@Transistor Sorry, ich verstehe gar nicht, worüber du hier die ganze Zeit diskutieren willst/wolltest.
Transistor schrieb:Das hat was mit Autonomie zu tun. Dein Weg beschneidet diese und moglicherweise fühlt der so gefragte, sich genötigt, sich seinerseits erklären zu müssen
Es wird doch gar keine Autonomie eingeschränkt.
Im Gegenteil.
Shiloh schrieb:Jemandem erst gar keine Hilfe anzubieten, nimmt der anderen Person von vornherein die Chance, Unterstützung anzunehmen, wenn sie solche braucht.
Das lässt sich gut auf einen einfachen Grundsatz herunterbrechen: Anbieten ist immer richtig – das Nein der anderen Person zu akzeptieren ebenfalls.
Ein Hilfsangebot zeigt: „Ich sehe dich und du bist mir nicht egal.“
Um bei einem Hilfsangebot das Gefühl von „Beobachtung“ oder „Kontrolle“ zu minimieren, hilft oft schon die Art und Weise, wie man fragt. Ein unverbindliches
Shiloh schrieb:„Hallo, ich habe Sie in den letzten Tagen kaum gesehen und wollte mich einfach mal erkundigen, wie es Ihnen geht? Ich mache mir ein bisschen Sorgen und wollte fragen, ob alles okay ist.“
Shiloh schrieb:"Ich fahre nachher zum Supermarkt, kann ich Ihnen vielleicht etwas mitbringen?“
lässt der anderen Person Raum und Autonomie.
Wenn die angesprochene Person dann signalisiert, dass sie keine Hilfe benötigt, so ist das doch völlig in Ordnung. Dann war es ein Angebot, ohne sich aufzudrängen.
Und ich denke,
@Kangaroo weiß schon selbst, wie er das angeht und wird die Situation vor Ort am besten nach einen Gespräch mit der Nachbarin einschätzen können. Darüber müssen wir hier im UH doch wohl keine Grundsatzdiskussion führen.
Du
@Transistor siehst halt alles, was über ein völlig unverbindliches "Hallo wie geht's" hinausgeht als verunsichernd für die angesprochene Person an und ich sehe eben die ehrliche Begründung, warum man überhaupt fragt, als empathisch und nicht - wie du - als verunsichernd an.
Transistor schrieb:Alles darüber hinaus verunsichert nur
Shiloh schrieb:Na ja, ich finde das so schon ziemlich unverbindlich und erklärt doch nur, dass einem die Abwesenheit der Person aufgefallen ist und man sich deswegen ein bisschen Sorgen macht. Erklärt eigentlich nur, warum man sich überhaupt Gedanken macht. Würde ich so angesprochen und derjenige sagt mir, warum er mich überhaupt anspricht, würde ich das sogar als sehr empathisch und in keinster Weise als "verunsichernd" empfinden.
Interested schrieb:Ihr streitet euch hier, weil jemand einen subjektiven Eindruck schildert, der aus einer Momentaufnahme rührt und der Rest ist Interpretation.
@Interested Ich streite mich nicht. Und ich interpretiere auch nicht. Ich habe lediglich
@Kangaroo meine Gedanken dazu mitgeteilt, wie ich persönlich wohl mit so einer Situation umgehen würde.
Topic: Und das ging mir dazu durch den Kopf:
Shiloh schrieb:Du kannst eigentlich gar nicht so viel falsch machen, solange du ohne Druck auf sie zukommst und signalisierst, dass du dir Gedanken machst.
Erstmal weißt du ja im Grunde nichts darüber, warum die Situation so ist, wie sie gerade ist.
Du könntest zum Beispiel in einem ungezwungenen Moment (z.B. wenn du sie im Flur siehst oder du klingelst kurz) deine konkreten Beobachtungen teilen: „Hallo, ich habe Sie in den letzten Tagen kaum gesehen und wollte mich einfach mal erkundigen, wie es Ihnen geht? Ich mache mir ein bisschen Sorgen und wollte fragen, ob alles okay ist.“
Daraus könnte sich z.B. ein Gespräch entwickeln. Und vielleicht würde sich die Situation aufklären. Und vielleicht steckt etwas ganz anderes dahinter, als du vermutest.
Menschen, die Hilfe benötigen, sind mit der Frage „Wie kann ich Ihnen helfen?“ erstmal oft komplett überfordert. Du könntest stattdessen einfach ganz kleine Erledigungen anbieten, wie z.B. Einkaufen: „Ich fahre nachher zum Supermarkt, kann ich Ihnen vielleicht etwas mitbringen?“