingt natürlich, dass die übrigen mehr und schneller schreiben müssen und quasi Artikel am Fließband produzieren. Gerade tagesaktuelle Berichterstattung nimmt den Großteil des Tagesgeschäfts ein. Reportagen, bei denen man länger dran arbeitet, sind eher was für die Sonntagsausgabe oder Sonderausgaben zu einem bestimmten Thema.Groucho schrieb:Was du da beschreibst - ich weiß, dass es das gibt - habe ich beruflich zum Glück nie selbst erfahren müssen.
Ganz einfach: Art und Intention des Textes.violetluna schrieb:Was ist dann für dich das Unterscheidungskriterium? Magst du das genauer ausführen?
Außer wenn ich Buchrezensionen geschrieben habe, war es bei mir (also in meiner Redaktion) immer erforderlich einen (mindestens) "O-Ton" zu besorgen. Was schon mal ziemlich blöd sein kann, wenn du deinen Text in zwei Tagen abgeben musst und die Person, von der du unbedingt einen O-Ton im Artikel haben willst, dir am Telefon sagt "Gesprächstermin? Ja, sehr gerne. Wie wäre es in zwei Wochen?" :Dvioletluna schrieb:Wenn es erforderlich ist, Gespräche zu führen, dann bevorzugt telefonisch oder via Videokonferenz, denn hinreisen ist ihr den meisten Fällen zu teuer es muss schon eine sehr gute Geschichte sein, damit das bezahlt wird. Innerhalb Wiens ist das natürlich kein Problem, da haben die meisten ohnehin ein Klimaticket.
Seit Corona haben die Telefoninterviews deutlich zugenommen, ja. Und ich mache das wenn es geht immer noch so. Spart mir einfach Zeit, wenn ich mit jemandem am Telefon reden kann statt extra zu ihm zu fahren.violetluna schrieb:Innerhalb Wiens ist das natürlich kein Problem, da haben die meisten ohnehin ein Klimaticket.
Hm, das ist mir unklar. Für mich ist Intention so ziemlich dasselbe wie Motivation der/des Autor:in.Groucho schrieb:Ganz einfach: Art und Intention des Textes.
Die Motivation des Autors hat bei der Bestimmung der Textart nichts zu suchen.
Okay, das verstehe ich, glaube ich. Das heißt, dir kommt es darauf an, wie der Text geschrieben wird und welche Stilmittel dafür eingesetzt werden?Groucho schrieb:Beispiel Reportage.
Natürlich ist das im Kern ein journalistischer Text, aber mit literarischen Mitteln umgesetzt.
Hier kommen nicht nur die reinen Fakten in den Text, sondern auch die Eindrücke der Autor*innen, die das jeweilige Reportage Thema bearbeiten. Und bei guten Autor*innen liest sich das dann wie eine spannende Geschichte
Das ist interessant, das ist bei uns nicht üblich. Es geht bei der Berichterstattung über bestimmte Ereignisse ja nicht immer darum, dass jemand irgendwas dazu gesagt hat. Also wenn beispielsweise über die Angriffe der USA im Iran berichtet wird, gibt's da nicht unbedingt Stimmen von Menschen dazu. Anders ist es, wenn ein:e Politiker:in etwas sagt, dann wird das Gesagte natürlich zitiert. Da wird aber auch nicht jedesmal mit der Person noch extra gesprochen. Es reicht, wenn sie Aussage zum Beispiel im Parlament gemacht wurde.Groucho schrieb:Außer wenn ich Buchrezensionen geschrieben habe, war es bei mir (also in meiner Redaktion) immer erforderlich einen (mindestens) "O-Ton" zu besorgen.
Das kann ich mir vorstellen 🤣Groucho schrieb:Was schon mal ziemlich blöd sein kann, wenn du deinen Text in zwei Tagen abgeben musst und die Person, von der du unbedingt einen O-Ton im Artikel haben willst, dir am Telefon sagt "Gesprächstermin? Ja, sehr gerne. Wie wäre es in zwei Wochen?" :D
Dann kommt aber Hektik auf :D (war so einer meiner größeren Anfängerfehler)
Ja, finde ich durchaus in Ordnung. Das Problem ist eher, einen ruhigen Ort dafür zu finden. Mittlerweile gibt's ja überall Großraumbüros. 😏Wie ich sie hasse! Der Lärmpegel da ist für mich unerträglich, ich bin froh, dass ich viel von zu Hause aus arbeiten kann.Groucho schrieb:Seit Corona haben die Telefoninterviews deutlich zugenommen, ja. Und ich mache das wenn es geht immer noch so. Spart mir einfach Zeit, wenn ich mit jemandem am Telefon reden kann statt extra zu ihm zu fahren.
Ich bezog mich mit der Motivation auf deine Aussage "der Journalist ist ein Auftragsschreiber und schreibt für ein Publikum und der literarische Autor muss schreiben auch wenn es niemand liest" Das sind nicht original deine Worte sondern so paraphrasiert wie ich dich verstanden hatte.violetluna schrieb:Hm, das ist mir unklar. Für mich ist Intention so ziemlich dasselbe wie Motivation der/des Autor:in.
Die Intention eines Textes entsteht ja aus der Motivation. Was will ich schreiben? Was soll der Text bewirken? Was möchte ich damit aussagen?
Ich mache das ausschließlich von zu Hause.violetluna schrieb:Das Problem ist eher, einen ruhigen Ort dafür zu finden. Mittlerweile gibt's ja überall Großraumbüros. 😏Wie ich sie hasse! Der Lärmpegel da ist für mich unerträglich, ich bin froh, dass ich viel von zu Hause aus arbeiten kann.